
20 Beste Parks in Brüssel: vom Stadtzentrum bis zum Sonienwald
Brüssel, eine Stadt mit überraschend viel Grün. Mitten im Zentrum, zwischen den EU-Palästen und den alten Vierteln, kommst du an einem Teich mit Springbrunnen oder einer schnurgeraden Buchenallee heraus. Die meisten Parks sind ganzjährig geöffnet und kostenlos; Eintritt zahlst du nur für Mini-Europe, das Atomium und den Garten in Meise.
Wir haben 20 grüne Orte in Brüssel zusammengestellt, die einen Besuch lohnen: vom königlichen Park im Stadtzentrum bis zum Sonienwald am Stadtrand. Hier erfährst du, was es in jedem Park zu sehen gibt, wo er liegt und worauf du achten solltest.
Parks in Brüssel: unsere Auswahl
💡 Kurz gesagt:
- Zentrum und ohne Auto: Brüsseler Park, Mont des Arts und der Garten Petit Sablon liegen nah beieinander, du kannst sie alle an einem halben Tag zu Fuß erkunden.
- Mit Kindern unterwegs: Im Bruparck findest du Mini-Europe und das Atomium, und die Teiche im Woluwe-Park lassen sich gut mit dem Kinderwagen umrunden.
- Wald und Ruhe gesucht: Der Sonienwald und die Abtei Rouge-Cloître bieten echte Buchenhaine am Rand der Stadt.
- Preise und Öffnungszeiten von Mini-Europe: Stand: 09/2026, geprüft auf der offiziellen Website
Park | Gebiet | Für wen |
|---|---|---|
Brüsseler Park | Zentrum | erster Besuch, autofreier Spaziergang |
Mini-Europe und Bruparck | Laeken | Familien mit Kindern |
Park Cinquantenaire | östlich des Zentrums | Museen und Architektur |
Mont des Arts | Zentrum | Aussicht und Museen |
Sonienwald | Süden der Stadt | Natur und Radfahren |
Woluwe-Park | Osten | lange Spaziergänge am Wasser |
Laeken-Park | Laeken | königliche Pavillons |
Elisabethpark | Koekelberg | Ruhe und Panoramablick |
1. Brüsseler Park
© Michaelkmd at Dutch Wikipedia ( Original text: Michaelkmd ) · CC BY-SAFoto: Michaelkmd at Dutch Wikipedia ( Original text: Michaelkmd ), CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/), Wikimedia CommonsDer Brüsseler Park (Parc de Bruxelles) liegt direkt zwischen dem Königlichen Palast und dem Parlamentsgebäude. Einst war dieser Ort vom dichten Sonienwald bedeckt, der die herzogliche Residenz der Herzöge von Brabant abschirmte. Nach einem Brand wurde der Wald nicht wiederhergestellt, und im späten 18. Jahrhundert wurde das Gelände gerodet und als Park im französischen Stil angelegt.
Die Gestaltung stammt von französischen Meistern: Eine breite Mittelallee führt zu einem Teich mit Springbrunnen, von dort zweigen schattige Wege zu drei wichtigen Wahrzeichen des Zentrums ab. Hier findest du Statuen, Musikpavillons und gepflegte Rasenflächen. An Wochenenden finden im Park Festivals und Themenpartys statt.
- Wo er liegt: im Zentrum von Brüssel, zwischen dem Königlichen Palast und dem Parlament.
- Kosten: Eintritt frei, der Park ist ganzjährig geöffnet.
- Der Haken: An Wochenenden wird es im Park wegen Festivals und Partys laut.
2. Mini-Europe: ein Park der Miniaturen
© Michael Kramer · CC BY-SAFoto: Michael Kramer, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsMini-Europe wurde im Bruparck als Freilichtmuseum eröffnet. Hier siehst du Miniatur-Nachbildungen der wichtigsten Wahrzeichen Europas, und die gesamte Route führt um das Atomium herum. Die Nachbildungen sind mit seltener Präzision gefertigt: Jede einzelne bildet Fassaden, Glasfenster und sogar winzige menschliche Figuren nach.
Das Modell der Arena von Sevilla ist mit Tausenden handbemalter kleiner Figuren gefüllt, und entlang des Weges findest du alte Verkehrsmittel ausgestellt. Ein Erwachsenenticket online beginnt bei 21,70 €, vor Ort kostet es 25 €, Kinder unter 115 cm haben freien Eintritt (Stand: 09/2026, Mini-Europe-Tarife).
- Anfahrt: Bruparck in Laeken, die nächste Metrostation ist Heysel.
- Öffnungszeiten: Die Saison 2026 läuft von Mitte März bis Anfang Januar, im Sommer ist der Park bis 19:00 Uhr geöffnet (Stand: 09/2026, Mini-Europe-Website).
- Der Haken: An der Kasse ist der Preis höher als online, ein Unterschied von 3,3 € (Stand: 09/2026, Mini-Europe-Tarife).
3. Bruparck: Unterhaltungszone
© Fred Romero from Paris, France · CC BYFoto: Fred Romero from Paris, France, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia CommonsBruparck, eine Unterhaltungszone am Fuß des Atomiums in Laeken. Formal ist es kein Park im üblichen Sinn, sondern ein Gelände mit großen Attraktionen: Mini-Europe, das Atomium selbst und ein großes Kino. Von der Spitze des Atomiums hast du einen Panoramablick über die Stadt, und Rolltreppen und ein Aufzug bringen dich nach oben.
Hier betrieb früher auch der Wasserpark Océade, doch er wurde 2018 endgültig geschlossen, und das Gelände wird für ein neues Stadtprojekt vorbereitet (laut Wikipedia). Heute kommst du vor allem wegen Mini-Europa und dem Atomium nach Bruparck.
- Wo es liegt: Laeken, direkt an der Metrostation Heysel.
- Für wen: Familien mit Kindern und alle, die das Atomium besuchen.
- Der Haken: Den Wasserpark Océade gibt es hier nicht mehr, auch wenn manche Reiseführer ihn noch empfehlen.
4. Der Laeken-Park und die königlichen Pavillons
© Nenea hartia · CC BY-SAFoto: Nenea hartia, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDer Laeken-Park wurde Anfang des 20. Jahrhunderts rund um das königliche Schloss von Laeken angelegt. Die Idee dazu kam König Leopold II. nach der Weltausstellung in Paris: Er brachte den exotischen Japanischen Turm mit, der den Anfang des Parks markierte. Heute bietet er weitläufige Rasenflächen, Gewächshäuser und sogar Wege zwischen jahrhundertealten Bäumen.
Die Hauptattraktionen des Parks sind der Japanische Turm, der ohne einen einzigen Nagel aus Holz gebaut wurde, und der Chinesische Pavillon aus rotem Backstein mit geschnitzten Ornamenten. Im Pavillon ist eine Sammlung antiken chinesischen Porzellans untergebracht. Die Pavillons gehören zu den Museen des Fernen Ostens und sind immer wieder wegen Restaurierung geschlossen, also prüfe die Öffnungszeiten vorab (Stand: 09/2026, Tourismusbüro Brüssel).
- Wo es liegt: Laeken, rund um das königliche Schloss.
- Was es zu sehen gibt: den Japanischen Turm und den Chinesischen Pavillon.
- Der Haken: Manche Pavillons sind wegen Restaurierung geschlossen, und der Zugang ist nicht immer möglich.
5. Die Abtei La Cambre
© GdML · CC BY-SAFoto: GdML, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Abtei La Cambre liegt in einem Tal nahe dem Bois de la Cambre im Süden der Stadt. Ab dem 13. Jahrhundert war hier ein Zisterzienserinnenkloster in Betrieb, bis es während der Französischen Revolution aufgelöst wurde. Später beherbergten die Mauern nacheinander ein Militärkrankenhaus, eine Baumwollfabrik und eine Militärakademie.
Nach der Restaurierung im 20. Jahrhundert erhielt die Abtei gepflegte Rasenflächen, Wege und Blumenbeete. In den Gebäuden, die Gotik und Renaissance verbinden, sind heute eine Pfarrkirche, eine geografische Gesellschaft und eine Kunstschule untergebracht. Es ist ein angenehmer Ort, um sich im Schatten der Bäume auf eine Bank zu setzen und einen Kaffee zu trinken.
- Wo es liegt: südlich von Brüssel, nahe dem Bois de la Cambre.
- Kosten: Der Eintritt zum Abteigelände ist frei.
- Der Haken: Manche Gebäude werden aktiv genutzt, daher kommst du nicht überall hinein.
6. Der Cinquantenaire-Park
© User:Ben2 · CC BY-SAFoto: User:Ben2, CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/), Wikimedia CommonsDer Cinquantenaire-Park (Parc du Cinquantenaire) wurde anlässlich des Jahrestags der belgischen Unabhängigkeit auf dem Gelände eines ehemaligen militärischen Übungsplatzes angelegt. Die Mittelachse markiert der Triumphbogen, und die Skulpturen und Flachreliefs, die ihn schmücken, erzählen die Geschichte des belgischen Staates.
Auf dem weitläufigen Gelände gibt es künstliche Seen, Baumgruppen und einen kleinen Wasserfall. Im Park findest du den Tempel der menschlichen Leidenschaften im Jugendstil, das Automuseum AutoWorld, das Königliche Militärmuseum und die Große Moschee von Brüssel. An Wochenenden finden hier oft Paraden und Stadtfeste statt.
- Wo es liegt: östlicher Teil des Zentrums, zwischen den Vierteln Jubelpark und Etterbeek.
- Kosten: Der Eintritt in den Park ist frei, die Museen auf dem Gelände verlangen Eintritt.
- Der Haken: An Tagen mit Paraden ist die zentrale Allee gesperrt, sodass du nicht geradeaus hindurchgehen kannst.
7. Der Botanische Garten im Stadtzentrum
© Ben2 · CC BY-SAFoto: Ben2, CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/), Wikimedia CommonsDer Botanische Garten im Zentrum von Brüssel ist das, was von einem großen wissenschaftlichen Garten aus dem 18. Jahrhundert übrig geblieben ist. Die Pflanzen und Sammlungen wurden vor dem Zweiten Weltkrieg nach Meise verlegt, und an der Rue Royale blieb ein kleines Grundstück mit einem Gewächshaus erhalten. Heute beherbergt es Le Botanique, ein Kulturzentrum mit Konzertsaal.
Im Garten stehen Dutzende Skulpturen lokaler Künstler, und unter der gläsernen Rotunde ist ein Wintergarten angelegt. Im Frühling blühen hier Kamelien und Azaleen, und zwischen den Veranstaltungen kannst du dich einfach auf den Rasen legen.
- Wo es liegt: Rue Royale, nahe dem Kongressplatz.
- Kosten: Der Eintritt in den Garten ist frei, Konzerte erfordern ein Ticket.
- Der Haken: Der Garten ist klein und füllt daher keinen ganzen Tag.
8. Garten Petit Sablon
© William Murphy from Dublin, Ireland · CC BY-SAFoto: William Murphy from Dublin, Ireland, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia CommonsDer Garten Petit Sablon (Jardin du Petit Sablon) liegt auf einem kleinen rechteckigen Grundstück im Sablon-Viertel, direkt neben der Kathedrale. Er wurde Ende des 19. Jahrhunderts an der Stelle eines alten Friedhofs angelegt und ist heute eine der gepflegtesten Ecken des Zentrums.
Der Garten ist von einem schmiedeeisernen Zaun auf Steinsäulen umgeben. Jede Säule trägt eine Bronzestatuette eines mittelalterlichen Zunfthandwerkers: ein Uhrmacher, ein Dachdecker, ein Klempner, ein Laternenanzünder. Im Inneren plätschern Brunnen, und Blumenbeete werden von zu Formen geschnittenen Sträuchern eingerahmt.
- Wo er liegt: im Sablon-Viertel, neben der Kirche Notre-Dame du Sablon.
- Kosten: der Eintritt in den Garten ist frei.
- Der Haken: der Garten ist klein und beliebt, und tagsüber ist er voller Menschen mit Kameras.
9. Sonienwald
© Donarreiskoffer · CC BYFoto: Donarreiskoffer, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia CommonsDer Sonienwald (Forêt de Soignes), ein großes Waldgebiet, das einst ein undurchdringlicher Schutz der belgischen Provinzen gegen Eindringlinge war. Heute erstreckt er sich über Brüssel, Flandern und Wallonien und bleibt ein echter Wald direkt neben der Hauptstadt. Flämische Meister malten die Landschaften seiner Eichenhaine.
Der Wald beherbergt seltene Sträucher und Bäume, und hier leben Eichhörnchen, Wildschweine und Hirsche. Auf den gepflegten Wegen kannst du Rad fahren, reiten oder einfach im Schatten laufen. Es gibt auch ein Sportplatzgelände, auf dem Fußballer, Handballer und Frisbeespieler trainieren.
- Wo er liegt: am südlichen Rand von Brüssel, neben dem Bois de la Cambre.
- Kosten: der Eintritt ist das ganze Jahr über frei.
- Der Haken: der Wald ist groß, und ohne Karte oder Navigationsgerät verläuft man sich leicht.
10. Nationaler Botanischer Garten in Meise
© Rudi Devuyst · CC BY-SAFoto: Rudi Devuyst, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDer Nationale Botanische Garten liegt nicht in Brüssel, sondern im benachbarten Meise, und der Ausflug lohnt sich. Es ist eine der größten Gartenanlagen in Belgien: Teiche, ein altes Schloss und Dutzende thematische Gewächshäuser mit Pflanzen aus aller Welt.
Unter Glas befinden sich Sammlungen von Orchideen, fleischfressenden Pflanzen und tropischen Arten, außerdem gibt es Gewächshäuser für Monsun- und Bergregenwälder. Ein besonderer Stolz des Gartens ist eine riesige südamerikanische Wasserlilie, deren Blatt das Gewicht eines Kindes tragen kann. Auf dem Gelände gibt es einen Souvenirladen und ein Restaurant, und die genauen Öffnungszeiten und Ticketpreise findest du auf der offiziellen Website des Gartens.
- Anreise: von Brüssel mit dem Zug oder Bus nach Meise, dann zu Fuß zum Eingang.
- Zeitbedarf: plane mindestens zwei Stunden für die Gewächshäuser und den Garten ein.
- Der Haken: die Sammlungen liegen teilweise im Freien, daher ist es in der kalten Jahreszeit angenehmer, sich auf die Gewächshäuser zu konzentrieren.
11. Park des Palastes der Akademien
© charles lecompte · CC BY-SAFoto: charles lecompte, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDer Park des Palastes der Akademien liegt rund um einen alten dreistöckigen Palast an der Rue Ducale. Der Palast wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts für Prinz Wilhelm von Oranien und seine Frau, Großfürstin Anna Pawlowna, erbaut. Heute sind dort mehrere belgische Akademien tätig, und das umliegende Gelände wurde in einen ruhigen Park verwandelt.
Zwischen gepflegten Rasenflächen und Labyrinthen aus geschnittenen Sträuchern stehen Statuen und eine kleine Kolonnade, außerdem gibt es eine skulpturale Kopie von Peter Pan. In einem gemütlichen Café kannst du einen Kaffee trinken oder dich auf eine der vielen Bänke im Schatten setzen.
- Wo er liegt: Rue Ducale, neben dem Königlichen Park.
- Kosten: der Eintritt in den Park ist frei.
- Der Haken: das Gelände ist klein, und die Leute schauen meist nur auf dem Weg aus dem Zentrum vorbei.
12. Abtei Rouge-Cloître
© Horst J. Meuter · CC BY-SAFoto: Horst J. Meuter, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Abtei Rouge-Cloître entstand aus einer kleinen Kapelle im Sonienwald. Bis zum 15. Jahrhundert war das Kloster für seine Bibliothek und Werkstätten berühmt, und ein Jahrhundert später war es das einflussreichste der Gegend. Danach erlebte es Verfall und Vergessenheit, und bis heute ist nur ein Teil der Gebäude erhalten.
Nach dem Wiederaufbau wurde im ehemaligen Refektorium ein Restaurant mit Interieurs aus dem 17. Jahrhundert eröffnet, und der Bauernhof, das Müllerhaus und die Brauerei als Ruine sind erhalten geblieben. Rundherum wurde ein Arboretum mit Waldpflanzen angelegt. Hier kannst du die mittelalterliche Atmosphäre ohne die Distanz eines Museums spüren.
- Wo sie liegt: am Stadtrand von Brüssel, am Rand des Sonienwalds.
- Kosten: der Eintritt auf das Gelände ist frei.
- Der Haken: es gibt viele Ruinen, und einige Gebäude sind für Besucher geschlossen.
13. Garten Mont des Arts
© Michael Kramer · CC BY-SAFoto: Michael Kramer, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDer Garten Mont des Arts verbindet den Königlichen Palast mit dem Grand-Place. Früher war dies ein dicht bebautes Viertel, aber die Gebäude wurden im Vorfeld der Weltausstellung Anfang des 20. Jahrhunderts abgerissen. König Leopold II. beschloss, auf dem geräumten Gelände einen „Hügel der Künste" zu schaffen, und die Gestaltung wurde einem Landschaftsarchitekten anvertraut.
Die Grünanlage war als Provisorium gedacht, aber die monumentale Treppe mit Kaskadenbrunnen wurde von den Bewohnern so geliebt, dass sie für immer blieb. Rundherum stehen die Museen der schönen Künste, der Musikinstrumente und Magritte, und von oben hat man einen Blick auf die Altstadt. Hier kannst du einige der besten Sonnenuntergangsfotos von Brüssel machen.
- Wo er liegt: zwischen dem Königlichen Palast und dem Grand-Place.
- Kosten: der Eintritt ist frei, für die Museen brauchst du ein Ticket.
- Der Haken: tagsüber ist die Treppe voller Menschen und Reisegruppen.
14. Leopoldpark
© Flocci Nivis · CC BYFoto: Flocci Nivis, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0), Wikimedia CommonsDer Leopold-Park liegt direkt neben dem Gebäude des Europäischen Parlaments. Er wurde Ende des 19. Jahrhunderts auf dem Gelände des königlichen Zoos angelegt, und einige der historischen Pavillons sind bis heute erhalten. Heute ist er eine ruhige grüne Insel im Viertel der europäischen Institutionen.
Enten, Schwäne und Nilgänse schwimmen in Teichen, die mit Wasserlinsen bedeckt sind, und in der Nähe gibt es Volieren mit Papageien sowie ein kleines Vogelhaus. Die Wege sind gepflegt, es gibt Toiletten, und an warmen Tagen entspannen sich Mitarbeiter der umliegenden Büros auf den Rasenflächen. Der Park ist ein praktischer Ort für eine Pause nach einem Spaziergang durch das Zentrum.
- Wo er liegt: im Europaviertel, zwischen Rue Belliard und Leopold Street.
- Kosten: Der Eintritt in den Park ist frei.
- Der Haken: Der Park ist kompakt, ohne große Alleen oder offene Flächen.
15. Woluwe-Park
Der Woluwe-Park (Parc de Woluwe), der größte Park der belgischen Hauptstadt, erstreckt sich entlang des Tals der Woluwe. Er wurde vor mehr als einem Jahrhundert angelegt, und das günstige Gelände des Tals prägte seinen Charakter: mehrere große Teiche, Kanäle und Ufergehölze.
© Val choko · CC BY-SAFoto: Val choko, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDie Teiche beherbergen Wasservögel: Enten, Schwäne und Kanadagänse. Eichhörnchen springen durch die Baumkronen, und Kaninchen verstecken sich im hohen Gras. Familien mit Kindern flanieren am Wasser entlang, Menschen gehen mit Hunden spazieren, fahren Rad und laufen. Du findest leicht ein Plätzchen für ein Picknick oder einen langen Spaziergang.
- Wo er liegt: im Osten der Stadt, an der Kreuzung von Avenue de Tervueren und Boulevard du Souverain.
- Kosten: Der Eintritt ist frei.
- Der Haken: Am Wochenende zieht er die größten Menschenmengen an; am ruhigsten ist es morgens.
16. Josaphat-Park
© Trougnouf (Benoit Brummer) · CC BYFoto: Trougnouf (Benoit Brummer), CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0), Wikimedia CommonsDer Josaphat-Park (Parc Josaphat) wurde in Schaerbeek auf dem Gelände des alten Linthout-Waldes angelegt. Anfang des 20. Jahrhunderts beschloss König Leopold II., das Waldgebiet in einen öffentlichen Park umzuwandeln, und unter der Leitung des Ingenieurs Edmond Galoppin wurde Totholz entfernt, während Landschaftsarchitekten Rasenflächen und Blumenbeete planten.
Das Gelände ist mit Statuen anerkannter Bildhauer jener Zeit geschmückt, und bucklige Brücken überspannen die Teiche. Seit mehr als einem Jahrhundert ist der Park ein Lieblingsort der Bewohner der nördlichen Viertel: Man kommt hierher, um den Vögeln zu lauschen und auf den Wegen im Schatten ausladender Baumkronen spazieren zu gehen.
- Wo er liegt: in der Gemeinde Schaerbeek.
- Kosten: Der Eintritt ist frei.
- Der Haken: Die Teiche und Brücken sind bei Fotografen beliebt, daher wird es an klaren Tagen voll.
17. Océade: der Wasserpark, den es nicht mehr gibt
© Jérémy-Günther-Heinz Jähnick · CC BY-SAFoto: Jérémy-Günther-Heinz Jähnick, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsOcéade war der wichtigste Wasserpark Brüssels und lag im Bruparck-Areal. Er öffnete Ende des 20. Jahrhunderts, hatte ganzjährig geöffnet, und das Wasser in den Becken war so stark beheizt, dass du sogar im Winter schwimmen konntest. Es gab Rutschen für Adrenalinjunkies, Familienattraktionen und einen separaten Kinderbereich.
Der Wasserpark schloss am 30. September 2018 endgültig: Das Gelände wurde für ein neues Stadtentwicklungsprojekt übergeben (laut Enzyklopädie). Heute ist auf dem ehemaligen Océade-Gelände nichts mehr in Betrieb, es gibt also keinen Grund mehr, wegen der Becken nach Bruparck zu fahren.
- Wo er war: Bruparck in Laeken, direkt neben dem Atomium.
- Status: seit dem 30. September 2018 dauerhaft geschlossen.
- Der Haken: Das Gelände existiert nicht mehr, aber alte Reiseführer führen es immer noch als in Betrieb.
18. Parc Elisabeth
© Giles Laurent · CC BY-SAFoto: Giles Laurent, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDer Parc Elisabeth ist nach Königin Elisabeth benannt und liegt neben der Basilika des Heiligen Herzens auf dem Koekelberg-Hügel. Die imposante Basilika krönt den Gipfel, während sich davor eine breite grüne Rasenfläche ausbreitet, eingerahmt von baumbestandenen Wegen und Hecken. Vom Hügel aus hast du ein weites Panorama über die Stadt.
Jahrhundertealte Bäume, Ziersträucher, Rasenflächen, Bänke und altmodische Laternen schaffen eine ruhige Atmosphäre. Die Leute kommen hierher, um mit ihren Hunden spazieren zu gehen und eine Pause vom Sightseeing einzulegen. Wenn du es bis zur Basilika geschafft hast, ist dieser stille Park ein angenehmer Abschluss des Tages.
- Wo er liegt: Koekelberg-Hügel, neben der Basilika des Heiligen Herzens.
- Kosten: Eintritt frei.
- Der Haken: Der Hang ist steil, und der Aufstieg zu Fuß ist nicht für jeden geeignet.
19. Parc Duden

Der Parc Duden in der Gemeinde Forest hat unberührte Buchenwäldchen aus dem Sonienwald bewahrt. Das Gelände gehörte einst der Abtei Forest, ging dann an die Familie Duden über und wurde unter Leopold II. Staatseigentum. Der Park wurde Anfang des 20. Jahrhunderts für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Heute ist er eine große grüne Fläche mit Graswiesen und alten Buchen. Die Wiesen werden zum Laufen und Fußballspielen genutzt, außerdem für Spaziergänge mit Kindern und Hunden. Er ist ein seltenes Beispiel dafür, wie ein natürlicher Wald mitten in der Stadt sorgfältig gepflegt wird.
- Wo er liegt: Gemeinde Forest, südlich von Brüssel.
- Kosten: Eintritt frei.
- Der Haken: Es gibt wenig Infrastruktur; es ist eher ein Wald als ein Park mit Cafés.
20. Square du Petit Sablon
© Ad Meskens · CC BY-SAFoto: Ad Meskens, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDer Square du Petit Sablon ist ein kleiner, gemütlicher Garten im Zentrum, umschlossen von einem schmiedeeisernen Zaun. Er wurde Ende des 19. Jahrhunderts für die Öffentlichkeit geöffnet, und sein Name stammt vom lehmigen Boden des Viertels: „sablon" auf Französisch.
In der Mitte des Platzes stehen Statuen der Grafen von Egmont und Horn, Volkshelden Belgiens, umgeben von Skulpturen anderer historischer Persönlichkeiten des Landes. Miniaturbrunnen und Blumenbeete machen diese Ecke malerisch. Auf dem Weg zur Liebfrauenkirche am Sablon legen Besucher hier einen kurzen Stopp ein, um in Ruhe ein paar Fotos zu machen.
- Wo er liegt: Sablon-Viertel, neben der Liebfrauenkirche am Sablon.
- Kosten: Eintritt frei.
- Der Haken: Der Platz ist recht klein; ein Besuch dauert nur ein paar Minuten.
Brüsseler Parks auf der Karte
Diese Karte zeigt alle Parks aus der Liste. So kannst du deine Route leichter nach Stadtteilen planen: das Zentrum, Laeken im Nordwesten und die südlichen Gemeinden. Übernimm die Punkte in deine Navigations-App, damit du nicht durch die Stadt irrst und keine Zeit mit Umstiegen verlierst.
Brüssels Parks
Orte auf der Karte
- 1Warandepark Zwischen Königspalast und Parlament, Park im französischen Stil
- 2Mini-Europe Miniaturkopien europäischer Sehenswürdigkeiten beim Atomium
- 3Bruparck Vergnügungsviertel beim Atomium, Mini-Europe und Kino
- 4Laekener Park Königliche Pavillons, Japanischer Turm und Chinesischer Pavillon
- 5Abtei La Cambre Ehemalige Zisterzienserabtei aus dem 13. Jahrhundert am Sonienwald
- 6Jubelpark Triumphbogen, Museen und eine Moschee auf dem Gelände
- 7Botanischer Garten im Stadtzentrum Rest eines wissenschaftlichen Gartens aus dem 18. Jahrhundert, Kulturzentrum Le Botanique
- 8Garten Petit Sablon Schmiedeeiserner Zaun mit Handwerkerfiguren, Ende des 19. Jahrhunderts
- 9Sonienwald Großes Waldgebiet, Eichhörnchen, Wildschweine und Rehe
- 10Botanischer Garten Meise Dutzende thematische Gewächshäuser, eine riesige Seerose
- 11Park des Akademienpalastes Ruhiger Park um einen Palast aus dem 19. Jahrhundert in der Rue Ducale
- 12Garten Mont des Arts Treppe mit Brunnen zwischen Palast und Grand Place, beste Sonnenuntergangsfotos
- 13Abtei Rouge-Cloître Kloster aus dem 15. Jahrhundert am Rand des Sonienwaldes, Arboretum
- 14Leopoldpark Auf dem Gelände des ehemaligen Königszoos, Teiche mit Enten und Schwänen
- 15Woluwe-Park Größter Park der Hauptstadt, Teiche entlang des Flusses Woluwe
- 16Josaphatpark Statuen und Buckelbrücken zwischen Teichen in Schaerbeek
- 17Elisabethpark An der Sacré-Cœur-Basilika auf dem Koekelberg, Panorama der Stadt
- 18Dudenpark Unberührte Buchenwälder des Sonienwaldes in der Gemeinde Forest
- 19Platz Petit Sablon Schmiedeeiserner Zaun, Statuen der Grafen von Egmont und Hoorn
⁉️🤔 Häufige Fragen
Kostet der Eintritt in die Brüsseler Parks etwas?
Die meisten Parks in Brüssel sind kostenlos und ganzjährig geöffnet: Das gilt für den Brüsseler Park, den Sonienwald, den Mont des Arts und die Gärten im Stadtzentrum. Du zahlst nur für Mini-Europe, das Atomium, den Eintritt in den Nationalen Botanischen Garten in Meise und die Museen im Cinquantenaire-Park.
Wie viel Zeit brauchst du für Mini-Europe?
Schau vor deiner Reise auf die Website des Parks: Mini-Europe hat saisonal geöffnet, mit längeren Öffnungszeiten im Sommer und einer mehrwöchigen Schließzeit im Winter. Ein gemütlicher Rundgang durch alle Miniaturen dauert etwa zwei Stunden; mit Kindern solltest du mehr Zeit einplanen. Ein datiertes Online-Ticket ist außerdem günstiger als an der Kasse.
Ist der Wasserpark Océade in Bruparck noch geöffnet?
Nein, der Wasserpark wurde am 30. September 2018 dauerhaft geschlossen, und auf dem Gelände ist ein neues Stadtentwicklungsprojekt geplant (laut der Océade-Seite in der Enzyklopädie). Viele alte Reiseführer führen ihn immer noch als in Betrieb, aber diese Information ist veraltet.
Wie kommst du ohne Auto zu den Parks?
Zu den Parks im Zentrum kannst du von der Grand-Place aus zu Fuß gehen oder Metro und Straßenbahn nehmen. Bruparck und das Atomium sind mit der Metro bis zur Station Heysel erreichbar, während der Sonienwald und Meise vom Bahnhof aus leichter mit der S-Bahn oder dem Bus zu erreichen sind.
Wann ist die beste Zeit für einen Besuch der Brüsseler Parks?
Die besten Monate für Spaziergänge sind April bis September, wenn die Blumenbeete blühen, die Gewächshäuser geöffnet sind und alle saisonalen Attraktionen in Betrieb sind. Im Winter sind die Parks ebenfalls geöffnet, aber einige Pavillons und botanische Sammlungen sind geschlossen, also prüfe die Öffnungszeiten im Voraus.
Kurz gesagt: was du buchen solltest
Brüssel erkundest du am besten nach Stadtteilen, statt zu versuchen, alle Parks auf einmal abzudecken. Wenn du einen Tag im Zentrum hast, wähle den Brüsseler Park, den Mont des Arts und den Square du Petit Sablon: Sie liegen alle dicht beieinander. Mit Kindern plane einen Ausflug nach Bruparck, wo Mini-Europe und das Atomium liegen. Und denk daran: Online-Tickets für Mini-Europe sind günstiger als an der Kasse, also kaufe deinen Eintritt im Voraus auf der offiziellen Mini-Europe-Website.


