
Was du in Oslo sehen solltest: 30 Orte vom Wikingermuseum bis zu Ibsens Haus
Oslo liegt zwischen dem Fjord und grünen Hügeln. An einem Tag schaffst du nicht einmal die Hälfte seiner Museen. Die meisten davon stehen auf der Halbinsel Bygdøy, die du am einfachsten mit der Fähre vom Rathaus aus erreichst.
Alte Reiseführer kennen eine wichtige Neuigkeit nicht. Das Hauptgebäude des Wikingerschiffmuseums ist seit 2021 wegen Umbau geschlossen, und die Eröffnung wurde auf 2027 verschoben (Stand: 09/2026, Museum of the Viking Age). Die Schiffe selbst bekommst du vorerst nicht zu sehen, aber Wikingerfunde werden übergangsweise im Stadtzentrum ausgestellt.
Hier kommen dreißig Orte in Oslo: Museen, Parks, eine Festung, ein Theater und Aussichtspunkte. Wir haben sie in eine Reihenfolge gebracht und notiert, was in der Nähe liegt, was es kostet und wie du hinkommst.
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Was du in Oslo sehen solltest: ein schneller Überblick
💡 Kurz gesagt:
- Die Bygdøy-Museen (Fram-Schiff, Kon-Tiki, Volkskundemuseum) liegen dicht beieinander: Plane dafür einen halben Tag ein.
- Das Zentrum von Oslo ist zu Fuß machbar: Rathaus, Königliches Schloss, Storting und Festung Akershus liegen alle in einer Runde.
- Preise und Öffnungszeiten der Museen: 09/2026, geprüft auf der Website des MUNCH und der Website des Fram-Museums.
Viele der unten genannten Orte sind Museen mit Eintritt. Manche davon kannst du kostenlos besichtigen, und einige sind an bestimmten Tagen geschlossen, also prüfe den Zeitplan vor deiner Reise.
Ort | Stadtteil | Ticket |
|---|---|---|
Wikingerschiffmuseum | Bygdøy | geschlossen bis zur Eröffnung des neuen Museums |
Holmenkollen | Holmenkollen | Aussichtspunkt kostenpflichtig |
Vigeland-Skulpturenpark | Frogner | kostenlos |
Königliches Schloss | Zentrum | Führung kostenpflichtig |
Rathaus | Zentrum | kostenlos |
Opernhaus | Bjørvika | Lobby kostenlos |
Parlamentsgebäude | Zentrum | Führung kostenlos |
Schloss und Festung Akershus | Zentrum | Außengelände kostenlos |
Kon-Tiki-Museum | Bygdøy | kostenpflichtig |
Astrup-Fearnley-Museum | Bjørvika | kostenpflichtig |
Fram-Museum | Bygdøy | kostenpflichtig |
Friedensnobelpreiszentrum | Zentrum | kostenpflichtig |
Henie-Onstad-Kunstzentrum | Høvikodden | kostenpflichtig |
Domkirche | Zentrum | kostenlos |
Freizeitpark Tusenfryd | Vinterbro | kostenpflichtig |
Botanischer Garten | Tøyen | kostenlos |
Norwegisches Volkskundemuseum | Bygdøy | kostenpflichtig |
Ekeberg-Skulpturenpark | Ekeberg | kostenlos |
Skimuseum | Holmenkollen | kostenpflichtig |
St.-Olavs-Dom | Zentrum | kostenlos |
Munch-Museum | Bjørvika | kostenpflichtig |
Stabkirche Gol | Bygdøy | im Museumsticket enthalten |
Historisches Museum | Zentrum | kostenpflichtig |
Dreifaltigkeitskirche | Grønland | kostenlos |
Nationaltheater | Zentrum | von außen kostenlos |
Norwegisches Museum für Wissenschaft und Technik | Tøyen | kostenpflichtig |
Reptilienpark | Zentrum | kostenpflichtig |
Norwegisches Schifffahrtsmuseum | Bygdøy | kostenpflichtig |
Nationalgalerie | Zentrum | kostenpflichtig |
Henrik-Ibsen-Museum | Zentrum | im Museumsticket enthalten |
1. Wikingerschiffmuseum
© Larry Lamsa · CC BYFoto: Larry Lamsa, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia CommonsDrei Originalschiffe wurden hier aufbewahrt: das Oseberg-, das Gokstad- und das Tune-Schiff. Die Eichenrümpfe wurden aus Grabhügeln geborgen und konserviert. Sie sind tausend Jahre alt, und die Schiffe selbst dienten ihren Besitzern als letzte Ruhestätte und zeugten von deren Status.
Das Museum auf Bygdøy wurde 1926 eröffnet und ist seither das wichtigste Archiv für Funde aus der Wikingerzeit geblieben. Das Gebäude ist jetzt geschlossen, und die Schiffe wurden für die Restaurierung Stück für Stück zerlegt (Stand: 09/2026, Website des Wikingerzeitmuseums). Ein neues Museum am selben Standort soll 2027 eröffnet werden.
Neben den Schiffen zeigte das Museum früher Schlitten, Wagen und geschnitzte Figuren aus Grabkammern. Diese Objekte erzählten genauso viel über Alltag und Glauben der Nordmänner wie Waffen. Heute ist ein Teil der Sammlung ins Stadtzentrum umgezogen, ein anderer Teil ging in die Konservierung.
Die Wikingersammlung ist vorerst im Historischen Museum im Zentrum von Oslo zu sehen. Dort werden die Ausstellungen VÌKINGR und Miðgarðr gezeigt, mit Waffen, Schmuck und Alltagsgegenständen. Die vollständigen Schiffe sind noch nirgendwo ausgestellt; sie warten auf die Eröffnung des neuen Gebäudes. Schau hier vorbei, wenn dich echte Geschichte interessiert und nicht nur Bilder aus dem Internet.
- Der Haken: Das Museum ist bis zur Eröffnung des neuen Gebäudes geschlossen.
- Anreise: mit Bus oder Fähre zur Halbinsel Bygdøy.
2. Holmenkollen und die Skisprungschanze
© Evka W · CC BY-SAFoto: Evka W, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Holmenkollen-Schanze ragt über der Stadt auf. Sie ist von vielen Teilen Oslos aus sichtbar, und die obere Plattform bietet ein Panorama über den Fjord und das Zentrum. Im Winter finden hier Weltcup-Veranstaltungen im Biathlon und Skispringen statt.
Ein Lift bringt dich ganz nach oben auf die Schanze. Im Sommer sind auf dem Hügel Wanderwege und ein Aussichtspunkt in Betrieb. Das Skimuseum mit der Geschichte des Nationalsports liegt in der Nähe.
Am einfachsten kommst du mit der U-Bahn zur Station Holmenkollen dorthin. Die Fahrt dauert vom Zentrum aus etwa eine halbe Stunde. Nimm eine Jacke mit: Oben ist es immer windig.
- Anreise: mit der U-Bahn zur Station Holmenkollen, dann zu Fuß bergauf.
3. Vigeland-Skulpturenpark
© Hesse1309 · CC BY-SAFoto: Hesse1309, CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/), Wikimedia CommonsDer Park im Stadtteil Frogner wurde von einem einzigen Bildhauer geschaffen, Gustav Vigeland. Er widmete ihm den größten Teil seines Lebens, und die Stadt stellte für das Werk einen ganzen Block zur Verfügung. Heute stehen hier Hunderte Bronze- und Granitfiguren.
Im Zentrum erhebt sich der Monolith: eine Säule aus ineinander verschlungenen menschlichen Körpern. Die Brücke mit ihren Figuren und mehrere Themengruppen führen zu ihm hin. Die Kompositionen zeigen verschiedene Seiten des Lebens, von der Kindheit bis zum Alter.
Der Eintritt in den Park ist kostenlos, und er ist rund um die Uhr geöffnet. Komm zur Öffnungszeit oder nach dem Abendessen, um den Menschenmassen auszuweichen. Eine Straßenbahn fährt zum Park, mit einer Haltestelle am Haupteingang.
- Anreise: mit der Straßenbahn bis zur Haltestelle am Haupteingang des Parks.
4. Königliches Schloss
© W. Bulach · CC BY-SAFoto: W. Bulach, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDas Schloss auf dem Hügel am Ende der Karl Johans gate dient als Residenz der norwegischen Monarchen. Es wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts aus hellem Stein im neoklassizistischen Stil erbaut. Vor der Fassade steht ein Reiterstandbild, und ein großer Park umgibt das Gelände.
Im Sommer werden Führungen durch die Prunkräume angeboten. Tickets gibt es vor Ort, am Wochenende ist die Schlange länger. In der übrigen Zeit kannst du frei durch den umliegenden Park spazieren.
Die Wachablösung findet täglich statt und zieht am Zaun eine Menschenmenge an. Prüfe vor deinem Besuch die genauen Zeiten auf der offiziellen Website des Schlosses.
- Anreise: zu Fuß vom Storting die Karl Johans gate hinauf.
5. Das Rathaus von Oslo
© Leif Rostgaard Niels… · CC BYFoto: Leif Rostgaard Niels…, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia CommonsDas Rathaus steht am Rådhusplassen direkt am Fjord. Seine roten Backsteintürme sind schon von den Fähren aus sichtbar, die sich der Stadt nähern, und von einem von ihnen erklingt ein Glockenspiel. Der Bau nahm in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mehrere Jahrzehnte in Anspruch.
Jedes Jahr im Dezember wird hier der Friedensnobelpreis verliehen. Der Stadtrat tagt in der zentralen Halle. Die Wände zeigen Wandmalereien norwegischer Künstler und eine astronomische Uhr mit Tierkreiszeichen.
Der Eintritt ins Rathaus ist frei, werktags ist es tagsüber geöffnet. Eine Turmführung wird separat gebucht. Aus den Fenstern siehst du den Hafen und das Viertel Aker Brygge.
- Anreise: nimm die U-Bahn bis zur Station Stortinget und geh dann Richtung Wasser.
6. Das Opernhaus
© Rafał Konieczny · CC BY-SAFoto: Rafał Konieczny, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDas Opernhaus im Viertel Bjørvika sieht aus wie ein weißer Eisberg am Wasser. Es wurde zu Beginn dieses Jahrhunderts eröffnet und wurde sofort zu einem Wahrzeichen der Stadt. Das Dach besteht aus weißen Steinplatten, und es ist erlaubt, darauf zu gehen.
Rampen führen dich direkt aufs Dach, von wo aus du einen Blick über den Fjord hast. Im Sommer sonnen sich die Leute auf dem Dach, und in der Lobby gibt es ein Café. Das Foyer ist den größten Teil des Tages kostenlos zugänglich.
Eine Backstage-Führung wird gegen Gebühr gebucht. Nimm daran teil, wenn dich interessiert, wie eine der modernsten Bühnen Europas funktioniert. Das Theater liegt nur einen Steinwurf vom Hauptbahnhof entfernt.
- Anreise: zu Fuß vom Osloer Hauptbahnhof entlang der Uferpromenade.
7. Das Parlamentsgebäude (Storting)
© Christian David · CC BY-SAFoto: Christian David, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDas Storting steht im Zentrum, an der Karl Johans gate. Das gelbe, runde Parlamentsgebäude ist leicht an seiner Kuppel und den Säulen zu erkennen. Der Plenarsaal ist als Amphitheater angelegt, die Sitze der Abgeordneten sind kreisförmig angeordnet.
Im Inneren gibt es eine Porträtgalerie und eine Gemäldesammlung. Im Sommer werden kostenlose Führungen angeboten, aber du kannst nur mit Reservierung daran teilnehmen. Die Plätze sind schnell vergeben, also buche im Voraus.
Auf den breiten Stufen vor der Fassade sitzen die Leute gern. Hier beginnt dein Fußweg zum Schloss, entlang der Hauptstraße der Stadt.
- Anfahrt: im Zentrum, ein kurzer Fußweg von der U-Bahn-Station Stortinget.
8. Festung Akershus
© Photo © 2005 by Tomasz Sienicki [user: tsca , mail: tomasz.sienicki at gmail.com] · CC BYFoto: Photo © 2005 by Tomasz Sienicki [user: tsca , mail: tomasz.sienicki at gmail.com], CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.5), Wikimedia CommonsDie Festung Akershus erhebt sich über dem Hafen und gilt als das älteste Bauwerk Oslos. Die Stadt wuchs bereits im Mittelalter um ihre Mauern herum. Das Schloss wurde in der Renaissance umgebaut und später mit einer Steinmauer umgeben.
Das Festungsgelände ist kostenlos begehbar. Im Inneren befinden sich das Widerstandsmuseum und das Museum der Streitkräfte sowie alte Kasematten. Einige Bereiche sind in der Nebensaison geschlossen, daher lohnt es sich, die Öffnungszeiten vor Ort zu prüfen.
Von hier hast du einen der schönsten Blicke auf den Hafen und das Rathaus. Komm am Abend, wenn weniger Reisegruppen hier heraufkommen. Vom Storting sind es nur wenige Gehminuten.
- Anfahrt: zu Fuß vom Rathausplatz, den Hang hinauf.
9. Das Kon-Tiki-Museum
© Grzegorz Wysocki · CC BYFoto: Grzegorz Wysocki, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia CommonsDieses Museum auf Bygdøy ist Thor Heyerdahl und seinen Reisen gewidmet. Unter Glas stehen das Kon-Tiki-Floß, das Schiff Ra II und das Schilfboot Tigris. Heyerdahl überquerte den Pazifik auf einem Balsaholzfloß und bewies, dass Menschen in der Antike solche Reisen hätten unternehmen können.
Du siehst Expeditionsausrüstung, Dokumente und persönliche Gegenstände des Reisenden. Eine separate Halle ist als künstliche Höhle der Osterinsel gestaltet. Es gibt auch ein Kino und einen Souvenirladen.
Das Museum liegt neben dem Fram-Schiff auf derselben Halbinsel. Beides lässt sich gut in einem Besuch verbinden. Nimm die Fähre hierher, wenn du die Stadt vom Wasser aus sehen möchtest.
- Anfahrt: mit der Fähre vom Rathaus oder mit dem Bus nach Bygdøy.
10. Astrup-Fearnley-Museum
© Ottestad · CC BY-SAFoto: Ottestad, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDas Astrup Fearnley steht an der Uferpromenade von Bjørvika, direkt am Wasser. Es ist eine private Sammlung zeitgenössischer Kunst, die von einer einzigen Familie zusammengetragen wurde. Das Gebäude mit seinem geschwungenen Glasdach gilt als eines der besten Architekturwerke der Stadt.
Die Galerien zeigen Werke von Künstlerinnen und Künstlern des 20. und 21. Jahrhunderts. Die Ausstellungen wechseln, daher lohnt es sich, das aktuelle Programm auf der Website zu prüfen. In der Nähe gibt es einen kleinen Skulpturenpark und eine Uferzone.
Der Eintritt ist kostenpflichtig, mittwochs gibt es manchmal einen freien Abend. Prüfe den Zeitplan vor deinem Besuch. Vom Bahnhof aus erreichst du es zu Fuß entlang der Uferpromenade.
- Anfahrt: zu Fuß vom Hauptbahnhof entlang Bjørvika.
11. Das Fram-Museum
© Pudelek (Marcin Szala) · CC BY-SAFoto: Pudelek (Marcin Szala), CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDas Fram-Museum auf Bygdøy zeigt das stärkste Holzschiff der Geschichte. Fridtjof Nansen und Roald Amundsen segelten mit ihr Richtung Pole. Der Rumpf war so gebaut, dass das Eis das Schiff nach oben drücken würde, statt es zu zerdrücken.
Du kannst an Deck klettern und in das Schiff hineinschauen. Die Ausstellung erzählt die Geschichte von drei Polarexpeditionen und dem Leben der Besatzung an Bord. Separate Hallen sind den Tieren der Arktis und Antarktis gewidmet.
Das Museum ist täglich geöffnet: im Sommer von früh morgens bis abends, den Rest des Jahres bis zur Dunkelheit (Stand: 09/2026, offizielle Website). Ein Erwachsenenticket kostet 180 Kronen (Stand: 09/2026, offizielle Website). Komm zur Öffnungszeit, bevor Gruppen das Deck füllen.
- Für wen: alle, die sich für Polarexpeditionen und Seefahrtsgeschichte interessieren.
- Anfahrt: mit der Fähre vom Rathaus zur Haltestelle Bygdøy.
12. Nobel-Friedenszentrum
© Canaan · CC BY-SAFoto: Canaan, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDas Friedenszentrum steht am Rathausplatz, direkt neben dem Rathaus. Es erzählt die Geschichte des Friedensnobelpreises und seiner Preisträger. In den Galerien gibt es interaktive Bildschirme, die du berühren kannst, um alle gewünschten Informationen zu erhalten.
Die Ausstellung wechselt und ist oft einem einzigen Jahresthema gewidmet. Hier finden auch Vorträge und Begegnungen mit Preisträgern statt. Du kannst die Geschichte des Preises auch ohne Führung gut erfassen.
Das Zentrum ist täglich geöffnet; die genauen Zeiten findest du auf der Website des Zentrums. Der Eintritt ist kostenpflichtig, ein Erwachsenenticket kostet rund 180 Kronen (Stand: 09/2026, offizielle Website). Kinder haben freien Eintritt.
- Anfahrt: am Rathausplatz, zwei Minuten vom Fähranleger.
13. Henie-Onstad-Kunstzentrum
© Leifern · CC BY-SAFoto: Leifern, CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/), Wikimedia CommonsDas Zentrum am Fjordufer außerhalb der Stadt wurde von der Eiskunstläuferin Sonja Henie und ihrem Mann Niels Onstad gegründet. Sie schenkten ihre Sammlung Norwegen, und das Gebäude wurde Ende der 1960er-Jahre eröffnet. Die ersten Werke in den Galerien stammten von Picasso, Matisse und Léger.
Sonja Henie gewann mehr Eiskunstlauf-Titel als jede andere vor ihr. Sie schuf die Show „Holiday on Ice" und brachte den Sport auf die Weltbühne. Ein eigener Raum zeigt ihre Auszeichnungen, Kostüme und ihr Archiv.
Heute zeigt das Zentrum Kunst des 20. Jahrhunderts und zeitgenössische Projekte. Es wird von der Stiftung der Familie Onstad finanziert. Das Grab der Gründerin befindet sich am Eingang des Gebäudes.
Das Gebäude steht in einem Skulpturenpark mit Blick aufs Wasser. Neben Gemälden bietet das Zentrum Konzerte, Theateraufführungen und Vorträge. Im Sommer ist die offene Terrasse in Betrieb, im Winter leeren sich die Galerien.
Ein paar Stunden reichen, um die Sammlung zu sehen, aber mit einem Konzert kannst du den ganzen Abend bleiben. Kauf dein Ticket online, wenn du die Warteschlange überspringen willst.
Das Zentrum ist montags geschlossen. Du erreichst es mit dem Bus vom Stadtzentrum, die Fahrt dauert etwa eine halbe Stunde.
- Anreise: mit dem Bus vom Stadtzentrum nach Høvikodden.
14. Dom zu Oslo
Der Dom steht am Stortorvet, einen Schritt von der Hauptstraße entfernt. Er dient als offizielle Kirche der königlichen Familie, hier finden Krönungen und Hochzeiten statt. Das heutige Gebäude wurde Ende des 17. Jahrhunderts im niederländischen Barockstil errichtet. Es ist bereits die dritte Kirche an diesem Ort: Die beiden Vorgängerbauten wurden durch Brände zerstört.
© Hans A. Rosbach · CC BY-SAFoto: Hans A. Rosbach, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsIm Inneren gibt es eine alte Orgel und einen Uhrturm, der seit dem frühen 18. Jahrhundert läuft. Eine separate Kapelle ist für das stille Gebet geöffnet. Unter den Reliquien sticht die silberne Komposition „Das letzte Abendmahl" hervor.
Die Wände sind mit Werken bekannter Meister bemalt, und im Inneren ist der Dom in traditionellen Blau- und Gelbtönen gehalten. Draußen empfängt dich ein massiver Turm mit Bronzetüren. Darauf sitzt eine hohe Turmspitze, die von der Hauptstraße aus sichtbar ist.
Die Decke ist mit Gemälden verziert, und über dem Altar hängt ein großes Bild. Die Domorgel erklingt oft bei Abendkonzerten, die für alle zugänglich sind.
Der Eintritt ist frei, und im Sommer ist der Dom tagsüber geöffnet. Geh am Morgen, wenn weniger Gruppen unterwegs sind und das Licht weich ist. In der Nähe gibt es Cafés und Geschäfte, und das Rathaus ist wenige Gehminuten entfernt.
- Anreise: zu Fuß vom Hauptbahnhof entlang der Karl Johans gate.
15. Freizeitpark Tusenfryd
© Bjoertvedt · CC BY-SAFoto: Bjoertvedt, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsNorwegens größter Freizeitpark liegt in einem Vorort südlich von Oslo und heißt Tusenfryd. Er hat Achterbahnen mit Loopings und Freefall-Abfahrten. Ein eigener Bereich ist einem Wasserpark mit Wasserrutschen gewidmet.
Das Ticket wird als „All-inclusive" verkauft und deckt die meisten Attraktionen ab. Der Park ist in der warmen Jahreszeit geöffnet und im Winter geschlossen. Prüfe vor deiner Reise den Kalender, wenn du ein bestimmtes Event mitnehmen willst.
Die Fahrt vom Zentrum dauert mit dem Bus etwa eine halbe Stunde. Komm zur Öffnungszeit: Gegen Mittag werden die Schlangen länger. Bring Wechselkleidung mit, wenn du den Wasserpark besuchen willst.
- Für wen: Familien mit Kindern und Adrenalin-Fans.
- Anreise: mit dem Bus bis zur Haltestelle am Parkeingang.
16. Botanischer Garten
© Helge Høifødt · CC BY-SAFoto: Helge Høifødt, CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/), Wikimedia CommonsDer Botanische Garten nimmt einen ganzen Block im Stadtteil Tøyen ein. Die Sammlung umfasst Tausende Pflanzen aus aller Welt. Manche Arten gibt es in freier Natur nicht mehr, sie werden nur noch hier im Garten erhalten.
Du läufst durch das Palmenhaus, den Duftgarten und das Arboretum. Im Arboretum wächst eine sehr alte Kastanie. Die Pflanzen sind nach Familien und Arten geordnet, ein Spaziergang hier ist also auch lehrreich.
Der Garten ist ab dem frühen Morgen geöffnet, im Sommer länger als im Winter. Am Wochenende öffnet er später. Der Eintritt ist frei, und der Garten ist ein guter Ort für eine Pause zwischen Museumsbesuchen.
- Anfahrt: zu Fuß vom Stadtteil Grønland oder mit der Straßenbahn bis Tøyen.
17. Norwegisches Volksmuseum
© P. Hughes · CC BYFoto: P. Hughes, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0), Wikimedia CommonsDas Volksmuseum auf Bygdøy funktioniert wie ein Freilichtdorf. Häuser und Kirchen aus ganz Norwegen wurden in den Park umgesetzt. Du gehst eine Straße des alten Oslo entlang und wirfst einen Blick in Bauernhöfe.
Auch die Stabkirche aus Gol, die weiter unten beschrieben wird, steht hier. Eine eigene Ausstellung ist der samischen Kultur gewidmet. Im Sommer finden im Museum Feste und Handwerksvorführungen statt.
Das Museum ist täglich geöffnet, meist vom späten Vormittag bis zum frühen Abend (Stand: 09/2026, offizielle Website). Manche Häuser sind im Winter geschlossen. Du erreichst es mit Bus oder Fähre nach Bygdøy.
- Anfahrt: mit Bus oder Fähre zur Halbinsel Bygdøy.
18. Ekeberg-Skulpturenpark
Der Ekeberg erstreckt sich über einen Hang oberhalb der Stadt. Der Park wurde vom Sammler Christian Ringnes geschaffen, der ihn Oslo geschenkt hat. Zu sehen sind Werke von Salvador Dalí, Marc Quinn und anderen bekannten Künstlern.
© Kjetil Ree · CC BY-SAFoto: Kjetil Ree, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDie Skulpturen bestehen aus unterschiedlichen Materialien und stehen weit voneinander entfernt. Dazwischen hast du Ausblicke auf den Fjord und das Stadtzentrum. Vom örtlichen Aussichtspunkt soll Munch „Der Schrei" gemalt haben.
Der Eintritt ist frei, und der Park ist rund um die Uhr geöffnet. Geh zu Fuß hinunter, wenn du einen Spaziergang mit Hafenblick verbinden möchtest. Die Straßenbahn hält am Fuß des Parks.
- Anfahrt: mit der Straßenbahn bis zur Haltestelle am Fuß des Ekeberg.
19. Skimuseum

Das Skimuseum nimmt einen Teil des Holmenkollen-Komplexes ein. Skifahren gilt als norwegischer Nationalsport, und die Sammlung hier wurde über Jahrzehnte aufgebaut. Du siehst Felszeichnungen von Skifahrern und alte Schneeschuhe.
Zu den Exponaten gehören vier Meter lange Skier und Ausrüstung der königlichen Familie. Ein eigenes Archiv dokumentiert die Geschichte des Sports und von Expeditionen. Im Shop gibt es Skianzüge und Bücher.
Das Museum ist täglich geöffnet, im Sommer länger als im Winter. Tickets werden zusammen mit dem Skisprunglift oder einzeln verkauft. Prüf die Öffnungszeiten vor Ort, sie ändern sich im Sommer.
- Der Haken: ein Teil der Ausstellung ist in der Nebensaison geschlossen.
- Anfahrt: mit der U-Bahn bis zur Station Holmenkollen, dann zu Fuß bergauf.
20. St.-Olavs-Dom
© Nemo bis · CC BY-SAFoto: Nemo bis, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDer St.-Olavs-Dom wurde Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut. Er ist die katholische Hauptkirche Norwegens, geweiht zu Ehren des Täufers des Landes. Königin Josephine schenkte der Kathedrale eine Kopie der „Sixtinischen Madonna".
Die Buntglasfenster der Kirche stammen vom Künstler Emanuel Vigeland. Innen wirkt die Kathedrale dank ihrer hohen Fenster hell. Abends finden hier oft Orgelkonzerte statt.
Der Eintritt ist in der Regel frei, der Gottesdienstplan hängt an der Tür. Besuch die Kirche tagsüber, um das Innere ohne Unterbrechungen zu sehen. Die Kathedrale liegt wenige Gehminuten von der Hauptstraße entfernt.
- Anfahrt: zu Fuß von der Karl Johans gate in Richtung Festung Akershus.
21. Munch-Museum
© Annikdance · CC BY-SAFoto: Annikdance, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDas Munch-Museum ist in einen Neubau an der Uferpromenade von Bjørvika umgezogen. Es beherbergt die größte Sammlung von Werken Edvard Munchs: Gemälde, Druckgrafiken und persönliche Gegenstände. Der Höhepunkt ist natürlich „Der Schrei".
Die Ausstellung verteilt sich über mehrere Etagen, und du siehst verschiedene Schaffensperioden des Künstlers. Eine Version des „Schreis" ist dauerhaft ausgestellt, die anderen werden im Depot aufbewahrt. Plane zwei bis drei Stunden für einen vollständigen Besuch ein.
Das Museum ist die ganze Woche geöffnet: Sonntag bis Dienstag bis zum Abend, an den übrigen Tagen länger (Stand: 09/2026, offizielle Website). Ein Erwachsenenticket kostet etwas über zwanzig Euro; den genauen Preis findest du auf der Website des Museums.
- Anfahrt: zu Fuß vom Hauptbahnhof entlang der Uferpromenade von Bjørvika.
22. Stabkirche Gol
© Francesco Bini · CC BY-SAFoto: Francesco Bini, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Stabkirche Gol steht im Norwegischen Volksmuseum. Sie ist eine der wenigen erhaltenen Stabkirchen des Landes. Sie wurde vor über hundert Jahren aus der Gemeinde Gol hierher versetzt, um sie vor dem Abriss zu retten.
Der Bau stammt aus dem 13. Jahrhundert, manche Elemente sind sogar noch älter. Die erste schriftliche Erwähnung datiert aus dem frühen 14. Jahrhundert. Im Inneren sind Malereien aus dem 17. Jahrhundert erhalten und im gedämpften Licht nahe dem Eingang sichtbar.
Das Gerüst ist aus nordischer Kiefer in einer besonderen Technik gebaut. Zwischen die senkrechten Pfosten sind Bretter eingepasst, und die tragenden Säulen sind zu einem stabilen Rahmen verbunden. Diese Bauweise und das Kiefernharz erklären, warum das Gebäude Jahrhunderte überdauert hat.
Im Lauf der Zeit wurde die Kirche verändert: Fenster wurden eingeschnitten, das Kirchenschiff verbreitert und der Umgang um den Chor entfernt. Jede Dachebene ist mit Schindeln gedeckt und von einer geschnitzten Spitze gekrönt. Eine niedrige Tür führt ins Innere, und der Boden im Vorraum ist mit Stein gepflastert.
Schau dir die Schnitzereien und Gewölbedecken an. Die Kirche ist im Museumsticket enthalten, eine separate Zahlung ist also nicht nötig. In der Nähe stehen weitere historische Häuser und Höfe mit Haushaltsgegenständen.
In der Nebensaison sind manche Häuser geschlossen, prüf also vorab den Zeitplan.
- Anfahrt: auf dem Gelände des Norwegischen Volksmuseums auf Bygdøy.
23. Historisches Museum
© Vidariv · CC BY-SAFoto: Vidariv, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDas Historische Museum im Zentrum von Oslo verteilt sich über mehrere Etagen. Im Erdgeschoss sind Funde von der Steinzeit bis zur Wikingerzeit ausgestellt: Waffen, Schmuck und Werkzeuge. Außerdem gibt es eine Waffenkammer mit Rüstungen und Klingen.
Solange das Wikingerschiffmuseum geschlossen ist, wurde ein Teil seiner Sammlung hierher verlegt. Die Ausstellungen VÌKINGR und Miðgarðr führen dich in das Leben und den Glauben der Wikinger ein (Stand: 09/2026, Museumsseite). Das ist der einzige Ort in Oslo, an dem du derzeit authentische Objekte aus dieser Epoche sehen kannst.
Im zweiten Stock befindet sich eine Sammlung von Münzen und Banknoten aus verschiedenen Jahrhunderten. Dazu gehört Geld aus anderen Völkern, das mit Reisenden nach Norwegen gelangte, und sogar alte Schatzfunde. Ein eigener Raum ist der Münzsammlung gewidmet.
Die dritte Etage ist die ethnografische Abteilung. Du siehst ägyptische Mumien, mexikanische Stickereien, Kleidung der Inuit und Schamanentrommeln. Das Museum zeigt, wie die Norweger andere Kulturen betrachteten und was sie aus fernen Ländern mitbrachten.
Das Museum ist montags geschlossen. Im Sommer hat es längere Öffnungszeiten als im Winter. Du kannst von der Hauptstraße der Stadt dorthin laufen.
- Anfahrt: Geh von der Karl Johans gate in Richtung Universität.
24. Dreifaltigkeitskirche
© Bjørn Erik Pedersen · CC BY-SAFoto: Bjørn Erik Pedersen, CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/), Wikimedia CommonsDie Dreifaltigkeitskirche steht in der Nähe des Viertels Grønland. Der neugotische Backsteinbau mit zwei Türmen bietet Hunderten Gläubigen Platz. Sie wurde im frühen 19. Jahrhundert nach einem Entwurf eines deutschen Architekten erbaut.
Die Kirche ist für ihre Buntglasfenster bekannt. Licht, das durch das farbige Glas fällt, erfüllt den Innenraum mit verschiedenen Farbtönen. Über dem Altar hängt ein großes Gemälde der Taufe Christi.
Der Eintritt ist frei, und die Kirche ist tagsüber geöffnet. Schau vorbei, wenn du die Museen satt hast und etwas Ruhe suchst. Vom Bahnhof sind es nur wenige Gehminuten.
- Anfahrt: Geh vom Hauptbahnhof durch Grønland.
25. Nationaltheatret
© Godot13 · CC BY-SAFoto: Godot13, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDas Nationaltheatret steht am Platz vor der Hauptstraße. Es wurde Ende des 19. Jahrhunderts eröffnet und ist seither die wichtigste Bühne des Landes. Denkmäler der Dramatiker Henrik Ibsen und Bjørnstjerne Bjørnson stehen am Eingang.
Im Inneren gibt es eine Sammlung von Porträts und Büsten, und die Wände sind mit Gemälden norwegischer Künstler geschmückt. Ibsens Stücke wurden hier lange Zeit aufgeführt, weshalb das Theater als sein Zuhause galt. Tickets für Vorstellungen kaufst du im Voraus.
Du kannst dir das Gebäude auch bei einem Spaziergang von außen ansehen. Am Abend ist die Fassade schön beleuchtet. Vom Storting sind es ein paar Gehminuten.
- Anfahrt: gegenüber der U-Bahn-Station Nationaltheatret.
26. Technisches Museum
© Trond Strandsberg · CC BY-SAFoto: Trond Strandsberg, CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/), Wikimedia CommonsDas Technische Museum in Oslo ist interaktiv. Hier kannst du alles anfassen und in Gang setzen, Theorie ist nicht nötig. Du baust ein Modell zusammen, siehst Haushaltsgeräte aus vergangenen Zeiten und wirfst einen Blick in die „Unsichtbare Welt".
Eine eigene Halle widmet sich erneuerbarer Energie: Sonne, Wasser und Luft. Die Technologiesammlung wurde bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aufgebaut. Exponate wurden von Fabriken und privaten Besitzern gespendet.
Das Museum ist für Erwachsene und Kinder gleichermaßen interessant. Plane ein paar Stunden ein, wenn du alle Hallen sehen möchtest. Die genauen Öffnungszeiten und Tickets findest du auf der Website des Museums.
- Anfahrt: mit der Straßenbahn ins Viertel Tøyen, dann zu Fuß.
27. Reptilienpark
© Chell Hill · CC BY-SAFoto: Chell Hill, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDer Reptilienpark befindet sich in geschlossenen Räumen und umfasst mehrere Hallen. Hier leben Schlangen, Warane, Giftfrösche und Spinnen. Es gibt ein Zwergkrokodil, Schildkröten und Meeresfische.
Du gehst an Aquarien und Terrarien vorbei, und die ruhigsten Schlangen darfst du auf die Hand nehmen. Dienstags wird am frühen Abend eine Fütterung gezeigt. Die Begegnung mit einer Boa constrictor im zweiten Stock wird für Kinder unvergesslich sein.
Der Park ist täglich bis fast zum Abend geöffnet. Tickets kaufst du am Eingang. Von der Hauptstraße erreichst du ihn zu Fuß oder mit der Straßenbahn.
- Für wen: Familien mit Kindern und Liebhaber exotischer Tiere.
- Anfahrt: zu Fuß oder mit der Straßenbahn von der Karl Johans gate.
28. Norwegisches Schifffahrtsmuseum
© Hans-Petter Fjeld · CC BY-SAFoto: Hans-Petter Fjeld, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5), Wikimedia CommonsDas Schifffahrtsmuseum auf Bygdøy erzählt von Norwegens Verbindung zum Meer. Du erfährst etwas über Fischerei, Walfang und die Arbeit seismischer Vermessungsflotten. Eigene Hallen sind der Rettung von im Eis eingeschlossenen Schiffen gewidmet.
Guides erklären, wie Schiffsrümpfe gebaut werden und warum manche Konstruktionen Stürmen standhalten und andere nicht. Das Museum beherbergt eine Sammlung maritimer Gemälde von Marinemalern, die das Meer und Stürme darstellten.
Im Modellbecken kannst du das Ruder übernehmen und dich wie ein Kapitän fühlen. Auch die Geschichte des Walfangs und seine heutigen Einschränkungen werden hier gezeigt.
Die Ausstellung ist für Kinder und Erwachsene ohne maritime Vorkenntnisse zugänglich. Wenn du auf Bygdøy bist, plane etwa eine Stunde für das Museum ein.
Das Museum hat Sommer- und Winteröffnungszeiten, im Sommer ist es länger geöffnet. Prüfe die Zeiten im Voraus, denn in der Zwischensaison öffnen die Hallen später.
Es liegt neben dem Fram-Museum, daher lassen sich beide gut bei einem Ausflug besuchen.
- Anfahrt: mit der Fähre oder dem Bus nach Bygdøy.
29. Nationalgalerie
© Bjørn Erik Pedersen · CC BY-SAFoto: Bjørn Erik Pedersen, CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/), Wikimedia CommonsDie alte Nationalgalerie ist heute Teil des neuen Nationalmuseums. Es wurde an der Uferpromenade eröffnet und vereint Malerei, Design und Architektur unter einem Dach (Stand: 09/2026, Website des Nationalmuseums). Auch eine der Versionen von „Der Schrei" ist hierher umgezogen.
In den Sälen sind Werke von Renoir, Picasso, Van Gogh und Monet zu sehen. Es gibt einen Bereich mit mittelalterlichen Ikonen und Räume für zeitgenössische Kunst. Die Sammlung reicht vom späten 18. Jahrhundert bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts, von der Romantik bis zur Postmoderne.
Munchs „Der Schrei" wurde einst direkt aus der Galerie gestohlen, aber einige Monate später wiederbeschafft. Heute wird das Gemälde anders bewacht, und weitere Werke des Künstlers hängen in der Nähe. Wenn du dich für norwegische Malerei interessierst, beginne deinen Besuch hier.
In den oberen Etagen werden Design, Möbel und Architekturmodelle gezeigt. Wechselausstellungen ändern sich mehrmals im Jahr, also prüfe vorab, was gerade zu sehen ist. Eine vollständige Besichtigung dauert mindestens drei Stunden.
Das Museum ist montags geschlossen. Erwachsenentickets sind kostenpflichtig; den genauen Preis findest du auf der Website. Komm zur Öffnungszeit, um „Der Schrei" ohne Warteschlange zu sehen.
- Anfahrt: zu Fuß vom Rathausplatz in Richtung Uferpromenade.
30. Henrik-Ibsen-Museum

Das Ibsen-Museum steht neben dem Park des Königlichen Schlosses. Der Dramatiker verbrachte hier die letzten Jahre seines Lebens. Sein Arbeitszimmer ist erhalten, als wäre der Besitzer nur kurz hinausgegangen.
Die übrigen Räume wurden restauriert, aber die Einrichtung spiegelt das frühe 20. Jahrhundert wider. Ibsen starb im Schlafzimmer. Heute gehört das Museum zum Nationalmuseum (Stand: 09/2026, Nasjonalmuseet).
Besuche sind nur im Rahmen einer geführten Tour mit fester Zeit möglich. Tickets solltest du im Voraus kaufen, da die Plätze begrenzt sind. Schau vorbei, wenn Ibsens Stücke dich ansprechen.
- Anfahrt: zu Fuß vom Königlichen Schloss.
Museumstickets und Stadtführungen buchst du am besten im Voraus: In der Hochsaison sind die Schlangen an den Kassen lang, und Plätze für Bootsausflüge sind schnell ausverkauft.
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Oslo Sehenswürdigkeiten auf der Karte
Wir haben alle dreißig Punkte auf einer Karte zusammengestellt. Öffne sie, um deine Route nach Stadtteilen zu planen und unnötige Kilometer zu vermeiden.
Sehenswürdigkeiten von Oslo
Orte auf der Karte
- 1Wikingerschiffsmuseum Drei Schiffe aus der Wikingerzeit, geschlossen bis zur Eröffnung des neuen Gebäudes 2027
- 2Holmenkollen Eine Skisprungschanze mit Panoramablick auf den Fjord und das Zentrum
- 3Vigeland-Skulpturenpark Hunderte Bronze- und Granitfiguren von Gustav Vigeland
- 4Königspalast Die Residenz der norwegischen Könige, täglicher Wachwechsel
- 5Rathaus Der Ort, an dem der Friedensnobelpreis verliehen wird
- 6Opernhaus Ein weißes „Eisberg"-Dach, auf dem man laufen kann
- 7Parlamentsgebäude Das gelbe runde Gebäude des Storting mit Säulen und Kuppel
- 8Festung und Schloss Akershus Oslos ältestes Gebäude mit Blick auf den Hafen
- 9Kon-Tiki-Museum Das Floß von Thor Heyerdahl und das Schiff „Ra II"
- 10Astrup-Fearnley-Museum Eine private Sammlung zeitgenössischer Kunst am Wasser
- 11Fram-Museum Das stärkste Holzschiff in der Geschichte der Polarexpeditionen
- 12Nobel-Friedenszentrum Die Geschichte des Friedensnobelpreises und seiner Preisträger
- 13Henie-Onstad-Kunstzentrum Die Sammlung von Sonja Henie und Niels Onstad, Picasso und Matisse
- 14Osloer Dom Die offizielle Kirche der Königsfamilie seit dem 17. Jahrhundert
- 15Vergnügungspark TusenFryd Norwegens größter Vergnügungspark mit Wasserpark
- 16Botanischer Garten Tausende Pflanzen, ein Palmenhaus und ein Arboretum
- 17Norwegisches Museum für Kulturgeschichte Ein Freilichtdorf mit Häusern aus ganz Norwegen
- 18Ekeberg-Skulpturenpark Werke von Salvador Dalí und anderen Künstlern über dem Fjord
- 19Skimuseum Die Geschichte des Nationalsports im Holmenkollen-Komplex
- 20St.-Olav-Kathedrale Norwegens wichtigste katholische Kirche mit Vigeland-Glasfenstern
- 21Munch-Museum Die größte Sammlung von Werken Edvard Munchs
- 22Stavkirche von Gol Eine Stavkirche aus dem 13. Jahrhundert, aus der Gemeinde Gol versetzt
- 23Historisches Museum Funde aus der Wikingerzeit und eine ethnografische Sammlung
- 24Dreifaltigkeitskirche Eine gotische Backsteinkirche mit Buntglasfenstern
- 25Nationaltheater Die wichtigste Theaterbühne des Landes, Denkmäler für Ibsen und Bjørnson
- 26Norwegisches Museum für Wissenschaft und Technik Interaktive Exponate für Erwachsene und Kinder
- 27Reptilienpark Schlangen, Warane und ein Zwergkrokodil unter einem Dach
- 28Norwegisches Schifffahrtsmuseum Die Geschichte der norwegischen Fischerei und des Walfangs
- 29Nationalgalerie Renoir, Picasso, Van Gogh und Munchs „Der Schrei"
⁉️🤔 Häufige Fragen
Wie viele Tage brauchst du für Oslo?
Zwei volle Tage reichen, um das Stadtzentrum und die Halbinsel Bygdøy zu sehen. Am ersten Tag läufst du die Hauptstraße vom Bahnhof bis zum Schloss und zur Festung entlang. Am zweiten Tag nimm dir Zeit für die Bygdøy-Museen und den Vigelandpark. Wenn du auch das Munch-Museum besuchen möchtest, plane einen dritten Tag ein.
Wann ist die beste Reisezeit für Oslo?
Am angenehmsten ist die Zeit von Mai bis September. Die Tage sind lang, die Fähren nach Bygdøy fahren häufig, und die Parks bleiben bis in den späten Abend geöffnet. Im Winter wird es in der Stadt früh dunkel, dafür sind die Loipen am Holmenkollen offen. Im Juni und Juli sind die meisten Touristen unterwegs und die Warteschlangen am längsten.
Was kannst du in Oslo kostenlos ansehen?
Der Vigeland-Skulpturenpark, der Ekebergpark und der Botanische Garten verlangen keinen Eintritt. Auch das Gelände der Festung Akershus ist frei zugänglich für Spaziergänge. Das Foyer und das Dach des Opernhauses kannst du ohne Ticket besichtigen. Das ist ein guter Plan für einen Tag, wenn du bei den Museen sparen möchtest.
Wie kommst du in Oslo von A nach B?
Im Stadtzentrum kannst du zu Fuß gehen, für weiter entfernte Ziele gibt es Straßenbahnen, Busse und die U-Bahn. Ein Ticket gilt für alle Verkehrsmittel und kostet mehr, wenn du es beim Fahrer kaufst. Die Fähre nach Bygdøy ist in der städtischen Tarifzone enthalten. Lade dir die App des Verkehrsbetriebs herunter, dann musst du keinen Ticketautomaten suchen.
Lohnt sich der Oslo Pass?
Der Pass rechnet sich, wenn du innerhalb von ein oder zwei Tagen mehrere kostenpflichtige Museen besuchen möchtest. Er beinhaltet freien Eintritt und die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs. Für einen Kurztrip mit zwei Museen ist es günstiger, normale Tickets zu kaufen. Vergleiche die Preise vor dem Kauf auf der offiziellen Website.
Kurz gesagt: was du buchen solltest
Wenn du nur einen Tag hast, starte mit Bygdøy: Das Fram-Museum, die Kon-Tiki und das Norsk Folkemuseum liegen alle dicht beieinander. Wenn du mehr Zeit hast, nimm dir einen separaten Tag für das Stadtzentrum und die Festung Akershus.
Wenn du wenig Zeit hast: Mach eine Stadtführung durchs Zentrum und besuche das Munch-Museum. Wenn du mit Kindern unterwegs bist: Ergänze den Reptilienpark und Tusenfryd. Wenn du Kunst magst: Plane das Nationalmuseum und den Vigelandpark ein.


