
40 Sehenswürdigkeiten in Jerusalem: Was du in der Altstadt und Umgebung sehen solltest
Die Altstadt von Jerusalem umfasst weniger als einen Quadratkilometer. Du kannst sie an einem Tag umrunden, aber du wirst nicht alles bei einem einzigen Besuch sehen können. Wir haben 40 der wichtigsten Jerusalemer Sehenswürdigkeiten zusammengestellt: vom Garten Gethsemane und der Klagemauer bis zum Israel-Museum und der Chords Bridge.
Ein Erwachsenenticket für das Israel-Museum kostet 54 ILS (Stand: 09/2026, Tickets und Öffnungszeiten). Der Eintritt zur Klagemauer und zur Grabeskirche ist frei. Alles andere hängt vom Gebiet ab: Die Hälfte der Orte liegt innerhalb der Stadtmauern, die Hälfte außerhalb.
Unten findest du eine Aufschlüsselung nach Gebiet, Öffnungszeiten, Anreise und den ehrlichen Haken jedes Ortes.
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Überblick: So planst du deinen Besuch
💡 Kurz gesagt:
- Mehr als die Hälfte der Orte liegt innerhalb der Altstadtmauern und lässt sich gut an einem langen Tag abdecken.
- Ein Dutzend wichtiger Orte liegt außerhalb der Mauern: der Ölberg, Yad Vashem, das Israel-Museum, der Mahane-Yehuda-Markt.
- Museumspreise und Öffnungszeiten: 09/2026, geprüft auf der Website des Israel-Museums und der Website von Yad Vashem.
Gebiet | Was es zu sehen gibt | Wann hingehen |
|---|---|---|
Christliches Viertel | Grabeskirche, Via Dolorosa, St.-Anna-Kirche | früher Morgen |
Muslimisches Viertel | Damaskus-, Löwen- und Goldenes Tor, Felsendom, al-Aqsa | vor Mittag |
Klagemauer und Tunnel | Klagemauer, Klagemauer-Tunnel, Davidsstadt | separater Besuch |
Berg Zion | Abendmahlssaal, Dormitio-Abtei, St.-Peter-Kirche | vor Sonnenuntergang |
Ölberg | Garten Gethsemane, Kirche aller Nationen, Maria-Magdalena-Kirche, Pater Noster | Abend |
Stadtzentrum und Westen | Israel-Museum, Knesset, Mahane Yehuda, Yad Vashem, Chords Bridge | freier Tag |
1. Garten Gethsemane
© Mewasul · CC BY-SAFoto: Mewasul, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDer Garten Gethsemane liegt am Fuß des Ölbergs im Kidrontal. Dem Evangelium zufolge betete Jesus hier in der Nacht vor seiner Verhaftung, während seine Jünger schliefen. Die alten Olivenbäume gelten als lebende Zeugen dieser Ereignisse: Ein Baum kann sogar aus einem Wurzelfragment neu austreiben, deshalb erneuert sich der Garten selbst.
Daneben steht die Kirche aller Nationen mit einem Mosaik auf dem Giebel. Geh früh am Morgen hin; tagsüber kommen Reisegruppen und die Wege füllen sich. Vom Löwentor dauert der Abstieg etwa 15 Minuten (auf der Karte), und der Aufstieg zurück ist anstrengender.
Der Garten gehört den Franziskanern, der Eintritt ist frei. Zwischen den Beeten verlaufen Wege, und du kannst das Gelände in zwanzig Minuten umrunden. Hinter den Zaun kommst du nicht; die Olivenbäume stehen als Reliquie unter Schutz.
- Anreise: vom Löwentor durch das Kidrontal hinunter, dann den Schildern folgen.
- Der Haken: Es gibt fast keinen Schatten, also nimm im Sommer Wasser mit.
2. Berg Zion

Zion wird Berg genannt, obwohl es in Wirklichkeit ein niedriger Hügel südlich der Altstadt ist. Hier lebten die ersten christlichen Gemeinden Jerusalems. An den Hängen befinden sich der Abendmahlssaal, die Dormitio-Abtei und die St.-Peter-Kirche in Gallicantu.
Geh hinauf zum Grab König Davids: Historiker bestreiten die Echtheit der Grabstätte, aber das Gebäude ist für Besucher geöffnet. Von dort geh zu Fuß weiter; durch die engen Gassen fahren selten Autos. Für alle drei Kirchen brauchst du einen halben Tag, also verschieb Zion nicht auf die letzte Stunde.
- Der Haken: Die Öffnungszeiten des Abendmahlssaals ändern sich, also prüfe sie vorab.
3. Klagemauer
© שלמה רודד · CC BYFoto: שלמה רודד, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.5), Wikimedia CommonsDie Klagemauer ist der erhaltene Rest der Stützmauer des Tempelbergs, errichtet unter König Herodes. Die Blöcke sind behauen und ohne Mörtel verlegt, deshalb hält das Mauerwerk seit zweitausend Jahren. Hier wird rund um die Uhr gebetet, und der Eintritt ist für alle frei.
Männer bekommen am Eingang eine Kippa, Frauen sollten ein Kopftuch mitbringen. Zwischen die Steine kannst du einen Zettel mit einer Bitte stecken, das ist eine lokale Tradition. Komm im Morgengrauen, wenn du in Ruhe an der Mauer stehen kannst, statt dich durch Reisegruppen zu drängen.
- Anfahrt: etwa 10 Gehminuten vom Jaffator (folge der Karte).
- Der Haken: tagsüber sind viele Gruppen an den Steinen, erwarte also keine Stille.
4. Via Dolorosa
© Diego Delso · CC BY-SAFoto: Diego Delso, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDie Via Dolorosa führt durch die gesamte Altstadt, vom Löwentor bis zur Grabeskirche. Der Überlieferung nach ist dies der Weg, auf dem Christus zu seiner Hinrichtung nach Golgatha geführt wurde. Vierzehn Stationen sind durch Kapellen, Glockentürme und Klöster markiert.
Auf eigene Faust kannst du die Strecke in einer Stunde gehen, aber ohne Führung entgeht dir die Hälfte ihrer Bedeutung. Die beste Zeit für den Weg ist der frühe Morgen: Die Händler haben ihre Stände noch nicht geöffnet, und die Pilger sind noch nicht da. Trag bequeme Schuhe, die Steine sind glatt geschliffen und rutschig.
- Der Haken: im Sommer werden die Steine sehr heiß, nimm also Wasser mit.
5. Damaskustor
© Berthold Werner · CC BY-SAFoto: Berthold Werner, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDas Damaskustor öffnet sich von Norden her zum muslimischen Viertel. Es wurde zuerst von den Römern erbaut, sein heutiges Aussehen mit zwei Türmen stammt aus der Zeit Süleymans des Prächtigen. Von morgens bis abends fließt ein Strom aus Menschen und Waren durch den Bogen.
Im Inneren des Komplexes gibt es ein Geschichtsmuseum und unterirdische Gänge. Das Tor ist ein praktischer Ausgangspunkt für eine Route zur Klagemauer oder zur Via Dolorosa. Nimm dir Zeit für den Markt am Eingang: Gewürze, Süßigkeiten und Kochgeschirr werden direkt aus den Läden verkauft.
- Der Haken: abends ist die Gegend laut und voll; mit Kindern gehst du besser tagsüber.
6. Ticho-Haus
© Talmoryair · CC BY-SAFoto: Talmoryair, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDas Ticho-Haus liegt außerhalb der Altstadt an der Jaffastraße. Die Villa aus dem späten 19. Jahrhundert wurde im 20. Jahrhundert zu einem Zentrum des kulturellen Lebens Jerusalems. Die Künstlerin Anna Ticho und ihr Mann, der Arzt Avraham Ticho, lebten hier und verfügten, dass das Haus ein Ort der Kunst bleiben soll.
Heute beherbergt das Gebäude ein Museum mit wechselnden Ausstellungen, abends finden Konzerte statt. Im Erdgeschoss gibt es ein Café mit Innenhof. Du kannst hier auf dem Weg vom Mahane-Yehuda-Markt ins Stadtzentrum Halt machen, ein eigener Ausflug ist nicht nötig.
- Der Haken: die Galerien sind klein, prüfe also vor einem Konzert das Programm.
7. Davidsstadt
© Eitan cohen · CC BY-SAFoto: Eitan cohen, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Davidsstadt ist ein archäologischer Park an der Stelle des frühesten Jerusalem. Die Stadt wurde hier vor dreitausend Jahren gegründet, und die Ausgrabungen dauern bis heute an. Ein Erwachsenenticket kostet ab 45 ILS (Stand: 09/2026, Tickets für die Davidsstadt).
Im Park gibt es ein Besucherzentrum mit Kasse und Souvenirladen. Führungen laufen nach Zeitplan, und du kannst dir auch eine eigene Route zusammenstellen. Nimm im Sommer einen Hut mit: An der Ausgrabungsstätte gibt es fast keinen Schatten.
Der Besuch gliedert sich in zwei Teile: die Ruinen mit den Wachtürmen und den unterirdischen Tunnel aus dem 8. Jahrhundert v. Chr. Der Rundgang durch die Ruinen dauert bis zu zwei Stunden, durch den Tunnel geht es schneller. Du hast die Wahl zwischen der trockenen kanaanitischen Route und dem nassen Hiskija-Tunnel, wo dir das Wasser bis zur Hüfte reicht.
- Anfahrt: durch das Misttor, dann links den Schildern folgen.
- Der Haken: im nassen Tunnel sind offene Schuhe mit rutschigen Sohlen nicht erlaubt.
8. Akeldama
Akeldama bedeutet übersetzt Blutacker. Die Überlieferung verbindet den Ort mit den dreißig Silberlingen des Judas. Hier fanden Bestattungen von Pilgern und Fremden statt, damit sich Krankheiten in der überfüllten Stadt nicht ausbreiteten.
Sein heutiges Aussehen erhielt Akeldama im 19. Jahrhundert. Eine Terrasse mit in den Fels gehauenen Gräbern hängt über dem Hinnomtal. Der Eintritt ist frei, aber es ist üblich, am Tor eine Spende zu hinterlassen. Nimm dir Zeit am Aussichtspunkt: Von hier aus siehst du Gehenna in seiner ganzen Ausdehnung.
- Der Haken: dies ist ein aktiver und stiller Ort, laute Führungen sind hier fehl am Platz.
9. Grabeskirche
© https://www.flickr.com/photos/jlascar/ · CC BYFoto: https://www.flickr.com/photos/jlascar/, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia CommonsDie Grabeskirche, die heiligste Stätte des Christentums, steht an dem Ort, an dem Christus gekreuzigt und begraben wurde. Im Lauf von über zweitausend Jahren ist das Gebäude immer wieder abgebrannt, hat den Besitzer gewechselt und wurde neu aufgebaut. Im Fundament des Mauerwerks liegen die Überreste eines römischen Venustempels.
Der Komplex wird von sechs Konfessionen unterhalten, daher laufen die Gottesdienste nach einem festen Zeitplan und folgen oft direkt aufeinander. Der Eintritt ist frei, die Türen sind vom frühen Morgen bis zum Abend geöffnet, und die Zeiten ändern sich je nach Jahreszeit. Die Ädikula mit dem Grab Christi ist durch eine Marmorplatte vor Versuchen geschützt, ein Stück davon abzuschlagen.
- Der Haken: Die Schlange vor der Ädikula kann sich am Morgen auf eine Stunde oder mehr ausdehnen.
10. Rockefeller-Museum
Das Rockefeller-Museum wurde 1938 mit Mitteln eines amerikanischen Philanthropen eröffnet. Es beherbergt Funde aus Jerusalem, Megiddo und Samaria, die von der Steinzeit bis zur Mamlukenzeit reichen. Während der Bauarbeiten stießen Arbeiter auf antike Gräber, die ebenfalls Teil der Ausstellung wurden.
© Zachary Ka-Tsun Wong · CC BY-SAFoto: Zachary Ka-Tsun Wong, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDer Eintritt ist frei, was das Museum zu einem praktischen Zwischenstopp auf dem Weg zum Löwentor macht. Es öffnet um zehn Uhr morgens und schließt zu wechselnden Zeiten, meist nach Mittag. Die Busse 1, 3 und 51 bringen dich in wenigen Minuten vom Zentrum dorthin.
- Der Haken: Die Öffnungszeiten sind unregelmäßig, also prüfe sie vor deinem Besuch.
11. Goldenes Tor
Das Goldene Tor ist bis heute das einzige versiegelte Tor der Altstadt. Der Überlieferung nach zog Christus auf einem Esel durch dieses Tor in Jerusalem ein. Suleiman der Prächtige ließ die Öffnung mit Steinen zumauern und in der Nähe einen muslimischen Friedhof anlegen.
Durch den Bogen kannst du nicht gehen, aber ein genauerer Blick lohnt sich. Die beiden Bögen mit geschnitzten Ornamenten werden Tor der Barmherzigkeit und Tor der Buße genannt. Du siehst sie von der Außenseite der Ostmauer, auf der Seite des Kidrontals.
- Der Haken: Die nächste Haltestelle des öffentlichen Nahverkehrs ist weit entfernt, also plane einen Fußweg ein.
12. Löwentor

Das Löwentor schmückt den östlichen Abschnitt der Stadtmauer. Es wurde im 16. Jahrhundert im Auftrag von Suleiman dem Prächtigen erbaut. Seinen Namen erhielt es im 19. Jahrhundert dank der Löwenreliefs auf beiden Seiten des Bogens.
Dieses Tor ist ein praktischer Weg in die Stadt und direkt zur Via Dolorosa. So beginnst du die Route an der ersten Station statt in der Mitte. Komm mit deiner Gruppe am Morgen: Gegen Mittag ist der Durchgang mit Autos und Karren der Händler verstopft.
- Der Haken: In der Nähe gibt es keine Parkplätze, also lass dein Auto außerhalb der Mauern stehen.
13. Tunnel der Klagemauer
© Susanna Feldman · CC BY-SAFoto: Susanna Feldman, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDer Tunnel der Klagemauer verläuft unter dem muslimischen Viertel entlang des Tempelbergs. Er wurde im 19. Jahrhundert von britischen Archäologen entdeckt. Die Führung dauert etwa eine Stunde und kostet ungefähr 40-45 ILS (Stand: 09/2026, Zeiten und Tickets).
Die Gruppen werden nach Sprache zusammengestellt, es gibt Durchgänge auf Englisch und Russisch. Der Abstieg in den Tunnel beginnt an der Klagemauer, du musst also keinen separaten Eingang suchen. Kinder unter fünf Jahren haben freien Eintritt, aber du musst trotzdem vorab ein Ticket für sie reservieren.
Unter der Erde siehst du monolithische Blöcke herodianischen Mauerwerks, einen antiken Wasserkanal und eine Höhlensynagoge. Ein Steinblock wiegt Hunderte Tonnen und wird bis heute Meisterstein genannt. Buche im Voraus: In der Hochsaison sind die verfügbaren Plätze mehrere Tage im Voraus ausgebucht.
- Der Haken: Ohne Reservierung wirst du vor Ort höchstwahrscheinlich abgewiesen.
14. Hinnomtal
© Michal Levinsky · CC BY-SAFoto: Michal Levinsky, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDas Hinnomtal erstreckt sich zwischen dem Berg Zion und dem Viertel Abu Tor. In der Antike wurden hier Müll und die Leichen hingerichteter Verbrecher verbrannt, was dem Ort den Namen Feuergehenna einbrachte. Für Gläubige wurde er zum Symbol für die Schwelle zur Hölle.
Heute schlängeln sich Wege zwischen Nadelbäumen und Felsen die Hänge entlang. Du siehst die Überreste alter Grabhöhlen und Klosterruinen. Der Talboden lässt sich in einer Stunde durchqueren, aber steile Abschnitte erfordern festes Schuhwerk.
- Der Haken: In der Hitze gibt es fast keinen Schatten, also plane deinen Spaziergang für den Abend.
Was du mitbringen solltest
Jerusalem ist eine Stadt zum Zufußgehen, daher ist Schuhwerk wichtiger als Kleidung. Die Steinstraßen der Altstadt sind spiegelglatt poliert, und in neuen Sneakers rutschst du leicht aus. Nimm eingelaufene Schuhe mit dicken Sohlen und Ersatzsocken mit.
Bring von April bis Oktober einen Hut und eine Wasserflasche mit. In der Altstadt gibt es wenig Schatten, und der Aufstieg auf den Ölberg kostet Kraft. Füll Wasser an Automaten und Brunnen auf; das ist günstiger, als Flaschen an den Toren zu kaufen. Sonnencreme ist auch im Winter nützlich.
Bring ein leichtes Tuch oder einen großen Schal mit. In Kirchen, Moscheen und an der Klagemauer sind nackte Schultern und Knie unangemessen, und Frauen brauchen manchmal eine Kopfbedeckung. Männer bekommen an der Klagemauer eine Kippa, aber eine eigene ist zuverlässiger.
Halte Bargeld in Schekel bereit. In Museen, Hotels und größeren Cafés werden Karten akzeptiert, aber in kleinen Läden und auf dem Markt zahlt man einfacher bar. Kleine Scheine sind praktisch für Wasser, Snacks und Spenden.
Eine Powerbank und eine Offline-Karte retten dich in der Altstadt. In den engen Gassen fällt das Internet manchmal aus, und die Navigation in unbekannten Vierteln kann unzuverlässig sein. Speichere Karte und Tickets im Voraus, damit du nicht von einer Verbindung abhängig bist.
Wie du vom Flughafen kommst
Israels wichtigstes Luftdrehkreuz, der Flughafen Ben Gurion, liegt zwischen Tel Aviv und Jerusalem. Du erreichst die Stadt mit Zug, Bus oder Taxi. Der Zug kommt an einem unterirdischen Bahnhof nahe dem Zentralen Busbahnhof an, von wo aus du bequem zum Markt und zur Straßenbahn gehen kannst.
Der Zug ist schneller als der Bus und steht nicht im Stau. Er fährt aber nicht am Schabbat und an Feiertagen, also plane bei einer späten Ankunft am Freitag anders. Der Flughafenbus fährt nach Fahrplan, und Sammeltaxis bringen dich zu deiner Adresse, wenn der öffentliche Nahverkehr für den Tag eingestellt ist.
Taxis und Ride-Hailing-Apps sind rund um die Uhr verfügbar, aber während der Stoßzeiten zieht sich die Fahrt hin. Halte deine Hoteladresse in hebräischer oder lateinischer Schrift bereit; viele Fahrer haben mit Kyrillisch Schwierigkeiten. Kläre die Zahlungsbedingungen vor dem Einsteigen: Festpreise und Taxameter variieren von Fahrer zu Fahrer.
Einen Transfer vom Flughafen im Voraus zu buchen ist bequem, besonders wenn du mit Kindern oder viel Gepäck unterwegs bist. Der Fahrer erwartet dich in der Ankunftshalle und bringt dich bis zur Tür deines Hotels. So musst du nach einem langen Flug nicht nach einem Transportmittel suchen.
15. Yad Vashem
© Hagai Agmon-Snir حچاي اچمون-سنير חגי אגמון-שניר · CC BY-SAFoto: Hagai Agmon-Snir حچاي اچمون-سنير חגי אגמון-שניר, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsYad Vashem erstreckt sich über den Hang des Herzlbergs und umfasst 18 Hektar. Es ist die nationale Gedenkstätte für die Opfer des Holocaust. Der Eintritt zu allen Pavillons ist frei, für das Museum wird jedoch empfohlen, eine Besuchszeit im Voraus zu reservieren (Stand: 09/2026, offizielle Website).
Das Herzstück des Komplexes, die Halle der Erinnerung, birgt die Ewige Flamme unter einem Basaltdach. Die Namen der Vernichtungslager und Orte von Massenerschießungen sind in den schwarzen Boden eingraviert. Die Wege des Parks sind mit Skulpturen und Obelisken gesäumt. Plane mindestens zwei Stunden für deinen Besuch ein.
- Der Haken: Kinder unter zehn Jahren haben keinen Zutritt zum Museum zur Geschichte des Holocaust.
16. Via Dolorosa

Die Via Dolorosa, der lateinische Name für den Weg der Schmerzen, sieht heute wie eine gewöhnliche Marktstraße aus. Läden mit Geschirr, Gewürzen und Souvenirs säumen den gesamten Straßenabschnitt. Neun der vierzehn Kreuzwegstationen befinden sich direkt hier.
Das Treiben macht es schwer, die Route aufzunehmen, also wähle den frühen Morgen oder späten Abend. Bis dahin haben sich die Händler zerstreut, und die Steinstraße leert sich. Die bedeutenden Stationen sind durch Kapellen und in die Wände gehauene Schilder markiert.
- Der Haken: Tagsüber kommst du auf dieser Straße nicht schnell voran.
17. Jüdischer Friedhof am Ölberg
© The original uploader was תמרה at Hebrew Wikipedia . · CC BYFoto: The original uploader was תמרה at Hebrew Wikipedia ., CC BY, Wikimedia CommonsDer Jüdische Friedhof am Ölberg, einer der bedeutendsten der Welt, wuchs vor zweieinhalbtausend Jahren am Hang. Mehr als einhundertfünfzigtausend Gräber aus Jerusalemer Stein stehen auf seinen Terrassen. Auch die Gräber alttestamentlicher Propheten befinden sich hier.
Parzellen auf den oberen Terrassen werden Jahrzehnte im Voraus aufgekauft, daher gibt es fast keine freien Plätze. Du siehst nur die äußere Reihe der Grabsteine; Besucher betreten die abgesperrten Bereiche nicht. Vom Friedhof aus hast du einen Blick auf das Kidrontal und die Kuppeln der Altstadt.
- Der Haken: Respektiere den Charakter des Ortes; Fotoshootings an den Gräbern sind unangebracht.
18. Aussichtsplattform am Ölberg

Die Aussichtsplattform auf dem Gipfel des Ölbergs ist der klassische erste Stopp der Route. Von hier aus öffnet sich die Stadt in ihrer ganzen Weite: der Tempelberg, der Felsendom, die Minarette und Glockentürme der Altstadt. Auch das Kidrontal ist als markante Linie erkennbar.
Geh bei Sonnenuntergang auf die Terrasse, wenn das Licht auf den Stein fällt und die Kuppel golden färbt. Auch der Morgen ist hier schön, aber die Sonne blendet direkt in die Linse. Die Plattform ist für jeden erreichbar; der Aufstieg erfordert keine besondere Fitness.
- Der Haken: Bei Sonnenuntergang bildet sich am Geländer eine Schlange für das beste Foto.
19. Das Gartengrab

Das Gartengrab gilt als protestantische Alternative zur Grabeskirche. Die Stätte wurde im 19. Jahrhundert vom britischen General Charles Gordon entdeckt. Ein Felsen mit Spalten erinnerte ihn an einen Schädel, daher brachte er den Ort mit Golgatha in Verbindung.
Ausgrabungen legten hier ein antikes Grab, eine Olivenpresse und die Überreste einer Weinkelter frei. Die Forschung datiert die Grabstätte auf das 8. bis 6. Jahrhundert v. Chr., also vor die Zeit Christi. Ein gepflegter Garten umgibt die Anlage, wo du auf einer Bank unter den Bäumen ausruhen kannst. Der Eintritt ist frei.
- Der Haken: Das Gelände schließt früh, also komm deutlich vor Tagesende.
20. Grab der Jungfrau Maria
© Юкатан · CC BY-SAFoto: Юкатан, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDas Grab der Jungfrau Maria liegt versteckt am Fuß des Ölbergs im Kidrontal. Über der Erde ist nur ein gewölbtes Portal sichtbar; die Kirche selbst ist in eine Höhle gehauen. Eine breite Treppe mit 48 Stufen führt vom Eingang hinab.
Unter der Erde empfangen dich Hunderte Öllampen und alte Ikonen in vergoldeten Rahmen. Ruß an den Wänden verleiht den Hallen ein dämmriges, feierliches Aussehen. Die Basilika wurde unter Kaiser Konstantin erbaut und später von den Kreuzfahrern restauriert. Der Eintritt ist frei; angemessene Kleidung ist erforderlich.
- Der Haken: Der Abstieg ist steil und rutschig, also halte dich am Geländer fest.
Unterwegs in Jerusalem
Die Altstadt ist für Autos gesperrt, daher erkundest du sie nur zu Fuß. Innerhalb der Mauern gibt es keine Busse oder Straßenbahnen, und du kannst nur bis zu den Toren fahren. Außerhalb der Mauern fährt der öffentliche Nahverkehr zuverlässig, mit einer Einschränkung, dazu unten mehr.
Es gibt eine einzige Straßenbahnlinie, die von Pisgat Ze'ev durch das Zentrum bis zum Herzlberg fährt. Sie bringt dich schnell vom Hauptbahnhof zum Mahane-Yehuda-Markt und zum Israel-Museum. Busse verbinden das Zentrum mit dem Ölberg, Yad Vashem und dem Zoo. Tickets gibt es an Automaten an den Haltestellen und in der App des Betreibers.
Vom Zentralen Busbahnhof bis zum Jaffator sind es etwa 20 Minuten zu Fuß (auf der Karte). Taxis und Ride-Hailing-Apps fahren rund um die Uhr, aber sie fahren nicht in die Altstadt. Am bequemsten erkundest du entferntere Gebiete, wenn du für einen Tag ein Auto mietest oder den Bus nimmst.
Die wichtigste Einschränkung betrifft den Schabbat. Von Freitagabend bis Samstagabend fährt der öffentliche Nahverkehr nicht, und einige Geschäfte und Cafés sind geschlossen. Plane längere Ausflüge für Wochentage. Am Samstag bleiben dir Fußwege, Taxis und Gegenden wie Mahane Yehuda, wo das Leben nicht ganz stillsteht.
Kleiderordnung und Besuchsregeln
An vielen Orten in Jerusalem gelten Kleidungsvorschriften. In Kirchen und Moscheen wirst du gebeten, Schultern und Knie zu bedecken, also nimm im Sommer ein leichtes Tuch mit. An der Klagemauer bekommen Männer am Eingang eine Kippa, und Frauen sollten ein Kopftuch oder einen Schal mitbringen. Shorts und offene Oberteile sind an heiligen Stätten unangebracht.
Religiöse Gegenstände, Essen und Getränke sind auf dem Tempelberg nicht erlaubt, und Taschen werden am Eingang kontrolliert. Nicht-Muslime haben nur zu bestimmten Zeiten und durch einen separaten Durchgang nahe der Klagemauer Zutritt. Touristen ist der Zutritt zu den Moscheen selbst, dem Felsendom und der al-Aqsa, überhaupt nicht gestattet. Die Zugangsregeln ändern sich, also prüfe sie am Tag deines Besuchs.
In der Grabeskirche finden Gottesdienste verschiedener Konfessionen statt, daher sind manche Hallen zeitweise geschlossen. Sei leise, blockiere keine Durchgänge und störe keine Betenden. Fotografieren ist meist erlaubt, aber Stative und Blitzlicht werden in Kirchen oft untersagt. In Yad Vashem haben Kinder unter zehn Jahren keinen Zutritt zum Geschichtsmuseum.
21. Felsendom
© Мазур Владимир · CC BY-SAFoto: Мазур Владимир, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDer Felsendom erhebt sich auf dem Tempelberg und ist das wichtigste Wahrzeichen der Altstadt. Die Moschee wurde im späten 7. Jahrhundert über dem Felsen erbaut, von dem aus der Überlieferung nach der Prophet Mohammed in den Himmel aufstieg. Die goldene Kuppel mit zwanzig Metern Durchmesser ist von überall sichtbar.
Das achteckige Gebäude ist mit farbigen Keramikfliesen verkleidet, und die Fenster sind mit Buntglas gefüllt. Im Inneren umgeben zwei Reihen Marmorsäulen den heiligen Felsen. Nicht-Muslime haben nur zu bestimmten Zeiten und durch einen separaten Eingang Zutritt zum Tempelberg.
- Der Haken: Während der Gebetszeiten und freitags ist der Zugang für Touristen geschlossen.
22. Al-Aqsa-Moschee
© Godot13 · CC BY-SAFoto: Godot13, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Al-Aqsa-Moschee bildet zusammen mit dem Felsendom einen einzigen Komplex auf dem Tempelberg. Der Bau wurde 705 abgeschlossen. Sie ist eine der größten und bedeutendsten Moscheen der muslimischen Welt.
Der Hauptsaal wird von Marmorsäulen und sieben Galerien getragen und fasst etwa fünftausend Gläubige. Die Böden sind mit roten Teppichen ausgelegt, und die Wände und Decken sind mit ornamentalen Malereien verziert. Außen ist die Fassade von Dutzenden gewölbten Buntglasfenstern durchbrochen. Nur Muslime dürfen die Moschee betreten, daher musst du dich mit der Betrachtung von außen begnügen.
- Der Haken: Der Zugang zum Gelände hängt von der aktuellen Lage ab, also prüfe ihn vor deinem Besuch.
23. Kirche der heiligen Anna
© Chris06 · CC BY-SAFoto: Chris06, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Kirche der heiligen Anna steht am Beginn der Via Dolorosa, nahe dem Löwentor. Die Kreuzfahrer erbauten sie 1142. Der Ort wird mit dem Haus von Joachim und Anna, den Eltern der Jungfrau Maria, in Verbindung gebracht.
Die romanischen Mauern mit massiven Pfeilern wirken wie eine Festung. Das Innere ist schlicht: drei Kapellen, ein Marmoraltar und hohe Gewölbe. In der Nähe ist der Teich Bethesda mit seinen Säulen erhalten. Im Inneren wirst du gebeten, leise zu sein; der Saal wird für Gebete genutzt.
- Der Haken: Am Eingang wirst du gebeten, Schultern und Knie zu bedecken.
24. Kirche aller Nationen
© xiquinhosilva · CC BYFoto: xiquinhosilva, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia CommonsDie Kirche aller Nationen steht am Garten Getsemani, an der Stelle des nächtlichen Gebets Christi vor seiner Verhaftung. Der Bau wurde von zwölf Nationen finanziert, daher der Name. Die Basilika wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts geweiht.
Zwölf graue Kuppeln krönen das Dach, und der Giebel ist mit einem Mosaik geschmückt, das Szenen aus den letzten Tagen des Erlösers zeigt. Im Inneren liegt hinter einem schmiedeeisernen Gitter ein Fragment des Felsens, auf dem Christus betete. Rosafarbene Marmorsäulen und Buntglas verleihen dem Saal eine feierliche Wirkung. Geh, bevor die Reisegruppen kommen, also am Morgen.
- Der Haken: Abends schließt die Kirche früher als der nahe gelegene Garten Getsemani.
25. Abtei Dormitio
© Путеводитель по Изра… · CC BY-SAFoto: Путеводитель по Изра…, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDie Abtei Dormitio liegt auf dem Gipfel des Berges Zion. Deutsche Katholiken begannen im späten 19. Jahrhundert mit dem Bau. Der Überlieferung nach beendete die Jungfrau Maria hier ihr irdisches Leben.
Der runde Bau aus hellem Backstein erinnert an eine mittelalterliche Burg mit Türmen und schmalen Fenstern. In der Krypta steht eine Skulptur der Jungfrau Maria aus Elfenbein und Holz. Der Hauptaltar ist von sechs Kapellen mit Mosaiken umgeben. Der Besuch dauert weniger als eine Stunde, du kannst ihn also gut mit dem Abendmahlssaal verbinden.
- Der Haken: der Zugang zum aktiven Kloster ist während der Gottesdienstzeiten eingeschränkt.
26. Der Abendmahlssaal
© אושרה דיין · CC BYFoto: אושרה דיין, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.5), Wikimedia CommonsDer Abendmahlssaal bewahrt die Erinnerung an das letzte Mahl Christi mit seinen Jüngern. Der Raum auf dem Berg Zion wurde zum Vorbild für die ersten christlichen Kirchen. Das heutige zweistöckige Gebäude wurde im 12. Jahrhundert von den Kreuzfahrern errichtet; vom ursprünglichen Saal ist nichts erhalten.
Gotische Bögen, weiße Gewölbe und ein Steinboden lassen die Atmosphäre des heiligen Mahls wieder aufleben. Über eine kurze Treppe gelangst du in den zweiten Stock. Direkt unter dem Saal befindet sich das Grab König Davids, daher werden beide Stätten in einem Durchgang besichtigt.
- Der Haken: der Abendmahlssaal schließt am Abend; die Morgenstunden sind am günstigsten.
27. Kirche St. Peter in Gallicantu
© Victor Rivera Melendez · CC BY-SAFoto: Victor Rivera Melendez, CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/), Wikimedia CommonsDie Kirche St. Peter in Gallicantu steht am Osthang des Berges Zion. Der Name bedeutet übersetzt „beim Hahnenschrei". Hier verleugnete der Apostel Petrus Christus dreimal, bevor der Hahn krähte.
Die Basilika wurde in den 1930er-Jahren an der Stelle einer byzantinischen Kirche erbaut. Der Bau bildet im Grundriss ein gleichseitiges Kreuz unter einer massiven Kuppel. Die Fassade ist mit Buntglas, Steinreliefs und Malereien geschmückt, während der Innenraum mit Mosaiken biblischer Szenen bedeckt ist. Auf der Kuppel ist ein vergoldeter Hahn angebracht. Der Eintritt ist frei.
- Der Haken: die Kirche ist aktiv, daher sind Besuche während der Gottesdienste eingeschränkt.
28. Paternosterkirche
© W. Robrecht · CC BY-SAFoto: W. Robrecht, CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/), Wikimedia CommonsDie Paternosterkirche ist dem Gebet gewidmet, das Christus seine Jünger lehrte. Sie steht über einer Höhle auf dem Ölberg, wo dies der Überlieferung nach geschah. Die erste Kirche wurde im 4. Jahrhundert von der heiligen Helena gegründet und später von den Persern zerstört.
Ihre Wiederbelebung begann im 19. Jahrhundert mit Mitteln der französischen Aristokratin Aurelia de Bossi. Das Hauptmerkmal des Innenraums sind Keramiktafeln mit dem Gebetstext in verschiedenen Sprachen. Es gibt etwa 140 davon, darunter auch slawische Zeilen. Du wirst durch eine gotische Galerie um den Innenhof geführt.
- Der Haken: die Tafeln sind über die Wände verteilt, also nimm dir Zeit, um deine Sprache zu suchen.
29. Kirche der heiligen Maria Magdalena
© Jamal Aruri · CC BY-SAFoto: Jamal Aruri, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Kirche der heiligen Maria Magdalena erhebt sich inmitten des immergrünen Waldes am Hang des Ölbergs. Den Bau initiierte Kaiser Alexander III., der die Kirche dem Andenken seiner Mutter widmete. Das Gebäude besteht aus sandfarbenem Jerusalemer Stein.
Sieben goldene Kuppeln unterschiedlicher Größe und ein zeltförmiger Glockenturm sind von der Stadtmauer aus gut sichtbar. Im Inneren erwarten dich Wandmalereien, Fresken und eine marmorne Ikonostase. Neben dem Altar hängt eine Tafel mit dem Titel „Die heilige Maria Magdalena vor dem römischen Kaiser Tiberius". Die Kleiderordnung ist streng: Schultern und Knie müssen bedeckt sein.
- Der Haken: der Eintritt ist meist am Vormittag möglich; das Gelände schließt am Nachmittag.
30. Die Knesset

Die Knesset ist das Parlament Israels und liegt im Westteil der Stadt. Die Kammer hat 120 Mitglieder, die direkt gewählt werden. Die Abgeordneten verabschieden Gesetze und bilden die Regierung.
Das siebenstöckige Gebäude ist mit Jerusalemer Kalkstein verkleidet, Säulen tragen das Dach über der Fassade. Marc Chagall arbeitete an einem der Säle: Er schuf Mosaiktafeln und Wandteppiche. Touristen werden nur im Rahmen einer Führung mit vorheriger Anmeldung eingelassen. Nimm deinen Reisepass mit; er wird am Eingang kontrolliert.
- Der Haken: ohne Anmeldung wirst du nicht hineingelassen, also plane deinen Besuch im Voraus.
31. Machane-Jehuda-Markt

Der Machane-Jehuda-Markt nimmt einen ganzen Block zwischen der Jaffa-Straße und dem Stadtzentrum ein. Er ist Jerusalems Hauptbasar, nicht nur ein Lebensmittelmarkt. Das Labyrinth der Stände reicht von Fischtheken bis zu Schmuckauslagen.
Hier kannst du Gemüse, Obst, Gewürze, Käse, Backwaren und Trockenfrüchte kaufen. Händler rufen laut nach Kunden, und die Aromen von Kaffee und Süßigkeiten wetteifern miteinander. Du findest Lokale, Bars und Konditoreien, in denen die Einheimischen selbst essen. Komm am Morgen für frische Ware oder am Abend für die Atmosphäre.
- Der Haken: am Freitagnachmittag schließt der Markt bis zum Ende des Schabbat.
32. Bible Lands Museum

Das Bible Lands Museum hat Artefakte des Nahen Ostens in einem einzigen Gebäude aus Jerusalemer Kalkstein versammelt. Die Ausstellung erzählt die Geschichte von Jahrtausenden der Geschichte, Philosophie und Religion der Völker der Region. Die Sammlung ist in 21 thematische Bereiche gegliedert.
Unter den Exponaten siehst du Tongefäße, Götzenfiguren, Siegel, Münzen, Waffen und alte Handschriften. Schmuck, ägyptische Sarkophage und Steinreliefs werden separat gezeigt. Manche Objekte sind mehr als dreitausend Jahre alt. Das Museum liegt neben dem Israel-Museum, daher können beide an einem Tag besichtigt werden.
- Der Haken: das Museum ist samstags geschlossen, also prüfe die Öffnungszeiten im Voraus.
33. Israel-Museum

Das Israel-Museum, die wichtigste Kultureinrichtung des Landes, beherbergt rund eine halbe Million Objekte. Die Sammlung umfasst Archäologie, bildende Kunst, Judaica und Ethnografie. Der Komplex erstreckt sich über eine Fläche von 50.000 Quadratmetern.
Ein Erwachsenenticket kostet 54 ILS (Stand: 09/2026, offizielle Website). Der Schrein des Buches mit den Schriftrollen vom Toten Meer und das Modell Jerusalems zur Zeit des Zweiten Tempels verdienen besondere Aufmerksamkeit. Plane mindestens drei Stunden für deinen Besuch ein. Tickets für das Israel-Museum auf Tiqets lassen sich bequem im Voraus vergleichen.
- Der Haken: samstags gelten an der Kasse besondere Öffnungszeiten, also prüfe die Zeiten vorher.
34. Bloomfield Science Museum
© Hagai Agmon-Snir حچاي اچمون-سنير חגי אגמון-שניר · CC BY-SAFoto: Hagai Agmon-Snir حچاي اچمون-سنير חגי אגמון-שניר, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDas Bloomfield Science Museum richtet sich vor allem an Kinder und Familien. Es ist eine Ausstellung interaktiver Exponate auf mehr als fünftausend Quadratmetern. Hier werden die Gesetze der Physik, Chemie und Elektrizität spielerisch vermittelt.
Besucher dürfen die Exponate anfassen, drehen, drücken und wackeln. Manche Mechanismen laufen mit Sonnenlicht oder Magnetfeldern. Das Museum liegt einen Block vom Israel-Museum entfernt, was für Familien praktisch ist.
- Der Haken: an Wochenenden sind die Säle voll mit Schulgruppen.
35. Montefiore-Windmühle
© Meirbarel · CC BY-SAFoto: Meirbarel, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDie Montefiore-Windmühle erinnert an das erste Viertel, das außerhalb der Mauern der Altstadt errichtet wurde. Der britische Finanzier Moses Montefiore kaufte das Grundstück im 19. Jahrhundert von einem wohlhabenden Muslim. Bald darauf entstanden in der Nähe Wohnhäuser, Synagogen und ein Garten.
Die Windmühle sollte die Bewohner mit günstigem Mehl versorgen, doch der Standort erwies sich als windstill und das Vorhaben scheiterte. Heute ist sie ein Denkmal in einem ruhigen Park im Viertel Mishkenot Sha'ananim. Im Inneren zeigt ein kleines Museum über Montefiores Leben Bücher, Fotografien und persönliche Gegenstände. Ein Besuch dauert etwa eine halbe Stunde.
- Der Haken: der Aufstieg zur Windmühle geht bergauf, was bei Hitze anstrengend ist.
36. Museum für Islamische Kunst
© שלמה רודד · CC BYFoto: שלמה רודד, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.5), Wikimedia CommonsDas L. A. Mayer Museum für Islamische Kunst wurde 1974 eröffnet und beherbergt eine Sammlung von Objekten aus der muslimischen Welt. In seinen neun Galerien werden Textilien, Keramik, Waffen, Tafelgeschirr, Handschriften und Schmuck gezeigt. Das Museum ist dem Andenken an Professor Leo Aryeh Mayer gewidmet, der sich mit islamischer Kunst beschäftigte.
Ein besonderer Stolz der Sammlung ist die Auswahl an Uhren und mechanischen Geräten, darunter seltene Stücke aus dem 18. Jahrhundert. Du siehst Gürtel, Armbänder, Ohrringe und Diademe mit Gold, Smaragden und Perlen. Die Ausstellung ist kompakt, und eineinhalb Stunden reichen aus, um sie zu sehen. Das Museum liegt in der Nähe des Israel-Museums.
- Der Haken: Das Museum ist samstags geschlossen und öffnet an Wochentagen später.
37. Heichal-Shlomo-Museum
Das Heichal-Shlomo-Gebäude wurde 1958 errichtet und diente lange Zeit als Sitz des israelischen Oberrabbinats. Heute beherbergt es ein Museum für jüdische Geschichte und Kultur. Die Ausstellung umfasst Ritualgegenstände, Möbel, Ornamente, Kleidung, Handschriften und Gemälde.
© Martin Vines, Montreal ( user:MartinVMtl ) · CC BY-SAFoto: Martin Vines, Montreal ( user:MartinVMtl ), CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsIm Erdgeschoss befindet sich eine kleine Synagoge mit Buntglasfenstern. Das zentrale Objekt im Saal ist der Toraschrein, der aus einer italienischen Synagoge stammt. Darin werden alte Pergamentrollen aufbewahrt. Das Museum ist klein, du kannst es also in einer Stunde besichtigen und mit einem Spaziergang durch das Stadtzentrum verbinden.
- Der Haken: Die Ausstellung nimmt nur ein Stockwerk ein, plane also einen kurzen Besuch ein.
38. Zedekia-Höhle
© Zairon · CC BY-SAFoto: Zairon, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Zedekia-Höhle, eine der größten von Menschenhand geschaffenen Höhlen Israels, liegt unter dem arabischen Viertel. Sie wurde nach dem letzten König von Juda benannt. Der Legende nach versuchte er im 6. Jahrhundert v. Chr. durch diesen Tunnel vor der babylonischen Belagerung zu fliehen und wurde gefangen genommen.
Seit der Antike wurde hier weißer Kalkstein für den Tempelbau abgebaut. Die unterirdische Fläche erreicht bis zu neuntausend Quadratmeter, und die von der Decke fallenden Tropfen werden „Zedekias Tränen" genannt. Der Eingang wurde im 16. Jahrhundert zugemauert und erst 1854 wieder geöffnet. Heute kannst du in Hallen und Gänge hinabsteigen, die sich Dutzende Meter unter die Erde erstrecken.
- Der Haken: Unter der Erde ist es kühl und feucht, nimm also eine Jacke mit.
39. Biblischer Zoo
© Ovedc · CC BY-SAFoto: Ovedc, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDer Biblische Zoo erstreckt sich über 25 Hektar in einem Canyon-Tal südwestlich des Stadtzentrums. Hier leben Tiere, die in der Bibel erwähnt werden. Die Lebensräume bilden Savannen-, Wüsten- und Dschungelumgebungen mit Felsbrocken und Rasenflächen nach.
Du siehst Giraffen, Flusspferde, Löwen, Zebras, Elefanten, Lemuren und Tapire. Krokodile und Schildkröten leben in separaten Terrarien. Ein künstlicher Teich, ein Wasserfall und ein Gewächshaus tragen zur Atmosphäre bei. Mit Kindern lässt sich hier problemlos ein halber Tag verbringen, aber geh am Morgen, bevor es heiß wird.
- Anfahrt: Vom Zentrum nimmst du einen Bus oder die Straßenbahn bis zum Malha-Viertel und gehst dann zu Fuß.
- Der Haken: Manche Gehege sind weit vom Eingang entfernt, also trag bequeme Schuhe.
40. Chords-Brücke
© Petdad · CC BY-SAFoto: Petdad, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDie Chords-Brücke überspannt die Stadteinfahrt von der Autobahn aus, nahe dem Zentralen Busbahnhof. Sie wurde Anfang des 21. Jahrhunderts nach einem Entwurf des spanischen Architekten Santiago Calatrava erbaut. Die Form des Bauwerks erinnert an eine riesige Harfe aus Stahl.
Ihr einzelner Tragmast ragt über alle Gebäude Jerusalems hinaus, und weiße Kabel fächern sich von ihm aus. Über die Brücke verläuft eine Straßenbahnlinie sowie ein Fußgängerweg. Du kannst kostenlos darübergehen und die Stadt von oben betrachten. Das beste Foto gelingt am Abend, wenn die Beleuchtung eingeschaltet wird.
- Der Haken: Im Berufsverkehr ist der Fußgängerbereich voller Menschen.
Was ein Besuch in Jerusalem kostet
Die meisten heiligen Stätten Jerusalems sind kostenlos. Die Klagemauer, die Grabeskirche, die Via Dolorosa, der Garten Gethsemane und der Aussichtspunkt auf dem Ölberg erfordern kein Ticket. Du zahlst nur für Museen und unterirdische Wege. Die Kassen schließen in der Regel eine Stunde vor der jeweiligen Stätte.
Ein Erwachsenenticket für das Israel-Museum kostet 54 ILS (Stand: 09/2026, aktuelle Museumspreise). Der Eintritt zur Davidsstadt beginnt bei 45 ILS (Stand: 09/2026, offizielle Website). Eine Führung durch die Tunnel der Klagemauer kostet etwa 40-45 ILS (Stand: 09/2026, Stiftung zum Erbe der Klagemauer).
Kinder und Studierende erhalten fast überall Ermäßigungen. Im Israel-Museum sind Tickets für Schüler, Studierende und Senioren günstiger, aber diese Tickets gibt es nur an der Kasse. Bring ein Dokument mit, das dein Alter oder deinen Status bestätigt. Die Davidsstadt und die Tunnel der Klagemauer bieten weniger Ermäßigungen, aber Familientickets sind manchmal günstiger als Einzeltickets. Prüfe die Konditionen vor Ort, sie ändern sich von Saison zu Saison.
Manche Museen haben besondere Öffnungszeiten. Das Rockefeller-Museum öffnet später als die anderen und schließt früh, meist nach Mittag. Yad Vashem ist samstags und an jüdischen Feiertagen geschlossen. Das Israel-Museum ist samstags geöffnet, aber die Kassen laufen nach einem reduzierten Zeitplan. Prüfe die Öffnungszeiten am Tag deines Besuchs auf der offiziellen Website.
Yad Vashem und das Rockefeller-Museum sind kostenlos, aber für das Holocaust-Museum solltest du besser im Voraus ein Zeitfenster reservieren. Tausche Geld bei Banken und Wechselstuben im Zentrum; der Kurs auf dem Markt ist meist schlechter. In Museen und Hotels werden Karten akzeptiert, aber Geschäfte in der Altstadt verlangen häufiger Bargeld.
Ein Mittagessen auf dem Mahane-Yehuda-Markt kostet deutlich weniger als in Restaurants in Hotelnähe. Du kannst Obst, Käse und Backwaren einzeln kaufen und dir einen Snack für den ganzen Tag zusammenstellen. Wasser an Kiosken ist günstig, aber in der Nähe der Altstadttore wird mehr dafür verlangt.
Wann du hinfahren solltest und wie du Menschenmassen vermeidest
Frühling und Herbst eignen sich am besten für lange Spaziergänge. Im Sommer wird die Altstadt stickig, und der Stein heizt sich auf und strahlt selbst am Abend noch Wärme ab. Im Winter ist Regen möglich, nimm also eine Jacke und einen Regenschirm mit. In jeder Jahreszeit sind bequeme Schuhe wichtiger als leichte Kleidung.
Religiöse Feiertage ziehen enorme Menschenmengen an. Während Pessach und Sukkot steigen die Übernachtungspreise, und an den heiligen Stätten bilden sich Schlangen. Wenn deine Reise auf einen Feiertag fällt, buche Unterkunft und Tickets Monate im Voraus. An solchen Tagen wählst du besser Routen außerhalb der Mauern, wo weniger Menschen unterwegs sind.
Der einfachste Weg, Reisegruppen zu vermeiden, ist, zur Öffnungszeit zu kommen. Um neun Uhr morgens sind die Klagemauer und die Grabeskirche noch ruhig. Im Lauf des Tages wächst die Menge und lichtet sich gegen Sonnenuntergang wieder. Lass den Freitagnachmittag zum Ausruhen frei: Die Stadt bereitet sich auf den Schabbat vor und wird allmählich still.
Touren und Tickets in Jerusalem
Geführte Touren, Tickets ohne Anstehen und Aktivitäten — die meisten Angebote sind kostenfrei stornierbar.
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⁉️🤔 Häufige Fragen
Wie viele Tage brauchst du für Jerusalem?
Ein langer Tag reicht für die Altstadt, wenn du am Ölberg startest und an der Klagemauer endest. Ein weiterer Tag geht für die Museen im Westen und Yad Vashem drauf, und ein dritter ist sinnvoll für die Davidsstadt und den Markt. Bei einem Besuch schaffst du die Hälfte der vierzig Sehenswürdigkeiten.
Wann ist die beste Zeit für die Klagemauer und die Grabeskirche?
Beide Orte öffnen früh am Morgen, und vor neun Uhr sind kaum Gruppen unterwegs. Die Klagemauer ist rund um die Uhr zugänglich, nachts ist der Zugang aber teilweise eingeschränkt. Am Freitagabend beginnt an der Klagemauer der Schabbat, und der Platz füllt sich mit Gläubigen; dann wird es voll und laut.
Darf ein Nicht-Muslim den Tempelberg betreten?
Ja, aber nur über den Eingang nahe der Klagemauer und zu bestimmten Zeiten. Während der Gebetszeiten und freitags werden Touristen nicht hineingelassen. Nicht-Muslime dürfen die Moscheen selbst, den Felsendom und al-Aqsa, überhaupt nicht betreten. Prüfe vor deinem Besuch die aktuellen Zugangsregeln, sie ändern sich.
Wo kaufst du Tickets für die Museen?
Tickets für das Israel-Museum, die Davidsstadt und die Klagemauer-Tunnel werden auf den offiziellen Websites dieser Orte verkauft. Es lohnt sich, sie vorab zu prüfen: In der Saison sind verfügbare Zeitfenster mehrere Tage im Voraus ausgebucht. Yad Vashem und das Rockefeller-Museum sind kostenlos, aber es ist besser, ein Zeitfenster zu reservieren.
Was solltest du in Jerusalem mit Kindern ansehen?
Der Biblische Zoo und das Bloomfield Science Museum sind speziell für Familien konzipiert. Kindern machen auch die Chords Bridge mit der Straßenbahn und der Mahane-Yehuda-Markt mit Essen für jeden Geschmack Spaß. Die historischen heiligen Stätten besuchst du besser am Morgen, wenn die Kinder ausgeruht sind.
Kurz gesagt: was du buchen solltest
In Jerusalem zahlst du nur für Museen und unterirdische Routen; religiöse Stätten sind kostenlos zugänglich. Buche die wichtigsten Dinge im Voraus: Die Klagemauer-Tunnel, die Davidsstadt und das Israel-Museum sind in der Saison wochenends oft ausgebucht.
- Wenn du zum ersten Mal kommst, plane zwei Tage ein: die Altstadt am Morgen, die Museen im Westen am nächsten Tag.
- Wenn du mit Kindern reist, setze den Biblischen Zoo und das Bloomfield-Museum auf die Liste.
- Wenn du dich für Geschichte und Archäologie interessierst, nimm die Davidsstadt, die Klagemauer-Tunnel und das Rockefeller-Museum mit.
- Wenn du wenig Zeit hast, beschränke dich auf die Grabeskirche, die Klagemauer und das Panorama vom Ölberg.
Es ist praktisch, Unterkunft und Tickets an einem Ort zu sammeln, damit du deine Route nicht nach den Ticketschaltern ausrichten musst. Vergleiche Tickets auf Tiqets und plane deinen Tag im Voraus.


