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Sardinien Urlaubsorte: 20 Ziele für Meer, Geschichte und Tauchen

Sardinien Urlaubsorte: 20 Ziele für Meer, Geschichte und Tauchen

Sardinien schenkt dir drei verschiedene Urlaube in einer Woche. Morgens trinkst du Kaffee in einem geschäftigen Hafen, nachmittags liegst du auf weißem Sand, abends isst du in einem Fischerdorf frischen Fisch zu Abend. Doch die Küste erstreckt sich hier über Hunderte von Kilometern, und wer zum ersten Mal kommt, kann schnell den Überblick verlieren. Unten findest du 20 Ferienorte der Insel nach Küstenabschnitten: was du wählen solltest, für wen es sich eignet und wo du übernachtest.

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Resort-Vergleich und unsere Auswahl

Alle 20 Ferienorte verteilen sich auf vier Küstenabschnitte: den Nordosten rund um die Costa Smeralda, den Nordwesten, den Osten und den Süden. Der Norden ist teurer und lebhafter, der Süden ruhiger und grüner. Wenn du wenig Zeit hast, wähle einen Ort im Norden und einen im Süden.

💡 Kurz gesagt:

  • Im Norden findest du Costa Smeralda, Porto Cervo und Rotondo: Service, Yachten und die höchsten Preise.
  • Im Süden und Osten warten Cagliari, Villasimius und Costa Rei: lange Sandstrände für Familien.
  • Die beiden wichtigsten Flughäfen der Insel liegen in Cagliari und Olbia.
  • Ferienorte, Strände und Verkehr: Stand: 09/2026, geprüft auf dem offiziellen Tourismusportal Sardiniens

Ferienort

Küstenabschnitt

Strand

Für wen

Porto Cervo

Nordosten

Liscia Ruja, Romazzino

Luxus und Nachtleben

Cagliari

Süden

Stadtstrand

Kultur und lange Aufenthalte

Rotondo

Nordosten

Spiaggia Ira, Marinella

Yachten und Tauchen

San Teodoro

Nordosten

Sandstrände mit sanftem Einstieg

Familien und Partys

Santa Margherita di Pula

Süden

ruhiges Meer mit Flachwasserzonen

Familien und Geschichte

Villasimius

Süden

Klippen und Pinienhaine

Ruhe und Natur

Costa Rei

Osten

Strände mit unterschiedlicher Tiefe

Aktivurlaub

Tortolì

Osten

Orrì, Cea, Porto Frailis

Natur und Geschichte

Marinella

Nordosten

weißer Sand und Flachwasser

Familien mit Kindern

Stintino

Nordwesten

Pelosa, Pelosetta

Natur und Fotografie

Olbia

Nordosten

Dutzende Kilometer Küste

Verkehrsknotenpunkt

Alghero

Nordwesten

Stadtstrände

Geschichte und Familien

Oristano

Westen

Lagunen und ruhiges Meer

Geschichte und eigenwilliger Charme

Capo Testa

Nordwesten

heller Sand und sanft abfallender Grund

Familien und Tauchen

Cala Gonone

Osten

lauschige Buchten und Grotten

Wandern

Santa Maria Navarrese

Osten

die sauberste Küste

Abgeschiedenheit und Geschichte

Arbatax

Osten

Orrì, Ponente

Natur und Ruhe

Castelsardo

Nordwesten

felsige Landzunge

Geschichte und Handwerk

Costa Paradiso

Norden

Li Cossi, Rena Bianca

Familien und Tauchen

Sassari

Nordwesten

goldene Strände in der Nähe

Kultur und Studium

1. Porto Cervo

Hafen von Porto Cervo mit Anlegestelle und Ort auf einem Hügel© Superbass · CC BY-SAFoto: Superbass, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Porto Cervo liegt im Nordosten Sardiniens, an der Costa Smeralda. Der Ferienort entstand dank Prinz Aga Khan IV., der hier den schönsten Ort der Insel schaffen wollte. Heute ist er ein Symbol für Luxusreisen: Villen, Boutiquen, Spitzenrestaurants und Fünf-Sterne-Hotels thronen direkt über dem Wasser. Renommierte Architekten gestalteten das Erscheinungsbild des Ortes, sodass sich die gepflegten Gebäude in die Klippen und das blaue Wasser einfügen.

Zum Schwimmen fährt man zu den Stränden Liscia Ruja und Romazzino: flaches Ufer und alles, was du für einen Familientag brauchst. Abends gehen die Gäste in den Nachtclub Billionaire, in einen Golfclub mit Panoramablick oder in die Restaurants Il Pescatore und La Pergola.

  • Für wen: Paare und Familien, die Wert auf Service und die Nähe zu Restaurants legen.
  • Der Haken: einer der teuersten Ferienorte der Insel, eine günstige Unterkunft zu finden ist schwer.
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2. Cagliari

Panoramablick von oben auf Cagliari, Lagunen und Meer© cristianocani · CC BYFoto: cristianocani, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Cagliari ist die Hauptstadt Sardiniens und die praktischste Stadt für einen längeren Aufenthalt. Sie liegt im Süden der Insel, am Ufer des Golfs der Engel, umgeben von Meer, Bergen und alten Festungen. Direkt an der Stadt erstreckt sich ein Sandstrand mit allem, was du für einen Tag am Wasser brauchst: Verleih, Duschen und Cafés. Schnorcheln, Kanutouren und Quad-Ausflüge sind hier ebenfalls möglich.

Die Geschichte der Stadt spürst du an der Festung Castello di San Michele, im römischen Amphitheater und an der Basilika San Saturnino. Plane einen eigenen Tag für das archäologische Museum ein. Die Fahrt zum Flughafen Cagliari ist kurz, daher ist die Stadt eine praktische Basis für die gesamte Reise. Im Winter 2026 kamen neue Flüge hinzu: Ab dem 14. Dezember nimmt Wizz Air zwei Flüge täglich nach Mailand und einen nach Venedig auf (Stand: 09/2026, Flughafen Cagliari).

3. Rotondo

Panorama von Porto Rotondo mit Marina und Bergen© Gianni Careddu · CC BY-SAFoto: Gianni Careddu, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Rotondo liegt im Nordosten, innerhalb der Costa Smeralda. Der Hafen wurde kreisförmig angelegt, daher stammt der Name. Der Ort war als Ferienziel für wohlhabende Gäste geplant, deshalb gibt es hier viele Yachten, Villen und Restaurants. Brücken, Bögen und grüne Straßen lassen Rotondo wie ein kleines Venedig wirken.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Rotondos findest du ohne Karte: die Kirche San Lorenzo, die Piazza San Marco und das Freiluft-Amphitheater. Im Yachtclub liegen Hunderte Schiffe der VIP-Klasse. Die Strände Spiaggia Ira, Marinella und Spiaggia delle Rocce sind für einen komfortablen Tag eingerichtet. Zum Tauchen fährt man zur nahe gelegenen Insel Tavolara.

  • Für wen: alle, die Marinas lieben und direkt neben einem Yachthafen wohnen möchten.
  • Der Haken: eine der teuersten Gegenden der Insel, es gibt fast keine günstigen Hotels.
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4. San Teodoro

Bucht von Capo Coda Cavallo mit Yachten und Blick auf Tavolara

San Teodoro liegt im Nordosten der Insel und passt zu allen, die Kultur schätzen. Jedes Jahr finden hier Konzerte und Filmfestivals statt, die Regisseure und Künstler anziehen. Mittelalterliche Denkmäler stehen neben grünen Straßen, Boutiquen und bekannten Restaurants.

Die umliegende Natur ist ebenso interessant: die Klippen des Monti Nieddu und das Gebiet um Cala Girgolu. Die Strände rund um den Ort sind flach und werden nur allmählich tiefer, daher eignen sie sich sowohl für Erwachsene als auch für Kinder. Nach Sonnenuntergang verwandelt sich die Küste in eine Tanzfläche für alle, die einen Urlaub im Ibiza-Stil mögen.

5. Santa Margherita di Pula

Santa Margherita di Pula im Süden der Insel lockt mit seiner Landschaft und einem lebendigen Kulturkalender. Panoramen aus Seen, eingerahmt von Klippen und Pinienhainen, sowie eine reiche Tierwelt verdienen deine Aufmerksamkeit. Das Meer ist sauber und ruhig, der Grund fällt sanft ab, und unter der Oberfläche zeigen sich interessante Unterwasserformationen.

Die Geschichte dieser Orte entdeckst du in den Überresten römischer Thermen mit Bodenmosaiken und im Amphitheater. Dessen Ränge beherbergen noch heute Abende mit Poesie, klassischer Musik und Theater. Im Sommer füllen Festivals und Open-Air-Diskos die Straßen des Ortes, Langeweile kommt da nicht auf.

6. Villasimius

Straße in Villasimius mit Autos und Häusern© Olaf Tausch · CC BYFoto: Olaf Tausch, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia Commons

Villasimius liegt im Süden, etwa eine Autostunde von Cagliari entfernt. Es ist ein ruhiger, sonniger Ort mit großer landschaftlicher Vielfalt. Die Küste ist sauber, gesäumt von Klippen und Pinienhainen, sodass du selbst in der Hochsaison ein ruhiges Plätzchen findest. Höfe mit weidenden Ziegen und Kühen verstärken das idyllische Gefühl.

Geschichtsinteressierte werden die alten Nuraghen mögen, und innerhalb der Gemeinde ist eine alte Festung erhalten geblieben. Strand, Ausritte, Tauchen, Bootsausflüge zu den nahe gelegenen Inseln und das Internationale Zentrum für experimentelle Kunst füllen dein Programm.

  • Für wen: alle, die Ruhe und Natur statt Nachtclubs suchen.
  • Der Haken: Hotels, Geschäfte und Unterhaltungsmöglichkeiten gibt es hier nur wenige, und die Auswahl am Abend ist begrenzt.
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7. Costa Rei

Panoramablick auf Costa Rei mit Strand und Meer© Alex10 · CC BY-SAFoto: Alex10, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Costa Rei wird die „Küste der Könige" genannt und liegt eine Autostunde von Cagliari entfernt. Das gemütliche Dorf in einer ökologisch sauberen Gegend ist perfekt für einen ruhigen Urlaub am Meer. Mehrere Strände haben unterschiedliche Tiefen und Charakter, sodass du leicht den Ort findest, der zu dir passt.

Tauchen, Kiten und ein Ausflug zur nächstgelegenen Insel sorgen hier für Aktivität. Kulturell ist Costa Rei als lebendiger Zeuge der Antike interessant. Besuche den Megalithkomplex Piscina Rei, wandere den alten Pfad zu den Sette-Fratelli-Bergen hinauf und sieh dir die Ruinen von Su Guventu an. Ein eigener Ausflug zur Insel Serpentara lohnt sich wegen ihres Meeresparks und der Überreste einer Festung aus dem 16. Jahrhundert.

8. Tortolì

Türkisfarbenes Meer am Strand San Gemiliano in Tortolì© Fabio Pani · CC BY-SAFoto: Fabio Pani, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Tortolì ist der Hauptort der Provinz Ogliastra im Osten der Insel. Neben Landwirtschaft und Agrotourismus bietet der Ort Ausblicke und historische Sehenswürdigkeiten. Im Gebiet von Arbatax gibt es Vorkommen von rotem Gestein, das den Küstenklippen einen unverwechselbaren Farbton verleiht. Zusammen mit dem Grün, dem Himmel und dem azurblauen Meer ergibt die Umgebung großartige Fotomotive.

Spuren alter Zivilisationen findest du hier überall: die Kirche Sant'Andrea, der Turm Torre di San Gemiliano und der Park San Salvatore. Schwimmen kannst du an den Stränden Orrì, Cea und Porto Frailis. Für Spaziergänge bietet der Stadtpark La Sughereta Unterhaltung für jedes Alter.

9. Marinella

Bucht von Marinella mit ruhigem Wasser und Bergen© Falk2 · CC BY-SAFoto: Falk2, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Marinella liegt südlich von Porto Rotondo. Weißer Sand, flaches Wasser und das Ausbleiben starker Wellen erklären, warum dieser Strand bei Eltern mit kleinen Kindern, älteren Menschen und allen, die in gemütlichem Tempo schwimmen, so beliebt ist. Die Infrastruktur ist gut ausgebaut: Duschen, Liegen, ein Spielplatz und mehrere Bars.

Die Umgebung kann nicht mit einer großen Auswahl an Lokalen aufwarten. Ein Pluspunkt: Ein beliebter Nachbarort mit teuren Restaurants, einem Yachtclub und Boutiquen ist nicht weit entfernt. Unter den lokalen Attraktionen stechen die Kirche San Lorenzo und die Villen von Prominenten hervor.

  • Für wen: Familien mit Kindern und alle, die ruhiges Wasser schätzen.
  • Der Haken: abends gibt es in der Nähe wenig Möglichkeiten, zum Essen musst du fahren.
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10. Stintino

Panorama von Stintino mit Hafen und Booten© Gianni Careddu · CC BY-SAFoto: Gianni Careddu, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Stintino liegt im Nordwesten Sardiniens und ist berühmt für seine schneeweiße Küste mit wildem Charakter. Die Hauptstrände Pelosa und Pelosetta laden sowohl zum Entspannen als auch zum Anfassen von Geschichte ein. Der erste blickt auf die Insel Asinara, der zweite eröffnet den Blick auf den aragonesischen Turm aus dem 16. Jahrhundert. Die Insel Asinara selbst wird im Volksmund „Teufelsinsel" genannt und ist eine der Hauptattraktionen der Region.

Noch vor wenigen Jahrzehnten beherbergte Asinara das wichtigste Gefängnis Italiens und eine Quarantänezone. Heute erinnert nur noch die wilde Schönheit der steilen Klippen und der rauen See an diese Vergangenheit. Stintino ist in erster Linie ein Fischerdorf, also probiere unbedingt die lokalen Thunfischgerichte.

11. Olbia

Uferpromenade von Olbia mit Palmen und Blick auf die Bucht© Dr. Thomas Liptak · CC BY-SAFoto: Dr. Thomas Liptak, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Olbia im Nordosten ist das Zentrum des kommerziellen, kulturellen und touristischen Lebens der Insel. Hafen, Flughafen, Bahnhof und Busse machen es einfach, von hier aus jeden Teil Sardiniens zu erreichen. Die Provinz ist reich an Geschichte: Die Kirche San Paolo, die Basilika San Simplicio und das Archäologische Nationalmuseum öffnen sie für Besucher.

Spazieren kannst du im Fausto-Noce-Park oder mitten im Zentrum von Olbia. Die Strände erstrecken sich über Dutzende Kilometer entlang der Costa Smeralda. Feinschmecker sollten im Mai zum Fest Sagra delle Cozze kommen, bei dem Köche im Zubereiten von Miesmuscheln gegeneinander antreten.

12. Alghero

Panorama von Alghero mit Blick auf die Bucht und Berge© Gianni Careddu · CC BY-SAFoto: Gianni Careddu, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Alghero liegt im Nordwesten und hebt sich deutlich von anderen sardischen Urlaubsorten ab. Der katalanische Einfluss ist hier stark spürbar, deshalb wird die Stadt auch das kleine Barcelona genannt. Starte deinen Besuch in der Altstadt: die Kirche San Michele, die Bastion Maddalena, die Kathedrale Santa Maria und alte Gassen, die ihr ursprüngliches Aussehen bewahrt haben.

Das „Haus der Hexen", ein Grab aus der Nuraghenzeit, erzählt von der frühen Geschichte. Mit Kindern lohnen sich Neptuns Grotte und das Aquarium Mare Nostrum. Nach einem Spaziergang kannst du an einem der Stadtstrände entspannen: Es gibt mehrere, und alle sind gut für Familien geeignet. Hotels verschiedener Kategorien, Geschäfte und Cafés passen zu jedem Budget.

13. Oristano

Piazza Eleonora in Oristano mit Palmen und historischen Gebäuden© Sailko · CC BYFoto: Sailko, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia Commons

Oristano wurde im 9. Jahrhundert gegründet und begeistert alle, die Vielseitigkeit schätzen. Die Altstadt bewahrt die Strenge des Mittelalters, während die neueren Straßen chaotisch angelegt sind, wie in kleinen Küstendörfern. Die Geschichte hat der Stadt viele Denkmäler geschenkt: den Torre di San Cristoforo, die Piazza Eleonora d'Arborea und die Kathedrale.

In der Umgebung begegnest du einer noch älteren Kultur: der phönizischen Stadt Tharros und der Insel Mal di Ventre. Der Name der Stadt bedeutet übersetzt „von Seen umgeben", und die Natur bestätigt das. Grüne Hügel, bergige Gebiete und Wasser bis zum Horizont gefallen fast jedem.

14. Capo Testa

Granitfelsen und türkisfarbene Bucht am Capo Testa© Gianni Careddu · CC BY-SAFoto: Gianni Careddu, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Capo Testa erstreckt sich über ein Kap im Nordwesten, wo einst ein antiker römischer Steinbruch betrieben wurde. Fragmente von Säulen sind noch heute im Meer zu sehen. Historische Denkmäler gibt es hier kaum, doch die bizarren Felsformen ziehen Touristen aus aller Welt an. Die vom Wind geschliffenen Klippen erinnern an eine Marslandschaft.

Die felsige Umgebung schützt die Küste vor starken Winden und großen Wellen. Heller Sand und ein sanft abfallender Boden machen die Strände praktisch für Familien mit kleinen Kindern. Erwachsene können hier tauchen, schnorcheln und Jetski fahren. Küche, Gastfreundschaft und sonniges Wetter runden deinen Aufenthalt ab.

15. Cala Gonone

Panorama von Cala Gonone mit Meer und Hafen© Gianni Careddu · CC BY-SAFoto: Gianni Careddu, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Cala Gonone gehört zur Gemeinde Dorgali und liegt auf einem grünen Hügel über dem Golf von Orosei. Der Ort zieht Liebhaber unberührter Natur, Picknicks und langer Spaziergänge an. Siedlungen gab es hier schon in der Nuraghenzeit. Besonders sehenswert ist die Grotta del Bue Marino mit ihren vielen Stalagmiten und Stalaktiten.

Das Gebiet ist Teil des Nationalparks „Golf von Orosei und Gennargentu". Gemütliche Strände, Berge und klares Wasser sind das Markenzeichen dieser Gegend. Den größten Vorteil von Cala Gonone wirst du sofort schätzen: die Möglichkeit, in einer der Buchten ein ruhiges Plätzchen zu finden. Bedenke, dass es an manchen Stränden scharfe Felsen unter Wasser gibt, wähle mit Kindern daher Stellen in der Nähe des Ortes.

  • Für wen: alle, die wilde Buchten und Wanderwege suchen.
  • Der Haken: scharfe Felsen am Grund entlegener Strände; zum Baden mit Kindern wähle die Buchten in der Nähe des Ortes.
  • Hotels in Cala Gonone auf Trip.com

16. Santa Maria Navarrese

Santa Maria Navarrese an der Ostküste der Insel rühmt sich, die sauberste Küste Sardiniens zu haben. Meerblick und schroffe Klippen, zahlreiche Buchten und eine geschichtsträchtige Altstadt ziehen seit Jahrzehnten Urlauber an. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten hier sind die Kirche Unserer Lieben Frau von Navarra (11. Jahrhundert) und der spanische Turm (17. Jahrhundert).

Felsige Küste und Bucht mit Booten© Fabio Pani · CC BY-SAFoto: Fabio Pani, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Nicht weniger interessant ist der Park der wilden Olivenbäume, der auf dem Gelände eines alten mediterranen Waldes angelegt wurde. Unter seinen grünen Bewohnern sticht ein uralter Baum mit einem Stammumfang von acht Metern hervor. Auch eine archäologische Stätte ist hier versteckt: ein Felsbrocken mit schalenförmigen Markierungen.

17. Arbatax

Rote Felsen von Arbatax am Meer© Hans Hillewaert · CC BY-SAFoto: Hans Hillewaert, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Arbatax erstreckt sich über die Landzunge Capo Bellavista, die für ihre roten Porphyrfelsen bekannt ist. Klares Wasser und weiße Strände ziehen nicht nur Ausländer an, sondern auch die Italiener selbst. Der eigene Hafen sorgt für gute Verbindungen nach Cagliari und zum italienischen Festland.

Neben der Natur gibt es den Hauptplatz Scogli Rossi und die alten Türme, die der Stadt ihren Namen gaben. Die Kirche der Madonna ist als historische und kulturelle Stätte interessant: Ihr zu Ehren finden im Juli ausgiebige Festlichkeiten statt. Hotels bieten Ausflüge, Reiten und Spas an. Doch auch ohne Unterhaltung hinterlassen die von Pinienhainen umgebenen Strände Orrì und Ponente einen bleibenden Eindruck.

18. Castelsardo

Castelsardo: Hafen, Boote und Ort auf einem Hügel© Gianni Careddu · CC BY-SAFoto: Gianni Careddu, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Castelsardo liegt am Ufer des Golfs von Asinara und hat einem Reisenden viel zu bieten. Von hier aus kannst du Korsika über dem Wasser schweben sehen. Landschaften, authentische Küche und historische Stätten begegnen dir auf Schritt und Tritt.

Geschichte lässt sich studieren, ohne die Stadt zu verlassen. Mehrere tausend Jahre alte Monumente sind durch Nuraghen und pränuraghische Gräber vertreten, während die antike Begräbnisstätte Casa delle Fate auf das vierte oder dritte Jahrtausend v. Chr. zurückgeht. Das Mittelalter ist durch das Castello dei Doria (12. Jahrhundert), die Bischofsresidenz und die Kirche Santa Maria delle Grazie (16. Jahrhundert) vertreten. Das wichtigste jährliche Fest der Stadt, die Lunissanti-Prozession, markiert den Beginn des Frühlings.

Geflochtene Körbe, das älteste und traditionellste Handwerk der Insel, solltest du von deiner Reise mit nach Hause bringen. Neben Strohwaren ist die Stadt auch für Keramik, handgewebte Teppiche und Silberschmuck mit Koralle bekannt.

19. Costa Paradiso

Villen zwischen rosafarbenen Granitfelsen über dem Meer© Gianni Careddu · CC BY-SAFoto: Gianni Careddu, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Costa Paradiso gilt als ein Markenzeichen für einen Urlaub auf Sardinien. Ein acht Kilometer langer Küstenabschnitt vereint jede Art von Schönheit: Buchten mit goldenem Sand, rote Berge mit Grotten. Unter den Stränden sind Li Cossi, Rena Bianca und Cala Spinosa besonders beliebt. Taucher und Schnorchel-Fans werden das kristallklare Wasser in dieser ökologisch unberührten Gegend zu schätzen wissen.

Der einfache Zugang zum Wasser und ein Meeresboden ohne Überraschungen machen Costa Paradiso zu einer guten Wahl für einen Familienurlaub. Wegen der halbkreisförmigen Form der Küste sind starke Winde hier selten, was Eltern mit kleinen Kindern zu schätzen wissen. Für Komfort gibt es Hotels und Privathäuser in verschiedenen Preisklassen, Cafés, Restaurants und kleine Läden.

Costa Paradiso ist eine Attraktion für sich, der Grund, warum Menschen aus aller Welt hierherkommen. Wenn du Abwechslung möchtest, miete ein Boot und fahre nach Olbia, Porto Torres oder nach Korsika nach Bonifacio.

20. Sassari

Piazza Italia mit Palmen und einem Denkmal in Sassari© LPLT · CC BY-SAFoto: LPLT, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Sassari ist die zweitgrößte Stadt Sardiniens und ein wichtiger touristischer Knotenpunkt im Nordwesten. Die reiche Vergangenheit, die goldenen Strände in der Nähe und die üppigen Gärten lassen niemanden kalt. Die Straßen des historischen Zentrums sind geschmückt mit der Kathedrale San Nicola, der Kirche Santa Maria di Betlem, dem Nationalmuseum Sanna und mehreren Palästen.

Mittelalterliche Mauern, das Museum der Brigata Sassari und ein Festungsturm erinnern an den Unabhängigkeitskampf gegen Genua, Pisa, Österreich und Aragon. Der besondere Stolz der Stadt ist ihre Universität, eine der ersten auf der Insel und eine der besten Italiens. Zehn Kilometer von Sassari entfernt liegt ein Komplex aus Bauten der Nuraghenzeit, die bekanntesten sind San Giovanni und Li Luzzani.

Wenn du mehr über das kulturelle Leben erfahren möchtest, komm im Mai zum Straßenfest Cavalcata Sarda. Teilnehmer in traditionellen Trachten singen, tanzen und spielen Szenen aus der Geschichte der Region nach.

Sardiniens Ferienorte auf der Karte

Alle 20 Ferienorte sind auf einer Karte eingezeichnet. So kannst du deine Route leichter planen und besser einschätzen, wie viel Zeit du für die Strecken zwischen dem Norden und dem Süden der Insel einplanen solltest.

Ferienorte Sardiniens

Orte auf der Karte
  1. 1Porto Cervo Symbol des exklusiven Urlaubs an der Costa Smeralda
  2. 2Cagliari Inselhauptstadt mit Festung und römischem Amphitheater
  3. 3Rotondo Runder Yachthafen, der an ein kleines Venedig erinnert
  4. 4San Teodoro Konzerte, Filmfestivals und Abendstrände
  5. 5Santa Margherita di Pula Römische Thermen mit Bodenmosaik und Amphitheater
  6. 6Villasimius Ruhiger Ort mit Nuraghen und alter Festung
  7. 7Costa Rei „Küste der Könige" mit dem Megalithkomplex Piscina Rei
  8. 8Tortolì Rote Felsen von Arbatax und die Kirche Sant'Andrea
  9. 9Marinella Weißer Sand und flaches Wasser für Familien mit Kindern
  10. 10Stintino Strände Pelosa und Pelosetta gegenüber der Insel Asinara
  11. 11Olbia Verkehrsknotenpunkt mit Hafen und Flughafen
  12. 12Alghero Katalanischer Einfluss und die Neptungrotte
  13. 13Oristano Phönizische Stadt Tharros und die nahe gelegene Insel Mal di Ventre
  14. 14Capo Testa Felsen eines ehemaligen römischen Steinbruchs, die an eine Marslandschaft erinnern
  15. 15Cala Gonone Höhle Grotta del Bue Marino im Nationalpark
  16. 16Santa Maria Navarrese Sardiniens sauberste Küste und ein spanischer Turm
  17. 17Arbatax Rote Porphyrfelsen des Kaps Capo Bellavista
  18. 18Castelsardo Burg Doria und Blick auf Korsika
  19. 19Costa Paradiso Acht Kilometer lange Küste mit Buchten aus goldenem Sand
  20. 20Sassari Zweitgrößte Stadt mit Universität und Museen

⁉️🤔 Häufige Fragen

Welchen Ferienort auf Sardinien soll ich für eine Familie mit Kindern wählen?

Für ein ruhiges Meer sind Marinella, Costa Paradiso oder Capo Testa ideal. Marinella hat einen flachen, sanft abfallenden Grund, dazu eine Dusche, Liegen und einen Spielplatz. Costa Paradiso bietet einen leichten Einstieg ins Wasser und fast keinen starken Wind. Capo Testa hat hellen Sand und eine vor Wellen geschützte Küste. Wenn du außerdem eine Stadt möchtest, nimm Cagliari mit seinem langen Strand innerhalb der Stadtgrenzen dazu.

Wo ist das beste Nachtleben auf Sardinien?

Entscheide dich für Porto Cervo oder Rotondo, wenn du Yachten, teure Restaurants und Clubs willst. San Teodoro ist lebhafter und entspannter: Nach Sonnenuntergang verwandelt sich die Küste in eine Tanzfläche. In Santa Margherita di Pula laufen im Sommer oft Open-Air-Discos. Für einen ruhigen Abend ohne Musik fahr nach Villasimius.

Wo kann man auf Sardinien am besten tauchen und schnorcheln?

Zum Tauchen fahren die Leute nach Rotondo, wo die Insel Tavolara in der Nähe liegt. Capo Testa bietet Tauchen, Schnorcheln und Jetskis direkt an den Felsen. Costa Paradiso ist wegen seines klaren Wassers und der Unterwasserlandschaft interessant. In Oristano kannst du die Insel Mal di Ventre dazunehmen, und in Stintino die Unterwasserwelt bei Asinara entdecken.

Welchen Flughafen soll ich für Sardinien anfliegen?

Die Insel hat zwei Hauptflughäfen: Cagliari im Süden und Olbia im Nordosten. Von Olbia aus sind Costa Smeralda, Porto Cervo und San Teodoro bequem erreichbar. Cagliari liegt näher an den südlichen Ferienorten: Villasimius, Costa Rei und Santa Margherita di Pula. Prüfe die Flugpläne und neue Verbindungen auf der Website des Flughafens.

Wo gibt es auf Sardinien am meisten Geschichte und antike Stätten?

Geschichte ist an fast jedem Ferienort präsent. Castelsardo bietet Nuraghen, antike Gräber und eine mittelalterliche Burg. Cagliari hat eine Festung, ein römisches Amphitheater und ein archäologisches Museum. In Oristano liegt das phönizische Tharros in der Nähe, in Alghero ein katalanisches Zentrum und das „Hexenhaus". In Villasimius sind Nuraghen und eine alte Festung erhalten geblieben.

Kurz gesagt: Was sich zu buchen lohnt

Sardinien bietet für jeden Geschmack etwas, und du musst die Insel nicht an dich anpassen. Wenn du mit Kindern unterwegs bist, wähle Marinella, Costa Paradiso oder Capo Testa. Wenn du Stadt und Kultur willst, übernachte in Cagliari, Olbia oder Sassari. Für Luxus und Yachten fahr nach Porto Cervo und Rotondo, für wilde Natur nach Stintino und Cala Gonone.

Vergleiche deine Optionen im Voraus und wirf einen Blick auf die Küstentabelle oben, um einen Ferienort zu wählen, der zu deiner Route passt. Hotellinks findest du in jedem Abschnitt, sodass du deine Unterkunft direkt beim Lesen des Artikels buchen kannst.