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10 Städte, in denen du auch ohne Auto gut zurechtkommst

10 Städte, in denen du auch ohne Auto gut zurechtkommst

Eine Stadt ohne Auto spart dir Stress, Zeit und Geld. In manchen Megacitys fahren U-Bahn, Straßenbahnen und Fähren streng nach Fahrplan, in anderen wird aus einer Busfahrt eine echte Herausforderung. Wir haben 10 Städte zusammengestellt, in denen der öffentliche Nahverkehr ein Auto wirklich ersetzt.

Der Maßstab ist einfach. Laut einer Time-Out-Umfrage (2025, über 18.500 Menschen aus 50 Ländern) sind die Einwohner Hongkongs zu 98% mit ihrem Nahverkehr zufrieden, die Shanghais zu 94% und die Taipehs zu 88% (Ergebnisse der Time-Out-Umfrage). Unten nehmen wir jede Stadt auseinander: welche Verkehrsmittel es dort gibt, wie praktisch das System für Touristen ist und was du vor der Reise prüfen solltest.

Stadt

Wichtigste Verkehrsmittel

Warum das für Touristen praktisch ist

Berlin

U-Bahn, Straßenbahnen, S-Bahn

Ein Ticket gilt für alle Verkehrsmittel

Prag

U-Bahn, Straßenbahnen, Standseilbahn

Mit der Straßenbahn erreichst du Zentrum und Hügel mühelos

Tokio

U-Bahn, Züge, Monorail

Englische Beschilderung und Apps zur Routenplanung

Kopenhagen

U-Bahn, Busse, Wasserbusse

Die fahrerlose U-Bahn fährt direkt zum Flughafen

Stockholm

U-Bahn, Busse, Fähren

Die U-Bahn ist wie eine Kunstgalerie gestaltet

Singapur

U-Bahn, Busse, Monorail

Klimatisierte Busse mit Ankunftsanzeigen

Hongkong

MTR-U-Bahn, Straßenbahnen, Fähren

Die höchste Einwohnerzufriedenheit in der Time-Out-Umfrage

Taipeh

U-Bahn, Züge, Busse

Hochgeschwindigkeitszüge und die praktische EasyCard

Shanghai

U-Bahn, Busse, Magnetschwebebahn

Eine Verkehrskarte für fast alle Verkehrsmittel

Amsterdam

Straßenbahnen, U-Bahn, Busse

Zuverlässige Straßenbahn-Fahrpläne und die GVB-App

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1. Berlin

💡 Kurz gesagt:

  • Prüfe, welcher Betreiber den Nahverkehr in der Stadt organisiert: in Berlin sind es BVG und S-Bahn Berlin, in Prag DPP, in Hongkong MTR.
  • Lade vorab die offizielle App herunter: in Tokio ist es Tokyo Subway Navigation for Tourists, in Amsterdam die GVB-App.
  • Einwohnerzufriedenheit und Städterankings: 2025, basierend auf der Time-Out-Umfrage.

Berlin ist es gewohnt, dass der Nahverkehr auf die Minute pünktlich kommt. Busse, Straßenbahnen, S-Bahnen und die U-Bahn decken die gesamte Stadt ab, und Umstiege dauern kaum Zeit.

Zwei große Unternehmen kümmern sich um die Fahrgäste. Die BVG betreibt Busse, Straßenbahnen, die U-Bahn und Fähren, während die S-Bahn Berlin GmbH nur die S-Bahn-Linien fährt. Das einheitliche System bedeutet: ein Ticket für alle Verkehrsmittel innerhalb einer Zone, du brauchst also keinen separaten Fahrschein für jede Fahrt.

Skaterin auf dem Berliner Uferdamm bei Sonnenuntergang

Die U-Bahn wirkt auf dem Plan kompliziert, gilt in der Praxis aber als eines der praktischsten U-Bahn-Systeme Europas: neun Linien und 175 Stationen, die Züge fahren vom Morgen bis in den späten Abend (Stand: 09/2026, offizielle Website Berlins). Auf den Bahnsteigen siehst du, wohin jeder Zug fährt, und Anzeigen zeigen, wie viele Minuten es bis zum nächsten sind.

  • Anreise: Vom Flughafen BER bringt dich eine S-Bahn ins Zentrum; kauf dein Ticket am Automaten oder in der App.
  • Bezahlen: Eine Tageskarte rechnet sich ab der dritten Fahrt; der Preis hängt von der Zone ab.
  • Der Haken: Im Berufsverkehr sind die Wagen voll, und die Ringbahn ist laut.

2. Prag

Prag erkundest du am besten mit der Straßenbahn: Die Strecken führen an alten Kirchen und Häusern aus der Renaissance vorbei. Der Nahverkehr bringt dich zu fast jedem Aussichtspunkt und auf den Petřín-Hügel.

Die Stadt hat eine U-Bahn, Busse und Straßenbahnen. Außerdem gibt es eine Standseilbahn auf den Petřín, Fähren auf der Moldau und eine Seilbahn. Der Hauptbetreiber DPP kümmert sich um die Fahrpläne, während ROPID das gesamte Verbundsystem koordiniert. Ein Ticket gilt innerhalb der Fahrzeit für alle Verkehrsmittel.

Nikolaikirche und Touristinnen und Touristen auf dem Altstädter Ring

Die Prager U-Bahn besteht aus drei Linien, die sich farblich leicht unterscheiden lassen. Linie A ist grün, B ist gelb, C ist rot. Wenn du ungewöhnlich gestaltete Stationen sehen willst, wähle Linie A. Linie B kreuzt die beiden anderen und führt in Wohngebiete mit Plattenbauten aus der sozialistischen Ära, die Fahrt wird also durchaus lehrreich.

  • Anreise: Vom Flughafen Václav Havel bringt dich ein Bus zu einer U-Bahn-Station, von dort geht es unterirdisch weiter ins Zentrum.
  • Für wen: für alle, die die Stadt in ein paar Tagen sehen wollen. Prag-Touren mit Guide helfen dir, dich im Zentrum nicht zu verlaufen.
  • Der Haken: Im Sommer sind die Straßenbahnen im Zentrum überfüllt, und am Abend bildet sich an der Petřín-Standseilbahn eine Schlange.

3. Tokio

Tokio wirkt nur in der ersten halben Stunde wie ein Labyrinth. Busse, Züge, die U-Bahn, Straßenbahnen und Monorails sind zu einem dichten Netz verbunden, und du kommst fast überall hin.

Die größte Herausforderung: Mehrere Unternehmen betreiben den Nahverkehr. Die Linien gehören verschiedenen Betreibern, und beim Umsteigen musst du manchmal ein neues Ticket kaufen. Der Vorteil: Durchsagen und Schilder gibt es auf Japanisch und Englisch, du verlierst also nicht die Orientierung.

Bahnhof Shinjuku von oben© MaedaAkihiko · CC BY-SAFoto: MaedaAkihiko, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die Tokioter U-Bahn verzweigt sich in mehr als ein Dutzend Linien und mehrere hundert Stationen. Jede Station hat einen Code aus Buchstabe und Zahl: Der Buchstabe zeigt die Linie, die Zahl die Position der Haltestelle auf der Strecke. Dieses System hilft dir, beim Umsteigen nicht durcheinanderzukommen und schnell zu erkennen, in welche Richtung du fahren musst.

Für Touristen gibt es offizielle Apps: Tokyo Subway Navigation for Tourists und Toei Kotsu. Sie erstellen Routen mit Umstiegen und zeigen dir den Ausgang, der deinem Ziel am nächsten liegt. Schilder an den Stationen zeigen, welchen Wagen du nehmen solltest, um näher am Umstieg auszusteigen.

  • Anreise: Von den Flughäfen Narita und Haneda bringen dich Expresszüge und die Monorail ins Zentrum.
  • Bezahlen: Eine Suica- oder Pasmo-Verkehrskarte spart Zeit an den Ticketautomaten, erfordert aber ein Pfand.
  • Der Haken: Im morgendlichen Berufsverkehr sind die Wagen bis zum Rand voll, und bei Hitze fühlt sich das besonders unangenehm an.

4. Kopenhagen

Kopenhagen ist kompakt und ohne Auto gut zu erkunden. Die Stadt ist durch Busse, die U-Bahn, S-Bahnen und Wasserbusse verbunden.

Busse unterscheiden sich durch Farbe und einen Buchstaben in der Liniennummer, manche fahren rund um die Uhr. Nachtlinien warten an gut beleuchteten Haltestellen auf dich; tagsüber sind die Intervalle kürzer. Besonders empfehlen wir die Havnebusser: Das sind Busboote, die entlang der Kanäle und an Parks vorbeifahren.

Bronzener Drachenbrunnen auf einem Stadtplatz© Jorge Láscar from Melbourne, Australia · CC BYFoto: Jorge Láscar from Melbourne, Australia, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Die U-Bahn der dänischen Hauptstadt wurde erst Anfang der 2000er-Jahre eröffnet, entwickelte sich aber schnell zu einer der zuverlässigsten in Europa. Die Züge fahren ohne Fahrer, der Fahrplan gerät also fast nie ins Rutschen. Vier Linien verbinden das Zentrum mit neuen Stadtteilen und dem Flughafen, und auf den Bahnsteigen schützen Glastüren vor Wind.

Die Einheimischen lieben die S-Bahn: Sie ist eine schnelle Alternative zur Straßenbahn. Der Fahrpreis hängt von der Zone ab, für Touristen lohnt sich die Copenhagen Card eher. Sie deckt Nahverkehr und Museumseintritte ab, du sparst dir also das Anstehen an jedem Ticketschalter.

  • Anreise: Vom Flughafen Kastrup bringt dich die U-Bahn in wenigen Minuten direkt ins Zentrum.
  • Für wen: für alle, die an einem Tag sowohl die alten Häuser als auch die Kleine Meerjungfrau sehen wollen.
  • Der Haken: Am Wochenende fahren manche Busse nur alle halbe Stunde.

5. Stockholm

Stockholm läuft fast auf die Minute genau nach Fahrplan. Straßenbahnen, Busse, U-Bahn, Fähren und Pendelzüge fahren so zuverlässig, dass du deinen Tag nach der Uhr planen kannst.

Das Busnetz verbindet das Zentrum mit jedem Stadtteil und ist Tag und Nacht unterwegs. Liegt dein Ziel außerhalb der Stadt, bringen dich Vorortlinien dorthin. Eine Fahrt mit der Straßenbahn wird hier zum Erlebnis für sich: Eine der Linien führt an den wichtigsten Museen vorbei. Auf der historischen Linie 7 sehen die alten Wagen aus wie Ausstellungsstücke, und in einem davon kannst du einen Kaffee trinken.

Blaue Stockholmer U-Bahn-Station mit bemalten Gewölben© Julian Herzog ( Website ) · CC BYFoto: Julian Herzog ( Website ), CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0), Wikimedia Commons

Die Stockholmer U-Bahn gilt als längste Kunstgalerie der Welt. Das U-Bahn-System vereint drei Linien und Dutzende Stationen, und die Wände sind mit Mosaiken, Basreliefs und Pop-Art gestaltet. Es lohnt sich, hier nicht nur zum Umsteigen hinunterzufahren, sondern wegen der Hallen selbst.

Fähren sind hier genauso wichtig wie Züge. Der Stockholmer Schärengarten umfasst Zehntausende Inseln, und der bequemste Weg zwischen ihnen führt übers Wasser. Einheimische betonen, dass der Nahverkehr sie selten im Stich lässt, ein Auto in der Stadt ist also nicht nötig.

  • Wie du hinkommst: Vom Flughafen Arlanda fahren ein Hochgeschwindigkeitszug und ein Bus ins Zentrum.
  • Bezahlung: Die SL-Karte gilt in U-Bahn, Bussen, Straßenbahnen und städtischen Fähren.
  • Der Haken: Tickets am Automaten gibt es nur per Karte, Bargeld wird nicht akzeptiert.

6. Singapur

Singapur setzt auf Ordnung, und sein Nahverkehrssystem beweist das. Busse, U-Bahn und Monorail bringen dich schnell ans Ziel.

Tagesbusse fahren bis in den späten Abend. Nachtlinien verkehren nur freitags und samstags. Die Busse haben Klimaanlage, große Fenster und weiche Sitze, und an den Haltestellen zeigen Displays die Ankunftszeiten an. Wenn du deinen Bus siehst, hebe die Hand: Ohne das fährt er möglicherweise vorbei.

MRT-Schild für Punggol und Khatib in Singapur© LN9267 · CC BY-SAFoto: LN9267, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die U-Bahn gilt als bequemstes und preiswertestes Verkehrsmittel der Stadt. Die Linien decken die wichtigsten Stadtteile ab, die Wagen sind klimatisiert, und die Fahrpreise hängen von der Entfernung ab. Die Monorail verbindet die Stadt mit der Insel Sentosa, und die Fahrt dauert nur wenige Minuten mit Blick auf den Hafen.

Fahrradrikschas in Chinatown und im Zentrum sind eher eine Touristenattraktion als ein Fortbewegungsmittel. Eine Fahrt kostet ein Vielfaches eines normalen Taxis, also vereinbare den Preis im Voraus. Wenn du in der U-Bahn Internet für die Navigation brauchst, richte vorab eine eSIM für deine Reise ein.

  • Wie du hinkommst: Vom Flughafen Changi fahren die MRT-U-Bahn und Stadtbusse ins Zentrum.
  • Bezahlung: Die EZ-Link-Karte oder eine kontaktlose Bankkarte funktioniert in allen Verkehrsmitteln.
  • Der Haken: Umsteigestationen der U-Bahn sind zur Hauptverkehrszeit sehr voll.

7. Hongkong

Laut einer Time-Out-Umfrage (2025) sind 98% der Einwohner Hongkongs mit ihrem öffentlichen Nahverkehr zufrieden (Umfrageergebnisse). Das ist das beste Ergebnis der Welt, und der Grund ist einfach: U-Bahn, Fähren, Züge, Busse und Straßenbahnen decken fast jede Strecke ab.

Die MTR-U-Bahn ist eine der schnellsten, aber auch teuersten Arten, sich fortzubewegen. Für kurze Strecken lohnt sich der Gang in den Untergrund nicht: Ein paar Stationen kosten mehr als eine Busfahrt. Positiv ist, dass jede Station ihr eigenes Design hat und die Bahnsteige mit Ventilatoren, Bereichen für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste und Toiletten ausgestattet sind.

Roter Doppeldecker-Tram auf einer Straße in Hongkong© Ralf Roletschek · CC BYFoto: Ralf Roletschek, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia Commons

Doppeldeckerbusse sind ebenso sehr zum Symbol der Stadt geworden wie ihre Wolkenkratzer. Die Fahrpreise hängen von der Entfernung ab und davon, ob der Bus klimatisiert ist. Busse halten auf Wunsch, also hebe die Hand und bezahle deinen Fahrpreis beim Einsteigen.

Die günstigste Option ist eine Fahrt mit der Doppeldecker-Straßenbahn. Sie fährt langsam, aber der Fahrpreis ist der niedrigste der Stadt, und die Aussicht auf die alten Viertel aus dem Fenster gibt es gratis dazu. Eine Fahrt mit der Fähre oder der Standseilbahn bietet dir die besten Blicke auf Hafen und Berge.

  • Wie du hinkommst: Vom Flughafen Chek Lap Kok bringt dich der Hochgeschwindigkeitszug Airport Express ins Zentrum.
  • Bezahlung: Die Octopus-Karte funktioniert in U-Bahn, Bussen, Straßenbahnen und in einigen Geschäften.
  • Der Haken: MTR-Umsteigestationen sind zur Hauptverkehrszeit sehr voll, und an den Rolltreppen bilden sich Schlangen.

8. Taipeh

Taipeh steht nicht ohne Grund weit oben in den Rankings. U-Bahn, Züge und Busse greifen so reibungslos ineinander, dass der Berufsverkehr deine Fahrt kaum beeinflusst.

Laut einer Time-Out-Umfrage (2025) bewerten 88% der Einheimischen den Nahverkehr positiv (Time-Out-Daten). Die Metro gilt als eine der meistgenutzten der Welt, aber das hält sie nicht davon ab, pünktlich zu fahren und sauber zu bleiben.

Ausgang 6 der Station Ximen in der Taipeh-Metro© Alexwikix · CC BY-SAFoto: Alexwikix, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Behalte die lokalen Regeln im Kopf. Rauchen, Alkohol und Vandalismus in der Metro werden mit Bußgeldern geahndet, also lies dir die Einschränkungen besser vorab durch. Busse halten auf Wunsch, genau wie in Hongkong. Auf den am stärksten frequentierten Bahnstrecken fahren Hochgeschwindigkeitszüge, die die Stadt mit dem Süden der Insel verbinden.

  • Anreise: Vom Flughafen Taoyuan fahren ein Zug und ein Bus zum Hauptbahnhof Taipei.
  • Bezahlung: Die EasyCard deckt Metro, Busse und YouBike-Fahrräder ab.
  • Der Haken: Am Hauptbahnhof Taipei verirrt man sich beim Umsteigen wegen der Größe des Bahnhofs leicht.

9. Shanghai

Shanghai ist eine der größten Megastädte Asiens, und mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch die Stadt zu kommen, ist ein gutes Geschäft. Die Stadt hat Busse, Oberleitungsbusse, Straßenbahnen, die Metro, Fähren und einen Maglev, der auf Hunderte Kilometer pro Stunde beschleunigt.

Laut einer Time-Out-Umfrage (2025) bewerten 94% der Einwohner den Nahverkehr der Stadt positiv (vollständiges Ranking). Nach der Zahl der Stationen übertrifft die Metro von Shanghai sogar die New Yorker U-Bahn: Dutzende Linien und mehrere Hundert Stationen sind zu einem einzigen System zusammengefasst. Alle Stationsinformationen werden sowohl auf Chinesisch als auch auf Englisch bereitgestellt.

Shanghai-Maglev-Zug am Flughafen Pudong

Der Bus bleibt das günstigste Verkehrsmittel in Shanghai. Die Zahl der Routen hat längst die Tausend überschritten, und die Fahrzeuge sind mit Klimaanlagen und Lauftextanzeigen ausgestattet. Das Oberleitungsbussystem der Stadt gilt als das älteste der Welt, aber seine Ausstattung ist modern.

Die Shanghai Public Transportation Card funktioniert fast überall als Zahlungsmittel. Sie wird in Metrostationen, Banken und offiziellen Verkaufsstellen verkauft, sodass du nicht an jeder Haltestelle nach Kleingeld suchen musst. Im Sommer sind die Wagen klimatisiert, im Winter läuft die Heizung, sodass das Wetter draußen deiner Fahrt nicht im Weg steht.

  • Anreise: Expresszüge und die Metro fahren von den Flughäfen Pudong und Hongqiao ins Stadtzentrum.
  • Bezahlung: Lade deine Karte an den Automaten in den Stationen auf, die eine englische Benutzeroberfläche haben.
  • Der Haken: Zur Stoßzeit ist das Gedränge auf den zentralen Linien mit Tokio vergleichbar.

10. Amsterdam

Amsterdam ist kompakt, und das gesamte Zentrum lässt sich bequem mit der Straßenbahn erkunden. Metro, Straßenbahnen und Busse teilen die Stadt in Zonen ein, und fast der gesamte Nahverkehr wird von GVB betrieben.

Am häufigsten entscheiden sich Einheimische und Besucher für die Straßenbahn. Sie fährt vom Zentrum in jeden Teil der Stadt und folgt einem klaren Fahrplan, sodass du keine Zeit mit Warten verschwendest. Busse verhalten sich anders: Sie sind oft verspätet, fahren aber rund um die Uhr und bieten selbst spät in der Nacht Sitzplätze.

Blaue und weiße Amsterdamer Straßenbahnen auf einer Stadtstraße

Die Metro ist auf längeren Strecken ein Lebensretter. Die meisten Gleise verlaufen oberirdisch, sodass du aus dem Fenster die Stadt siehst statt eines Tunnels. Die Wagen sind mit Fototapeten dekoriert, die Amsterdamer Ansichten und Kunstwerke zu Ehren der Fluggesellschaft KLM zeigen.

Lade vor deiner Reise die offizielle GVB-App herunter und sieh dir den Zonenplan an. Auf der GVB-Streckenkarte kannst du sehen, wo sich die Tarifzonen ändern, und weißt so im Voraus, welches Ticket du brauchst.

  • Anreise: Ein Zug vom Flughafen Schiphol ins Zentrum dauert etwa fünfzehn Minuten.
  • Bezahlung: In der Straßenbahn kaufst du dein Ticket beim Fahrer mit Karte; Bargeld wird möglicherweise nicht akzeptiert.
  • Der Haken: Busse kommen selten nach Fahrplan, daher solltest du um sie herum besser keinen Umstieg planen.

⁉️🤔 Häufige Fragen

Welche Stadt hat den besten öffentlichen Nahverkehr?

Laut einer Time-Out-Umfrage (2025) hat Hongkong den höchsten Wert: 98% der Einwohner sind mit dem System zufrieden (Time-Out-Bericht). Shanghai folgt mit 94% und Taipeh mit 88%. Diese Städte verbindet ein dichtes U-Bahn-Netz, bequemes Umsteigen und eine Beschilderung auf Englisch, was die Reiseplanung für Touristen einfacher macht.

Brauchst du in diesen Städten ein Auto?

In Berlin, Prag, Tokio und Amsterdam ist ein Auto eher hinderlich. Parken im Zentrum ist teuer. U-Bahn, Straßenbahnen und Busse decken die wichtigsten Strecken ab, und Nachtlinien sorgen dafür, dass du nach Mitternacht nicht in der Stadt stranden musst.

Kannst du den Nahverkehr mit Karte oder Handy bezahlen?

In den meisten Städten ja. In Amsterdam funktioniert kontaktloses Bezahlen direkt am Eingang, in Stockholm ist die SL-Karte mit dem Wallet deines Handys verknüpft. In Prag und Taipeh ist es einfacher, eine lokale Verkehrskarte zu kaufen, und in Shanghai ist die städtische Nahverkehrskarte praktisch.

Welche Apps helfen bei der Routenplanung?

In Tokio sind das Tokyo Subway Navigation for Tourists und Toei Kotsu, in Amsterdam die GVB-App. In Singapur und Shanghai sind offizielle U-Bahn-Pläne mit englischer Oberfläche praktisch. Speichere offizielle Stadt-Apps vorab offline, damit du unterwegs nicht dein mobiles Datenvolumen verbrauchst.

Welche Stadt hat den günstigsten Nahverkehr?

Die günstigsten Fahrten gibt es im Doppeldecker-Tram in Hongkong und in den Bussen in Shanghai. In Berlin und Prag ist ein 24-Stunden-Ticket ein gutes Angebot: Es rechnet sich schon nach wenigen Fahrten. Die genauen Preise ändern sich, also prüfe sie vor der Reise auf der Website des Betreibers.

Kurz gesagt: was du buchen solltest

Wenn dein Ziel ist, ohne Überzahlung durch die Stadt zu kommen, beginne mit dem Nahverkehr, nicht mit dem Hotel. Hier ist ein kurzer Spickzettel für die Reise.

  • Du willst in ein paar Tagen so viel wie möglich sehen: Hol dir eine städtische Verkehrskarte und plane deine Route entlang der U-Bahn-Linien.
  • Du reist durch mehrere Städte: Vergleiche vorab Tickets für Züge und Busse in Europa, frühes Buchen ist meist günstiger.
  • Du bleibst ein paar Nächte: Wähle ein Hotel in der Nähe einer U-Bahn-Linie und schau dir Hotels in den Städten auf deiner Liste an.

Der Grundgedanke ist einfach. Wo eine Verkehrskarte für alle Verkehrsmittel funktioniert, brauchst du kein Auto. Hol dir die Karte, die App und eine erprobte Route, und die Stadt öffnet sich dir ohne Zusatzkosten.