
Gefährliche Orte der Welt: Wo Touristen nur mit Guide und Genehmigung hinkommen
Sechs Orte auf dem Planeten gelten offiziell als gefährlich für Touristen. Ilha da Queimada Grande ist seit fast hundert Jahren für Besucher gesperrt, und die Danakil-Wüste in Äthiopien ist nur mit einem Konvoi aus Geländewagen zugänglich. Die Gründe sind unterschiedlich: Giftschlangen, vulkanische Gase, Lawinen und extreme Hitze.
Jeder Ort hat seinen eigenen Grund, auf der Liste zu stehen. Wir haben geprüft, was sie Stand: 2026 genau gefährlich macht und ob ein normaler Reisender hineinkommt. Alle Daten wurden im September 2026 mit offiziellen Quellen abgeglichen.
Gefährliche Orte der Welt: das Wichtigste
💡 Kurz gesagt:
- Von den sechs Orten ist einer für den freien Zugang gesperrt: Ilha da Queimada Grande.
- Die anderen fünf sind zugänglich, aber nur mit Guide, Genehmigung oder als Teil einer Gruppe.
- Die Risiken wiederholen sich: Höhe und Lawinen, vulkanische Gase, Hitze jenseits sicherer Grenzen, Flusspferde und städtische Kriminalität.
- Zugang und Besuchsregeln: 09/2026, abgeglichen mit Visit Ethiopia.
Der sechste Ort auf der Liste liegt in Sambia, und die Gefahr kommt dort von Tieren. Der South-Luangwa-Nationalpark gilt als Geburtsort der Wandersafaris, und der Luangwa-Fluss beherbergt eine der höchsten Flusspferddichten des Landes. Ein Flusspferd wirkt unbeholfen, aber an Land kann es einen Menschen überholen, und in Wassernähe verteidigt es sein Revier aggressiv. Laut Zambia Tourism sind diese Tiere in South Luangwa besonders zahlreich und gelten als einige der gefährlichsten Großtiere Afrikas (Zambia Tourism). Am besten näherst du dich dem Flussufer dort nicht ohne Guide.
1. Annapurna (Nepal)
© Wolfgang Beyer · CC BY-SAFoto: Wolfgang Beyer, CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/), Wikimedia CommonsDie Annapurna ist eines der höchsten Massive im Himalaya und hat den Ruf, einer der gefährlichsten Gipfel für Bergsteiger zu sein. Die ersten Bergsteiger erreichten den Gipfel Mitte des letzten Jahrhunderts, aber die Liste der Todesfälle ist seither nicht kleiner geworden. Die Hauptgefahr ist hier nicht die Wand selbst, sondern Lawinen und abbrechende Schneewechten.
Für Reisende ist die Umrundung des Massivs beliebter als der Gipfel selbst. Ihr höchster Punkt ist der Thorong-La-Pass auf 5.416 m (Stand: 09/2026, Walk Through Nepal). Ohne Akklimatisierung riskierst du, die gesamte Route zu ruinieren, deshalb geht man langsam, mit Ruhetagen unterwegs.
- Anreise: Der Trek startet in Pokhara oder Besisahar, dann zu Fuß durch Manang.
- Beste Reisezeit: März bis Mai und Oktober bis November; im Frühling blühen in den Tälern Rhododendren.
- Für wen / Nicht für: für erfahrene Trekker mit Höhenerfahrung, nicht für Anfänger.
- Der Haken: Die Höhenkrankheit am Pass ist real, und manche Gruppen kehren um.
2. Danakil-Wüste (Äthiopien)
© Atypeek DGN · CC BY-SAFoto: Atypeek DGN, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Danakil liegt in der Afar-Region im Nordosten von Äthiopien, rund 125 m unter dem Meeresspiegel (Stand: 09/2026, Wikipedia). Sie ist einer der heißesten Orte der Erde, mit dem aktiven Vulkan Erta Ale, einem Lavasee und den sauren Quellen von Dallol.
Trotz ihres Rufs kommen Menschen wegen Landschaften hierher, die wie ein anderer Planet aussehen. Gelbgrüne Schwefelfelder, Salzplateaus und der nächtliche Aufstieg zum Krater ziehen Fotografen aus aller Welt an. Eine sichere eigenständige Route gibt es hier nicht.
Laut dem Tourismusbüro Äthiopiens erfordern die Straßen nach Dallol und Erta Ale Geländewagen und Navigation, deshalb wird die Region nur mit einem erfahrenen Veranstalter und mindestens zwei Fahrzeugen besucht (Visit Ethiopia).
- Was sie gefährlich macht: extreme Hitze, Schwefeldämpfe in der Nähe der Quellen und die Entfernung zu Krankenhäusern.
- Beste Reisezeit: die Trockenzeit von November bis Februar; in den anderen Monaten verstärkt sich die Hitze.
- Der Haken: Routen werden wegen der Lage in der Region regelmäßig gesperrt, deshalb solltest du die Termine vor der Abreise prüfen.
3. Port Moresby (Papua-Neuguinea)

Die Hauptstadt Papua-Neuguineas empfängt Besucher mit warmem Meer und grünen Hügeln, aber sie ist für etwas anderes bekannt. Die Kriminalitätsrate von Port Moresby gilt als eine der höchsten in Ozeanien, deshalb beschränken sich die meisten Besuche auf das Hotel und organisierte Transfers.
Außerhalb des Geschäftszentrums sind die Viertel ärmer, und selbst Einheimische raten davon ab, allein durch die Straßen zu laufen. Die Stadt dient als Tor zum Kokoda Track und zum Tauchen im Korallenmeer, ist aber selbst kein Touristenzentrum.
- Fortbewegung: Ein vorgebuchter Transfer bringt dich zu deinem Hotel; reise tagsüber und zeige keine Wertsachen.
- Für wen / Nicht für: für organisierte Touren durchs Land, nicht für eigenständiges Herumstreifen.
- Der Haken: Ohne lokale Begleitung ist die Fortbewegung in der Stadt riskant.
4. Mendenhall-Gletscherhöhlen (Alaska)
© Gillfoto · CC BY-SAFoto: Gillfoto, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDer Mendenhall-Gletscher liegt nahe Juneau, der Hauptstadt von Alaska, und befindet sich im Tongass National Forest. Die blauen Grotten in seinem Inneren ziehen Tausende Touristen an, aber das Eis ist ständig in Bewegung und bricht zusammen.
Im Februar 2025 warnte der U.S. Forest Service vor einem möglichen großen Eisabbruch und bat die Menschen, sich von der Gletscherzunge fernzuhalten (Stand: 09/2026, Travel Juneau). Die Höhlen entstehen und verschwinden in jeder Saison.
- Anreise: Eine asphaltierte Straße führt von der Innenstadt Juneaus zum Besucherzentrum des Gletschers.
- Mit wem: nur mit Guide und Helm; der eigenständige Zugang ist nicht erlaubt.
- Der Haken: Eis- und Wassereinbrüche passieren ohne Vorwarnung, und manche Wege können gesperrt sein.
5. Ilha da Queimada Grande (Brasilien)
© Otavio A Marques · CC BYFoto: Otavio A Marques, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0), Wikimedia CommonsIlha da Queimada Grande liegt vor der Küste des Bundesstaates São Paulo und gilt als Ort mit einer der höchsten Dichten an Giftschlangen auf dem Planeten. Hier lebt eine Art, die nirgendwo sonst vorkommt: die Goldene Lanzenotter (Bothrops insularis).
Das Gift dieser Schlange ist um ein Vielfaches stärker als das verwandter Arten auf dem Festland, und die Insel ist seit den 1920er-Jahren für Zivilisten gesperrt. Du kannst nicht dorthin: Nur Forscher und Leuchtturmwärter haben Zutritt (Wikipedia).
Der Legende nach ist die Insel auf jedem Meter von Tausenden Schlangen bewohnt. Die tatsächliche Schätzung ist bescheidener: Wissenschaftler beziffern die Population auf mehrere Tausend Tiere, und selbst dann ist die Wahrscheinlichkeit, hier einer Schlange zu begegnen, höher als in jedem anderen Wald Brasiliens (Wikipedia).
- Warum sie gesperrt ist: Der Zugang ist auf Wissenschaftler und Leuchtturmpersonal beschränkt; für Touristen ist die Insel gesperrt.
- Was sie gefährlich macht: Ein Biss der Goldenen Lanzenotter zerstört rasch Gewebe, und das Gegengift wird auf dem Festland verabreicht.
- Der Haken: Es gibt keinen legalen Weg, die Schlangen zu sehen; der nächste sichere Aussichtspunkt liegt auf dem Festland.
⁉️🤔 Häufige Fragen
Kannst du Ilha da Queimada Grande besuchen?
Nein, Touristen sind auf der Insel nicht erlaubt. Es gibt keinen legalen Weg, die Schlangen zu sehen; der einzige sichere Aussichtspunkt liegt auf dem Festland.
Wird ein normaler Tourist in die Danakil-Wüste Äthiopiens gelassen?
Ja, aber nur als Teil einer Gruppe mit einem Veranstalter. Eine eigenständige Route ist hier nicht sicher.
Wie gefährlich sind die Mendenhall-Gletscherhöhlen?
Das Eis ist ständig in Bewegung, und die Grotten brechen ohne Vorwarnung zusammen. Menschen betreten sie nur mit Guide und Helm.
Kurz gesagt: was du buchen solltest
Du musst nichts buchen, um den gefährlichsten Ort selbst zu besuchen: Manche Orte sind gesperrt, und die übrigen sind nur mit einem lizenzierten Veranstalter zugänglich. Wenn du solche Landschaften sicher sehen möchtest, wähle nach deinem Interesse.
- Wenn du Vulkane und Lavafelder willst: Buche eine Tour zum Erta Ale bei einem seriösen Veranstalter.
- Wenn du Berge ohne tödliches Risiko willst: Wähle einen Trek im Himalaya mit Akklimatisierung, keine Gipfelbesteigung.
- Wenn dich Afrikas Tierwelt reizt: Plane eine geführte Safari in South Luangwa.
- Wenn dich Gletscher interessieren: Betrachte sie vom Boden aus und trage einen Helm, ohne die Grotten zu betreten.
Prüfe vor der Reise die Regeln bei Veranstaltern und Parkbehörden: Sie ändern sich jede Saison.


