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Neapel: 18 Hauptattraktionen und wie du sie besuchst

Neapel: 18 Hauptattraktionen und wie du sie besuchst

Neapel stößt ab und zieht gleichzeitig an. Der Vesuv erhebt sich über der Bucht, die Straßen riechen nach Kaffee und Meer, und ein Ticket für Pompeji kostet ab 20 € (Stand: 09/2026, Ticketanbieter des Parks).

Eine Reise hierher zu planen ist schwieriger, als es scheint. Die Sehenswürdigkeiten verteilen sich über die Altstadt, die Uferpromenade und den Vomero-Hügel, und manche Museen sind dienstags geschlossen. Ohne Plan verbringst du einen ganzen Tag in Verkehrsmitteln und Warteschlangen.

Wir haben die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Neapels zu einer Route zusammengefasst und Preise, Öffnungszeiten und die Anreise zu jedem Ort geprüft. Du siehst, was deine Zeit wert ist und was du getrost auslassen kannst.

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Was du in Neapel sehen solltest

💡 Kurz gesagt:

  • Die Stadt ist in drei Zonen unterteilt: die Altstadt, die Uferpromenade und den Vomero-Hügel. Besichtige sie nacheinander, nicht durcheinander.
  • Kaufe Tickets für Pompeji und die großen Museen online. In der Hochsaison sind Zeitfenster ein bis zwei Tage im Voraus ausverkauft.
  • Preise und Öffnungszeiten: Stand: 09/2026, geprüft auf der Website des Pompeji-Ticketanbieters.

Plane deine Route nach Stadtzonen. Lass Pompeji und den Vesuv für einen separaten Tag. An den anderen Tagen besichtigst du die Altstadt, die Museen und die Uferpromenade. So verbringst du weniger Zeit mit dem Transport und ermüdest nicht so schnell.

1. Vesuv

Der Vesuv ist ein aktiver Vulkan, der Pompeji, Herculaneum und Stabiae im Jahr 79 n. Chr. zerstörte (laut Wikipedia). Er gilt weiterhin als einer der gefährlichsten Europas, und dennoch leben Hunderttausende Menschen an seinem Fuß.

Ein Wanderweg führt von einem Parkplatz auf etwa 1.000 m Höhe zum Krater. Der Aufstieg dauert 20 bis 30 Minuten über Vulkanasche, erstarrte Lava und Bimsstein.

Der Vesuv und die Stadt an seinem Fuß© pietro scerrato · CC BYFoto: pietro scerrato, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia Commons

Die Standseilbahn, die einst Touristen zum Gipfel brachte, wurde beim Erdbeben 1979 zerstört. Die Strecke ist heute also nur zu Fuß machbar, aber entlang des Weges gibt es Bänke zum Ausruhen.

Vom Krater aus hast du ein Panorama über die Bucht und Neapel selbst. Der Krater selbst wirkt grau und leblos, viele kommen also wegen des Blicks nach unten hierher. Trage geschlossene Schuhe und nimm Wasser mit, oben ist es windig.

  • Anreise: Busse fahren vom Bahnhof Ercolano Scavi (Linie Circumvesuviana) bis zum Fuß des Berges, dann gehst du hinauf.
  • Kosten: Der Zugang zum Krater ist kostenpflichtig, prüfe den Preis vor Ort.
  • Der Haken: Wolken und starker Wind sind oben häufig, was das Panorama verdecken kann.

2. Königspalast

Der Königspalast steht an der Piazza del Plebiscito und war einst die Residenz der neapolitanischen Bourbonen. Der Bau dauerte ein halbes Jahrhundert, von 1600 bis 1650, und sein heutiges Aussehen erhielt das Gebäude nach einem Umbau im 18. Jahrhundert unter der Leitung des Architekten Vanvitelli.

Königspalast in Neapel, Blick vom Piazza del Plebiscito© Sordelli · CC BY-SAFoto: Sordelli, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Die Fassade ist mit Bogennischen geschmückt, in denen Herrscherstatuen stehen, und auf dem Dachgeschoss sitzt ein kleiner Uhrturm. Hinter dem Palast ist ein Garten angelegt, und an seinen Toren siehst du die Reiterstatuen der „Rossebändiger".

Heute beherbergt das Gebäude die Nationalbibliothek und ein Museum mit historischen Appartements. In den Prunkräumen sind Gemälde von Tizian und anderen italienischen Meistern ausgestellt, und die Bibliothek bewahrt antike Papyri aus Herculaneum auf.

Der Palast liegt im Zentrum der Touristenrouten und lässt sich daher gut mit der Piazza del Plebiscito und dem Teatro di San Carlo verbinden. Besichtige die Appartements am Morgen, bevor die Reisegruppen eintreffen. Die Besichtigung dauert etwa eine Stunde.

  • Lage: direkt an der Piazza del Plebiscito, nur einen Steinwurf vom Teatro di San Carlo entfernt.
  • Kosten: Der Eintritt zu den Appartements ist kostenpflichtig, einzelne Bibliothekssäle sind nach Zeitplan geöffnet.
  • Der Haken: Ein Teil des Gebäudes wird von Institutionen genutzt, daher kommst du in manche Räume nicht hinein.

3. Pompeji

Pompeji ist eine antike Stadt, die innerhalb weniger Stunden nach dem Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 n. Chr. unter einer Schicht aus Asche und Bimsstein begraben wurde. Ausgrabungen laufen hier seit dem 18. Jahrhundert, und heute ist es eine der meistbesuchten archäologischen Stätten der Welt.

Ruinen von Pompeji mit dem Vesuv im Hintergrund© Glen Scarborough from The Central Coast, Australia · CC BYFoto: Glen Scarborough from The Central Coast, Australia, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Ein Ticket für eine Pompeji-Zone kostet 20 €, ein Ticket mit den Vorstadtvillen kostet 25 € und das dreitägige Pompeji Plus mit Oplontis und Stabiae kostet 30 € (Stand: 09/2026, Parktickets und Preise). Vom 16. März bis 14. Oktober ist die Anlage von 9:00 bis 19:00 Uhr geöffnet, letzter Einlass um 17:30 Uhr.

Pompeji erkundest du am besten morgens, denn tagsüber heizen sich die Steine auf und es gibt kaum Schatten. Nimm Wasser mit und trag bequeme Schuhe, das Pflaster hier ist uneben. Tickets werden auf einen bestimmten Namen ausgestellt, also halte deinen Ausweis bereit. Buche eine geführte Tour durch Pompeji auf GetYourGuide im Voraus.

  • Anreise: Circumvesuviana-Zug vom Napoli Centrale zur Station Pompei Scavi.
  • Kosten: 20 bis 30 € je nach Zone (Stand: 09/2026, offizieller Betreiber).
  • Der Haken: Bei Hitze gibt es auf dem Gelände wenig Schatten und Wasser, bring dein eigenes mit.

4. Kathedrale San Gennaro

Die Kathedrale San Gennaro ist die Hauptkirche Neapels an der Via Duomo. Erste Kirchen entstanden hier bereits zu Beginn unserer Zeitrechnung, und die heutige Kathedrale wurde von König Karl I. zu Ehren des Stadtheiligen Januarius gegründet.

Fassade der Universität Neapel in einer Straße der Stadt© Giuseppe Guida · CC BY-SAFoto: Giuseppe Guida, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die Fassade der Kathedrale vereint verschiedene Stile, wobei die Gotik überwiegt: spitze Turmhelme und schmale Fenster. Im Inneren befinden sich ein altes Baptisterium mit Mosaiken und Werke von Renaissance-Meistern. Ein eigener Schatz der Kathedrale ist die Kapelle mit den „Schätzen des San Gennaro".

Die Hauptreliquie der Kathedrale ist ein Gefäß mit dem Blut des Heiligen, das sich der Überlieferung nach dreimal im Jahr verflüssigt. Gläubige kommen zu den Festen am 19. September und 16. Dezember hierher. Wissenschaftler erklären dieses Phänomen unterschiedlich, für die Bewohner der Stadt bleibt es jedoch ein wichtiges Symbol.

Die Kathedrale steht mitten im Zentrum, direkt neben der Via dei Tribunali. Schau auf deinem Weg zur Cappella Sansevero hier vorbei. Ein Besuch dauert etwa eine halbe Stunde.

  • Anreise: Via Duomo in der Altstadt, zu Fuß von der U-Bahn-Station Duomo.
  • Kosten: Der Eintritt in die Kathedrale ist frei, die Schatzkammer ist kostenpflichtig.
  • Der Haken: Während der Gottesdienste werden Touristen gebeten, die Gläubigen nicht zu stören.

5. Archäologisches Nationalmuseum

Das Archäologische Nationalmuseum (MANN) beherbergt die größte Sammlung von Funden aus Pompeji, Herculaneum und Stabiae. Es befindet sich in einem ehemaligen Universitätsgebäude und zeigt Mosaike, Fresken, Skulpturen und das berühmte „Geheimkabinett" mit antiker erotischer Kunst.

Rosafarbene Fassade des Archäologischen Nationalmuseums Neapel mit Palmen© Elliott Brown from Birmingham, United Kingdom · CC BYFoto: Elliott Brown from Birmingham, United Kingdom, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Die Ausstellung ist nach Etagen gegliedert. Im ersten Stock stehen antike Skulpturen aus der Sammlung Farnese und der ägyptische Saal, im zweiten befinden sich Numismatik und Mosaike, und im dritten siehst du Objekte aus den verschütteten Städten sowie ein Modell Pompejis im Maßstab 1:100.

Ein Ganztagesticket kostet etwa 20 € (Stand: 09/2026, offizieller Ticketanbieter CoopCulture), und sonntags gibt es manchmal verlängerte Abendöffnungszeiten. Plane mindestens drei Stunden ein, es gibt viele Säle und ohne Pause wirst du schnell müde.

  • Anreise: U-Bahn-Station Museo auf Linie 1, der Ausgang führt direkt zum Museum.
  • Kosten: etwa 20 € (Stand: 09/2026, CoopCulture); freier Eintritt für unter 18-Jährige.
  • Der Haken: Im Sommer sind die Säle stickig, und die Klimaanlage funktioniert nicht überall.

6. Galleria Umberto I

Die Galleria Umberto I ist eine achteckige Einkaufspassage aus dem späten 19. Jahrhundert. Sie verbindet die Via Toledo mit dem Teatro San Carlo und dient als Schutz vor Regen und Sommerhitze.

Glaskuppel der Galleria Umberto I in Neapel© Miguel Hermoso Cuesta · CC BY-SAFoto: Miguel Hermoso Cuesta, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Unter der hohen Glaskuppel befinden sich Boutiquen, Cafés und Salons. Der Mosaikboden zeigt die Tierkreiszeichen, und die Einheimischen glauben: Wer auf sein eigenes Zeichen tritt, dem geht ein Wunsch in Erfüllung. Am Wochenende kann es drinnen sehr voll werden.

  • Anreise: zwischen Via Toledo und Piazza Trieste, neben dem Teatro San Carlo.
  • Für wen: für alle, die Schutz vor schlechtem Wetter suchen und durch Boutiquen bummeln möchten.
  • Der Haken: In der Saison ist es drinnen laut und eng, und in Ruhe in einem Café zu sitzen ist schwierig.

7. Castel dell'Ovo

Das Castel dell'Ovo, das „Eierschloss", liegt auf der Insel Megaride und ist über einen Damm mit der Stadt verbunden. Von außen wirkt die Festung wie eine von Menschenhand geschaffene Klippe, die über dem Meer aufragt.

Festung Castel dell'Ovo auf einem Felsen am Meer© PaestumPaestum · CC BY-SAFoto: PaestumPaestum, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Historiker gehen davon aus, dass griechische Kolonisten hier mit dem Bau der Stadt begannen und der römische Feldherr Lucullus später eine Villa auf der Insel errichtete. Die Festung mit ihren dicken Mauern und dem Wassergraben wurde zur Abwehr von Angriffen vom Meer aus gebaut. Der Legende nach ist in den Mauern ein magisches Ei verborgen, von dem das Schicksal des Schlosses abhängt.

Steig auf die Aussichtsplattformen hinauf, um den Panoramablick auf die Bucht und den Vesuv zu genießen. Der Blick öffnet sich auf ganz Neapel, weshalb das Schloss oft auf Reisefotos zu sehen ist. Komm zum Sonnenuntergang, wenn das Licht weicher ist und weniger Touristen unterwegs sind.

  • Anfahrt: Uferpromenade Via Partenope, zu Fuß von der Piazza del Plebiscito.
  • Kosten: Der Eintritt zum Schloss ist während der Öffnungszeiten möglich, Details vor Ort prüfen.
  • Der Haken: Die Innenräume sind oft wegen Restaurierung geschlossen, meist sind nur die Mauern und Aussichtspunkte zugänglich.

8. Castel Sant'Elmo

Das Castel Sant'Elmo steht auf dem Vomero-Hügel und verteidigte die Stadt einst von der Landseite. Ihren Namen verdankt die Festung einem zerstörten Tempel des heiligen Erasmus, dessen Name sich im Laufe der Jahre zu „Elmo" wandelte.

Festung Castel Sant'Elmo auf einem Hügel über Neapel© Lalupa · CC BYFoto: Lalupa, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia Commons

Die sternförmige Burg mit sechs Zacken wurde mehrfach zerstört und vom spanischen Vizekönig Pedro de Toledo wieder aufgebaut. Im Inneren sind das Museum für Kunst des 20. Jahrhunderts und die kunsthistorische Bibliothek geöffnet, und der Vizekönig selbst ist hinter dem Altar der Kirche des heiligen Erasmus begraben.

Die Plattformen der Burg bieten einen Panoramablick auf die Stadt und die Bucht. Tagsüber sind hier viele Touristen unterwegs, daher ist es ruhiger, gleich zur Öffnungszeit zu kommen. Den Aufstieg auf den Hügel lässt sich gut mit einem Spaziergang durch Vomero verbinden.

  • Anfahrt: Standseilbahn bis Morghen, dann zu Fuß bergauf zur Burg.
  • Kosten: Eintritt kostenpflichtig, ein Kombiticket gilt mit dem Museum Certosa di San Martino.
  • Der Haken: Der Fußweg bergauf ist anstrengend, und auf den Plattformen weht oft ein starker Wind.

9. Napoli Sotterranea

Napoli Sotterranea ist eine unterirdische Stadt unter dem historischen Zentrum. Sie besteht aus griechisch-römischen Zisternen und Gängen, nicht aus Katakomben.

Steinschild der Napoli Sotterranea mit einem gemeißelten Gesicht© Bruno Gentile · CC BY-SAFoto: Bruno Gentile, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Unter der Erde gehst du durch alte Zisternen und enge Gänge. Die Gesamtlänge der Tunnel unter der Stadt wird in Dutzenden Kilometern gemessen.

Am besten steigst du mit einem Guide durch den Eingang unter der Kirche Santa Maria hinab. Im Inneren ist es das ganze Jahr über kühl, also nimm eine Jacke mit. Die Führung dauert etwa eine Stunde.

  • Anfahrt: Die Eingänge liegen in verschiedenen Teilen des Zentrums, der nächstgelegene ist nahe der Station Museo.
  • Kosten: Besuche sind meist nur mit Führung möglich, Tickets gibt es an der Kasse vor Ort.
  • Der Haken: Feuchte Luft und enge Gänge, für Menschen mit Klaustrophobie ist das schwierig.

10. Museum Capodimonte

Das Museum Capodimonte befindet sich im bourbonischen Sommerpalast auf einem Hügel über der Stadt. Heute ist es eine der bedeutendsten Kunstgalerien in Italien mit Sammlungen der Familien Farnese, Borgia und Maria von Sachsen.

Fassade des Palasts von Capodimonte mit Park und Menschen© Mentnafunangann · CC BY-SAFoto: Mentnafunangann, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

In den Sälen sind Botticellis „Madonna mit Kind", Tizians „Danaë" und weitere Gemälde der Renaissance ausgestellt. Ein besonderer Stolz des Museums ist das Porzellankabinett mit filigranen Stücken von Maria von Sachsen. Tickets für das Museum Capodimonte auf Tiqets kaufst du bequem online, um Warteschlangen zu vermeiden.

Tickets und Öffnungszeiten solltest du auf der Seite des Museums prüfen. Den Palast erreichst du mit dem Bus oder mit der Metro und Umstieg. Plane einen halben Tag ein, um auch den umliegenden Park zu erkunden.

  • Anfahrt: Bus ab Piazza del Plebiscito oder Metro bis zum Capodimonte-Hügel.
  • Kosten: Eintritt kostenpflichtig, Tickets und Öffnungszeiten auf der Website des Museums Capodimonte.
  • Der Haken: Die Anreise ist umständlich, und im Park gibt es wenige Wegweiser zum Museum.

11. Piazza del Plebiscito

Die Piazza del Plebiscito ist der größte Platz Neapels, mit dem Königspalast und der Basilika San Francesco di Paola. Fast alle Stadtrouten beginnen hier.

Piazza del Plebiscito mit Basilika und Kolonnaden in Neapel© Wolfgang Pehlemann · CC BY-SAFoto: Wolfgang Pehlemann, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en), Wikimedia Commons

Auf dem Platz stehen Reiterstatuen der Könige Karl III. und Ferdinand I. Der Sockel ist mit einem Bild der Sirene Parthenope geschmückt, dem Symbol der Stadt. Zur Meerseite hin öffnet sich der Platz zur Uferpromenade.

Auf dem Platz ist immer viel los: Touristen, Musiker und Publikum des Teatro San Carlo. Besonders lebendig ist es hier am Abend. Es ist schön, in einem Café zu sitzen und einfach die Stadt zu beobachten.

  • Anfahrt: Endstation vieler Buslinien, die Metrostation Municipio liegt in der Nähe.
  • Für wen: für alle, die beginnen, die Stadt zu erkunden.
  • Der Haken: Tagsüber gibt es auf der offenen Fläche wenig Schatten.

12. Teatro San Carlo

Das Teatro San Carlo ist eines der ältesten noch bespielten Opernhäuser Europas. Es wurde im 18. Jahrhundert auf Anordnung von König Karl von Bourbon eröffnet und ersetzte das alte Teatro San Bartolomeo.

Zuschauerraum des Teatro di San Carlo mit Logenrängen

Auf dieser Bühne wurden fast alle berühmten Opern der Welt aufgeführt, renommierte Sänger sind hier aufgetreten, und Ballettensembles haben geglänzt. Die Innenräume der Säle stehen den Aufführungen selbst an Pracht in nichts nach. Auch wenn du keine Vorstellung besuchst, wirf einen Blick ins Foyer.

Programm und Tickets findest du auf der offiziellen Website des Theaters. Während der Saison sind gute Plätze schnell ausverkauft, also plane voraus. Der Dresscode ist meist leger, auch wenn sich das Publikum für Abendvorstellungen schicker kleidet.

  • Anfahrt: direkt neben der Piazza del Plebiscito und der Galleria Umberto I.
  • Kosten: Der Preis hängt von der Vorstellung und dem Sitzplatz ab.
  • Der Haken: Tickets für beliebte Opern sind teuer und schnell vergriffen.

13. Herculaneum

Herculaneum ist eine antike Stadt, die unter der Lava des Vesuvs begraben wurde und zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Sie ist kleiner als Pompeji, aber besser erhalten, weil sie von einem Schlammstrom und nicht von Asche bedeckt wurde.

Antike römische Ruinen von Herculaneum mit Bögen und der Stadt im Hintergrund© Diego Delso · CC BY-SAFoto: Diego Delso, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Hier siehst du ganze Häuser mit Holzböden, Fresken und Thermalbädern. Eine malerische Straße mit Villen aus dem 18. Jahrhundert führt vom Ort Torre del Greco zu den Ruinen. Die Überreste liegen ganz in der Nähe des Meeres.

Herculaneum ist am 1. Mai, am 25. Dezember und am 1. Januar geschlossen. Tickets und Öffnungszeiten prüfst du am besten auf der offiziellen Website des Parks. Für einen Besuch solltest du zwei bis drei Stunden einplanen, und hier ist es ruhiger als in Pompeji.

  • Anreise: Circumvesuviana-Zug bis zur Station Ercolano Scavi.
  • Kosten: siehe offizielle Website für Tickets und Kombi-Optionen mit Pompeji.
  • Der Haken: einige Bereiche sind wegen Restaurierung geschlossen, und nicht alle Häuser sind zugänglich.

14. Basilika San Francesco di Paola

Die Basilika San Francesco di Paola steht an der Piazza del Plebiscito und ähnelt dem römischen Pantheon. Sie wurde im 19. Jahrhundert im Auftrag von König Ferdinand I. erbaut.

Fassade der Basilika San Francesco di Paola bei Nacht beleuchtet© Diego Delso · CC BY-SAFoto: Diego Delso, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Das Gebäude ist von einer Kolonnade umgeben, und über ihm erhebt sich eine riesige Kuppel. Im Inneren findest du Skulpturen von Heiligen und Königen sowie Fresken und Gemälde. Das Haupt-Highlight ist der Altar aus dem 17. Jahrhundert, der mit Edelsteinen verziert ist. Der Eintritt in die Kirche ist frei.

Die Basilika ist die ganze Woche geöffnet, sieben Tage die Woche. Sie liegt auf dem Weg zwischen dem Königspalast und der Uferpromenade, du kannst also unterwegs vorbeischauen. Geh am besten morgens hin, wenn weniger Reisegruppen unterwegs sind.

  • Anreise: direkt an der Piazza del Plebiscito, neben dem Königspalast.
  • Kosten: freier Eintritt.
  • Der Haken: zu den Stoßzeiten ist es voll und durch die Führungen laut im Inneren.

15. Cappella Sansevero

Die Cappella Sansevero ist eine ehemalige private Grabkapelle der Familie Sansevero, heute ein Skulpturenmuseum. Sie wurde zu Ehren einer Marienerscheinung an der Stelle einer eingestürzten Mauer gegründet.

Innenhof eines neapolitanischen Palazzo mit großer Freitreppe© Baku · CC BY-SAFoto: Baku, CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/), Wikimedia Commons

Der Hauptschatz der Kapelle ist die Statue „Verschleierter Christus" von Giuseppe Sanmartino. Die feine Handwerkskunst ist beeindruckend, wie der Marmor die Falten des Stoffes wiedergibt. Auch die berühmte Gruppe „Die Keuschheit" und weitere allegorische Figuren stehen hier.

Tickets kosten 12 €, für Kinder von 10 bis 17 Jahren kosten Tickets 6 €, Kinder bis 9 Jahre haben freien Eintritt (Stand: 09/2026, offizielle Website des Museums). Die Kapelle ist von 9:00 bis 19:00 Uhr geöffnet, dienstags geschlossen. Der Besuch ist strikt an Zeitfenster gebunden, also buche im Voraus.

  • Anfahrt: 10 Gehminuten von der U-Bahn-Station Duomo entlang der Via dei Tribunali.
  • Kosten: 12 € (Stand: 09/2026, offizielle Website).
  • Der Haken: Slots für beliebte Zeiten sind 60 Tage im Voraus ausverkauft.

16. Santa Chiara

Der Komplex Santa Chiara vereint Kirche, Kloster und ein Archäologiemuseum. Er wurde im 14. Jahrhundert im provenzalischen gotischen Stil erbaut, später barock umgebaut und im Zweiten Weltkrieg durch Bomben zerstört.

Majolikasäulen und eine Bank im Kreuzgang von Santa Chiara© Bernard Gagnon · CC BYFoto: Bernard Gagnon, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0), Wikimedia Commons

Im letzten Jahrhundert haben Handwerker das Denkmal Stück für Stück restauriert. Du wirst die Majolika-Säulen des Kreuzgangs, die Mosaikbänke und die Fresken mit Szenen aus dem neapolitanischen Leben lieben. Der Garten mit Zitrusbäumen schluckt den Straßenlärm.

Der Eintritt in die Kirche ist frei, für den Garten wird eine kleine Gebühr erhoben. Die Öffnungszeiten ändern sich je nach Saison, also prüfe die genauen Zeiten vor Ort. Morgens ist es hier ruhiger als nachmittags.

  • Anfahrt: Via Santa Chiara, zu Fuß von der U-Bahn-Station Duomo.
  • Kosten: Kirche frei, Garten gegen eine kleine Gebühr.
  • Der Haken: Ein Teil des Komplexes ist ein aktives Kloster, Besucher haben dort keinen Zutritt.

17. Cimitero delle Fontanelle

Der Cimitero delle Fontanelle ist eine alte Nekropole in einer Höhle unter der Stadt. Hier wurden Arme und Opfer von Epidemien bestattet, deshalb wird sie auch „Stadt der Toten" genannt.

Schädel und Knochen im Beinhaus des Fontanelle-Friedhofs© Marcel Haring from Tirol, Austria · CC BY-SAFoto: Marcel Haring from Tirol, Austria, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia Commons

Der Raum ist in drei Galerien gegliedert, die Schiffe genannt werden: links das Schiff der Priester, rechts das Schiff der Armen und in der Mitte das Schiff der Pest. Neapolitaner kommen mit Opfergaben hierher und bitten die Verstorbenen um Hilfe. Man glaubt, dass die Seelen nicht identifizierter Menschen das Fegefeuer nicht verlassen können und bereit sind, im Austausch für ewigen Frieden zu helfen.

Am besten erkundest du den Friedhof mit einem Guide, dann verstehst du den lokalen „Schädelkult". Die Atmosphäre hier ist mystisch statt beängstigend. Plane genug Zeit ein, um alle Schiffe in entspanntem Tempo zu durchqueren.

  • Anfahrt: Viertel Sanità, zu Fuß bergauf von der U-Bahn-Station Museo.
  • Kosten: kostenpflichtiger Eintritt, Tickets werden vor Ort verkauft.
  • Der Haken: Es ist ein aktiver und heiliger Ort, laute Führungen sind hier unangebracht.

18. Katakomben von San Gaudioso

Die Katakomben von San Gaudioso liegen im Viertel Sanità unterhalb der Kirche Santa Maria della Sanità. Es handelt sich um frühchristliche unterirdische Grabstätten mit Loculi und Arkosolgräbern.

In den verzweigten Gängen siehst du Grabnischen und Fresken mit Szenen aus dem Leben der Heiligen. Die Gräber des heiligen Gaudiosus und des heiligen Nostrianus sind mit Mosaiken und Malereien verziert. Auch die Reliquien des Großmärtyrers Sosius werden hier aufbewahrt.

Führungen finden nach Plan statt, meist einmal pro Stunde. Tickets werden am Eingang verkauft, du kannst mit Karte oder bar zahlen. Unter der Erde ist es kühl, also nimm eine leichte Jacke mit. Hab Bargeld dabei, falls das Kartenterminal nicht funktioniert.

  • Anfahrt: Viertel Sanità, neben dem Cimitero delle Fontanelle.
  • Kosten: Führungstickets werden am Eingang verkauft.
  • Der Haken: Du kannst nur mit einer Gruppe zu festgelegten Zeiten hinein.

Sehenswürdigkeiten von Neapel auf der Karte

Wir haben die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Neapels auf einer Karte markiert, damit du deine Route leichter planen kannst. Speichere sie und hake die Orte, die du besuchst, nach und nach ab.

Sehenswürdigkeiten von Neapel

Orte auf der Karte
  1. 1Vesuv Ein 20-30-minütiger Aufstieg zum Krater vom Parkplatz aus, Panorama über die Bucht und die Stadt
  2. 2Königspalast Bourbonen-Residenz an der Piazza del Plebiscito, Nationalbibliothek und Appartements
  3. 3Pompeji Ticket ab 20 Euro, vom 16. März bis 14. Oktober von 9:00 bis 19:00 Uhr, am ersten Sonntag kostenlos
  4. 4Kathedrale von Neapel Die Hauptkirche der Stadt in der Via Duomo, Kapelle mit den Schätzen des San Gennaro
  5. 5Nationales Archäologisches Museum Funde aus Pompeji und Herculaneum, das Geheime Kabinett, Ticket etwa 20 Euro
  6. 6Galleria Umberto I Passage aus dem späten 19. Jahrhundert unter einer Glaskuppel, Sternzeichen im Mosaikboden
  7. 7Castel dell'Ovo Eierburg auf der kleinen Insel Santa Lucia, Aussichtspunkte mit Blick auf die Bucht und den Vesuv
  8. 8Castel Sant'Elmo Sternförmige Festung auf dem Hügel Vomero, Museum für Kunst des 20. Jahrhunderts, Kombiticket mit der Certosa
  9. 9Napoli Sotterranea Unterirdische Stadt mit Katakomben und Fresken, Abstieg nur mit Führung, Rundgang etwa eine Stunde
  10. 10Museum Capodimonte Sommerpalast der Bourbonen mit Botticelli und Tizian, Porzellankabinett, umgebender Park
  11. 11Piazza del Plebiscito Der größte Platz der Stadt, Reiterstatue von Viktor Emanuel II.
  12. 12Teatro San Carlo Eines der ältesten noch aktiven Opernhäuser Europas, 18. Jahrhundert
  13. 13Herculaneum Die unter Lava begrabene Stadt ist besser erhalten als Pompeji, Besichtigung zwei bis drei Stunden, hier ruhiger
  14. 14Basilika San Francesco di Paola Erinnert an das römische Pantheon, Kolonnade und riesige Kuppel, freier Eintritt
  15. 15Cappella Sansevero Christus unter dem Schleiertuch von Sanmartino, Ticket 12 Euro, dienstags geschlossen
  16. 16Friedhof Fontanelle Eine Höhlennekropole im Stadtteil Sanità, drei Schiffe und ein lokaler Schädelkult

Gruppiere Sehenswürdigkeiten nach Vierteln, dann verbringst du weniger Zeit mit dem Weg. Das historische Zentrum, die Uferpromenade und die Hügel erkundest du am besten an verschiedenen Tagen.

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⁉️🤔 Häufige Fragen

Muss ich Pompeji-Tickets im Voraus kaufen?

Ja, in der Hochsaison sind die Zeitfenster schnell ausverkauft. Du kannst Tickets online beim offiziellen Anbieter kaufen, dort sind auch Preise und Öffnungszeiten aufgeführt.

Wie viele Tage brauche ich für Neapel?

Zwei oder drei Tage reichen für die Stadt selbst, wenn du das Zentrum und die Museen besichtigst. Plane einen weiteren Tag für Pompeji und den Vesuv ein und reserviere einen separaten Tag für Herculaneum und Capri. So hetzt du nicht und hast Zeit zum Ausruhen.

Kann ich Pompeji und Herculaneum mit einem Ticket besuchen?

Es gibt kein gemeinsames Ticket für beide Stätten, aber es gibt Kombi-Angebote und Drei-Tages-Pässe für die Parkzonen. Prüfe die Details und Preise vor deiner Reise auf den offiziellen Websites, damit du nicht zu viel zahlst.

Wann ist die beste Reisezeit für Neapel?

Die ruhigsten Monate sind April, Mai und Oktober. Dann ist es warm, aber ohne Sommerhitze und Menschenmassen. Im Sommer sind die Ausgrabungsstätten sehr heiß und die Museen stickig. Im Winter ist die Stadt ruhiger, aber einige Gärten sind geschlossen.

Welche Sehenswürdigkeiten in Neapel sind kostenlos?

Die Piazza del Plebiscito, die Uferpromenade und die Fassaden der Kathedrale San Gennaro kannst du kostenlos besichtigen. Am ersten Sonntag im Monat gilt freier Eintritt in Pompeji (Stand: 09/2026, Ticketanbieter) und in einigen Museen.

Kurz gesagt: Was sich zu buchen lohnt

Wenn du wenig Zeit hast, beginne mit Pompeji und dem Archäologischen Nationalmuseum, das sind die beiden Hauptsehenswürdigkeiten Neapels. Für Familien mit Kindern ist Herculaneum besser geeignet, es ist kompakter und ruhiger. Kunstliebhaber sollten einen Tag für Capodimonte einplanen.

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Plane zuerst deine Route und prüfe die Öffnungszeiten, dann buche. So stehst du nicht vor verschlossenen Türen und hast Zeit für alles.