Zum Inhalt springen
Venedig in zwei Tagen: ein Tagesplan mit Preisen und Tickets

Venedig in zwei Tagen: ein Tagesplan mit Preisen und Tickets

Venedig lässt sich wirklich an zwei Tagen erkunden. Die Altstadt ist kompakt, und vom Bahnhof Santa Lucia bis zum Markusplatz bist du mit dem Boot in einer halben Stunde. Danach kommt es auf deine Füße an, einen frühen Start und die richtige Reihenfolge der Sehenswürdigkeiten.

Die Herausforderung sind nicht die Entfernungen, sondern die Warteschlangen. Zwischen zehn Uhr morgens und vier Uhr nachmittags sind die Hauptsehenswürdigkeiten voll, einige Museen haben montags geschlossen, und der Eintritt in die Kathedralen erfolgt in Zeitfenstern. Wir haben eine Route zusammengestellt, die du auf eigene Faust machen kannst, ohne Gruppe und ohne Transfers.

Hier ist die Reihenfolge der Sehenswürdigkeiten für zwei Tage, mit Zeitangaben, geprüften Öffnungszeiten und ehrlichen Haken. Preise und Fahrpläne wurden anhand der offiziellen Websites der Museen und des Wassertaxi-Betreibers geprüft (Stand: 09/2026).

Anzeige: dieser Artikel enthält Affiliate-Links, bei einer Buchung über diese Links erhalten wir eine Provision, für dich entstehen keine Mehrkosten.

Venedig in zwei Tagen: eine fertige Route

💡 Kurz gesagt:

  • Tag 1: Canal Grande, Markusplatz, Dogenpalast und Cannaregio.
  • Tag 2: Santa Croce, Dorsoduro, beide Brücken und die Laguneninseln.
  • Kauf dir gleich am Bahnhof ein Vaporetto-Ticket: Das ist günstiger als mehrere Einzelfahrten.
  • Preise und Öffnungszeiten: 09/2026, geprüft auf der offiziellen Website des Dogenpalasts.

Tag 1: Canal Grande, San Marco und Cannaregio

Start am Bahnhof Santa Lucia oder am Piazzale Roma. Von hier fährt die erste Vaporetto-Linie am Canal Grande entlang, der bequemste Weg für einen ersten Eindruck von der Stadt. Ein Einzelticket kostet 9,50 € (Stand: 09/2026, ACTV). Wenn du mehr als drei Fahrten an einem Tag planst, lohnt sich ein Pass: Er ist günstiger als Einzeltickets, vor allem für Fahrten zu den Inseln.

Markusplatz

Markusplatz in Venedig in blauer Abenddämmerung© Matthias Süßen · CC BY-SAFoto: Matthias Süßen, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Der Markusplatz ist Venedigs großer Salon und nach wie vor der belebteste Ort der Stadt. Die Menschen kommen sowohl um acht Uhr morgens als auch nach Sonnenuntergang hierher, also wähle deine Besuchszeit bewusst. Das Vaporetto hält an der Anlegestelle Vallaresso, von dort sind es ein paar Gehminuten bis zum Platz.

  • Anreise: Vaporetto, Haltestelle Vallaresso; ein paar Gehminuten von der Anlegestelle.
  • Beste Zeit: früher Morgen und später Abend, wenn die Reisegruppen weg sind.
  • Der Haken: Tagsüber ist der Platz voll, und die Cafétische nahe der Orchester kosten deutlich mehr.

Der Platz wird an drei Seiten von den langen Arkaden der Prokuratien eingerahmt, unter denen Cafés und Geschäfte betrieben werden. In den historischen Häusern Florian und Quadri standen einst Tische für Schriftsteller und Künstler vergangener Jahrhunderte, deshalb kostet der Kaffee hier mehr als in der Gasse um die Ecke. Abends spielen Orchester nahe der Arkaden, und der Platz verwandelt sich in einen Open-Air-Konzertsaal.

Venedigs bekannteste Bauwerke stehen genau hier: der Markusdom, der Dogenpalast, der Campanile, der Uhrturm, das Gebäude der Biblioteca Marciana und die Museen. Die Mercerie, eine Einkaufsstraße, die zur Rialtobrücke führt, beginnt am Platz. Wenn du den Platz fast leer erleben willst, komm um sieben Uhr morgens oder nach zehn Uhr abends.

Markusdom

Fassade des Markusdoms mit Bögen und Statuen© Tony Hisgett from Birmingham, UK · CC BYFoto: Tony Hisgett from Birmingham, UK, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Der Markusdom beherbergt die Reliquien des Evangelisten Markus und ist bis heute die Hauptkirche der Stadt. Er wurde mehrfach umgebaut, doch das Gebäude hat seine Merkmale aus dem 11. Jahrhundert bewahrt: Goldgrundmosaike, fünf Kuppeln und Marmordekor. Das Fundament ruht auf Lärchenpfählen, die im Wasser über die Jahrhunderte nur fester geworden sind. Es finden weiterhin Gottesdienste statt, und du kannst an einem davon teilnehmen. Der Eintritt in den Dom ist kostenpflichtig, und du solltest vorab ein Zeitfenster buchen, sonst stehst du in der Schlange (Stand: 09/2026, offizielle Website des Doms).

  • Ticket: Eintritt ohne Anstehen in den Markusdom wird für ein bestimmtes Datum gebucht.
  • Was es zu sehen gibt: Apsismosaike, der goldene Altaraufsatz Pala d'Oro, der farbige Marmorboden.
  • Der Haken: Im Sommer zieht sich die Warteschlange an der Mauer entlang, und Besucher werden in Gruppen eingelassen.

Vom Dom aus gehst du zum Platz, der vom Dogenpalast, dem Archäologischen Museum und dem Museo Correr, dem Glockenturm und der Biblioteca Marciana umgeben ist. Im Inneren des Doms sind Mosaike aus verschiedenen Jahrhunderten und der goldene Altaraufsatz mit Edelsteinen erhalten geblieben. Viele Menschen besuchen einen Gottesdienst, und das ist die ruhigste Art, das Innere ohne Anstehen zu sehen.

Markus-Uhrturm

Markus-Uhrturm mit Glocke und Löwe© Носков А. С. · CC BY-SAFoto: Носков А. С., CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Der Uhrturm Torre dell'Orologio steht seit dem späten 15. Jahrhundert auf dem Platz. Zwischen dem ersten und zweiten Stock befindet sich ein Torbogen, der zur Mercerie führt, der Einkaufsstraße Richtung Rialtobrücke und ins alte Rialto-Viertel. Ganz oben schlagen bronzene Mohren jede Stunde und jede Viertelstunde mit einem Hammer auf die Glocke. Darunter siehst du vor blauem Sternenhintergrund den geflügelten Löwen, das Wappen Venedigs, und weiter unten steht in einer Nische eine vergoldete Madonna mit Kind. Das Zifferblatt mit Tierkreis und Globus zeigt nicht nur die Zeit, sondern auch die Mondphasen.

  • Einlass: Zugang nur im Rahmen von Museumsführungen in kleinen Gruppen; Tickets auf der MUVE-Website.
  • Was es zu sehen gibt: das Uhrwerk, die Turmterrasse, der Blick von oben auf den Platz.
  • Der Haken: Die Führung findet nicht statt, wenn die Gruppe nicht voll wird, und Besichtigungen werden stundenweise paarweise angesetzt.

Markus-Campanile

Markus-Campanile und Prokuratien am Platz in Venedig© This Photo was taken by Wolfgang Moroder . Feel free to use my photos, but please mention me as the author and send me a · CC BY-SAFoto: This Photo was taken by Wolfgang Moroder . Feel free to use my photos, but please mention me as the author and send me a, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Der Markus-Campanile ragt fast hundert Meter auf und ist bis heute das höchste Gebäude der Stadt. Sein heutiges Aussehen erhielt er im frühen 16. Jahrhundert, und nach dem Einsturz im frühen 20. Jahrhundert wurde er in seiner früheren Form wieder aufgebaut. Der Glockenturm diente als Wachturm und Leuchtturm für Schiffe, und seine Glocken riefen die Bürger zum Rat und warnten vor Hinrichtungen. Auch Galileo besuchte die Aussichtsplattform: Hier führte er den Bürgern sein Teleskop vor. Ein Aufzug bringt dich nach oben, und von der Plattform aus siehst du die gesamte Lagune mit ihren Inseln.

  • Ticket: Der Aufstieg ist kostenpflichtig, rund 10 €, online kaufen (Stand: 09/2026, Tickets für den Aufstieg).
  • Beste Zeit: zur Öffnung oder in der letzten Betriebsstunde; abends ist die Luft klarer.
  • Der Haken: In der Hochsaison bildet sich eine Schlange am Aufzug, und oben ist es windig.

Dogenpalast

Vergoldete geschnitzte Decke mit bemalten Feldern© Armin Kleiner · CC BY-SAFoto: Armin Kleiner, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Der Dogenpalast, Palazzo Ducale, war die Residenz des Oberhaupts der Republik und das Zentrum der venezianischen Justiz. Seine gotische Fassade aus rosafarbenem Marmor erhebt sich direkt aus dem Wasser. Im Inneren erwarten dich Prunkräume mit Gemälden von Tintoretto und Veronese, Deckenfresken und die legendäre Goldene Treppe. Ein Teil des Rundgangs führt über die Seufzerbrücke in die alten Gefängnisse. Im Sommer ist der Palast von 09:00 bis 19:00 Uhr geöffnet, letzter Einlass um 18:00 Uhr. Von November bis März ist er von 09:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, Einlass bis 17:00 Uhr. Freitags und samstags von Anfang Mai bis Ende September verlängert der Palast seine Öffnungszeiten bis 23:00 Uhr (Stand: 09/2026, Öffnungszeiten Dogenpalast).

  • Tipp: Buche an den Tagen mit verlängerten Öffnungszeiten ein Abendticket, dann sind die Säle fast leer.
  • Was du sehen solltest: den Großen Ratssaal, die Goldene Treppe, den Gang über die Seufzerbrücke.
  • Der Haken: Tagsüber sind die Säle voller Reisegruppen, dadurch kommt der Rundgang langsamer voran.

Ca' d'Oro

Fassade des Palazzo Ca' d'Oro in Venedig© Didier Descouens · CC BY-SAFoto: Didier Descouens, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die Ca' d'Oro, das „Goldene Haus", wurde im 15. Jahrhundert für Marino Contarini erbaut. Die Fassade war einst mit Blattgold überzogen, daher der Name des Palasts. Sie beherbergt die Galleria Franchetti: Gemälde, Bronzen, einen Marmorbrunnen im Innenhof und Mosaikböden. Das Museum ist derzeit wegen Restaurierung geschlossen (Stand: 10/2026). Die spitzenverzierten Säulen der beiden Loggien gelten als Paradebeispiel der venezianischen Gotik.

  • Anfahrt: Vaporetto-Linie 1, Haltestelle Ca' d'Oro.
  • Was du sehen solltest: die Fassade von der Kanalseite, die Loggien, den Innenhof, die Galerie.
  • Der Haken: Die Fassade zeigt zum Canal Grande, daher kannst du sie vom Ufer aus nicht vollständig fotografieren.

Canal Grande

Panorama des Canal Grande mit der Rialtobrücke in Venedig© Martin Falbisoner · CC BY-SAFoto: Martin Falbisoner, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Der Canal Grande schlängelt sich in einer S-Form durch das gesamte historische Zentrum. Er ist etwa vier Kilometer lang, und seine Ufer sind von Palästen gesäumt: Ca' Rezzonico, Ca' Foscari, Ca' d'Oro, Palazzo Barbarigo. Uferpromenaden gibt es hier nicht, daher hat jedes Gebäude zwei Eingänge, einen zum Land und einen zum Wasser. Vier Brücken überqueren den Kanal: Scalzi, Rialto, Accademia und Constitution. Vaporettos, Wassertaxis und Gondeln verkehren auf dem Wasser und legen direkt an diesen Brücken an.

  • So erlebst du ihn am besten: Nimm die Linie 1 und bleib auf dem offenen Heck.
  • Beste Zeit: Frühmorgens, wenn das Licht auf den Fassaden weicher ist und weniger Verkehr herrscht.
  • Der Haken: Zu Stoßzeiten sind die Vaporettos völlig überfüllt, und es gibt kaum noch Sitzplätze.

Kirche San Moisè

Fassade der Kirche San Moisè in Venedig© Didier Descouens · CC BY-SAFoto: Didier Descouens, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die Kirche San Moisè liegt nur einen Steinwurf vom Markusplatz entfernt. Ihre reich verzierte Barockfassade stammt aus dem späten 17. Jahrhundert und ist mit Statuen überzogen. Im Inneren befinden sich ein Altar mit einem Relief des Moses und Gemälde venezianischer Meister, darunter Tintorettos „Letztes Abendmahl" und Palmas „Fußwaschung". Nahe der Fassade hängen zwei Büsten der Brüder Fini, die den Wiederaufbau der Kirche finanzierten. Der Eintritt ist frei.

  • Was du sehen solltest: die Fassade mit ihren Skulpturen, die Orgel, die Altarbilder.
  • Der Haken: Die Öffnungszeiten variieren je nach Tag, und montags ist die Kirche geschlossen.

Museo Correr

Das Museo Correr ist nach Teodoro Correr benannt, der seine Sammlung der Stadt vermachte. Die Ausstellung nimmt die Prokuratien am Markusplatz ein. Im Erdgeschoss werden alte Gemälde, Stiche und antike Skulpturen gezeigt, während das zweite Obergeschoss die Geschichte und den Alltag der Venezianer behandelt: Münzen, Siegel, Wappen, Dogenporträts, Schiffsmodellen und Kostüme aus verschiedenen Jahrhunderten. Die Gemäldegalerie zeigt Carpaccio, Bellini und Tafeln von Lorenzo Veneziano. Im Sommer ist das Museum von 10:00 bis 19:00 Uhr geöffnet, im Winter schließt es um 17:00 Uhr (Stand: 09/2026, MUVE-Museen).

  • Ticket: Das kombinierte MUVE-Ticket ist günstiger als Einzeltickets für dieselben Museen.
  • Was du sehen solltest: die Gemäldegalerie, die Münzsammlung, die Schiffsmodellen.
  • Der Haken: Nach der Basilika und dem Dogenpalast erfordert dieses Museum eine zusätzliche Stunde.

Kirche Santi Apostoli

Die Basilika Santi Apostoli steht in Cannaregio, im ältesten Teil der Stadt. Der Überlieferung nach landeten hier die ersten Bewohner Venedigs, und die Kirche wurde nach einer Vision des Bischofs Magnus im 9. Jahrhundert gegründet. Ihr heutiges Aussehen erhielt die Kirche im 18. Jahrhundert: Der gotische Unterbau wurde mit einem Renaissance-Oberbau verbunden. In der Nähe erheben sich ein Glockenturm und eine Kapelle mit einem Dogen-Grabmal. Im Inneren befinden sich Tiepolos Tafel „Kommunion der heiligen Lucia", „Die Geburt der Jungfrau Maria" und Gemälde von Veronese.

Backsteinfassade und Glockenturm der Kirche Santi Apostoli© Dimitris Kamaras from Athens, Greece · CC BYFoto: Dimitris Kamaras from Athens, Greece, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons
  • Was du sehen solltest: die Altarbilder, die beiden Pilasterreihen, die Kapelle von Codussi.
  • Der Haken: Sie ist nur morgens und abends geöffnet, tagsüber geschlossen.

Kirche Santa Fosca

Die Basilika Santa Fosca stammt aus dem 10. Jahrhundert und steht an einem Kanalufer in Cannaregio. Sie sollte nicht mit der gleichnamigen Kirche auf Torcello verwechselt werden: Jene entstand früher und ist kleiner. Heute sieht die Kirche so aus wie nach ihrem Wiederaufbau in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts: eine rosafarbene klassizistische Fassade, korinthische Pilaster, Säulen am Eingang und drei Heiligenstatuen auf dem Dach.

Fassade der Kirche Santa Fosca mit Glockenturm am Campo© Didier Descouens · CC BY-SAFoto: Didier Descouens, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Vor der Fassade steht ein Denkmal für Paolo Sarpi, der gegen die Inquisition kämpfte. Im Inneren befinden sich Tintorettos Gemälde „Die Heilige Familie mit einem Stifter", Bianchis Leinwand „Die Dreifaltigkeit und die Madonna" und Szenen aus dem Leben der heiligen Fosca von Migliori.

  • Was du sehen solltest: die Fassade, die Kuppel mit dem Baudatum, die Gemälde von Tintoretto und Bianchi.
  • Der Haken: Nur in der ersten Tageshälfte an Werktagen geöffnet.

Ca' Rezzonico

Barockfassade des Ca' Rezzonico am Canal Grande in Venedig© Didier Descouens · CC BY-SAFoto: Didier Descouens, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die Ca' Rezzonico wurde im 18. Jahrhundert im Barockstil über dem Wasser des Canal Grande erbaut. Benannt wurde sie nach Giambattista Rezzonico, dem Bruder von Papst Clemens XIII. Die Decken wurden von Tiepolo und Canaletto bemalt, und die Wände sind mit Reliefs und Ornamenten verziert. Heute beherbergt sie ein Museum des 18. Jahrhunderts: geschnitzte Mahagonimöbel, Porzellan, Kristalllüster, Kostüme und eine Galerie mit Venedig-Ansichten (Stand: 09/2026, MUVE-Sammlung).

  • Was du sehen solltest: die Deckenfresken, den Saal mit venezianischem Glas, den Blick auf den Kanal aus den Fenstern.
  • Der Haken: Dienstags geschlossen.

Naturhistorisches Museum

Fassade des Fondaco dei Turchi am Canal Grande© Didier Descouens · CC BY-SAFoto: Didier Descouens, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Das Naturhistorische Museum ist im Palazzo Fondaco dei Turchi untergebracht, einem ehemaligen Handelsposten für Kaufleute aus Konstantinopel. Das Gebäude erhebt sich direkt über dem Canal Grande und spiegelt sich im Wasser. Die Sammlung umfasst Millionen von Objekten: Skelette prähistorischer Tiere, präparierte Exemplare ausgestorbener Vögel, Herbarien aus allen Kontinenten, Mineralien sowie einen Saal mit einem Aquarium, das die Bewohner der Adria zeigt. Eigene Räume sind der Ethnografie Venedigs in verschiedenen Jahrhunderten gewidmet (Stand: 09/2026, MUVE-Sammlungen).

  • Was es zu sehen gibt: das Skelett eines Uranosaurus, das zig Millionen Jahre alt ist, das Aquarium, die Fisch- und Insektensammlungen.
  • Der Haken: montags geschlossen.

Das venezianische Ghetto

Luftaufnahme des venezianischen Ghettos mit Platz und Kanälen© San Marco Venice · CC BY-SAFoto: San Marco Venice, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Das venezianische Ghetto entstand in Cannaregio: Ab dem frühen 16. Jahrhundert siedelten sich hier auf Anordnung der Behörden Juden an, die von der Insel Giudecca umzogen. Von hier aus verbreitete sich das Wort „Ghetto" über Europa und erhielt während des Zweiten Weltkriegs seine unheilvolle Bedeutung. Das Viertel ist durch mehrere Brücken mit der Stadt verbunden, die nachts früher mit Toren verschlossen wurden. Sieh dir die Synagogen an, die Tafel mit einer drohenden Inschrift, das Holocaust-Mahnmal und die Ausstellung des Museums für jüdische Kunst.

  • Was es zu sehen gibt: Synagogen, das Holocaust-Mahnmal, das Museum, koschere Restaurants am Platz.
  • Tipp: Ein Mittagessen in einem lokalen koscheren Restaurant kostet weniger als in der Nähe des San Marco.
  • Der Haken: samstags sind einige Einrichtungen und das Museum geschlossen.

Tag 2: Santa Croce, Dorsoduro und die Laguneninseln

Starte den zweiten Tag im Stadtteil Santa Croce an der Kirche San Stae. Vom Bahnhof Santa Lucia nimmst du wieder die Vaporetto-Linie 1: ein paar Stationen und du bist am richtigen Anleger. Am selben Tag steht noch ein Ausflug zu den Laguneninseln an, daher rechnet sich ein Tagespass sofort und nicht erst am Abend (Stand: 09/2026, ACTV-Tarife).

Kirche San Stae

Die Kirche San Stae ist vom Canal Grande aus sichtbar: Ihre weiße Barockfassade ragt über dem Wasser auf. Eine Kirche steht an diesem Ort seit dem 11. Jahrhundert und ist dem heiligen Eustachius geweiht, dem der Überlieferung nach Christus während einer Jagd erschien. Nach dem Umbau im 17. Jahrhundert wurde die Fassade mit Statuen, Säulen und einer Rosette geschmückt. Im Inneren befindet sich eine kleine, aber starke Sammlung venezianischer Malerei aus dieser Zeit: Tiepolo, Ricci, Piazzetta.

  • Anreise: Vaporetto, Haltestelle San Stae; die Fassade ist vom Wasser aus sofort sichtbar.
  • Was es zu sehen gibt: Gemälde von Tiepolo und Ricci, die Rosette, die Skulpturen an der Fassade.

Ca' Pesaro

Venezianischer Kanal mit dem barocken Palazzo Ca' Pesaro im Hintergrund

Der Ca' Pesaro steht direkt neben der Kirche San Stae. Es ist ein schneeweißer Barockpalast aus dem 17. Jahrhundert und das bedeutendste Werk des Architekten Baldassare Longhena. Heute sind in seinen Sälen zwei Museen untergebracht. Im Erdgeschoss befindet sich die Internationale Galerie für Moderne Kunst mit Matisse, Chagall, Klimt und Kandinsky. Im Obergeschoss liegt das Museum für Orientalische Kunst mit Objekten aus Japan, China, Indien und Indonesien (Stand: 09/2026, MUVE-Tickets).

  • Anreise: zu Fuß von der Kirche San Stae, Eingang von der Uferpromenade.
  • Was es zu sehen gibt: die Säulenfassade, die Galerie des 20. Jahrhunderts, die Orient-Sammlung.

Basilica di Santa Maria Gloriosa dei Frari

Fassade der Basilika Santa Maria Gloriosa dei Frari in Venedig© Didier Descouens · CC BY-SAFoto: Didier Descouens, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die aus Backstein erbaute Frari-Kirche diente als Hauptkirche der Franziskaner. Der Bau begann Mitte des 13. Jahrhunderts und dauerte fast zwei Jahrhunderte, daher die strenge gotische Fassade. Im Inneren ist der Kontrast zum Äußeren verblüffend: Marmorsäulen, Grabmäler, Altäre und ein geschnitzter Holzchor. Tizian ist hier begraben, und seine Werke schmücken die Wände der Kathedrale. Der Eintritt ist kostenpflichtig; kaufe ein Ticket vor Ort.

Der stärkste Eindruck in der Frari-Kirche entsteht am Altar mit Tizians „Assunta", einer riesigen Leinwand von fast sieben Metern Höhe. Maria in einem scharlachroten Kleid schwebt mit erhobenen Händen, umgeben von Engeln, und ihre gebauschten Ärmel werden zu etwas wie Flügeln. Die rote Farbe des Gemäldes symbolisiert die Kraft des Geistes und den Triumph über das Irdische. Weitere Werke aus dem 15. und 16. Jahrhundert sind in der Nähe ausgestellt, und auf dem benachbarten Campo Santa Margherita kannst du die Menschenmassen beim Mittagessen aussitzen.

  • Anreise: Vaporetto bis zur Haltestelle San Tomà, dann den Schildern zur Frari-Kirche folgen.
  • Was es zu sehen gibt: Tizians „Assunta", das Grab des Künstlers, den Holzchor.
  • Der Haken: Der Eintritt ist kostenpflichtig, und zwischen den Reisegruppen leeren sich die Säle nur kurz.

Kirche Santa Maria della Salute

Kirche Santa Maria della Salute mit Kuppeln und Glockentürmen© Didier Descouens · CC BY-SAFoto: Didier Descouens, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Santa Maria della Salute wurde als Dank für die Rettung vor der Pest erbaut. Der Senat gelobte, eine Kirche zu errichten, und Longhena leitete die Arbeiten. Der Bau dauerte mehr als ein halbes Jahrhundert, und der Architekt erlebte die Weihe nicht mehr. Die weißen Wände mit Stuck, Skulpturen in Nischen und die achteckige Kuppel sind vom Canal Grande aus weithin sichtbar.

Im Inneren verdient die Salute einen langsamen Blick: der Mosaikboden, die Balustrade, die Wandmalereien, Tizians Gemälde in der Sakristei und Werke von Giordano. Im Hauptaltar stellte Longhena die Madonna mit Kind, die Figur Venedigs und die vertriebene Pest dar. Der Eintritt ist frei.

  • Anreise: Vaporetto, Haltestelle Salute; vom Markusplatz gehst du über die Accademia-Brücke.
  • Was es zu sehen gibt: die Kuppel, den Mosaikboden, den Altar, die Gemälde in der Sakristei.
  • Der Haken: Die Kirche steht am Canal Grande, daher herrschen am Eingang ständig Verkehr und Bootslärm.

Seufzerbrücke

Seufzerbrücke über einen Kanal in Venedig© Didier Descouens · CC BY-SAFoto: Didier Descouens, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die Seufzerbrücke verbindet den Dogenpalast mit dem Stadtgefängnis. Ein Verurteilter ging nach der Urteilsverkündung über sie hinweg und sah durch ein kleines Fenster die Lagune, daher der Name. Der Entwurf wird Antonio Conti zugeschrieben: Steinmauern und ein Dach machten eine Flucht unmöglich. Die ersten Gefangenen überquerten die Brücke im frühen 17. Jahrhundert, und auch Casanova wurde einst über diesen Weg geführt. Heute drängen sich Touristen um die Brücke, und der beste Blick bietet sich von der Ponte della Paglia.

  • Anreise: vom Markusplatz über die Ponte della Paglia, ein paar Minuten zu Fuß.
  • Was es zu sehen gibt: den gemeißelten Marmor, das vergitterte Fenster, den Übergang vom Dogenpalast zum Gefängnis.
  • Der Haken: Am Geländer gibt es immer eine Schlange für Fotos, und vom Bogen selbst ist der Kanal kaum zu sehen.

Rialtobrücke

Rialtobrücke über den Canal Grande mit Booten© kallerna · CC BY-SAFoto: kallerna, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die Rialtobrücke verband die Ufer des Canal Grande bereits im 12. Jahrhundert, damals noch aus Holz. Der steinerne Übergang wurde Ende des 16. Jahrhunderts nach einem Entwurf von Antonio da Ponte errichtet. Die Architekten orientierten sich bei der Konstruktion an der Form einer umgedrehten Gondel. Die Brücke steht auf Tausenden von Pfählen, ist rund fünfzig Meter lang und hat an beiden Seiten Arkadengänge. Zwischen den Läden sind Portiken eingefügt, die den besten Blick auf den Kanal bieten. Die Brücke erschien auf einem Gemälde von Carpaccio und in Shakespeares „Der Kaufmann von Venedig".

  • Anreise: zu Fuß aus den Stadtteilen San Marco oder San Polo; auf dem Wasserweg zur Haltestelle Rialto.
  • Was es zu sehen gibt: das Panorama von der zentralen Aussichtsplattform, die Ladengalerien, den nahe gelegenen Markt.
  • Der Haken: Tagsüber ist die Brücke überfüllt, und die Souvenirläden sind teuer.

Basilica di San Giorgio Maggiore

Basilika San Giorgio Maggiore mit Campanile, Blick von der Lagune© Didier Descouens · CC BY-SAFoto: Didier Descouens, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die Basilica di San Giorgio Maggiore steht auf einer eigenen Insel gegenüber dem Markusplatz. Die Kirche wurde nach einem Entwurf von Palladio erbaut und Anfang des 17. Jahrhunderts vollendet. Die Kirche hat zwei unterschiedliche Fassaden, und das Innere überrascht mit einem Altar, der eine von vier Aposteln getragene Skulpturenkomposition zeigt. In der Nähe des Presbyteriums hängen Tintorettos „Das letzte Abendmahl" und „Der Fall des Manna", und der Glockenturm hat neun Glocken.

  • Anreise: Vaporetto bis zur Haltestelle San Giorgio, eine Station von San Marco.
  • Was es zu sehen gibt: die Fassade, Tintorettos Gemälde, das Panorama vom Glockenturm per Aufzug.
  • Der Haken: Sonntags werden Touristen erst nach der Liturgie eingelassen.

Teatro La Fenice

Fassade des Teatro La Fenice in Venedig© Didier Descouens · CC BY-SAFoto: Didier Descouens, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Das Opernhaus Teatro La Fenice wurde Ende des 18. Jahrhunderts an der Stelle eines abgebrannten Theaters eröffnet. Es wurde nach dem Vorbild der Mailänder Scala erbaut und stand ihr sowohl in der Akustik als auch in der Ausstattung in nichts nach. Auf dieser Bühne wurden Opern von Rossini, Bellini und Verdi aufgeführt. Nach einem Brand und der Restaurierung wurde das Theater Anfang des 21. Jahrhunderts wiedereröffnet, wobei die Gemälde und vergoldeten Balkone nach den alten Zeichnungen wiederhergestellt wurden. Im Inneren gibt es eine Ausstellung zur Geschichte des Theaters und eine Präsentation über Maria Callas.

  • Anreise: Führungen finden nach Zeitplan statt; kaufe Tickets im Voraus.
  • Was es zu sehen gibt: den Zuschauerraum, die Logen, die Callas-Ausstellung.
  • Der Haken: Ohne Führung oder Aufführungsticket kommst du nicht hinein.

Peggy Guggenheim Collection

Peggy Guggenheim Collection am Canal Grande in Venedig© Abxbay · CC BY-SAFoto: Abxbay, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Die Peggy Guggenheim Collection befindet sich im Palazzo Venier dei Leoni, einem einstöckigen Palast aus istrischem Stein am Canal Grande. Die Fassade ist mit Basreliefs von Löwenköpfen verziert. Im Inneren befinden sich rund dreihundert Werke des 20. Jahrhunderts: Kubismus, Moderne, Futurismus und Surrealismus. Du siehst Originale von Picasso, Kandinsky, Malewitsch, Léger und Chagall. Ein Teil der Sammlung wird im Nasher Sculpture Garden gezeigt, wo Peggy Guggenheim selbst begraben liegt.

  • Anreise: Vaporetto bis zur Haltestelle Accademia, dann am Kanal entlang.
  • Was es zu sehen gibt: avantgardistische Gemälde, Skulpturen im Garten, der Blick auf den Canal Grande.
  • Der Haken: dienstags geschlossen, und das Ticket kostet mehr als in den städtischen Museen.

Insel Murano

Anlegestelle mit Wasserbussen bei den roten Häusern auf Murano© Didier Descouens · CC BY-SAFoto: Didier Descouens, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Murano ist bekannt für seine Glasbläser, deren Geheimnisse jahrhundertelang streng gehütet wurden. Die Palette des lokalen Glases ist im Glasmuseum versammelt, und in den Läden werden Arbeiten zeitgenössischer Meister verkauft. Neben den Werkstätten beherbergt die Insel die Basilika Santi Maria e Donato aus dem 12. Jahrhundert mit einem Mosaikboden, der mythologische Tiere und Pflanzenornamente zeigt. Du erreichst sie mit dem Vaporetto ab San Marco oder ab dem Bahnhof Santa Lucia.

  • Anreise: Vaporetto bis zur Haltestelle Murano, etwa eine halbe Stunde.
  • So siehst du drei Inseln bei einem Ausflug: eine Bootstour nach Murano, Burano und Torcello.
  • Der Haken: die Insel ist in der Nähe des Anlegers mit Souvenirläden überladen.

Insel Burano

Gelbe und rote Häuser an der Uferpromenade von Burano© GodeNehler · CC BY-SAFoto: GodeNehler, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Burano empfängt dich mit einer Palette bunter Häuser und Kanäle, die sich zur Lagune hin öffnen. Der Hauptplatz ist nach dem Komponisten Baldassare Galuppi benannt, und an ihm steht die Kirche San Martino mit ihrem schiefen Glockenturm. Die Neigung des Turms hat durch Bodensenkungen zugenommen und ist bereits vom Wasser aus sichtbar. Die Insel ist berühmt für Spitze: Die besten Beispiele aus dem 16. bis 20. Jahrhundert werden im Museo dei Merletti gezeigt, in einer ehemaligen Spitzenschule. In der Kirche befindet sich Tiepolos Gemälde „Die Kreuzigung".

  • Anreise: Vaporetto ab Fondamente Nove oder ab Murano, unterwegs mit Umstieg.
  • Was es zu sehen gibt: bunte Häuser, das Spitzenmuseum, der schiefe Glockenturm.
  • Der Haken: das Spitzenmuseum ist montags geschlossen, und im Sommer wird es auf den kleinen Brücken voll.

Wie du in Venedig unterwegs bist: Vaporetto, zu Fuß und auf dem Wasser

Im historischen Zentrum gibt es weder U-Bahn noch Bussystem: Die Kanäle übernehmen diese Rolle. Vaporetto-Linien fahren entlang des Canal Grande und verbinden auch die Laguneninseln. Ein Einzelticket kostet 9,50 € und ist zeitlich begrenzt gültig, während sich ein Ein- oder Zwei-Tages-Pass ab der vierten Fahrt lohnt (Stand: 09/2026, ACTV-Tarife und Tickets). Das Ticket kaufst du am Automaten am Anleger und entwertest es vor dem Betreten des Stegs.

Linie 1 gilt als die praktischste für Touristen: Sie fährt vom Bahnhof Santa Lucia den gesamten Canal Grande entlang. Linie 2 folgt derselben Strecke mit weniger Haltestellen, ist also schneller, aber du verpasst einige der Fassaden. An jedem Anleger hängt ein Liniennetzplan, und die Nummer auf der Anzeigetafel zeigt dir, in welche Richtung du musst.

Zu Fuß durch Venedig geht es schneller, als es scheint. Vier Brücken überqueren den Canal Grande: Scalzi nahe dem Bahnhof, Rialto im Zentrum, Accademia und Constitution an den Rändern des historischen Zentrums. Schmale Gassen zweigen vom Canal Grande ab und führen zu Plätzen mit Kirchen. Wenn du zwischen San Marco und Rialto unterwegs bist, plane entspannte zwanzig Minuten ein statt fünf: Die Route windet sich, und an den Gebäuden gibt es kaum Wegweiser.

Wassertaxis und Gondeln sind ebenfalls auf dem Wasser unterwegs. Taxis sind mit Gepäck praktisch, Gondeln eher eine Vergnügungsfahrt als ein Verkehrsmittel. Nachts fahren die Boote seltener als tagsüber, plane eine späte Rückkehr zu einem Hotel auf dem Festland also im Voraus. Schweres Gepäck über Kanalbrücken zu tragen ist mühsam: Im Zentrum gibt es wenige Rampen und viele Stufen.

Tickets und Öffnungszeiten: was du im Voraus buchen solltest

Warteschlangen in Venedig fressen mehr Zeit als die Wege zwischen den Sehenswürdigkeiten. Die Regel ist einfach: Buche den Eintritt zu Kathedralen und Museen für ein Zeitfenster und plane für Inseltickets zusätzliche Zeit ein. Hier sind die wichtigsten Stationen der Route und was du über jede wissen solltest.

Sehenswürdigkeit

Wann hingehen

Ticket

Dogenpalast

09:00-19:00 Uhr im Sommer, an verlängerten Tagen freitags und samstags bis 23:00 Uhr

online kaufen, Museumswebsite

Markusdom

morgens oder abends, zwischen den Gottesdiensten

kostenpflichtiger Eintritt, Zeitfenster im Voraus buchen, Basilika-Tarife

Campanile

zur Öffnung oder in der letzten Stunde

kostenpflichtiger Aufstieg, ca. 10 €, Basilika-Tickets

MUVE-Museen

an jedem Tag außer dem Schließtag des jeweiligen Museums

ein Kombiticket ist günstiger als Einzeltickets, MUVE-Kombiticket

Vaporetto

ganztägig, nachts seltener

9,50 € für ein Einzelticket, Vaporetto-Tickets

Was du im Voraus kaufen solltest: ein Zeitfenster für den Markusdom und den Campanile-Aufstieg sowie ein Ticket für den Dogenpalast. Was du vor Ort entscheiden kannst: den Eintritt zur Frarikirche, Tickets für das Museo Correr, Ca' Rezzonico und Ca' Pesaro, die so gut wie nie im Voraus ausverkauft sind.

Wenn du alle Tickets in einer Liste zusammenfassen möchtest, wirf einen Blick auf die Venedig-Auswahl unten.

Anzeige

Touren und Tickets in Venice

Geführte Touren, Tickets ohne Anstehen und Aktivitäten — die meisten Angebote sind kostenfrei stornierbar.

Angebote auf Tiqets ansehen

Das Widget wird nach Ihrer Zustimmung geladen.

Welches Hotel du in Venedig wählen solltest

Die Hotelwahl hängt hier von deinem Budget ab und davon, wie viel du für die Adresse zu zahlen bereit bist. Eine Unterkunft im historischen Zentrum kostet mehr, aber du kannst zu Fuß zum Markusplatz gehen, und deine Fenster blicken vielleicht direkt auf einen Kanal. Eine preiswertere Option ist Mestre auf dem Festland: Von dort fahren Züge und Busse nach Venedig, und die Fahrt dauert etwa zwanzig Minuten.

Denk an das Wasser unter den Füßen. Der größte Teil der Route führt an Kanälen und Anlegern entlang, also trage bequeme, wasserfeste Schuhe und pack einen Regenschirm in deine Tasche.

Am einfachsten wählst du Daten aus und vergleichst Viertel über eine Hotelsuche: Prüfe die Hotelpreise in Venedig auf Trip.com.

Anzeige

Hotels in Venice finden

Vergleichen Sie Preise mehrerer Buchungsportale und filtern Sie Zimmer mit kostenfreier Stornierung.

Preise auf Trip.com vergleichen

Das Widget wird nach Ihrer Zustimmung geladen.

⁉️🤔 Häufige Fragen

Wie viel kostet der Transport in Venedig, und brauche ich einen Pass?

Ein einzelnes Vaporetto-Ticket kostet 9,50 € und ist zeitlich begrenzt (Stand: 09/2026, aktuelle ACTV-Tarife). Ein Ein- oder Zwei-Tages-Pass lohnt sich eher, wenn du zu den Inseln fährst oder mehr als drei Fahrten planst.

Was ist in Venedig montags geschlossen?

Montags sind das Naturkundemuseum und das Spitzenmuseum auf Burano geschlossen, dienstags der Ca' Rezzonico und die Peggy Guggenheim Collection. Plane diese Sehenswürdigkeiten für andere Wochentage ein, sonst musst du deine Route vor Ort umstellen.

Wann ist die beste Zeit für den Dogenpalast?

Im Sommer ist der Palast von 09:00 bis 19:00 Uhr geöffnet, freitags und samstags bleibt er in den erweiterten Öffnungszeiten bis 23:00 Uhr geöffnet (Stand: 09/2026, Öffnungszeiten des Museums). Komm zur Öffnungszeit oder in den Abendstunden: Zwischen zehn und vier sind die Säle voll mit Reisegruppen.

Reichen zwei Tage für Venedig?

Zwei Tage reichen für das Wichtigste: Markusplatz, Dogenpalast, Canal Grande und Cannaregio am ersten Tag, Santa Croce, Dorsoduro und die Laguneninseln am zweiten. Plane Museen und Turmbesteigungen mit höchstens einem pro Tag ein, sonst wird die Route zum Wettlauf gegen die Uhr.

Wie komme ich ohne Tour nach Murano und Burano?

Die Inseln sind mit dem Vaporetto mit der Stadt verbunden. Boote nach Murano fahren ab San Marco und ab Fondamente Nove, am einfachsten erreichst du Burano über Murano mit Umstieg. Die Fahrt dauert zwischen einer halben und einer ganzen Stunde, also hol dir einen Pass und plane einen halben Tag für die Inseln ein.

Lohnt sich eine Gondel oder ein Wassertaxi?

Eine Gondel und ein Wassertaxi kosten deutlich mehr als das Vaporetto, gehören aber zum Venedig-Erlebnis dazu. Wenn dein Budget knapp ist, wähle eine kurze Fahrt durch die kleineren Kanäle statt einer langen Strecke auf dem Canal Grande: Der Effekt ist fast derselbe, der Preis niedriger.

Kurz gesagt: Was sich zu buchen lohnt

Wenn du zwei Tage Zeit hast und die Stadt ohne Warteschlangen sehen willst, buche Tickets im Voraus und verteile die Sehenswürdigkeiten auf die Stadtteile. Die Logik ist einfach. Du willst ein Panorama: Steig auf den Campanile und San Giorgio Maggiore. Du willst Malerei: die Frari, die Peggy Guggenheim Collection und die MUVE-Museen. Du willst die Inseln: Murano und Burano am Nachmittag.

Tickets mit festen Einlasszeiten solltest du vor der Reise kaufen: Venedig-Museumstickets auf Tiqets, Touren und Ausflüge auf GetYourGuide und Venedig-Hotels auf Trip.com. Komm zur Öffnungszeit, trag bequeme Schuhe und lass Raum für ungeplante Abstecher entlang der Kanäle.