
Kathedrale Notre Dame: Eintritt frei, Turmtickets nur online
Notre-Dame de Paris empfängt nach ihrer Restaurierung wieder Besucher. Der Eintritt in die Kathedrale ist kostenlos, während Tickets für die Türme nur online verkauft werden.
Dieser Guide richtet sich an alle, die einen Tag auf der Île de la Cité planen. Ein Erwachsenenticket für die Türme kostet 16 € (Stand: 09/2026, offizielle Website der Türme), und der Eintritt in die Kathedrale ist kostenlos. Weiter unten findest du Öffnungszeiten, Anfahrtswege und die wichtigsten Punkte der Geschichte der Kathedrale.
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💡 Kurz gesagt:
- Der Eintritt in die Kathedrale ist kostenlos.
- Turmtickets gibt es nur online; ein Erwachsenenticket kostet 16 € (Stand: 09/2026).
- Komm zur Öffnungszeit: Die Schlangen sind kürzer und das Licht in den Glasfenstern ist heller.
Baugeschichte
Der Bau begann 1163 unter König Ludwig VII. auf Initiative von Bischof Maurice de Sully. Unter der neuen Kirche liegen die Fundamente älterer Bauten: eine romanische Kathedrale, eine karolingische Kirche und eine frühchristliche Kirche. Forscher bringen sie mit der Basilika des heiligen Stephanus in Verbindung.
© Jorge Láscar from Melbourne, Australia · CC BYFoto: Jorge Láscar from Melbourne, Australia, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia CommonsDie Arbeiten dauerten fast zwei Jahrhunderte. Die ersten Architekten waren Jean de Chelles und Pierre de Montreuil. Die Mauern waren 1177 fertiggestellt, der Altar wurde 1182 geweiht, und das Bleidach war Ende des 12. Jahrhunderts gelegt. Die Türme wurden bis 1245 errichtet, die Innenausstattung wurde bis 1315 vollendet, und der gesamte Bau wurde 1345 abgeschlossen. Das Geld war knapp, und die Gemeindemitglieder spendeten, was sie konnten (laut offizieller Website der Kathedrale, Stand: 09/2026).
Größere Restaurierungen wurden lange Zeit nicht durchgeführt, und das Gebäude verfiel. Besonders schwer litt die Kathedrale während der Französischen Revolution. Die Statuen der Könige von Juda wurden abgenommen und geköpft, die Glasfenster wurden zerschlagen und die Steinmetzarbeiten beschädigt. Der Konvent forderte Geld für die Bedürfnisse der Revolution und drohte mit dem Abriss der Kirche. Die Kathedrale wurde als Bastion des Obskurantismus bezeichnet und in Tempel der Vernunft umbenannt. 1802 wurde das Gebäude der katholischen Kirche zurückgegeben und neu geweiht.
Die Köpfe der Könige wurden erst Ende des 20. Jahrhunderts gefunden: Ein früherer Besitzer eines Pariser Hauses hatte sie gekauft und respektvoll vergraben. Im 19. Jahrhundert übernahm der Architekt Viollet-le-Duc die Restaurierung. Er brachte die Glasfenster und Skulpturen zurück, setzte einen neuen Spitzhelm auf und fügte die Chimärenfiguren hinzu.
Außenansicht
Die Kathedrale wurde über fast zweihundert Jahre hinweg erbaut und verbindet daher romanische und gotische Stile. Sie ist eine Basilika mit doppelten Seitenschiffen, ein für ihre Zeit seltener Grundriss. Die Kirche ist 35 m hoch, 130 m lang und 48 m breit. Die Fassade ist in drei vertikale Abschnitte und drei horizontale Ebenen gegliedert und wird von zwei Türmen gekrönt.

Die erste Ebene hat drei Portale: die Jungfrau Maria, die heilige Anna und das Jüngste Gericht. Über dem Eingang befindet sich ein Relief mit Szenen aus den Evangelien, und über den Bögen stehen Heiligenstatuen. Darüber verläuft die Galerie der Könige mit 28 Figuren der Könige von Juda.
Die Glasfenster wurden im 19. Jahrhundert fast vollständig neu geschaffen. Die Hauptrosette hat seit dem Mittelalter überdauert und wurde nur teilweise restauriert. Die beiden seitlichen Rosetten gelten als die größten Europas, jede hat einen Durchmesser von 13 m. Über der Vierung erhebt sich ein 96 m hoher Spitzhelm. Um den Spitzhelm stehen vier Gruppen von Apostelstatuen, jede mit ihrem eigenen Symbol. Sie blicken alle auf die Stadt, nur Thomas, der Schutzpatron der Bauleute, ist dem Spitzhelm zugewandt.
Wasserspeier und Chimären
Wasserspeier erschienen im 13. Jahrhundert an der Fassade. Es sind dämonische Wesen, die großen Drachen ähneln. Der Kalkstein aus dem Seinebecken erwies sich als widerstandsfähig, daher sind die Figuren gut erhalten. Das Wort bedeutet aus dem Altfranzösischen übersetzt „Kehle". In der gotischen Architektur leiteten Wasserspeier das Regenwasser ab und verbargen steinerne Rinnen im Inneren.
Chimären sehen anders aus: Dämonen, mythische Vögel, Bestien mit Schwimmhäuten an den Flügeln. Sie verkörpern menschliche Sünden. Die Figuren wurden während der Restaurierung durch Viollet-le-Duc angebracht; er zeichnete die Skizzen selbst, und die Handwerker von Geoffroy-Dechaume schlugen sie in Stein. Eine der berühmten Chimären, die Strix, stellt eine Halbfrau, einen Halbvogel dar.
Innenraum
Im Inneren bildet der Grundriss der Kirche aus Längs- und Querschiff ein Kreuz. Es gibt fast keine tragenden Wände; zwei Säulenreihen treten an ihre Stelle. Die Wände sind mit kunstvollen Schnitzereien verziert. Ein Teil des Raums wird von den „Mays"-Gemälden eingenommen, die der Kathedrale im 17. und 18. Jahrhundert jeweils am 1. Mai geschenkt wurden.
© iMahesh · CC BY-SAFoto: iMahesh, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsUnter der oberen Ebene stehen Skulpturen der Könige des Alten Testaments. Die Originale wurden zerstört, an ihrer Stelle stehen Kopien. Die große Orgel wurde bereits im Mittelalter installiert und später umgebaut und rekonstruiert. Eine Wendeltreppe im Südturm führt hinauf zur Aussichtsplattform, von der aus du die Glocke, die Wasserspeier und die Chimären sehen kannst.
Die Seitenkapellen sind dem irdischen Leben der Jungfrau Maria gewidmet. Licht fällt durch farbige Glasfenster und Spitzbogenfenster, sodass der grau-stählerne Stein nicht düster wirkt.
Victor Hugos Roman, der die Kathedrale rettete
Bis zum 19. Jahrhundert war die Kathedrale so stark verfallen, dass ihr Abriss geplant war. Victor Hugos Roman „Der Glöckner von Notre-Dame" erschien 1831 und veränderte die Haltung gegenüber dem Gebäude. Der Schriftsteller war ein Verteidiger alter Architektur, und sein Buch lenkte die Aufmerksamkeit ganz Frankreichs auf die Kirche.
Im Mittelpunkt der Handlung steht die Romni Esmeralda. Der Priester Claude Frollo, der Glöckner Quasimodo und Hauptmann Phoebus de Châteaupers verlieben sich alle in sie. Frollo versucht, das Mädchen zu verführen, wird abgewiesen und befiehlt ihre Entführung. Quasimodo versteckt Esmeralda in der Kathedrale, die nach katholischem Recht Asyl bot. Ihre freundschaftlichen Gefühle für den Buckligen werden nie zu Liebe, und das Ende des Romans ist tragisch.
Das Buch verblüffte die Leser mit seiner Beschreibung der Kathedrale, und vom Abriss war nie wieder die Rede. Die Restaurierung begann 1844 unter der Leitung von Viollet-le-Duc und wurde 1864 abgeschlossen.
Der Brand von 2019 und die Restaurierung
Am 15. April 2019 brach in der Kathedrale ein Feuer aus. Die Flammen zerstörten den Spitzturm von Viollet-le-Duc und das Bleidach, und ein Teil der Gewölbe stürzte ein. Die Feuerwehr rettete die Hauptstruktur, aber die Kathedrale musste für die Restaurierung geschlossen werden.
Die Kathedrale wurde am 8. Dezember 2024 wiedereröffnet (laut der Restaurierungsseite, Stand: 09/2026). Im Inneren wurde der Stein gereinigt, Beleuchtung und Ausstattung wurden erneuert, und Altar und Reliquienschrein kehrten zurück. Die Westrose und die Glasfenster erstrahlen wieder hell.
Museum und Schatzkammer
Das Museum erzählt die Geschichte der Kathedrale und zeigt Kunstwerke und Kirchenausstattung. Es führt zur Schatzkammer, die die wichtigsten christlichen Reliquien beherbergt: die Dornenkrone und ein Fragment des Wahren Kreuzes. In den Räumen werden Gewänder, Handschriften, Gemälde und liturgische Gegenstände ausgestellt. Der Eintritt zur Schatzkammer ist kostenpflichtig; die Preise findest du auf der offiziellen Website.
Öffnungszeiten und Ticketpreise
Der Eintritt in die Kathedrale ist kostenlos. Unter der Woche öffnen die Türen gegen 7:50 Uhr und schließen um 19:00 Uhr; donnerstags ist die Kathedrale bis 22:00 Uhr geöffnet. Am Wochenende gelten die Zeiten 8:15 bis 19:30 Uhr. Letzter Einlass ist 30 Minuten vor Schließung (Stand: 09/2026, offizielle Website).
Was du besichtigen kannst | Ticket | Öffnungszeiten |
|---|---|---|
Kathedrale | kostenlos (offizielle Website) | werktags 7:50-19:00, Wochenende 8:15-19:30 |
Türme | 16 €, kostenlos für unter 18-Jährige (Stand: 09/2026, offizielle Türme-Website) | April-September 9:00-23:00, Oktober-März 9:00-17:30 |
Schatzkammer | kostenpflichtig, Preis vor Ort prüfen | während der Öffnungszeiten der Kathedrale |
Tickets für die Türme gibt es nur online; vor Ort kannst du sie nicht kaufen. Die Türme sind am 1. Januar, 1. Mai und 25. Dezember geschlossen (Stand: 09/2026, Turm-Tickets und Öffnungszeiten).
In der Kathedrale ist immer viel los, am besten kommst du morgens zum Haupteingang. Die Schatzkammer besichtigst du mit einem separaten, kostenpflichtigen Ticket.
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Lage und Anreise
Die Kathedrale steht auf der Île de la Cité, 6 Parvis Notre-Dame, Place Jean-Paul II, 75004 Paris. Die nächste Metro ist die Linie 4, Station Cité, drei Gehminuten entfernt. Die Station Saint-Michel-Notre-Dame wird von den RER-Linien B und C bedient und liegt etwa fünf Minuten vom Eingang entfernt. Auch die Linien 1 und 11 bis Hôtel de Ville sowie die Linie 10 bis Cluny-La Sorbonne funktionieren (Stand: 09/2026, offizielle Website).
Wenn du vom Flughafen Charles de Gaulle kommst, nimm den RER B und steig an der Station Saint-Michel-Notre-Dame aus. Die Fahrt dauert etwa 40 Minuten. Taxis und Busse stecken im Zentrum im Stau fest, die Metro ist also schneller.
Kathedrale Notre-Dame auf der Karte
⁉️🤔 Häufige Fragen
Wie viel kostet der Eintritt in die Kathedrale Notre-Dame?
Der Eintritt in die Kathedrale ist kostenlos, du brauchst kein Ticket. Du zahlst nur für die Türme und die Schatzkammer. Ein Erwachsenenticket für die Türme kostet 16 € (Stand: 09/2026, Türme-Seite), Besucher unter 18 Jahren haben freien Eintritt. Die Schatzkammer wird separat bezahlt.
Muss ich ein Zeitfenster für meinen Besuch buchen?
Einzelbesucher brauchen keine Reservierung für den Eintritt in die Kathedrale; Gruppen müssen sich vorher anmelden. Tickets für die Türme gibt es ausschließlich online und können nicht vor Ort gekauft werden. Von April bis September sind die verfügbaren Zeitfenster schnell weg, plane deinen Besuch also im Voraus.
Wie viel Zeit sollte ich für den Besuch einplanen?
Plane für die Kathedrale etwa eine Stunde ein. Der Aufstieg auf die Türme dauert noch einmal eine Stunde: Es gibt eine enge Wendeltreppe und eine Aussichtsplattform. Die Schatzkammer nimmt etwa eine halbe Stunde in Anspruch. Wenn du alles sehen möchtest, reserviere einen halben Tag für die Île de la Cité.
Was ist nach dem Brand von 2019 mit der Kathedrale passiert?
Das Feuer zerstörte den Spitzturm und das Bleidach, ein Teil des Gewölbes stürzte ein. Die Restaurierung dauerte fünf Jahre, und die Kathedrale wurde am 8. Dezember 2024 wiedereröffnet. Im Inneren wurde der Stein gereinigt, die Beleuchtung erneuert, und Altar und Reliquienschrein wurden zurückgebracht.
Wann ist die beste Zeit, um nicht in der Schlange zu stehen?
Komm werktags zur Öffnungszeit oder am Donnerstagabend, wenn die Kathedrale bis 22:00 Uhr geöffnet ist (laut offizieller Website). Im Sommer ist die Schlange mittags am längsten. Am Wochenende öffnen die Türen um 8:15 Uhr, und zu dieser Zeit sind weniger Menschen da.
Kurz gesagt: Was sich zu buchen lohnt
Wenn du zwei Stunden Zeit hast, bleib bei der Kathedrale: Der Eintritt ist frei, und du hast genug Zeit für Hauptschiff, Kapellen und Glasfenster. Wenn du einen Panoramablick über Paris genießen möchtest, buche vorab ein Ticket für die Türme und sei zur Öffnungszeit da. Wenn dich die Geschichte der Reliquien interessiert, ergänze deinen Besuch um die Schatzkammer mit der Dornenkrone.
Für einen ganzen Tag auf der Île de la Cité vergleiche geführte Touren auf GetYourGuide. Sei zur Öffnungszeit da: Die Warteschlangen sind kürzer und das Licht in den Glasfenstern ist heller.


