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30 Hauptorte in Tiflis: Was du sehen solltest und wie du hinkommst

30 Hauptorte in Tiflis: Was du sehen solltest und wie du hinkommst

Tiflis wirkt nur auf der Karte kompakt. Zwischen der Festung Narikala, den Schwefelbädern und dem Botanischen Garten kommst du an einem Tag schnell auf 12 bis 15 km zu Fuß. Wir haben 30 sehenswerte Orte zusammengestellt und nach Vierteln geordnet, damit du nicht die ganze Stadt kreuz und quer durchlaufen musst.

Die meisten Aussichtspunkte, Kirchen und Brücken sind kostenlos zugänglich. Eintrittskarten brauchst du für den Botanischen Garten, den Zoo, das Nationalmuseum, die Seilbahn und die Standseilbahn. Öffnungszeiten, Eintrittspreise und die Anreise zu den einzelnen Orten findest du weiter unten.

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1. Festung Narikala

💡 Kurz gesagt:

  • Plane 2 bis 3 Tage ein: Die 30 Orte verteilen sich vom Mtatsminda bis zum Schildkrötensee.
  • Die Altstadt lässt sich gut zu Fuß erkunden, zur Festung Narikala und zum Mtatsminda kommst du aber bequemer mit Seilbahn und Standseilbahn.
  • Die großen Museen sind dienstags bis sonntags geöffnet, der Botanische Garten hat montags geschlossen.
  • Preise und Öffnungszeiten: 09/2026, geprüft auf der offiziellen Website der georgischen Tourismusbehörde
Festung Narikala auf einem Hügel über der Stadt© This Photo was taken by Supanut Arunoprayote . Feel free to use any of my images, but please mention me as the author an · CC BYFoto: This Photo was taken by Supanut Arunoprayote . Feel free to use any of my images, but please mention me as the author an, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0), Wikimedia Commons

Die Festung Narikala steht auf dem Sololaki-Rücken und zieht sich mit gestuften Mauern bis hinunter zum Fluss Kura. Die Festung kontrollierte die Handelsroute entlang des Flusses, deshalb wurde sie so massiv befestigt. Ihre Mauern und Türme überstanden Belagerungen durch Mongolen, Perser und Türken. Die Mongolen gaben der Zitadelle ihren eigenen Namen, „Naryn-Kala", was kleine Festung bedeutet. Daraus entstand das heute vertraute „Narikala". Im Inneren sind Spuren eines durchdachten Wasserversorgungssystems erhalten: Wasser floss durch Kanäle und Aquädukte.

Das Erdbeben von 1827 zerstörte einige der Türme. Die Festung blieb bis in die 1990er-Jahre eine Ruine, dann wurde sie restauriert. Die Nikolauskirche wurde auf einem Fundament wiederaufgebaut, das bei Ausgrabungen 1966 entdeckt wurde. Sie ist klein, liegt aber direkt an der Kante des Felsens. Von ihrer Terrasse aus siehst du die Friedensbrücke, die Schwefelbäder und die Ziegeldächer der Altstadt.

  • Anreise: Seilbahn vom Rike-Park zum Sololaki-Rücken; die Fahrt dauert unter 2 Minuten (laut georgischer Tourismusbehörde, 09/2026).
  • Kosten: Der Zugang zum Festungsgelände ist frei; du zahlst nur für die Auffahrt.
  • Für wen: alle, die einen Panoramablick über die Stadt wollen und bereit sind, Treppen zu steigen.

2. Schota-Rustaweli-Allee

Rustaweli-Allee mit einer Museumsfassade und Autos© Giftzwerg 88 · CC BY-SAFoto: Giftzwerg 88, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Die zentrale Allee von Tiflis war einst eine gewöhnliche unbefestigte Straße, die das Dorf Digomi mit der ummauerten Stadt verband. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden entlang der Straße Wohnhäuser und Regierungsgebäude, und die Straße selbst wurde mit Kopfsteinpflaster befestigt. So entstand die Golowin-Allee, die zu Sowjetzeiten zur Hauptstraße erklärt und nach dem Dichter Schota Rustaweli benannt wurde.

Heute verläuft die Allee vom Freiheitsplatz aus und wird von einer breiten Promenade mit Platanen und Kastanien geteilt. Ein Spaziergang dauert etwa eine Stunde, wenn du keine Gebäude betrittst. Hier findest du das Hotel Tbilisi Marriott, das Hauptquartier des Kaukasuskorps von 1824 und das Parlamentsgebäude von Georgien.

Besondere Aufmerksamkeit verdient die Kaschweti-Kirche. Sie wurde 1907 mit Mitteln eines Kognakfabrikbesitzers erbaut, und ihre Fassade greift den neogeorgischen Stil der Kirche von Samtawissi auf. Im Inneren siehst du Fresken des Künstlers Lado Gudiaschwili, dessen unkonventioneller Stil einst Kritik hervorrief. In der Nähe befindet sich das Rustaweli-Dramatheater in einem pseudobarocken Bau von 1901 mit großem Eingangsportal. Das Rustaweli-Kino nebenan hat 5 Säle.

Gegenüber dem Woronzow-Palast liegt das Nationalmuseum von Georgien mit seinem Goldfonds prähistorischer Goldartefakte. Ein eigenes Kapitel in der Geschichte der Allee ist mit dem Parlamentsgebäude verbunden: Es war Zeuge der Kämpfe im Januar 1992, des Abschieds von Premierminister Schwania und der Amtseinführung Saakaschwilis. Diese Ereignisse machten die Straße zur wichtigsten politischen Bühne des Landes.

Die wichtigsten Wahrzeichen der Allee liegen auf einer Linie. Wenn du vom Freiheitsplatz zum Rustaweli-Platz gehst, kommst du am Parlament, am Nationalmuseum, am Dramatheater und an der Kaschweti-Kirche vorbei. Für die Fassaden reicht etwa eine Stunde, und in das Museum und die Kirche lohnt sich ein Besuch. Die zentrale Platanenpromenade teilt die Straße in zwei Teile und dient dir als Orientierung für den Spaziergang.

  • Anreise: Metro bis zur Station Rustaweli oder Freiheitsplatz, dann zu Fuß.
  • Unterkunft: Hotels nahe der Rustaweli-Allee auf Trip.com.
  • Für wen: Architekturliebhaber und alle, die die Stadt zu Fuß erkunden möchten.
  • Der Haken: Im Sommer spendet die Promenade nur stellenweise Schatten; tagsüber wird es hier heiß.

3. Sioni-Kathedrale

Sioni-Kathedrale in Tiflis mit ihrer Kuppel© This Photo was taken by Supanut Arunoprayote . Feel free to use any of my images, but please mention me as the author an · CC BYFoto: This Photo was taken by Supanut Arunoprayote . Feel free to use any of my images, but please mention me as the author an, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0), Wikimedia Commons

Die Sioni-Kathedrale am Ufer der Kura wurde im 6. Jahrhundert zu Ehren der Entschlafung der Gottesmutter erbaut und erhielt ihren Namen vom gleichnamigen Berg. Die Araber zerstörten sie, und erst im 12. Jahrhundert wurde die Kirche unter König David wieder aufgebaut. Später wurden die Mauern mehr als einmal restauriert und mit rosafarbenem Tuff verkleidet. In der Beria-Ära gab es Versuche, die Kathedrale abzureißen, aber sie hat überlebt.

Von außen wirkt der Bau schlicht und streng. Im Inneren ändert sich alles: Die hohen Gewölbe sind bemalt, und Ikonen schmücken die Wände. Die wichtigste Reliquie der Kathedrale ist das Kreuz der heiligen Nino, der Begründerin des Christentums in Georgien.

  • Kosten: Eintritt frei.
  • Für wen: für alle, die eine der ältesten Kirchen der Stadt sehen möchten.
  • Der Haken: Während der Gottesdienste werden Touristen gebeten, nicht durch den Raum zu laufen.

4. Altstadt von Tiflis

Altstadtgasse in Tiflis mit historischen Häusern und Autos© Andrew Milligan sumo · CC BYFoto: Andrew Milligan sumo, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Das Viertel war einst von einer Festungsmauer umgeben, von der bis heute hier und da Fragmente erhalten sind. Auch die Schwefelbäder und alte Tempel zweier Konfessionen stehen hier.

Die armenische Kirche Surb Nshan aus dem 18. Jahrhundert in der Wertschli-Straße ist in einem schlechten Zustand, aber genau das verleiht ihr ihr unverwechselbares Aussehen. Die Kirche der Gottesmutter von Bethlehem im Viertel Kldisubani ist aktiv und zieht Gläubige besonders am 28. August an, dem Tag der Entschlafung. Eine weitere Kirche aus dem 18. Jahrhundert, die Kathedrale des heiligen Georg, hat Jahre der Vernachlässigung überstanden und wurde nach der Restaurierung wiederbelebt.

Die Dreifaltigkeitskathedrale Sameba erhebt sich über dem Viertel. Sie bietet Platz für 15.000 Gläubige gleichzeitig. Jede Straße hier bewahrt ihr eigenes Heiligtum: eine orthodoxe Kirche, eine muslimische Moschee oder eine armenische Kirche.

  • Anfahrt: zu Fuß vom Freiheitsplatz hinunter zur Kura.
  • Für wen: für alle, die die Stadt ohne Filter und touristische Schaufenster sehen möchten.

5. Abanotubani

Kuppeldächer der Schwefelbäder in Abanotubani© Henri MOREAU · CC BY-SAFoto: Henri MOREAU, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Das Wort „tbili" selbst bedeutet übersetzt „warm", und das verweist direkt auf die heißen Quellen unter der Stadt. Seit dem 16. Jahrhundert haben die Einheimischen an den Quellen Badehäuser errichtet. Es sind niedrige Gebäude im orientalischen Stil mit halbrunden Kuppeln und großen Glasfenstern. Durch sie fällt Licht direkt in die Hallen, die unter dem Straßenniveau liegen. Jedes Badehaus wurde nach dem Nachnamen seines Besitzers benannt: Subalowskaja, Orbelianowskaja und andere.

  • Anfahrt: Ufer der Kura, unterhalb der Metechi-Brücke.
  • Kosten: private Badehäuser erheben eine separate Gebühr, Preise vor Ort prüfen.
  • Für wen: für alle, die sich nach einem langen Spaziergang ausruhen möchten.

6. Vorontsov-Palast

Fassade des Woronzow-Palasts mit Arkaden und einer Kolonnade

Der Vorontsov-Palast im Stil der Renaissance wurde 1868 unter dem Vizekönig Graf Vorontsov erbaut. Das weiße Gebäude mit reich verzierter Fassade und einer Reihe von Rundbogenfenstern gilt als eines der schönsten an der Rustaveli-Allee. Im Inneren zieht besonders der Persische Saal in weißen Tönen die Aufmerksamkeit auf sich: Der Stuck ist mit Spiegeln eingelegt, und der Raum wirkt fast schwerelos.

Nach der Revolution wurde das Gebäude Kindern und Jugendlichen übergeben. Heute trägt es offiziell den Namen Jugendpalast.

  • Anfahrt: Rustaveli-Allee, nicht weit von der Metrostation Freiheitsplatz.
  • Kosten: Der Zugang zum Gebäude ist eingeschränkt, die Besichtigung erfolgt meist von außen.
  • Für wen: alle, die Palastarchitektur und Interieurs lieben.

7. Georgisches Betanien

Kloster Betania mit rotem Dach im Grünen© კოლხი · CC BY-SAFoto: კოლხი, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Das Kloster Betanien versteckt sich an einem abgelegenen Ort zwischen Kiefern, Eschen und Walnussbäumen, fern vom Lärm der Stadt. Der Überlieferung nach wurde das Kloster bereits zur Zeit von Königin Tamar gegründet. Wegen der Unzugänglichkeit dieser Gegend stand das Kloster lange Zeit verlassen da. Entdeckt wurde es vom Architekten und Hobbymaler Gagarin, der die Umgebung von Tiflis erkundete.

Danach wurde das Kloster bekannt und wiederbelebt. Hier ist es ruhig und grün, Touristengruppen sieht man fast nie. Die Wände und der Innenraum der Kirche haben alte Malereien bewahrt.

  • Anfahrt: mit dem Auto oder mit einer geführten Tour, öffentliche Verkehrsmittel fahren hier nicht hin.
  • Kosten: freier Eintritt.
  • Für wen: alle, die ein aktives altes Kloster ohne Menschenmassen sehen möchten.

8. Nationalmuseum von Georgien

Fassade des Georgischen Nationalmuseums in Tiflis© Davit butulashvili · CC BY-SAFoto: Davit butulashvili, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Das große Gebäude an der Rustaveli-Allee vereint mehrere Museen aus einem einzigen staatlichen Netzwerk. Das Kaukasische Museum, wie es früher hieß, wurde 1825 gegründet. Im Laufe von zwei Jahrhunderten wurde die Sammlung viele Male umgezogen. Zum System gehören insgesamt 13 Museen, die wichtigsten befinden sich genau hier.

Das Erdgeschoss widmet sich der antiken iberischen Geschichte Georgiens. Ausgestellt sind Funde aus dem Trialeti-Grabhügel, die den Goldfonds des Museums bilden. Goldene und silberne Kelche, Keramik, Schmuck, Münzen und antike Waffen stehen neben versteinerten Fragmenten des Homo ergaster. Diese etwa 1,8 Millionen Jahre alten Überreste gelten als ältester Beleg menschlichen Lebens außerhalb Afrikas.

Das zweite und dritte Stockwerk nimmt das Museum der sowjetischen Besatzung ein, das nach dem Austritt Georgiens aus der UdSSR eröffnet wurde. Die Kommentare zu den Exponaten sind auf Georgisch und Englisch verfügbar. Die Ausstellung ist in ihren Deutungen umstritten, behandelt aber die Geschichte des 20. Jahrhunderts detailliert.

  • Kosten: Tickets gibt es an der Kasse und auf biletebi.ge, letztere werden bis 30 Minuten vor Schließung verkauft (laut offizieller Website des Museums, 09/2026).
  • Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, montags geschlossen.
  • Für wen: alle, die sich für Archäologie und die Geschichte des 20. Jahrhunderts interessieren.

9. Melik-Azaryants-Haus

Tiflis, Melik-Azaryants-Haus mit zwei Kuppeln© Phyrexian · CC BY-SAFoto: Phyrexian, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Das Mietshaus des Kaufmanns Melik-Azaryants wird wegen seiner Länge, die sich fast über einen ganzen Block erstreckt, Tifliser Passage genannt. Die Fassaden aus Bruchstein sind mit skulpturalen Basreliefs, geformten Girlanden und Kränzen verziert. Die Kränze wurden als Zeichen der Trauer um die Tochter des Besitzers angefertigt. Ecktürmchen und verzierte Erker machten das Gebäude lange Zeit zum Rekordhalter in Höhe und Originalität der Gestaltung. Die Fenster der oberen Etage sind von Öffnungen in Tropfenform umrahmt.

Das Fundament ist tief in den Boden versenkt und durch eine Ummantelung aus Bleiplatten vor Grundwasser geschützt. Unter dem Haus entstanden mehrere Untergeschosse, in denen Geschäfte, eine Apotheke und ein Friseursalon betrieben wurden. Nach der Verstaatlichung verbrachte der Besitzer selbst seine letzten Tage in einem Halbkellerraum.

  • Anfahrt: Rustaveli-Allee, neben dem Nationalmuseum.
  • Für wen: alle, die Fassadendetails studieren und urbane Legenden mögen.

10. Artsruni-Karawanserei

Das dreistöckige Gebäude ist typisch für das alte Tiflis und universell in seiner Nutzung. Als die Stadt ein Zentrum von Handwerk und Handel war, brauchten Kaufleute Platz für Unterkunft und Waren. Daher der Name: Die Karawanserei beherbergte 33 Wohnräume, 25 Läden und Geschäfte sowie 24 Lagerräume. Heute befindet sich in den restaurierten Sälen das Museum für georgische Geschichte.

Schattige Straße mit alten Häusern in Tiflis© David1010 · CC BY-SAFoto: David1010, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

11. Brücke des Friedens

Die Friedensbrücke in Tiflis über dem Fluss Mtkwari

Die Brücke des Friedens überspannt den Fluss Kura und verbindet die alten Viertel der Stadt mit den neuen Wohngebieten. Das Hightech-Bauwerk aus Stahl und Glas wurde von europäischen Architekten geschaffen, der Entwurf stammt vom italienischen Architekten Michele De Lucchi. Der durchscheinende bläuliche Bogen ist zum Symbol des modernen Tiflis geworden. Selbst diejenigen, die das Projekt anfangs ablehnten, kommen abends, um die Beleuchtung zu sehen. Jede Stunde buchstabieren 30.000 Lämpchen im Morsecode die Namen der chemischen Elemente, aus denen der menschliche Körper besteht.

  • Anfahrt: vom Freiheitsplatz bergab in Richtung Fluss gehen.
  • Kosten: kostenlose Überquerung.
  • Für wen: alle, die die abendliche Beleuchtung sehen und in die Altstadt hinübergehen möchten.

12. Freiheitsplatz

Denkmal des heiligen Georg auf dem Freiheitsplatz in der Abenddämmerung© Andrew Milligan sumo · CC BYFoto: Andrew Milligan sumo, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Der Hauptplatz der Stadt hat seinen Namen viele Male geändert. In der Antike nahm er ein Grundstück vor dem Kojori-Tor der Festung ein und diente als Ort für Besucher, weshalb er Gostinitschnaja genannt wurde. Im 19. Jahrhundert wurde er nach General Paskevich benannt, und der Rand wurde aktiv bebaut: Die Karawanserei des Kaufmanns Tamamshev und das Stadttheater entstanden hier. Damals hieß der Platz Theaterplatz.

Im 20. Jahrhundert trug er die Namen der Transkaukasischen Föderation, Berias und Lenins. Lange Zeit stand hier ein Denkmal für den Führer des Proletariats; es wurde in den 1990er-Jahren entfernt. Das Zentrum des Platzes nimmt heute eine 35 Meter hohe Säule mit einer vergoldeten Figur des heiligen Georg ein, der einen Drachen zertritt. Das Werk stammt vom Bildhauer Zurab Zereteli. Dies ist ein bequemer Ausgangspunkt für einen Spaziergang entlang der Rustaveli-Allee.

  • Anfahrt: Metrostation Freiheitsplatz.
  • Kosten: kostenlos zu besichtigen.
  • Für wen: alle, die eine Route durch das Stadtzentrum starten.

13. Zoo

Tiger im Gehege des Zoos von Tiflis© Sarah Murray from South Bend, IN, USA · CC BY-SAFoto: Sarah Murray from South Bend, IN, USA, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia Commons

Der Zoo von Tiflis ist über 90 Jahre alt. Seine Geschichte reicht bis ins Jahr 1927 zurück, als in den Stadtteilen Wake und Saburtalo ein 100 Hektar großes Gelände zugewiesen wurde. Der Zoo war nicht nur als Unterhaltung gedacht, sondern auch als wissenschaftliches Zentrum: Hier wurden Tierverhalten und Akklimatisierung erforscht. Das Gelände war in Zonen unterteilt: kaukasische Endemiten, Tiere der Naturzonen der UdSSR und exotische Fauna. Ein Aquarium wurde separat betrieben.

2015 wurden die Gehege durch ein Hochwasser zerstört, und einige Tiere starben. Der Zoo läuft inzwischen wieder im normalen Betrieb. Neben Tieren gibt es einen Unterhaltungsbereich mit Fahrgeschäften, Reitunterricht und Cafés.

  • Kosten: Eintritt kostenpflichtig, die Ticketpreise bitte auf der offiziellen Website prüfen.
  • Für wen: alle, die mit Kindern unterwegs sind oder einen halben Tag im Park verbringen möchten.

14. Mutter-von-Kartlien-Denkmal

Statue der Mutter Kartlis auf einem Hügel, darüber Seilbahnen© Mostafameraji · CC BY-SAFoto: Mostafameraji, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die Skulptur „Mutter von Kartlien" („Mutter von Georgien") wurde 1958 zum 1.500-jährigen Stadtjubiläum auf dem Sololaki-Hügel aufgestellt. Der Bildhauer war Elguja Amaschukeli, der für dieses Werk 1965 den Staatspreis der Georgischen Republik erhielt. Im Bild einer Frau mit Schwert und Weinschale in den Händen zeigt sich der Charakter des Volkes: Freunde herzlich willkommen zu heißen und für sich selbst einstehen zu können.

Ursprünglich bestand die Figur aus Holz. Das Material erwies sich als kurzlebig, und die Statue wurde aus einer Aluminiumlegierung gegossen. In den 1990er-Jahren wurde das Denkmal leicht verändert: Auf dem Kopf der Frau kamen ein Kopftuch und Lorbeerblätter hinzu. Die 20 Meter hohe „Mutter von Kartlien" ist von verschiedenen Punkten der Stadt aus gut sichtbar.

  • Anreise: zu Fuß von der Festung Narikala oder mit der Seilbahn.
  • Kosten: kostenlos zu besichtigen.

15. Botanischer Garten

Bewaldete Schlucht des Botanischen Gartens Tiflis im Herbst© Mostafameraji · CC BY-SAFoto: Mostafameraji, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Der botanische Garten nimmt die Schlucht des Flusses Zawkisistskali direkt außerhalb der Altstadt ein. Im Mittelalter wuchsen hier Feigendickichte, die den georgischen Königen gehörten. 1845 wurde das Gebiet auf Anordnung von Graf Woronzow als botanischer Garten ausgewiesen. Heute umfasst er 128 Hektar, und seine Sammlung enthält mehr als 3.500 Pflanzenarten aus aller Welt.

Der Garten ist in Zonen unterteilt. Der Rosengarten und der Apothekergarten mit Heilpflanzen sind bei Besuchern beliebt, und die Nadelbaumabteilung ist bei heißem Wetter ein angenehmer Ort zum Spazierengehen. Der Garten ist ganzjährig täglich außer montags geöffnet.

  • Kosten: Eintritt kostenpflichtig; den genauen Preis findest du auf der offiziellen Website.
  • Für wen: für alle, die dem Trubel der Stadt im Schatten der Bäume entfliehen möchten.
  • Der Haken: Der Garten liegt in einer Schlucht, daher führen die Wege ständig bergauf.

16. Ethnografisches Freilichtmuseum

Altes Holzhaus im Freilichtmuseum für Ethnografie in Tiflis© Kober · CC BY-SAFoto: Kober, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Verschiedene Ecken Georgiens kannst du erkunden, ohne die Stadt zu verlassen, und zwar im ethnografischen Freilichtmuseum. Es wurde 1966 auf Initiative von Giorgi Tschitaia am Hang des Mtazminda gegründet. Die Exponate wurden im ganzen Land zusammengetragen: Auf einem 52 Hektar großen Gelände stehen traditionelle Gebäude aus allen Regionen.

Im Inneren der Häuser spiegelt die Einrichtung die Bräuche der jeweiligen Region wider. Besucher können Haushaltsgegenstände, Möbel, Kleidung und landwirtschaftliche Geräte sehen, insgesamt rund 8.000 Exponate. Eine eigene Sammlung besteht aus Grabsteinen mit geschnitzten Reliefs. Unter den Gebäuden befinden sich Schmieden, Ställe und Scheunen. Ein besonderes Merkmal des georgischen Freilichtmuseums sind seine Weinkeller, in denen traditionelle Bedingungen der Weinlagerung nachgebildet wurden.

  • Anreise: am Hang des Mtazminda, zu Fuß erreichbar vom Schildkrötensee.
  • Für wen: für alle, die verstehen möchten, wie die Menschen in einem georgischen Dorf lebten.

17. Sameba (Dreifaltigkeitskathedrale)

Hochzeitszeremonie an der Sameba-Kathedrale in Tiflis© Mostafameraji · CC BY-SAFoto: Mostafameraji, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Sameba, auch Zminda Sameba genannt, ist die Hauptkathedrale der Georgisch-Orthodoxen Kirche und der Heiligen Dreifaltigkeit geweiht. Sie wurde auf dem Elias-Hügel mit Spenden der Bürger erbaut und 2004 geweiht. Das Kathedralgelände umfasst 5.000 Quadratmeter, und mit einer Höhe von rund 100 Metern zählt die Kathedrale zu den drei höchsten orthodoxen Kirchen der Welt.

Im Inneren ist die Kathedrale in 3 Ebenen unterteilt: eine oberirdische und zwei unterirdische. Es gibt 9 Kapellen, davon 5 unterirdisch, und 13 Altäre. Im Untergeschoss befindet sich die Verkündigungskirche mit Sarkophagen für die sterblichen Überreste der Könige Wachtang VI. und Teimuras II. Boden und Säulen sind aus Marmor, und die Holztüren sind mit Schnitzereien verziert. Die Ikonen zeigen 400 georgische Heilige. Der georgische Patriarch Ilia II. war an der Gestaltung beteiligt.

Um das Hauptgebäude herum stehen Bauwerke, die die Patriarchenresidenz, ein Pilgerhaus, Mönchszellen und theologische Schulen beherbergen. Zur Erholung gibt es eine Parkanlage mit Springbrunnen und einem kleinen Zoo sowie eine eigene Imkerei und ein kleines Restaurant.

  • Kosten: Der Eintritt ist frei, die Kathedrale ist täglich für Besucher geöffnet.
  • Anreise: mit dem Auto oder zu Fuß bergauf vom Stadtteil Awlabari.
  • Für wen: für alle, die die Hauptkathedrale des Landes und einen Panoramablick über die Stadt sehen möchten.

18. Rike-Park

Panorama von Tiflis mit dem Rike-Park und einem röhrenförmigen Gebäude© Clay Gilliland from Chandler, U.S.A. · CC BY-SAFoto: Clay Gilliland from Chandler, U.S.A., CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia Commons

Der Name Rike-Park bedeutet aus dem Georgischen übersetzt „Sande" und bezieht sich auf die frühere Flussaue der Kura. Die Parkanlage wurde erst vor relativ kurzer Zeit, im Jahr 2010, gestaltet. Die jungen Bäume sind noch nicht ausgewachsen, daher gibt es hier im Sommer wenig Schatten. Seine Ausdruckskraft erhält die Landschaft nicht durch Pflanzen, sondern durch zahlreiche Kunstobjekte: einen Brunnen im kubistischen Stil und einen riesigen Konzertflügel.

Das auffälligste Bauwerk im Park ist der Konzert- und Ausstellungskomplex. Seine Erscheinung erinnert an zwei gebogene Röhren, und das Bauwerk besteht aus Glas und Metall in futuristischem Stil. Von hier aus führt eine Seilbahn hinauf zur Festung Narikala.

  • Anreise: zwischen der Friedensbrücke und der Rustaweli-Allee.
  • Kosten: Der Eintritt in den Park ist frei.
  • Der Haken: Im Sommer gibt es fast keinen Schatten, daher ist ein Spaziergang morgens oder abends angenehmer.

19. Metechi-Kirche

Metechi-Kirche auf einem Felshügel über Tiflis© Alexxx1979 · CC BY-SAFoto: Alexxx1979, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die Metechi-Kirche (Mariä-Himmelfahrt-Kirche) stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist eines der ältesten religiösen Bauwerke der Stadt. Der Überlieferung nach kam Königin Tamar oft zum Beten hierher. Während der Mongoleninvasion wurde das Gebäude zerstört und Ende des 13. Jahrhunderts vollständig wiederaufgebaut. Später wechselte die Kirche mehrfach ihre Bestimmung: Sie beherbergte ein Pulverlager, ein Gefängnis und ein Jugendtheater. Ihre ursprünglichen Funktionen erhielt sie erst in den 1990er-Jahren zurück.

Auf der Ikonostase nehmen die Gesichter der großen Märtyrer Georgiens, der heiligen Schuschanik und Abo von Tiflis, den zentralen Platz ein. Vor dem Gebäude steht auf einem Sockel der Stadtgründer Wachtang Gorgassali zu Pferd.

  • Anreise: am Ufer der Kura, unterhalb des Freiheitsplatzes.
  • Kosten: Der Eintritt ist frei.
  • Für wen: für alle, die eine Kirche auf einem Felsen direkt über dem Fluss sehen möchten.

20. Berg Mtazminda

Panorama von Tiflis: Berg Mtazminda mit dem Fernsehturm

Der Mtazminda, mit 730 Metern der höchste Punkt von Tiflis, ist zugleich ein heiliger Ort. Der in Georgien verehrte David Garedschi ließ sich bereits im 6. Jahrhundert in einer Höhle am bewaldeten Hang nieder. An der Stelle seiner Gebete wurde im 19. Jahrhundert die Mama-Dawiti-Kirche erbaut. Jedes Jahr findet hier ein Fest zu Ehren des Asketen statt, das Mamadawitioba. In der Nähe entspringen 3 Quellen aus dem Boden, deren Wasser als heilkräftig gilt.

Die Bergspitze nimmt ein Stadtpark ein. Ein großes Wandfresko, „Widmung an Pirosmani", an der Wand eines Restaurants zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Über dem Park erhebt sich ein 277,4 Meter hoher Fernsehturm. Von den Aussichtsplattformen ist die gesamte Stadt zu sehen.

  • Anreise: mit der Standseilbahn vom Fuß des Berges oder zu Fuß den Hang hinauf.
  • Kosten: Die Fahrt mit der Standseilbahn ist kostenpflichtig, der Eintritt in den Park ist frei.
  • Für wen: für alle, die einen Panoramablick über die Stadt und einen Abendpark mit Fahrgeschäften möchten.

21. Dschuma-Moschee

Rote Backsteinmoschee Dschuma mit einem Minarett in Tiflis© Reda Kerbush · CC BY-SAFoto: Reda Kerbush, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Unter den christlichen Kirchen der Stadt sticht die muslimische Moschee hervor. Sie ist die einzige erhaltene Hochburg des Islam in Tiflis. Das erste religiöse Bauwerk wurde in den 1720er- bis 1730er-Jahren von den Türken errichtet. Die erneuerte Version entwarf der Italiener G. Scudieri, der dem Gebäude neugotische Züge verlieh. Das Bauwerk wurde in den 1840er- bis 1850er-Jahren errichtet, und über dem Eingang erhebt sich ein Minarett.

Interessant ist, dass hier Gottesdienste von Vertretern zweier Richtungen des Islam abgehalten werden, von Sunniten und Schiiten. Deshalb sind im Inneren getrennte Mihrabs und Minbars für jede Gemeinschaft eingerichtet.

  • Anreise: Botanikuri-Straße, neben den Schwefelbädern.
  • Kosten: Der Eintritt ist frei.
  • Für wen: für alle, die sehen möchten, wie verschiedene Religionen in einer Stadt koexistieren.

22. Anchiskhati-Kirche

Anchischati-Kirche in Tiflis mit ihrem Glockenturm© კოლხი · CC BY-SAFoto: კოლხი, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Der unscheinbare Steinbau an der Schawteli-Straße gilt als älteste Kirche der Stadt, mit einem Alter von 15 Jahrhunderten. Georgische Chroniken berichten, dass die Kirche zu Ehren der Geburt der Jungfrau Maria im Auftrag des iberischen Herrschers Datschi Udscharmeli errichtet wurde. Er machte die Stadt zur Hauptstadt und die Kirche zu ihrer wichtigsten. 1675 wurde die Kathedrale umbenannt: Der neue Name Anchiskhati verweist auf die Antschi-Ikone des Erlösers, die in Enkaustik-Technik gefertigt wurde.

Das Gebäude wurde mehrfach umgebaut, und der Tuffstein wurde durch Mauerwerk ersetzt. Ende des 18. Jahrhunderts wurde daneben ein gemauerter Glockenturm errichtet. Das Innere der Basilika ist in 3 Kirchenschiffe gegliedert, und die Wände und das Gewölbe sind mit Fresken und Ikonen aus dem 19. Jahrhundert geschmückt.

  • Anfahrt: Schawteli-Straße, Altstadt.
  • Kosten: Der Eintritt ist frei.
  • Für wen: alle, die die älteste noch aktive Kirche von Tiflis sehen möchten.

23. Flohmarkt an der Trockenen Brücke

Samoware und alte Gegenstände auf einem Gehweg an der Straße© Alexkom000 · CC BYFoto: Alexkom000, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0), Wikimedia Commons

Die Brücke über das ausgetrocknete Bett des Kura-Flusses heißt Mshrali Khidi, was Trockene Brücke bedeutet. Der Übergang wurde nach einem Entwurf von G. Scudieri gebaut und verbindet die Ufer seit über 160 Jahren. Am linken Ufer entstand in den 1980er-Jahren ein spontaner Markt, der sich mit der Zeit zum beliebtesten Flohmarkt Georgiens entwickelte.

Hier wird fast alles verkauft. Industriell gefertigte Waren stehen neben handgemachten Kunsthandwerken, und du findest echte Antiquitäten und viele Gegenstände aus der Sowjetzeit. Sammler suchen nach Porzellanfiguren, Rauchpfeifen, Glashaltern und Anstecknadeln. Für das Zuhause kannst du einen bemalten Teppich oder getriebene Metallwandkunst kaufen. Händler sind täglich vor Ort, das größte Angebot gibt es aber am Wochenende.

  • Anfahrt: Ufer des Kura-Flusses, an der Trockenen Brücke.
  • Kosten: Der Eintritt ist frei, Feilschen ist erwünscht.
  • Für wen: alle, die Vintage-Stücke und gemütliches Feilschen lieben.

24. Rezo-Gabriadze-Marionettentheater

Uhrturm des Gabriadse-Theaters mit einem Engel© Gerd Eichmann · CC BYFoto: Gerd Eichmann, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0), Wikimedia Commons

Das Rezo-Gabriadze-Marionettentheater liegt im alten Teil der Stadt, direkt am Kura-Fluss. Es entstand in den 1980er-Jahren auf Initiative des Kulturschaffenden und Künstlers Rezo Gabriadze. Das kleine Gebäude mit einem Saal für 80 Zuschauer fügt sich gut in das Stadtbild ein. 2010 wurde das Hauptgebäude um einen Turm mit Uhrwerk ergänzt.

Die Ankunft einer neuen Stunde wird von einem Hammer angekündigt, der eine Glocke schlägt. Zweimal täglich, um 12 und um 18 Uhr, versammeln sich Zuschauer um den Turm, um eine Vorführung mit Miniaturfiguren zu sehen. Die Pantomime heißt „Der Kreislauf des Lebens". Die meisten Puppen wurden von Gabriadze selbst geschaffen.

  • Anfahrt: Schawteli-Straße, Altstadt.
  • Kosten: Das Zuschauen bei der Turmvorführung ist frei, Tickets für den Saal werden separat verkauft.
  • Für wen: alle, die mit Kindern unterwegs sind oder Puppentheater lieben.

25. Denkmal für die Figuren aus dem Film Mimino

Georgiy Daneliyas lyrische Komödie „Mimino" wurde 1978 gedreht. Der Film erzählt die Geschichte des Kleinflugzeugpiloten Valiko Mizandari mit dem Spitznamen Mimino. Die Figuren waren so lebendig, dass die Menschen sie als Bekannte wahrnehmen. Der Bildhauer Zurab Zereteli beschloss, die Bilder zu verewigen: Er schuf die Hauptfiguren in Bronze.

Grüne Tamar-Mepe-Allee in Tiflis© David1010 · CC BY-SAFoto: David1010, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Seit 2011 kannst du am Eingang der Metrostation Awlabari Pilot Mimino, Fahrer Rubik Khachikyan und Veteran Ivan Volokhov treffen. Über das Trio wacht Regisseur Georgiy Daneliya.

  • Anfahrt: Metrostation Awlabari.
  • Kosten: Das Anschauen ist frei.
  • Für wen: alle, die sowjetisches Kino lieben und ein Foto machen möchten.

26. Denkmal „Geschichte Georgiens"

Kapelle mit gemeißelten Reliefs am Denkmal der Geschichte Georgiens© Alexkom000 · CC BYFoto: Alexkom000, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0), Wikimedia Commons

Das Denkmal „Geschichte Georgiens" erhebt sich 13 km vom Stadtzentrum entfernt, nahe dem Tifliser Meer. Der Bau des Komplexes begann 1985 und ist bis heute nicht vollständig abgeschlossen. Nach der Vision des Bildhauers Zurab Zereteli besteht der Komplex aus 16 riesigen Stelen, jede 35 Meter hoch. Die Steinsäulen sind mit Platten gekrönt, die Kupfer- und Bronzereliefs tragen.

Jedes Element ist optisch in 3 Teile gegliedert: Der untere Abschnitt zeigt biblische Geschichten, der mittlere enthält eine Porträtgalerie berühmter georgischer Persönlichkeiten, und der obere Abschnitt zeigt Szenen nationaler Traditionen. Eine kleine Kirche neben dem Denkmal erinnert an das Christentum. Einheimische haben das Mahnmal den „georgischen Stonehenge" getauft.

  • Anfahrt: mit dem Auto, auf dem Weg zum Tifliser Meer.
  • Kosten: Der Besuch ist frei.
  • Für wen: alle, die für ein großartiges Panorama die Stadt verlassen möchten.

27. Schildkrötensee

Grüner See zwischen bewaldeten Hügeln mit Booten© Nino Ozbetelashvili from Georgia · CC BYFoto: Nino Ozbetelashvili from Georgia, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Der Schildkrötensee, oder Kus-tba, liegt in einer kleinen Senke am Nordhang des Mtazminda. Seinen Namen verdankt er der großen Zahl an Schildkröten. Das Gewässer ist klein: Seine Fläche beträgt weniger als einen halben Quadratkilometer, und die Tiefe überschreitet wenige Meter nicht. Entlang des Ufers erstreckt sich ein Kiesstrand, und im Sommer kommen Familien zum Baden hierher.

Besucher können Attraktionen nutzen, darunter Katamaranfahrten. In der Nähe stehen Cafés, und am Westufer befindet sich ein ethnografisches Freilichtmuseum.

  • Anfahrt: mit dem Auto oder mit der Seilbahn vom Wake-Park.
  • Kosten: Der Eintritt ist frei, Attraktionen sind kostenpflichtig.
  • Der Haken: Das Wasser erwärmt sich langsam und bleibt selbst bei heißem Wetter kühl.

28. Standseilbahn und Pantheon

Warteschlange an der Talstation der Standseilbahn in Tiflis© Andrew Milligan sumo · CC BYFoto: Andrew Milligan sumo, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Die Standseilbahn in Tiflis wurde 1905 in Betrieb genommen und ist bis heute ein ungewöhnliches Verkehrsmittel für die Stadt. Die Wagen wurden vom belgischen Ingenieur A. Roby entworfen. Die Strecke führt vom Fuß des Mtazminda bis zum Gipfel, legt 501 Meter zurück, und die Auffahrt dauert 5 Minuten. Unterwegs gibt es einen Halt am Pantheon.

Das Pantheon berühmter georgischer Persönlichkeiten wurde 1929 am Berghang eröffnet. Der Gedenkfriedhof ist die letzte Ruhestätte von 49 bedeutenden Menschen: Politikern, Schriftstellern und Künstlern. Darunter sind der Schriftsteller Ilia Tschawtschawadse und Stalins Mutter Ekaterine Geladse. Einen besonderen Platz nimmt das Grab des russischen Diplomaten Alexander Gribojedow ein, der in Persien starb. Seine Witwe bestand darauf, seine sterblichen Überreste in Georgien zu bestatten, und pflegte das Grab ihr Leben lang; sie wurde neben ihrem Mann beigesetzt.

  • Anfahrt: Standseilbahn vom Fuß des Mtazminda, Haltestelle Pantheon.
  • Kosten: Die Fahrt ist kostenpflichtig, Auf- und Abstieg werden separat bezahlt.
  • Für wen: alle, die ein Stadtpanorama mit einem historischen Friedhof verbinden möchten.

29. Seilbahn

Grüne Tewdore-Mgwideli-Straße in Tiflis© David1010 · CC BY-SAFoto: David1010, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Das Gelände von Tiflis ist hügelig, daher wurden zwei Seilbahnlinien gebaut, um die Höhen zu erreichen: eine im Rike-Park und eine im Wake-Park. Die Seilbahn vom Rike-Park zum Sololaki-Hügel ist bei Touristen beliebt. Sie betreibt 8 hängende Kabinen mit einer Kapazität von jeweils 8 Personen. Die Strecke ist 508 Meter lang, und die Auffahrt dauert weniger als 2 Minuten.

Oben angekommen können Fahrgäste die Festung Narikala und das Denkmal Mutter Kartlis besuchen. Die Strecke im Wake-Park ist länger: Die Auffahrt dauert 6-7 Minuten, und die Kabinen bieten Ausblicke auf die Stadtteile Saburtalo und Wake. Die Endstation liegt nahe dem Schildkrötensee. Beide Seilbahnen fahren ganzjährig, sieben Tage die Woche, und die Fahrt ist kostenpflichtig.

  • Anfahrt: Stationen am Rike-Park und im Wake-Park.
  • Kosten: Die Fahrt ist kostenpflichtig, den Preis erfährst du an der Station.
  • Für wen: alle, die nicht zu Fuß bergauf gehen möchten.

30. Agmashenebeli-Allee

Die Agmashenebeli-Allee ist die Hauptverkehrsachse des linksufrigen Teils der Stadt und ist nach König David dem Erbauer benannt. Die Straße verläuft durch das historische Stadtviertel Tschughureti. Gebäude im eklektischen Stil, errichtet im späten 19. Jahrhundert, säumen die Gehwege. Die Allee wurde dank ihrer Sehenswürdigkeiten Teil der touristischen Routen.

Restauriertes Haus an der Fußgängerzone Aghmashenebeli-Allee© Shuvaev · CC BY-SAFoto: Shuvaev, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Von historischer Bedeutung sind das Haus Nr. 52, in dem der Schriftsteller Leo Tolstoi 1851 übernachtete, und das Haus Nr. 150, in dem Josef Dschugaschwili von 1899 bis 1901 lebte. Beide Adressen sind mit Gedenktafeln markiert. Ab dem Haus Nr. 44 geht die Allee in eine Fußgängerzone im europäischen Stil über.

  • Anreise: Metrostationen Marjanishvili und Rustaveli.
  • Kosten: zu Fuß kostenlos.
  • Für wen: alle, die das linksufrige Tiflis und lokale Cafés sehen möchten.
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⁉️🤔 Häufige Fragen

Wie viele Tage brauchst du für Tiflis?

Plane 2 bis 3 Tage ein. Verbringe den ersten Tag in der Altstadt, auf der Narikala-Festung und in den Schwefelbädern, den zweiten auf der Rustaveli-Allee, im Nationalmuseum und im Botanischen Garten. Entfernte Orte wie das Monument „Geschichte Georgiens" solltest du als separaten Ausflug mit dem Auto einplanen.

Was kannst du in Tiflis kostenlos besichtigen?

Narikala, der Freiheitsplatz, die Friedensbrücke, der Rike-Park, die Metechi-Kirche, die Juma-Moschee, die Anchischati-Kirche, die Sameba-Kathedrale und Mtatsminda sind kostenlos zugänglich. Du zahlst nur für die Seilbahn- und Standseilbahnfahrten sowie für den Eintritt in den Botanischen Garten, den Zoo und das Nationalmuseum.

Muss man Tickets im Voraus kaufen?

Museumstickets gibt es an der Kasse und online; Warteschlangen entstehen vor allem im Sommer und an Wochenenden. Für Seilbahn und Standseilbahn ist es bequemer, morgens zu fahren. Vorausdenken solltest du nur bei großen Museen und bei der Unterkunft in der Hochsaison.

Was ist der Unterschied zwischen der Seilbahn und der Standseilbahn?

Die Seilbahn fährt vom Rike-Park zur Narikala-Festung, die Auffahrt dauert weniger als zwei Minuten. Die Standseilbahn fährt vom Fuß des Mtatsminda zum Park und zum Pantheon in fünf Minuten. Das sind zwei verschiedene Linien mit unterschiedlichen Routen und getrennten Tarifen, also wähle je nach Lage deines Hotels.

Wie kommst du zur Narikala-Festung?

Am einfachsten geht es mit der Seilbahn vom Rike-Park; die Auffahrt dauert weniger als zwei Minuten. Eine Alternative ist der Fußweg von der Altstadt über Treppen, der 15 bis 20 Minuten dauert. Der Eintritt zum Festungsgelände ist kostenlos; du zahlst nur für die Seilbahnfahrt.

Kurz gesagt: was du buchen solltest

Wenn du nur zwei Tage hast, wähle deine Unterkunft im Zentrum zwischen Freiheitsplatz und Altstadt und suche dir ein Hotel auf Trip.com. So erreichst du die Hälfte der Sehenswürdigkeiten zu Fuß.

Wenn du die Stadt an einem Tag sehen oder einen Ausflug nach Kachetien machen möchtest, schau dir die Touren auf GetYourGuide an. Und für Fahrten zum Monument „Geschichte Georgiens" und zum Tiflis-See vergleiche die Mietwagenpreise.