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15 Havanna geführte Touren: Routen, Dauer und Nachteile

15 Havanna geführte Touren: Routen, Dauer und Nachteile

Einen Guide in Havanna zu finden, der Englisch oder Deutsch spricht, ist möglich. Der Preis hängt von der Empfehlung und der Gruppengröße ab, also vereinbare den Betrag im Voraus. Viele Guides berechnen pro Gruppe statt pro Person, und für eine Gruppe von drei oder vier Personen ist das günstiger.

Unten findest du 15 Routen in Havanna und Umgebung: Stadtspaziergänge, Festungen, Hemingway-Orte, Viñales und Cienfuegos. Zu jeder Route erfährst du, was es zu sehen gibt, wie viel Zeit du einplanen solltest und wo du sparen kannst. Die erste Regel ist einfach: Kaufe Tickets für Sehenswürdigkeiten im Voraus. Das Capitol lässt Besucher nur in zeitlich getakteten Gruppen hinein, Dienstag bis Samstag, um 10:00, 11:00, 14:00 und 15:00 Uhr (Stand: 09/2026, Infotur).

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1. Eine Stadtrundfahrt durch Havanna, weit und breit

💡 Kurz gesagt:

  • Nimm dir einen Guide für einen ganzen Tag: In sechs Stunden schaffst du die Altstadt, den Prado und den Malecón.
  • Vereinbare einen Preis pro Gruppe, nicht pro Person, und lege den Betrag fest, bevor du startest.
  • Nimm Wasser und eine Kappe mit: Die Hälfte der Strecke liegt in der prallen Sonne.
  • Preise und Öffnungszeiten: 09/2026, geprüft auf dem offiziellen Infotur-Portal.
Pinkfarbenes Oldtimer-Cabrio an der Uferpromenade von Havanna

Der klassische Weg, Havanna an einem Tag zu sehen: ein Auto mit Fahrer plus ein Guide, der weiß, wo es langgeht. Am Vormittag fährst du durch die historischen Viertel, am Nachmittag läufst du durch die Altstadt, und am Abend schaust du dem Sonnenuntergang am Malecón zu. Diese Route spart dir Energie und Zeit.

Zum Programm gehören meist das Capitol mit seiner riesigen Kuppel, das Große Theater von Havanna und der Boulevard Prado. Der Guide zeigt sowohl die polierte als auch die unpolierte Seite der Stadt: Neben restaurierten Herrenhäusern stehen dachlose Häuser, in denen noch Menschen wohnen. Ohne Guide wirst du diese Blocks kaum auseinanderhalten können.

Der Teil zu Fuß lässt sich am besten rund um die Kathedralenplatz und den Waldpark Almendares planen.

  • Route: Altstadt, Prado, Malecón, Kathedralenplatz, Almendares.
  • Dauer: etwa sechs Stunden inklusive Pause.
  • Für wen: für eine erste Reise, wenn du einen Gesamteindruck der Stadt bekommen möchtest.
  • Nicht für: alle, die nicht in der Hitze laufen wollen.
  • Der Haken: die Mittagssonne, bitte den Guide, die Route so zu planen, dass du mitten am Tag im Schatten bist.

2. Die Geschichte des kolonialen Havanna in einem Spaziergang

Nachtpanorama von Havanna mit Lichtern an der Uferpromenade© Gabriel Rodríguez · CC BY-SAFoto: Gabriel Rodríguez, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia Commons

Eine geführte Wanderung durch die Altstadtviertel lohnt sich, wenn du die Logik der Stadt verstehen willst. Kuba war der Schlüssel zur Neuen Welt: Silber und Gold der spanischen Krone liefen über Havanna. Der Guide zeigt dir, wie sich dieser Status in der Architektur widerspiegelt.

Das späte 19. Jahrhundert machte Havanna zu einem Zentrum des Unabhängigkeitskampfes, und das 20. Jahrhundert verband es mit den Namen Fidel Castro und Che Guevara. Geschichte liest man hier an den Fassaden ab: Du siehst sowohl koloniale Herrenhäuser als auch Gebäude aus der sozialistischen Zeit.

Die Kathedrale des Heiligen Christophorus verdient besondere Aufmerksamkeit: eine barocke Fassade aus dem 18. Jahrhundert mit Säulen und zwei asymmetrischen Glockentürmen. In der Nähe siehst du Herrenhäuser, die spanische Aristokraten für sich selbst bauten.

  • Route: Altstadtviertel, Kathedralenplatz, Kathedrale des Heiligen Christophorus.
  • Dauer: eine halbtägige Wanderung.
  • Preis: Guides berechnen pro Gruppe, bestätige den Betrag und die Zahlungswährung, bevor die Tour beginnt.
  • Für wen: für alle, die sich für Geschichte interessieren, nicht nur für den Strand.
  • Der Haken: Die Straßen sind uneben, du brauchst geschlossene Schuhe.

3. Von Varadero über Matanzas nach Havanna

Brücke über den Río Yumurí in Matanzas© Nord794ub · CC BY-SAFoto: Nord794ub, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Wenn du in Varadero wohnst, bietet es sich an, mit einem Stopp in Matanzas nach Havanna zu fahren. Die Stadt liegt an den Ufern zweier Flüsse, die durch fünf Brücken verbunden sind, und sie ist fast so farbenfroh wie die Hauptstadt.

Von dort führt die Route weiter durch Havannas Plätze und Viertel. Der Guide zeigt den alten Brunnen, die Kathedrale, das Gebäude des Innenministeriums mit dem Porträt von Che Guevara und die Festungsanlagen. Ohne Auto schaffst du all diese Punkte nicht an einem Tag.

Die Fahrt dauert mehr als zwei Stunden, also brich am Morgen auf. Laut dem Busfahrplan von Viazul gibt es tägliche Verbindungen von Varadero nach Havanna (Stand: 09/2026, Viazul). Für eine Gruppe ist ein privater Transfer mit Hotelabholung bequemer.

  • Route: Varadero, Matanzas, Havanna.
  • Dauer: ein ganzer Tag inklusive Fahrt.
  • Für wen: für alle, die im Resort Urlaub machen und die Hauptstadt sehen möchten.
  • Der Haken: viel Zeit auf der Straße, du verbringst weniger Stunden in Havanna selbst, als es scheint.

4. Sich in vier Stunden in Havanna verlieben

Plaza de la Catedral in der Altstadt von Havanna mit Cafés

Ein kurzer Rundgang für alle, die nur einen freien Tag in Havanna haben. In einem halben Tag schaffst du das historische Zentrum und beginnst, den lokalen Barock vom Neoklassizismus zu unterscheiden.

Die Route führt über vier Plätze: Plaza de Armas, Plaza de la Catedral, Plaza de San Francisco und Plaza Vieja. Jeder Platz hat seinen eigenen Charakter und seine eigene Geschichte, die der Guide unterwegs erzählt.

Ständig fahren bunte Oldtimer durch die Straßen, und das gehört zur lokalen Atmosphäre. Bei einer Pause kehrst du in stimmungsvolle Bars und alte Hotels in der Altstadt ein, wo du im Schatten verschnaufen kannst.

  • Route: vier historische Plätze der Altstadt von Havanna.
  • Dauer: vier Stunden zu Fuß.
  • Für wen: alle, die nur einen Tag in Havanna haben.
  • Der Haken: Du läufst auf Kopfsteinpflaster und fast ohne Schatten.

5. Auf Hemingways Spuren: vom Ambos Mundos zur Finca Vigía

Leerer Pool der Finca Vigía inmitten tropischen Grüns© Marcello Curto · CC BYFoto: Marcello Curto, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0), Wikimedia Commons

Hemingway lebte mehr als zwanzig Jahre auf Kuba und schrieb hier „Der alte Mann und das Meer". Die Route zu seinen Orten beginnt im Hotel Ambos Mundos im Zentrum der Altstadt. Im fünften Stock ist das Zimmer, in dem der Schriftsteller lebte, erhalten geblieben und zu einem kleinen Museum geworden.

Danach geht die Gruppe durch die Bars, in denen Hemingway auf einen Daiquiri einkehrte. Im El Floridita und in der La Bodeguita del Medio siehst du Archivfotos mit Autogrammen, und am Tresen eines der Lokale steht eine lebensgroße Bronzestatue des Schriftstellers.

Letzte Station der Route ist das Anwesen Finca Vigía im Vorort San Francisco de Paula. Ein einstöckiges Steinhaus liegt in einem Park mit hohen Bäumen, und im Inneren ist die Einrichtung aus der Lebenszeit des Schriftstellers erhalten. Du siehst Bücherregale, Kleidung, Jagdtrophäen und das Boot Pilar, das im Garten dauerhaft vor Anker liegt.

Prüfe thematische Touren vorab: Hemingway-Touren auf GetYourGuide.

  • Route: Ambos Mundos, El Floridita, La Bodeguita del Medio, Finca Vigía.
  • Dauer: etwa sechs Stunden inklusive Fahrt in den Vorort.
  • Für wen: alle, die Hemingway gelesen haben oder literarische Orte lieben.
  • Der Haken: Die Finca Vigía liegt in einem Vorort, du verbringst also einen Teil des Tages im Auto.

6. Eine individuelle Tour durch das Havanna abseits der Touristenpfade

Straßenleben in einer tropischen Stadt mit einem MarktKISymbolbild: KI-generiert

Diese Route zeigt Havanna ohne Postkartenansichten. Ein paar Blocks vom Zentrum entfernt beginnt der Alltag: Märkte, Schönheitssalons, Läden für religiöse Artikel und Schlangen vor Lebensmittelgeschäften.

Der Guide führt dich an der Tabakfabrik Partagás vorbei und erzählt dir von der kubanischen Trias: Tabak, Rum und Kaffee. Dann biegst du um eine Ecke und siehst halb verfallene Häuser neben restaurierten Herrenhäusern. Der Kontrast ist hier stärker als im Zentrum.

Den Teil zu Fuß kannst du mit einer Fahrt im Oldtimer entlang des Malecón auflockern. Wellen schlagen gegen die Brüstung und bespritzen die Autos, das gibt eine Extraportion Eindrücke.

  • Route: Viertel abseits der Touristenpfade, die Tabakfabrik Partagás, der Malecón.
  • Dauer: etwa zwei Stunden zu Fuß plus eine Autofahrt.
  • Für wen: alle, die das Zentrum schon gesehen haben und verstehen wollen, wie die Stadt wirklich lebt.
  • Der Haken: Die Route führt durch ärmere Viertel, deshalb solltest du Menschen nicht ohne Erlaubnis fotografieren.

7. Las Terrazas und das Viñales-Tal

Mogotes und grüne Felder im Viñales-Tal© Rob Oo from NL · CC BYFoto: Rob Oo from NL, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Außerhalb von Havanna verändert sich die Landschaft: Statt Straßen siehst du Mogote-Hügel, Tabakplantagen und Karsthöhlen. Las Terrazas liegt in der Provinz Artemisa, Viñales in der Provinz Pinar del Río. Diese Route eignet sich gut für einen Tag abseits der Stadt.

In der Siedlung Las Terrazas siehst du ein Tal mit steilen, dicht bewaldeten Hügeln. Herzstück des Programms ist der San-Juan-See mit Lichtungen exotischer Pflanzungen. Millionen von Zedern-, Teak-, Mahagoni- und Almacigo-Setzlingen wurden rundherum gepflanzt.

Vom See führen Wege zu einem Wasserfall und einer Aussichtsterrasse. Unterwegs kannst du eine Bootsfahrt machen, eine Galerie lokaler Künstler besuchen und im Café María einen Kaffee trinken. Manche Touren beinhalten den Besuch einer Finca mit Mittagessen.

  • Route: Viñales, Las Terrazas, San-Juan-See.
  • Dauer: ein ganzer Tag inklusive Anreise.
  • Für wen: alle, die Natur statt Stadt sehen wollen.
  • Der Haken: Die Fahrt ist lang, und du verbringst den Großteil des Tages im Auto.

8. Havanna mit dem Geschmack von Rum, Zigarren, Kaffee und Salsa

Oldtimer-Cabrio mit kubanischer Flagge am Kapitol© Antonio Schubert from Rio de Janeiro, Brasil · CC BY-SAFoto: Antonio Schubert from Rio de Janeiro, Brasil, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia Commons

Diese Route ist für alle, die wegen der Aromen gekommen sind. Kern des Spaziergangs ist die Calle Obispo, die Hauptschlagader der Altstadt, mit Museen, Souvenirläden, Cafeterias und Bars.

In der Zigarrenfabrik siehst du, wie kubanische Zigarren gerollt werden, vom Blatt bis zur fertigen Marke. Danach folgen Verkostungen: Rum, Kaffee und natürlich ein Daiquiri in der Bar, in der er seit Jahrzehnten gemixt wird.

Am Abend lohnt es sich, für Tanzshow-Programme in Bars und Tavernen zu bleiben. Salsa klingt hier nicht nach Touristenprogramm; sie gehört zum Alltag, und das spürst du schnell.

  • Route: Calle Obispo, Zigarrenfabrik, Altstadt-Bars.
  • Dauer: ein halber Tag ohne Abendprogramm.
  • Für wen: alle, die Rum und Zigarren probieren wollen, nicht nur anschauen.
  • Der Haken: Verkostungen sind nicht bei jedem Guide im Preis enthalten, also kläre das vorher ab.

9. Kubanische Straßenkunst: Jaimanitas und Callejón de Hamel

Bemalte Wände und Kunstobjekte im Callejón de Hamel© Yoeztudioz · CC BY-SAFoto: Yoeztudioz, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

In Havanna haben sich Fassaden und Zäune längst in eine Galerie verwandelt. Das Viertel Jaimanitas wurde vom Künstler José Fuster gestaltet: Mosaike bedecken Wände, Dächer, Türen, Bänke und sogar Bushaltestellen.

Unter den Motiven findest du Meerjungfrauen, Hähne, Krokodile, Blumen und Helden der Revolution. Jede Komposition erzählt ihre eigene Geschichte, ohne Guide übersieht man leicht die Hälfte der Symbole.

Zweite Station der Route ist der Callejón de Hamel, eine Straße mit Wandmalereien und afrokubanischen Motiven. Sonntags wird hier getrommelt und getanzt, du erlebst also eine Live-Performance.

  • Route: Jaimanitas, Callejón de Hamel.
  • Dauer: etwa sechs Stunden inklusive Transfers.
  • Für wen: alle, die zeitgenössische Kunst und Fotografie lieben.
  • Der Haken: enge Straßen und wenig Schatten, also nimm Wasser mit.

10. Havanna: volles Eintauchen

Kuppel und Säulengang des Kapitols von Havanna bei Tag

Dieses Format ist für alle, die nicht von einem Stopp zum nächsten hetzen, sondern die Stadt verstehen wollen. An einem Tag siehst du das Gran Teatro, das Kapitol, Palastensembles und alte Hotels, die sich an eine andere Ära erinnern.

Die Route führt über Fußgängerboulevards, Uferpromenaden, Plätze und Parkanlagen. Du siehst sowohl das prächtige Zentrum als auch die Hintergassen, in denen Fassaden direkt über dem Gehweg bröckeln.

Gegen Abend geht es ins Viertel Miramar am Meer. Hier stehen Botschaften, Büros internationaler Organisationen und private Villen, und die Hauptallee ist von hohen Bäumen gesäumt. Allein kommst du bei einem kurzen Besuch kaum hierher.

  • Route: Gran Teatro, Kapitol, Altstadt, Miramar.
  • Dauer: sechs Stunden.
  • Für wen: alle, die sowohl das Zentrum als auch die gehobenen Viertel sehen wollen.
  • Der Haken: Das Programm ist vollgepackt, und am Abend sind deine Beine müde.

11. Havannas alte Festungen

Festung El Morro mit Leuchtturm an der Küste von Havanna

Die Bucht von Havanna wurde von vier Festungen verteidigt, und du kannst alle vier bei einem einzigen Ausflug besuchen. Die Spanier steckten enorme Summen in diese Mauern, denn Gold aus Amerika lief über diesen Hafen.

Das Programm umfasst El Morro, La Fuerza, La Cabaña und La Punta. Dicke Mauern, schmale Schießscharten, Ecktürme und Geschütze vermitteln das Gefühl einer anderen Epoche. Heute sind fast alle Forts Museen und empfangen Besucher.

El Morro und La Cabaña gehören zum Parque Histórico Militar Morro-Cabaña, wo abends eine Kanone abgefeuert wird (laut Lonely Planet). Die Abendzeremonie lohnt sich, wenn du mehrere Tage in Havanna bleibst.

Mit Guide unterwegs: Havanna-Festungstouren auf GetYourGuide.

  • Route: El Morro, La Fuerza, La Cabaña, La Punta.
  • Dauer: ein halber Tag.
  • Für wen: alle, die Festungsanlagen und den Blick auf die Bucht lieben.
  • Der Haken: Zwischen den Forts musst du fahren; die gesamte Route ist zu Fuß nicht machbar.

12. Kubas religiöser Charakter

Santería-Zeremonie im Innenhof eines kubanischen Hauses© RG72 · CC BY-SAFoto: RG72, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die meisten Kubaner verbinden den Katholizismus mit der afrikanischen Santería. Für Touristen sieht das aus wie rituelle Tänze zu Trommeln und Altäre, die direkt in Innenhöfen aufgebaut sind.

Die Route beginnt im Almendares-Park, wo Ranken und Efeu die Baumstämme dicht umschlingen. Ein Fluss fließt durch den Park, und an seinen Ufern werden Rituale vollzogen, du siehst also Spuren von Opfergaben: Federn, Knochen, Münzen.

Danach geht es zum Callejón de Hamel, einem kleinen Zentrum afrokubanischer Folklore. Sonntags treten hier Musiker und Tänzer auf, und die Hausfassaden sind mit Wandbildern samt religiösen Zitaten geschmückt. Die Route endet in Regla, an der Kirche Nuestra Señora de Regla, die der Schutzpatronin des Meeres gewidmet ist.

  • Route: Almendares, Callejón de Hamel, Regla.
  • Dauer: ein halber Tag.
  • Für wen: alle, die Rituale sehen wollen, nicht nur Kirchen.
  • Der Haken: Der Park ist feucht, also nimm Mückenschutz mit.

13. Malecón bei Sonnenuntergang

Sonnenuntergang an der Uferpromenade Malecón in Havanna© Antonio Schubert from Rio de Janeiro, Brasil · CC BY-SAFoto: Antonio Schubert from Rio de Janeiro, Brasil, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia Commons

Der Malecón beginnt an der Festung San Salvador de la Punta und zieht sich sieben Kilometer entlang der Bucht. Er ist zugleich Fahrbahn und schmaler Fußweg direkt an der Ufermauer.

Die Einheimischen nennen die Ufermauer die längste Bank Havannas: Abends sitzen Hunderte Menschen darauf. Tagsüber ist es sonnig und offen; bei Sonnenuntergang wechselt die Stadt ihre Farbe; und nachts wird die Uferpromenade lebendig.

Architektonisch siehst du das Hochhaus des Nationalkrankenhauses und das legendäre Hotel Nacional de Cuba. Skulpturen entlang der Promenade erinnern an die Unabhängigkeitskämpfe. Den Spaziergang kannst du in einer der Bars mit kubanischen Cocktails ausklingen lassen.

  • Route: Malecón ab der Festung San Salvador de la Punta.
  • Dauer: vier Stunden inklusive Pausen.
  • Für wen: alle, die den Sonnenuntergang und das Abendleben der Stadt sehen wollen.
  • Der Haken: Direkt an der Ufermauer ist es windig, und bei Sturm reicht die Gischt bis zur Straße.

14. Havanna bei Nacht und heiße karibische Rhythmen

Lichter des nächtlichen Havanna über dem Meer am Malecón© Knomrm · CC BY-SAFoto: Knomrm, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Nach zehn Uhr abends zeigt Havanna eine andere Seite. Bars und Clubs öffnen, Salsa erfüllt die Straßen, und Guides führen Gruppen durch die beleuchteten Viertel.

Die Nachtspaziergang-Route verläuft über die Plaza Vieja, die Straßen Teniente Rey, O'Reilly und Mercaderes, die Plaza de San Francisco und dann durch die Viertel Vedado und Miramar. Unterwegs siehst du restaurierte Herrenhäuser mit bunten Fassaden und hörst Live-Musik direkt aus den Fenstern.

In den Bars werden dir Mojitos und kubanische Snacks angeboten, und der Guide zeigt dir, wo jeden Abend Showprogramme laufen. Der Nachtspaziergang ist kürzer als der tagsüber, kostet aber mehr Energie, als es scheint.

  • Route: Plaza Vieja, Teniente Rey, O'Reilly, Mercaderes, Vedado, Miramar.
  • Dauer: ein Abendspaziergang von etwa vier Stunden.
  • Für wen: alle, die Salsa live hören wollen.
  • Der Haken: Nachts solltest du besser mit einem Guide unterwegs sein, nicht allein.

15. Cienfuegos und der Wasserfall El Nicho

Pier mit Laternen an der Bucht von Cienfuegos© kuhnmi · CC BYFoto: kuhnmi, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Cienfuegos wurde von französischen Siedlern gegründet, und das sieht man der Architektur an. Die Stadt an der Südküste gilt als eine der gepflegtesten Kubas, und ein Ausflug hierher verbindet ein koloniales Zentrum mit Natur.

Der Hauptplatz der Stadt, die Plaza Martí: ein Park mit Rotunde und Triumphbogen, umgeben von Palästen mit Säulen, Bögen, Stuckarbeiten und Balkonen. Sehenswert ist auch das Palacio de Valle im maurisch-gotischen Stil; seine Fassade besticht durch geschnitzte Säulen und feine Ornamentdetails.

Von dort führt die Route in den Park El Nicho im Vorland der Berge. Wege führen durch tropisches Grün zu einem etwa zehn Meter hohen Wasserfall, und in der Nähe gibt es Restaurants im Ranch-Stil, die kubanische Küche servieren. Am Wasserfall kannst du schwimmen, aber das Wasser ist selbst in der Hitze kühl.

  • Route: Plaza Martí, Palacio de Valle, Park El Nicho.
  • Dauer: ein ganzer Tag inklusive Anreise.
  • Für wen: alle, die ihrer Havanna-Reise Natur und eine zweite Stadt hinzufügen möchten.
  • Der Haken: Die Fahrt in eine Richtung dauert mehrere Stunden, du musst also früh los.
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⁉️🤔 Häufige Fragen

Was kostet eine Havanna-Tour mit englisch- oder deutschsprachigem Guide?

Guides in Havanna nennen einen Preis pro Gruppe, nicht pro Person. Die Kosten hängen von Dauer, Transport und Sprache ab: Eine halbtägige Stadtwanderung ist günstiger als ein Ausflug nach Viñales oder Cienfuegos. Frag vor der Buchung, ob Festungseintritte, Verkostungen und Mittagessen enthalten sind. Leg den Preis vor Tourbeginn fest und bestätige die Währung für die Bezahlung.

Findet man auch vor Ort einen Guide, statt im Voraus zu buchen?

Ja, in der Altstadt und auf dem Malecón sprechen dich Guides von selbst an. Aber eine Buchung im Voraus gibt dir eine klare Route, einen festen Preis und einen Guide, der Englisch oder Deutsch spricht. Vor Ort landet man schnell in einer Gruppe mit der falschen Sprache oder zahlt zu viel für ein „VIP"-Erlebnis. Wenn du nur kurz da bist, buche im Voraus.

Wo kauft man Tickets für das Kapitol und die Festungen?

Eintrittskarten werden vor Ort verkauft, aber die Besichtigungszeiten solltest du vorher prüfen. Das Kapitol lässt Besucher in festen Gruppen hinein (Stand: 09/2026, Infotur). El Morro und La Cabaña besuchst du mit dem Ticket für den historischen Park; abends wird dort die Kanone abgefeuert.

Was solltest du für einen Tag in Viñales oder El Nicho mitnehmen?

Nimm Wasser, eine Kappe, bequeme Schuhe und Bargeld mit. In den Naturparks gibt es wenige Geldautomaten, und Karten werden nicht überall akzeptiert. Am Wasserfall und am San-Juan-See ist ein Badeanzug praktisch. Warme Kleidung brauchst du nicht: Tagsüber ist es heiß, und auch die Abende in Havanna sind warm.

Ist es gefährlich, in Jaimanitas und nicht touristischen Vierteln herumzulaufen?

Das Viertel Jaimanitas und die Straßen rund um den Callejón de Hamel sind tagsüber ruhig; du siehst dort viele Touristen mit Kameras. Geh mit einem Guide in der Gruppe, zeig deine Ausrüstung nicht offen und bieg nach Einbruch der Dunkelheit nicht in Sackgassen ab. Buch das Taxi zurück über dein Hotel.

Kurz gesagt: Was sich zu buchen lohnt

  • Wenn du einen Tag Zeit hast: Mach eine Überblickstour durch die Stadt; sie deckt Alt-Havanna, Prado und den Malecón ab.
  • Wenn du Natur willst: Plan einen eigenen Tag für Viñales oder El Nicho ein; die Fahrt frisst die Hälfte der Zeit.
  • Wenn du wegen der Geschichte gekommen bist: Wähl einen Spaziergang durch das koloniale Havanna und die Festungen.
  • Wenn du in Varadero wohnst: Versuch nicht, Havanna in einen halben Tag zu quetschen; nimm einen ganzen Tag mit Stopp in Matanzas.

Vergleich Routen und buche einen Guide im Voraus: Havanna-Touren auf GetYourGuide.