Handgepäck-Check: passt dein Koffer in den Rahmen?
Du trägst Länge, Breite, Höhe und Gewicht deines Koffers ein und siehst für 24 Airlines, ob er als Handgepäck durchgeht. Nicht nur ja oder nein: bei jedem Nein steht, welche Seite wie viele Zentimeter zu lang ist und wie viele Kilo zu viel auf der Waage liegen. Das ist die Information, die am Gate fehlt. Dort erfährst du nur, dass es nicht passt, und zahlst den Aufpreis, der am Flughafen immer der teuerste ist. Vorher zu Hause gemessen kostet nichts und dauert eine Minute.
Dein Koffer
Wie gerechnet wird
Alle Limits sind Richtwerte der Redaktion mit Stand 09/2026. Airlines ändern Maße, Gewichte und Tarifregeln laufend und oft ohne Ankündigung. Prüfe die Werte vor dem Abflug auf der Seite deiner Airline. Dieses Urteil ist keine Zusage am Schalter.
Das Ergebnis
Airline für Airline 0
| Airline | Limit, L x B x H | Gewicht | Urteil | Woran es liegt | Stand |
|---|---|---|---|---|---|
| Die Tabelle erscheint, sobald Maße eingetragen sind. | |||||
Wir vergleichen die längste Seite deines Koffers mit der längsten erlaubten Seite, die mittlere mit der mittleren und die kürzeste mit der kürzesten. Im Messrahmen darfst du den Koffer drehen, deshalb spielt die Reihenfolge der Zahlen keine Rolle. Weiche Koffer geben ein bis zwei Zentimeter nach, Hartschalen nicht.
Deine Maße bleiben im Browser: der Check rechnet lokal und sendet nichts an Dritte.
Wie der Check rechnet
Wir sortieren deine drei Maße der Größe nach und vergleichen die längste Seite mit der längsten erlaubten Seite, die mittlere mit der mittleren und die kürzeste mit der kürzesten. Im Messrahmen am Gate darfst du den Koffer drehen, deshalb ist es egal, ob die Airline ihr Limit als 55x40x23 oder als 40x23x55 schreibt. Beim Gewicht ist es einfacher: dein Wert gegen das Limit der Airline. Wo eine Airline kein festes Kilo-Limit veröffentlicht, steht in der Tabelle keine feste Grenze. Das heißt nicht, dass du unbegrenzt packen darfst: das Personal darf einen sichtbar überladenen Koffer trotzdem zurückweisen. Der Tarif entscheidet nicht über die Maße, sondern über den Preis. Bei Ryanair, easyJet und Wizz Air ist im günstigsten Tarif nur die kleine Tasche unter dem Vordersitz frei; das große Handgepäckstück kostet extra, auch wenn es millimetergenau passt. Bei Lufthansa, Swiss oder KLM ist es dagegen in allen Economy-Tarifen enthalten. Deshalb steht in der Spalte Woran es liegt auch dann ein Hinweis, wenn das Urteil passt lautet. Das Urteil nur als kleine Tasche bekommst du, wenn der Koffer für das große Handgepäck zu groß ist, aber noch unter den Vordersitz passt. Setzt du den Haken bei der eigenen kleinen Tasche, fällt dieser Ausweg weg: der Platz unter dem Sitz ist dann besetzt.
Rollen, Griff und die zwei Zentimeter
Der Messrahmen am Gate kennt keine Ausnahme für Räder: gemessen wird von Außenkante zu Außenkante, mit Rollen, Griffgehäuse und aufgesetzten Vortaschen. Die Zahl auf dem Etikett des Koffers meint dagegen fast immer nur den Innenraum. Deshalb ist der Haken Rollen und Griff dazurechnen von Anfang an gesetzt: er addiert 2 cm auf die Höhe und 1 cm auf die Breite. Nimm ihn genau dann heraus, wenn du selbst mit dem Maßband über die Rollen gemessen hast. Sonst rechnest du die Rollen zweimal, und der Check wird strenger als jedes Gate. Ein Detail entscheidet oft: eine volle Vortasche wölbt den Koffer um ein bis zwei Zentimeter nach vorn. Weichgepäck lässt sich in den Rahmen drücken, eine Hartschale nicht. Wenn der Check eine Überschreitung von unter zwei Zentimetern zeigt, ist das kein Freibrief, sondern ein Hinweis darauf, dass es knapp wird und vom Personal abhängt. Wiege gepackt, nicht leer. Ein leerer Kabinentrolley wiegt je nach Modell 2 bis 4 kg, und bei einem Limit von 8 kg ist das schon die Hälfte.
Die Limits ändern sich, unsere Zahlen haben ein Datum
Jede Zeile in der Tabelle trägt den Stand 09/2026. Das ist keine Verzierung, sondern der Kern der Sache: Airlines ändern Maße, Gewichtsgrenzen und vor allem die Tarifregeln laufend, manchmal mehrmals im Jahr und selten mit Ankündigung. Was heute 55x40x23 heißt, kann in einem halben Jahr 55x40x20 heißen. Unsere Werte sind Richtwerte der Redaktion aus den öffentlichen Gepäckseiten der Airlines zum genannten Zeitpunkt. Sie sind keine Vereinbarung mit der Airline, keine Zusage und keine Garantie. Prüfe vor dem Abflug die Angaben deiner Airline zu deinem Tarif und deiner Strecke. Dazu kommt: das letzte Wort hat immer das Personal am Gate. Auf vollen Flügen wird strenger gemessen als auf halb leeren, und bei kleinen Flugzeugen auf Regionalstrecken wandert das Handgepäck oft ohne Diskussion in den Frachtraum, auch wenn die Maße stimmen. Der Check sagt dir, wie deine Chancen stehen, nicht wie die Entscheidung ausfällt. Unterschiede innerhalb einer Airline gibt es ebenfalls. Codeshare-Flüge laufen nach den Regeln der ausführenden Gesellschaft, nicht nach denen auf deinem Ticket. Innerhalb einer Allianz gelten trotzdem unterschiedliche Kilo-Limits. Bei Umsteigeverbindungen mit zwei Airlines zählt für die ganze Reise praktisch die strengere Regel.
Was der Check nicht kann
Er kennt keine Sondertarife, keine Statuskarten und keine Kreditkartenvorteile. Vielflieger und Inhaber bestimmter Karten dürfen bei vielen Airlines ein Stück mehr mitnehmen; das steht in deinem Vielfliegerprofil, nicht hier. Er rechnet keine Preise. Was ein nachträglich gebuchtes Handgepäckstück kostet, hängt von Airline, Strecke, Buchungszeitpunkt und davon ab, ob du online oder erst am Flughafen zahlst. Der Unterschied zwischen online und Flughafen ist regelmäßig der größte Posten der ganzen Sache. Er behandelt keine Sonderfälle im Inhalt: Flüssigkeiten, Powerbanks, Musikinstrumente, Kindersitze und Sportgepäck folgen eigenen Regeln, die mit den Maßen nichts zu tun haben. Eine Powerbank gehört ins Handgepäck und niemals in den Koffer im Frachtraum. Und er entscheidet nicht für dich. Wenn dein Koffer bei fünfzehn von vierundzwanzig Airlines durchgeht, heißt das nur: prüfe die eine Airline, mit der du wirklich fliegst.