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Hradschiner Platz: Drei Paläste und ein Tor am Eingang zur Prager Burg

Hradschiner Platz: Drei Paläste und ein Tor am Eingang zur Prager Burg

Hradčany-Platz (Hradčanské náměstí) dient als zeremonieller Eingang zur Prager Burg. Durch das Matthiastor betrittst du den ersten Burghof, wo fast jede Route durch Hradčany beginnt. Der Eingang selbst ist kostenlos; du zahlst nur für Tickets innerhalb des Burgkomplexes. Wir haben die vier wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Platzes, Öffnungszeiten, Anreise und eine Karte für dich zusammengestellt.

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Was es auf dem Hradčany-Platz zu sehen gibt

Der Platz ist dicht von Palästen gesäumt, und du erkennst jeden an seiner Fassade. Die Westseite wird vom Palais Toskanischer Palast abgeschlossen, in der Nähe stehen der Erzbischöfliche Palast und das Palais Martinic. Es gibt hier kein einheitliches Ticket, denn dies ist ein funktionierendes Verwaltungsviertel, kein Freilichtmuseum.

💡 Kurz gesagt:

  • Der Eintritt zum Platz und durch das Matthiastor ist kostenlos; du zahlst nur für Tickets innerhalb der Prager Burg.
  • Besichtige die drei Paläste von außen; nur einzelne Säle sind für die Öffentlichkeit zugänglich, und das auch nur zu besonderen Anlässen.
  • Öffnungszeiten und Wachwechsel: 09/2026, geprüft auf der offiziellen Website der Prager Burg.

Sehenswürdigkeit

Was zu sehen ist

Eintritt

Matthiastor

Barocker Bogen, Wachwechsel

kostenlos

Palais Toskanischer Palast

Balustrade mit Allegorien der Künste

geschlossen

Erzbischöflicher Palast

Rokokofassade, Kapelle Johannes des Täufers

geschlossen

Palais Martinic

Fassadenmalereien, Museum mechanischer Musikinstrumente

mit Ticket

Matthiastor der Prager Burg

Das Matthiastor (Matyášova brána) führt vom ersten Burghof der Prager Burg in den zweiten. Der Bogen wurde 1614 erbaut und gilt als das erste Barockbauwerk in Prag (offizielle Website der Prager Burg). Das Tor ist nach Kaiser Matthias benannt, nicht nach seinem Schöpfer, wie ältere Reiseführer manchmal behaupten.

Matthiastor im Hof der Prager Burg mit Touristen© Paul Korecky · CC BY-SAFoto: Paul Korecky, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia Commons

Der Schild des Bogens ist mit den Wappen von Matthias und den Ländern unter seiner Herrschaft verziert, und zwei Treppen führen vom Tor zum Westflügel des Palastes. Auf beiden Seiten stehen die gestreiften Wachhäuschen. Die Wache wechselt hier stündlich, und um die Mittagszeit findet ein zeremonieller Wachwechsel mit Fanfaren und der Flagge statt. Dafür versammelt sich schon lange vorher eine Menschenmenge am Tor, also komm 15 Minuten früher und stell dich links vom Bogen auf. Der Durchgang durch das Tor ist kostenlos und erfordert kein Ticket.

Palais Toskanischer Palast an der Westseite

Palais Toskana am Hradschiner Platz© VitVit · CC BY-SAFoto: VitVit, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Das Palais Toskanischer Palast (Toskánský palác) nimmt die Westseite des Platzes ein. Der Bau begann im späten 17. Jahrhundert nach einem Entwurf des französischen Architekten Jean Baptiste Mathey und wurde von der Großherzogin der Toskana, Anna Maria Franziska, vollendet, deren Namen das Gebäude bis heute trägt (Wikipedia). Der Palast gehört dem tschechischen Staat und beherbergt derzeit das Außenministerium.

Das Gebäude ist leicht an seinem roten Dach und den farbigen Fensterumrandungen seiner zahlreichen Fenster zu erkennen. Auf der Dachbalustrade siehst du sieben Allegorien der freien Künste des Bildhauers Jan Brokoff, und an der Ecke zur Loretánská-Straße steht der Erzengel Michael mit flammendem Schwert von Ottavio Mosto (Angaben des tschechischen Außenministeriums). Touristen haben keinen Zutritt; nur zwei Säle im Westflügel werden gelegentlich für die Öffentlichkeit geöffnet.

Erzbischöflicher Palast am Platz

Erzbischöfliches Palais am Hradschiner Platz© Gampe · CC BY-SAFoto: Gampe, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Der Erzbischöfliche Palast (Arcibiskupský palác) steht direkt am Haupteingang der Prager Burg. Seit den 1660er-Jahren dient er als Residenz der Prager Erzbischöfe und entstand an der Stelle von acht alten Häusern (Prager Tourismusportal). Sein heutiges Aussehen erhielt das Gebäude in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, als es im spätbarocken Stil umgebaut wurde: Seitenflügel, ein drittes Stockwerk und eine Rokaille-Fassade kamen hinzu.

Das Herzstück des Palastes ist die Kapelle Johannes des Täufers aus dem 16. Jahrhundert mit Wandmalereien und Stuckverzierungen. In den Repräsentationsräumen befindet sich eine Sammlung Pariser Wandteppiche, und der Eingang wird vom Wappen der Prager Erzbischöfe gekrönt (Stand: Prague City Tourism). Hinein kommst du nicht: Es handelt sich um eine aktive Residenz, die nur für offizielle Empfänge geöffnet ist. Von außen lohnt sich ein Blick, zusammen mit dem benachbarten Palais Toskana.

Palais Martinic und seine Wandmalereien

Palais Martinice: Fassade mit Wandmalereien und Fenstern© VitVit · CC BY-SAFoto: VitVit, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Das Palais Martinic (Martinický palác) ist ein Renaissance-Wahrzeichen an der Nordseite des Platzes. Es wurde im 16. Jahrhundert an der Stelle von Häusern errichtet, die beim großen Brand von Hradschin niederbrannten, wie historische Dokumente belegen (offizielle Website des Palastes). Mit dem Bau begann der Adlige Teyfl, fortgeführt wurde er vom kaiserlichen Statthalter Jiří Martinic. Seine Neffen erweiterten den östlichen Teil und fügten den Nordflügel hinzu, und über dem Eingang findest du das Wappen der Familie Martinic, ein Seerosenblatt mit Stern.

Die zentrale Fassade ist mit Wandmalereien bedeckt, die biblische und klassische Motive darstellen: Szenen aus dem Leben von Josef, Samson und Herkules. Im frühen 19. Jahrhundert wurden dem Palast ein weiteres Stockwerk und ein klassizistischer Giebel hinzugefügt (offizielle Website). Nach langer Vernachlässigung wurde das Gebäude durch eine Restaurierung wieder zum Leben erweckt, die 14 Jahre dauerte und Ende der 1960er-Jahre abgeschlossen wurde; die jüngste Renovierung endete 2011.

Heute beherbergen die ehemaligen Stallungen des Palastes ein privates Museum für historische mechanische Musikautomaten. Gezeigt werden mechanische Grammophone und Phonographen aus den Jahren 1870 bis 1940, die in tschechischen Werkstätten gefertigt wurden (kultura.cz). Prüfe Tickets und Öffnungszeiten vor Ort, da sich die Zeiten je nach Saison ändern. Wenn mechanische Musik dich nicht interessiert, lohnt sich allein wegen der Fassade ein Rundgang um den Palast, er hebt sich deutlich von den Nachbargebäuden ab.

Wann du kommen solltest und wie du hinkommst

Der erste Burghof der Prager Burg ist täglich vom frühen Morgen bis zum späten Abend geöffnet. Die genauen Zeiten ändern sich je nach Saison, also prüfe am Tag deines Besuchs die offizielle Website. Die beste Zeit für den Platz ist der Morgen vor 10 Uhr: Die Reisegruppen sind noch nicht da, und das Licht auf den Fassaden ist weich.

Am einfachsten erreichst du den Platz mit der Straßenbahn bis zur Haltestelle Pražský hrad oder mit der U-Bahn bis zur Station Malostranská und dann die Nerudova-Straße hinauf. Zu Fuß von der Karlsbrücke ist es ein etwa 20-minütiger Anstieg, also trag bequeme Schuhe (Route auf der Karte).

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Hradčany-Platz auf der Karte

Unten findest du eine Karte vom Hradčany-Platz mit den Palästen und Toren. Speichere sie dir ab, damit du zwischen der Prager Burg und der Loretánská-Straße nicht die Orientierung verlierst.

Sehenswürdigkeiten des Hradschiner Platzes

Orte auf der Karte
  • Matthiastor Barocker Bogen von 1614, Eingang zum ersten Hof und Wachablösung mittags
  • Toskanischer Palast Westseite des Platzes, sieben Allegorien der Künste auf der Balustrade
  • Erzbischöfliches Palais Residenz der Erzbischöfe, Rokaille-Fassade und Kapelle Johannes des Täufers
  • Martinitz-Palais Renaissancebau mit bemalter Fassade, im Stall ein Museum für Musikautomaten

Auf der Karte öffnen

⁉️🤔 Häufige Fragen

Wo liegt der Hradčany-Platz?

Der Platz liegt im Stadtteil Hradčany, direkt vor dem Haupteingang der Prager Burg. Adresse: Hradčanské náměstí, Praha 1.

Brauche ich ein Ticket, um die Paläste zu sehen?

Nein, der Platz und das Matthiastor sind für alle zugänglich. Der Toskanische Palast und der Erzbischöfliche Palast werden von Behörden genutzt, daher kommst du nicht hinein. Tickets brauchst du nur innerhalb der Prager Burg, wo sich der Dom und die Dauerausstellungen befinden.

Wie viel Zeit sollte ich für den Platz einplanen?

Eine halbe Stunde reicht, um die drei Paläste und das Tor von außen anzusehen. Wenn du die Prager Burg mit dem Dom und dem Goldenen Gässchen dazunimmst, plane einen halben Tag ein, damit du die Route nicht hetzen musst und die Details der Fassaden nicht verpasst.

Kurz gesagt: Was sich zu buchen lohnt

Wenn du wegen der Architektur gekommen bist, beginne mittags am Matthiastor und gehe dann einmal im Kreis um die Paläste herum. Wenn du einen Tag in Prag hast, hol dir ein Ticket für das Innere der Prager Burg und heb dir den Platz als Dessert auf. Für Familien mit Kindern ist der Morgen angenehmer, solange der Platz noch leer ist. Fertig organisierte Führungen durch Prag findest du bei Prag-Touren auf GetYourGuide.