Trinkgeld und Preisniveau nach Land: wie viel und wie du es gibst
Du wählst das Land, trägst den Rechnungsbetrag ein und sagst, wofür du zahlst. Das Werkzeug nennt die übliche Höhe des Trinkgelds in der Landeswährung und zum Vergleich in Euro, dazu die Summe mit Trinkgeld und die Frage, ob Aufrunden hier zum Umgang gehört. Das Peinliche am Trinkgeld ist selten der Betrag. Es ist die Unsicherheit an der Kasse: zehn Prozent oder gar nichts, bar oder auf der Karte, und steht der Service vielleicht längst auf der Rechnung. Genau diese drei Fragen beantwortet die Karte des Landes, bevor der Kellner am Tisch steht.
Land und Rechnung
Die Umrechnung nach Euro läuft über feste Kurse mit Stand 09/2026, die im Werkzeug hinterlegt sind. Das ist kein Währungsrechner: es fragt keinen Kurs im Netz ab und kennt den Kurs deiner Bank am Reisetag nicht. Für die Abrechnung mit der Bank taugen diese Zahlen nicht, für die Frage „lege ich hier zu viel hin“ schon.
Das legst du drauf
Preisniveau im Land
| Posten | Landeswährung | In Euro |
|---|---|---|
| Die Tabelle erscheint, sobald ein Land gewählt ist. | ||
Trinkgeldnormen und Preise sind Richtwerte der Redaktion, Stand 09/2026. Sie stammen aus unseren eigenen Notizen vor Ort, aus Speisekarten und aus den Tarifseiten der Verkehrsbetriebe. Trinkgeld ist ein Brauch und kein Recht: niemand kann es einfordern, und in einigen Ländern ist der Service bereits im Preis enthalten. Die Preise sind Orientierung, keine Zusage.
Deine Zahlen bleiben im Browser: das Werkzeug rechnet lokal, lädt nichts nach und sendet nichts an Dritte.
So rechnen wir
Für Restaurant, Café, Taxi und Stadtführung gilt in den meisten Ländern ein Prozentsatz auf die Rechnung. Für die Zimmerreinigung und für den Gepäckträger gilt fast überall ein fester kleiner Betrag: pro Nacht das eine, pro Person oder pro Gepäckstück das andere. Deshalb ändert sich die Zahl in der Mitte, sobald du die Art der Leistung wechselst, und nicht nur die Höhe. Die Personenzahl wirkt an zwei Stellen. Bei festen Beträgen für Gepäck und Führung rechnen wir je Person. Und ab einer Gruppengröße, die je Land unterschiedlich ist, legen viele Häuser von sich aus eine Servicepauschale auf die Rechnung. Wir sagen dir ab welcher Zahl, damit du die Zeile suchst, statt zweimal zu zahlen. Das Feld für den eigenen Prozentsatz überschreibt die Landesnorm vollständig. Es ist für alle Fälle da, in denen die Norm nicht passt: ein Abend, an dem der Service außergewöhnlich war, eine Runde, die lange sitzen geblieben ist, oder ein Haus, in dem du Stammgast bist. Leer lassen heißt: wir rechnen mit dem Wert des Landes.
Woher Kurse und Preise kommen
Die Wechselkurse sind fest im Werkzeug hinterlegt und tragen den Stand 09/2026. Sie dienen einem einzigen Zweck: einer Größenordnung in Euro, damit du 1000 Forint oder 30000 Dong einordnen kannst. Sie sind keine Handelskurse, kein Bankkurs und keine Grundlage für eine Abrechnung. Die Trinkgeldnormen sind Richtwerte unserer Redaktion. Sie stammen aus eigenen Notizen vor Ort, aus Speisekarten und aus den Hinweisen, die Häuser selbst auf die Rechnung drucken. Innerhalb eines Landes schwanken sie: in der Hauptstadt und im Touristenviertel liegt die Erwartung höher als in einer Kleinstadt, und in einem Haus mit vielen internationalen Gästen höher als in der Kantine nebenan. Die drei Preise in der Tabelle sind bewusst einfach gewählt: ein Kaffee, ein Mittagessen in einem einfachen Lokal und eine Einzelfahrt im Nahverkehr der Hauptstadt. Diese drei Zahlen sagen mehr über das Preisniveau eines Landes als jeder Index, weil du sie aus dem Alltag kennst und sofort vergleichen kannst. Auch sie tragen den Stand 09/2026.
Wo die größten Unterschiede liegen
Drei Gruppen laufen völlig auseinander. In den USA und in Kanada ist Trinkgeld Teil des Einkommens im Service, und unter fünfzehn Prozent gilt als Beschwerde. In Frankreich, in der Schweiz und in Skandinavien ist der Service gesetzlich oder tariflich im Preis enthalten, Trinkgeld ist echte Zugabe. In Japan gehört es nicht zum Umgang und wird gelegentlich höflich zurückgegeben. Dazwischen liegt der größte Teil Europas mit fünf bis zehn Prozent, wobei die Art der Übergabe fast wichtiger ist als die Höhe. In Frankreich bleiben Münzen auf dem Teller liegen, in Tschechien und in Marokko wird bar gegeben, in den Niederlanden und in Skandinavien fragt das Kartengerät beim Bezahlen nach dem Betrag. Wer das falsch macht, wirkt schnell knauserig, obwohl er großzügig war. Und es gibt Länder, in denen das Trinkgeld an der Rechnung hängt, ohne dass es so heißt: Coperto in Italien, Servicezuschlag in Ungarn oder in Ägypten, ein Service Charge von zwölf bis fünfzehn Prozent in britischen Restaurants. Diese Beträge sind bereits abgeführt. Die Karte im Werkzeug sagt dir, in welche Gruppe dein Land fällt.
Was dieses Werkzeug nicht ist
Es ist kein Währungsrechner. Die Kurse sind fest hinterlegt und tragen das Datum der Veröffentlichung, sie werden nicht aktualisiert und nicht aus dem Netz geholt. Zwischen dem Stand 09/2026 und deinem Reisetag kann jede Währung zweistellig gelaufen sein. Für die Abrechnung mit deiner Bank oder für eine Buchhaltung sind diese Zahlen nicht geeignet. Es ist keine Preisauskunft. Kaffee, Mittagessen und Fahrschein sind Orientierungswerte, keine Zusagen. Am Flughafen, in der Fußgängerzone und am Strand zahlst du überall ein Vielfaches davon, und in einem Land mit hoher Inflation veraltet die Zahl schneller, als wir sie pflegen können. Es ist kein Regelwerk. Trinkgeld ist ein Brauch und kein Recht: niemand kann es einfordern, und niemand darf dich schief ansehen, wenn du nichts gibst. In einigen Ländern ist der Service ohnehin im Preis enthalten, in anderen steht er als eigene Zeile auf der Rechnung. Und es kennt deinen Abend nicht. Ein kaltes Essen bleibt ein kaltes Essen, auch wenn die Norm zehn Prozent sagt. Die Zahl im Kasten ist ein Ausgangspunkt für deine Entscheidung, nicht die Entscheidung selbst.