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Pariser Katakomben: Was der Eintritt kostet und was dich unter der Erde erwartet

Pariser Katakomben: Was der Eintritt kostet und was dich unter der Erde erwartet

Paris funkelt über deinem Kopf mit Schaufenstern und Straßenlaternen. Zwanzig Meter unter deinen Füßen liegen die Gebeine von mehr als sechs Millionen Menschen. Die Pariser Katakomben sind keine Horrorfilmkulisse, sondern ein unterirdisches Museum. Über Jahrhunderte versteckte die Stadt hier ihre Toten in ehemaligen Steinbrüchen.

Die Besichtigung läuft in Zeitfenstern, und Tickets gibt es nur online.

Anzeige: dieser Artikel enthält Affiliate-Links, bei einer Buchung über diese Links erhalten wir eine Provision, für dich entstehen keine Mehrkosten.

Warum sich die Pariser Katakomben lohnen

💡 Kurz gesagt:

  • Ein Erwachsenenticket kostet 31 €, ermäßigt 25 €, Kinder von 8 bis 17 Jahren zahlen 15 €, Audioguide inklusive.
  • Geöffnet Dienstag bis Sonntag, letzter Einlass um 19:30 Uhr.
  • Buche ein Zeitfenster am Morgen, die engen Gänge füllen sich im Laufe des Tages.
  • Preise und Öffnungszeiten: Stand: 09/2026, geprüft auf der Ticketseite

Die Pariser Katakomben bieten zwei Erlebnisse auf einmal. Über der Erde siehst du einen gewöhnlichen Boulevard, und unter der Erde betrittst du eine andere Stadt. Im Inneren erwartet dich ein echtes Beinhaus auf dem Gelände alter Kalksteinbrüche. Die Wände sind hier aus Knochen und Schädeln gebaut, in ordentlichen Reihen aufgeschichtet. Das Beinhaus birgt die Überreste von mehr als sechs Millionen Parisern (laut Wikipedia).

Die Luft unter der Erde ist kühl und feucht, selbst im heißen Juli. Diese Kombination aus Geschichte und Dunkelheit findest du nirgendwo sonst in Paris.

Geschichte: vom Friedhof der Unschuldigen zum Beinhaus

Die Geschichte der Katakomben beginnt mit überfüllten Friedhöfen. Der wichtigste war der Friedhof der Unschuldigen (cimetière des Saints-Innocents) mitten im Zentrum von Paris. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts war dort ein etwa zwei Meter hoher Hügel aus Erde und Knochen angewachsen (laut Wikipedia). 1780 brach die Mauer eines Nachbarhauses unter dem Gewicht der Bestattungen zusammen. Danach wurden die innerstädtischen Friedhöfe geschlossen und die Überreste umgebettet.

Panorama von Paris mit dem Eiffelturm und der Seine© Yann Caradec from Paris, France · CC BY-SAFoto: Yann Caradec from Paris, France, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia Commons

Die Überführung der Gebeine begann 1786. Nachts transportierten Karren die Überreste zu einem alten Steinbruch nahe der Straße Tombe-Issoire. Arbeiter ließen sie in etwa zwanzig Meter Tiefe hinab und ordneten sie in den Gängen an (laut Wikipedia). So entstand das Beinhaus, dessen zweiter Name „Reich des Todes" (l'Empire de la Mort) lautet. Die Pariser nennen es bis heute so.

Die Knochen wurden sortiert und zu Wänden, Säulen und Bögen verbaut. Schädel wurden in eigenen Reihen angeordnet, lange Knochen ordentlich aufgeschichtet. Das Ossarium wurde 1874 für die Öffentlichkeit zugänglich (laut Wikipedia). Seitdem zählt es zu den ungewöhnlichsten Attraktionen der französischen Hauptstadt.

Das unterirdische Paris heute

Das Netz der unterirdischen Galerien unter Paris erstreckt sich über Hunderte von Kilometern (laut Wikipedia). Es entstand aus alten Steinbrüchen, in denen Kalkstein für Paläste und Kathedralen abgebaut wurde. Niemand kennt die genaue Länge der Tunnel; manche Stollen wurden aufgegeben und gerieten in Vergessenheit.

Wände aus Knochen und Schädeln in den Katakomben von Paris© Jorge Láscar from Melbourne, Australia · CC BYFoto: Jorge Láscar from Melbourne, Australia, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Nach verschiedenen Schätzungen liegen hier die Überreste von sechs bis sieben Millionen Menschen unter der Erde (laut der englischen Wikipedia). Jedes Jahr kommen Hunderttausende Besucher. 2018 besichtigten rund 480.000 Menschen das Ossarium (laut Wikipedia).

Was du im Inneren siehst

Im Inneren erwartet dich mehr als nur Knochen und Dunkelheit. Die Wände der Galerien sind mit Inschriften, Zeichnungen und Gedichtzeilen verziert. Arbeiter hinterließen hier ihre Namen, Daten und Abschnittsnummern. Eine weitere Orientierungshilfe war die sogenannte „schwarze Linie": ein dünner Streifen an der Decke führte zum Ausgang. Elektrizität wurde erst viel später in den Galerien installiert.

Schädel und Knochen im Ossarium der Pariser Katakomben© Jorge Láscar from Melbourne, Australia · CC BYFoto: Jorge Láscar from Melbourne, Australia, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Unter den Galerien sind die Skulpturen von Port-Mahon erhalten geblieben. Landschaften und Türme sind in den Stein gehauen. Viele Gänge haben sich über die Jahrhunderte kaum verändert. In einer der zentralen Galerien ist ein Brunnen erhalten, mit dem früher Kalkstein nach oben befördert wurde. Genau dieser Stein wurde später zum Fundament königlicher Paläste.

Zwanzig Meter unter der Erde

In zwanzig Metern Tiefe spürst du schnell den Unterschied zur Oberfläche (laut der Museumswebsite). Die Temperatur bleibt hier konstant, und die Luft fühlt sich feucht und schwer an. Die engen Wände drücken den Raum zusammen, Schritte klingen gedämpft. Viele Besucher nennen dies den düstersten Ort von Paris.

Eine mehrere Meter dicke Erdschicht liegt über dir. Die ständige Feuchtigkeit verstärkt die Atmosphäre. Hier sind so viele Legenden über eine unterirdische Stadt der Toten entstanden. Gleichzeitig ist die Strecke sicher und markiert, es gibt also keinen Grund zur Panik.

Der Abstieg führt über eine enge Wendeltreppe, über eine zweite kommst du wieder nach oben. Menschen mit Platzangst und kleine Kinder können es hier schwer haben. Nimm selbst im Sommer eine leichte Jacke mit; unter der Erde ist es kühl.

Tickets, Öffnungszeiten und Adresse

Tickets gibt es nur online. Wir haben Preise und Öffnungszeiten am 13.09.2026 auf der Website der Catacombes geprüft. Ein reguläres Ticket kostet 31 €, ein ermäßigtes 25 €, für Kinder von 8 bis 17 Jahren sind es 15 €. Kinder unter 7 Jahren haben freien Eintritt, ein Audioguide ist bei jedem Ticket inbegriffen.

Wichtige Informationen (Stand: 09/2026, Museumsdaten)

Details

Erwachsenenticket

31 €

Ermäßigtes Ticket

25 €

Kinder 8-17

15 €

Kinder 0-7

kostenlos

Öffnungszeiten

Dienstag-Sonntag, 9:45-20:30

Letzter Einlass

19:30

Geschlossen

Montag

Adresse

1, avenue du Colonel Henri Rol-Tanguy, 14. Arrondissement

Eine vorherige Reservierung eines Zeitfensters ist empfehlenswert, besonders an Wochenenden und in der Hochsaison. Die Vormittagsslots sind am schnellsten ausgebucht. Wenn auf der offiziellen Website keine freien Zeiten verfügbar sind, schau nach Tickets mit Zeitfenster bei einem Partner.

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Nimm Wasser und bequeme Schuhe mit, bevor du die Katakomben besuchst. Die Treppen sind rutschig, und im Inneren ist es das ganze Jahr über feucht.

Anreise und Besuchsregeln

Der Eingang zu den Katakomben befindet sich in der Nähe der Metrostation Denfert-Rochereau. Die Metrolinien 4 und 6 sowie die RER-Linie B halten hier (laut Wikipedia). Vom Metroausgang bis zum Pavillon sind es nur ein paar Minuten zu Fuß.

Bahnsteig der Métro-Station Denfert-Rochereau mit Gleisen© Chris Sampson · CC BYFoto: Chris Sampson, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Die meisten Tunnel sind für Touristen gesperrt. Unter der Erde verirrt man sich leicht und findet nur schwer wieder heraus. Deshalb sind Spaziergänge durch die geschlossenen Galerien verboten, und ein eigener Dienst sorgt für Ordnung. Die Patrouillen wurden eingeführt, nachdem mehrere Menschen in gesperrte Bereiche gelangt waren.

Wenn du in der Nähe des Eingangs übernachten möchtest, wirf einen Blick auf Hotels in der Nähe von Denfert-Rochereau. Morgens ist es hier angenehmer: Vor der Öffnung stehen weniger Menschen am Eingang. Der Pavillon selbst ist leicht zu finden, da Schilder in der Nähe der Metro dorthin weisen.

Ungewöhnliche Fakten

Einige Fakten über die Katakomben überraschen Besucher. Sie helfen dir, das unterirdische Paris mit anderen Augen zu sehen.

  • Im vorletzten Jahrhundert betrieb man in den unterirdischen Tunneln von Chaillot das Café Catacombes.
  • Der Schriftsteller Victor Hugo erkundete diese Labyrinthe und beschrieb sie in seinem Roman Die Elenden.
  • Während des Zweiten Weltkriegs befand sich hier das unterirdische Hauptquartier der Résistance unter der Leitung von Colonel Henri Rol-Tanguy (laut Wikipedia).
  • Einige Galerien wurden für die Pilzzucht genutzt, da das feuchte Klima eine gute Ernte hervorbringt.
  • Während des Kalten Krieges wurden hier Luftschutzbunker eingerichtet.
  • Seit 2013 gehören die Katakomben zu den Museen von Paris und werden von Paris Musées verwaltet (laut Wikipedia).
Gang in den Pariser Katakomben mit Wänden aus Knochen© Jorge Láscar from Melbourne, Australia · CC BYFoto: Jorge Láscar from Melbourne, Australia, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Unter der Erde verliert man leicht das Zeitgefühl. Du gehst an identischen Galerien vorbei, und es fühlt sich an, als wäre die Stadt über dir verschwunden. Genau dieses Gefühl bringt Tausende Reisende hierher.

Pariser Katakomben auf der Karte

Der Eingang befindet sich in der Nähe des Place Denfert-Rochereau. Unten findest du eine Karte der unterirdischen Route und der Umgebung.

Katakomben von Paris

Orte auf der Karte
  • Katakomben von Paris Beinhaus mit den Überresten von über sechs Millionen Pariser Einwohnern
  • Metrostation Denfert-Rochereau Eingang zu den Katakomben neben der Station, Linien 4, 6 und RER B

Prüfe die Öffnungszeiten am Tag zuvor. Der einzige Ruhetag ist hier der Montag, und an Feiertagen sind Änderungen möglich.

⁉️🤔 Häufige Fragen

Wie viel kostet ein Ticket für die Pariser Katakomben im Jahr 2026?

Ein Erwachsenenticket kostet 31 €, ein ermäßigtes Ticket 25 €, und Kinder von 8 bis 17 Jahren zahlen 15 €. Die Zeitfenster für jeden Tag findest du auf der Museumsseite.

Muss ich Tickets im Voraus kaufen?

Ja, im Voraus und online. Standardtickets werden nicht am Eingang verkauft, daher sind die Zeitfenster in der Hochsaison schnell ausgebucht. Buche ein Zeitfenster am Morgen, dann kannst du die Gänge in entspanntem Tempo durchgehen. Verfügbare Zeiten lassen sich eine Woche vor deiner Reise ganz einfach auf der Museumswebsite prüfen.

An welchen Tagen sind die Katakomben geschlossen?

Die Katakomben sind montags geschlossen (Stand: offizielle Seite). Prüfe Feiertage im Voraus.

Wie komme ich zum Eingang der Katakomben?

Die nächste Metrostation ist Denfert-Rochereau, und der Eingangspavillon liegt nur wenige Gehminuten davon entfernt. Die Metrolinien und die genaue Adresse findest du in den Abschnitten oben.

Wie lange dauert der Besuch?

Die Strecke selbst dauert in der Regel etwa eine Stunde. Wegen der engen Gänge und der kurzen Stopps im Inneren gehst du langsam. Plane zusätzlich Zeit für den Abstieg und den Aufstieg über die Treppen ein. Rechne insgesamt mit eineinhalb Stunden, inklusive Anreise und Umschauen.

Kurz gesagt: was du buchen solltest

Die Pariser Katakomben lassen sich leicht in jeden Städtetrip einbauen. Wenn du zum ersten Mal dort bist, buche ein Online-Ticket für den Morgen und plane etwas Pufferzeit ein. Wenn du mehr sehen möchtest, ergänze Stadtmuseen mit dem Paris Museum Pass. Hier sind Tipps für verschiedene Situationen.

Ein letzter Tipp: Komm zur Öffnungszeit. So siehst du das Ossuarium fast ohne Menschenmassen.