
Petra an einem Tag: Tickets, die Anreise ab Amman und eine Route durch die Felsenstadt
Petra beginnt hinter einem schmalen Felsspalt, und es ist jeden Cent wert. Der Eintritt hier gehört zu den teuersten der Welt. Lass uns aufschlüsseln, wie du hinkommst, wie viel du zahlst und was du an einem Tag schaffen kannst.
Die wichtigste Regel ist einfach: Der Ticketpreis hängt davon ab, ob du in Jordanien übernachtest. Der Preisunterschied ist erheblich, also plane deine Route besser im Voraus.
Vor dir liegen: die Anreise von Amman und Aqaba, eine Übersicht der Ticketoptionen, praktische Tipps gegen den Durst und eine komplette Wanderroute durch die Felsenstadt. Wir zeigen dir außerdem, wo du deine Zeit garantiert nicht falsch investierst.
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Ein von Menschenhand geschaffenes Phänomen in rauer Umgebung
💡 Kurz gesagt:
- Anreise: Der JETT-Bus ab Amman kostet 11 JOD, auch ab Aqaba gibt es tägliche Abfahrten (Stand: 09/2026, jett.com.jo).
- Ticket: 50 JOD bei Übernachtung in Jordanien und 90 JOD für einen Tagesbesuch (Stand: 09/2026, PDTRA-Ticketbüro).
- Zeit: Der Siq, Al-Khazneh und der Aufstieg zum Kloster füllen einen ganzen Tag.
- Preise und Öffnungszeiten: 09/2026, geprüft auf der offiziellen PetraPass-Website.
Warum wurde die Stadt ausgerechnet hier in den Fels gehauen? Die erste Siedlung lag bereits vor zehntausend Jahren an einer Kreuzung von Handelsrouten zwischen Ost und West. Karawanen brachten den lokalen Stämmen Geld. Und Geld verlangte nach Stein: Gräber, Tempel und Paläste.
Bis zum ersten Jahrhundert nach Christus war die Hauptstadt des Nabatäerreichs aus den Klippen herausgewachsen. Bis zu sechzig Meter hohe Felswände dienten zugleich als Material und Schutz. Die Stadt brauchte keine separaten Mauern. Später wurde Petra eine römische Provinz und verlor ihre Unabhängigkeit.
© Papierdrache · CC BY-SAFoto: Papierdrache, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDas Vergessen begann nach einem Erdbeben im vierten Jahrhundert. Die Bewohner gingen fort, und die Stadt verschwand für fast fünfzehn Jahrhunderte von den Karten. Für Europa wiederentdeckt wurde sie 1812 vom Schweizer Reisenden Johann Burckhardt. Er betrat Petra als Beduine verkleidet (laut der offiziellen Petra-Website). Heute zählt die Felsenstadt zu den neuen sieben Weltwundern.
Anreise nach Petra
Drei Wege führen nach Petra: eine organisierte Tour, ein Linienbus und ein Mietwagen. Jede Option hat ihre eigenen Bedingungen.
Tour
Fertige Tagestouren starten ab Amman, Aqaba und sogar ab Israel. Im Preis ist meist der Eintritt zur Anlage enthalten. Für einen kurzen Trip ist das eine unkomplizierte Option ohne Umstiege und ohne Suche nach Transportmitteln. Buche eine Tagestour auf GetYourGuide
Ab Israel starten Touren von Eilat, Jerusalem und Tel Aviv. Die Anreise dauert einen ganzen Tag, und der Preis ist höher als ab Jordanien. Diese Option wählen diejenigen, die am Roten Meer Urlaub machen.
Bus
Der zuverlässigste Anbieter des Landes heißt JETT. Die Fahrt ab Amman kostet 11 JOD, die Busse fahren täglich (Stand: 09/2026, JETT-Website). Es gibt auch Verbindungen ab Aqaba, aber du musst früh am Morgen los.
Behalte ein wichtiges Detail im Hinterkopf. Manche Busse fahren nicht bis zur Anlage selbst, sondern nach Wadi Musa. Das ist ein Ort wenige Kilometer vom Eingang entfernt. Für Einheimische bedeutet Wadi Musa praktisch Petra. Prüfe die Endhaltestelle beim Fahrer.
Mietwagen
Wenn du ganz Jordanien erkunden willst, nimm ein Auto. Die Mietwagenangebote sind gut ausgebaut, und die Kosten für einen Pkw liegen im zweistelligen Dollarbereich pro Tag. Ein Aggregator zeigt dir den genauen Preis für deine Daten.
Schätze deine Fitness ehrlich ein. Die Einheimischen fahren aggressiv und legen die Verkehrsregeln großzügig aus. Tankstellen außerhalb der Städte sind selten. Fahre nicht mit leerem Tank in die Wüste.
Tickets für die Anlage
Der Eintritt nach Petra ist teuer, und das ist bewusste Politik. Jordanien belohnt Besucher, die über Nacht im Land bleiben. Ein Tagesticket für solche Reisenden kostet 50 JOD, ein Zweitagesticket 55 JOD und ein Dreitagesticket 60 JOD (Stand: 09/2026, PDTRA-Preise).
Für Tagesausflügler gilt ein anderer Tarif. Wenn du nach Jordanien einreist und direkt nach Petra fährst, kostet der Eintritt 90 JOD (Stand: 09/2026, PetraPass-Website). In diesem Fall ist es günstiger, eine Tour mit inbegriffenem Ticket zu buchen.
Die Alternative für Reisende ohne Zeitdruck heißt Jordan Pass. Der Kombipass beginnt bei 70 JOD (Stand: 09/2026, jordanpass.jo). Er erledigt die Visumsfrage bei Übernachtung im Land und gewährt Eintritt zu rund vierzig der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Jordaniens.
Kinder unter 12 Jahren haben tagsüber freien Eintritt (Stand: 09/2026, PetraPass Kindertickets). Für die Nachtshow zahlen sie separat.
© Bernard Gagnon · CC BY-SAFoto: Bernard Gagnon, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsAbends am Montag, Mittwoch und Donnerstag findet in Petra die Veranstaltung Petra by Night statt. Der Weg bis zum Al-Khazneh ist mit Kerzen in Papiertüten beleuchtet. Sie beginnt um 20:30 Uhr und endet gegen 22:30 Uhr (Stand: 09/2026, Petra-Website). Das Ticket kostet 17 JOD und wird zusätzlich zum Tagesticket gekauft (Stand: 09/2026, PetraPass-Ticketschalter).
Touren und Tickets in Petra
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Praktische Tipps: Wasser, Wege und Sicherheit
Die größte Herausforderung in Petra ist nicht der Aufstieg, sondern der Durst. Nimm einen Wasservorrat aus Wadi Musa mit. Innerhalb der Anlage kostet eine Flasche ein paar Dinar und ist innerhalb einer Stunde leer.
© Alexey Komarov · CC BYFoto: Alexey Komarov, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia CommonsIm Komplex gibt es mehrere Wanderwege mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden (Stand: 09/2026, visitpetra.jo). Die komplette Runde umfasst den Aufstieg über eine Treppe mit achthundert Stufen und einen ebenso steilen Abstieg. Nimm eingelaufene Schuhe mit rutschfester Sohle mit.
Ein Shemagh, das lokale Kopftuch, schützt dich vor der Sonne. Direkt am Weg werden sie für ein paar Dinar verkauft. Zuhause wird es später ein Souvenir sein.
Feilschen auf dem Basar ist fast immer angebracht. Kenne nur deine Grenzen: Für die Beduinen ist das ihre Haupteinnahmequelle.
Vergiss die Sicherheit nicht. Die gepflegten Wege verlaufen an Klippen entlang, und zwischen den Felsen verstecken sich Giftschlangen. Schau, wohin du trittst, und setz dich nicht in die Nähe von Felsspalten.
Was es in Petra zu sehen gibt
Der Name der Stadt bedeutet aus dem Altgriechischen übersetzt „Stein". Der rosafarbene Schimmer der Felsen gab Petra seinen zweiten Namen. Nabatäische Handwerker verwandelten diesen Stein in Fassaden, Gräber und Tempel. Unten findest du die wichtigsten Punkte der Route; die Reihenfolge der Wanderung wählst du je nach deiner Kondition.
© Qais E. Tweissi · CC BY-SAFoto: Qais E. Tweissi, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDer Staudamm
Der erste Halt erwartet dich direkt nach dem Besucherzentrum. Du kannst dorthin laufen oder reiten. Vereinbare den Preis für das Pferd, bevor du aufsitzt, sonst verläuft das Gespräch nicht zu deinen Gunsten.
Der Staudamm zeigt das Ingenieurtalent der Nabatäer. Sie schlugen einen fast hundert Meter langen Tunnel, um Sturzfluten umzuleiten. In der Wüste kommt das vor. Ohne Schutz würde die Stadt in jeder Regenzeit überflutet.
© {{unknown|author · CC BY-SAFoto: {{unknown|author, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsWasser galt hier mehr als Gold. Die Nabatäer sammelten es in einem System aus Terrakottarohren und Kanälen. Rund zweihundert Reservoirs waren über die Stadt verteilt. Die Rohre führten Wasser aus Quellen im Umkreis von fünfundzwanzig Kilometern heran.
Die Siq-Schlucht
Petra zeigt sich nicht sofort. Zuerst betrittst du die Siq-Schlucht. Die Wände rücken eng zusammen, und der Himmel wird zu einem schmalen Band.
© Vyacheslav Argenberg · CC BYFoto: Vyacheslav Argenberg, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0), Wikimedia CommonsDer ein Kilometer lange Durchgang zieht sich wie ein Korridor dahin. Spuren der Wasserversorgung und Reliefs mit Karawanen sind in den Wänden erhalten. Gegen Ende der Schlucht öffnen sich die Wände, und du stehst direkt vor der Hauptfassade der Stadt.
Al-Khazneh
Das erste, was du beim Verlassen des Siq siehst. Die Fassade von Al-Khazneh ist vollständig in den Fels gehauen und ragt vierzig Meter auf.
© Dosseman · CC BY-SAFoto: Dosseman, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsÜber den Zweck des Bauwerks wird diskutiert. Man nennt es Tempel, Mausoleum und Schatzkammer. Der Name „Al-Khazneh" bedeutet übersetzt „Schatzkammer", daher stammen die Geschichten über verborgenes Gold.
Hineingehen kannst du nicht, also gilt die ganze Aufmerksamkeit der Fassade. Säulen, Giebel und die Urne obenauf tauchten im Indiana-Jones-Film auf.
Geh morgens hin, wenn die Sonne den Stein zum Leuchten bringt. Tagsüber lässt das Licht nach, und die Fassade wirkt stumpf.
- Kosten: im allgemeinen Ticket für die Stätte enthalten.
- Der Haken: Du kannst nicht hinein; die Besichtigung ist nur von außen möglich.
Die Opferhöhe
Am Theater biegst du auf die Treppe zur Opferhöhe ab. Der Aufstieg ist lang, aber hier eröffnet sich der beste Blick auf die Felsenstadt.
© Jorge Láscar from Australia · CC BYFoto: Jorge Láscar from Australia, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia CommonsUnterwegs kommst du an Ruinen vorbei und bemerkst, wie sich die Farbe des Sandsteins verändert. Oben sind Altäre und Opferplattformen erhalten, die direkt in den Fels gehauen wurden.
- Anfahrt: Der Weg beginnt am Theater und führt den Hang hinauf.
- Der Haken: Der Aufstieg ist lang; nimm bei Hitze Wasser mit.
Die Gräber und der Große Tempel
Der Abstieg führt an Gräbern in unterschiedlichem Erhaltungszustand vorbei. Weiter erreicht die Route den Großen Tempel, das wichtigste archäologische Monument der Stadt.
© Fallaner · CC BY-SAFoto: Fallaner, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDu kannst Stunden damit verbringen, durch die Ausgrabungen zu laufen. Kolonnaden, Altäre und ein Innenhof bedecken eine riesige Fläche. Wenn dich die Details des Kults interessieren, plane mindestens eine Stunde für diesen Abschnitt ein.
Ad-Deir
Das Kloster Ad-Deir liegt am weitesten entfernt und erfordert einen eigenen Aufstieg. Der Weg führt etwa eine Stunde bergauf. Doch die rund fünfzig Meter hohe Fassade ist die Mühe wert.

Die Geschichte des Bauwerks begann als nabatäisches Grab. Später wurde es als byzantinisches Kloster genutzt. Die nahe gelegene Plattform bietet einen Blick ins Tal, und hier sind deutlich weniger Menschen unterwegs als bei Al-Khazneh.
- Der Haken: Der Aufstieg ist lang, und auch der Rückweg führt über Steine.
Die Säulenstraße und das Nymphäum
Auf dem Rückweg erreichst du die Hauptgeschäftsstraße der antiken Stadt. Heute heißt sie Säulenstraße wegen der Säulenreihe auf beiden Seiten.
© Ankur P · CC BYFoto: Ankur P, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia CommonsIn der Nähe steht das Nymphäum, ein öffentlicher Brunnen. Einst wurde er mit Wasser aus der städtischen Wasserversorgung gespeist. Du kannst dich im Schatten eines Pistazienbaums ausruhen, der mehr als vierhundertfünfzig Jahre alt ist.
Die Königsgräber
Die Königsgräber liegen am Hang vor der Säulenstraße. Wenn dir die Wanderung zu leicht erscheint, bieg auf den Al-Khubtha-Weg ab. Er beginnt, bevor du das Theater erreichst, und führt zu den Königsgräbern.
© Jerzy Strzelecki · CC BYFoto: Jerzy Strzelecki, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia CommonsDie Gräber sind leicht an ihren vier in den Fels gehauenen Fassaden zu erkennen. Die erste gehört zum Urnengrab, und die markanteste Fassade ist das Seidengrab. Steinadern bilden darauf ein kunstvolles Muster.
- Der Haken: Der Al-Khubtha-Weg verlängert die Route um eine Stunde Fußweg.
⁉️🤔 Häufige Fragen
Wie viel kostet ein Ticket für Petra?
Ab 50 JOD, wenn du in Jordanien übernachtest, und 90 JOD für einen Tagesbesuch. Preise für zwei und drei Tage sowie Kinderkonditionen findest du im Abschnitt „Tickets für die Stätte".
Wie komme ich ohne Auto nach Petra?
Mit dem JETT-Bus ab Amman oder Aqaba. Die Busse kommen in Wadi Musa an, nicht am Eingang selbst. Die letzten Kilometer legst du per Taxi oder zu Fuß zurück. Preis und Details stehen im Abschnitt „Anreise nach Petra".
Findet Petra by Night jeden Tag statt?
Nein, die Show läuft montags, mittwochs und donnerstags. Uhrzeit und Ticketpreis stehen im Abschnitt „Tickets für die Stätte". In der Hochsaison solltest du Tickets im Voraus kaufen.
Reicht ein Tag für Petra?
Ja, wenn du früh startest. An einem Tag schaffst du den Siq, Al-Khazneh, die Säulenstraße und den Aufstieg nach Ad-Deir. Für Ad-Deir brauchst du hin und zurück etwa drei Stunden Fußweg. Für ein entspanntes Tempo hol dir ein Zwei-Tages-Ticket und übernachte in Wadi Musa. Dann kannst du die Opferhöhe für den zweiten Tag aufheben.
Was du mitbringen solltest nach Petra?
Wasser, eine Kopfbedeckung, Sonnencreme und eingelaufene Schuhe. Die Anlage ist selbst im Frühling heiß, und Schatten ist selten. Eine Flasche Wasser drinnen kostet ein paar Dinar, daher ist es günstiger, sich in Wadi Musa einzudecken. Nimm auch Bargeld mit, denn einige Händler akzeptieren keine Karten.
Kurz gesagt: Was sich zu buchen lohnt
Petra verzeiht keine Improvisation. Das Ticket, die Anreise und der Aufstieg zum Kloster nehmen einen ganzen Tag in Anspruch.
Wenn du nur einen Tag hast und in Amman übernachtest, ist eine fertige Tour mit Eintritt inklusive die richtige Wahl. Wenn du auf eigene Faust durchs Land reist, hol dir ein Zwei-Tages-Ticket und übernachte in Wadi Musa. Für eine Reise durch Jordanien vergleiche vorab die Mietwagenpreise, denn in der Hochsaison schrumpft die Auswahl an Fahrzeugen.
Kauf dein Ticket online, sei zur Öffnungszeit da und starte den Aufstieg nach Ad-Deir vor der Mittagshitze.


