
Budapest an einem Tag: 17 Orte von der Fischerbastei bis zum Gellért-Bad
Die Donau teilt Budapest in Buda und Pest, und du kannst die beiden Seiten tatsächlich an einem Tag zu Fuß verbinden. Wir haben eine Route mit 17 Stationen zusammengestellt und für jede Eintritt, Öffnungszeiten und den Haken geprüft. Auf der Karte ergibt die Tagesrunde etwa 8 km, aber zwischen dem Burgberg und dem Parlament fahren Straßenbahnen und die Metro. Wenn du wenig Zeit hast, kannst du die abgelegenen Stationen problemlos auslassen. Unten alles der Reihe nach: von der Matthiaskirche bis zum Rudas-Bad.
Tickets und Öffnungszeiten ändern sich jede Saison, deshalb haben wir jeden Preis und jede Zeitangabe auf den offiziellen Websites geprüft (Stand: 09/2026). Die Terrassen der Fischerbastei sind kostenlos und rund um die Uhr geöffnet. Museen und Bäder erfordern ein Ticket, und das Parlament lässt Besucher nur im Rahmen einer Führung hinein.
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Budapest an einem Tag: Route
💡 Kurz gesagt:
- Widme deinen Vormittag dem Burgberg: Matthiaskirche, Fischerbastei und Burgpalast liegen direkt nebeneinander.
- Plane das Mittagessen in der Nähe der Markthalle ein; die Váci-Straße führt dich dorthin.
- Verbringe den Abend in Pest am Parlament und am Mahnmal „Schuhe am Donauufer". Beende den Tag im Rudas-Bad auf der Budaer Seite.
- Preise und Öffnungszeiten: 09/2026, geprüft auf der offiziellen Website des Budapester Tourismusamts.
Die Route ist für einen ganzen Tag und 17 Stationen ausgelegt. Wir haben sie in einer praktischen Reihenfolge angeordnet, du kannst sie aber auch in umgekehrter Richtung gehen.
1. Matthiaskirche
© Arian Zwegers · CC BYFoto: Arian Zwegers, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia CommonsDie gotische Kirche steht am Dreifaltigkeitsplatz, zwischen der Fischerbastei und dem Burgpalast. Hier wurden habsburgische Monarchen gekrönt. Die Türken zerstörten das Gebäude nicht; sie übermalten lediglich die Fresken. Zwei Säulen am Béla-Turm sind hier seit dem 13. Jahrhundert erhalten, und auf ihnen sitzen Figuren von Mönchen und dämonischen Tieren.
Das bunte Ziegeldach, die Rosette und der Matthiasturm machen die Kirche von beiden Donauufern aus erkennbar. Im Inneren solltest du nach den Buntglasfenstern mit biblischen Szenen, den Holzschnitzereien, dem alten Baptisterium und der Galerie des Museums für religiöse Kunst unter der Kapelle Ausschau halten. Ein Miniaturmodell des Gebäudes steht in der Nähe für blinde und sehbehinderte Besucher.
- Anfahrt: mit dem Bus zum Széll-Kálmán-Platz, dann ein paar Minuten zu Fuß zum Dreifaltigkeitsplatz.
- Kosten: Eintritt mit Ticket; genaue Preise und Zeiten auf der offiziellen Website der Kirche (Stand: 09/2026).
- Der Haken: an Wochenendvormittagen bildet sich eine Schlange am Eingang, und während der Gottesdienste sind Touristen im Inneren nicht erlaubt.
2. Fischerbastei

Die schneeweiße Bastei wirkt wie eine Galerie mit sieben kegelförmigen Türmen. Diese Türme symbolisieren die Stämme, die Ungarn gegründet haben. Der Bau folgte dem Entwurf des Architekten Frigyes Schulek und wurde Anfang des 20. Jahrhunderts fertiggestellt. Die Bastei war nie eine Festung: Sie wurde als zeremonieller Hintergrund für die Matthiaskirche errichtet. Später wurde sie eigenständig zu einem der wichtigsten Wahrzeichen des Burgbergs.
Auf dem Dreifaltigkeitsplatz wurde früher Fisch verkauft, und eine Festungsmauer umgab ihn, die im Mittelalter den Fischern Schutz bot. Der Hauptturm bietet den besten Blick auf die Donau und Pest. Unterhalb des Hügels wurden beim Bau geheime Gänge und Tunnel entdeckt.
In der Nähe befindet sich die unterirdische St.-Michaels-Kapelle, in der ein 3D-Kino Filme über die ungarische Geschichte zeigt. Zurück zur Donau gelangst du über eine lange Steintreppe.
- Anfahrt: mit dem Bus vom Széll-Kálmán-Platz, und auf dem Rückweg ist es bequem, zu Fuß hinunter zum Ufer zu gehen.
- Kosten: die Terrassen und das Panorama sind kostenlos und rund um die Uhr geöffnet; nur für die oberen Türme wird eine Gebühr erhoben (Angaben auf der Seite der Bastei: 09/2026).
- Der Haken: mittags im Sommer sind die Aussichtsplattformen überfüllt, also komm zur Öffnungszeit oder eher gegen Abend.
3. Burgpalast
© Jakub Hałun · CC BY-SAFoto: Jakub Hałun, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDer Burgpalast steht seit dem 13. Jahrhundert am rechten Donauufer. Seit König Béla IV. lebten hier die ungarischen Herrscher. Der Palast wurde wiederholt zerstört und wiederaufgebaut, und die letzte große Rekonstruktion fand um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert statt. Nach 1920 wurde der Palast von Reichsverweser Miklós Horthy genutzt.
Heute zieht sich die Palastfassade als lange, helle Linie am Ufer entlang und spiegelt sich abends im Wasser. Im Inneren sind die Nationalgalerie mit ungarischer Malerei und das Historische Museum von Budapest geöffnet, und in den Innenhöfen stehen Statuen, Brunnen und Tore. Auf dem Platz ist außerdem Platz für eine Bibliothek und eine reiche Sammlung ungarischer Künstler.
Legenden über den bronzenen Turul-Vogel und die Statue des savoyischen Feldherrn leben in der Nähe des Palasts. Auf dem Hügel finden Handwerks-, Bier- und Weinfeste statt. Hinauf gelangst du zu Fuß, mit dem Bus oder mit der Standseilbahn Sikló.
- Anreise: Nimm die Standseilbahn Sikló von der Széchenyi-Kettenbrücke oder geh die Treppen vom Ufer hinauf.
- Kosten: Die Palasthöfe sind kostenlos zugänglich; die Museen erfordern ein Ticket und sind Dienstag bis Sonntag geöffnet (Stand: Touristeninformation, 09/2026).
- Der Haken: Das Gelände ist groß, und ohne Plan verlierst du eine zusätzliche Stunde mit Auf- und Abstiegen und Wegen zwischen den Bereichen.
4. Budaer Labyrinth
© MOs810 · CC BYFoto: MOs810, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0), Wikimedia CommonsUnter dem Budaer Hügel liegt ein Netz aus Höhlen, das als Budaer Labyrinth bekannt ist. Die Natur hat sie geschaffen, nicht der Mensch. Über die Jahrhunderte wurden sie als Wohnraum, Weinkeller, Gefängnisse und Militärkrankenhaus genutzt.
Die Route hier ist nicht verwirrend. Sie ist ein Rundweg mit mehreren Sackgassen und Schildern, die dich zurück zum Hauptweg führen. Die Gesamtlänge des zugänglichen Teils des Labyrinths beträgt etwa einen Kilometer. Die Beleuchtung ist grün, wie alte Petroleumlampen, und in den dunkelsten Abschnitten verlaufen Sicherheitsseile entlang der Wände.
Im Inneren wurde ein modernes Museum mit Installationen zur Geschichte und zu den Mythen des Landes eingerichtet. Du siehst Wachsfiguren in historischen Kostümen, Höhlenmalereien, Gefängnisfesseln, einen Steinsarg und eine Steinplatte mit der Inschrift „Dracula". Aber historische Artefakte gibt es hier nicht: Alle Exponate wurden von modernen Handwerkern hergestellt.
Der Eingang zu den Höhlen befindet sich im Keller eines Wohnhauses in der Úri utca. Vor dem Besuch lohnt es sich zu prüfen, ob das Labyrinth in dieser Saison geöffnet ist.
- Anreise: Geh von der Matthiaskirche entlang der Úri utca im Burgviertel von Buda.
- Kosten: Eintritt mit Ticket; prüfe die Öffnungszeiten vor deiner Reise.
- Der Haken: Im Inneren gibt es keine historischen Objekte; es ist eine Kunstinstallation, kein Fundmuseum.
5. Elisabethbrücke
© Norbert Aepli, Switzerland ( User:Noebu ) · CC BYFoto: Norbert Aepli, Switzerland ( User:Noebu ), CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.5), Wikimedia CommonsDie Elisabethbrücke verbindet Pest und Buda an der Stelle einer früheren Kettenbrücke. Jene Brücke war nach Kaiserin Elisabeth von Bayern, genannt Sisi, benannt und lange Zeit die längste einfeldrige Brücke der Welt. Später sprengten abziehende deutsche Truppen sie vollständig.
Die moderne Hängebrücke wurde in den 1960er-Jahren wiederaufgebaut und eröffnet. Sie fiel leichter aus als die vorherige, aber breiter. Die Brücke trägt Straßenbahngleise, Fahrspuren und zwei Gehwege, und die Geländer bestehen aus einfachem Gussmetall. An Nationalfeiertagen feiert die Stadt mit farbiger Beleuchtung in den Farben der ungarischen Flagge.
Die beste Aussicht auf die Brücke hast du vom Gipfel des Gellértbergs.
- Anreise: Geh von der Zentralen Markthalle oder nimm eine Straßenbahn entlang des Pester Ufers.
- Kosten: Die Brücke ist rund um die Uhr geöffnet und kostenlos.
- Der Haken: Die Mitte der Brücke wird von Straßenbahngleisen eingenommen, für Fußgänger bleiben zwei seitliche Gehwege.
6. Gellértberg
© kallerna · CC BY-SAFoto: kallerna, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsIm 18. Jahrhundert war der Berg das Zentrum des Budaer Weinbaus: An den Hängen wuchsen Weinreben, und auf dem Gipfel stand ein Kalvarienberg. Zu den Festen der Auferstehung Christi zogen Prozessionen hierher. Seinen Namen erhielt der Berg zu Ehren des katholischen Heiligen Gerhard Sagredo Gellért, den Heiden vom Gipfel in einem mit Nägeln beschlagenen Fass in die Donau stürzten.
Nach der Niederschlagung des Aufstands beschloss die Regierung, auf dem Gipfel eine Festungszitadelle zu errichten. Sie wurde eines der ersten Wahrzeichen des Landes. In der Nähe steht die riesige Freiheitsstatue: Eine Frau hält einen Palmzweig über ihren Kopf. Die Figur des sowjetischen Soldaten wurde Anfang der Neunzigerjahre aus der Komposition entfernt.
Vom Gipfel aus hast du den schönsten Blick auf beide Donauufer, deshalb lohnt sich der Aufstieg mindestens einmal.
- Anreise: Geh den Hang von der Elisabethbrücke hinauf oder nimm einen Bus entlang der Ringstraße.
- Kosten: Der Aufstieg und die Aussichtsplattform sind kostenlos.
- Der Haken: Der Aufstieg kostet Kraft, also heb ihn dir für den Morgen oder den Sonnenuntergang auf.
7. Gellért-Bad
© Aktron · CC BY-SAFoto: Aktron, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsHeilquellen sind in den Berghang eingebettet, und über ihnen wurde das Gellért-Bad errichtet. Das Jugendstilgebäude aus dem frühen 20. Jahrhundert wirkt wie ein Märchenpalast, mit Stuck, einer Kuppel und Buntglasfenstern. Stadtlegenden zufolge lebte hier einst ein Einsiedler, der Menschen von vielen Leiden heilte.
Stand: Das Gellért-Bad ist wegen Renovierung geschlossen, prüfe daher vor deiner Reise das Eröffnungsdatum auf der offiziellen Website (Stand: 09/2026). Das historische Gebäude bleibt eines der schönsten am Berg, und schon von außen lohnt sich der Weg hinauf.
Wenn das Bad geöffnet ist, haben Gäste Zugang zu einer finnischen Sauna, Dampfbädern, getrennten Thermalbereichen für Männer und Frauen sowie Becken mit unterschiedlich temperiertem Wasser. Im Sommer öffnet außerdem ein Wellenaußenbecken im türkischen Stil. Das Bad liegt an der Kelenhegyi út am Fuß des Bergs.
Solange das Bad geschlossen ist, kannst du für ein Thermalerlebnis ins Rudas-Bad ausweichen: Es liegt am selben Berg.
- Kosten: Das Bad wird renoviert, für 2026 gibt es keine Tickets (Stand: Bad-Status: 09/2026).
- Der Haken: Die Schließung zieht sich hin, und die offizielle Website nennt kein genaues Wiedereröffnungsdatum.
8. Freiheitsbrücke
© Ondřej Žváček · CC BYFoto: Ondřej Žváček, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0), Wikimedia CommonsDie Freiheitsbrücke steht an der Stelle der früheren Franz-Joseph-Brücke. Das alte Bauwerk verband den Zollamtsplatz mit dem Juryplatz und gilt als Beispiel für ein Projekt, bei dem Entwurf und sämtliche Bauteile von Fachleuten aus dem Land selbst stammten. Eisenkonstruktionen kamen damals in Mode, und Holz wurde durch einen Rahmen aus stabilem Eisen ersetzt.
Der massive Rahmen wurde in der Fabrik der Ungarischen Königlichen Staatsbahnen montiert. Nachdem das Mittelteil am Ende des Zweiten Weltkriegs gesprengt worden war, wurde die Brücke als erste der Stadt wiederhergestellt und nur ein Jahr später erneut eröffnet. Eine weitere Sanierung wurde Anfang dieses Jahrhunderts abgeschlossen. Auf den hohen Pfeilern sind Figuren der mythischen Turulvögel und die Krone des ersten ungarischen Herrschers angebracht, und die Brücke selbst ist mit originalem gusseisernem Ornament verziert.
- Anreise: Zu Fuß vom Fővám tér bei der Markthalle.
- Kosten: Die Brücke ist kostenlos und rund um die Uhr geöffnet.
- Der Haken: Zur Stoßzeit sind die Gehwege voller Menschen; am Abend ist es deutlich leerer.
9. Große Markthalle
© Nan Palmero from San Antonio, TX, USA · CC BYFoto: Nan Palmero from San Antonio, TX, USA, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia CommonsDie große überdachte Markthalle wurde eröffnet, als die kleinen Basare mit der wachsenden Stadt nicht mehr Schritt halten konnten. Das Gebäude wurde von Architekt Samu Pecz entworfen. Seine neugotischen Ecktürme und die mehrfarbigen Keramikdachziegel machten es schnell zu einem Wahrzeichen der Stadt. Unter den luftigen Metallkonstruktionen wird auf zwei Etagen alles verkauft, von Paprika und Gulasch bis zu Souvenirs und ungarischem Wein.
Im zweiten Stock kannst du in Cafés und Restaurants mitten auf deiner Route zu Mittag essen. Die Markthalle steht am Ende der Váci utca, direkt neben der Freiheitsbrücke. Sonntags ist die Markthalle geschlossen, und am meisten los ist hier am Samstagvormittag.
- Anreise: Zu Fuß entlang der Váci utca oder mit der Straßenbahn bis zur Haltestelle an der Freiheitsbrücke.
- Kosten: Der Eintritt ist frei; Preise für Essen und Souvenirs prüfst du vor Ort.
- Der Haken: An Wochenenden und zur Mittagszeit füllen sich die Hallen mit Reisegruppen.
10. Váci utca
© Autor unbekannt · CC BY-SAFoto: Autor unbekannt, CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/), Wikimedia CommonsDie Váci utca verläuft durch das Zentrum von Pest vom Vörösmarty tér bis zum Fővám tér an der Großen Markthalle. Sie ist die wichtigste Fußgängerzone der Stadt, in der man flaniert, einkauft und zur Markthalle geht. Die Straße verläuft parallel zum Donauufer, du kannst also leicht Richtung Fluss abbiegen.
Geschäfte, Salons, Einkaufszentren, Cafés, Restaurants und Hotels säumen die gesamte Straße. Im nördlichen Abschnitt gibt es große Porzellanläden, im südlichen Teil mehr Souvenirläden und Galerien. Auch Boutiquen globaler Bekleidungsmarken findest du hier: Zara, Bershka, C&A, H&M und Benetton.
Schau in der István-Csók-Galerie und in der Buchhandlung Libri vorbei, die die größte Sammlung fremdsprachiger Bücher des Landes führt.
- Anreise: Vom Vörösmarty tér folgst du den Schildern zur Großen Markthalle.
- Der Haken: Dies ist die touristischste Straße der Stadt, die Cafépreise liegen hier über dem Durchschnitt.
11. Lajos-Kossuth-Platz
Der große Platz liegt an der Ostseite des Parlamentsgebäudes und ist mit Denkmälern für Lajos Kossuth und Ferenc Rákóczi geschmückt. Früher wurden hier Schiffe entladen. Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Ufer befestigt, und der Platz erhielt den wenig schmeichelhaften Spitznamen Müllplatz.
© Incrosnatu Danut · CC BYFoto: Incrosnatu Danut, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0), Wikimedia CommonsSeinen heutigen Namen erhielt der Platz nach dem Bau des Parlaments, als der Justizpalast, das Landwirtschaftsministerium und das Ethnografische Museum um ihn herum entstanden. Der Platz besteht aus drei versetzten Rechtecken und umschließt das Parlamentsgebäude.
In seiner Mitte steht das Lajos-Kossuth-Denkmalensemble des Bildhauers János Horvay. Das Reiterstandbild von Franz II. Rákóczi steht hier schon seit der Vorkriegszeit, und auf seinem Sockel steht die Inschrift „Mit Gott für Vaterland und Freiheit". Nahe dem Abstieg zum Fluss steht die Figur des Dichters Attila József, der auf die Donau blickt.
- Anreise: Zu Fuß von der U-Bahn-Station am Parlament oder vom Ufer.
- Kosten: Der Platz ist rund um die Uhr geöffnet und kostenlos.
- Der Haken: Hier gibt es wenig Schatten und wenige Bänke; im Sommer lange in der Sonne zu stehen ist anstrengend.
12. Schuhe am Donauufer
© Nan Palmero from San Antonio, TX, USA · CC BYFoto: Nan Palmero from San Antonio, TX, USA, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia CommonsDas Mahnmal „Schuhe am Donauufer" wurde am Ufer neben dem Parlament errichtet. Es erinnert an die Erschießungen von Zivilisten während des Zweiten Weltkriegs. Menschen wurden ans Ufer gebracht, zu langen Ketten zusammengebunden, und die erste Person wurde erschossen. Beim Sturz riss sie die anderen mit sich.
Vor der Hinrichtung mussten die Verurteilten ihre Schuhe ausziehen und am Donauufer zurücklassen. Zur Erinnerung daran säumen heute Dutzende Paar Metallschuhe, Männer-, Frauen- und Kinderschuhe, das Ufer. In der Nähe steht eine Steinbank mit Inschriften auf Hebräisch, Ungarisch und Englisch. Am Mahnmal brennen und liegen immer Kerzen und Blumen.
Die Stadt hat auch weitere Denkmäler für Holocaust-Opfer. An der Großen Synagoge wächst eine Trauerweide, in deren Metallblätter die Namen der Toten eingraviert sind.
- Anreise: Das Ufer vor dem Parlament, zu Fuß vom Kossuth-Platz.
- Kosten: Das Mahnmal ist rund um die Uhr geöffnet und kostenlos.
- Der Haken: Das Denkmal ist fast immer voller Menschen; die einzige ruhige Zeit hier ist der frühe Morgen.
13. Ungarisches Parlamentsgebäude
© Source: User:Godot13 Derivative: User:MathKnight · CC BY-SAFoto: Source: User:Godot13 Derivative: User:MathKnight, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDas Parlament wurde am Ostufer der Donau zwischen der Széchenyi- und der Margaretenbrücke errichtet. Die Entscheidung für den Bau fiel bereits Mitte des 19. Jahrhunderts, fertiggestellt wurde es aber erst Anfang des 20. Jahrhunderts. Der neugotische Bau mit orientalischen Motiven ist von vielen Punkten der Stadt aus sichtbar.
Das Parlament gilt als das größte Gebäude Ungarns, mit Dutzenden Innenhöfen, Treppenhäusern und Sälen. Unter der Hauptkuppel werden die königlichen Insignien aufbewahrt: der Reichsapfel, das Zepter und die Stephanskrone. Die Innenräume der Säle sind im mittelalterlichen Geist gestaltet, mit Mosaiken, Buntglas, Vergoldungen und Skulpturen. Im Inneren gibt es ein kleines Museum, und am Eingang steht eine Ehrengarde in historischer Uniform.
Der Zutritt ist nur mit Führung möglich, daher sind die Tickets für die Zeitfenster früh ausverkauft.
- Anreise: mit der Straßenbahn entlang des Ufers oder zu Fuß vom Lajos-Kossuth-Platz.
- Kosten: Eintritt nur mit Führung; der Preis hängt von der Staatsbürgerschaft ab, Tickets werden online verkauft (Stand: Parlament-Tickets: 09/2026).
- Der Haken: Am Besuchstag kannst du kein Ticket kaufen; die Zeitfenster sind mehrere Wochen im Voraus ausverkauft.
14. Freiheitsplatz
© Vasyatka1 · CC BY-SAFoto: Vasyatka1, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDer grüne Freiheitsplatz entstand Ende des 19. Jahrhunderts an der Stelle ehemaliger Militärkasernen. Hier standen einst die Kasernen der österreichischen Garnison und Gefängnisse für politische Häftlinge. In der Nähe wurde Lajos Batthyány, der Anführer des Aufstands gegen die Österreicher, hingerichtet.
Anfang des 20. Jahrhunderts wurde an der Stelle der abgerissenen Kasernen eine ewige Flamme zum Gedenken an die Gefallenen entzündet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in der Nähe ein Denkmal für die sowjetischen Soldaten errichtet, später, bereits in den Jahren der Unabhängigkeit, kam ein Denkmal für Ronald Reagan hinzu.
Das eindrucksvollste Mahnmal ist den Opfern des Faschismus gewidmet. Die Skulpturengruppe umfasst eine Figur des Erzengels Gabriel mit einem schwarzen Raben, und am Sockel sind die Namen von Städten eingraviert, in denen Tausende Juden umkamen. Frische Blumen und Fotografien der Toten werden hier stets niedergelegt.
Der Platz ist rechteckig und von historischen Gebäuden aus dem vergangenen Jahrhundert umgeben. Im Gebäude der Nationalbank kannst du eine Ausstellung alter Banknoten und Münzen besichtigen.
- Anreise: zu Fuß vom Kossuth-Platz oder fünf Gehminuten von der U-Bahn-Station.
- Kosten: der Platz ist kostenlos; den Eintritt zur Bankausstellung erfragst du vor Ort.
- Der Haken: Ein Teil des Platzes wird von Parkplätzen und Büros eingenommen, und die Denkmäler sind über das gesamte Gelände verstreut.
15. Ungarische Staatsoper
© Jeremy Oakley · CC BYFoto: Jeremy Oakley, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia CommonsOpernaufführungen gibt es in Ungarn seit mehr als zweihundert Jahren, doch zunächst fanden sie in den Häusern von Aristokraten statt. Das Königliche Opernhaus wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eröffnet und von einheimischen Fachleuten erbaut. Die ersten Werke auf der neuen Bühne waren die ungarischen Opern „László Hunyadi" und „Bánk bán" sowie ein Fragment aus Wagners „Lohengrin".
Unter den Gewölben des Theaters erklang die Musik von Verdi, Mozart und Rossini, und Berlioz, Richter, Rubinstein und Wagner standen am Dirigentenpult. Die erste Oper auf Ungarisch war „Der Barbier von Sevilla". Das Ballett des Theaters ist mit der Produktion von Béla Bartóks „Der holzgeschnitzte Prinz" verbunden, und aus dem Orchester selbst ging die Budapester Philharmonische Gesellschaft hervor.
Das Neorenaissance-Gebäude mit barocken Elementen wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts restauriert. Heute kannst du eine Vorstellung nur mit im Voraus gebuchten Tickets besuchen, daher solltest du rechtzeitig planen.
- Anreise: mit der U-Bahn bis zur Station Operaház, direkt am Eingang.
- Kosten: für Aufführungstickets oder eine Tagesführung siehe offizielle Website (Stand: 09/2026).
- Der Haken: Am Aufführungstag gibt es fast keine freien Plätze mehr, also kaufe im Voraus.
16. Klotild-Paläste
Nahe der Erzsébet-Brücke stehen zwei ähnliche Wohngebäude, die als Klotild-Paläste (Klotild palota) bekannt sind. Sie wurden als „steinerne Zwillinge" für Klotild, die Gemahlin von Erzherzog Joseph, Anfang des 20. Jahrhunderts erbaut. Die Gebäude im Rokokostil wirken elegant: Spitze Turmhelme ragen in den Himmel, und die Fassaden sind mit langgezogenen Fenstern, geschnitzten Bögen und Basreliefs mit historischen Persönlichkeiten Ungarns verziert.
© Fred Romero from Paris, France · CC BYFoto: Fred Romero from Paris, France, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia CommonsDie Gebäude bewachen den Zugang zur Brücke und schließen die Komposition der Straße Szabad sajtó ab. Das Projekt stammt von den Architekten Kálmán Giergl und Flóris Korb. Sie wurden als Mietshäuser errichtet: Die Eigentümer wohnten hier nie, und die Wohnungen wurden vermietet. Diese Gebäude gehörten zu den ersten in Europa, in denen Aufzüge eingebaut wurden, die damals gerade in Mode kamen. Die oberen Stockwerke sind bis heute Wohnraum, in den Erdgeschossen befinden sich Cafés, Geschäfte, Boutiquen und die Budapest Galerie.
- Anreise: zu Fuß von der Erzsébet-Brücke entlang der Straße Szabad sajtó.
- Kosten: die Besichtigung von außen ist kostenlos.
- Der Haken: Touristen haben keinen Zutritt zu den Wohngebäuden, daher lässt sich alles nur von der Straße aus betrachten.
17. Rudas-Bad
© Dennis G. Jarvis · CC BY-SAFoto: Dennis G. Jarvis, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia CommonsDas Rudas-Bad steht seit türkischer Zeit am Fuß des Gellértbergs. Die Osmanen errichteten luxuriöse Thermalbäder für den Pascha, und sie sind bis heute in Betrieb. Im Laufe der Jahrhunderte wurden die Bäder restauriert und erweitert, doch der türkische Geist der Anwendungen ist hier erhalten geblieben.
Unter der facettenreichen Glaskuppel liegst du im Thermalwasser und blickst auf das Panorama der Donau. Der Komplex umfasst sechs Becken unterschiedlicher Tiefe und Temperatur, eine Sauna und ein Dampfbad. Das hiesige Wasser gilt als heilkräftig: Es ist reich an Kalzium, Natrium und Magnesium.
Lange Zeit war das Bad nur für Männer zugänglich. Frauen wurden erst im 20. Jahrhundert an bestimmten Tagen zugelassen, und getrennte Zeiten für Männer gibt es bis heute. Das Bad ist nicht für jeden geeignet; wenn du chronische Erkrankungen hast, prüfe zuerst die Kontraindikationen.
- Anreise: nahe der Erzsébet-Brücke auf der Budaer Seite, zu Fuß vom Ufer.
- Kosten: für Tickets für den Thermalbereich und die Zeiten für Männer und Frauen siehe offizielle Website (Stand: 09/2026).
- Der Haken: Der Thermalbereich teilt die Zeiten nach Besuchergeschlecht auf, also prüfe den Plan im Voraus.
Budapest-Route auf der Karte
Wenn du den Tag ohne Herumirren verbringen möchtest, öffne die Karte und lade die Route auf dein Handy. Die Punkte verlaufen der Reihe nach vom Burgberg nach Pest, du arbeitest also einfach die Liste ab. Am Ende des Tages führt die Route über die Erzsébet-Brücke zurück nach Buda und zum Rudas-Bad.
Route durch Budapest an einem Tag
Orte auf der Karte
- 1Matthiaskirche Gotische Kirche auf dem Burgberg, wo die Habsburger gekrönt wurden
- 2Fischerbastei Weiße Galerietürme, dekorative Kulisse für die Matthiaskirche
- 3Burgpalast Burgpalast mit Nationalgalerie und dem Budapester Geschichtsmuseum
- 4Budaer Burglabyrinth Höhlensystem unter dem Burgberg mit modernen Installationen
- 5Elisabethbrücke Hängebrücke über die Donau an der Stelle der früheren Kettenbrücke Sisis
- 6Gellértberg Hügel mit Zitadelle und Freiheitsstatue, Aussicht auf die Donau
- 7Gellért-Bad Thermalbad im Jugendstil, derzeit wegen Renovierung geschlossen
- 8Freiheitsbrücke Brücke mit Turul-Vogelfiguren und Gusseisenarbeiten
- 9Große Markthalle Überdachter Markt mit neugotischen Türmen, Lebensmittel und Souvenirs
- 10Váci-Straße Hauptfußgängerstraße Pests mit Geschäften und Cafés
- 11Kossuth-Lajos-Platz Platz beim Parlament mit Denkmälern für Kossuth und Rákóczi
- 12Schuhe am Donauufer Denkmal für Erschossene am Donauufer in den Kriegsjahren
- 13Ungarisches Parlamentsgebäude Neugotisches Gebäude mit den Krönungsinsignien, Zutritt nur mit Führung
- 14Freiheitsplatz Platz mit Denkmälern für Opfer des Faschismus und ewiger Flamme
- 15Ungarische Staatsoper Opernhaus im Neorenaissance-Stil, Karten vorab buchen
- 16Klotild-Paläste Zwei Zwillingshäuser im Rokokostil bei der Elisabethbrücke
- 17Rudas-Bad Türkisches Bad am Fuß des Gellértbergs mit sechs Becken
Tickets und Öffnungszeiten
Die meisten Punkte entlang der Route sind kostenlos, und du zahlst nur dort, wo sich ein Museum, ein Bad oder eine Kirche befindet. Die Öffnungszeiten ändern sich je nach Saison, daher haben wir die geprüften Informationen in einer Tabelle zusammengefasst.
Ort | Eintritt | Öffnungszeiten und Schließtage | Quelle |
|---|---|---|---|
Matthiaskirche | Ticket erforderlich | täglich geöffnet, Gottesdienste nach Plan | |
Fischerbastei | Terrassen kostenlos, obere Türme Ticket erforderlich | Terrassen rund um die Uhr geöffnet | |
Burgpalast (Museen) | Nationalgalerie und Geschichtsmuseum, Ticket erforderlich | Di-So, montags geschlossen | |
Gellért-Bad | wird renoviert | geschlossen, Wiedereröffnungstermin prüfen | |
Rudas-Bad | Ticket für den Thermalbereich erforderlich | täglich, getrennte Zeiten für Männer und Frauen | |
Ungarisches Parlament | nur Führung, 45 Minuten | feste Einlasszeiten | |
Ungarische Staatsoper | Aufführungsticket oder Führungsticket | Abendvorstellungen und Tagesführungen | |
Große Markthalle | Eintritt frei | sonntags geschlossen |
Wenn du mehrere kostenpflichtige Orte besuchen möchtest, prüfe vorab Tickets mit Zeitfenster für Budapester Sehenswürdigkeiten. In der Hochsaison frisst die Warteschlange am Eingang einen halben Tag, während ein Zeitfenster-Ticket dir Stunden spart.
Touren und Tickets in Budapest
Geführte Touren, Tickets ohne Anstehen und Aktivitäten — die meisten Angebote sind kostenfrei stornierbar.
Angebote auf Tiqets ansehenDas Widget wird nach Ihrer Zustimmung geladen.
⁉️🤔 Häufige Fragen
Wie lange dauert die Route durch Budapest an einem Tag?
Die komplette Runde durch alle 17 Punkte dauert in gemütlichem Tempo acht bis zehn Stunden, inklusive Mittagspause und Fotostopps. Wenn du ins Parlament hinein möchtest, plane eine zusätzliche Stunde für die Führung ein. Am Abend schaffst du es noch ins Rudas-Bad, ein paar Stunden vor Schließung.
Was kann man in Budapest kostenlos sehen?
Die Terrassen der Fischerbastei, alle Brücken, das Donauufer, den Freiheitsplatz und das Mahnmal „Schuhe am Donauufer" kannst du kostenlos besichtigen. Auch die Innenhöfe des Königspalasts sind ohne Ticket zugänglich; Eintritt zahlst du nur für die Museen. Der Aussichtspunkt auf dem Gellértberg ist rund um die Uhr erreichbar.
Welches Bad ist geöffnet, wenn das Gellért renoviert wird?
Solange das Gellért-Bad geschlossen ist, geh ins Rudas-Bad an der Elisabethbrücke. Es ist seit osmanischer Zeit in Betrieb und verbindet Thermalwasser mit Blick auf die Donau. Prüfe vorab die Zeiten für Männer- und Frauenstunden auf der offiziellen Website, sonst stehst du womöglich zur falschen Zeit vor der Tür.
Wo kann man entlang der Route zu Mittag essen?
Am bequemsten ist die zweite Etage der Großen Markthalle, dort findest du Cafés und Restaurants mit ungarischer Küche. Die Markthalle liegt am Ende der Váci utca, daher passt das Mittagessen ganz natürlich in die Tagesmitte. Für Souvenirs ist Bargeld nützlich, für warme Gerichte reicht eine Karte.
Muss man ein Parlamentsticket im Voraus buchen?
Ja, das Parlament kannst du nur mit Führung betreten, und die Zeitfenster sind oft mehrere Wochen im Voraus ausverkauft. Tickets kaufst du online auf der offiziellen Website, der Preis hängt von deiner Staatsangehörigkeit ab. Wenn keine Tickets mehr verfügbar sind, kannst du das Gebäude trotzdem von außen entlang des Ufers oder bei einer Stadtrundfahrt sehen.
Kurz gesagt: was du buchen solltest
Ein Tagesprogramm für Budapest lässt sich am einfachsten um drei Dinge herum planen: ein Parlamentsticket, ein Zeitfenster für ein Museum und einen Flughafentransfer. Die übrigen Sehenswürdigkeiten findest du vor Ort, und die Route ist zu Fuß machbar.
Wenn du wenig Zeit hast: Mach den Burgberg am Morgen und hebe Pest für den Abend auf. Wenn du schwimmen gehen willst: Prüfe den Zeitplan des Rudas-Bads, denn das Gellért-Bad ist weiterhin geschlossen. Wenn du am Morgen ankommst, buche vorab einen Flughafentransfer, damit du nach dem Flug nicht nach einem Taxi suchen musst, und du kannst deine Tagespläne bequem mit GetYourGuide-Touren erweitern.


