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Was du in Jurmala sehen solltest: 20 Orte von Dzintari bis Kemeri

Was du in Jurmala sehen solltest: 20 Orte von Dzintari bis Kemeri

Jurmala erstreckt sich entlang des Rigaischen Meerbusens und besteht aus mehreren Kurort-Vierteln. Du erreichst den Ort von Riga aus mit der S-Bahn und steigst dort aus, wo die Stadt endet und der Kiefernwald beginnt. Der Kurort ist aus Fischerdörfern an der Küste entstanden. 1920 wurden sie zur Stadt Rigaer Strand vereinigt. 1959 wurde die Stadt ein Teil von Riga. Seit 1966 ist Jurmala wieder eine eigenständige Stadt, in der heute mehr als fünfzigtausend Menschen leben.

Unten findest du zwanzig sehenswerte Orte, von der Dzintari-Konzerthalle bis zur Weißen Düne in Lielupe.

💡 Kurz gesagt:

  • Der Kurort zieht sich am Meerbusen entlang, und die Viertel reihen sich aneinander: Dzintari, Majori, Dubulti, Bulduri, Lielupe und Kemeri.
  • Die S-Bahn aus Riga hält in jedem Viertel: Steig an deiner Station aus und geh in Richtung Meer.
  • Preise und Öffnungszeiten: Stand: 09/2026, geprüft auf der offiziellen Website.

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1. Waldpark Dzintari

Dzintari-Waldpark mit Kiefern und einem Weg© karel291 · CC BYFoto: karel291, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia Commons

Der Dzintari-Park nimmt das Zentrum des Kurorts ein und reicht bis an den Strand selbst. Hier wächst ein etwa zweihundert Jahre alter Kiefernhain. Die Wege sind glatt und breit, sodass du fast überall mit dem Kinderwagen hinkommst. Es gibt keine laute Musik und keine Marktstände; ein kleines Café mit Gebäck, Eis und Kaffee ist geöffnet.

Für Kinder gibt es Spielplätze mit Schaukeln, Trampolinen, Seillabyrinthen und Elektroautos. Über dem Park erhebt sich ein Gitterturm mit Aussichtsplattform. Von oben siehst du den Nadelwald, die Dünen und das Meer.

  • Für wen: Familien mit Kindern und alle, die Ruhe am Meer suchen.
  • Der Haken: Der Turm schwankt im Wind, und der Aufstieg kann unangenehm sein.

2. Jomas-Straße

Fußgängerzone Jomas iela mit Laternen und Passanten© Dmitrijs Purgalvis · CC BYFoto: Dmitrijs Purgalvis, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia Commons

Die Jomas-Straße verläuft durch das Zentrum von Majori und gilt als die älteste am gesamten Strand. Die Fußgängerzone verbindet den Bahnhof Majori mit dem Jurmala-Globus am anderen Ende. Die Holzhäuser hier sind mehr als einmal abgebrannt und wieder aufgebaut worden, daher hat sich das Erscheinungsbild der Straße mehrfach verändert.

Heute ist sie die wichtigste Einkaufsmeile des Kurorts: Souvenirläden, ein Markt, Apotheken, Cafés und Hotels stehen fast Wand an Wand. Im Sommer ist es voll, und jedes Jahr veranstalten die Einheimischen ein Straßenfest mit Wettbewerben und Konzerten.

  • So kommst du hin: S-Bahn bis zur Station Majori, der Ausgang führt direkt auf die Straße (siehe Karte).
  • Der Haken: Im Juli und August ist die Jomas-Straße überfüllt, also reserviere einen Café-Tisch im Voraus.

3. Sommerresidenz von Kristaps und Augusta Morberg

Blaue Morberg-Datscha mit Turm in einem grünen Park© Aleksandrs Čaičics · CC BY-SAFoto: Aleksandrs Čaičics, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die Sommerresidenz wurde vom Baugroßunternehmer Kristaps Morberg für sich und seine Frau Augusta errichtet. Er entwarf sie selbst, im neugotischen Stil. Der Bau begann in den 1880er-Jahren und zog sich über mehr als dreißig Jahre hin, weil der Plan im Laufe der Arbeiten geändert wurde.

Zinnenbewehrte Türmchen mit Wetterfahnen, Buntglas und filigrane Terrassen lassen das Haus wie ein Märchenschloss wirken. Morberg verlegte die Regenrinnen ins Innere, damit das Regenwasser die Pflanzen im Gewächshaus bewässern konnte. Das Herrenhaus wurde der Universität Lettland vermacht und kürzlich restauriert, wobei das ursprüngliche Erscheinungsbild der Fassade wiederhergestellt wurde.

  • Für wen: Liebhaber von Holzarchitektur und Fotografen.

4. Freilichtmuseum Jurmala

Bootsdeck zwischen Kiefern im Freilichtmuseum© Rūta Rulle · CC BY-SAFoto: Rūta Rulle, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Auf dem Gelände des Museums stand einst ein Fischerdorf: Die Männer fingen und räucherten Fisch, die Frauen führten den Haushalt. Die Sammlung begann 1970, und Boote, Räucherkammern, Netze, Anker und ganze Häuser wurden aus ganz Lettland nach Bulluciems gebracht. Alle Gegenstände sind authentisch, aus dem Alltag der Fischer.

Die Aufseher zeigen, wie man Netze flickt und einen Seemannsknoten bindet, bieten Räucherfisch an und singen Volkslieder. Der Eintritt ist frei, ein Audioguide kostet extra (Stand: 09/2026, visitjurmala.lv). Adresse: Tīklu iela 1a in Bulluciems, neben dem Naturpark Ragakapa. Im Sommer fuhr der Expressbus Nummer fünf zum Museum und verband Bulluciems mit Kemeri (Stand: 09/2026, visitjurmala.lv).

  • Der Haken: ab dem 23. August 2026 ist das Museum wegen Sturmschäden geschlossen (Stand: 09/2026, visitjurmala.lv).

5. Aspazija-Hausmuseum

Winterlicher Blick auf ein Holzhausmuseum mit Turm© Dmitrijs Purgalvis · CC BYFoto: Dmitrijs Purgalvis, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia Commons

Aspazija war eine lettische Dichterin und die Frau des Dichters Janis Rainis. Nach dem Tod ihres Mannes verließ sie Riga und kaufte 1933 eine kleine Villa in Dubulti. Das blaue Holzgebäude ist mit azurblauen Schnitzereien verziert, und zu Lebzeiten der Besitzerin versammelten sich hier Schriftsteller, Künstler und Musiker.

Die Ausstellung wurde seit 1990 anhand alter Fotografien und Dokumente rekonstruiert, 1996 öffnete das Museum. In den Räumen läuft Musik, Aspazijas Gedichte werden rezitiert, und bei Führungen finden Teestunden statt. Der große Saal im Erdgeschoss dient als Ausstellungsfläche.

  • Anreise: Zug bis zur Station Dubulti, dann etwa zehn Minuten zu Fuß (siehe Karte).
  • Der Haken: ab dem 4. September 2026 ist die Dauerausstellung wegen Renovierungsarbeiten an der Veranda geschlossen; nur der Ausstellungssaal ist für Besucher geöffnet (Stand: 09/2026, visitjurmala.lv).

6. Jurmala-Globus

Jurmala-Globus links, Gebäude mit Turm und eine Straßenlaterne© karel291 · CC BYFoto: karel291, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia Commons

Der Globus steht an der Kreuzung der Straßen Jomas und Turaidas und gilt als der größte des Landes. Er wurde aus Kupferplatten auf einem Stahlrahmen zusammengesetzt, das Gebilde wiegt fast eine Tonne. Das Denkmal wurde Ende der 1960er-Jahre entworfen, 2003 restauriert und 2015 von Baumaschinen beschädigt.

Nach der Reparatur erhielt der Globus neue elektrische Leitungen und einen Drehmechanismus. Abends leuchten an den Standorten der Welthauptstädte Lichter auf, und der Globus dreht sich wie eine echte Erde. Touristen fotografieren hier ständig, und Einheimische nutzen den Globus als Treffpunkt.

  • Für wen: alle, die abends über die Jomas-Straße schlendern, wenn die Lichter angehen.

7. Schildkröten-Skulptur

Bronzene Schildkröte mit einem Hotel in Majori im Hintergrund© Егор Журавлёв from Smarde, Latvia · CC BY-SAFoto: Егор Журавлёв from Smarde, Latvia, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia Commons

Die bronzene Schildkröte wurde 1995 am Meeresufer neben dem Meerespavillon aufgestellt. Die Skulptur stammt vom lettischen Künstler Janis Bards. Es gibt mehrere Versionen, warum eine Schildkröte gewählt wurde: als Symbol für Langlebigkeit, als Anspielung auf das gemächliche Leben im Kurort oder einfach als Wunsch des Tieres, ein Bad im kühlen Wasser zu nehmen.

Ein Foto mit der Schildkröte ist längst Tradition geworden, und außerdem ist es Brauch, ihren Kopf zu reiben, damit ein Wunsch in Erfüllung geht. Die Skulptur ist leicht zu finden: Sie steht in Majori, nicht weit vom Strand entfernt.

  • Anreise: von der Station Majori die Atra-Straße Richtung Meer entlang, weniger als einen Kilometer zu Fuß (siehe Karte).

8. Naturpark Ragakapa

Kiefernwald mit einem Pfad und hohen Kiefern© Егор Журавлёв from Smarde, Latvia · CC BY-SAFoto: Егор Журавлёв from Smarde, Latvia, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia Commons

Der Park Ragakapa liegt im Stadtteil Lielupe und ist einer der ruhigsten Orte des Kurorts. Hier wachsen Reliktbäume, die rund dreihundert Jahre alt sind, und die Dünen gelten als die höchsten und breitesten Lettlands. Ihre Höhe erreicht etwa achtzehn Meter.

Durch den Park führen ökologische Lehrpfade mit Namen wie „Naturpfad" und „Insektenpfad". Holzstege und Treppen helfen beim Auf- und Abstieg, sodass die Route sowohl für Kinder als auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität geeignet ist. An den höchsten Punkten sind Aussichtsplattformen eingerichtet, und Schilder verhindern, dass man sich verläuft.

  • Anreise: Zug bis zur Station Lielupe, dann Richtung Meer gehen (siehe Karte).

9. Konzerthalle Dzintari

Publikum bei einem Open-Air-Konzert in der Dzintari-Konzerthalle© Okras · CC BY-SAFoto: Okras, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die erste Bühne an diesem Ort wurde Ende des 19. Jahrhunderts eröffnet und hieß damals „Konzertgarten des Edinburgh-Badehauses". Die moderne Halle wurde in den 1960er-Jahren nach einem Entwurf des Architekten Modris Gelzis errichtet. Das Gebäude hat keine Wände, nur ein Dach, und bietet etwa zweitausend Zuschauern Platz.

Mitte der 2000er-Jahre wurde die Halle renoviert: Die Bühne wurde fünfstufig gestaltet, die Akustik verbessert, Infrarot-Heizstrahler und weiche Sitze wurden eingebaut. Die Kleine Halle entstand in den 1930er-Jahren und gilt als architektonisches Denkmal; nach ihrer Restaurierung 2012 bietet sie sechshundert Menschen Platz. Die meisten lettischen Festivals und Konzerte finden hier statt.

  • Anreise: Zug von Riga bis zur Station Dzintari; die Halle steht hundert Meter von der Bucht entfernt (siehe Karte).

10. Ķemeri-Nationalpark

Moorseen und Kiefern im Kemeri-Nationalpark

Der Ķemeri-Nationalpark beginnt wenige Kilometer vom Meer entfernt und schützt Moore, Wälder und Mineralquellen. Von den ausgewiesenen Aussichtsplattformen lässt sich gut Vögel beobachten, und etwas weiter entfernt steht ein Schwarzerlenwald, der in Europa kaum seinesgleichen hat. Lianen hängen von den Bäumen, und Haselzweige bilden hohe Bögen, sodass die Landschaft wie eine Märchenkulisse wirkt.

Der Park ist in Zonen unterteilt, und nur zwei davon sind für Besucher zugänglich. Das streng geschützte Gebiet ist für Touristen gesperrt, um die Natur zu erhalten. Auf einer Seite des Parks erstrecken sich Sandstrände und Dünen, und bei den Mineralquellen stehen Statuen einer Kröte und einer Eidechse, die vor mehr als hundert Jahren errichtet wurden. Wege und Holzstege durchziehen den gesamten zugänglichen Bereich.

  • Anreise: Ein Elektrozug fährt von Riga zum Bahnhof Ķemeri; vom Zentrum Jūrmalas aus kannst du einen Bus nehmen (siehe Karte).
  • Der Haken: In die streng geschützte Zone kommst du nicht hinein; nur ein Teil des Parks ist zugänglich.

11. Stadtmuseum Jūrmala

Das Museum wurde 1962 gegründet und befindet sich seit Ende der 1990er-Jahre im ehemaligen Gebäude der chemischen Reinigung und Wäscherei in der Tirgoņu iela 29 in Majori (Stand: 09/2026, Seite des Museums Jūrmala). Der Eintritt ist frei (Stand: 09/2026, offizielle Website des Tourismusamts).

Rettungsschwimmerstation am Bulduri-Strand in Jurmala© Dmitrijs Purgalvis · CC BYFoto: Dmitrijs Purgalvis, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia Commons

Die Sammlung umfasst fast fünfzigtausend Objekte. Sie beherbergt Funde vom Meeresboden, eine Kollektion von Strandbadeanzügen, alte Postkarten und Gemälde lokaler Künstler. Die Ausstellung „Schiffe in der Tiefe" erzählt die Geschichte der Seefahrt und zeigt Modelle von Schiffen, U-Booten und Schonern.

Eigene Ausstellungen sind den Kurorten der Rigaer Küste sowie der Sanatoriums- und Kurindustrie von Ķemeri gewidmet. Alte Fotografien zeigen, wie sich die Straßen der Stadt verändert haben und was modebewusste Menschen im vorletzten Jahrhundert trugen. Das Museum richtet jährlich rund zwanzig Ausstellungen aus, und für Kinder werden Workshops organisiert (Stand: 09/2026, visitjurmala.lv). Ein eigener Bereich zum kulturellen Leben der Stadt behandelt Volks- und klassische Musikfestivals.

  • Anreise: Vom Bahnhof Majori bis zur Tirgoņu iela 29 sind es etwa zehn Minuten zu Fuß (siehe Karte).

12. Die weiße Düne in Lielupe

Weiße Sanddüne über dem Fluss zwischen Kiefern© JIP · CC BY-SAFoto: JIP, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die Weiße Düne entstand an der Stelle eines alten Flussarms der Lielupe. Der Fluss mit mehr als zweihundertfünfzig Nebenflüssen änderte seinen Lauf mehr als einmal durch Eisstaus während der Frühjahrshochwasser, und eines dieser Hochwasser hinterließ einen Hügel. Er ist etwa siebzehn Meter hoch, und der verhärtete weiße Sand ähnelt Sandstein.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Düne dem Untergang geweiht ist: Wind und Regen tragen den Hang allmählich ab. Anwohner befestigen ihn mit Sträuchern und Bäumen, doch die Erosion wird dadurch nur verlangsamt. Von der Aussichtsplattform oben hast du einen Blick auf die Lielupe und das Villenviertel Priedaine, wo Gebäude aus dem 18. und 19. Jahrhundert sowie ein Bahnhof im funktionalistischen Stil erhalten geblieben sind.

  • Anreise: Zu Fuß vom Strand von Lielupe oder vom Ragakāpa-Park aus (siehe Karte).
  • Der Haken: Der Hang erodiert ständig, und mit der Zeit wird die Düne vollständig verschwinden.

13. Wasserpark Līvu

Brücke über die Lielupe und der Rand des Līvu-Aquaparks© Dmitrijs Purgalvis · CC BYFoto: Dmitrijs Purgalvis, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia Commons

Der Līvu Akvaparks wurde 2003 eröffnet und gilt als einer der größten Wasserparks Nordeuropas. Die Gesamtfläche des Komplexes beträgt 18.000 Quadratmeter (Stand: 09/2026, visitjurmala.lv). Im Zentrum stehen ein dreistöckiges Gebäude und ein fünfundzwanzig Meter hoher Turm, und er empfängt bis zu dreihunderttausend Gäste pro Jahr.

Reguläre Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag von 12:00 bis 21:00 Uhr, Samstag von 11:00 bis 21:00 Uhr, Sonntag von 11:00 bis 20:00 Uhr. Montag und Dienstag ist geschlossen (Stand: 09/2026, akvaparks.lv).

Es gibt Bereiche für Adrenalinjunkies, aktive Erholung und entspanntes Schwimmen. Bistros, Bars, Cafés, Bademoden- und Souvenirläden sind geöffnet, und die SPA-Anwendungen nehmen einen separaten Bereich ein. Tickets gibt es nur in gedruckter Form, also druck sie zu Hause im Voraus aus (Stand: 09/2026, akvaparks.lv). 2019 eröffnete hier eine neue Rutsche mit speziellen Matten für Abfahrten mit dem Kopf voran, und die Zahl der Attraktionen wächst jedes Jahr.

  • Für wen: Familien mit Kindern und alle, die bereit sind, den ganzen Tag im Wasser zu verbringen.
  • Der Haken: Vom 7. bis 24. September 2026 ist der Wasserpark wegen Wartungsarbeiten geschlossen, die Wiedereröffnung ist für den 25. September geplant (Stand: 09/2026, akvaparks.lv).

14. Ehemaliges Badehaus von Emilija Racene

Das elegante Gebäude wurde nach der Frau benannt, die Anfang des 20. Jahrhunderts Geld in seinen Bau investierte. Die Arbeiten dauerten fünf Jahre, und das Badehaus eröffnete in den 1910er-Jahren. Die Gäste nahmen hier das ganze Jahr über heiße Bäder mit Meerwasser und Kiefernnadeln, und das Personal bot Anwendungen mit ätherischen Ölen und Heilkräutern an.

Das Badehaus war sogar während des Zweiten Weltkriegs in Betrieb und wurde später zu einer Kurklinik mit neuer Ausstattung und erfahrenen Ärzten. Eine große Renovierung in den 1980er-Jahren veränderte das Erscheinungsbild des palastartigen Gebäudes: Ein anderer Eingang und neue Fenster kamen hinzu. Erst fünfzehn Jahre später stellten Restauratoren sein früheres Aussehen teilweise wieder her.

  • Der Haken: Es gibt keinen freien Zugang ins Innere, du bewunderst das Gebäude also von außen, aus nahe gelegenen Cafés und Restaurants.

15. Wacker-Haus

Das Gebäude wurde 1914 errichtet, aber die Geschichte des Grundstücks begann früher. Hier stand der Hof des Bäckers Steger mit einem lokalen Markt und Korovins Laden, später ging das Anwesen an Leopold Wacker über. Auf dem Gelände befanden sich eine Bäckerei, ein Eiskeller, zwei Sommerhäuser und Nebengebäude, die 1913 alle abbrannten. An der Stelle des Feuers entstand ein neues dreistöckiges Haus.

Zunächst beherbergte es Geschäfte und Hotelzimmer, in den 1930er-Jahren waren hier das Hotel Majori, ein Restaurant und eine Stadtbank untergebracht. Später eröffnete im Erdgeschoss ein staatlicher Fischladen, dessen Wände mit originellen Gemälden geschmückt waren und dessen Stolz ein Fischbecken mit einem Mosaikbassin war. Von den einstigen Innenräumen ist nichts erhalten geblieben.

  • Der Haken: Im Inneren findest du gewöhnliche Geschäfte und Wohnungen, die historischen Säle sind nicht erhalten.

16. Meerespavillon

Das zweistöckige Holzgebäude wurde 1909 für das Publikum geöffnet, obwohl der Bau mehr als zehn Jahre früher begann. Von außen ähnelt der Pavillon einem Miniatur-Königspalast. Seine Architektur verband Historismus, Eklektizismus und Nationalromantik, also Merkmale des Rigaer Jugendstils.

Das Etablissement empfing wohlhabende Einheimische und das vornehme Kurpublikum, und König Gustav V. von Schweden war mehr als einmal zu Gast. In den 1980er-Jahren kamen neue Buntglasfenster und Kronleuchter in den Tanzsaal, was dem Denkmal nicht guttat. Fünfundzwanzig Jahre später gaben Restauratoren dem Gebäude sein ursprüngliches Aussehen zurück.

  • Für wen: alle, die sich für hölzernen Jugendstil und Kurortgeschichte interessieren.

17. Horn-Garten

Villa mit Türmchen an der Bulduru-Allee, Jurmala

Der Park wurde nach einem Anwohner benannt, dem das Grundstück im 19. Jahrhundert gehörte. Vor dem Garten befand sich hier ein Friedhof, was für Europa nicht ungewöhnlich ist: Aufgegebene Begräbnisstätten wurden oft in Erholungsgebiete umgewandelt. Ende des 19. Jahrhunderts gab es im Horn-Garten bereits zwei Konzertbühnen, ein Kino und ein Restaurant.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde im Park erstmals ein Stück öffentlich aufgeführt, das später zur Hymne Lettlands wurde. Acht Jahre später brannte der Garten ab, und die Wiederherstellung begann erst in den 1920er-Jahren. Der Krieg unterbrach die Arbeiten erneut, aber die Einheimischen kümmerten sich weiterhin um den Park. In den 1970er-Jahren wurde hier ein Kino gebaut, das später zu einem Kulturhaus wurde.

Am Eingang des Gartens siehst du ein Denkmal für Rainis und Aspazija, die einst auf dieser Bühne auftraten. Nach dem Tod ihres Mannes zog Aspazija nach Jurmala und verbrachte hier die letzten Jahre ihres Lebens.

18. Skulptur der Turaida-Rose

Bulduri-Strand in Jurmala bei Sonnenuntergang© Dmitrijs Purgalvis · CC BYFoto: Dmitrijs Purgalvis, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia Commons

Das Denkmal der Turaida-Rose bezieht sich auf eine lettische Legende. Die Heldin namens Maija zog den Tod der Schande vor und verriet ihren Verlobten nicht. Sie schlug ihrem Verführer vor, die Kraft seines Zauberschals zu testen, der einen Menschen angeblich unverwundbar machte, und starb durch einen Schwertstreich.

Das Grab der Turaida-Rose liegt nicht in Jurmala, sondern in Sigulda, etwa siebzig Kilometer entfernt, bei einer alten Linde. Frischvermählte kommen mit Blumen dorthin, und authentische Dokumente bestätigen, dass sich eine ähnliche Tragödie wirklich ereignet hat. In der Stadt steht eine Skulptur eines modisch gekleideten Mädchens, das telefoniert und auf seinen Verlobten wartet.

19. Theater der leuchtenden Bilder „Inner Light"

Sommerterrasse und Kiefern in Bulduri, Jurmala© Сергей Алексеев · CC BYFoto: Сергей Алексеев, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia Commons

Die Galerie mit Theater nimmt ein gemütliches zweistöckiges Holzhaus ein. Die Bilder stammen von dem Künstler Vitaly Ermolaev, der weit über das Baltikum hinaus bekannt ist. Der Name der Technik bedeutet übersetzt „inneres Licht", und ihre Ursprünge gehen auf die altägyptische Wachsmalerei zurück.

Ermolaev verfeinerte die Methode und ergänzte sie um fluoreszierende Farben. Bei unterschiedlicher Beleuchtung wirken die Bilder völlig anders, deshalb wechselt das Licht in den Sälen ständig und Musik spielt. Die Sammlung wird regelmäßig erweitert, und der Künstler selbst leitet Workshops für Erwachsene und Kinder. In der Galerie betreibt ein beliebtes Art-Café.

  • Für wen: Familien mit Kindern und alle, die eine ungewöhnliche Maltechnik sehen möchten.

20. Künstlerhaus von Jurmala

Das zweistöckige Holzhaus wurde 1920 erbaut und gilt als bekanntes architektonisches Wahrzeichen Lettlands. Die Architektur ist typisch für Jurmala und das Baltikum, und die zwei kleinen Säle schaffen eine Atmosphäre für Ausstellungen, kreative Treffen und Workshops. Das Anwesen gehört dem Lettischen Künstlerverband.

Café zwischen Kiefern in Bulduri, Jurmala© Dmitrijs Purgalvis · CC BYFoto: Dmitrijs Purgalvis, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia Commons

Es gab Momente in der Geschichte des Gebäudes, in denen seine Zukunft bedroht war, aber die Öffentlichkeit konnte den Abriss verhindern. Heute funktioniert das Haus als Museum, Galerie und kreativer Raum. Bekannt ist es im Baltikum für seine Ausbildungsprogramme im Webhandwerk, außerdem finden hier Feste und Kurse für Kinder und Jugendliche statt.

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Touren und Tickets

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⁉️🤔 Häufige Fragen

Wie viele Tage brauchst du für alle zwanzig Orte in Jurmala?

Plane drei bis vier Tage ein. Der Kurort erstreckt sich entlang der Bucht, und die Wege zwischen den Stadtteilen kosten Zeit. Am ersten Tag deckst du Majori und Dubulti ab, am zweiten lässt du Dzintari mit seinem Waldpark aus, am dritten fährst du nach Lielupe und Ķemeri. Wenn du nur einen Tag hast, spaziere über die Jomas-Straße und durch den Dzintari-Park und beende den Tag am Strandpavillon.

Was aus der Liste ist im September 2026 geschlossen?

Zwei Orte sind geschlossen. Das Līvu Akvaparks ging vom 7. bis 24. September in die Wartung und plant die Wiedereröffnung am 25. September (Stand: 09/2026, akvaparks.lv). Das Freilichtmuseum in Bulluciems ist nach einem Sturm geschlossen und empfängt noch keine Besucher (Stand: 09/2026, visitjurmala.lv). Im Aspazija-Hausmuseum wird die Dauerausstellung renoviert, der Ausstellungssaal ist jedoch geöffnet.

Wie kommst du von Riga nach Jurmala ohne Auto?

Der Zug von Riga fährt entlang des gesamten Kurorts und hält in Majori, Dubulti, Dzintari und Lielupe. Steig an der Station aus, die deinem Ziel am nächsten liegt, und geh den Rest zu Fuß. Innerhalb von Jurmala ist der Zug auch das bequemste Fortbewegungsmittel, denn die Haltestellen liegen alle paar Kilometer (laut Karte).

Wie viel kostet der Eintritt in die Museen von Jurmala?

Das Freilichtmuseum und das Stadtmuseum Jurmala sind kostenlos (Stand: 09/2026, visitjurmala.lv). Im Freilichtmuseum ist ein Audioguide gegen eine separate Gebühr erhältlich. Im Aspazija-Hausmuseum und bei Workshops in der Inner-Light-Galerie sind die Tickets kostenpflichtig; prüfe den Preis vor deinem Besuch vor Ort.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch in Jurmala?

Die Hochsaison ist im Juli und August, wenn die Jomas-Straße voll ist und die Preise höher sind. Im September wird der Kurort ruhiger, aber einige Orte schließen wegen Reparaturen, wie das Līvu Akvaparks. Im Spätherbst und Winter sind nur wenige Einrichtungen geöffnet, aber die Parks, die weiße Düne und die Museen sind zugänglich.

Sehenswürdigkeiten von Jurmala auf der Karte

Alle zwanzig Punkte ziehen sich von Westen nach Osten entlang der Bucht, und die Route lässt sich leicht in einer geraden Linie planen. Markiere die Orte im Voraus, damit du nicht zweimal in denselben Stadtteil zurückkehrst (laut Karte). Unten findest du eine interaktive Karte, die dir hilft, dich vor Ort zu orientieren.

Sehenswürdigkeiten von Jūrmala

Orte auf der Karte
  1. 1Waldpark Dzintari Ein fast zweihundert Jahre alter Kiefernhain mit Aussichtsturm
  2. 2Jomas-Straße Die wichtigste Fußgänger-Einkaufsstraße des Kurorts
  3. 3Villenkomplex von Kristaps und Auguste Morberg Eine neugotische Sommerresidenz eines Baumagnaten
  4. 4Freilichtmuseum Jūrmala Ein Fischerdorf mit echten Booten und Räucherhäusern
  5. 5Aspazija-Haus-Museum Das Herrenhaus der Dichterin, eine Ausstellung und Schauhalle
  6. 6Jūrmala-Globus Der größte Globus des Landes, beleuchtet mit den Hauptstädten der Welt
  7. 7Schildkröten-Skulptur Eine Bronzeschildkröte aus dem Jahr 1995 beim Meerespavillon
  8. 8Naturpark Ragakāpa Reliktbäume und die höchsten Dünen Lettlands
  9. 9Konzertsaal Dzintari Ein Saal ohne Dach für fast zweitausend Zuschauer
  10. 10Nationalpark Ķemeri Moore, Schwarzerlenwald und Mineralquellen
  11. 11Stadtmuseum Jūrmala Fast fünfzigtausend Gegenstände, Funde vom Meeresgrund
  12. 12Weiße Düne in Lielupe Ein etwa siebzehn Meter hoher Hügel aus verhärtetem Sand
  13. 13Aquapark Līvu Einer der größten Wasserparks Nordeuropas
  14. 14Ehemaliges Badehaus von Emīlija Racene Ein Palastgebäude der Seebäder aus dem frühen 20. Jahrhundert
  15. 15Haus Vāķeris Ein dreistöckiges Haus aus dem Jahr 1914 an der Stelle eines Brandes
  16. 16Meerespavillon Ein Holzgebäude von 1909 im Rigaer Jugendstil
  17. 17Horns Garten Ein Park am Ort eines Friedhofs, ein Denkmal für Rainis und Aspazija
  18. 18Skulptur „Rose von Turaida" Ein Denkmal nach einer lettischen Legende
  19. 19Theater der leuchtenden Bilder „Inner Light" Bilder, die sich je nach Beleuchtung verändern
  20. 20Künstlerhaus Jūrmala Ein Holzhaus von 1920 mit Ausstellungen und Workshops

Kurz gesagt: was du buchen solltest

Wenn du einen Tag hast, wähle die Jomas-Straße und den Dzintari-Park und beende den Tag am Strandpavillon. Für zwei Tage nimm Ķemeri und Ragakapa dazu, denn sie bieten zwei verschiedene Arten von Natur. Mit Kindern ist der wichtigste Stopp das Līvu Akvaparks, aber prüfe zuerst die aktuellen Öffnungstermine nach der Wartung.

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