
Was du in Israel sehen solltest: 16 Orte von Eilat bis zum Jordan
Eilat liegt am Roten Meer, und Rosh HaNikra reicht im Norden bis an die Grenze zum Libanon.
Israel wirkt nur auf der Karte klein. Im Süden findest du eine Wüste mit Korallenriff, im Norden Kreuzfahrerfestungen und Meeresgrotten, und dazwischen liegen Jerusalem, Tel Aviv und das Tote Meer. Eilat und Rosh HaNikra sind auf der Karte rund 500 km voneinander entfernt. Das ist das ganze Land von einem Ende zum anderen.
Wir haben 16 Orte zusammengestellt, die sich für deine Reiseroute lohnen: vom Unterwasser-Riff bei Eilat bis zur Taufstelle am Jordan. Zu jedem Ort erfährst du, wie du hinkommst, ob du ein Auto brauchst und wo du Tickets im Voraus kaufst. Wir haben Preise, Öffnungszeiten und Schließtage im September 2026 mit den offiziellen Websites abgeglichen.
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Planung: Verkehr, Geld und Route
💡 Kurz gesagt:
- Israel ist kompakt: Eilat bis Rosh HaNikra sind auf der Karte rund 500 km.
- Im Zentrum des Landes reichen Zug und Bus. Für den Norden und die Wüste nimm ein Auto.
- Tickets für Nationalparks online kaufen. In der Saison gibt es Einlass nur mit Zeitfenster.
- Preise und Öffnungszeiten: Stand: 09/2026, geprüft auf der offiziellen Website der Israel Nature and Parks Authority.

Das Land lässt sich praktisch in vier Teile gliedern. Der Süden ist Eilat und die Negev-Wüste. Der Norden ist Haifa, Akko und Galiläa. Das Zentrum ist Jerusalem, Tel Aviv und das Tote Meer. Das Westjordanland steht für sich: Du reist mit deinem Reisepass ein und nach einem anderen Verkehrsplan. Eilat und Tel Aviv liegen auf der Karte rund 300 km auseinander, und der Zug von Tel Aviv nach Jerusalem braucht unter einer Stunde.
Nimm ein Auto, wenn du in den Norden oder in die Wüste fährst. Rosh HaNikra, der Timna-Park, Masada und Ein Gedi liegen alle abseits der Bahnstrecke. Ohne Auto verlierst du einen halben Tag mit Umstiegen. Innerhalb der Städte reichen Busse und die Straßenbahn. Aber denk daran: Von Freitagabend bis Samstagabend wird der Fahrplan dünner, und manche Linien fahren gar nicht.
Behalte dein Geld in Schekel. Eilat ist eine Mehrwertsteuer-freie Zone, Elektronik, Kleidung und Schmuck sind dort also günstiger als in Tel Aviv. Es ist die einzige Stadt im Land mit diesem Rabatt. Karten werden fast überall akzeptiert, aber halte Bargeld für Märkte, Sammeltaxis und kleine Cafés bereit.
Ins Westjordanland kommst du über Checkpoints; zwischen Jerusalem und Bethlehem sind es auf der Karte rund 10 km. Nimm deinen Reisepass, Wasser und zusätzliche Zeit mit. Die Rückkontrolle dauert manchmal eine halbe Stunde. Am Schabbat fährt der palästinensische Verkehr, Wochenenden sind also praktische Tage für Bethlehem und Jericho.
Süden: Eilat, Riffe und der Red Canyon
Eilat liegt ganz im Süden des Landes, am Roten Meer, direkt an den Grenzen zu Ägypten und Jordanien. Es ist ein Ferienort mit Hotels, einer Promenade und einem kleinen öffentlichen Strand, der größtenteils von Urlaubern belegt ist. Historische Stätten hat Eilat nicht. Als eigenständige Attraktion ist es etwas schwach.
Aber als Ausgangspunkt ist Eilat ausgezeichnet. Von hier aus erreichst du das Korallenriff, den Canyon und den Timna-Park in ein paar Tagen. Die Abende verbringst du beim Essen auf der Promenade. Ein Auto ist für diese Ausflüge nicht zwingend nötig, aber mit einem schaffst du mehr.
1. Coral Beach und Dolphin Reef
Südlich der Stadt verändert sich die Küste: Der städtische Sand endet, und das Korallenriff beginnt. Coral Beach und Dolphin Reef liegen auf der Karte 10 Autominuten vom Zentrum entfernt, und beide funktionieren als separate Anlagen mit Eintrittsgebühr. Das Wasser ist hier klar, und vom Ponton aus kannst du den Grund sehen. Schnorcheln ist hier wirklich gut.
Der Haken sind die Eintrittsgebühr und der Ausrüstungsverleih. Aber hier sind deutlich weniger Menschen als am Stadtstrand. Du kannst problemlos einen halben Tag im Wasser verbringen. Wenn du noch nie geschnorchelt hast, fang hier an.
- Anreise: mit dem Bus vom Zentrum Eilats, dann zu Fuß; ein Auto ist nicht nötig.
- Für wen: zum Schnorcheln und für den ersten Kontakt mit dem Riff.
- Nicht für: alle, die einen kostenlosen Strand mit Liegen suchen.
- Der Haken: Eintritt und Verleih sind kostenpflichtig, und am Wochenende wird es auf dem Ponton voll.
© Mohammad Shad Siddiqui · CC BY-SAFoto: Mohammad Shad Siddiqui, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons2. Red Canyon und Timna-Park
Den Red Canyon durchwanderst du zu Fuß am Grund der Schlucht entlang. Er liegt etwa eine halbe Autostunde von Eilat entfernt, und der Eintritt ist frei. Von der Bushaltestelle bis zum Start des Weges sind es auf der Karte rund 15 Gehminuten. Enge Wände, roter Sandstein und Schatten in der Hitze machen das zum bequemsten kurzen Trek im Süden.
Der Timna-Park ist eine andere Sache. Er ist ein riesiger Nationalpark mit pilzförmigen Felsen, Bögen und Ausblicken über die Arava-Wüste. Der Eintritt ist kostenpflichtig, und das Gelände ist so groß, dass du zu Fuß nur einen kleinen Teil abdeckst. Praktischer ist es, ein Auto zu nehmen oder ein Fahrrad zu leihen.
- Anreise: Bus von Eilat zur Haltestelle nahe dem Canyon, dann 15 Minuten zu Fuß auf der Karte.
- Auto: bequemer für den Timna-Park; es gibt eine Radroute hindurch.
- Der Haken: Der Timna-Park hat kostenpflichtigen Eintritt, und ohne Auto siehst du nur einen Teil davon.
© Tiia Monto · CC BY-SAFoto: Tiia Monto, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsWo du in Eilat übernachtest. In der Stadt gibt es Dutzende günstige Hostels. Fast alle empfangen das ganze Jahr über Gäste, und fast jedes hat sowohl Privatzimmer als auch Schlafsäle.
- Sunset Inn: Preise und Verfügbarkeit auf Trip.com. Hat sowohl Privatzimmer als auch Stockbetten.
- Ahla Plus: Unterkunftsoptionen auf Trip.com. Der Innenhof liegt abseits der Promenade.
Die dritte Option ist das Corinne Hostel: Verfügbarkeit und Bewertungen auf Trip.com. Es hat eine Gemeinschaftsküche und Doppelzimmer.
Der Norden: Haifa, Akko und Galiläa
Der Norden von Israel ist dichter besiedelt als der Süden. Haifa, Akko, Rosh HaNikra und Nazareth liegen auf der Karte alle innerhalb von 50 km Entfernung. Wenn du von Tel Aviv mit dem Zug hierherkommst, mach Haifa oder Akko zu deiner Basis. Miete für einen Tag ein Auto für die Grotten und Galiläa.
© David Shankbone · CC BY-SAFoto: David Shankbone, CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/), Wikimedia Commons3. Haifa und die Bahá'í-Gärten
Haifa zieht sich über den Hang des Karmelgebirges. Die Hauptattraktion sind die Bahá'í-Gärten. Die Terrassen steigen in breiten Stufen den Hang hinab, dazwischen verlaufen Treppenwege. Von oben hast du einen Blick auf den Hafen und die Bucht. Es ist besser, von oben nach unten zu gehen, dann läufst du durch die Terrassen bergab statt bergauf.
Neben den Gärten hat die Stadt Museen, Synagogen, Kirchen und Moscheen. Die Deutsche Kolonie ist ein angenehmes Viertel für einen Spaziergang. Führungen über die Terrassen finden nach Zeitplan statt, also prüfe die Zeiten vor Ort oder auf der offiziellen Website.
- Anreise: Zug bis zum Bahnhof Haifa Center HaShmona, dann zu Fuß oder mit der U-Bahn Carmelit.
- Für wen: alle, die einen Blick auf Bucht und Hafen ohne langen Aufstieg wollen.
- Auto: nicht nötig, die Stadt ist kompakt und mit dem Zug angebunden.
- Übernachtungspreise in Haifa: siehe auf Trip.com.
© . Ray in Manila · CC BYFoto: . Ray in Manila, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons©. Ray in Manila · CC BYFoto:. Ray in Manila, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons©. Ray in Manila · CC BYFoto:. Ray in Manila, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons©. Ray in Manila · CC BYFoto:. Ray in Manila, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons
4. Akko und die Kreuzfahrer-Untergrundstadt
Akko ist eine alte Kreuzfahrerfestung mit Stadtmauer und einem Gewirr aus Gassen. Innerhalb der Mauer betrittst du eine andere Stadt: Steinbögen, einen Markt, ein Hamam und einen Hafen. Die Kreuzfahrer-Untergrundstadt erfordert ein separates Ticket. Sie umfasst Säle, Tunnel und Rittersäle, und im Ticket ist ein Audioguide enthalten, der die Geschichte der Kreuzzüge abdeckt.
© אריאל מנור · CC BYFoto: אריאל מנור, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.5), Wikimedia CommonsPlane für die unterirdische Route eine bis anderthalb Stunden ein. Danach mach einen Spaziergang entlang der Uferpromenade und iss Fisch am Hafen. Die Stadt leert sich abends nicht, daher ist eine Übernachtung in Akko praktisch.
- Anreise: Zug bis zum Bahnhof Akko, vom Bahnhof bis zur Altstadt sind es etwa 1,5 km, auf der Karte rund 15 Minuten zu Fuß.
- Für wen: alle, die Festungen und steinerne Gassen lieben.
- Nicht für: alle, denen Treppen und unebene Steinböden schwerfallen.
- Hostel in Akko: Eco Akko auf Trip.com.
© . Ray in Manila · CC BYFoto: . Ray in Manila, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons©. Ray in Manila · CC BYFoto:. Ray in Manila, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons©. Ray in Manila · CC BYFoto:. Ray in Manila, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons©. Ray in Manila · CC BYFoto:. Ray in Manila, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons
5. Rosh HaNikra
Rosh HaNikra ist eine Reihe von Meeresgrotten direkt an der Grenze zum Libanon. Wellen haben Tunnel in die Klippe gegraben, und du fährst mit einer Seilbahn die steile Küste hinunter zu ihnen. In den Grotten ist es laut und dunkel, das Wasser schlägt gegen die Wände. Es ist die ungewöhnlichste Natursehenswürdigkeit im Norden.
Wichtig: Stand: 12.09.2026 ist die Anlage wegen Renovierung geschlossen, das Wiedereröffnungsdatum wird auf ihrer Seite bekannt gegeben (geprüft am 12.09.2026, offizielle Website). Wenn geöffnet, ist der Eintritt laut derselben Quelle von 9:00 bis 16:00 Uhr möglich. Plane den Norden mit etwas Flexibilität. Wenn die Grotten geschlossen sind, nimm stattdessen Haifa oder Nazareth in deinen Plan auf.
- Anreise: Bus 31 vom Zentralbahnhof Naharija, 10 Minuten nördlich der Stadt (laut offizieller Website).
- Für wen: alle, die entlang der Nordküste mit dem Auto oder Bus unterwegs sind.
- Der Haken: wegen Renovierung geschlossen, Tickets sind derzeit nicht im Verkauf.
© Chmee2 · CC BYFoto: Chmee2, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia Commons6. Tiberias und der See Genezareth
Tiberias liegt am Westufer des Sees Genezareth, im Herzen der Region Galiläa. Es ist eine Arbeitsstadt, kein Ferienort. Das Zentrum ist laut, die Uferpromenade schlicht, und den Stränden fehlt es an Infrastruktur. Als eigenständige Attraktion kann man Tiberias auslassen, aber als Ausgangspunkt funktioniert es gut.
Von hier aus erreichst du die christlichen heiligen Stätten Galiläas, Kapernaum und die heißen Quellen am Südende des Sees. Im See Genezareth kannst du das ganze Jahr über schwimmen. Das Wasser ist weich, und Cafés und Anlegestellen säumen das Ufer.
- Für wen: alle, die für ein paar Nächte einen Ausgangspunkt in Galiläa brauchen.
- Anreise: mit dem Bus von Haifa nach Tiberias und zu den Anlegestellen am See.
- Der Haken: das Stadtzentrum ist dicht bebaut und laut, mit wenigen alten Vierteln.

7. Nazareth und die Verkündigungsbasilika
Nazareth ist aus der Bibel bekannt. Die Hauptsehenswürdigkeit hier ist die Verkündigungsbasilika. Sie steht über einer Grotte, die als Wohnhaus Marias gilt. Im Inneren siehst du die Grotte selbst und Kirchen aus verschiedenen Epochen unter einem Dach. In der Nähe liegt die St.-Gabriel-Kirche mit einer Quelle, zu der Pilger gehen.
Das Stadtzentrum wirkt allerdings nicht antik. Die engen Gassen sind mit Autos verstopft, und es sind fast keine alten Viertel erhalten. Wenn du wegen der Geschichte nach Nazareth fährst, erwarte keine Ruhe. Wenn du als Pilger kommst, lohnt es sich.
- Anreise: mit dem Bus von Haifa oder mit dem Auto, laut Karte weniger als eine Stunde von Akko entfernt.
- Für wen: Pilger und alle, die die christlichen Stätten Galiläas besichtigen.
- Nicht für: alle, die eine ruhige Altstadt suchen.
- Unterkunft in Nazareth: Fauzi Azar Abraham Hostel auf Trip.com.
© Dobroš · CC BY-SAFoto: Dobroš, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsZentrum: Jerusalem, Tel Aviv und das Tote Meer
Das Zentrum des Landes ist der Grund, warum die meisten hierherkommen. Jerusalem liegt auf Hügeln, 60 km Luftlinie von Tel Aviv entfernt, und Tel Aviv liegt am Mittelmeer. Das Tote Meer beginnt südlich von Jerusalem, etwa 100 km Luftlinie. Jerusalem und Tel Aviv verbindest du auch ohne Auto mit dem Zug. Für das Tote Meer, Masada und Ein Gedi ist ein Mietwagen bequemer.
© askii · CC BY-SAFoto: askii, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia Commons8. Jerusalem
Jerusalem ist der Hauptpunkt der Route. Dafür brauchst du mindestens zwei volle Tage. Das Zentrum ist die Altstadt mit ihren vier Vierteln, der Klagemauer und dem Tempelberg mit dem Felsendom. Auf den Stadtmauern verläuft der Ramparts Walk. Einen guten Blick über die Dächer hast du von der Terrasse des Österreichischen Hospizes.
Den zweiten Tag reservierst du für den Ölberg. Dort liegen der Garten Gethsemane, die Kirche aller Nationen und das Grab Mariens. Die Geschichte der Stadt wird in der Davidsstadt erzählt, direkt daneben liegt der Berg Zion. Am Abend gehst du zum Mahane-Yehuda-Markt. Vor der Schließung ist er ein Lebensmittelmarkt, danach verwandelt sich das Viertel in eine Barzone.
Für einen Spaziergang ohne Menschenmassen eignet sich das Viertel Yemin Moshe neben dem Jaffator. Am Abend lohnt sich ein Blick auf die Ben-Jehuda-Straße mit ihren vielen Bars und Cafés. Eine Unterkunft suchst du am besten in der Nähe der Straßenbahn oder am Jaffator.
- Anreise: Zug von Tel Aviv zum Bahnhof Jerusalem Yitzhak Navon, dann mit der Straßenbahn zur Altstadt.
- Wohin am Morgen: zuerst auf den Tempelberg, dann zur Klagemauer. Gegen Mittag ist die Schlange länger, und der Zugang zum Tempelberg schließt früher.
- Für wen: für alle, die zum ersten Mal nach Israel kommen.
- Der Haken: In der Altstadt verliert man leicht einen halben Tag in Souvenirläden.
© Peter Mulligan · CC BYFoto: Peter Mulligan, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia CommonsPlane zwei volle Tage ein, nicht eineinhalb. An einem Tag schaffst du nur die Klagemauer und den Markt. Der Ölberg und die Davidsstadt müssen dann bis zum nächsten Mal warten.
9. Tel Aviv und Jaffa
Tel Aviv ist jünger als Jerusalem und lebt vom Meer. Sehenswürdigkeiten gibt es hier weniger, dafür eine lange Uferpromenade, Strände und den Carmel-Markt mit günstigem Streetfood. Ein Spaziergang entlang der Promenade vermittelt dir den lokalen Rhythmus: morgens Jogger, tagsüber Surfer, abends Freundesgruppen im Sand.
Die Altstadt von Jaffa findest du im Süden, zu Fuß von der Promenade erreichbar. Es gibt einen Hafen, enge Gassen und einen Flohmarkt, auf dem so ziemlich alles verkauft wird. Am Abend schaltet die Stadt in den Bar- und Clubmodus. Fast jedes Hostel versammelt seine Gäste für einen gemeinsamen Ausgehabend.
- Anreise: Zug zum Bahnhof Tel Aviv HaHagana oder Tel Aviv Savidor Center, dann zu Fuß oder mit dem Bus.
- Für wen: für alle, die Meer, Essen und Nachtleben an einem Ort wollen.
- Nicht für: alle, die nur wegen der Geschichte kommen.
- Der Haken: Die Preise in Bars und Clubs sind höher als im Rest des Landes.
© Godot13 · CC BY-SAFoto: Godot13, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons10. Masada, Ein Gedi und das Tote Meer
Diese drei Punkte lassen sich sinnvoll an einem Tag verbinden. Masada ist eine Festung auf einem Felsplateau in der Judäischen Wüste, mit Blick auf das Tote Meer und die Berge Jordaniens. Du kannst zu Fuß über den Schlangenpfad hinaufsteigen oder die Seilbahn nehmen. Der Eingang öffnet sehr früh, deshalb versammeln sich hier Menschenmassen zum Sonnenaufgang.
Buche den Eintritt in den Nationalpark vorab über das Online-System der Israel Nature and Parks Authority. In der Hochsaison erfolgt der Einlass in Zeitfenstern (Stand: 09/2026, offizielle Website des Masada-Nationalparks). In den Winter- und Frühlingsmonaten kann es in den Canyons zu Sturzfluten kommen. Prüfe das Wetter am Tag deines Besuchs.
- Masada: Aufstieg zu Fuß oder mit der Seilbahn, früher Einlass, online buchen.
- Ein Gedi: ein Naturschutzgebiet mit Wasserfällen und Bächen in der Wüste, markierte Wanderwege.
- Totes Meer: Strände im Bereich Ein Bokek, das Wasser trägt deinen Körper an der Oberfläche.
- Für wen: für alle, die bereit sind, um vier Uhr morgens für einen Sonnenaufgang über dem Meer aufzustehen.
© Godot13 · CC BY-SAFoto: Godot13, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDas Naturschutzgebiet Ein Gedi (En Gedi) gilt als Oase in der Wüste. Die Bäche Nahal David und Nahal Arugot bilden Wasserfälle zwischen den Felsen, und du kannst einen halben Tag auf den Wegen wandern (laut offizieller Website des Reservats). Das Reservat schließt wegen der Dunkelheit früh, also komm am Morgen.
Touren und Tickets in Masada
Geführte Touren, Tickets ohne Anstehen und Aktivitäten — die meisten Angebote sind kostenfrei stornierbar.
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Der Abschluss des Tages ist das Tote Meer. Das Ufer ist hier nicht das schönste, aber das Wasser ist so salzig, dass du ohne jede Anstrengung an der Oberfläche treibst. Geh ohne offene Wunden ins Wasser und nimm deine Brille nicht ab. Das Wasser brennt in den Augen, und eine Dusche nach dem Baden ist ein Muss.
Westjordanland: Jenin, Nablus und Bethlehem
Für das Westjordanland lohnt sich ein eigener Tag oder zwei in deiner Reiseroute. Die touristischen Routen sind hier offen, aber manche Straßen führen durch Checkpoints, an denen dein Pass kontrolliert wird. Halte dein Dokument griffbereit und plane die Rückkehr vor Einbruch der Dunkelheit. Tausche vorher Geld, denn auf den Strecken nach draußen gibt es kaum Geldautomaten.
© Bahnfrend · CC BY-SAFoto: Bahnfrend, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons11. Jenin
Jenin liegt im nördlichen Westjordanland. Als Stadt bietet es einem Touristen fast nichts: Sehenswürdigkeiten gibt es hier keine. Der einzige Grund für einen Zwischenstopp ist das palästinensische Flüchtlingslager, das Mitte des letzten Jahrhunderts entstanden ist und als eigene Stadt in der Stadt lebt.
Wenn du nur wegen der Aussichten und Architektur unterwegs bist, kannst du diesen Stopp auslassen. Die Anfahrt kostet Zeit, und die Verbindungen zwischen den Städten sind spärlich.
© Guillaume Paumier · CC BYFoto: Guillaume Paumier, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia Commons12. Nablus
Nablus ist eine typische palästinensische Stadt ohne touristische Fassade. Das Zentrum lebt rund um den Markt: enge Gassen, Läden mit Gewürzen und Süßigkeiten, Lärm und Hupen. Hier steht auch die Große Moschee, die Besucher zwischen den Gebetszeiten betreten dürfen.
Der zweite Ort ist der Berg Garizim oberhalb der Stadt, wo eine kleine samaritanische Gemeinschaft lebt. Sie hält sich für sich und spricht eine eigene Sprache. Hinauf geht es einfacher mit dem Taxi; zu Fuß ist es ein langer Aufstieg.
- Wie du hinkommst: mit dem Bus von Ramallah oder Jerusalem, dann zu Fuß durch das Zentrum.
- Für wen: für alle, die eine orientalische Stadt ohne Reisegruppen sehen wollen.
- Der Haken: Ein Hotel im Zentrum zu finden ist schwierig; einfacher ist die Anreise von Ramallah.
© Hadi Hijjawi · CC BY-SAFoto: Hadi Hijjawi, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons13. Ramallah
Ramallah ist die De-facto-Hauptstadt der Palästinensischen Autonomiebehörde und die logistisch bequemste Stadt im Westjordanland. Von hier erreichst du Nablus, Jenin und Hebron leicht, und die Straße nach Jerusalem ist kurz. Die Stadt hat viele Cafés, Buchhandlungen und Kulturzentren. Das Leben bewegt sich spürbar schneller als in anderen Städten.
Außerhalb der Stadt liegt das Arafat-Mausoleum, das als bekannteste Sehenswürdigkeit Ramallahs gilt. In der Nähe gibt es einen Platz, auf dem offizielle Zeremonien stattfinden.

14. Jericho
Jericho gilt als eine der ältesten Städte der Welt. Ihr wird ein Alter von mehr als zehntausend Jahren zugeschrieben. In der Stadt sehen Besucher die Ruinen antiker Schichten auf einem Hügel, den Winterpalast und die Überreste einer Synagoge. Vom historischen Jericho ist wenig erhalten, geh also mit einem Guide oder lies die Beschreibungen vor Ort.
Über der Stadt erhebt sich der Berg der Versuchung mit einem Kloster, das per Seilbahn erreichbar ist. Von Jericho aus lässt sich bequem zum Jordan und zur Taufstelle aufbrechen. Deshalb wird dieser Stopp oft mit dem letzten Punkt der Liste kombiniert.
- Wie du hinkommst: mit dem Bus von Jerusalem oder Ramallah, auf der Karte etwa 30 km.
- Für wen: für alle, die zu biblischen Stätten reisen.
- Der Haken: Ohne Guide sehen die Ruinen einfach wie Steinschichten aus.
© Davide Mauro · CC BY-SAFoto: Davide Mauro, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons15. Bethlehem
Bethlehem ist nach Jerusalem der zweitwichtigste Pilgerort. Die Hauptsehenswürdigkeit hier ist die Geburtskirche, errichtet über der Grotte, in der der Überlieferung nach Jesus geboren wurde. Unter der Basilika steigst du in eine Höhle hinab und siehst den Stern, der den Geburtsort markiert.
In der Nähe steht die Sperrmauer mit Graffiti und politischen Inschriften. Die Mauer ist zu einer eigenen Sehenswürdigkeit geworden. Künstler aus aller Welt haben Zeichnungen darauf hinterlassen, und die Besichtigung dauert etwa eine halbe Stunde. Bethlehem besuchst du am besten morgens, bevor Pilgergruppen die Basilika füllen.
- Wie du hinkommst: mit dem Bus vom zentralen Busbahnhof in Jerusalem, auf der Karte etwa 10 km.
- Für wen: für Pilger und für alle, die die Mauer mit den Graffiti sehen wollen.
- Der Haken: An der Basilika gibt es immer eine Schlange, besonders an Feiertagen.
Der Morgen in Bethlehem funktioniert besser als der Abend. Gegen Mittag fahren Busse mit Gruppen an der Basilika vor. Der Eingang zur Grotte wird dann zu einer einstündigen Warteschlange.
16. Jordan und Qasr el-Yahud
Der Jordan trennt Israel und Jordanien, und an beiden Ufern gibt es Taufstellen. Qasr el-Yahud ist ein geschlossener militärischer Sperrbezirk wenige Kilometer von Jericho entfernt.
Pilger kommen hierher, um im Fluss unterzutauchen, und die Zeremonien wirken feierlich. Wenn du Jordanien als separate Reise planst, ist die Verbindung über die Allenby-Brücke praktisch. Sie liegt nahe bei Jericho, aber die Grenzabfertigung kann mehrere Stunden dauern.
- Wie du hinkommst: nur mit dem Auto oder mit einer Tour; es gibt keine öffentlichen Verkehrsmittel.
- Für wen: für Pilger und für alle, die Israel mit Jordanien kombinieren.
- Der Haken: Der Zugang ist nur mit Genehmigung und zu begrenzten Zeiten möglich; der Zeitplan ändert sich.
© זאב שטיין · CC BYFoto: זאב שטיין, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.5), Wikimedia Commons⁉️🤔 Häufige Fragen
Wie viele Tage brauchst du für Israel?
Für eine Basisroute plane sieben bis zehn Tage ein. Zwei volle Tage gehen nach Jerusalem, je ein Tag nach Tel Aviv und ans Tote Meer, ein weiterer Tag ins Westjordanland und einer in den Süden mit Eilat. Den Norden nimm als eigenen Block mit einer Übernachtung in Haifa oder Akko dazu, sonst verbringst du mehr Zeit auf der Straße als an den Orten.
Brauchst du in Israel ein Auto?
Für das Zentrum nicht: Tel Aviv, Jerusalem und der Flughafen sind per Bahn verbunden, und die Straßenbahn bringt dich in die Altstadt. Ein Auto brauchst du im Norden, wo die Grotten abseits der Bahnstrecke liegen. Im Süden ist es nützlich für den Timna-Park und die Judäische Wüste. Miete ein Auto für ein oder zwei Tage, nicht für die ganze Reise.
Ist es sicher, ins Westjordanland zu fahren?
Die touristischen Routen sind offen, aber du passierst Checkpoints und zeigst deinen Pass. Halte dein Dokument griffbereit, fotografiere keine militärischen Anlagen und plane die Rückkehr vor Einbruch der Dunkelheit. Prüfe vor der Reise die aktuelle Lage: Verkehrspläne und Öffnungszeiten der Orte ändern sich hier häufiger als im Zentrum des Landes.
Wann ist die beste Reisezeit für Israel?
Am angenehmsten ist die Zeit von März bis Mai und von September bis November: Die Küste ist warm, und die Judäische Wüste ist erträglich. Im Sommer herrscht in Eilat und am Toten Meer starke Hitze, deshalb siehst du dir die Orte am besten morgens an. Im Februar und März ist Regen möglich, und in Wüstenschluchten kann es Sturzfluten geben, die zur Schließung von Parks führen.
Kannst du Israel mit Jordanien kombinieren?
Ja, die Landgrenze funktioniert über die Allenby-Brücke und über Übergänge im Süden. Von Jericho ist der Übergang nah, deshalb lassen sich Israel und Jordanien leicht zu einer Route verbinden. Denk daran, dass es an der Grenze Warteschlangen geben kann und du eine Ausreisegebühr zahlen musst.
Kurz gesagt: Was sich zu buchen lohnt
Wenn du nur eine kurze Reise hast, wähle nach Interesse statt nach der gesamten Liste.
- Wenn du drei Tage hast: Nimm Tel Aviv oder Jerusalem als Basis, ein Tag für die Altstadt, ein Tag für Jaffa und das Meer, ein Tag für das Tote Meer.
- Wenn du eine Woche hast: Nimm den Süden mit Eilat und das Westjordanland mit Bethlehem und Jericho dazu.
- Wenn du wegen der Natur reist: Der Red Canyon, der Timna-Park und das Naturschutzgebiet Ein Gedi decken das gesamte Naturprogramm ab.
Buche Hotels in Israel im Voraus, denn an Feiertagen und am Schabbat gibt es fast keine freien Zimmer mehr.
Wenn du in den Norden oder in die Wüste fährst, spart dir ein Auto einen halben Tag: Mietwagenpreise in Israel vergleichen.


