
Tagesausflüge ab Madrid: 20 Städte und Burgen Kastiliens
Madrid ist ein praktischer Ausgangspunkt für Tagesausflüge. Von Atocha und Chamartín fahren Züge nach Toledo, Segovia, Aranjuez und Valladolid, während Busse von den Busbahnhöfen zu den Burgen und Klöstern Kastiliens aufbrechen. Am Abend kehrst du in dein Hotel zurück.
Wir haben zwanzig Ziele rund um die Hauptstadt zusammengestellt: von einem römischen Aquädukt bis zu Windmühlen. Die Fahrzeit liegt zwischen einer halben und drei Stunden (laut den Fahrplänen von Renfe und ALSA). Zu jedem Ort unten findest du Entfernung, Verkehrsanbindung, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und einen ehrlichen Haken.
Wie du einen Tagesausflug ab Madrid auswählst
💡 Kurz gesagt:
- Direktzüge fahren von Atocha nach Toledo (etwa 30 Minuten) und Aranjuez, nach Segovia ab Chamartín.
- El Escorial, Aranjuez und San Ildefonso gehören zum Patrimonio Nacional: Buche dein Ticket und dein Zeitfenster im Voraus.
- Pedraza, Cuenca, Buitrago del Lozoya und das Tal der Gefallenen sind mit dem Auto leichter zu erreichen.
- Preise, Öffnungszeiten und Schließtage der königlichen Residenzen: Stand: 09/2026, geprüft auf der offiziellen Website des Patrimonio Nacional.
An einem Tag kannst du realistisch ein oder zwei Orte schaffen. Wähle nach Interesse, nicht nach der Größe der Stadt.
Halte den Fahrplan griffbereit: Der letzte Zug aus Toledo und Segovia fährt spät, aber Busse nach Sigüenza, Consuegra und Medinaceli verkehren selten, also solltest du dich auf dem Rückweg nicht aufhalten. Kaufe Tickets für die Königspaläste für eine bestimmte Uhrzeit; im Sommer sind die verfügbaren Zeitfenster schnell ausgebucht.
Wenn dir wichtig ist | Fahr nach |
|---|---|
Eine vollständige mittelalterliche Stadt | Toledo |
Ein römisches Aquädukt und eine königliche Burg | Segovia |
Ein Palast und Gärten im Stil von Versailles | Aranjuez, San Ildefonso |
Festungsmauern mit Türmen | Ávila, Buitrago del Lozoya |
Die Burg der Familie Mendoza | Manzanares el Real |
Don Quijotes Windmühlen | Consuegra |
Spaniens älteste Universität | Salamanca, Alcalá de Henares |
1. Toledo
© Dmitry Dzhus from London · CC BYFoto: Dmitry Dzhus from London, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia CommonsToledo liegt auf einem Felsen über dem Tajo, 70 km südlich von Madrid (Luftlinie). Die gesamte Altstadt steht auf der UNESCO-Liste, und in ihren Straßen stehen Kathedrale, Synagogen und Moscheen Seite an Seite. Deshalb wird Toledo die Stadt der drei Kulturen genannt.
Der Bau der Hauptkathedrale (Catedral Primada) dauerte mehr als zwei Jahrhunderte; im Inneren siehst du Werke von El Greco. Am höchsten Punkt der Stadt steht der Alcázar: einst Festung und Königspalast, heute ein Armeemuseum. In der Nähe beherbergt das El-Greco-Museum eine große Sammlung seiner Gemälde.
- Wie du hinkommst: Der Zug vom Bahnhof Atocha braucht etwa eine halbe Stunde, Abfahrten alle dreißig bis sechzig Minuten (laut dem Zugfahrplan von Toledo). ALSA-Busse brauchen etwa eine Stunde.
- Für wen: für eine erste Einführung in Kastilien und für einen Ausflug ohne Auto.
- Der Haken: Im Sommer sind die engen Gassen voll mit Reisegruppen; komm zur Öffnungszeit.
2. Segovia
© Bernard Gagnon · CC BY-SAFoto: Bernard Gagnon, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsSegovia liegt 90 km nördlich von Madrid (Luftlinie), und die Altstadt und das Aquädukt stehen auf der UNESCO-Liste. Das Hauptsymbol der Stadt, das römische Aquädukt, erstreckt sich über 818 Meter: 167 Granitbögen stehen ohne Mörtel (laut dem spanischen Fremdenverkehrsamt).
Über der Stadt erhebt sich der Alcázar, die Lieblingsburg der kastilischen Könige, mit seinen spitzen Türmen, Wandteppichen und der Waffenkammer. Du siehst Säle mit Stuckdecken und Buntglasfenstern. Tickets gibt es auf der offiziellen Website Real Alcázar de Segovia (Stand: 09/2026).
- Anreise: Der AVE-Zug ab Chamartín braucht etwa dreißig Minuten, aber der Bahnhof liegt sechs Kilometer vom Zentrum entfernt, danach sind es fünfzehn Minuten mit dem Bus. Der AVANZA-Bus braucht etwa eineinhalb Stunden.
- Für wen: Familien und alle, die römische Ingenieurskunst lieben.
- Der Haken: Der Bahnhof liegt weit von der Altstadt entfernt, was mit Gepäck unpraktisch ist.
3. El Escorial
© Zvonimir Stamenov · CC BY-SAFoto: Zvonimir Stamenov, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsEl Escorial liegt am Fuß der Sierra de Guadarrama, 62 km von Madrid entfernt (auf der Karte). Kloster, Palast und Grablege der spanischen Könige wurden im 16. Jahrhundert erbaut, und der gesamte Komplex gehört zum UNESCO-Welterbe.
Im Zentrum steht die Basilika des Heiligen Laurentius. Im Inneren siehst du die Bibliothek, das Pantheon der Könige und Säle mit Gemälden von Tizian, El Greco und Velázquez. Die Nordseite nimmt der Palast der Infanten ein, die Südseite die Klostergebäude.
- Anreise: Mit der Cercanías-S-Bahn von Atocha zum Bahnhof El Escorial, danach etwa zwanzig Minuten zu Fuß bergauf. Die Busse 661 und 664 fahren vom Madrider Busbahnhof (laut Fahrplan der Cercanías).
- Kosten: Klosterticket ab 7 €, montags geschlossen (Stand: 09/2026, Klostertickets und Öffnungszeiten).
- Der Haken: In der Hochsaison brauchst du ein Einlasszeitfenster, ohne das du möglicherweise nicht hineinkommst.
4. Valladolid
© Emilio J. Rodríguez Posada · CC BY-SAFoto: Emilio J. Rodríguez Posada, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia CommonsValladolid liegt 195 km nördlich von Madrid (auf der Karte) und war die Hauptstadt Spaniens, bevor der Königshof umzog. Kolumbus lebte und starb hier.
Die Hauptsehenswürdigkeit der Stadt, das Nationale Skulpturenmuseum (Museo Nacional de Escultura), nimmt drei alte Gebäude ein. In den Sälen sind geschnitzte Altäre, Heiligenstatuen und Holzskulpturen ausgestellt. In der Nähe liegen das Cervantes-Hausmuseum und das Kolumbus-Hausmuseum, und im Park Campo Grande kannst du an den Brunnen und bei den königlichen Pfauen entspannen.
- Anreise: AVE-Zug ab Bahnhof Chamartín, etwa eine Stunde Fahrt (laut Fahrplan des AVE).
- Für wen: Museumsliebhaber und alle, die ruhige Städte ohne Menschenmassen mögen.
- Der Haken: Der Bus braucht fast zwei Stunden, daher ist der Zug bequemer.
5. Alcalá de Henares
© santiago lopez-pastor · CC BY-SAFoto: santiago lopez-pastor, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia CommonsAlcalá de Henares liegt 30 km nordöstlich von Madrid (auf der Karte). Der Name der Stadt stammt vom arabischen Wort „al-galat", das Festung bedeutet, und das Wort Henares kommt vom örtlichen Fluss. Altstadt und Universität gehören zum UNESCO-Welterbe.
Die Universität wurde im 16. Jahrhundert von Kardinal Cisneros gegründet und ist eine der ältesten Europas. Am Cervantes-Platz steht das Haus, in dem der Autor des „Don Quijote" geboren wurde; vor dem Eingang siehst du Skulpturen von Don Quijote und Sancho Panza. In der Nähe befindet sich die Kathedrale der Heiligen Kinder (Catedral de los Santos Niños).
Die Stadt hat eine gotische Kirche aus dem 12. Jahrhundert mit dem Tor der Märtyrer und der Bischofsresidenz bewahrt, in der Archivdokumente der Inquisition ausgestellt sind. Über dem Cervantes-Platz kreisen Störche, die auf den Dächern Nester bauen, und der Laredo-Palast aus dem späten 19. Jahrhundert beherbergt Ausstellungen. Die Kirche Santa María erinnert an die Taufe von Cervantes.
- Anreise: Die S-Bahn ab Bahnhof Chamartín braucht etwa fünfundzwanzig Minuten (laut Fahrplan der S-Bahn).
- Für wen: Ein kurzer Halbtagesausflug ohne Auto.
6. San Ildefonso
© Marmontel · CC BYFoto: Marmontel, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia CommonsDie königliche Residenz La Granja de San Ildefonso liegt 80 km von Madrid entfernt (auf der Karte), am Fuß der Sierra de Guadarrama. Der Palast aus dem 18. Jahrhundert wurde nach dem Vorbild des französischen Versailles erbaut und gehört heute zum Patrimonio Nacional.
Im Inneren siehst du Säle mit Wandteppichen, Fresken und Möbeln, daneben die Stiftskirche der Heiligen Dreifaltigkeit mit einem Altar aus weißem, rotem und grünem Marmor. Der Park mit Brunnen zu mythologischen Themen wird als eigener Bereich geführt; im Sommer laufen die Brunnen nach einem festen Zeitplan.
- Anreise: Am bequemsten ist die Fahrt mit dem Auto über die Autobahnen A-6 und AP-61, etwa eine Stunde und fünfzehn Minuten. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln musst du umsteigen (auf der Karte).
- Kosten: Für Palast und Park gelten die kombinierten Tickets von Patrimonio Nacional (Stand: 09/2026, Palast La Granja).
- Der Haken: Es gibt keine direkte Zugverbindung, daher dauert die Anreise ohne Auto länger.
7. Manzanares el Real
© Kent Wang · CC BY-SAFoto: Kent Wang, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia CommonsManzanares el Real liegt 50 km nördlich von Madrid (auf der Karte), am Südfuß eines Bergrückens. Das Castillo de los Mendoza wurde im 14. Jahrhundert als Festung erbaut und hundert Jahre später zur Palastresidenz der Familie Mendoza umgebaut.
Die quadratische Burg ist von einer zinnenbewehrten Mauer mit vier Türmen umgeben: drei runden und einem sechseckigen „Turm der Ehre". Im Inneren gehst du durch den Waffenhof mit einer zweigeschossigen Galerie und siehst den Hauptsaal mit Waffen, Rüstungen und Wandteppichen aus dem 17. Jahrhundert. Die Restaurierung von 2013 hat die Säle in ihr mittelalterliches Erscheinungsbild zurückversetzt, und die Wandteppiche aus dem 17. Jahrhundert wurden mit Szenen aus Gemälden Rembrandts gewebt. Die Burg gehört zu den am besten erhaltenen Festungen rund um Madrid, deshalb kommen die Leute nicht nur wegen der Aussicht, sondern auch wegen der Innenräume hierher.
- Anreise: Bus ab der Haltestelle Plaza de Castilla, etwa fünfundvierzig Minuten (laut ALSA-Busfahrplan).
- Für wen: alle, die in einem halben Tag eine Wohnburg sehen möchten.
- Der Haken: Es gibt keine direkte Zugverbindung, nur einen Bus aus dem Norden der Stadt.
8. Tal der Gefallenen
© Catedrales e Iglesias/Cathedrals and Churches from Puebla de los Ángeles, Mexico · CC BYFoto: Catedrales e Iglesias/Cathedrals and Churches from Puebla de los Ángeles, Mexico, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia CommonsDas Tal der Gefallenen (heute offiziell Valle de Cuelgamuros) liegt im Guadarrama-Gebirge, 15 km von El Escorial entfernt (auf der Karte). Die Gedenkstätte für die Opfer des Bürgerkriegs wurde von 1940 bis 1958 unter Franco errichtet (laut Patrimonio Nacional).
Der Komplex umfasst eine Esplanade, eine in den Fels gehauene Basilika und ein Kreuz auf einem Granitsockel von 150 Metern Höhe. Die Kuppel der Basilika hat einen Durchmesser von 42 Metern, und in die Felsgalerien sind Kapellen eingebaut (Stand: 09/2026, Tickets für Valle de Cuelgamuros). Ein Bergpfad führt zum Fuß des Kreuzes.
- Anreise: nur mit dem Auto, es gibt keine direkte öffentliche Verbindung; die Gedenkstätte lässt sich gut mit El Escorial kombinieren (auf der Karte).
- Kosten: Eintritt mit Tickets auf der offiziellen Website von Patrimonio Nacional (Stand: 09/2026).
- Der Haken: Ohne Auto schwer erreichbar, der Komplex liegt auf keiner Buslinie.
9. Ávila
© Anual · CC BYFoto: Anual, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia CommonsÁvila liegt 110 km nordwestlich von Madrid (auf der Karte), am Ufer des Flusses Adaja. Die Stadt erhebt sich auf eine Höhe von eintausendeinhundertdreißig Metern über dem Meeresspiegel, und ihre Stadtmauer aus dem 11. Jahrhundert ist fast vollständig erhalten. Die Altstadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Die Mauer umschließt das Zentrum auf zweieinhalb Kilometern: siebenundachtzig Türme, neun Tore und bis zu zwölf Meter hohe Befestigungen. Im Inneren siehst du die Kirche und das Museum der heiligen Teresa von Ávila an der Stelle ihres Wohnhauses, romanische Kirchen und Klöster. Ein touristischer Rundzug fährt durch die Stadt; du kannst an jeder Haltestelle aussteigen und mit dem nächsten weiterfahren.
- Anreise: direkter Bus ab der Haltestelle Moncloa, etwa fünfundsiebzig Minuten.
- Kosten: Der Zugang zur Mauer ist kostenpflichtig, Tickets gibt es am Eingang (Stand: 09/2026).
- Der Haken: Wegen der Höhenlage sind die Winter hier kälter als in Madrid, also warme Kleidung mitbringen.
10. Guadalajara
© Pavlemadrid · CC BY-SAFoto: Pavlemadrid, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5), Wikimedia CommonsGuadalajara liegt 60 km nordöstlich von Madrid (auf der Karte). Die Stadt wurde im 8. Jahrhundert von den Arabern gegründet, und der Name bedeutet übersetzt „Fluss aus Steinen".
Die Kathedrale an der Plaza de los Caídos wurde im 14. Jahrhundert im Mudéjar-Stil aus einer Moschee umgebaut; der Turm mit seiner Spitze stammt noch von der Moschee. In der Nähe steht der Palast der Familie Mendoza aus dem 15. Jahrhundert mit geschnitzten Galerien und Arkaden. An der Calle Mayor siehst du das Rathaus aus dem 19. Jahrhundert, und auf dem Platz daneben steht ein Denkmal für Kardinal Mendoza. Im Inneren des Mendoza-Palasts sind die Galeriefassaden mit spitzengleicher Steinmetzarbeit überzogen, und von außen wirkt er wie eine riesige geschnitzte Schatulle. Hinter der Kirche erhebt sich an der Stelle einer alten Quelle eine Säule mit einer Statue der Jungfrau Maria.
- Anreise: direkte S-Bahn ab dem Madrider Bahnhof, etwa eine Stunde (laut Cercanías-Fahrplan nach Guadalajara).
- Für wen: ein entspannter Ausflug ohne Menschenmassen und Warteschlangen.
11. Salamanca

Salamanca liegt 200 km nordwestlich von Madrid (auf der Karte). Die Stadt beherbergt eine der ältesten Universitäten Europas, gegründet im 13. Jahrhundert, und ihre historische Altstadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Die Altstadt ist aus goldenem Sandstein gebaut. Die Plaza Mayor aus dem 18. Jahrhundert ist von Gebäuden im Stil der spanischen Renaissance umgeben. Heraus stechen die Casa de las Conchas mit ihrer Fassade aus dreihundert Muscheln und das Universitätsgebäude aus dem 16. Jahrhundert im plateresken Stil.
- Anreise: Zug vom Bahnhof Chamartín, etwa eineinhalb Stunden. Der Bus vom Südbusbahnhof braucht länger, etwa zweieinhalb Stunden (siehe Zugfahrplan Salamanca).
- Kosten: Der Eintritt zum historischen Gebäude der Universität ist ticketpflichtig (Stand: 09/2026).
- Der Haken: Die Anfahrt ist lang, ein Tag reicht also nur für das Zentrum.
12. Sigüenza
© Cillas · CC BY-SAFoto: Cillas, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsSigüenza liegt 130 km nordöstlich von Madrid (auf der Karte). Die Altstadt ist klein und lässt sich gut an einem halben Tag erkunden.
An der Plaza Mayor, die Kardinal Mendoza im 16. Jahrhundert anlegen ließ, steht die Kathedrale. Der Bau begann im 12. Jahrhundert im romanischen Stil und wurde fast vier Jahrhunderte später im gotischen Stil vollendet, von außen wirkt sie daher wie eine Festung mit zwei quadratischen Türmen. Das an die Kathedrale angeschlossene Kloster beherbergt sechzehn Wandteppiche. Über der Stadt thront eine Burg aus dem 12. Jahrhundert, die ehemalige Bischofsresidenz, heute ein Hotel.
- Anreise: Direktbus 034 vom Busbahnhof, etwa eineinhalb Stunden (siehe Busfahrplan nach Sigüenza). Es gibt auch einen direkten Zug ab Madrid.
- Der Haken: Die Abfahrten sind selten, du solltest dich auf dem Rückweg also besser nicht zu lange aufhalten.
13. Medinaceli
© Olga Gairin · CC BY-SAFoto: Olga Gairin, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsMedinaceli liegt 155 km nordöstlich von Madrid (auf der Karte), im Tal des Flusses Jalón. In römischer Zeit wurden hier Salz, Eisen und Silber abgebaut, und noch heute erinnert ein neun Meter hoher dreibogiger Torbogen auf einem Hügel an diese Vergangenheit.
Der Hauptplatz mit dem Palast der Herzöge von Medinaceli wurde im 16. Jahrhundert erbaut. Im Inneren des Palasts siehst du römische Mosaike aus dem 2. und 4. Jahrhundert mit mythologischen Motiven, die bei der Restaurierung der Plätze gefunden wurden. In der Nähe stehen die Kirche San Martín, das Kloster Santa Isabel und die Stiftskirche Nuestra Señora.
- Anreise: Der Zug ab Madrid fährt zweimal täglich, etwa zwei Stunden (siehe Zugfahrplan nach Medinaceli).
- Der Haken: Die Abfahrten sind selten, du musst dich also nach dem Fahrplan richten.
14. Colmenar de Oreja
© manuel m. v. from Valdemoro, Spain · CC BYFoto: manuel m. v. from Valdemoro, Spain, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia CommonsColmenar de Oreja liegt 35 km südöstlich von Madrid (auf der Karte). Der Ort wurde im dritten Jahrhundert v. Chr. von den Römern gegründet und war später eine maurische Festung.
Ein guter Ausgangspunkt für deinen Besuch ist die Plaza Mayor. Die Hauptkirche Santa María la Mayor wirkt nach ihrem Umbau im 16. Jahrhundert wie eine Festung und wird von einem zweiundsechzig Meter hohen Turmhelm gekrönt. Daneben lohnen sich die steinerne Kapelle Humilladero und die Barockfassade des Klosters. Der Ort hat ein Museum, das dem Maler Ulpiano Checa gewidmet ist, mit einem Garten und einer Büste.
- Anreise: Bus 337 vom Busbahnhof Conde de Casal, etwa eine Stunde (siehe Busfahrplan nach Colmenar).
- Für wen: Ein kurzer Ausflug, wenn du die wichtigsten Städte schon gesehen hast.
15. Consuegra
© rheins · CC BYFoto: rheins, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia CommonsConsuegra liegt 160 km südlich von Madrid (auf der Karte), in La Mancha. Der Ort gehört zur Don-Quijote-Route, und auf einem nahen Hügel stehen die Burg von Consuegra und zwölf Windmühlen.
An der historischen Plaza España siehst du das Rathaus aus dem 17. Jahrhundert und das Haus „Los Corredores" mit geschnitzten Balkonen, in dem heute ein archäologisches Museum untergebracht ist. Die Kirche San Juan Bautista aus dem 16. Jahrhundert beherbergt Gemälde spanischer Künstler zu biblischen Themen. In der Nähe ist ein römischer Staudamm aus dem ersten Jahrhundert erhalten.
- Anreise: Bus 012 vom Bahnhof Madrid, etwa zwei Stunden und fünfundvierzig Minuten (siehe Busfahrplan nach Consuegra).
- Für wen: für alle, die die Don-Quijote-Windmühlen und die Burg an einem Tag sehen wollen.
- Der Haken: die Fahrt dauert fast drei Stunden pro Strecke.
16. Pedraza
© Richard Mortel from Riyadh, Saudi Arabia · CC BYFoto: Richard Mortel from Riyadh, Saudi Arabia, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia CommonsPedraza liegt 126 km nördlich von Madrid (auf der Karte). Der Ort ist vollständig innerhalb seiner Festungsmauer geblieben und hat sich seit dem 13. Jahrhundert kaum verändert, weshalb hier historische Filme gedreht werden.
Nach Pedraza kommst du nur durch das Festungstor mit dem Wappen des örtlichen Herrschers; sein Aussehen hat sich seit dem 16. Jahrhundert nicht verändert. Gleich hinter dem Tor steht das Stadtgefängnis aus dem 16. Jahrhundert, heute leer. Entlang der Calle Real erreichst du die Plaza Mayor mit ihren Adelspalästen, dem Rathaus und Restaurants. Die erhaltene Burg beherbergt ein Museum des Künstlers Ignacio Zuloaga, und im Hauptturm waren einst französische Prinzen gefangen.
Pedraza ist klein: Du kannst die engen Kopfsteinpflastergassen in ein paar Stunden ablaufen und bist trotzdem am Abend zurück in Madrid. An der Plaza Mayor findest du das Rathaus und mehrere Restaurants mit lokaler Küche.
- Anreise: am einfachsten mit dem Auto; es gibt keine direkte öffentliche Verbindung (auf der Karte).
- Der Haken: ohne Auto schwer erreichbar; Busse erfordern Umstiege.
17. Aranjuez
© Autor unbekannt · CC BY-SAFoto: Autor unbekannt, CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/), Wikimedia CommonsAranjuez liegt 48 km südlich von Madrid (auf der Karte), zwischen den Flüssen Tajo und Jarama. Der königliche Sommerpalast ist UNESCO-Welterbe und gehört zum Patrimonio Nacional.
Der Palast ist im Barockstil erbaut; innen siehst du das Porzellanzimmer, den Spiegelsalon und die königlichen Schlafzimmer. In den Räumen im Erdgeschoss ist ein Museum zum Leben am Hof untergebracht. Um den Palast liegen vier Parks: der Prinzengarten, der Inselgarten, der Parterregarten und der Garten der Isabella II. Die Kirche des Klosters San Pascual birgt ein Altarbild von Raphael Mengs.
- Anreise: Zug vom Bahnhof Atocha, etwa eine Stunde (laut Zugfahrplan Aranjuez). Im Sommer fährt ein historischer „Erdbeerzug" ab Madrid.
- Kosten: Palast und Parks mit Tickets des Patrimonio Nacional (Stand: 09/2026, Palast Aranjuez).
- Der Haken: die Anlage ist groß; für die Parks brauchst du zusätzliche Zeit.
18. Chinchón
© jacinta lluch valero from madrid * barcelona...., (España-Spain) · CC BY-SAFoto: jacinta lluch valero from madrid * barcelona...., (España-Spain), CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia CommonsChinchón liegt 45 km südöstlich von Madrid (auf der Karte). Es ist ein kleiner Ort mit einem Hauptplatz; man kommt wegen der Atmosphäre und zum Mittagessen auf dem Platz hierher.
Rundgänge beginnen an der Plaza Mayor: Der Platz ist von dreistöckigen Häusern aus dem 15. bis 17. Jahrhundert mit hölzernen Galeriebalkonen umgeben. In der Nähe steht der Uhrturm, ein ehemaliger Glockenturm. Die Kirche Mariä Himmelfahrt aus dem 16. Jahrhundert beherbergt Francisco Goyas Gemälde „Die Himmelfahrt Mariens". Auf einem Hügel über dem Ort siehst du die Ruinen der Grafenburg Castillo de los Condes, erreichbar über eine alte Steinbrücke.
Chinchón hat zwei alte Klöster: ein Klarissenkonvent aus dem 17. Jahrhundert und ein Augustinerkloster aus dem 15. Jahrhundert, heute in ein authentisches Hotel umgewandelt. In der Nähe steht das spätbarocke Haus der Ketten aus dem späten 17. Jahrhundert. Sehenswert sind außerdem die barocke Kirche San Roque und das Theater Lope de Vega mit seiner rosafarbenen Fassade und dem steinernen Stadtwappen.
- Anreise: Bus 337 ab der Station Av. Mediterráneo-Conde de Casal, etwa eine Stunde (laut Busfahrplan Chinchón).
- Für wen: ein Halbtagesausflug mit Mittagessen.
19. Cuenca
© Tomás Fano · CC BY-SAFoto: Tomás Fano, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia CommonsCuenca liegt 138 km südöstlich von Madrid (auf der Karte), auf einem Felsrücken. Die Altstadt ist UNESCO-Welterbe, und ihr Wahrzeichen sind die Casas Colgadas, die hängenden Häuser, die über die Schlucht ragen.
An der Plaza Mayor steht die Kathedrale Santa María la Mayor, gegründet im späten 12. Jahrhundert. In der Nähe siehst du den Uhrturm Mangana, das Archiv von Cuenca im ehemaligen Inquisitionsgebäude und den Bischofspalast mit Museum. Unter den Kirchen lohnt sich ein Besuch von San Felipe de Neri mit seinem Rokoko-Innenraum. Auf einem hohen Hügel über der Stadt steht das Denkmal des Heiligsten Herzens Jesu, und nahe der Stadt liegt der Park der bizarren Felsformationen, Ciudad Encantada.
- Anreise: am einfachsten mit dem Auto, etwa zwei Stunden. Es gibt auch einen AVE-Zug ab Bahnhof Atocha, etwa eine Stunde (laut Zugfahrplan Cuenca).
- Der Haken: die Altstadt liegt an Hängen; du wirst viel auf und ab steigen.
20. Buitrago del Lozoya
© Carlos Delgado · CC BY-SAFoto: Carlos Delgado, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsBuitrago del Lozoya liegt 78 km nördlich von Madrid (auf der Karte). Die Altstadt thront auf einem Felsvorsprung über dem Fluss, umgeben von Wasser und maurischen Stadtmauern aus dem 11. Jahrhundert.
Beginne deinen Besuch an der Plaza de la Constitución: Hier findest du einen alten Brunnen, das Rathaus mit einem Museum mit Gemälden von Pablo Picasso und den Uhrturm. Durch den Torbogen des Turms erreichst du die Plaza de los Caídos und die Burgkirche Santa María mit ihrer Mudéjar-Fassade. Das wuchtige Castillo de Buitrago del Lozoya aus dem 15. Jahrhundert mit seinen sieben Türmen steht an einer achthundert Meter langen Mauer. Am unteren Teil der Mauer entlang kannst du direkt am Fluss spazieren.
- Anreise: keine Direktverbindung; am einfachsten mit dem Auto, etwa eine Stunde (auf der Karte).
- Der Haken: ohne Auto schwer erreichbar; Zug- und Busverbindungen erfordern Umstiege.
⁉️🤔 Häufige Fragen
Wohin kannst du von Madrid aus einen Tagesausflug ohne Auto machen?
Direkte Züge und Busse fahren nach Toledo, Segovia, Aranjuez, Alcalá de Henares und Valladolid; die Fahrt dauert zwischen einer halben und anderthalb Stunden. Guadalajara, Sigüenza und Salamanca sind ebenfalls mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, brauchen aber länger. Pedraza, Cuenca, Buitrago del Lozoya und das Tal der Gefallenen besuchst du einfacher mit dem Auto.
Welche Stadt solltest du für den ersten Ausflug wählen?
Beginne mit Toledo oder Segovia. Beide gehören zum UNESCO-Welterbe, sind leicht erreichbar, und du kannst die wichtigsten Sehenswürdigkeiten an einem Tag besichtigen. In Toledo sind das die Kathedrale, der Alcázar und das El-Greco-Museum; in Segovia das römische Aquädukt und der Alcázar.
Was gibt es in El Escorial zu sehen?
In El Escorial siehst du die Basilika San Lorenzo, die Bibliothek, das Pantheon der Könige und Säle mit Gemälden von Tizian, Velázquez und El Greco. Das Kloster ist dienstags bis sonntags geöffnet, montags geschlossen, der Eintritt erfolgt mit einem Ticket von Patrimonio Nacional.
Wie viel Zeit braucht ein Ausflug?
Ein halber Tag reicht für Toledo, Segovia, Alcalá de Henares und Chinchón. El Escorial, Aranjuez und San Ildefonso brauchen einen ganzen Tag; jeder Ort hat eine große Anlage mit Park. Salamanca und Medinaceli funktionieren nur als langer Ganztagesausflug.
Wann ist die beste Reisezeit?
Im Frühling und Herbst ist das Wetter in Kastilien mild; im Sommer ist Toledo tagsüber heiß, während Ávila wegen der Höhenlage kühler ist. Komm zur Öffnungszeit der Sehenswürdigkeiten an, dann bist du den großen Reisegruppen voraus.
Karte der Tagesausflüge ab Madrid
Die Karte unten zeigt alle zwanzig Ziele. Öffne sie, um die Entfernungen zwischen den Punkten einzuschätzen und eine mehrtägige Reise zu planen.
Die Ziele sind praktisch in Süden und Osten (Toledo, Aranjuez, Chinchón, Cuenca) und Norden (Segovia, El Escorial, San Ildefonso, Ávila) unterteilt. Wähle an einem Tag ein oder zwei Orte aus derselben Gruppe. So vermeidest du Zeitverlust durch unnötige Rückwege.
Route ab Madrid für 1 Tag
Orte auf der Karte
- 1Toledo Stadt der drei Kulturen am Tajo, UNESCO-Welterbe
- 2Segovia Römisches Aquädukt mit 167 Bögen und der Alcázar
- 3El Escorial Kloster, Palast und königliche Grabstätte aus dem 16. Jahrhundert
- 4Valladolid Ehemalige Hauptstadt Spaniens, Wohnhaus-Museum von Cervantes
- 5Alcalá de Henares Geburtsort von Cervantes, älteste Universität Europas
- 6San Ildefonso Residenz La Granja nach dem Vorbild von Versailles
- 7Manzanares el Real Burg der Familie Mendoza mit Ehrenturm
- 8Tal der Gefallenen Denkmal mit in den Fels gehauener Basilika und 150 Meter hohem Kreuz
- 9Ávila Stadtmauer aus dem 11. Jahrhundert, zweieinhalb Kilometer lang
- 10Guadalajara Palast der Familie Mendoza mit geschnitzten Galerien
- 11Salamanca Eine der ältesten Universitäten Europas
- 12Sigüenza Romanisch-gotische Kathedrale und ein Schlosshotel auf dem Hügel
- 13Medinaceli Dreibogige römische Brücke und Palast mit Mosaiken
- 14Colmenar de Oreja Wehrkirche mit 62 Meter hohem Turm
- 15Consuegra Zwölf Windmühlen der Don-Quijote-Route
- 16Pedraza Mittelalterliche Kulissenstadt hinter der Stadtmauer
- 17Aranjuez Königlicher Sommerpalast mit vier Gärten
- 18Chinchón Plaza Mayor mit einem Goya-Gemälde in der Ortskirche
- 19Cuenca Casas Colgadas, Häuser, die über der Schlucht hängen
- 20Buitrago del Lozoya Maurische Mauern aus dem 11. Jahrhundert und ein Picasso-Museum
Wenn du mehrere Orte auf einer Reise besuchen möchtest, ist es praktisch, im Voraus ein Auto zu buchen: So bist du nicht auf seltene Busse angewiesen und kannst jederzeit zu deinem Hotel zurückkehren, wann du willst.
Hotels finden
Vergleichen Sie Preise mehrerer Buchungsportale und filtern Sie Zimmer mit kostenfreier Stornierung.
Preise auf Discover Cars vergleichenDas Widget wird nach Ihrer Zustimmung geladen.
Kurz gesagt: Was sich lohnt zu buchen
Alle zwanzig Ziele funktionieren als Tagesausflüge, aber an einem Tag kannst du realistisch nur ein oder zwei Orte schaffen. Wenn du zum ersten Mal in Madrid bist, entscheide dich für Toledo oder Segovia. Für Paläste und Parks fährst du nach El Escorial, Aranjuez oder San Ildefonso; für Festungen und Ruhe gehst du nach Ávila, Manzanares el Real oder Buitrago del Lozoya.
Kaufe Tickets für die königlichen Residenzen und Zeitfenster im Voraus auf der offiziellen Website der Stiftung und prüfe die Zugfahrpläne auf der Website des Anbieters.


