
Was du in Lima und Cusco bestellen solltest: 8 Gerichte und Getränke der peruanischen Küche
Peruanische Küche verändert sich von der Küste bis zu den Anden. In Lima isst du Fisch und Meeresfrüchte, während in Cusco die Speisekarte auf Fleisch und Kartoffeln aufbaut. Das sind zwei verschiedene gastronomische Routen innerhalb eines Landes.
Der Staat unterstützt dieses Thema. Seit 2008 feiert Peru am 28. Juni den Nationalen Ceviche-Tag, und die Küche selbst ist aus einer Mischung andiner, spanischer, afrikanischer und asiatischer Traditionen entstanden (Stand: 09/2026, Überblick über die peruanische Küche).
Unten findest du acht Gerichte und Getränke: Zutaten, Region und was du vor der Bestellung wissen solltest. Zuerst das Meer, dann die Berge.
💡 Kurz gesagt:
- In Lima iss Meeresfrüchte: Ceviche, Oktopus, Fischsuppen.
- In Cusco bestell Fleisch: Meerschweinchen, Alpaka, große Stücke Rindfleisch.
- Als Getränke nimm Pisco Sour und Inca Kola.
Anzeige: dieser Artikel enthält Affiliate-Links, bei einer Buchung über diese Links erhalten wir eine Provision, für dich entstehen keine Mehrkosten.
1. Oktopus nach galicischer Art (pulpo a la gallega)
Das ist spanisches Erbe in der peruanischen Küche. Das Rezept kam aus Galicien und hat an der Pazifikküste Wurzeln geschlagen. Es sind gekochte Tentakel, in Scheiben geschnitten, mit Olivenöl und Gewürzen. Die Einfachheit täuscht: Übergarte Tentakel werden gummiartig, und so ein Teller ist ein guter Weg, das Niveau der Küche einzuschätzen.
In Lima suchst du Oktopus in Fischrestaurants. Dort kannst du auch Meeresfrüchtesuppe und Garnelenrisotto bestellen.
© Tamorlan · CC BY-SAFoto: Tamorlan, CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/), Wikimedia Commons2. Ceviche
Ceviche basiert auf dünn geschnittenem rohem Fisch und Meeresfrüchten, die in Limettensaft „gegart" werden. In Peru ist das keine Vorspeise, sondern eine eigene Kultur: Ganze Cevicherías drehen sich um Ceviche, und am 28. Juni feiert das Land den Nationaltag des Gerichts (Stand: 09/2026, Geschichte und Küche Perus).
© Juan Carlos Fonseca Mata · CC BY-SAFoto: Juan Carlos Fonseca Mata, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Zutaten sind einfach: Fisch, rote Zwiebel, scharfer Pfeffer und Limette. Die peruanische Version ist schärfer als die der Nachbarländer, also nimm beim ersten Mal mittlere Schärfe und bitte darum, den Pfeffer separat zu servieren.
Die „Tigermilch" verdient eine eigene Erwähnung. Leche de tigre wird aus derselben Marinade hergestellt, zu einer cocktailartigen Konsistenz gemixt. Du trinkst sie, statt sie mit dem Löffel zu essen, und mit dem Pfeffer wird hier nicht gespart.
- Nicht für: alle, die keinen rohen Fisch essen. Bei Ceviche gibt es keine Hitzebehandlung.
- Tipp: Komm mittags. Cevicherías arbeiten mit dem morgendlichen Fang, und am Abend ist die Auswahl an frischem Fisch begrenzter.
3. Lomo saltado
Lomo saltado wird wie ein Pfannengericht zubereitet: Rindfleisch, Zwiebeln und Tomaten, dazu kommen Pommes frites. Das Rezept stammt von chinesischen Einwanderern, deshalb wird das Gericht der Chifa-Küche zugeordnet (Stand: 09/2026, über den chinesischen Einfluss).
© JSeb05 · CC BY-SAFoto: JSeb05, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie klassische Variante verwendet Rindfleisch, und Gemüse und Fleisch saugen die Säfte und die Sojasauce auf. Es schmeckt herzhaft und fast gar nicht scharf, wenn du darum bittest, die scharfe Paprika wegzulassen.
Für deinen ersten Abend in Cusco ist das eine gute Bestellung: Das Gericht ist vertraut und erfordert keine Umgewöhnung.
4. Cuy
In Peru nennt man Meerschweinchen Cuy, und es wird wirklich im Ganzen gebraten. In Cusco bietet fast jedes Restaurant dieses Gericht an (Stand: 09/2026, über Meerschweinchen in der Andenküche).
© Brianwray26 · CC BY-SAFoto: Brianwray26, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsFür Besucher ist es eher ein Spektakel. Manche Reisende bestellen Cuy, fotografieren den Teller und probieren nur ein kleines Stück. In den Anden ist es dagegen ganz normale Hausmannskost, kein Spaß für Touristen.
- Nicht für: alle, die sich schwer damit tun, ungewohntes Fleisch zu probieren.
- Detail: In Cusco gibt es auch Empanadas mit Cuy. Wenn du kein Nagetier probieren möchtest, frag vorher nach der Füllung.
5. Alpakafleisch
Alpakas werden in den Anden wegen ihrer warmen Wolle gezüchtet, aber auch das Fleisch findet seinen Weg in die Küche. Es wird für Steaks, Eintöpfe und Burger verwendet. Der Geschmack erinnert an etwas trockenes Rindfleisch, deshalb kommen ihm Saucen und Gemüse zugute.
In Cusco und anderen Städten im Hochland steht Alpaka fast immer auf der Speisekarte. Wenn du unsicher bist, bestell ein kleines Steak und vergleiche es mit dem Rindfleisch im selben Restaurant.
© David Berkowitz from New York, NY, USA · CC BYFoto: David Berkowitz from New York, NY, USA, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons6. Pachamanca
Pachamanca wird im Boden gegart. Der Name bedeutet aus dem Quechua übersetzt „Erdtopf": pacha heißt Erde, manka heißt Topf (Stand: 09/2026, Beschreibung des Gerichts).
© Dtarazona · CC BY-SAFoto: Dtarazona, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Technik ist einfach und uralt. Erhitzte Steine werden in eine Grube gelegt, darauf kommt Fleisch mit Gewürzen und Kräutern, gefolgt von Kartoffeln, Süßkartoffeln, Mais und Bohnen. Alles wird mit Blättern und Erde bedeckt, und die Pachamanca gart 40 bis 90 Minuten (Stand: 09/2026, Beschreibung und Zubereitung).
Die Fleischauswahl ist hier breit: Rind, Schwein, Huhn, Cuy und Alpaka. 2003 wurde Pachamanca zum nationalen Kulturerbe erklärt, und ihr nationaler Feiertag wird am ersten Sonntag im Februar gefeiert (Stand: 09/2026, Geschichte des Gerichts).
Eine Portion ist für eine Gruppe gedacht. Bestell Pachamanca für mehrere Personen und probiere ein Stück von jeder Fleischsorte.
7. Pisco
Pisco, ein kräftiger Traubenbrand, die lokale Variante des Brandy. Er ist die Basis für Perus Signature-Cocktail: Pisco Sour wird aus Pisco, Limettensaft, Sirup, Eiweiß und ein paar Tropfen Bitter gemischt (Stand: 09/2026, Cocktail-Zutaten).
Der Schaum obenauf entsteht durch aufgeschlagenes Eiweiß, nicht durch Sahne. Der Drink hat eine spürbare Stärke: Der Cocktail trinkt sich leicht, aber lass dich nicht täuschen.
Auch andere Cocktails werden mit Pisco gemixt, in einer Bar in Lima bist du also nicht auf ein Rezept festgelegt. Frag den Barkeeper nach lokalen Varianten, nicht nur nach dem Klassiker.
© Bex Walton · CC BYFoto: Bex Walton, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons8. Inca Kola
Inca Kola wurde in Peru erfunden: 1935 kreierte der britische Einwanderer Joseph Robinson Lindley das Getränk (Stand: 09/2026, Geschichte des Getränks).
© ta@keshi kimi · CC BYFoto: ta@keshi kimi, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia CommonsDer Geschmack ist süß und fruchtig: Das Aroma stammt von Zitronenverbene, einer heimischen krautigen Pflanze. Die Farbe ist leuchtend gelb, du erkennst die Flasche also sofort.
In Cusco wird Inca Kola zwischen deftigen Gerichten getrunken, in Lima passt sie gut zu Ceviche. Wenn süße Limonaden nicht dein Ding sind, hol dir eine kleine Flasche zum Probieren.
Das regionale Fazit ist einfach. In Lima isst du Fisch mit Limette, in Cusco Fleisch und Gerichte aus dem Erdofen. Du kannst beide Städte in einer Reise kombinieren, und dann ist der kulinarische Teil der Route vollständig abgedeckt.
Touren und Tickets in Lima
Geführte Touren, Tickets ohne Anstehen und Aktivitäten — die meisten Angebote sind kostenfrei stornierbar.
Angebote auf GetYourGuide ansehenDas Widget wird nach Ihrer Zustimmung geladen.
⁉️🤔 Häufige Fragen
Was sollte ich in Peru zuerst probieren?
Starte mit Ceviche und Lomo Saltado: Das sind die Grundlagen der peruanischen Küche, und sie werden fast überall serviert. Geh danach zu andinen Fleischgerichten über, wenn deine Route dich nach Cusco führt. Heb dir die Getränke für den Abend auf: Pisco Sour und Inca Kola runden das Geschmacksbild ab.
Wo in Cusco kann ich Meerschweinchen und Alpaka probieren?
Andines Fleisch steht in fast jedem Restaurant der Stadt auf der Karte. Meerschweinchen wird im Ganzen gebraten, und Alpaka wird als Steak, Eintopf oder im Burger serviert.
Wann sind Perus kulinarische Feiertage?
Zwei Haupttage sind an Gerichte gebunden: der Nationale Ceviche-Tag und der Nationale Pachamanca-Tag. Letzterer fällt auf den ersten Sonntag im Februar (Stand: 09/2026, Gerichte-Kalender). Lokale Feste fallen oft mit ihnen zusammen, und an diesen Tagen werden die Speisekarten erweitert.
Woran erkenne ich, dass der Fisch in einer Cevichería frisch ist?
Schau in den Gastraum: Wenn er voller Einheimischer ist, nicht nur voller Touristen, ist der Fisch hier gefragt.
Kurz gesagt: was du buchen solltest
Eine kulinarisch ausgerichtete Route durch Peru baut auf zwei Städten auf. In Lima bestell Meeresfrüchte, in Cusco Fleisch und Pachamanca. Plan deine Abende entsprechend.
Deine Situation | Was du bestellen solltest |
|---|---|
Erster Abend in Lima | Ceviche und Pisco Sour |
Du willst etwas Exotisches | Meerschweinchen oder Alpaka-Steak |
Eine Feier in Cusco | Pachamanca für eine Gruppe |
Du brauchst ein alkoholfreies Getränk | Inca Kola |
Wenn du das kulinarische Programm ohne lange Suche abdecken willst, schau dir Food-Touren in Lima auf GetYourGuide an. Unterkünfte in der Nähe der Restaurantstraßen buchst du am besten im Voraus: Hotels in Lima und Cusco auf Trip.com.


