
National Gallery in London: Was du sehen solltest und wie du ohne Ticket hineinkommst
Der Eintritt in die ständige Sammlung der National Gallery in London ist frei (Stand: 09/2026, Besuchsplanung auf der Museumswebsite). Du zahlst nur für Tickets zu großen Sonderausstellungen. Die Sammlung umfasst mehr als 2.300 westeuropäische Gemälde vom 13. bis zum frühen 20. Jahrhundert (Stand: 09/2026, Sammlungsüberblick).
Die Galerie liegt an der Nordseite des Trafalgar Square. Fast jeder Tourist im Zentrum Londons läuft daran vorbei. Aber viele schauen nur zwanzig Minuten hinein, hasten durch zwei Säle und gehen wieder, ohne Van Goghs „Sonnenblumen" oder Velázquez’ „Rokeby Venus" gesehen zu haben.
Wir haben einen praktischen Besuchsplan zusammengestellt: was du zuerst anschauen solltest, wie viel Zeit du einplanen solltest, wo du ein Zeitfenster-Ticket für Ausstellungen bekommst und wie du von der U-Bahn dorthin kommst. Wir haben die Öffnungszeiten und Preise mit der offiziellen Website der Galerie abgeglichen (Stand: 09/2026).
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Was du in der Galerie sehen solltest: Säle und Hauptwerke
💡 Kurz gesagt:
- Die ständige Sammlung ist frei; nur große Sonderausstellungen erfordern Tickets (Stand: 09/2026, auf der Museumswebsite geprüft).
- Beginne mit dem Sainsbury Wing, wo die frühesten Werke hängen.
- Freitags ist die Galerie bis 21:00 Uhr geöffnet, der einzige Abendtermin der Woche (Stand: 09/2026, Öffnungszeiten).
- Hol dir am Eingang einen Lageplan, sonst verpasst du die Hälfte der Sammlung.
- Preise und Öffnungszeiten: 09/2026, geprüft auf der offiziellen Website der Galerie.
Die Sammlung ist chronologisch gehängt, was den Rundgang deutlich erleichtert. Beginne mit dem Sainsbury Wing: Dort findest du Gemälde vom 13. bis zum 16. Jahrhundert, von der frühen Renaissance bis zu Michelangelo. Beim Durchqueren der Säle im Hauptgebäude gelangst du ins 17. und 18. Jahrhundert und endest bei Leinwänden aus dem frühen 20. Jahrhundert.
Die Säle bilden ein Labyrinth, und man verläuft sich leicht. Hol dir am Informationsschalter einen gedruckten Lageplan oder lade dir vorab einen von der Museumswebsite herunter. So kannst du dir eine Route durch die Epochen bauen, statt im Kreis zwischen den Treppenhäusern umherzuirren.
© https://www.flickr.com/photos/bryansjs · CC BY-SAFoto: https://www.flickr.com/photos/bryansjs, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia CommonsDer Saal der venezianischen Malerei versammelt Namen, die man aus Lehrbüchern kennt: Bellini, Mantegna, Cima da Conegliano, Antonello da Messina. Ein kleiner früher Giorgione wird hier ebenfalls aufbewahrt, ist aber fast nie ausgestellt. Fachleute streiten noch immer über die Zuschreibung, daher verbringt er monatelang im Depot.
Der spanische Saal hat weniger Leinwände als der Prado in Madrid, aber er besitzt eine starke Auswahl an Werken von Velázquez. Wegen eines Gemäldes kommen Besucher gezielt hierher: Die „Rokeby Venus" ist sein einziger erhaltener Akt.
Ein eigener Bereich ist dem goldenen Zeitalter der holländischen Schule gewidmet. Rembrandt ist hier mit Porträts seiner beiden Ehefrauen, von Freunden, Weggefährten und einem Selbstporträt vertreten. In der Nähe hängen vierundzwanzig Gemälde von Rubens, überwiegend aus seinen letzten Lebensjahren. Die holländischen Genremaler sind mit Terborch, de Hooch, van Ruisdael und van Ostade vertreten.
Die französische Malerei nimmt mehrere Säle ein. Die akademische Linie halten Poussin und Claude Lorrain, die realistische Linie die Brüder Le Nain. Schau dir gesondert die Repräsentationsporträts an: Kardinal Richelieu von Philippe de Champaigne und Ludwig XIV. von Rigaud. Weiter hinten hängen Landschaften von Corot und Daubigny sowie Leinwände von Delacroix, Courbet, David und Ingres.
Das galante 18. Jahrhundert hängt in der Nähe: Watteau mit melancholischen Szenen, Fragonard mit mythologischen Sujets, Chardin mit Stillleben. Impressionisten gibt es hier wenige, aber die Auswahl ist stark: Monet, Renoir, Pissarro, Manet, Sisley. Dieser Saal wird laufend durch Schenkungen privater Sammler bereichert.
Die britische Schule findest du in eigenen Sälen. Stubbs malte Pferde aus jedem Blickwinkel, Constable malte zurückhaltende Landschaften seiner heimatlichen Gegend. Im englischen Porträtsaal hängen die Hofporträtisten: Van Dyck, Holbein und Lawrence.
Wenn du sehr wenig Zeit hast, steuere drei Leinwände an: Van Goghs „Sonnenblumen", Tizians „Heilige Familie" und „Landschaft mit Burg". Markiere sie dir vorab auf dem Lageplan, damit du nicht blind suchst. Ein vollständiger Rundgang durch alle Epochen dauert drei bis vier Stunden, mit Kaffeepause auch länger.
- Wie viel Zeit: eine Stunde für die Hauptwerke, drei bis vier Stunden für die gesamte Sammlung.
- Für wen: für eine erste London-Reise und für alle, die alte Meister ohne Ticket sehen möchten.
- Nicht für: Wenn du Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts suchst, die ist nicht in der ständigen Sammlung.
- Der Haken: Die Sammlung verteilt sich auf mehrere Flügel, und ohne Lageplan verpasst du einige Säle.
Geschichte: von einer Privatsammlung zum Nationalmuseum
Die Galerie wurde 1824 gegründet, als die britische Regierung die Sammlung des in Russland geborenen Bankiers John Julius Angerstein kaufte. Die ersten achtunddreißig Gemälde gingen in die Sammlung ein, darunter Werke von Rubens und Tizian (laut der offiziellen Geschichte der Galerie).
Zunächst hingen die Gemälde in einem Haus an der Pall Mall. Als die Sammlung wuchs, begann der Bau eines Gebäudes am Trafalgar Square, und 1838 zog die Sammlung dorthin um (laut Sammlungsgeschichte). Architekt Wilkins übernahm für die Fassade acht Säulen aus den alten königlichen Stallungen, die zuvor auf dem Gelände gestanden hatten.
© https://www.flickr.com/photos/bryansjs · CC BY-SAFoto: https://www.flickr.com/photos/bryansjs, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia CommonsDas Gebäude wurde mehrfach erweitert. Der Sainsbury Wing entstand 1991 mit Mitteln des Handelsmagnaten Simon Sainsbury und wurde nach ihm benannt (laut National Gallery). 2023 wurde er wegen Renovierung geschlossen und am 10. Mai 2025 als Haupteingang wiedereröffnet (Stand: 09/2026, Pressemitteilung der Galerie). Heute führt ein stufenloser, barrierefreier Eingang vom Trafalgar Square ins Gebäude.
Die Besucherzahlen stiegen danach. 2025 besuchten mehr als vier Millionen Menschen die Galerie am Trafalgar Square, 29% mehr als im Jahr zuvor (laut Galerie).
Formal ist die Galerie weiterhin eine nichtstaatliche Organisation. Doch der Premierminister ernennt die Treuhänder, und der Staat stellt jährliche Zuschüsse für den Unterhalt des Gebäudes und der Sammlung bereit.
Die Ausstellungsflächen erstrecken sich über eine Fläche von der Größe mehrerer Fußballfelder, du kannst hier also problemlos einen halben Tag verbringen. Neben den Ausstellungsräumen gibt es in der Galerie einen Vortragssaal und einen Informationsschalter. Dort kannst du dir einen Lageplan mitnehmen, bevor du in die Ausstellung gehst.
Wie die Sammlung wuchs: Schenkungen, Ankäufe und königliche Gemälde
Der erste Direktor der Galerie war Charles Eastlake, ein Maler und Kunsthistoriker. Zehn Jahre lang kaufte er persönlich Gemälde von europäischen Sammlern und spürte sie in Klöstern, alten Kirchen und Privatsammlungen auf.
Zu seinen Ankäufen gehören Gemälde, für die Menschen nach London reisen: „Die Schlacht von San Romano" von Paolo Uccello und Bellinis „Madonna auf der Wiese". Insgesamt erwarb Eastlake mehr als hundert Gemälde für die Galerie.
Danach wuchs die Sammlung durch Schenkungen. Die Sammler George Beaumont und Holwell Carr stifteten ihre Kollektionen mit Werken von Rubens, Canaletto, Tintoretto und Rembrandt. Die italienische Abteilung wurde um Gemälde von Fra Angelico, Pisanello und Filippo Lippi bereichert.

Die Eröffnung des Sainsbury Wing 1991 wurde mit der Ausstellung „The Queen's Pictures" gefeiert. Dafür wurden Werke von Vermeer, Rubens, Holbein und Van Dyck aus der Royal Collection herbeigeschafft.
Die Sammlung wächst bis heute. Zuletzt wurde sie um Gemälde des gotischen Meisters Bermejo, des deutschen Klassikers Dürer, des französischen Postimpressionisten Seurat und des bayerischen Landschaftsmalers Altdorfer erweitert. Einige dieser Werke findest du im Sainsbury Wing.
Tickets und Öffnungszeiten
Was du wissen musst | Stand |
|---|---|
Adresse | Trafalgar Square, London |
Eintritt ständige Sammlung | kostenlos (Stand: 09/2026, Besuchsplan) |
Öffnungszeiten | täglich 10:00-18:00, freitags bis 21:00 (Stand: 09/2026, offizielle Website) |
Schließtage | nur wenige Tage im Jahr, die Galerie ist an 361 Tagen geöffnet (Stand: 09/2026, Besuchsregeln) |
Du kannst dir vorab auf der Website des Museums ein kostenloses Ticket mit Zeitfenster sichern, damit überspringst du die Schlange an den Drehkreuzen. Am Wochenende sind die Slots schneller weg, also buche nicht erst am letzten Tag.
Wechselausstellungen sind kostenpflichtig, und Tickets dafür werden separat verkauft. Wenn du wegen einer bestimmten Ausstellung kommst, buche Datum und Uhrzeit im Voraus: Die Slots für beliebte Shows sind oft Wochen im Voraus ausverkauft.
Tipp für alle, die nur ein paar Tage in der Stadt sind: Die Freitagabend-Öffnungszeiten sind die längsten der Woche, und nach dem Galeriebesuch hast du noch Zeit für ein Abendessen im Zentrum. Wir haben die Öffnungszeiten und Einlassregeln mit der offiziellen Website des Museums abgeglichen (Stand: 09/2026, Besuchsseite).
Tickets mit Zeitfenster für Ausstellungen in der National Gallery
Touren und Tickets in National Gallery London
Geführte Touren, Tickets ohne Anstehen und Aktivitäten — die meisten Angebote sind kostenfrei stornierbar.
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Was du in London sonst noch sehen solltest
Der Trafalgar Square liegt mitten im Herzen Londons, die Galerie lässt sich also gut mit anderen Sehenswürdigkeiten der Stadt verbinden. Für manche davon lohnt es sich ebenfalls, Tickets im Voraus zu kaufen: Schlangen an den Kassen fressen Zeit.
© Diliff · CC BY-SAFoto: Diliff, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsTower of London
Ein Ticket hier beinhaltet die Ausstellung der Kronjuwelen, die viele Besucher in die Festung zieht. Es ist eine der beliebtesten Attraktionen Londons, und am Eingang bildet sich eine Schlange.
© Bob Collowan · CC BY-SAFoto: Bob Collowan, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsTicket für den Tower of London kaufen
London Eye
Das Riesenrad an der Themse bietet dir den Blick von oben auf die Stadt. Es gibt ein Standardticket und eine Fast-Track-Option, wenn du nicht anstehen möchtest.
© Christian David · CC BY-SAFoto: Christian David, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsTower Bridge
Im Inneren der Brücke gibt es eine Ausstellung über ihre Konstruktion und Funktionsweise. Das Ticket gewährt dir bevorzugten Einlass, du wartest also nicht mit der allgemeinen Gruppe.
© Barcex · CC BY-SAFoto: Barcex, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsTower Bridge Ticket mit bevorzugtem Einlass
Westminster Abbey
Die Abtei funktioniert sowohl als aktive Kirche als auch als Museum. Das Eintrittsticket beinhaltet einen Audioguide, damit du sie in deinem eigenen Tempo erkunden kannst, ohne Gruppe.
© TimothyBarkerJr · CC BY-SAFoto: TimothyBarkerJr, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsWestminster Abbey Eintrittsticket mit Audioguide
St Paul's Cathedral
Die Kuppel der Kathedrale erhebt sich über der City, und von der Galerie hast du einen Panoramablick über London. Ein Fast-Track-Ticket spart in der Hochsaison Zeit.
© Mark Fosh · CC BYFoto: Mark Fosh, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia CommonsSt Paul's Cathedral Fast-Track-Ticket
National Gallery auf der Karte und Anreise
Die Galerie liegt an der Nordseite des Trafalgar Square, zwischen Charing Cross und Leicester Square. Die nächsten U-Bahn-Stationen sind Charing Cross, Leicester Square und Embankment. Von jeder erreichst du sie in wenigen Minuten zu Fuß (laut offizieller Website des Museums).
Busse halten direkt am Platz, die Variante ohne U-Bahn funktioniert also auch. Wenn du mit dem Auto kommst, stell es in einem kostenpflichtigen Parkhaus im Zentrum ab: Parkplätze rund um die Galerie sind begrenzt.
⁉️🤔 Häufige Fragen
Muss ich für den Eintritt in die National Gallery bezahlen?
Nein, die ständige Sammlung ist kostenlos, und das war sie schon immer (Stand: 09/2026, Besuchsbedingungen). Du zahlst nur für Tickets zu großen Sonderausstellungen. Du kannst im Voraus auf der Website des Museums ein kostenloses Ticket mit Zeitfenster buchen, um die Warteschlange zu überspringen. Zeitfenster sind nicht verpflichtend, aber am Wochenende helfen sie, Zeit zu sparen.
Wie viel Zeit brauche ich für die Besichtigung?
Eine Stunde reicht für die wichtigsten Gemälde. Ein kompletter Rundgang durch die gesamte Sammlung vom 13. bis zum frühen 20. Jahrhundert dauert drei bis vier Stunden, und das ohne Kaffeepausen. Wenn du mit Kindern unterwegs bist, plane zwei Stunden ein und markiere vorab drei oder vier Räume auf dem Plan.
Wann ist in der Galerie weniger los?
Am ruhigsten ist es direkt nach der Öffnung und nach 16 Uhr. Freitags hat die Galerie bis 21 Uhr geöffnet, aber die Abendstunden sind beliebt, der Andrang hält also länger an. Am Wochenende komm zur Öffnungszeit: Gegen Mittag füllen sich die Räume mit den Hauptwerken mit Gruppen.
Was, wenn ich nicht viel über Malerei weiß?
Starte mit der chronologischen Route durch den Sainsbury Wing, dort findest du Gemälde vom 13. bis 16. Jahrhundert und eine klare Struktur. Nimm am Eingang einen Lageplan mit, dann irrst du nicht zwischen den Treppenhäusern umher. Für einen ersten Besuch reichen fünf Räume und die drei Gemälde, die wir oben hervorgehoben haben.
Wie komme ich von der U-Bahn zur Galerie?
Die nächsten Stationen sind Charing Cross, Leicester Square und Embankment. Von jeder davon erreichst du die Galerie in wenigen Minuten zu Fuß (siehe Lageplan).
Video über die National Gallery
Wenn du die Räume vorab sehen möchtest, schau dir das Video unten an. Es hilft dir, vor deiner Reise ein Gefühl für die Größe der Sammlung zu bekommen.
Kurz gesagt: Was sich zu buchen lohnt
Wenn du nur einen Tag in London hast, sichere dir vorab ein kostenloses Einlasszeitfenster für die Galerie und komm zur Öffnungszeit. Wenn du eine bestimmte Ausstellung besuchen möchtest, prüfe zuerst die Termine und kaufe ein Zeitfenster-Ticket, dann plane den Rest deines Programms darum herum.
Die Entscheidungsmatrix ist einfach. Wenn dein Ziel die großen Gemälde der Sammlung sind, reichen eine Stunde und ein kostenloses Einlasszeitfenster. Wenn du die Galerie mit anderen Londoner Sehenswürdigkeiten verbinden möchtest, buche Tickets für den Tower oder Westminster Abbey im Voraus, damit du nicht an der Kasse warten musst. Wenn du einen Abendbesuch möchtest, halte dir den Freitag frei und komm nach vier Uhr.
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