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Nizza: 25 Orte, die du zuerst besuchen solltest

Nizza: 25 Orte, die du zuerst besuchen solltest

Nizza schmiegt sich zwischen die Bucht der Engel und niedrige Hügel. Du wirst es nicht schaffen, alle 25 Orte auf dieser Liste an einem Tag abzudecken, aber die Stadt gibt ihre stärksten Eindrücke großzügig preis.

Wir haben die Sehenswürdigkeiten von Nizza ausgewählt, die sich zuerst lohnen. Zu jedem Ort findest du ein Foto, Informationen zu Eintritt und Öffnungszeiten und, wo sich der Preis ändert, einen Link zur Quelle.

Die Promenade des Anglais verläuft über mehrere Kilometer am Meer entlang. Mehr als die Hälfte der Orte auf der Liste ist kostenlos zugänglich.

Anzeige: dieser Artikel enthält Affiliate-Links, bei einer Buchung über diese Links erhalten wir eine Provision, für dich entstehen keine Mehrkosten.

Was du in Nizza sehen solltest

💡 Kurz gesagt: Nizza ist kompakt, und die meisten Orte auf dieser Liste erreichst du an einem Tag zu Fuß.

  • Von der Promenade bis zum Schlossberg sind es etwa 2 km, danach kommen die Museen, der Hafen und der Bahnhof (auf der Karte).
  • Kostenlos: die Promenade, die Altstadt, der Schlossberg, der Parc du Château, das Museum für asiatische Kunst und die meisten Kirchen.
  • Kostenpflichtig: die übrigen Museen von Nizza, der Aufzug auf den Hügel, das Observatorium und der Parc Phoenix.
  • Preise und Öffnungszeiten: Stand: 09/2026, geprüft auf der offiziellen Website der Stadtverwaltung von Nizza.

Die Tabelle unten zeigt, wo der Eintritt frei ist und wo du ein Ticket brauchst. So kannst du deine Route durch die Stadt leichter planen.

#

Ort

Eintritt

Geschlossen

1

Promenade des Anglais

frei

keine

2

Hôtel Negresco

von außen

keine

3

Römischer Hügel

frei

keine

4

Schlossberg

frei

keine

5

Parc du Château

frei

keine

6

Altstadt

frei

keine

7

Port Lympia

frei

keine

8

Place Masséna

frei

keine

9

Place Garibaldi

frei

keine

10

Musée Marc Chagall

kostenpflichtig

keine

11

Musée Matisse

kostenpflichtig

Dienstag

12

Archäologisches Museum

kostenpflichtig

Dienstag

13

MAMAC, Museum für moderne Kunst

kostenpflichtig

Montag

14

Museum der Schönen Künste

kostenpflichtig

keine

15

Museum für asiatische Kunst

frei

Dienstag

16

Musée Masséna

kostenpflichtig

Dienstag

17

Justizpalast

von außen

keine

18

Opernhaus

Führung

keine

19

St.-Nikolaus-Kathedrale

frei

keine

20

Kathedrale Sainte-Réparate

frei

keine

21

Basilika Notre-Dame

frei

keine

22

Observatorium von Nizza

Führung

keine

23

Fort Mont-Alban

frei

keine

24

Kriegerdenkmal

frei

keine

25

Parc Phoenix

kostenpflichtig

keine

Im Folgenden gehen wir jeden Ort der Reihe nach durch, mit Fotos, Eintritt und Öffnungszeiten.

1. Promenade des Anglais

Promenade des Anglais in Nizza entlang des Meeres© Patafisik · CC BY-SAFoto: Patafisik, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die Straße entlang der Küste wurde bereits im 19. Jahrhundert von den Engländern für sich beansprucht. Sie bauten Villen mit Meerblick und flanierten abends am Ufer entlang, weshalb der Boulevard den Namen Promenade des Anglais erhielt.

Die Promenade erstreckt sich über mehrere Kilometer entlang der Bucht der Engel (laut Stadtportal von Nizza). Der Boulevard ist etwa 8 m breit, und es gibt genug Platz für Fußgänger, Läufer und Radfahrer.

Du kommst am „Mittelmeerpalast" mit Theater, Casino und Hotel vorbei. Die Strände entlang der Promenade sind für alle zugänglich, Liegen und Sonnenschirme sind jedoch kostenpflichtig.

  • Kosten: der Spaziergang ist frei, eine Strandliege wird separat bezahlt.
  • Für wen: für alle, die bei ihrem ersten Spaziergang Stadt und Meer sehen möchten.

2. Hôtel Negresco

Rosafarbenes Gebäude des Hotel Negresco in Nizza© Anna M. Stevenson · CC BY-SAFoto: Anna M. Stevenson, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Die rosafarbene Kuppel des Hôtel Negresco schmückt die Promenade des Anglais seit über hundert Jahren. Das Gebäude wurde von einem rumänischen Magnaten in Auftrag gegeben und nach ihm benannt, der Stil verweist auf die Renaissance.

Im Inneren erwarten dich ein Kristalllüster von fast zwei Metern Durchmesser und historische Interieurs. Jean Cocteau, Ernest Hemingway, Salvador Dalí, Marlene Dietrich und Mitglieder der Beatles haben hier übernachtet.

Das Hotel ist bis heute in Betrieb. Kuppel und Fassade kannst du jederzeit von der Promenade aus bewundern, Zimmer werden im Voraus gebucht.

  • Kosten: die Besichtigung von außen ist frei, die Übernachtung nach Reservierung.

3. Römischer Hügel

Ruinen der römischen Thermen von Cemenelum auf dem Cimiez-Hügel© François de Dijon · CC BY-SAFoto: François de Dijon, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

An der Stelle des heutigen Nizza stand in der Antike die römische Siedlung Cemenelum. Sie wurde im 1. Jahrhundert v. Chr. von Siedlern von der Apenninhalbinsel gegründet und wurde zum wichtigsten römischen Stützpunkt an der Riviera.

Bis zum 5. Jahrhundert wurde die Siedlung aufgegeben, doch Archäologen legten Wohngebäude, ein Amphitheater und Thermen frei. Heute ist es ein Freilichtgelände im Stadtteil Cimiez, das du wegen der antiken Geschichte besuchst.

Funde aus den Ausgrabungen wurden ins Archäologische Museum überführt. Einige Forschungen laufen noch, daher ist der Zugang zu bestimmten Bereichen manchmal eingeschränkt, informiere dich vor Ort.

  • Kosten: die Besichtigung der Freilichtruinen ist frei.

4. Schlossberg

Panorama von Nizza und der Engelsbucht von oben© Kristoffer Trolle from Copenhagen, Denmark · CC BYFoto: Kristoffer Trolle from Copenhagen, Denmark, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Der Schlossberg bietet den besten Blick auf Nizza und das Meer. Im Mittelalter stand hier eine feudale Burg, die die Küste kontrollierte, erhalten sind jedoch nur Fragmente der Zitadelle.

Nahe dem Gipfel stehen der Bellanda-Turm und die Basilika St. Maria. Der Turm wurde lange als Hotel genutzt und später in ein Meeresmuseum umgewandelt.

Jeden Tag um zwölf Uhr mittags feuert auf dem Hügel eine Kanone, und der Knall ist in der ganzen Bucht zu hören. Steig hinauf und halte deine Kamera bereit: Das Panorama ist die Mühe wert.

  • Kosten: Aufstieg und Aussicht sind frei, der Aufzug wird separat bezahlt.

5. Parc du Château

Auf dem Gipfel des Schlossbergs findest du den Parc du Château. Von den Aussichtsplattformen siehst du sowohl die Stadt als auch das Meer, und nach oben gelangst du über Treppen oder den Aufzug.

Der Park wurde Anfang des 19. Jahrhunderts im Auftrag des Herzogs von Savoyen angelegt. Alleen und Rasenflächen wechseln sich mit künstlichen Teichen ab, für Besucher gibt es Spielplätze und Imbissstände.

Die untere Terrasse des Hügels nimmt eine alte Nekropole ein. Hier sind nicht nur Stadtbewohner begraben, sondern auch Ausländer, darunter Alexander Herzen und Eugène Jellinek.

6. Altstadt

Panorama der Altstadt mit Ziegeldächern und Kuppeln

Die Altstadt (Vieux Nice) erkennst du an ihren engen Gassen und warmen Fassaden. Hier begann die Entwicklung der Stadt vom 16. bis zum 19. Jahrhundert, und das Viertel steht unter dem Schutz der UNESCO.

Kleine Läden, Bistros und Cafés reihen sich entlang der Gehwege. In den Gassen verirrt man sich leicht, aber genau so landest du auf den Hauptplätzen.

Die wichtigsten Punkte des Viertels sind die Chapelle de la Miséricorde und der Justizpalast. Die Kapelle wurde Mitte des 18. Jahrhunderts nach Skizzen von Bartolomeo Vittone erbaut.

  • Kosten: der Spaziergang durch das Viertel ist frei.

7. Port Lympia

Yachten im Hafen Lympia und eine Straßenbahn© MB-one · CC BY-SAFoto: MB-one, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Seine Existenz verdankt der Hafen dem Handel Nizzas. König Karl Emanuel III. ließ im östlichen Teil der Baie des Anges einen Hafen anlegen, wofür der Meeresboden vertieft und die Wasserfläche erweitert wurde.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Hafen vollständig in Betrieb genommen. Heute empfängt er sowohl Kreuzfahrtschiffe als auch kleine Yachten.

Täglich legen vom Kai Fähren nach Korsika ab. Den alten Leuchtturm auf der Mole siehst du schon von Weitem: Er wurde nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut, und sein Licht ist vom Meer aus über Dutzende Kilometer sichtbar.

  • Kosten: Ein Spaziergang entlang der Hafenpromenade ist kostenlos.

8. Place Masséna

Place Massena mit dem roten Galeries-Lafayette-Gebäude

Die Place Masséna verbindet das alte und das neue Gesicht Nizzas. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts hieß sie Place de la Faubourg, später wurde sie nach dem napoleonischen Marschall André Masséna benannt.

In der Mitte steigen die Fontänen des Fontaine du Soleil auf, den Alfred Janniot 1956 entworfen hat. Die Bronzefiguren rund um das Becken stellen antike griechische Götter dar, über denen sich Apollo erhebt.

Die moderne Komposition „Conversation in Nice" aus sieben sitzenden Figuren findest du auf der Ostseite des Platzes. Geschaffen wurde sie von dem katalanischen Bildhauer Jaume Plensa.

  • Kosten: Die Besichtigung des Platzes ist kostenlos.

9. Place Garibaldi

Gelbe Fassaden mit Arkaden am Place Garibaldi© GFreihalter · CC BY-SAFoto: GFreihalter, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Der Place Garibaldi gilt als offizielles Zentrum der Stadt. Er liegt im nördlichen Teil des Viertels, und seine Randbebauung wurde im italienischen Stil nach einem Entwurf des Architekten Antoine Spinelli im späten 18. Jahrhundert errichtet.

An der Südseite steht die Kapelle des Heiligen Grabes mit einem Balkon für Ehrengäste. Der Platz trägt seit dem späten 19. Jahrhundert den Namen von Giuseppe Garibaldi, der aus Nizza stammte.

Auf dem Platz findest du viele Lokale, die Meeresfrüchte zubereiten. Komm gegen Mittag hierher, wenn du die lokale Küche probieren möchtest.

  • Kosten: die Besichtigung ist kostenlos, Speisen in den Cafés kosten extra.

10. Musée Marc Chagall

Schild des Marc-Chagall-Museums an einer Steinmauer© Derbrauni · CC BY-SAFoto: Derbrauni, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Das Musée Marc Chagall ist aus einem Geschenk des Künstlers selbst hervorgegangen. Der gebürtige Witebsker schenkte der Stadt einen Zyklus von 17 Gemälden zu biblischen Themen, inspiriert vom Alten Testament.

Diese Leinwände bildeten den Kern der Sammlung, die später um Mosaike, Wandteppiche, Glasfenster und Skulpturen erweitert wurde. Heute beherbergt sie eine der vollständigsten Sammlungen zu Chagalls Nachlass, mehr als 700 Werke.

Das Museum verfügt über einen eigenen Konzertsaal, in dem regelmäßig Musik aufgeführt wird. Öffnungszeiten und Tickets findest du auf der offiziellen Website der Museen von Nizza.

  • Kosten: Eintritt kostenpflichtig, ermäßigte Tickets erhältlich.

11. Musée Matisse

Rote Fassade des Matisse-Museums in Nizza© takato marui · CC BY-SAFoto: takato marui, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia Commons

Seine Zeit in Nizza hat das Werk von Henri Matisse deutlich geprägt. In seinem Haus an der französischen Riviera entwarf er Kostüme und Bühnenbilder für Igor Strawinskys Ballett „Die Nachtigall".

Aus derselben Zeit stammt der Zyklus „Odalisken" mit Frauen in orientalischem Stil. Die Stadt ehrte das Andenken des Künstlers mit einem Museum in einer Villa aus dem 18. Jahrhundert.

Das Museum hat 18 Räume, einer davon ist den Papierausschnitten gewidmet, Matisses Steckenpferd. Werke und Öffnungszeiten findest du auf der offiziellen Website des Musée Matisse.

  • Kosten: Eintritt kostenpflichtig, ein kombiniertes Museumsticket ist gültig.

12. Archäologisches Museum

Römische Meilensteine im Saal des Cimiez-Museums© Édouard Hue ( User:EdouardHue ) · CC BY-SAFoto: Édouard Hue ( User:EdouardHue ), CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Das Archäologische Museum vereint Fundstücke aus der antiken Geschichte der Region. Ausgrabungen auf dem Hügel von Cimiez zeigten, dass Nizza die römische Siedlung Cemenelum mit rund 10.000 Einwohnern vorausging.

Die Funde bildeten die Grundlage der Ausstellung, die 1960 eröffnet wurde, später zog das Museum in ein eigenes Gebäude um. Heute nimmt es zwei Flügel ein, die der antiken Geschichte gewidmet sind, und den Kern der Sammlung bilden Werkzeuge, Keramik, Schmuck und Münzen aus den Ausgrabungen.

Das Museum hat einen Shop, der Repliken von Exponaten verkauft. Wenn du mehrere Museen an einem Tag besuchen möchtest, prüfe vorab die Museumstickets für Nizza auf Tiqets.

  • Kosten: Eintritt kostenpflichtig, dienstags geschlossen.

13. MAMAC Museum für Moderne Kunst

Marmortürme des MAMAC hinter Palmen in Nizza© Emanuela Meme Giudic… · CC BYFoto: Emanuela Meme Giudic…, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia Commons

Das MAMAC Museum für Moderne Kunst wurde 1990 im Stadtzentrum eröffnet. Es besteht aus zwei gläsernen Türmen, die durch Übergänge verbunden sind, entworfen von den französischen Architekten Bayard und Vidal.

Der Innenraum ist in drei Ebenen gegliedert. Zwei sind der ständigen Sammlung gewidmet, die dritte den Wechselausstellungen, und auf dem Glasdach ist ein Garten angelegt.

Die Sammlung zeigt Warhol und Lichtenstein neben lokalen Künstlern, insgesamt mehr als 400 Werke. Den Kern der Sammlung bildet die europäische und amerikanische Avantgarde, daneben hängen Werke von Künstlern aus Nizza. Öffnungszeiten findest du auf der offiziellen MAMAC-Website.

  • Kosten: Eintritt kostenpflichtig, montags geschlossen.

14. Museum der Schönen Künste

Fassade der Villa Thomson - Museum der Schönen Künste in Nizza© Miniwark · CC BY-SAFoto: Miniwark, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Das Museum der Schönen Künste befindet sich in der ehemaligen Villa des Fürsten Kotschubei. Der Palast gehörte einem russischen Fürsten, ging in den 1920er-Jahren an die Stadt über und wurde unter der Leitung des Künstlers Jules Chéret in ein Museum umgewandelt.

Die Sammlung wurde mit großer Sorgfalt zusammengestellt: Gemessen an Meisterwerken pro Quadratmeter wird das Museum mit dem Louvre verglichen. Gezeigt werden Primitivismus, Klassizismus und Impressionismus sowie Künstler mit Bezug zu Nizza.

In den Sälen siehst du Gemälde der Dynastie Van Loo, von Jean Fragonard, Claude Monet und François Rude. Tickets und Öffnungszeiten findest du auf der Website der Stadt Nizza.

  • Kosten: Eintritt kostenpflichtig, ermäßigte Tickets erhältlich.

15. Museum für asiatische Kunst

Weißes Museumsgebäude am Parksee

Das Museum für asiatische Kunst ist dem kulturellen Erbe der Völker Asiens gewidmet. Der Komplex aus vier kubischen Gebäuden steht im Phoenix-Park, der Entwurf stammt vom japanischen Architekten Kenzō Tange.

Nach der Vision des Architekten ist das Gebäude maximal lichtdurchflutet: Riesige Glasflächen sind in Wände aus weißem Marmor eingelassen. Das natürliche Licht bringt die Schönheit der Exponate zur Geltung.

Die Ausstellung ist in japanische, chinesische, indische und kambodschanische Bereiche gegliedert und umfasst insgesamt mehr als 200 Artefakte. Das Team veranstaltet Seminare und Workshops zu Ikebana und Kalligrafie, daher ist das Museum für Erwachsene und Kinder gleichermaßen spannend.

  • Kosten: Eintritt frei, dienstags geschlossen.

16. Musée Masséna

Fassade der Villa Massena zwischen den Palmen des Gartens© Zairon · CC BY-SAFoto: Zairon, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Das Musée Masséna befindet sich in der ehemaligen Residenz von Marschall André Masséna. Im 20. Jahrhundert wurde es in ein Museum der Stadtgeschichte umgewandelt, den Kern der Ausstellung bildet die persönliche Sammlung des Mäzens Victor Masséna.

Zum Bestand gehören Gegenstände aus dem Besitz von Kaiser Napoleon, Porzellan aus dem 9. bis 12. Jahrhundert, Jugendstilplakate und alte Fotografien. Du verfolgst die Entwicklung Nizzas von der Antike bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts und siehst, wie aus einer Hafenstadt ein Riviera-Badeort wurde.

Das Museum ist täglich außer dienstags geöffnet. Die genauen Zeiten findest du im Kalender der städtischen Museen.

  • Kosten: Eintritt kostenpflichtig, Kombiticket erhältlich.

17. Justizpalast

Justizpalast in Nizza mit Portikus und Flagge© Victor Grigas · CC BY-SAFoto: Victor Grigas, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Der Justizpalast zieht mit seiner strengen klassizistischen Architektur die Blicke auf sich. Das Gebäude steht im Stadtzentrum, und den Platz vor der Fassade erobern oft Straßenkünstler und Musiker.

Der Palast wurde Ende des 19. Jahrhunderts an der Stelle eines während der Französischen Revolution zerstörten Klosters errichtet. Die Arbeiten dauerten nur zwei Jahre, von 1883 bis 1885, und es entstand ein imposantes Gebäude für Anwälte und Juristen.

Das spiegelbildliche Gegenstück zum Justizpalast ist das gegenüberliegende Gebäude, der Rusca-Palast, in dem das Gericht der höheren Instanz untergebracht ist. Samstags treffen sich auf dem Platz Sammler von Büchern und Postkarten, und in der Nähe gibt es zahlreiche Imbisse und Bistros.

  • Kosten: von außen kostenlos zu besichtigen.

18. Opernhaus

Fassade der Oper von Nizza mit Flaggen© Qjafcc · CC BY-SAFoto: Qjafcc, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Das erste Opernhaus entstand in Nizza Ende des 18. Jahrhunderts. Es wurde im italienischen Stil erbaut und verband auf gelungene Weise einen prunkvollen Zuschauerraum mit guter Bühnenakustik.

1881 brannte das Theater bei einem Feuer nieder, der Neubau wurde dem Architekten Aune anvertraut, einem Schüler von Garnier. Er gab dem Gebäude ein klassisches Erscheinungsbild und verstärkte es mit einem Metallgerüst.

Die Fresken mit Motiven aus der antiken Mythologie stammen vom Künstler Costa. Auf dieser Bühne sind Stars der klassischen Musik aufgetreten, und die Konzerttradition ist bis heute lebendig. Führungen finden meist montagnachmittags statt; die Zeiten erfährst du an der Kasse.

  • Kosten: Führungen kostenpflichtig, Eintrittskarten für Vorstellungen separat erhältlich.

19. St.-Nikolaus-Kathedrale

Nikolauskathedrale mit Kuppeln und Kreuzen© Joseolgon · CC BY-SAFoto: Joseolgon, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die St.-Nikolaus-Kathedrale ist bis heute die größte orthodoxe Kirche außerhalb Russlands. Ihre vergoldeten Kuppeln sind weithin sichtbar, und ihre Geschichte ist mit der Trauer der Zarenfamilie verbunden.

1865 starb in Nizza der Erbe der Romanow-Dynastie, der Sohn Alexanders II. Man beschloss, an der Stelle seines Todes eine Kirche zu errichten; sie wurde 1902 grundgelegt und innerhalb von zehn Jahren aus hochwertigsten Materialien erbaut.

Einige der Ikonen für den Innenraum wurden von der Zarenfamilie gestiftet. Fast hundert Jahre lang gehörte die Kirche einem orthodoxen Verein, seit 2011 ist sie an Russland übertragen. Die Kathedrale ist täglich geöffnet, es gibt jedoch eine Mittagspause.

  • Kosten: Eintritt frei.

20. Kathedrale Sainte-Réparate

Barockes Inneres der Kathedrale Sainte-Réparate in Nizza© Jesmar · CC BY-SAFoto: Jesmar, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die Kathedrale Sainte-Réparate ist eines der ältesten religiösen Bauwerke der Stadt. Ihr kreuzförmiger Grundriss und die mit Ziegeln gedeckte Kuppel erinnern an die Kirche Santa Susanna in Rom.

Die Fassade ist im Barockstil gehalten, und im Inneren ist der Raum in zehn Kapellen unterteilt. Der Altar aus dem 17. Jahrhundert ist von Fresken mit den Gesichtern der ersten Bischöfe von Nizza umgeben, daher ist die Kirche auch für Geschichtsinteressierte spannend.

Über dem Altar hängt ein Gemälde der Schutzpatronin der Stadt. Der Legende nach brachten Engel den Leichnam der heiligen Reparata in einem Boot an die Küste der Riviera, und jedes Jahr am ersten Sonntag im Oktober findet hier eine feierliche Prozession statt.

  • Kosten: Eintritt frei.

21. Basilika Notre-Dame

Notre-Dame-Basilika mit zwei Türmen© Romain Sartorio · CC BYFoto: Romain Sartorio, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia Commons

Die beiden Türme der Basilika Notre-Dame sind von jedem Teil der Stadt aus sichtbar. Die größte Kirche der Küste ist dem Gedenken an die Jungfrau Maria geweiht und erreicht eine Höhe von 65 Metern.

Notre-Dame wurde in den 1860er-Jahren im gotischen Stil erbaut, wodurch sie teilweise an die Kathedrale der Hauptstadt erinnert. Die Mitte der Fassade ist mit einer gläsernen Rosette geschmückt, deren Buntglas die Geschichte der Himmelfahrt der Jungfrau darstellt.

Im Inneren siehst du eine Kopie von Murillos Gemälde „Die heilige Familie", Buntglasfenster aus dem 19. Jahrhundert und Holzstatuen der Jungfrau Maria. Die Basilika gilt als die schönste katholische Kirche der französischen Riviera, und oft finden hier Konzerte klassischer Musik statt.

  • Kosten: Eintritt frei.

22. Observatorium von Nizza

Große weiße Kuppel des Observatoriums von Nizza© ClaireL28 · CC BY-SAFoto: ClaireL28, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Das Observatorium von Nizza ist seit fast 150 Jahren in Betrieb. Initiiert wurde es vom Bankier Raphael Bischoffsheim, als Mitautoren des Projekts wirkten Gustave Eiffel und Charles Garnier.

Das architektonische Hauptmerkmal ist eine riesige drehbare Kuppel mit etwa 24 Metern Durchmesser. Im Inneren befindet sich ein leistungsstarkes Teleskop, mit dem Astronomen viele neue Himmelskörper entdeckt haben.

Im Laufe seiner Geschichte wechselte das Observatorium mehrfach den Besitzer, bevor es Teil des Observatoriums der Côte d’Azur wurde. Führungen finden mehrmals pro Woche statt, und an besonderen Tagen darfst du durch das Teleskop in den Himmel blicken.

  • Kosten: Zutritt nur im Rahmen einer Führung, mit unterschiedlichen Ticketpreisen für Erwachsene und Kinder.

23. Fort Mont Alban

Das Fort Mont Alban wurde im Mittelalter erbaut, um die Küste vor Angriffen der türkischen Flotte zu schützen. Die Befestigungsanlagen wurden auf den Höhen entlang der Küste errichtet, und diese Zitadelle ist bis heute erhalten geblieben.

Steinerne Bastionen des Fort Mont-Alban unter blauem Himmel© Zairon · CC BY-SAFoto: Zairon, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Ihren Namen verdankt die Festung dem weißen Fels des Hügels: „alba" bedeutet „weiß". Du solltest einmal um das Fort herumgehen und anschließend zur Aussichtsplattform ganz oben hinaufsteigen.

Von dort hast du einen Blick auf den östlichen Teil von Nizza und die Uferpromenade. Auch die Wachstube mit ihren Wandfresken ist sehenswert, und ein Aufzug bringt dich vom Fuß des Hügels zum Gipfel.

  • Kosten: Zugang zum Gelände frei, Führungen kostenpflichtig.

24. Denkmal für die Gefallenen von 1914-1918

Avenue Jean Médecin in Nizza an einem sonnigen Tag© trolvag · CC BY-SAFoto: trolvag, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Das Denkmal vor dem Schlossberg ist den Einwohnern von Nizza gewidmet, die im Ersten Weltkrieg starben. Auf diese Weise ehrte die Stadt das Andenken an rund viertausend Menschen, die zwischen 1914 und 1918 auf den Schlachtfeldern fielen.

Der Entwurf des Denkmals wurde 1918 genehmigt, doch der Bau begann erst 1924. Später wurden die Namen der Soldaten, die im Zweiten Weltkrieg und in Konflikten mit Beteiligung Frankreichs starben, auf der Stele ergänzt.

Das Mahnmal ist mit Flachreliefs von Soldaten verschiedener Waffengattungen bedeckt: Infanteristen, Matrosen, Piloten und Pioniere. Die Stele erreicht eine Höhe von 32 Metern.

  • Kosten: kostenlos zu besichtigen.

25. Parc Phœnix

Gläsernes Gewächshaus mit Palmen und einem Springbrunnen im Park© GLOBI ۞ FUZZI · CC BY-SAFoto: GLOBI ۞ FUZZI, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia Commons

Der Parc Phœnix wurde als botanischer Garten mit einer Sammlung seltener Pflanzen konzipiert. Nach und nach wurde die Grünanlage von Vertretern exotischer Tierwelt besiedelt, und heute beherbergt sie mehr als 2.500 Pflanzenarten.

Der Park ist in 12 Zonen unterteilt, und Besucher können Fische, Amphibien, Vögel und Säugetiere aus verschiedenen Teilen der Welt beobachten. Besonders beliebt sind das größte Gewächshaus Europas und eine Insel mit prähistorischer Flora.

Zu jeder vollen Stunde läuft im Park ein Musikbrunnen, dessen Fontänen sich zu klassischer Musik verändern. Das Erholungsgebiet liegt im Westen der Stadt; die genauen Zeiten findest du auf der offiziellen Website der Stadt Nizza.

  • Kosten: Eintritt kostenpflichtig, Kinder erhalten einen ermäßigten Tarif.
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Sehenswürdigkeiten von Nizza auf der Karte

Es ist praktisch, vor deinem Spaziergang alle Orte von der Liste auf einer Karte zu markieren. So kannst du Sehenswürdigkeiten nach Vierteln gruppieren und vermeidest, die ganze Stadt kreuz und quer zu durchqueren. Wenn du am Flughafen Nizza ankommst, erleichtert dir ein Flughafentransfer die Fahrt in die Stadt.

Öffne die Karte auf deinem Handy, damit du sie beim Laufen immer wieder prüfen kannst und keine Umwege machst.

⁉️🤔 Häufige Fragen

Wie viele Tage brauchst du für Nizza?

Ein vollgepackter Tag reicht für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. In dieser Zeit kannst du die Promenade entlanglaufen, den Schlossberg hinaufsteigen und durch die Altstadt schlendern. Museen verteilst du besser auf einen zweiten Tag: Matisse, Chagall und MAMAC genießt du am besten in Ruhe, eines nach dem anderen.

Was kannst du in Nizza kostenlos sehen?

Die Promenade des Anglais, die Altstadt, der Schlossberg, der Château-Park und die meisten Kirchen sind kostenlos: die St.-Nikolaus-Kathedrale, die Kathedrale Ste-Réparate und die Basilika Notre-Dame. Auch das Museum für asiatische Kunst ist kostenlos. Für die übrigen Museen, den Bergaufzug, das Observatorium und den Phoenix-Park musst du Eintritt zahlen.

Was gibt es in Nizza mit Kindern zu sehen?

Mit Kindern startest du am einfachsten im Phoenix-Park: Dort gibt es mehr als 2.500 Pflanzenarten, ein Gewächshaus und einen musikalischen Springbrunnen. Danach lohnen sich der Hafen von Lympia, wo du Yachten und Fähren beobachten kannst, und der Schlossberg mit seiner offenen Terrasse und den Spielflächen im Château-Park.

Wo kannst du in Nizza essen?

Restaurants und Cafés konzentrieren sich in der Altstadt und am Place Garibaldi. Sie servieren Meeresfrüchte und lokale Küche, und zwischen zwei Spaziergängen kannst du in einem Bistro gut eine Kleinigkeit essen. Wir empfehlen, die Auswahl anhand der am Eingang ausgehängten Speisekarte zu treffen statt nach Bildern im Internet.

Brauchst du ein Ticket für den Schlossberg?

Nein, der Aufstieg auf den Schlossberg und der Besuch der Aussichtspunkte sind kostenlos. Du zahlst nur für den Aufzug, wenn du die Treppen nicht nehmen möchtest. Auch der Château-Park oben ist für alle zugänglich, und die Nekropole ist tagsüber geöffnet.

Kurz gesagt: was du buchen solltest

Nizza funktioniert gut als Rundweg zu Fuß, daher musst du im Voraus nur wenig buchen. Tickets sind sinnvoll für die kostenpflichtigen Museen, das Observatorium, den Schlossberg-Aufzug und den Phoenix-Park.

  • Wenn du einen Tag Zeit hast: Starte an der Promenade des Anglais, steig auf den Schlossberg und beende den Tag in der Altstadt.
  • Wenn du Kunst liebst: Wähle das Matisse-Museum, das Chagall-Museum und das MAMAC.
  • Wenn du mit Kindern unterwegs bist: Wähle den Phoenix-Park und den Hafen von Lympia.
  • Wenn du ein Panorama möchtest: Wähle den Schlossberg und das Fort Mont Alban.

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