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Was du in London sehen solltest: 35 Orte mit Anfahrt und dem jeweiligen Haken

Was du in London sehen solltest: 35 Orte mit Anfahrt und dem jeweiligen Haken

London lässt sich in drei Tagen erkunden. Die Liste der Pflichtziele umfasst allerdings Dutzende Einträge. Wir haben fünfunddreißig Orte ausgewählt, von Big Ben und dem Tower bis zum Flohmarkt in der Brick Lane. Zu jedem nennen wir die Anfahrt, eine grobe Preisvorstellung und einen ehrlichen Haken. So siehst du sofort, was deine Zeit verdient und was du getrost auslassen kannst.

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Was du in London sehen solltest: ein schneller Überblick

💡 Kurz gesagt:

  • Teile die Stadt in Viertel auf: Westminster, die City, die South Bank und Kensington. So verlierst du weniger Zeit mit Fahrten.
  • Die größten Museen sind kostenlos: das British Museum, die National Gallery, die Tate Modern.
  • Für den Tower, die Westminster Abbey und die Aussichtsplattformen buchst du dein Ticket vorab online.
  • Preise und Öffnungszeiten: 09/2026, geprüft auf der offiziellen Website des Londoner Tourismusverbands

1. Royal Albert Hall

Die Royal Albert Hall in London am Abend beleuchtet© Diliff · CC BY-SAFoto: Diliff, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Die Royal Albert Hall steht in South Kensington, direkt am Rand des Hyde Park. Sie ist eine königliche Halle der Künste und Wissenschaften, benannt nach Prinz Albert, dem Ehemann von Königin Victoria. Das Gebäude hat einen elliptischen Grundriss: roter Backstein, eine Glaskuppel auf einem Metallgerüst und Bibelzitate als Mosaik an der Fassade. Innen erinnert der Saal an ein antikes Amphitheater, und auf der Bühne steht die zweitgrößte Orgel des Landes.

Die Akustik war anfangs schlecht. Gelöst wurde das Problem mit Paneelen unter der Decke, die die Londoner „fliegende Untertassen" tauften. Heute finden in der Halle Konzerte, Ausstellungen und Sportshows statt. Bei einer Führung am Tag kannst du einen Blick hineinwerfen, den Zeitplan findest du auf der offiziellen Website.

Die Anfahrt ist einfach: Fahr mit der U-Bahn bis South Kensington und geh dann an den Museen von South Kensington vorbei. Die Führung dauert etwa siebzig Minuten. Der Eintritt ist kostenpflichtig, und Konzertkarten sind schnell ausverkauft, kauf sie also rechtzeitig.

  • Anfahrt: South Kensington, zehn Minuten zu Fuß durch den Tunnel unter der Exhibition Road.
  • Für wen: Liebhaber klassischer Musik und der Architektur des 19. Jahrhunderts.

2. Big Ben

Big Ben und seine Uhr vor blauem Himmel

Der Uhrturm des Palace of Westminster ragt fast hundert Meter über der Themse auf. Der Name „Big Ben" gehört nicht dem Turm selbst, sondern seiner Hauptglocke. Früher bekamen Glocken Namen, und diese wurde nach Sir Benjamin Hall benannt, der ihren Einbau leitete. Später ging der Name auf den ganzen Turm über, obwohl er offiziell Uhrturm des Palace of Westminster heißt.

Vier Zifferblätter zeigen in die vier Himmelsrichtungen. Die Uhr gilt als eine der genauesten der Welt, und die Glocke bekam einst einen Riss, der ihren Klang unverwechselbar machte. An einem dunklen Abend macht die Beleuchtung den Turm besonders fotogen.

Touristen dürfen nicht hinauf. Der Palace of Westminster ist nach wie vor eine arbeitende Institution, und Führungen im Inneren gibt es nur für britische Staatsbürger nach vorheriger Anmeldung. Anfahrt: mit der U-Bahn bis Westminster.

  • Anfahrt: Westminster, Ausgang zum Parliament Square.
  • Der Haken: Hier ist es immer voll und laut vom Verkehr, vor allem am Wochenende.
  • Für wen: alle, die das klassische Foto vom ersten Besuch wollen. Fünfzehn Minuten reichen.

3. British Museum

Die Säulenhalle und der Giebel des British Museum in London© Ham · CC BY-SAFoto: Ham, CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/), Wikimedia Commons

Das British Museum bewahrt die Kunst des antiken Griechenlands und Roms, Ägyptens und des Nahen Ostens. Es vereint Druckgrafik, Zeichnungen, Münzen, Skulpturen und Ethnografie. Der Bau des Gebäudes dauerte vierundzwanzig Jahre, und ein Teil der Sammlung wurde ausgelagert und kehrte erst nach dem Zweiten Weltkrieg zurück. Die hölzernen Sarkophage mit Tiermumien und die Reliefs mit Schlacht- und Jagdszenen hinterlassen einen starken Eindruck.

Das unverzichtbare Minimum: die Porträtbüsten der Kaiser Augustus und Hadrian, das Münzkabinett und Werke von Michelangelo, Botticelli, Dürer, Raffael, Van Gogh und Rembrandt. Einmal im Jahr veranstaltet das Museum „Nächte im Museum" mit einem neuen Thema und Vorträgen bis zum Morgen.

Anfahrt: mit der U-Bahn bis Tottenham Court Road oder Holborn. Der Eintritt ist frei, ein eigenes Ticket brauchst du nur für Sonderausstellungen. Die Öffnungszeiten und die Zeiten einzelner Säle prüfst du auf der offiziellen Website. Im Haus gibt es ein Café und einen Souvenirladen.

  • Für wen: alle, die bereit sind, dem Museum einen halben Tag zu widmen.
  • Der Haken: Bei einem Besuch kannst du nicht alles sehen. Such dir vorab zwei oder drei Säle aus.

4. Westminster und die Houses of Parliament

Der Palace of Westminster und Big Ben über der Themse© Terry Ott from Washington, DC Metro Area, United States of America · CC BYFoto: Terry Ott from Washington, DC Metro Area, United States of America, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Der Palace of Westminster ist ein riesiger Komplex am Ufer der Themse. Seine beiden Türme, Big Ben und Victoria, sind vom gegenüberliegenden Ufer aus zu sehen. Hier tagt das britische Parlament, und viele Jahre lang kam man nur in offiziellen Angelegenheiten hinein. Führungen für Touristen wurden erst Anfang der 2000er-Jahre erlaubt.

Besucher werden während der Parlamentsferien und samstags eingelassen. Drinnen siehst du die Westminster Hall, die Royal Gallery mit ihren Gemälden und Skulpturen und den Sitzungssaal. Die Führung beginnt, sobald sich eine Gruppe gefunden hat, komm also zur Öffnung.

Anfahrt: mit der U-Bahn bis Westminster. Sicherer ist es, die Tickets vorab online zu buchen, damit du nicht anstehen musst. Wenn du viele Orte auf einmal abdecken willst, sieh dir ein Ticket für den Hop-on-Hop-off-Sightseeingbus durch London an.

  • Anfahrt: Westminster, fünf Minuten zu Fuß bis zum Besuchereingang.
  • Für wen: alle, die sich für politische Geschichte und die Innenräume des Palastes interessieren.

5. Sherlock-Holmes-Museum

Die Fassade des Sherlock-Holmes-Museums in der Baker Street

Das Sherlock-Holmes-Museum befindet sich in einem gewöhnlichen vierstöckigen Haus in der Baker Street in Westminster. Aus der Ferne verraten es nur das Schild und die Schlange vor der Tür. Im Erdgeschoss liegt ein Souvenirladen, darüber befinden sich Sherlocks Wohnzimmer und Schlafzimmer. Die dritte Etage gehört Mrs Hudson und Dr. Watson, und ganz oben erwartet dich eine Ausstellung von Wachsfiguren mit Charakteren aus den Detektivgeschichten.

Schon zur Öffnung bildet sich eine Schlange vor der Tür, und das ist kein Zufall: Das Haus ist klein, und viele wollen hinein. Auf der schmalen Treppe musst du warten, bis die vorherige Gruppe den Raum verlassen hat. Dafür darfst du überall fotografieren, und Besucher posieren gern im Wohnzimmer und im Arbeitszimmer.

Im Wohnzimmer darfst du dich in den Sessel am Kamin setzen. Auf dem Beistelltisch liegen immer Requisiten bereit: Sherlocks Mütze, eine Pfeife und eine Lupe. Anfahrt: mit der U-Bahn bis Baker Street, dann sind es ein paar Minuten zu Fuß. Das Museum ist täglich geöffnet, außer an den Weihnachtsfeiertagen.

  • Der Haken: Im Gedränge kommst du in den Räumen kaum voran, komm also gleich morgens.
  • Für wen: Fans der Bücher, Paare und Familien mit Kindern.

6. Piccadilly

Die Fassade des Burlington House am Piccadilly© Wolfiewolf · CC BYFoto: Wolfiewolf, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Piccadilly gehört zu den ältesten Straßen in Westminster. Ihren Namen verdankt sie dem Schneider Robert Baker, der mit modischen Kragen, den sogenannten Piccadills, ein Vermögen machte. Er kaufte hier ein Grundstück und baute ein Haus, das Piccadilly Hall genannt wurde. Später wurde die Gegend mit den Villen wohlhabender Leute bebaut, und solche Häuser nannte man fortan „Piccadilly".

Tagsüber ist es hier voll, und am Abend leuchten die Schaufenster und die angestrahlten Fassaden. Man verabredet sich am Piccadilly Circus, einem bei den Briten beliebten Ort für Dates. An der Straße liegt auch das Café Royal, wo sich Künstler, Schriftsteller und Dichter gern trafen.

Eine Besonderheit der Straße sind ihre privaten Gentlemen's Clubs. Manche Häuser sind bis heute für Außenstehende geschlossen, und die Gebäude selbst stehen unter Denkmalschutz. Die Verkehrsanbindung gehört hier zu den besten der Welt: Mehrere große Straßen führen zum Platz, sodass du von jeder Seite des Zentrums schnell hier bist.

Anfahrt: mit der U-Bahn bis Piccadilly Circus oder Green Park. Der Bummel lässt sich gut mit einem Spaziergang zum Hyde Park und zum Buckingham Palace verbinden.

  • Für wen: Shopping, ein Abendspaziergang und schöne Schaufenster.
  • Nicht für: alle, die Menschenmengen und Lärm nicht mögen.

7. Die City

Ein Panorama der Wolkenkratzer der City of London und des Tower von der Themse aus© APK · CC BYFoto: APK, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0), Wikimedia Commons

Die City ist das älteste Viertel Londons und sein finanzielles Herz. Sie untersteht nicht der königlichen Gewalt: An ihrer Spitze steht ein eigener Lord Mayor, und selbst die Krone kommt nur mit seiner Erlaubnis hierher. Offiziell ist die City die kleinste Grafschaft Großbritanniens, und ihre Grenze ist durch besondere Pfosten markiert. Sie hat rund zehntausend ständige Einwohner.

Gegründet wurde das Viertel vor etwa zweitausend Jahren von den Römern, als Britannien zum Reich gehörte. Viele Straßen folgen den damals angelegten Wegen. Alte Gebäude stehen neben Bürotürmen: Heron, Lloyd's, Mary Axe und Tower 42. Auch das Barbican Centre, der größte Kulturkomplex der Stadt, liegt hier.

Neben den Türmen ballen sich hier die wichtigsten Denkmäler: der Tower of London, die St Paul's Cathedral, der Leadenhall Market und die Royal Exchange. Die Infrastruktur des Viertels steht nie still, sodass alte Fassaden immer wieder neuen Projekten weichen. Die Architektur der City ist eine seltene Mischung aller Jahrhunderte und Stile zugleich.

Die City besuchst du am besten an einem Werktag tagsüber, wenn ringsum das Geschäftsleben in vollem Gange ist. Am Wochenende leeren sich die Straßen, und du läufst Gefahr, ganz allein dazustehen. Anfahrt: mit der U-Bahn bis Barbican, Tower Hill, Liverpool Street oder Mansion House.

  • Für wen: alle, die den Kontrast zwischen Geschichte und moderner Architektur lieben.
  • Der Haken: Die U-Bahn ist zur Stoßzeit überfüllt, wähle also eine Zeit außerhalb des morgendlichen Berufsverkehrs.

8. Tower of London

Der Tower of London von der Themse aus an einem klaren Tag© Bob Collowan · CC BY-SAFoto: Bob Collowan, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Der Tower of London erstreckt sich am Nordufer der Themse. Er ist eines der am besten erhaltenen mittelalterlichen Bauwerke Europas: In ihrer ganzen Geschichte wurde die Festung nie im Sturm genommen. Stellenweise sind die Mauern mehr als vier Meter dick. Drinnen lebten Königsfamilien, und auch adlige Gefangene wurden hier festgehalten, der Tower war also Wohnsitz und Gefängnis zugleich.

Um die Festung ranken sich viele Legenden. Der schwarze Rabe gilt als Symbol des Unglücks, und wegen der Zahl ihrer Geister nennt man die Burg die Spitzenreiterin unter Britanniens Festungen. Gerüchte sind längst mit der wahren Geschichte verwoben, und das glaubt man gern neben Mauern, die seit fast tausend Jahren stehen.

Auf dem Gelände gibt es viele Wege, und der Boden besteht aus Kopfsteinpflaster, zieh also bequeme Schuhe an. Touristen sind immer reichlich da, deshalb kaufst du die Tickets besser vorab online. Mit dem London Pass kommst du an der Schlange vorbei. Öffnungszeiten und Preise wurden am 14.09.2026 auf der offiziellen Website geprüft. Anfahrt: mit der U-Bahn bis Tower Hill.

Ticket ohne Anstehen für den Tower of London und die Kronjuwelen

  • Anfahrt: Tower Hill, dann den Schildern zur Festung folgen.
  • Für wen: Geschichtsfans und Familien mit Kindern.

9. Tower Bridge

Die Tower Bridge bei Nacht beleuchtet, mit Lichtspuren des Verkehrs© Sarahhoa · CC BY-SAFoto: Sarahhoa, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia Commons

Die Tower Bridge wurde im 19. Jahrhundert gebaut, als London zu einem bedeutenden Zentrum für Handel und Industrie geworden war. Ihre beiden gotischen Türme und die Klappbrücken fangen den Geist des viktorianischen England ein. Die Brücke ist eine harmonische Fortsetzung der Festung, die neben ihr steht.

Im Inneren, zwischen den Türmen, befindet sich ein Museum. Früher gab es hier einen Fußgängersteg, doch er wurde wegen häufiger Diebstähle an einem so menschenleeren Ort geschlossen. Auf die Türme gelangst du über Treppen oder mit dem Aufzug, und der Mechanismus, der die Brückenklappen hebt, ist für Besucher zugänglich.

In den Stegen ist eine Ausstellung mit Fotografien von Brücken aus aller Welt untergebracht, jede mit einer Beschreibung. Die Brücke selbst wird hochgeklappt, um Schiffe durchzulassen, und wenn du eine Öffnung erwischst, siehst du den Mechanismus bei der Arbeit.

Auf der Brücke darfst du fotografieren, aber das Glas und die Metallkonstruktionen stören das Bild. Deshalb fotografieren erfahrene Reisende die Brücke oft von den nahen Uferpromenaden, statt hinaufzusteigen. Anfahrt: mit der U-Bahn bis Tower Hill oder mit dem Bus bis zur Haltestelle an der Festung.

  • Der Haken: Von den Stegen aus ist die Sicht eingeschränkt, und von der Uferpromenade sieht es besser aus.
  • Für wen: alle, die das Wahrzeichen der Stadt sehen und das Museum im Inneren besuchen wollen.

10. Globe Theatre

Der Rundbau des Globe Theatre mit seinem Reetdach© Diego Delso · CC BY-SAFoto: Diego Delso, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Das Globe ist Londons erstes Theater. Es wurde am Standort seines abgebrannten Vorgängers gebaut: Damals errichteten die Behörden auf dem frei gewordenen Grundstück ein Wohnhaus. Das neue Gebäude wurde wenige Meter vom alten entfernt errichtet und Ende der 1990er-Jahre eröffnet, in dem Bestreben, das Aussehen des allerersten Theaters wiederherzustellen.

Im Inneren gibt es drei Ränge mit Sitzplätzen, während man vor der Bühne im Stehen zuschaut. Auf Mikrofone und Scheinwerfer wird hier bewusst verzichtet, um die Atmosphäre der elisabethanischen Zeit zu bewahren. Shakespeare bildet den Kern des Spielplans, aber auch moderne Inszenierungen werden aufgeführt.

Der größte Teil des Baus ist nach oben offen und das Dach deckt nur einen Teil ab, deshalb wird nur in den warmen Monaten gespielt. Im Winter dient das Theater als Schule für junge Schauspieler, während Führungen das ganze Jahr über stattfinden. Tickets kaufst du am einfachsten vorab online. Anfahrt: mit der U-Bahn bis Cannon Street oder Mansion House.

  • Für wen: alle, die Shakespeare so sehen wollen wie seine Zeitgenossen.
  • Nicht für: alle, die nicht bereit sind, vor der Bühne zu stehen und vom Wetter abhängig zu sein.

11. Royal Opera House, Covent Garden

Eine Bronzestatue einer Ballerina vor dem Royal Opera House© Russ London ( talk ) · CC BY-SAFoto: Russ London ( talk ), CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Covent Garden gilt als das größte Opernhaus Großbritanniens. Seinen Namen hat es von dem Platz, an dem es steht. Das Theater brannte zweimal ab: Anfang des 19. Jahrhunderts wurde es in neun Monaten wieder aufgebaut, und nach dem Brand Ende des 20. Jahrhunderts dauerten die Arbeiten etwa zwei Jahre. Einmal erhöhte die Leitung die Ticketpreise, doch das Publikum boykottierte die Vorstellungen, und die Preise mussten wieder gesenkt werden.

Heute bietet das Theater zwei Führungen an. Die erste, „Backstage", zeigt den Alltag der Künstler und die Vorbereitungen auf Premieren. Die zweite, „Velvet, Gilt and Glamour", stellt die Architektur und die Geschichte des Hauses vor. Den Zeitplan der Führungen prüfst du auf der offiziellen Website des Theaters.

Anfahrt: mit der U-Bahn bis Covent Garden oder mit dem Bus bis zum gleichnamigen Platz. Nebenan liegt eine Markthalle mit Cafés und Straßenkünstlern, beides lässt sich also leicht verbinden.

  • Für wen: Fans von Oper und Ballett.
  • Für wen: alle, die sich für die Architektur historischer Theatersäle interessieren.

12. Trafalgar Square

Brunnen und die National Gallery am Trafalgar Square© Diliff · CC BY-SAFoto: Diliff, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Der Trafalgar Square ist Londons wichtigster Platz. Benannt ist er nach dem Sieg von Admiral Horatio Nelson bei Trafalgar. In der Mitte erhebt sich eine Säule mit seiner Statue, an deren Fuß bronzene Löwen sitzen. An den Ecken des Platzes stehen vier Sockel, drei davon tragen Denkmäler.

Der vierte Sockel stand lange leer. Nacheinander wurden verschiedene Skulpturen darauf gezeigt, darunter auch Live-Performances, bis Anfang der 2010er-Jahre ein Modell des Schiffs Victory auf dem Podest erschien. Ein weiterer Orientierungspunkt auf dem Platz ist die Statue von Karl I., von der aus die Briten traditionell Entfernungen messen.

Einst lebten hier Tausende Tauben. Dann verboten die Behörden das Füttern, und es sind kaum noch Vögel übrig. Der Platz liegt an der Kreuzung von The Mall, Strand und Whitehall. Von hier aus ist es ein kurzer Fußweg nach Westminster, zum Buckingham Palace und zur National Gallery, er eignet sich also gut als Startpunkt für eine Route zu Fuß.

Anfahrt: mit der U-Bahn bis Charing Cross oder Embankment oder mit dem Bus bis zu den Haltestellen am Platz.

  • Für wen: ein Spaziergang im Zentrum und Fotos am Abend.
  • Der Haken: Tagsüber sind viele Touristen und Straßenkünstler an den Brunnen.

13. Abbey Road

Die Abbey Road wird von jungen Leuten und Kreativen geliebt. Die Einheimischen gaben der Straße einen zweiten Namen, „Heimat der Liebe und der Kunst". Fans der Beatles, von Pink Floyd und Duran Duran kommen hierher, um die Studios zu sehen, in denen ihre Alben aufgenommen wurden. Auch das weltberühmte Tonstudio befindet sich hier.

Ein Abendpanorama von London mit der Tower Bridge und der Themse© Ilya Grigorik · CC BY-SAFoto: Ilya Grigorik, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Der beliebteste Ort ist der Fußgängerüberweg, der es auf das Cover des letzten Beatles-Albums geschafft hat. Jeder Tourist lässt sich darauf fotografieren, während die Autofahrer geduldig warten. Der Zebrastreifen in der Abbey Road ist der einzige der Welt, der mit einer Webcam ausgestattet ist, die live ins Internet überträgt.

An der Ecke zur Grove End Road hängt ein Schild mit der Aufschrift „Abbey Road NW8 City of Westminster". Fans haben es mehr als einmal gestohlen, deshalb musste es hoch oben und dauerhaft befestigt werden. Die Wände am Schild werden regelmäßig neu gestrichen, aber die Graffiti der Musiker kehren immer wieder zurück. Anfahrt: mit der U-Bahn bis St John's Wood.

  • Anfahrt: St John's Wood, dann zu Fuß zum Überweg.
  • Für wen: Musikfans und Liebhaber urbaner Legenden.

14. Westminster Abbey

eine gotische Gewölbedecke mit Mittelsäule und Buntglasfenstern© ChrisVTG Photography · CC BY-SAFoto: ChrisVTG Photography, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die Westminster Abbey ist Großbritanniens heiligste Stätte und der Ort, an dem Monarchen gekrönt werden. Mitglieder der Königsfamilie heiraten hier und werden hier beigesetzt. Das Gebäude hat den Grundriss eines lateinischen Kreuzes, mit zwei großen Türmen und einer Vielzahl verzierter Bögen. Das Innere ist mit Buntglas und Fresken geschmückt, und der Boden ist mit Mosaik ausgelegt.

Im Inneren wirkt die Abtei eher wie eine Gruft: Hier gibt es mehr als dreitausend Gräber und Gedenkstätten. Charles Dickens, Isaac Newton, Lord Byron, Charles Darwin und Robert Burns fanden hier ihre letzte Ruhe. Besondere Aufmerksamkeit verdient der Krönungsthron mit dem „Stein des Schicksals". Abends finden in der Kirche Konzerte geistlicher Musik statt.

Fotografieren und Filmen sind drinnen nicht erlaubt, und in Shorts oder einem kurzen Rock wirst du nicht eingelassen. Besucher werden gebeten, keine Kinder im Vorschulalter mitzubringen, um Lärm zu vermeiden. Tickets und Öffnungszeiten wurden am 14.09.2026 auf der offiziellen Website geprüft. Anfahrt: mit der U-Bahn bis Westminster oder St James's Park.

Ticket für die Westminster Abbey mit Audioguide

  • Für wen: Liebhaber von Geschichte und Architektur.
  • Der Haken: Am Eingang gilt eine strenge Kleiderordnung, und Fotografieren ist verboten.

15. Buckingham Palace

Der Buckingham Palace und das Victoria Memorial in London© Diliff · CC BY-SAFoto: Diliff, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Der Buckingham Palace unterscheidet sich von Hunderten Palästen in Europa dadurch, dass er eine genutzte königliche Residenz geblieben ist. Ursprünglich gehörte er dem Herzog von Buckingham, der ihn an Georg III. verkaufte. Bau und Ausstattung zogen sich fast ein Jahrhundert hin, und der Ballsaal wurde erst Mitte des 19. Jahrhunderts fertig. Die Innenräume wurden mehr als einmal verändert, aber der Luxus blieb.

Die Attraktion ist hier nicht nur der Palast selbst, sondern auch die Traditionen rund um ihn. Die Wachablösung gilt als eine der bekanntesten Zeremonien der Welt. Besuche im Palast beginnen am Morgen, und die Schließzeit ändert sich je nach Saison, prüf sie also vorab auf der offiziellen Website.

Anfahrt: mit der U-Bahn bis Victoria, Green Park oder St James's Park. Schau dir die Wachablösung vom Zaun aus an und komm eine halbe Stunde vor Beginn. Nebenan liegen die Royal Mews, die ebenfalls Touristen einlassen: Ticket für die Royal Mews am Buckingham Palace.

  • Für wen: alle, die königliches Zeremoniell erleben wollen.
  • Der Haken: An Zeremonietagen steht am Zaun eine dichte Menschenmenge.

16. Kensington Palace

Der Kensington Palace von vorn, mit einer Statue© Steve Cadman from London, U.K. · CC BY-SAFoto: Steve Cadman from London, U.K., CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia Commons

Der Kensington Palace ist die bescheidenste und gemütlichste der heutigen königlichen Residenzen Englands. Heute gehört er dem Prinzen und der Prinzessin von Wales. Die Hausherrinnen des Palastes waren fast immer Frauen, die Geschichte schrieben: Königin Victoria wurde hier geboren, und später ging Prinzessin Diana durch seine Säle.

Hinter der unscheinbaren Fassade verbergen sich Gemälde, Wandteppiche, bemalte Decken und historische Räume. Im Zentrum des Palastes hängt die Lichtinstallation „Luminous Lace": Dafür wurden zwölftausend Swarovski-Kristalle und vier Kilometer Leuchtdraht verbaut.

Anfahrt: mit der U-Bahn bis Queensway, Notting Hill Gate oder High Street Kensington. Der Eintritt in die Gärten ist frei, während die Tickets für die Gemächer von der Saison abhängen. Die Kensington Gardens und das Denkmal für Prinzessin Diana liegen ganz in der Nähe.

  • Für wen: alle, die sich für den königlichen Alltag interessieren.
  • Der Haken: Einige Gemächer schließen wegen Restaurierung, informier dich also vor deinem Besuch.

17. St Paul's Cathedral

Eine Luftaufnahme der St Paul's Cathedral in London© Mark Fosh · CC BYFoto: Mark Fosh, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Die St Paul's Cathedral ist die Hauptkathedrale der City und der offizielle Sitz des Bischofs von London. Das Gebäude, das du heute siehst, ist bereits das fünfte an dieser Stelle: Drei frühere Kathedralen wurden durch Feuer zerstört, und die vierte wurde von den Wikingern geplündert. Im ursprünglichen Entwurf gab es keine Kuppel, und die Baumeister mussten erfinderisch sein, um sie unterzubringen.

Die Kathedrale öffnet für Touristen am Morgen und schließt schon am Nachmittag; sonntags ist der Zutritt nur Gottesdienstbesuchern vorbehalten. Tickets kaufst du am einfachsten vorab, damit du nicht anstehen musst. Zeiten und Preise wurden am 14.09.2026 auf der offiziellen Website geprüft. Anfahrt: mit der U-Bahn bis St Paul's.

Fast-Track-Ticket für die St Paul's Cathedral

  • Für wen: alle, die bereit sind, auf die Kuppel zu steigen und die Stadt von oben zu sehen.
  • Der Haken: Der Aufstieg zu den Galerien führt über enge Wendeltreppen.

18. Oxford Street

Rote Doppeldeckerbusse auf der Oxford Street

Die Oxford Street ist die belebteste Einkaufsstraße Europas. Früher oder später landet jeder Besucher der Stadt hier: Beliebte Touristenrouten führen hindurch, und die Preise richten sich an Käufer mit durchschnittlichem Einkommen. Die Gegend tauchte im 16. Jahrhundert auf der Karte auf, als ein Abschnitt der alten Römerstraße mit billigen Häusern bebaut wurde.

Nach und nach wurden die Slums zu einem Handelszentrum. Heute gibt es hier mehr als dreihundert Geschäfte, und an einem Tag schaffst du es nicht, in alle hineinzuschauen. Die Läden stellen am Eingang die Stücke aus, die sie am besten repräsentieren, sodass du sofort erkennst, ob sich ein Besuch lohnt.

Anfahrt: mit der U-Bahn bis Oxford Circus, Marble Arch oder Bond Street. Die Straße bricht Rekorde bei Kleindiebstählen, bewahr Handy und Geldbörse also in einer Innentasche auf.

  • Für wen: Shopping für jedes Budget.
  • Der Haken: Es ist das ganze Jahr über voll, und Taschendiebe sind hier sehr aktiv.

19. Charles-Dickens-Museum

Der Trafalgar Square in London mit der National Gallery© Matt Brown · CC BYFoto: Matt Brown, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Das Charles-Dickens-Museum ist das letzte erhaltene Haus, in dem Charles und Catherine Dickens lebten. Auf den ersten Blick ist klar, dass dies eine Hochburg des viktorianischen England ist, mit seinem Geist und seiner Lebensart. Die Restauratoren wollten die Stimmung eines warmen, bewohnten Hauses des 19. Jahrhunderts vermitteln: ein Salon, ein langer Esstisch, ein Himmelbett und allerlei Küchengerät.

Ein eigener Raum ist dem Arbeitszimmer des Schriftstellers mit seinen persönlichen Gegenständen gewidmet. Das Museum ist von Dienstag bis Sonntag geöffnet, und im Dezember öffnet es täglich. Anfahrt: mit der U-Bahn bis Chancery Lane oder Russell Square.

  • Für wen: Dickens-Fans und Liebhaber viktorianischer Interieurs.
  • Der Haken: Das Haus ist klein, und zu Stoßzeiten laufen die Führungen dicht hintereinander.

20. Soho

Eine Straße in Soho mit historischen Gebäuden und Passanten

Soho ist das lebendigste Viertel der Stadt. Studenten, Touristen und die kreative Szene treffen hier aufeinander. Der Name geht auf den Jagdruf „so-ho" zurück, der hier zur Zeit Heinrichs VIII. erklang. Historisch war Soho eine Pufferzone zwischen den aristokratischen Vierteln und den Armenvierteln, weshalb sich hier Einwanderer, Künstler und Freiberufler niederließen.

In Soho gibt es kaum noch Wohnhäuser, und ruhige Innenhöfe sind schwer zu finden. Stattdessen ballen sich hier Clubs, Bars und Restaurants. Das Leben tobt zu jeder Stunde: Wenn du um vier Uhr morgens das Gefühl hast, dass die Party noch nicht vorbei ist, komm hierher. Auch für Feinschmecker gibt es reichlich: Küchen aus fast aller Welt zu recht moderaten Preisen.

Anfahrt: mit der U-Bahn bis Piccadilly Circus, Leicester Square oder Tottenham Court Road.

  • Für wen: Nachtleben, Theater und Restaurants.
  • Nicht für: einen ruhigen Familienabend.

21. Wolkenkratzer Mary Axe

Der Wolkenkratzer Mary Axe bei Nacht mit seinem rautenförmigen Glasgitter© Ian Muttoo from Mississauga, Canada · CC BY-SAFoto: Ian Muttoo from Mississauga, Canada, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia Commons

Mary Axe ist ein vierzigstöckiger, vollständig verglaster Wolkenkratzer, benannt nach der Straße, an der er steht. Die Einheimischen tauften den Turm wegen seiner Form und des grünlichen Schimmers seiner Verglasung „Gherkin", also Gurke. Vor der Kulisse des historischen London wirkt das Gebäude futuristisch.

Der Entwurf war bahnbrechend. Die Ingenieure setzten tragende Strukturen in Form eines Gitters ein, was die Instandhaltung günstiger machte. Die Fülle an Glas löste drei Probleme auf einmal: Belüftung, Wärmespeicherung und Beleuchtung. Für seine Originalität erhielt das Team mehrere angesehene europäische Auszeichnungen.

Der Turm ist nicht jeden Tag für Besucher geöffnet, und wenn du Glück hast, ist der Zugang zur Aussichtsplattform kostenlos. In den oberen Etagen gibt es Cafés und Restaurants. Anfahrt: mit der U-Bahn bis Liverpool Street oder Aldgate.

  • Für wen: Liebhaber moderner Architektur.
  • Der Haken: Hinein kommst du nur an Tagen der offenen Tür, und der Zeitplan ist unregelmäßig.

22. Leadenhall Market

Das Glasdach und die Arkaden des Leadenhall Market in London© Diliff · CC BYFoto: Diliff, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.5), Wikimedia Commons

Der Leadenhall Market ist der älteste Markt im nebligen Albion, und er hat nichts von seiner Bedeutung verloren. Handelsplätze gab es hier schon zur Zeit von Londinium, während der Markt selbst im 14. Jahrhundert auf der Karte erschien und rasch zu einem der am schnellsten wachsenden Handelsorte der Stadt wurde.

Anfang des 19. Jahrhunderts schrieben die Behörden einen Wettbewerb für den Entwurf des Gebäudes aus. Der Gewinner baute einen riesigen Pavillon mit langen Arkaden und einem Glasdach, das mit Hunderten Details verziert ist. Falls du unter den Glasgewölben ein Déjà-vu hast, hat das einen Grund: Hier wurde das „magische" London für den ersten Teil der Harry-Potter-Saga gedreht.

Anfahrt: mit der U-Bahn bis Bank oder Monument. Der Markt ist an Werktagen in Betrieb; am Wochenende sind die meisten Läden geschlossen, und Touristen kommen wegen der Fotos.

  • Für wen: Harry-Potter-Fans und Liebhaber von Markthallen.
  • Der Haken: Am Wochenende ist das meiste geschlossen.

23. The Shard

Radfahrer am Admiralty Arch in London© wasd42 · CC BY-SAFoto: wasd42, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

The Shard ist zu einem der neuesten architektonischen Wahrzeichen Londons geworden. Die Glaspyramide wurde rechtzeitig zum Beginn der Olympischen Spiele 2012 fertig, und sie wird ihrem Namen voll gerecht: Tausende Glasscheiben funkeln in der Sonne.

Die Aussichtsplattform belegt die Etagen achtundsechzig bis zweiundsiebzig. Im Ticket ist der Zugang zur Bar enthalten, und wenn das Wetter bewölkt ausfällt und die Aussicht ins Wasser fällt, kannst du dein Geld zurückbekommen. Die Öffnungszeiten sind unvorhersehbar und hängen von Veranstaltungen ab, prüf also vor deinem Besuch die Zeiten für den jeweiligen Tag.

Anfahrt: mit der U-Bahn bis London Bridge. Tickets sind vorab online günstiger, vor allem für den Sonnenuntergang, wenn die Nachfrage am höchsten ist.

Ticket für die Aussichtsplattform von The Shard mit einem Getränk

  • Für wen: der beste Panoramablick auf die Themse und die Tower Bridge.
  • Der Haken: An einem bewölkten Tag ist die Sicht schlecht, und die Plattform ist nicht immer geöffnet.
Die Fassade der National Gallery in London mit ihren Stufen und Menschen© Diego Delso · CC BY-SAFoto: Diego Delso, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die National Gallery ist eine der größten Gemäldegalerien Londons. Sie wirkt bescheidener als der Louvre, ist aber logischer aufgebaut. Gezeigt werden hier Gemälde vom 12. bis zum 20. Jahrhundert, wobei der Schwerpunkt auf den Schulen Westeuropas liegt. Die Galerie wurde Anfang des 19. Jahrhunderts eröffnet und hat seitdem mehrmals das Gebäude gewechselt.

Der letzte Umzug war erzwungen: Die Zahl der Gemälde wuchs immer weiter, und ein neues Gebäude wurde nötig. An der Nordseite des Trafalgar Square entstand der von Wilkins entworfene Bau, den heute jeder Tourist kennt. In den Sälen hängen mehr als zweitausend Exponate, und an einem Tag schaffst du nicht alles.

Am besten entscheidest du gleich, wofür du kommst: Van Dyck, einen der Titanen der klassischen englischen Malerei, oder die Leinwände von Van Gogh. Du kannst einen Audiovortrag nehmen oder das Personal fragen. Der Eintritt ist frei, und du zahlst nur für Sonderausstellungen. Anfahrt: mit der U-Bahn bis Charing Cross oder Leicester Square.

  • Für wen: alle, die die Klassiker ohne Schlangen und Zusatzkosten sehen wollen.
  • Der Haken: Die Säle sind groß, und an einem Tag läufst du dich leicht müde.

25. Madame Tussauds

Das Gebäude von Madame Tussauds in London mit seiner grünen Kuppel© Citizen59 · CC BY-SAFoto: Citizen59, CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/), Wikimedia Commons

Marie Tussaud nutzte glänzend das Wissen, das sie erwarb, während ihre Mutter als Haushälterin bei Philippe Curtius arbeitete, einem anerkannten Meister der Wachsfiguren. Zunächst reiste sie mit ihren stummen Begleitern durch die Städte Europas, dann ließ sie sich in London nieder. Das erste Museum eröffnete in der Baker Street, später zog es in die Marylebone Road, wo es bis heute steht. Das Konzept hat sich seitdem nicht geändert.

Aufsteigende Stars tauchen fast sofort in den Sammlungen auf, verschwinden aber ebenso schnell, wenn der Ruhm des Originals verblasst. Die Beatles, Figuren aus Star Wars, Benedict Cumberbatch und Marilyn Monroe stehen Seite an Seite mit Politikern und Königen. Moderne Technik macht die Figuren lebensechter: Jennifer Lopez errötet charmant.

Tickets kaufst du besser online, denn an der Kasse kosten sie mehr. Ticket für Madame Tussauds London. Anfahrt: mit der U-Bahn bis Baker Street.

  • Für wen: Familien mit Kindern und Popkultur-Fans.
  • Der Haken: Am Wochenende bilden sich Schlangen an den Kassen und vor den beliebten Figuren.

26. London Dungeon

Das London Dungeon ist ein Geschichtsmuseum im Stil eines düsteren Kerkers. Es versammelt mittelalterliche Folterinstrumente, die noch heute Schrecken einflößen. Das Museum wurde Ende des 20. Jahrhunderts eröffnet. Die erste Riege der finstersten Gestalten der Geschichte beeindruckte das Publikum stark, und seitdem hat sich wenig geändert: Die Technik ist nur überzeugender geworden.

Zur aktuellen Show gehören „Live-Darbietungen". Du siehst, wie hässlich die Wirklichkeit im mittelalterlichen London war: der Brand von 1666, die Pest, die Kriege. Der Zuschauer landet mitten im Geschehen.

Der Zeitplan hängt vom Wochentag ab: An Werktagen laufen die Touren tagsüber, donnerstags beginnen sie später, und am Wochenende startet der letzte Durchgang am Abend. Anfahrt: mit der U-Bahn bis London Bridge oder Waterloo.

  • Für wen: Liebhaber düsterer Geschichte und von Spezialeffekten.
  • Nicht für: kleine Kinder und schreckhafte Besucher.

27. Tate Britain

Die Fassade der Tate Britain mit Säulen und Bannern© Carlos Cunha · CC BY-SAFoto: Carlos Cunha, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Die Tate Britain ging aus der Privatsammlung von Sir Henry Tate hervor, der eine der größten Sammlungen englischer Kunst des 16. bis 20. Jahrhunderts besaß. Die Eröffnung der Galerie wurde durch sein Vermögen möglich: Tate wurde mit der Herstellung von raffiniertem Zucker reich.

Die Sammlung wuchs so stark, dass sie geteilt werden musste. Die Klassiker blieben im alten Gebäude an der Millbank. Die moderne Kunst zog in die Tate Modern, in das Gebäude eines ehemaligen Kraftwerks am Ufer der Themse.

Der Eintritt ist frei, und du zahlst nur für Sonderprojekte. Prüf die Öffnungszeiten vor deinem Besuch.

  • Für wen: Liebhaber britischer Kunst.
  • Der Haken: Die Dauerausstellung wechselt oft, und manche Säle schließen zwischen den Projekten.

28. Hyde Park

Eine Wiese mit Bäumen und einem Weg im Park© Alvesgaspar · CC BY-SAFoto: Alvesgaspar, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Der Hyde Park ist der demokratischste Park der Stadt. Die legendäre britische Zurückhaltung versagt nur an zwei Orten: beim Fußball und hier. An der Speakers' Corner darf sich jeder, der möchte, auf eine Kiste stellen und über jedes Thema sprechen.

Es gibt nur drei Verbote: Mikrofone, Aufrufe zur Gewalt und Kraftausdrücke. Der Park sieht aus wie ein typischer englischer Landschaftsgarten: keine französische Symmetrie, nur Ruhe und natürliche Schönheit. In der Mitte liegt der Serpentine-See; im Sommer läuft man an seinem Ufer barfuß, und Schwimmen ist im Wasser erlaubt.

Der Park ist täglich vom frühen Morgen bis Mitternacht geöffnet. In der Nähe liegt eine kleine gleichnamige Galerie für zeitgenössische Kunst. Anfahrt: mit der U-Bahn bis Marble Arch, Lancaster Gate oder Hyde Park Corner.

  • Für wen: Spaziergänge, Picknicks und Laufrunden am Morgen.
  • Der Haken: Am Wochenende ist es am Serpentine voll.

29. Riesenrad London Eye

Die Silhouette des London Eye vor dem Sonnenuntergang

Das London Eye wurde für die Feiern zur Jahrtausendwende gebaut. Bei seiner Fertigstellung war es das höchste Riesenrad der Welt, doch der Titel ging später an ein ähnliches Bauwerk in Singapur. Das Rad hat zweiunddreißig durchsichtige Kapseln, von denen jede bis zu fünfundzwanzig Personen gleichzeitig fasst.

Du kannst eine Kapsel für zwei buchen und eine romantische Fahrt über der Themse genießen. Die Öffnungszeiten variieren im Lauf des Jahres, aber das Rad öffnet meist am Morgen und schließt zwischen sechs und halb neun Uhr abends. Zeiten und Preise prüfst du auf der offiziellen Website.

Anfahrt: mit der U-Bahn bis Waterloo oder Westminster. Tickets sind online und im Voraus günstiger, und die Nachfrage ist zum Sonnenuntergang besonders hoch.

  • Für wen: Panoramafotos und romantische Ausflüge.
  • Der Haken: An einem klaren Tag steht zum Sonnenuntergang eine lange Schlange am Eingang.

30. Die Themse

Ein Kriegsschiff am Kai an der Themse© samoletnibileti · CC BYFoto: samoletnibileti, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/), Flickr

Die Themse ist nicht einfach irgendein Fluss. Englische Monarchen bauten Paläste an ihren Ufern, um schneller nach Hause zu kommen. Dieser Wasserweg war es, der London zu einer der größten Hafenstädte Europas machte. Die Themse war mehr als einmal eine Quelle der Inspiration: Claude Monet malte eine Serie von Landschaften von ihr, William Turner stand ihm kaum nach, und die Figuren von Dickens flanierten an ihren Ufern entlang.

Es wird Zeit, dass auch du die Schönheit dieses Flusses genießt. Kauf ein Ticket für eines der Ausflugsschiffe und versuch, die Pracht der Brücken auf dich wirken zu lassen: Tower, London, Waterloo. Vom Wasser aus sehen das Globe Theatre, die Tate Modern und die St Paul's Cathedral anders aus. Themse-Schifffahrt von Westminster nach Greenwich.

Anfahrt: die Anleger in Westminster, am London Eye und am Tower. Die Fahrt dauert je nach Route zwischen vierzig Minuten und zwei Stunden.

  • Für wen: alle, die die Stadt vom Wasser aus sehen wollen.
  • Der Haken: An Deck ist es selbst im Sommer windig, nimm also eine Jacke mit.

31. Bahnhof St Pancras

Die Fassade des Bahnhofs St Pancras mit seinem Uhrturm© Colin · CC BY-SAFoto: Colin, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Seit seiner Restaurierung Anfang der 2000er-Jahre konkurriert St Pancras selbstbewusst mit anderen Sehenswürdigkeiten um den Titel des romantischsten Ortes der Stadt. Das Gebäude stammt aus der viktorianischen Zeit, und es hat seinen Charme bewahrt.

Der Bau gleicht einer Matrjoschka: Der eigentliche Bahnhof liegt in einer gewölbten Bahnhofshalle, und um ihn herum wurde ein neugotisches Gebäude mit einem Hotel errichtet. Unter den Gewölben ist fast nichts aus dem 19. Jahrhundert geblieben, aber die Architektur der Fassade hat überdauert. Von hier fahren Züge auf den Kontinent, und Paris ist jetzt nur ein paar Stunden entfernt.

King's Cross, Harry-Potter-Fans bestens bekannt, liegt gleich nebenan, und dazwischen befindet sich eine U-Bahn-Station mit Doppelnamen. Anfahrt: mit der U-Bahn bis King's Cross St Pancras.

  • Für wen: Eisenbahnfans und Liebhaber neugotischer Architektur.
  • Der Haken: Im Bahnhof gibt es viel Lärm und eilige Fahrgäste.

32. Wembley-Stadion

Das Wembley-Stadion mit seinem Bogen, von oben gesehen© Arne Müseler · CC BY-SAFoto: Arne Müseler, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en), Wikimedia Commons

Wembley ist eine der größten Sportstätten der Welt. Das Stadion wurde am Standort der legendären Arena von 1923 gebaut, und das neue hat sich als würdiger Nachfolger erwiesen: Es beeindruckt durch seine Größe und das Niveau seiner Ausstattung. Schon auf dem Weg zur Arena siehst du den eleganten Tragbogen, der das Dach hält, das sich in drei Segmenten öffnet.

Wembley war mehr als einmal Bühne für Stars von Weltrang. Für Besucher werden Stadionführungen angeboten, und ein Basisticket kostet etwa zwanzig Pfund. Der Zeitplan ist flexibel und hängt von der Ticketart und den aktuellen Veranstaltungen ab: Die Führungen beginnen meist am Morgen, und die letzte startet am frühen Nachmittag.

Anfahrt: mit der U-Bahn bis Wembley Park oder Wembley Central. An Spieltagen wird die Umgebung abgesperrt, plan also mehr Zeit ein.

  • Für wen: Fußballfans und Liebhaber großer Arenen.
  • Der Haken: An Konzert- und Spieltagen kommst du nicht in die Nähe des Stadions.

33. Kaufhaus Harrods

Harrods ist Londons nobelstes Kaufhaus. Für die meisten Besucher ist Einkaufen hier unerschwinglich, aber ein Gang durch die Säle ist mit einem Museumsbesuch vergleichbar: Der Luxus der Innenräume erinnert an die Ausstattung königlicher Residenzen. Seit dem 19. Jahrhundert zählten Oscar Wilde, Prinzessin Diana, Sigmund Freud, Elton John und Madonna zu den Stammkunden.

Eine Menge von Käufern zwischen den Ständen des Portobello Market

Neben den Marken gibt es hier regelmäßig Modenschauen, Festivals und Kochshows. Schau unbedingt zu Weihnachten vorbei: Die Schaufenster und die geschmückten Säle machen das Haus zu einer festlichen Attraktion. Das Kaufhaus ist täglich geöffnet, auch sonntags.

Anfahrt: mit der U-Bahn bis Knightsbridge. Auch wenn du nichts kaufen willst, lohnt sich ein Besuch der Lebensmittelhalle und der Teeabteilung.

  • Für wen: Liebhaber von Schaufenstern, feinem Essen und Shopping.
  • Nicht für: alle, die günstig einkaufen wollen.

34. Flohmarkt Portobello

alte Boxhandschuhe aus Leder auf einem Flohmarkt

Die Portobello Road gilt als eine der beliebtesten Marktstraßen der Welt. Sie durchquert das Viertel Notting Hill, und mehr als drei Kilometer offener Stände, Läden und Tische von Straßenhändlern erwarten ihre Besucher. Doch nicht das hat den Markt berühmt gemacht.

Das echte Portobello beginnt am Samstag, wenn sich hier Verkäufer und Kenner von Antiquitäten versammeln. Der Antiquitätenmarkt hier ist der größte der Welt. Vor drei Jahrhunderten stand an dieser Stelle ein Bauernhof mit dem poetischen Namen Portobello, und in der viktorianischen Zeit wurde das Land mit kleinen Häusern in Blau, Rot und Lila bebaut, und das Stadtbild begann Gestalt anzunehmen.

Heute kannst du stundenlang über den Markt schlendern. Hier findet man alles, von verblichenen Tickets für Konzerte der Rolling Stones bis zu Meissener Porzellan. Anfahrt: mit der U-Bahn bis Notting Hill Gate oder Ladbroke Grove.

  • Für wen: Jäger von Antiquitäten und Vintage.
  • Der Haken: Samstags ist die Straße überfüllt, und feilschen lässt es sich am besten am Morgen.

35. Flohmarkt Brick Lane

alte Kameras an einem Flohmarktstand

Die Brick Lane wird oft übersehen, obwohl dieser Markt eigene Modetrends setzt. Die Straße gehört zur bangladeschischen Gemeinde, die einst ein jüdisches Ghetto war, und diese Geschichte hat das Bild der Gegend geprägt.

Man kommt aus zwei Gründen hierher: Curry und Konzeptmode. Die Ansammlung kleiner Restaurants, die dieses Gericht servieren, wird dich mit ihrer Auswahl verblüffen. Was Kleidung angeht, findest du hier alles, von Vintage-Stücken teurer Marken bis zu alten Art-déco-Zeitschriften. Auch Fotografen und Künstler tauchen hier oft auf, auf der Suche nach Inspiration in der bunten Mischung des Ortes.

Anfahrt: mit der U-Bahn bis Aldgate East oder Shoreditch High Street. Am Sonntag ist der Markt in vollem Gange, und an anderen Tagen sind einige Stände geschlossen.

  • Für wen: Liebhaber von Streetwear, Vintage und asiatischem Essen.
  • Der Haken: An den großen Tagen ist die Straße verstopft, und manche Läden öffnen erst gegen Mittag.

London auf der Karte

Die Karte zeigt die Orte aus dieser Liste. Öffne sie in einem eigenen Fenster, wenn du eine Route für den Tag planen willst. Am einfachsten gruppierst du die Sehenswürdigkeiten nach Vierteln, damit du nicht durch die halbe Stadt fahren musst.

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⁉️🤔 Häufige Fragen

Wie viel kostet der Eintritt in Londons wichtigste Museen?

Das British Museum, die National Gallery, die Tate Modern und das Victoria and Albert Museum sind kostenlos. Du zahlst nur für Sonderausstellungen. Für die Westminster Abbey, die St Paul's Cathedral, den Tower und die Aussichtsplattformen kaufst du die Tickets separat, und online sind sie spürbar günstiger als an der Kasse vor Ort.

Kann man auf Big Ben hinaufsteigen?

Nein. Der Uhrturm gehört zum Palace of Westminster und ist nach wie vor ein genutzter Regierungssitz. Führungen im Inneren gibt es nur für britische Staatsbürger nach vorheriger Anmeldung. Touristen sehen sich den Turm von außen an, vom Parliament Square oder vom gegenüberliegenden Ufer der Themse, von wo das beste Foto gelingt.

Was kann man in London kostenlos sehen?

Praktisch alle Klassiker: das British Museum, die National Gallery, die Tate Modern, den Hyde Park, den Trafalgar Square, die Wachablösung am Buckingham Palace und die Uferpromenaden der Themse. Unter den kostenpflichtigen Aussichtsplattformen gibt es am Turm Mary Axe manchmal freien Eintritt, aber nur an Tagen der offenen Tür.

Wie kommt man vom Flughafen ins Zentrum von London?

Von Heathrow fahren die Piccadilly Line der U-Bahn und ein Expresszug zum Bahnhof Paddington ins Zentrum. Von Gatwick ist der Zug nach Victoria oder London Bridge bequemer. Ein Taxi kostet mehr und braucht zur Stoßzeit länger. Zugtickets und Transfers sind vorab online günstiger, vor allem wenn du mit Koffern reist.

Wann ist die beste Reisezeit für London?

Die ruhigsten Monate sind April, Mai und September: mildes Wetter und weniger Touristen. Im Sommer ist das Zentrum überlaufen, und die Hotelpreise steigen an Tagen mit großen Veranstaltungen. Im Winter begeistert die Stadt mit ihrer Weihnachtsbeleuchtung und den Schaufenstern von Harrods, aber es wird schon bald nach dem Mittag dunkel.

Kurz und knapp: Was sich zu buchen lohnt

London verlangt kein einzelnes Ticket: Die Stadt lässt sich leicht aus einzelnen Stationen zusammenstellen. Wenn dein Budget knapp ist, setz auf die kostenlosen Museen und Parks und beschränk die kostenpflichtigen Aussichtsplattformen auf eine. Wenn du alle Klassiker mitnehmen willst, lohnt sich der London Pass mehr. Mit Kindern kommen Madame Tussauds und das London Dungeon gut an.

Die Matrix ist einfach. Wenn du einen Tag hast: Westminster, Big Ben, Trafalgar Square und eine Schifffahrt auf der Themse. Wenn du drei Tage hast: Nimm den Tower, das British Museum und Soho mit seinen Theatern dazu. Wenn du zum Einkaufen kommst: Oxford Street, Harrods und Portobello an einem Samstag.

Kauf die Tickets für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorab online, denn die Schlangen an den Kassen kosten mehr Zeit als die Anfahrt selbst. Wenn du dir eine Route aus mehreren Touren zusammenstellen willst, sieh dir Touren und Tickets in London bei GetYourGuide an.