
Was gibt es in Den Haag zu sehen: vom Friedenspalast bis zur Seebrücke von Scheveningen
Den Haag vereint Dinge, die normalerweise nicht zusammenpassen: Parlament, UN-Gericht und einen Strand.
Die Regierung der Niederlande sitzt hier, der Internationale Gerichtshof arbeitet hier, und die Nordsee ist nur eine kurze Fahrt entfernt. Aus Amsterdam kommen viele für einen Tagesausflug nach Den Haag. Das reicht nicht.
Der zentrale Gebäudekomplex der Stadt, der Binnenhof, ist derzeit wegen einer mehrjährigen Renovierung geschlossen (Stand: 09/2026, offizielle Projektwebsite). Du musst deinen Besuch inzwischen anders planen. Unten findest du 17 Orte in Den Haag, geöffnet und für Besucher geschlossen: mit Tickets, Öffnungszeiten und ehrlichen Haken.
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Den Haag: Wichtige touristische Infos
💡 Kurz gesagt:
- Das Zentrum ist kompakt, aber der Hauptpalastkomplex ist wegen Renovierung geschlossen, und einige Residenzen sind nicht zugänglich.
- Museumstickets solltest du online und im Voraus kaufen: Im Sommer sind Mauritshuis und Madurodam schon am Vormittag ausgebucht.
- Preise und Öffnungszeiten: 09/2026, geprüft auf der offiziellen Madurodam-Website.
Den Haag lässt sich leicht in zwei Teile gliedern. Du kannst durch das historische Zentrum mit dem Binnenhof und den Museen spazieren und eine Fahrt ans Meer nach Scheveningen unternehmen. Eine Straßenbahn oder ein Fahrrad verbindet beides.
Vor deiner Reise lohnt es sich, im Kopf zu behalten, was geöffnet ist und was nicht.
Ort | Eintritt | Vorab buchen |
|---|---|---|
Binnenhof und Ridderzaal | wegen Renovierung geschlossen | nein |
Friedenspalast | nur Führung, Besucherzentrum kostenlos | ja |
Mauritshuis | kostenpflichtig | ja |
Escher-Museum | kostenpflichtig | ja |
Panorama Mesdag | kostenpflichtig | ja |
Madurodam | kostenpflichtig | ja |
Louwman Museum | kostenpflichtig | empfohlen |
Museon-Omniversum | kostenpflichtig | ja |
Gevangenpoort | kostenpflichtig | empfohlen |
Noordeinde und Huis ten Bosch | für Besucher geschlossen | nein |
Pier und Westbroekpark | kostenlos | nein |
1. Friedenspalast

Der Friedenspalast (Vredespaleis) fungiert als Sitz des Internationalen Gerichtshofs, nicht als Museum.
Das Gebäude aus rotem Backstein und weißem Sandstein vereint gotische, romanische und byzantinische Motive. Der Architekt nahm sich das Rathaus aus dem 17. Jahrhundert in Calais zum Vorbild. Der Entwurf des Franzosen Cordonnier gewann einen Wettbewerb unter 216 Einsendungen, und der Bau wurde vom amerikanischen Philanthropen Carnegie finanziert. Einer der beiden Türme wird von einem Glockenspiel mit 48 Glocken gekrönt.
Hinein kommst du nur im Rahmen einer Führung, und diese finden nur wenige Male im Jahr an Wochenenden statt. Laut der offiziellen Website (09/2026) kannst du den Palast oder den Garten nur als Teil einer Gruppe besuchen. Prüfe dort auch die Ticketpreise.
An anderen Tagen steht dir das Besucherzentrum mit kostenlosem Audioguide und Videorundgang offen. Ankündigungen für Gruppenbesuche veröffentlicht das Tourismusbüro von Den Haag (09/2026).
- Anfahrt: etwa 20 Minuten zu Fuß vom Binnenhof (auf der Karte).
- Für wen: alle, die sich für die Geschichte des Völkerrechts interessieren.
- Der Haken: Führungen sind selten, und du musst die Termine weit im Voraus erwischen.
2. Ridderzaal
© Zairon · CC BY-SAFoto: Zairon, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDer Ridderzaal (Rittersaal) nimmt das Zentrum des Binnenhof-Komplexes ein.
Vor der Renovierung beherbergte das Gebäude aus dem 13. Jahrhundert königliche Empfänge und zeremonielle Sitzungen. Der Monarch hielt genau hier die Thronrede. Die Form des Gebäudes ist ungewöhnlich: ein spitzes Fünfeck, flankiert von Türmen an zwei Seiten. Die Mauern sind bis zu 1,5 m dick, und die Fassade zeigt ein Buntglasfenster mit den Wappen der herrschenden Dynastien.
Im Inneren siehst du nicht die üblichen Säulen. Eine Spannweite von 18 m wird von einem hölzernen Balkenrahmen getragen, einem umgekehrten „Schiffsrumpf". Der Saal enthält den Thron und die Flaggen der 12 Provinzen.
Hinein kommst du nur mit einer geführten Tour. Laut der Restaurierungs-Website (Stand: 09/2026) ist der Binnenhof wegen einer mehrjährigen Renovierung geschlossen, der Saal öffnet daher nur wenige Male im Jahr.
- Für wen: alle, die sich für die Geschichte der niederländischen Monarchie interessieren.
- Der Haken: Selbst der Innenhof ist nicht frei zugänglich.
3. Schloss Binnenhof
© Jesterhat84 · CC BY-SAFoto: Jesterhat84, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/nl/deed.en), Wikimedia CommonsDer Binnenhof entstand aus dem Jagdschloss eines Grafen und wurde zum politischen Zentrum des Landes.
Vor der Restaurierung arbeiteten hier Parlament und Regierung. Zum Komplex gehören der Ridderzaal (Rittersaal), das Torentje mit dem Büro des Ministerpräsidenten, die Gebäude beider Kammern und das neue Parlamentsgebäude. Der Innenhof war durch die Tore Grenadierspoort und Regentespoort zugänglich, wegen der Renovierung kommst du derzeit aber nicht hinein.
Außen kannst du den Komplex an jedem Tag umrunden. Er ist an drei Seiten von einem Park umgeben, an der vierten grenzt er an den Hofvijver. Genau dieser Blick erscheint am häufigsten auf Postkarten und in Social-Media-Feeds.
Einen Panoramablick über das Zentrum bietet die Aussichtsplattform auf dem Restaurierungsgerüst: 148 Stufen und der gesamte Binnenhof von oben (Stand: 09/2026, binnenhofrenovatie.nl). 2026 wurde der Komplex am Tag des Bauwesens kurzzeitig für die Öffentlichkeit geöffnet (Website des Restaurierungsprojekts, 09/2026).
- Anreise: etwa 10 Gehminuten vom Hauptbahnhof Den Haag (laut Karte).
- Für wen: alle, die das politische Herz der Niederlande sehen möchten.
- Der Haken: Die Innenhöfe sind wegen der jahrelangen Restaurierung geschlossen.
4. Louwman Museum
© Michiel1972 · CC BY-SAFoto: Michiel1972, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDas Louwman Museum beherbergt die älteste private Automobilsammlung der Welt.
Das erste Auto kam 1934 hierher. Zwei Generationen der Familie Louwman trugen mehr als 250 Fahrzeuge zusammen. 2010 zog das Museum nach Den Haag und übernahm einen eigens dafür errichteten Bau mit 10.000 m² Fläche.
In den Hallen siehst du den niederländischen „Eysink", den dampfbetriebenen „Bikkers", klassische „Spykers", die ersten „Dodges" und Winston Churchills „Aston Martin". Ein besonderes Ausstellungsstück ist das Amphibienfahrzeug „Amphicar", das fährt und schwimmt. Im Gebäude gibt es ein Restaurant und einen Shop mit Büchern, Postern und Produkten von Millers Oil.
Das Museum ist dienstags bis sonntags von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet (Stand: 09/2026, offizielle Website). Montags ist geschlossen.
- Für wen: auch alle, denen Autos sonst egal sind: Die Ausstellung dreht sich um Design und Epoche.
- Der Haken: Montag ist Ruhetag, und wir empfehlen, Tickets online zu kaufen.
5. Miniaturpark Madurodam
© Bert Kaufmann from Roermond, Netherlands · CC BYFoto: Bert Kaufmann from Roermond, Netherlands, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia CommonsMadurodam zeigt die Niederlande im Maßstab 1:25: keine Kopie einer einzelnen Stadt, sondern ein kollektives Bild des Landes.
Im Miniaturformat findest du Amsterdam, Den Haag, Kinderdijk, Utrecht und Rotterdam. Der Park wurde 1952 eröffnet, um ein Sanatorium für Studenten mit Tuberkulose zu finanzieren. Die erste Spende kam von der Familie Madurodam, daher der Name.
Die Modelle haben ein Eigenleben. Du kannst Figuren, Züge, Autos und Flugzeuge steuern und sogar ganze Szenen nachspielen. Der Park wurde 2011 renoviert, aber die Interaktivität bleibt seine Kernidee.
Madurodam ist an jedem Tag des Jahres geöffnet (Stand: 09/2026, offizielle Website). Das Tagesticket fürs Parken kostet 14,95 € (Stand: 09/2026, madurodam.nl). Kauf deine Tickets online, dann musst du am Ticketschalter nicht anstehen.
- Anreise: mit der Straßenbahn bis zur Haltestelle nahe dem Park, die Fahrt vom Zentrum dauert laut Karte etwa eine halbe Stunde.
- Für wen: Familien mit Kindern und alle, die das ganze Land in ein paar Stunden sehen möchten.
- Der Haken: Ein Teil der Ausstellung ist im Freien, Regen spielt also eine Rolle.
6. Mauritshuis Königliche Galerie
© Roman Boed from The Netherlands · CC BYFoto: Roman Boed from The Netherlands, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia CommonsDas Mauritshuis befindet sich in einem Stadtpalais aus dem 17. Jahrhundert, das Jacob van Campen neben dem Binnenhof entworfen hat.
Die Galerie wurde 1822 eröffnet und gilt als eines der bedeutendsten Museen der Niederlande. In ihren 16 Sälen findest du rund 250 Werke niederländischer Maler des Goldenen Zeitalters: Rembrandt, Vermeer, Potter, Steen, Fabritius und Hals. Ein Besuch beginnt meist mit Vermeers „Das Mädchen mit dem Perlenohrring".
Das Palais selbst ist ebenfalls ein Ausstellungsstück. Bemalte Decken, mit Seide bespannte Wände und elegante Kronleuchter sind aus der historischen Innenausstattung erhalten geblieben. Ein unterirdischer Gang verbindet die Galerie mit dem Königlichen Flügel, in dem sich Werkstätten und Bibliothek befinden.
Das Museum hat eine Brasserie und einen Museumsshop. Die Öffnungszeiten variieren, aber der Montag beginnt hier immer erst am Nachmittag.
- Für wen: alle, die wegen Vermeer und Rembrandt gekommen sind.
- Der Haken: die Säle sind klein, und zu Stoßzeiten wird es vor den Gemälden eng.
7. Escher-Museum
© Andrew Crump · CC BYFoto: Andrew Crump, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia CommonsDas Escher-Museum (Escher in Het Paleis) zeigt das Werk von Maurits Escher, einem der bekanntesten Grafiker des 20. Jahrhunderts.
Das Museum wurde 2002 im Palais am Lange Voorhout eröffnet, das zuvor als Winterresidenz der königlichen Familie diente. Einige Räume haben ihre historische Innenausstattung behalten. Die Kronleuchter des Bildhauers Hans van Bentem und das Judd-Parkett fallen sofort ins Auge.
Das erste Obergeschoss ist den frühen Arbeiten gewidmet, von Landschaften bis zu den ersten Drucken. Im zweiten Obergeschoss hängen die späteren Meisterwerke: „Belvedere", „Luft und Wasser", „Wasserfall". Das dritte Obergeschoss bietet eine Welt optischer Täuschungen, in der Besucher gern fotografieren. Im Gebäude gibt es einen Shop und ein Café in der ehemaligen Küche von Königin Emma.
Ein guter Deal: Das Kombi-Ticket „Panorama Mesdag plus Escher" wird nur über Tiqets verkauft und ist günstiger als zwei Einzeltickets (Stand: 09/2026, offizielle Website des Museums). Du findest es leicht über Escher in Het Paleis Tickets auf Tiqets.
- Für wen: Fans von Grafik und optischen Täuschungen.
- Der Haken: das Ticket gilt für ein bestimmtes Zeitfenster, und wer zu spät kommt, verkürzt seinen Besuch.
8. Pier von Scheveningen
© W. Bulach · CC BY-SAFoto: W. Bulach, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsScheveningen gilt als wichtigster Badeort der Niederlande, und seine Seebrücke (De Pier) ist seit Langem ein Wahrzeichen der Gegend.
Die erste Seebrücke wurde 1901 gebaut, aber im Zweiten Weltkrieg zerstört: Die Deutschen lagerten hier Munition. Die heutige, 380 Meter lange Seebrücke stammt aus dem Jahr 1959. Die Konstruktion hat zwei Ebenen: Die untere Galerie mit Glaswänden schützt dich vor Wind, während die obere Ebene der Sonne ausgesetzt ist.
Entlang der Promenade findest du Geschäfte, Cafés, Bars und Restaurants sowie ein Casino. Das Unterhaltungsangebot bedient unterschiedliche Geschmäcker: ein Riesenrad mit klimatisierten Kabinen, ein 65 Meter hoher Turm mit Bungee-Jumping, ein Fitnessstudio und Meerwasserbecken.
Das Spazierengehen auf der Seebrücke ist kostenlos. Die Seebrücke bleibt ein großartiger Ort für den Sonnenuntergang und ein Abendessen mit Meerblick.
- Für wen: alle, die das Meer ohne Eintrittskarte wollen.
- Der Haken: bei starkem Wind leert sich die obere Ebene schnell.
9. Palais Noordeinde

Noordeinde ist eine der vier offiziellen Residenzen der königlichen Familie und liegt an einer Einkaufsstraße im Zentrum.
Das Palais ist aus einem einfachen Bauernhaus hervorgegangen. Ab 1609 wurde es im Auftrag von Friedrich Heinrich, dem Sohn Wilhelms von Oranien, erweitert. Das ursprüngliche Mauerwerk ist in den Kellern noch sichtbar. 1813 ging das Gebäude an den Staat über und wurde zur Winterresidenz.
Seit 1984 dient das Palais als Arbeitsort des Königshauses, und seit 2013 arbeitet hier König Willem-Alexander. Das Gebäude ist klein, daher gibt es keinen öffentlichen Zugang: Für einige Wochen im Sommer wird es gelegentlich für Führungen geöffnet.
Dir bleibt ein Spaziergang entlang der Noordeinde-Straße. Schaufenster, Galerien und Cafés säumen die Straße, und die Palaisfassade ist durch das Tor sichtbar.
- Für wen: einen ruhigen Spaziergang durch das Zentrum abseits der Menschenmassen.
- Der Haken: hinein kommst du nicht, außer bei seltenen Sommerführungen.
10. Palais Huis ten Bosch
© Ruben de Rijcke · CC BY-SAFoto: Ruben de Rijcke, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsHuis ten Bosch steht mitten im Park Haagse Bos und gilt als luxuriöseste königliche Residenz. Der Name bedeutet übersetzt „Haus im Wald".
Das Palais wurde Mitte des 17. Jahrhunderts von den Architekten Post und van Campen für Friedrich Heinrich von Oranien erbaut. Nach dessen Tod wurde das Gebäude zu einem Denkmal für den Prinzen. Der von Honthorst, Bosschaert und Lievens ausgestaltete Ruhmessaal erinnert daran.
Krieg und Zeit haben den Komplex fast zerstört. Der Wiederaufbau nach dem Krieg wurde erst 1981 abgeschlossen. Heute lebt hier die königliche Familie, daher ist das Palais für Touristen geschlossen. Dir bleiben der umliegende Park und die Fassade hinter dem Zaun.
- Für wen: einen Spaziergang durch den Park Haagse Bos in der Nähe des Palais.
- Der Haken: kein Zugang ins Innere, sichtbar ist nur die Außenansicht.
11. Altes Rathaus
© Fred Romero from Paris, France · CC BYFoto: Fred Romero from Paris, France, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia CommonsEinheimische nennen das Alte Rathaus (Oude Stadhuis) wegen seiner Fassadenfarbe „Eispalast". Die Stadtverwaltung ist längst in ein neues Gebäude umgezogen, aber Trauungen finden weiterhin hier statt, und Mitglieder der königlichen Familie lassen hier die Geburten ihrer Kinder registrieren.
Der Komplex entstand aus mehreren Gebäuden, die zu unterschiedlichen Zeiten errichtet wurden. Der markanteste Teil, der achteckige Turm aus der gräflichen Burg, ist seit dem 16. Jahrhundert erhalten. Seine Glocken läuten viermal am Tag.
An der Fassade des ältesten Teils findest du Statuen, die Gerechtigkeit, Stärke, Hoffnung, Liebe und Glauben darstellen. Im Inneren haben Buntglasfenster und Gemälde aus dem 17. Jahrhundert trotz Kriegen und der protestantischen Revolution überlebt. Im Keller betreibt man ein stimmungsvolles Restaurant.
- Für wen: alle, die durch das Zentrum spazieren und sich Fassadendetails ansehen.
- Der Haken: die Säle sind nur für städtische Angelegenheiten zugänglich.
12. Panorama Mesdag
© Marion Golsteijn · CC BY-SAFoto: Marion Golsteijn, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsPanorama Mesdag wird als Museum eines einzigen Meisterwerks bezeichnet. Das Hauptexponat: eine Leinwand von 120 Metern Länge und etwa 14 Metern Höhe.
Das Gemälde bietet einen 360-Grad-Blick und zeigt Nordsee, Dünen und Scheveningen am Ende des 19. Jahrhunderts. Du betrachtest es von einem Pavillon aus, der 14 Meter von der Leinwand entfernt steht. Der Raum zwischen dir und dem Gemälde ist mit Sand, Fischernetzen und trockenem Gras bedeckt.
Die Illusion wird durch die Geräusche des Meeres und der Möwen verstärkt. Über dem Panorama wölbt sich statt eines Daches eine Glaskuppel, sodass sich die Farben auf der Leinwand mit dem Wetter verändern. Mesdag und seine Assistenten bemalten die Leinwand in vier Monaten. Aktuelle Ticketpreise findest du auf der offiziellen Website des Museums (Stand: 09/2026).
- Für wen: alle, die sich für unkonventionelle Museen interessieren.
- Der Haken: Das Museum besteht aus einem Raum, und ein Besuch dauert weniger als eine Stunde.
13. Museon-Omniversum
© Chemical Engineer · CC BY-SAFoto: Chemical Engineer, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDas Museon-Omniversum ist ein interaktives Museum für Wissenschaft und Kultur. Früher hieß es einfach nur Museon.
Die Geschichte begann 1904 mit einem „Schulmuseum", in dem Exponate als Anschauungsmaterial für den Unterricht dienten. Der erste Direktor, ein Geologe, legte den Grundstein der Sammlung, und die Bestände wuchsen durch Schenkungen. Ein besonderes Geschenk an das Museum: Alltagsgegenstände der grönländischen Inuit.
Heute beherbergt es mehr als 270.000 Exponate: präparierte Tiere, Dinosaurierknochen, Werkzeuge und Trachten aus aller Welt. Du darfst viele Objekte nicht nur anschauen, sondern auch anfassen und Szenen nachspielen. Ein Kuppelkino wurde dem Museum angegliedert, und ein Ticket deckt einen Film auf der großen Leinwand ab (Stand: 09/2026, offizielle Website).
- Für wen: Familien mit Kindern und Regentage.
- Der Haken: In den Schulferien sind die Säle voll mit Gruppen.
14. Gevangenpoort Museum
Gevangenpoort befindet sich im ehemaligen Haupttor der Burg Binnenhof und ist einer der düstersten Orte der Stadt.
© P.L. van Till at nl.wikipedia · CC BY-SAFoto: P.L. van Till at nl.wikipedia, CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/), Wikimedia CommonsDas Tor wurde im 13. Jahrhundert erbaut und zweihundert Jahre später in ein Schuldgefängnis umgewandelt. Es gab nicht genug Zellen, also wurden in der Nähe ein Gerichtsgebäude und zusätzliche Kasematten errichtet. Hier saßen der Politiker Cornelis de Witt, über den Alexandre Dumas schrieb, und der Gelehrte Dirck Coornhert ein.
Nach vier Jahrhunderten wurde das Gefängnis zum Museum. Die Ausstellung erzählt vom Leben der Gefangenen, den Privilegien des Adels und den Bedingungen, die die Armen ertragen mussten. Ein eigener Raum ist Strafe und Folter gewidmet, mit der größten Instrumentensammlung der Niederlande.
Das Museum ist wochentags außer montags geöffnet, am Wochenende öffnet es erst am Nachmittag.
- Für wen: alle, die sich für die Geschichte von Recht und Strafe interessieren.
- Der Haken: montags geschlossen.
15. Westbroekpark
© Jorge Franganillo · CC BYFoto: Jorge Franganillo, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0), Wikimedia CommonsDer Westbroekpark wurde 1920 nach einem Entwurf von P. Westbroek angelegt und ist heute eine der gepflegtesten Anlagen in Scheveningen. Er liegt nahe am Strand.
Hier ist für jeden etwas dabei. Kinder bekommen bunte Spielplätze, Fußballfans bekommen Bolzplätze, und du bekommst schattige Wege und einen See mit Bootsverleih. Wenn du Hunger bekommst, steuere ein Restaurant mit orientalischer Küche oder ein Teehaus mit Kräuterterrasse an.
Der größte Schatz des Parks ist sein Rosengarten, der weit über die Niederlande hinaus bekannt ist. Die Sammlung umfasst rund 20.000 Sträucher und 300 Sorten. Von Anfang Juli bis Ende Oktober blüht der Rosengarten und erfüllt die ganze Anlage mit Duft. Der Eintritt in den Park ist frei.
- Für wen: einen ruhigen Tag zwischen Museen und Meer.
- Der Haken: die beste Zeit für den Rosengarten ist auf Sommer und Frühherbst begrenzt.
16. Grand Hotel Amrâth Kurhaus
© W. Bulach · CC BY-SAFoto: W. Bulach, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDas Grand Hotel Amrâth Kurhaus liegt direkt an der Nordseepromenade, und die Größe des Gebäudes lässt es wie einen Palast wirken. Das Haus wurde 1885 eröffnet, zunächst als Konzerthalle.
Bühne und Hotel haben ihren Anteil an Stars gesehen. Im Gästebuch stehen Luciano Pavarotti, Julio Iglesias, der Pianist Claudio Arrau, Little Richard, Donna Summer und Helmut Kohl. Sogar Mitglieder königlicher Familien haben hier übernachtet.
1969 wurde das Hotel geschlossen und sollte abgerissen werden. Das Gebäude wurde unter Denkmalschutz gestellt und 1979 wiedereröffnet.
Heute beherbergt das Kurhaus ein Hotel, den Kurzaal mit wechselnden Ausstellungen und eine Filiale der Galerie Bell'Arte. Die Exponate findest du in der Lobby, den Fluren und auf den offenen Terrassen, und der Zugang zu den öffentlichen Bereichen ist kostenlos.
- Für wen: für einen Abendspaziergang entlang der Promenade und einen Kaffee mit Meerblick.
- Der Haken: die öffentlichen Bereiche sind bei privaten Veranstaltungen für Gäste geschlossen.
17. Das UN-Gefängnis
© Michiel1972 · CC BY-SAFoto: Michiel1972, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDer letzte Punkt der Liste ist ungewöhnlich: Mitten in gewöhnlichen Wohnhäusern in Scheveningen arbeitet ein Gefängnis der Vereinten Nationen. 1994 eröffnete hier eine Einheit des Internationalen Strafgerichtshofs für das ehemalige Jugoslawien. Das Tribunal selbst wurde 2017 geschlossen.
Die Einrichtung hat Platz für 84 Häftlinge. Die Haftbedingungen werden von einer Kommission des Internationalen Roten Kreuzes überwacht.
Das Regime ist weit entfernt von der üblichen Vorstellung eines Gefängnisses. Die Häftlinge bewegen sich frei in einem Teil des Gebäudes, kochen ihr eigenes Essen, sehen fern, treiben Sport und nutzen einen Computer zur Vorbereitung ihrer Verteidigung.
Hinein kommst du nicht. Du kannst nur den Umkreis und die Fassade sehen, was bei einem Spaziergang um den Block leicht möglich ist.
- Für wen: für alle, die sich für die ungewöhnliche Seite eines gewöhnlichen Viertels interessieren.
- Der Haken: ein Besuch ist unmöglich, nur die Fassade ist sichtbar.
Die Museen in Den Haag verkaufen Tickets mit Zeitfenster, und in der Hochsaison sind sie schnell vergriffen. Unten findest du drei Optionen, die am häufigsten mit einem Spaziergang durch das Zentrum kombiniert werden.
Touren und Tickets in The Hague
Geführte Touren, Tickets ohne Anstehen und Aktivitäten — die meisten Angebote sind kostenfrei stornierbar.
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⁉️🤔 Häufige Fragen
Ist der Binnenhof für Touristen geöffnet?
Der Komplex ist wegen einer mehrjährigen Renovierung geschlossen, daher sind der Innenhof und der Ridderzaal nicht zugänglich. An besonderen Tagen, etwa am Tag des Bauwesens, öffnet er kurzzeitig. Am einfachsten verfolgst du den Fortschritt und erwischst Tage der offenen Tür auf der Website des Restaurierungsprojekts.
Wie viel Zeit brauchst du für Den Haag?
Ein Tag reicht für das Zentrum und ein oder zwei Museen. Wenn du auch das Meer willst, plane einen halben Tag für Scheveningen und den Pier ein. Das Mauritshuis dauert etwa anderthalb Stunden, Madurodam und das Louwman Museum jeweils zwei Stunden, und Panorama Mesdag passt in eine Stunde.
Was ist für Besucher geschlossen?
Der Palast Noordeinde und Huis ten Bosch sind für die Öffentlichkeit geschlossen, da die königliche Familie dort lebt und arbeitet. Der Binnenhof ist von Restaurierungsgerüsten verhüllt, und das UN-Gefängnis ist per Definition geschlossen. Das Mauritshuis, das Escher-Museum, Panorama Mesdag, Madurodam und das Louwman Museum laufen dagegen nach ihren regulären Zeiten.
Welche Museen sind montags geschlossen?
Montag ist Ruhetag im Louwman Museum und im Gevangenpoort. Das Mauritshuis öffnet an diesem Tag erst am Nachmittag. Madurodam ist an jedem Tag des Jahres geöffnet. Prüfe die Zeiten vor dem Besuch immer auf den offiziellen Museumswebsites.
Wie viel kosten die Tickets?
Es gibt kein Kombiticket; jedes Museum verkauft seine eigenen. Plane pro Erwachsenem im Durchschnitt einen zweistelligen Betrag ein; Kinder sind meist günstiger. Kombi-Tickets sind das bessere Angebot: Die Kombination „Panorama Mesdag plus Escher" lässt sich leicht auf Tiqets buchen. Die genauen Preise findest du auf den Museumswebsites.
Wie kommst du zum Meer und zum Pier?
Vom Zentrum Den Haags fährt eine Straßenbahn ans Ufer, und im Sommer fahren viele mit dem Fahrrad. Pier, Kurhaus und Westbroekpark liegen nah beieinander und lassen sich daher gut an einem Tag verbinden. Parken nahe der Promenade ist kostenpflichtig und schnell belegt.
Kurz gesagt: was du buchen solltest
Den Haag funktioniert am besten, wenn du nicht versuchst, alles auf einmal abzudecken. Buche die Zeitfenster der Museen online, denn in der Hochsaison sind Mauritshuis und Madurodam ab dem Morgen ausgebucht.
Wenn du einen Tag hast, beginne mit dem Mauritshuis, spaziere außen um den Binnenhof und beende den Tag mit einem Abendessen in Scheveningen. Wenn du zwei Tage hast, nimm das Louwman Museum und Panorama Mesdag dazu. Wenn du mit Kindern unterwegs bist, entscheide dich für Madurodam und den Strand.
Ohne Auto kommst du im Zentrum leicht zurecht: Zwischen den wichtigsten Museen kannst du zu Fuß gehen.
Stadtführungen lassen sich leicht auf GetYourGuide vergleichen.


