
Was du in Leipzig sehen solltest: 24 Orte und wie du hinkommst
Leipzig überrascht mit der Dichte an Geschichte pro Quadratmeter. An einem Tag kannst du realistisch ein Renaissance-Rathaus, Bachs Haus und ein BMW-Montagewerk sehen. Aber ohne Plan bleibst du zwischen Straßenbahnhaltestellen hängen und kommst zehn Minuten vor Schließung im Museum an.
Wir haben 24 Orte zusammengestellt, die sich für deine Reiseroute lohnen. Zu jedem nennen wir die Anreise, Öffnungszeiten und einen ehrlichen Haken. Prüfe Preise und Zeiten vor deiner Reise: Einige Museen sind montags geschlossen, und zur Aussichtsplattform des Denkmals führt eine schmale Treppe.
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💡 Kurz gesagt:
- Die meisten Sehenswürdigkeiten konzentrieren sich im Zentrum: Marktplatz, Altes Rathaus und Thomaskirche liegen dicht beieinander.
- Für entferntere Ziele nimm die Straßenbahnlinien 2, 12 und 15: Sie bringen dich zum Völkerschlachtdenkmal, zum Zoo und zum Südfriedhof.
- Tickets und Öffnungszeiten: Stand: 09/2026, geprüft auf der Website der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH.
1. Altes Rathaus
Das Alte Rathaus wurde 1556-1557 nach einem Entwurf von Paul Speck erbaut und ist eines der wenigen erhaltenen Renaissance-Rathäuser in Deutschland. Die Türme stehen asymmetrisch, und darunter verbindet eine Durchfahrt Marktplatz und Naschmarkt. Seit 1909 beherbergt das Gebäude das Stadtgeschichtliche Museum.
- Kosten und Zeiten: Der Eintritt zur Dauerausstellung ist frei, Di, So 10:00-18:00 (Stand: 09/2026, offizielle Website des Museums).
- Anreise: Straßenbahnlinien 4 und 10 bis Augustusplatz.
- Was du siehst: das originale Haussmann-Porträt von Bach und barocke Festsäle.
- Der Haken: Das Museum ist montags geschlossen, und der Markt ist an Wochenenden voller Reisegruppen.
2. Neues Rathaus
Das Neue Rathaus wurde an der Stelle der Pleißenburg errichtet, die 1890 abgetragen wurde. Hugo Licht gewann den Wettbewerb von 1897, und bis 1905 war ein Gebäude mit 600 Räumen im Geist von Gotik und Jugendstil entstanden. In seiner Mitte erhebt sich ein 114,7 m hoher Turm als Erinnerung an die alte Festung.
- Anreise: Straßenbahnlinien 2, 8, 9 und 14 bis Neues Rathaus.
- Gut zu wissen: Im Keller, einst ein Weinkeller, befindet sich heute ein Restaurant, und in den Galerien finden Ausstellungen statt (offizielles Stadtportal).
- Der Haken: Das Gebäude ist aktiv in Nutzung, hier tagt der Stadtrat, daher kommst du nicht in alle Säle.
3. Gohliser Schlösschen
© Radler59 · CC BY-SAFoto: Radler59, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDas Schlösschen wurde von Rat Richter in Auftrag gegeben und wurde unmittelbar nach der Fertigstellung 1756 zum Mittelpunkt des kulturellen Lebens der Stadt. Der Dichter Friedrich Schiller war hier zu Gast. 1783 wurde das Herrenhaus der Stadt unter der Bedingung übergeben, dass die Architektur des Ensembles unverändert bleibt, und nach der Wiedervereinigung wurde es restauriert (Website der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH).
- Kosten und Zeiten: Besichtigungen von 14:00 bis 17:30.
- Anreise: Straßenbahnlinie 4 bis Stallbaumstraße.
- Der Haken: Heute ist es ein Veranstaltungsort für Konzerte und Hochzeiten, daher ist es für Touristen nur wenige Stunden am Tag geöffnet.
4. Augustusplatz
© Oliver Storch · CC BY-SAFoto: Oliver Storch, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDer Augustusplatz wurde nach dem ersten sächsischen König Friedrich August I. benannt, und der Platz selbst umfasst 40.000 Quadratmeter. Hier befinden sich das Opernhaus, das Gewandhaus und die Universität, während zwei Brunnen den Rhythmus für einen Spaziergang vorgeben. Einer davon, der 18 Meter hohe Mendebrunnen, wurde in den 1980er-Jahren wieder auf den Platz zurückgebracht (Website der Stadt Leipzig).
Bis ins 18. Jahrhundert standen an dieser Stelle die Verteidigungsanlagen der Stadt. Friedrich August ging als gerechter Herrscher in die Geschichte ein: Er schaffte die Folter ab, verbot den Verkauf von Richterämtern und brachte die Staatskasse in Ordnung. Sein Fehler war die Unterstützung Napoleons, und um Sachsen zu erhalten, trat der König das Herzogtum Warschau und einen Teil seiner Ländereien ab. Der Platz wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, und beim Wiederaufbau des Zentrums wurden die Paulinerkirche aus dem 13. Jahrhundert abgerissen und der Mendebrunnen demontiert. Heute ist die Kirche wiederhergestellt, der alte Brunnen steht wieder an seinem Platz, und unter dem Platz befindet sich eine Tiefgarage.
- Anfahrt: Straßenbahnlinien 4 und 10, Haltestelle Augustusplatz.
- Für wen: für alle, die Oper und Gewandhaus an einem Abend erleben möchten.
- Der Haken: Der Platz ist groß und offen, im Sommer gibt es wenig Schatten.
5. Schillerhaus
© Appaloosa · CC BY-SAFoto: Appaloosa, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDas Museum wurde 1848 im ältesten erhaltenen Bauernhaus eröffnet, das 1717 in Gohlis erbaut wurde. Friedrich Schiller mietete hier 1785 eine Wohnung und arbeitete an „Don Carlos" und der Ode „An die Freude". Heute zeigt die Ausstellung rund 100 Originalstücke (offizielle Website).
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts kamen die Stadtbewohner zur Erholung in das Dorf Gohlis, und Bauernhäuser wurden für die Unterbringung von Gästen umgebaut. Schiller mietete eine solche Wohnung, und im September 1841 wurden ein Ehrentor und eine Gedenktafel am Haus angebracht. Die Ausstellung behandelt das Werk des Dichters, die Theaterpremieren seiner Stücke und die Geschichte der Leipziger Schillergesellschaft, und nach der Restaurierung 1995 wurde das Museum im Oktober 1998 wiedereröffnet.
- Kosten und Öffnungszeiten: April bis Oktober 10:00-18:00 außer montags, November bis März 10:00-16:00.
- Anfahrt: Straßenbahnlinie 4 bis Haltestelle Menckestraße.
- Der Haken: Im Winter schließt die Ausstellung um 16:00 Uhr, du schaffst es also nur vor dem Mittag.
6. Völkerschlachtdenkmal
© Christianlberg · CC BYFoto: Christianlberg, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0), Wikimedia CommonsEuropas monumentalstes Denkmal wurde 1863 gegründet und nach dem Entwurf von Bruno Schmitz mit Spenden und Lotterieeinnahmen erbaut. Das 91 Meter hohe Denkmal erinnert an den Sieg der verbündeten Armeen über Napoleon im Jahr 1813. Eine Treppe und zwei Aufzüge führen hinauf zur Aussichtsplattform in 57 Metern Höhe (offizielle Website der Stiftung).
- Kosten und Öffnungszeiten: Das Ticket beinhaltet auch das Museum FORUM 1813, November, März 10:00-16:00, April, Oktober bis 18:00.
- Anfahrt: Straßenbahnlinien 2 und 15.
- Der Haken: Der Aufstieg zur Aussichtsplattform erfordert Anstrengung, und der Aufzug fährt nicht bis ganz nach oben.
7. BMW Zentralgebäude
Das gläserne BMW-Werksgebäude wurde so gestaltet, dass die Architektur die Teamarbeit unterstützt: Es führt Verwaltung, Qualitätskontrolle und Design zusammen. In Leipzig werden seit Frühjahr 2005 Autos produziert, derzeit 700-800 Fahrzeuge pro Tag. Das Werk kannst du im Rahmen einer Führung nach vorheriger Anmeldung besichtigen (Leipzig Tourismusportal).
© Jörg Blobelt · CC BY-SAFoto: Jörg Blobelt, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons- Öffnungszeiten: Führungen finden montags bis freitags von 08:00 bis 18:00 Uhr statt.
- Für wen: für alle, die sich für moderne Fertigung interessieren, nicht nur für alte Plätze.
- Der Haken: Ohne vorherige Buchung kommst du nicht hinein.
8. Nikolaikirche
Die Nikolaikirche wurde 1165 erbaut und hat im Laufe der Jahrhunderte gotische, klassizistische und Renaissance-Elemente aufgenommen. Bachs „Johannespassion" wurde hier uraufgeführt, und 1989 versammelten sich die Teilnehmer der friedlichen Montagsdemonstrationen in diesen Mauern. Heute ist die Gemeinde lutherisch, und einmal pro Woche kannst du Orgelmusik hören (offizielle Website).
- Anfahrt: Straßenbahnlinien 4 und 10 bis Haltestelle Augustusplatz.
- Gut zu wissen: Sonntagsgottesdienste finden um 09:30, 11:15 und 17:00 Uhr statt.
- Der Haken: Der Zugang für Touristen ist während der Gottesdienstzeiten eingeschränkt.
9. Thomaskirche
© Clemensfranz · CC BY-SAFoto: Clemensfranz, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Thomaskirche wurde im 13. Jahrhundert erbaut und ist für viele untrennbar mit der Musik Bachs verbunden. Der große Komponist wirkte hier 27 Jahre lang als Kantor des Chors. 1950 wurden seine Gebeine in dieser Kirche neu bestattet, und in der Nähe errichteten die Bürger ihm ein Denkmal. Die Kirche ist 18 m hoch und 76 m lang, ihr Glockenturm aus dem 16. Jahrhundert ragt 68 m empor (offizielle Website).
In diesen Mauern wurden Werke von Mozart aufgeführt, und Martin Luther hielt hier einen Gottesdienst, der in die Stadtgeschichte einging. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche schwer beschädigt, doch Bachs Name schützte sie in den DDR-Jahren vor dem Abriss. Heute singt hier wieder der Thomanerchor, und drei Orgeln sind im Einsatz, darunter ein Nachbau eines Instruments aus dem 18. Jahrhundert und eine kompakte Digitalorgel. Geh vor dem Gottesdienst hinein: So hast du Zeit, die geschnitzte Kanzel und die alten Glasfenster in Ruhe zu betrachten, ohne Gottesdienstbesucher zu stören.
- Für wen: alle, die wegen Bach und dem Thomanerchor gekommen sind.
- Gut zu wissen: Im Gebäude sind drei Orgeln im Einsatz, und die größte Glocke trägt den Namen „Gloriosa".
- Anfahrt: Straßenbahnlinie 9 bis zur Haltestelle Thomaskirche.
- Der Haken: An Probe- und Konzerttagen kann der Zugang zur Kirche eingeschränkt sein.
10. Südfriedhof
© Danny Sotzny · CC BY-SAFoto: Danny Sotzny, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia CommonsDer Südfriedhof wurde 1886 eröffnet, als die wachsende Stadt eine neue Begräbnisstätte brauchte. Er ist einer der größten Parkfriedhöfe Deutschlands, mit gestalteten Alleen, Skulpturen und viel Grün. Das neuromantische Ensemble wurde der Abtei Maria Laach nachempfunden (offizielle Website).
Die Planung begann 1879, als die Einwohnerzahl der Stadt stark anstieg. Das Gelände ist als Landschaftspark mit getrennten Bereichen angelegt. Viele prominente Leipziger sind hier begraben, sodass ein Spaziergang zu einer Lektion in Stadtgeschichte wird.
- Gut zu wissen: 1910 wurden hier eine Kapelle mit Glockenturm, ein Krematorium und ein Kolumbarium ergänzt.
- Anfahrt: Straßenbahnlinie 15 bis zur Haltestelle Südfriedhof.
- Der Haken: Es ist ein ruhiger Ort zum Spazierengehen, keine Sehenswürdigkeit mit interaktiven Elementen.
11. Bach-Museum
© Burkhard Mücke · CC BY-SAFoto: Burkhard Mücke, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDas Museum befindet sich in einem Barockhaus aus dem 18. Jahrhundert neben der Thomaskirche. Bach verbrachte die letzten 27 Jahre seines Lebens in Leipzig, wo er als Kantor, Organist und Lehrer tätig war, daher ist ein großer Teil der Ausstellung seiner Familie gewidmet. Zu den Relikten gehört ein Teil einer Orgel aus der zerstörten Johanniskirche (offizielle Website des Bach-Archivs).
In der Nähe steht die Thomasschule, in der Bach lebte und unterrichtete. In der Ausstellung siehst du originale Partituren geistlicher und weltlicher Werke, Instrumente aus dem 18. Jahrhundert und eine einzigartige Sammlung von Tonaufnahmen. Der Komponist stimmte einige der Orgeln selbst, und die Johanniskirche, in der das Instrument stand, wurde im Krieg zerstört. Heute ist das Museum Teil des Bach-Archivs, eines 1950 gegründeten Forschungszentrums.
- Kosten und Öffnungszeiten: 10:00-18:00 Uhr, montags geschlossen, freier Eintritt für Kinder und Jugendliche unter 18.
- Gut zu wissen: An jedem ersten Dienstag im Monat ist der Eintritt frei (Tourismusbüro Leipzig).
- Anfahrt: Buslinie 89 bis zur Haltestelle Thomaskirche.
- Der Haken: Das Museum ist klein, und in der Hochsaison füllen sich die Räume schnell.
12. Mendelssohn-Haus
Die Acht-Zimmer-Wohnung im zweiten Stock eines Gebäudes von 1844 ist die einzige erhaltene Wohnstätte des Komponisten. Mendelssohn zog 1835 nach Leipzig, war an der Gründung des Konservatoriums beteiligt und starb hier. Das Museum beherbergt Entwurfspartituren und Originalbriefe, und im „Effektorium" kannst du dich selbst im Dirigieren versuchen (offizielle Website).
Mendelssohn wurde als „Mozart des 19. Jahrhunderts" bezeichnet; er trat als Pianist und Dirigent auf und lehrte am städtischen Konservatorium. Nach dem Tod des Komponisten wurde seine Musik wegen seiner jüdischen Wurzeln lange Zeit aus den Programmen gestrichen. Den Gründern des Museums gelang es, die Innenräume zu rekonstruieren und Originalmöbel zurückzukaufen, und 18 Jahre später wurde die Fläche um das Erdgeschoss erweitert. Eine eigene Vitrine ist der schwedischen Sängerin Jenny Lind gewidmet, der der Komponist Partituren widmete.
- Kosten und Öffnungszeiten: täglich 10:00-18:00 Uhr ganzjährig geöffnet, Kinder unter 18 haben freien Eintritt.
- Gut zu wissen: Jeden Sonntag um 11:00 Uhr findet im Musiksalon ein Konzert statt.
- Anfahrt: Straßenbahnlinien 2, 9 und 16 bis zur Haltestelle Roßplatz.
- Der Haken: Das Sonntagskonzert zieht viel Publikum an, also komm früh.
13. Grassi Museum
© JeanNeef · CC BY-SAFoto: JeanNeef, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDer Komplex ist nach dem Kaufmann benannt, der der Stadt 2 Millionen Mark für den Bau von Kulturbauten vermachte. Heute vereint er das Völkerkundemuseum, die Sammlung für angewandte Kunst und das Musikinstrumentenmuseum. Die ethnografische Sammlung umfasst rund 200.000 Objekte, und unter den 10.000 Instrumenten befinden sich Relikte, die 400 Jahre alt sind (offizielle Website).
- Für wen: für alle, die von Rathäusern genug haben und Objekte aus verschiedenen Kulturen sehen möchten.
- Anreise: Straßenbahnlinien 4, 7, 12 und 15 bis zur Haltestelle Johannisplatz.
- Der Haken: einige Exponate gingen im Krieg verloren, und in den 1980er-Jahren wurde der Komplex wegen eines Defekts der Heizungsanlage geschlossen.
14. Marktplatz
© Joachim Köhler · CC BY-SAFoto: Joachim Köhler, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDer Marktplatz geht auf das 12. Jahrhundert zurück, als der slawischen Siedlung das freie Handelsrecht verliehen wurde. Am Schnittpunkt von Reichsstraße und Königsstraße herrschte bei den Herbst- und Frühjahrsmessen reges Treiben, das in ganz Europa bekannt war. Heute finden auf dem Markt Märkte und Messen statt, und in der Nähe stehen die Alte Börse und das Königshaus (Leipzig-Portal).
Der Platz ging sowohl als Ort öffentlicher Hinrichtungen als auch als Arena für Ritterspiele in die Geschichte ein. Im späten 19. Jahrhundert wurde unterirdisch eine riesige Ausstellungshalle errichtet, die heute als Einkaufstunnel dient. In der Nähe ist das Geburtshaus des Philosophen Christian Thomasius erhalten, und an der Stelle des ersten Kaffeehauses der Stadt ist das Museum Zum Arabischen Coffe Baum geöffnet. Starte deinen Rundgang hier: Vom Markt bis zur Thomaskirche sind es fünf Minuten zu Fuß.
- Für wen: alle, die die Stadt von ihrem Handelsherzen aus erkunden möchten.
- Gut zu wissen: fast alle Rundgänge durch das Zentrum beginnen hier.
- Der Haken: an Messetagen wird es sehr voll und laut.
15. Museum der bildenden Künste
© LutzBruno · CC BYFoto: LutzBruno, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia CommonsDer Kern der Sammlung wurde von Privatpersonen zusammengetragen, und die französische Gemäldesammlung stifteten Hans Peter Bühler und seine Frau. Das erste Gebäude von 1858 im Stil der italienischen Renaissance wurde im Krieg zerstört, daher waren die Gemälde 40 Jahre lang im Dimitrov-Museum ausgestellt. Anfang des 21. Jahrhunderts zog das Museum in einen Glaswürfel mit Terrassen und Treppenanlagen um (offizielle Website).
Der Neubau wurde aus Glas, Beton, Holz und Muschelkalk errichtet, und die Sammlung umfasst mittelalterliche Kunst ebenso wie Werke zeitgenössischer Künstler.
- Kosten und Öffnungszeiten: 10:00-18:00 Uhr, mittwochs bis 20:00 Uhr.
- Anreise: Straßenbahnlinien 3, 7, 9 und 15 bis zur Haltestelle Goerdelerring oder Hauptbahnhof.
- Der Haken: mittelalterliche und moderne Kunst hängen in den Galerien direkt nebeneinander, was einen traditionellen Besucher aus dem Konzept bringen kann.
16. Gewandhaus
© Ichwarsnur · CC BY-SAFoto: Ichwarsnur, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Tradition der „Großen Concerte" in Leipzig begann 1743, als ein Orchester mit 16 Musikern auftrat. Von 1835 bis 1847 leitete Mendelssohn das Orchester, und in dieser Zeit bildete sich sein unverwechselbarer Stil heraus. Nach dem Krieg zog das Ensemble in einen Saal mit zwei Auditorien für 1.900 und 498 Plätze um (offizielle Website).
- Öffnungszeiten: Hausführungen werden samstags angeboten.
- Anreise: Straßenbahnlinien 4 und 10 bis zur Haltestelle Augustusplatz.
- Der Haken: ohne Konzertkarte oder Samstagsführung kommt man nicht hinein, und Karten für beliebte Programme sind im Voraus ausverkauft.
17. Opernhaus
© Ichwarsnur · CC BY-SAFoto: Ichwarsnur, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Oper Leipzig ist eine der ältesten Europas, gegründet im späten 17. Jahrhundert. Der Vorgängerbau am Augustusplatz wurde 1868 im Beisein des sächsischen Königshauses eröffnet. 1943 wurde er zerstört. Das neue Theater ist 52 Meter hoch und bietet mehr als 1.200 Plätze (offizielle Website).
Bau, Ausbau und Materialien kosteten über 44 Millionen Mark. Zum Gebäude gehört ein Kammermusiksaal für Konzerte, Vorträge und Ausstellungen, und die technische Ausstattung gilt als eine der besten Europas. Der Spielplan stellt klassische Inszenierungen neben moderne Opern, wobei Wagners komplexe Werke im Mittelpunkt stehen.
- Für wen: alle, die Wagner auf der Bühne hören wollen, die er seine Heimat nannte.
- Anfahrt: Straßenbahnlinien 4 und 10 bis zur Haltestelle Augustusplatz.
- Der Haken: Wagner-Karten sind lange vor dem Termin ausverkauft, also plane frühzeitig.
18. Hauptbahnhof
© Appaloosa · CC BY-SAFoto: Appaloosa, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDer Entwurf des Bahnhofs wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in einem Wettbewerb ausgewählt, bei dem die Arbeit von William Lossow und Max Hans Kühne als Sieger hervorging. Der Bau begann im November 1909, und 1915 begrüßte der Bahnhof seine ersten Fahrgäste. Die Fassade ist über 300 Meter lang, und täglich passieren 150.000 Reisende das Gebäude (Seite der Stadtverwaltung).
- Gut zu wissen: Der Komplex beherbergt rund 100 Geschäfte und Kioske, Cafés und Friseurläden.
- Anfahrt: Dies ist der zentrale Knotenpunkt der Stadt, erreichbar mit allen S-Bahn-Linien und den meisten zentralen Straßenbahnlinien.
- Der Haken: Im Berufsverkehr gibt es auf den Bahnsteigen und in den Cafés kaum freie Plätze.
19. Das alte Kaffeehaus „Zum Arabischen Coffe Baum"
© Chabe01 · CC BY-SAFoto: Chabe01, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDas Kaffeehaus beansprucht für sich, das älteste Europas zu sein, sein Hauptkonkurrent ist nur das Pariser Café „Le Procope". Es wird angenommen, dass hier seit 1711 Kaffee zubereitet und verkauft wird, und sogar ein Platz an Schumanns Tisch ist reserviert. Heute verbindet die Speisekarte französische, arabische und Wiener Küche, und das Lokal ist täglich geöffnet (offizielle Website).
- Für wen: für alle, die zwischen den Museen der Innenstadt eine Pause einlegen möchten.
- Anfahrt: Straßenbahnlinie 9 bis zur Haltestelle Thomaskirche.
- Der Haken: Der Name ist lang und nicht selbsterklärend, der Eingang ist leicht zu übersehen.
20. Auerbachs Keller
© Derbrauni · CC BYFoto: Derbrauni, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0), Wikimedia CommonsAuerbachs Keller ist eines der ältesten Restaurants der Welt und liegt mitten im Herzen der Altstadt. Bereits im 15. Jahrhundert wurde hier Wein gehandelt, und das Lokal erhielt seinen Namen von seinem Besitzer Stromer, bekannt als „Doktor Auerbach". Das Restaurant ist in vier Säle mit jeweils etwa 40 Plätzen unterteilt, reserviere also rechtzeitig einen Tisch (offizielle Website).
- Für wen: für alle, die den Ort sehen möchten, an dem Goethes „Faust" entstand.
- Öffnungszeiten: Der Saal ist von 11:30 bis 24:00 Uhr geöffnet.
- Anfahrt: Straßenbahnlinie 9 bis zur Haltestelle Thomaskirche.
- Der Haken: Vor dem bronzenen Faust und Mephistopheles am Eingang fotografieren ständig Reisegruppen.
21. Mädler-Passage
© Flocci Nivis · CC BYFoto: Flocci Nivis, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0), Wikimedia CommonsDie Passage wurde im Auftrag des Unternehmers Mädler errichtet: Am 1. Januar 1911 kaufte er das Grundstück und leitete den Bau bis 1914. Von den ersten Tagen an wurde der Komplex als Ausstellungshalle für Weine, Porzellan, Keramik und Leder genutzt. Ende des 20. Jahrhunderts wurde das Gebäude über zwei Jahre hinweg vollständig saniert und um ein Glasdach und eine Rotunde ergänzt (offizielle Website).
- Gut zu wissen: Hier befinden sich Boutiquen, ein Hotel und die Mephisto-Bar in roten und schwarzen Tönen.
- Anfahrt: Straßenbahnlinie 9 bis zur Haltestelle Thomaskirche.
- Der Haken: Dies ist in erster Linie ein Einkaufszentrum, kein Museum, also stelle dich aufs Shoppen ein.
22. Der Zoo
© Nf02 ( talk ) 22:29, 10 December 2012 (UTC) · CC BYFoto: Nf02 ( talk ) 22:29, 10 December 2012 (UTC), CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia CommonsDer Leipziger Zoo stellt das Tierwohl und den Erhalt seltener Arten in den Vordergrund. Die Gehege sind aus Holz, Stein und Jute gebaut, damit sich die Bewohner natürlich fühlen. Die Hauptattraktion Gondwanaland nimmt eine Halle von der Größe zweier Fußballfelder ein und zeigt die Tierwelt der Tropen (offizielle Website).
- Kosten und Öffnungszeiten: Erwachsenenticket 27 € im Sommer (21.03.-31.10.) und 23 € im Winter (01.11.-20.03.), November-März 09:00-17:00 Uhr, April-Oktober bis 18:00 Uhr (Stand: 09/2026, offizielle Zoo-Website).
- Anfahrt: Straßenbahnlinie 12 bis zur Haltestelle Zoo.
- Der Haken: Das Ticket ist teuer, und an Wochenenden sind viele Familien mit Kindern an den Gehegen unterwegs.
23. Alte Waage
1555 entstand am Marktplatz ein Amt für Maß und Gewicht, in dem Waren vor dem Verkauf gewogen wurden. Nachdem das Amt 1820 umzog, erhielt das alte Gebäude den Namen „Alte Waage". Heute beherbergt das dreigeschossige Haus mit Keller und Dachböden eine Versicherung, und die Fassade mit Währungsmotiven und einer Sonnenuhr blickt auf den Markt (Stadtverzeichnis).
- Für wen: für alle, die Fassaden studieren und den Spuren der Handelsgeschichte der Stadt nachgehen möchten.
- Anfahrt: Das Gebäude steht direkt am Marktplatz, neben dem Alten Rathaus.
- Der Haken: Hineingehen ist nicht möglich, das Gebäude wird als Büro genutzt.
24. Stadtgeschichtliches Museum
© kopra · CC BY-SAFoto: kopra, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDas Stadtgeschichtliche Museum bespielt gleich mehrere Standorte: das Alte Rathaus, die Alte Börse, einen modernen Komplex, das Schillerhaus sowie das Kaffee- und das Sportmuseum. Die Sammlung nahm in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Gestalt an, und 1889 präsentierten die Leipziger bereits die erste Ausstellung. Heute umfasst der Bestand mehr als eine halbe Million Objekte, von denen viele als digitale Kopien vorliegen (offizielle Website).
- Für wen: für alle, die die Stadt als Ganzes verstehen wollen, nicht nur ihre Fassaden.
- Anfahrt: Der Hauptstandort befindet sich im Alten Rathaus; die Verkehrsanbindung ist im entsprechenden Abschnitt beschrieben.
- Der Haken: Die Sammlung verteilt sich auf mehrere Gebäude, daher lässt sich nicht alles bei einem Besuch abdecken.
Touren und Tickets in Leipzig
Geführte Touren, Tickets ohne Anstehen und Aktivitäten — die meisten Angebote sind kostenfrei stornierbar.
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⁉️🤔 Häufige Fragen
Wie viele Tage brauchst du für Leipzig?
Zwei Tage reichen für das Zentrum: Marktplatz, Altes Rathaus, Thomaskirche und Nikolaikirche liegen alle dicht beieinander. Plane einen dritten Tag für das Völkerschlachtdenkmal, den Zoo und das Grassi Museum ein. Wenn du noch das Bach-Museum, das Mendelssohn-Haus und das Museum der bildenden Künste ergänzen möchtest, solltest du vier Tage einplanen.
Wann ist die beste Reisezeit für Leipzig?
Mai und September bieten mildes Wetter und weniger Touristen als der Juli. Im Winter schließt das Schillerhaus bereits um 16:00 Uhr, dafür sind die Märkte auf dem Marktplatz besonders stimmungsvoll. Prüfe die Markttermine vorab: An diesen Tagen sind Hotels teurer, und der Markt wird voll.
Was kannst du in Leipzig kostenlos ansehen?
Die Dauerausstellung im Alten Rathaus ist kostenlos zugänglich. Thomaskirche und Nikolaikirche sind außerhalb der Gottesdienste kostenlos geöffnet. Auch ein Spaziergang über den Marktplatz, den Augustusplatz und durch die Mädler-Passage kostet nichts. Kinder unter 18 Jahren erhalten freien Eintritt ins Bach-Museum und ins Mendelssohn-Haus.
Wie kommst du in Leipzig voran?
Das Zentrum ist kompakt und lässt sich gut zu Fuß erkunden. Die Straßenbahnlinien 2, 12 und 15 bringen dich zum Völkerschlachtdenkmal, zum Zoo und zum Südfriedhof. Ein Einzelticket gilt innerhalb der Zone für Straßenbahn, Bus und S-Bahn; du kaufst es am Automaten an der Haltestelle.
Wo kannst du im Zentrum essen und Kaffee trinken?
Für Kaffee geh ins historische Kaffeehaus Zum Arabischen Coffe Baum, das seit 1711 in Betrieb ist. Für ein deftiges Abendessen und die Geschichte des Faust geh in Auerbachs Keller, reserviere aber vorher einen Tisch. Beide Orte liegen zwei Minuten von der Thomaskirche entfernt.
Kurz gesagt: was du buchen solltest
Wenn du nur einen Tag Zeit hast: Entscheide dich für das Alte Rathaus, den Marktplatz und die Thomaskirche; sie liegen alle dicht beieinander.
Wenn du mit Kindern unterwegs bist: Plane den Zoo und das „Effectorium" im Mendelssohn-Haus ein.
Wenn du Musik liebst: Ergänze dein Programm um das Bach-Museum, das Gewandhaus und die Oper.
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