
Was es in Porto zu sehen gibt: 30 Orte mit Tickets und Öffnungszeiten
Porto liegt auf Hügeln über dem Douro. An einem Tag schaffst du nicht einmal die Hälfte. Dreißig Hauptsehenswürdigkeiten verteilen sich auf beide Ufer, vom Bahnhof São Bento bis zur Seilbahn in Gaia. Diese Liste versammelt die Orte, die in einer Erstreise-Route am häufigsten auftauchen: Kathedralen, Brücken, Museen und Aussichtspunkte. Die Altstadt von Porto gehört seit 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe (Stand: Tourismusbüro Porto).
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Was du in Porto zuerst sehen solltest
Die Liste folgt der Logik eines Spaziergangs, nicht dem Alphabet. Die ersten Stationen liegen im Zentrum, dann steigst du zum Fluss hinab und setzt ans linke Ufer über. Für Porto brauchst du mindestens zwei Tage: Die Auf- und Abstiege kosten Zeit.
💡 Kurz gesagt:
- Starte deine Route am Bahnhof São Bento und an der Praça da Liberdade.
- Geh bergab Richtung Ribeira und beende den Tag am Ufer von Gaia.
- Buche Tickets für die Livraria Lello, den Clérigos-Turm und Serralves vorab online.
- Preise, Tickets und Öffnungszeiten: 09/2026, geprüft auf der offiziellen Website.
Wenn du wenig Zeit hast, wähle drei Sehenswürdigkeiten, die dich ansprechen.
Ort | Was es ist | Für wen |
|---|---|---|
Livraria Lello | eine Buchhandlung mit Jugendstil-Interieur | alle, die Details und Atmosphäre lieben |
Clérigos-Turm | ein Aussichtspunkt über der Stadt | alle, die ein vollständiges Panorama wollen |
Seilbahn Gaia | eine Fahrt über den Douro | Familien und Fotografen, denn der Blick öffnet sich ohne jeden Aufstieg |
Serralves | ein Museum und Park | Liebhaber zeitgenössischer Kunst |
Brücke Dom Luís I | eine Brücke und Uferpromenade | alle, die zum ersten Mal hier sind |
Palácio da Bolsa | Palastinterieurs aus dem 19. Jahrhundert | alle, die sich für die Stadtgeschichte interessieren |
Die Porto.CARD bietet freien Eintritt zu mehreren Museen und Rabatte auf Stadtführungen (Stand: 09/2026, offizielle Karten-Website). Die Karte rechnet sich, wenn du drei Museen besuchen und den Turm besteigen willst. Speichere sie auf deinem Handy; eine Papierversion ist nicht nötig.
1. Praça da Liberdade
Die Praça da Liberdade eröffnet die Route und dient als Verwaltungszentrum Portos. Die Rua das Flores, die Straße der Meisterjuweliere, führt dich dorthin. Unterwegs kommst du an Schaufenstern mit Gold und Silber vorbei und stehst, ehe du dich versiehst, auf dem Hauptplatz der Stadt.
In der Mitte steht ein Denkmal für König Pedro IV: ein bronzener Reiter auf einem Marmorsockel. Gegenüber erhebt sich der Turm des Rathauses, und Banken, Cafés und Hotels säumen den Platz. Es ist ein praktischer Ort für den Tagesstart, denn sowohl der Bahnhof als auch die Rua de Santa Catarina liegen in der Nähe.
- Anfahrt: Vom Bahnhof São Bento bis zum Platz sind es wenige Gehminuten.
- Für wen: alle, die Porto zum ersten Mal besuchen.
- Nicht für: alle, die Ruhe suchen; hier ist immer viel los.
© Diego Delso · CC BY-SAFoto: Diego Delso, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons2. Museu Nacional de Soares dos Reis
Das Nationalmuseum Soares dos Reis (Museu Nacional de Soares dos Reis) befindet sich im Palácio das Carrancas im Stadtzentrum. Es ist eine der ältesten öffentlichen Sammlungen des Landes. Die Geschichte der Sammlung beginnt nach dem Bürgerkrieg, als Klöster geschlossen wurden und ihr Besitz irgendwo gelagert werden musste.
© Reading Tom from Reading, UK · CC BYFoto: Reading Tom from Reading, UK, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0), Wikimedia CommonsDie Bestände wurden zunächst im Zentrum Portos untergebracht, und Mitte des 20. Jahrhunderts zogen sie in die geräumigen Säle des Palasts um. Das Museum ist nach dem Bildhauer António Soares dos Reis benannt, der jahrelang die Sammlung systematisierte.
Heute siehst du portugiesische Malerei, Skulptur, handgefertigte Möbel, Keramik und Metallarbeiten vom 18. bis zum 20. Jahrhundert. Unter den Künstlern sind Sequeira, Roquemont und Resende, außerdem gibt es Werke von Soares dos Reis selbst. Das Museum ist klein, und ein paar Stunden reichen für einen Besuch.
- Anfahrt: Das Museum ist zu Fuß von der Praça da Liberdade erreichbar.
- Für wen: alle, die die portugiesische Kunst in einem einzigen Besuch verstehen wollen.
- Der Haken: Weltberühmte Gemälde gibt es hier nicht; es ist eher eine Einführung in die nationale Schule.
3. Buchhandlung Livraria Lello
Die Livraria Lello kennen selbst Menschen, die kaum Bücher lesen. Das Geschäft wurde von den Brüdern Lello eröffnet, um das Familienverlagswesen auszubauen. Das Gebäude mit seiner neugotischen Fassade wurde Anfang des 20. Jahrhunderts nach dem Vorbild des Klosters in Batalha errichtet. Innen erwarten dich eine Treppe mit roten Stufen, ein Buntglasfenster mit der Aufschrift „Würde in der Arbeit" und Bücherregale unter stuckverzierten Gewölben.
Über hundert Jahre machte das Geschäft schwere Zeiten durch, darunter eine Insolvenz, gewann aber das öffentliche Interesse zurück, nachdem eine Geschichte die Innenräume mit den Harry-Potter-Büchern in Verbindung brachte. Tausende Leser kommen, um die Ähnlichkeit zu prüfen, deshalb ist der Eintritt inzwischen ticketpflichtig.
Tickets werden nur online ausgegeben und enthalten einen Gutschein für einen Buchkauf (Stand: 09/2026, offizielle Ticket-Website). Wähle ein Zeitfenster am Morgen: Bis zur Mittagszeit füllt sich der Saal.
- Anfahrt: Nur einen Steinwurf vom Clérigos-Turm entfernt, mitten im Zentrum.
- Für wen: alle, die Architektur und Bücher lieben.
- Der Haken: Im Sommer bildet sich am Eingang eine Schlange, und ohne Zeitfenster kommst du nicht hinein.
© Nan Palmero from San Antonio, TX, USA · CC BYFoto: Nan Palmero from San Antonio, TX, USA, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons4. Kirche São Francisco
Die Kirche São Francisco (Igreja de São Francisco) wurde im gotischen Stil an der Wende vom 14. zum 15. Jahrhundert erbaut. Gleich am Eingang begrüßt dich eine Marmorstatue des heiligen Franziskus in einer Nische unter einer Rosette.
Im Inneren ist alles mit Vergoldung überzogen, weshalb die Kirche „goldene" genannt wird. Mehr als vierhundert Kilogramm Gold stecken in den geschnitzten Verzierungen. Der hölzerne „Stammbaum Jesse" mit Figuren von Königen und Propheten hinterlässt einen starken Eindruck. Adlige und Mitglieder des Franziskanerordens ruhen in der unterirdischen Krypta.
Die Fassade mit ihren filigranen Gittern, dem Glockenturm und den Heiligenstatuen oben ist schon von weitem gut zu erkennen. Verweile am Fenster mit dem Kruzifix: Davor kommt die Schnitzarbeit besonders gut zur Geltung.
- Anfahrt: Neben dem Palácio da Bolsa und der Uferpromenade von Ribeira.
- Für wen: alle, die Portos reichstes Interieur sehen wollen.
- Der Haken: Die Kirche und der Museumsteil sind nur mit Ticket zugänglich; der Eintritt ist nie frei.
© xiquinhosilva from Cacau · CC BYFoto: xiquinhosilva from Cacau, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons5. Ponte Dom Luís I
Die Ponte Dom Luís I überspannt den Douro und verbindet Porto mit den Weinkellern von Vila Nova de Gaia. Den Entwurf erarbeitete Théophile Seyrig, ein Schüler von Eiffel. Der weiche Flussgrund machte es unmöglich, Pfähle zu rammen, deshalb hängt die Brücke auf einem einzigen riesigen Bogen über dem Wasser.
Die Brücke hat zwei Ebenen. Unten fahren Autos und gehen Fußgänger, oben verkehrt eine Metrolinie. Von der oberen Ebene erreichst du eine Aussichtsplattform mit dem besten Blick auf die Ribeira und die Ziegeldächer.
Komm zum Sonnenuntergang. Zieh dich nur warm an, dort oben ist es immer windig.
- Anfahrt: Geh zur Ribeira hinunter und lauf über die Brücke hinauf oder nimm die Metro.
- Für wen: alle, die die ganze Stadt sehen wollen.
- Der Haken: Der Aufstieg zur Brücke ist lang, und es gibt dort fast keinen Schatten.
© Diego Delso · CC BY-SAFoto: Diego Delso, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons6. Ponte da Arrábida
Der Bau der Ponte da Arrábida dauerte zehn Jahre, eröffnet wurde sie Anfang der sechziger Jahre. Das Projekt stammt von Ingenieur Cardoso. Ein einziger Stahlbetonbogen von über fünfzig Metern Höhe spannt sich über den Douro, und das Bauwerk funktioniert seither zuverlässig.
Anfangs glaubten nur wenige an die Tragfähigkeit der Brücke, heute ist sie die sechste Brücke über den Douro und ein Denkmal von nationaler Bedeutung. Sie verbindet das Weinanbaugebiet mit der Stadt und hat der Branche spürbar geholfen. Von der Fahrbahn aus eröffnet sich ein weites Panorama auf den Fluss.
- Anfahrt: Die Brücke führt den Verkehr nach Gaia und weiter Richtung Meer, auch Fußwege gibt es hier.
- Für wen: alle, die mit dem Auto unterwegs sind.
- Der Haken: Der Verkehr ist dicht, ein gemütlicher Spaziergang über die Brücke ist daher kaum möglich.

7. Kathedrale von Porto
Die Kathedrale von Porto (Sé do Porto) steht am höchsten Punkt der Altstadt und erinnert an eine Festung. Der romanische Bau wurde im 12. Jahrhundert errichtet, und die Stadt wuchs um ihn herum. Die Hauptfassade mit ihrer Rosette und dem zinnenbewehrten Mauerabschluss ist aus dem ursprünglichen Erscheinungsbild erhalten.
Zwei quadratische Türme an den Seiten werden von Kuppeln und Spitzen gekrönt, über dem Mitteleingang erhebt sich ein Rundbogengewölbe. Später wurde der Kathedrale eine gotische Kapelle mit dem Grab des Malteserritters João Gordo angefügt, und in der Nähe entstand ein Kloster. Der Innenhof ist mit Azulejo-Fliesen gepflastert.
Im Inneren erwarten dich schwere Bögen, massive Säulen und ein silberner Barockaltar. Die Kathedrale ist weithin sichtbar, deshalb wurde in der Nähe eine Aussichtsplattform eingerichtet. Von hier aus lassen sich die Ziegeldächer und der Fluss leicht fotografieren.
Geschnitzte Kirchenbänke, antike Möbel und Gemälde in schweren Rahmen versetzen dich zurück ins Mittelalter.
- Anfahrt: vom Bahnhof São Bento aus durch die Gassen der Altstadt hinauf, zu Fuß etwa zehn Minuten.
- Für wen: alle, die sich für romanische Architektur interessieren.
- Der Haken: Zur Kathedrale geht es bergauf, das solltest du bei Hitze bedenken.
© @Miguel A. García.🎈 from Ólvega., España · CC BYFoto: @Miguel A. García.🎈 from Ólvega., España, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons8. Casa da Música
Die Casa da Música sieht aus wie ein riesiger geschliffener Kristall und steht am Kreisverkehr Boavista, an der Grenze zwischen Alt- und Neustadt. Der Entwurf stammt vom niederländischen Architekten Rem Koolhaas. Anlass war die Ernennung Portos zur europäischen Kulturhauptstadt.
Das Gebäude wurde Anfang des 21. Jahrhunderts eröffnet und sofort zu einem Wahrzeichen der modernen Architektur. Eine spezielle Betonmischung ermöglichte eine tragfähige Hülle ohne zusätzliche Stützen. Im Inneren befinden sich ein großer Konzertsaal, zehn Proberäume, Aufnahmestudios und Unterrichtsräume.
Die Panoramafenster des Hauptsaals öffnen sich gleichzeitig zu zwei Seiten der Stadt. Um den Straßenlärm zu dämpfen, wurde wellenförmiges Glas in die Fenster eingesetzt. Auch wenn du kein Konzert besuchst, lohnt sich eine Führung durch das Gebäude.
Alle Bereiche sind durch Treppen, Aufzüge und Rolltreppen verbunden, sodass sich das Gebäude von innen gut erkunden lässt. Die Konzertsäle haben die Form rechteckiger Boxen: Dadurch wird eine saubere Akustik erreicht. Bei der Eröffnung wurde der Entwurf als Koolhaas' gelungenstes Projekt bezeichnet und mit der Berliner Philharmonie verglichen. Nimm an einer Führung teil, sonst bleiben dir die Details des Innenraums verschlossen.
- Anfahrt: Haltestelle am Kreisverkehr Boavista, ein paar Stationen vom Zentrum entfernt.
- Für wen: Liebhaber moderner Architektur und Musik.
- Der Haken: Ohne Konzertticket oder Führung kommst du nicht hinein.
© Estevoaei · CC BY-SAFoto: Estevoaei, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons9. Clérigos-Turm und -Kirche
Der Clérigos-Komplex besteht aus einer Kirche, einem ehemaligen Krankenhaus und einem hohen Glockenturm. Die Bauleitung hatte der italienische Architekt Nicolau Nasoni, und die Arbeiten zogen sich wegen des weichen Bodens in die Länge. Der Glockenturm wurde später als die übrigen Bauwerke errichtet, und Nasoni selbst wurde in der Kirche beigesetzt.
Der Turm bietet den besten Panoramablick über die Stadt. Der Aufstieg führt über eine enge Wendeltreppe und kostet Kraft, doch das Panorama öffnet sich in alle vier Himmelsrichtungen. Der im Entwurf vorgesehene zweite Turm wurde nie gebaut.
Die Kirche überrascht mit ihrer Barockfassade: Steinreliefs, Heiligenstatuen in Nischen und ein dreistufiges Kreuz an der Spitze. Heute finden hier Konzerte, Veranstaltungen und Führungen statt.
- Anfahrt: im Zentrum, nur einen Steinwurf von der Livraria Lello entfernt.
- Für wen: alle, die für die Aussicht den Aufstieg auf sich nehmen.
- Der Haken: Die Wendeltreppe ist eng, der Aufstieg anstrengend.
© Alvesgaspar · CC BY-SAFoto: Alvesgaspar, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Kirche selbst steht direkt neben dem Turm und ist eines der ältesten Gebäude des Komplexes. Besichtige sie zusammen mit dem Turm mit einem Kombiticket.
Der Glockenturm ist als Weltkulturerbe gelistet, deshalb wird die Restaurierung mit besonderer Sorgfalt durchgeführt.
10. Palácio da Bolsa
Der Palácio da Bolsa steht an der Praça do Infante Dom Henrique im historischen Zentrum. Das neoklassizistische Gebäude wurde Mitte des 19. Jahrhunderts an der Stelle einer abgebrannten Kirche errichtet. Viele Jahre lang trafen sich hier Kaufleute, heute wird der Palast als Museum genutzt.
Die Menschen kommen wegen des Arabischen Saals: Maurische Muster, Schnitzereien und Vergoldungen bedecken Wände und Decke. Im Präsidentensalon sind alte Fresken und Gemälde zu sehen, und über dem Saal der Nationen spannt sich eine Glaskuppel mit den Wappen verschiedener Länder.
Die große Treppe und die Ausstattung der Säle zeigen, wie die kaufmännische Elite der Stadt lebte.
Die Kuppel über dem Saal der Nationen wurde von Tomás Soler geschaffen, die Innenräume vollendete Meister Sousa. Das Gebäude wurde als Sitz der Handelsvereinigung errichtet, deshalb ist die Ausstattung voller kaufmännischer Symbole. Der Arabische Saal dient noch heute Empfängen für Staatsoberhäupter, daher können einige Räume während Veranstaltungen geschlossen sein. Prüfe den Führungsplan im Voraus.
- Anfahrt: neben der Kirche São Francisco, hinunter Richtung Fluss.
- Für wen: alle, die Palastinterieurs lieben.
- Der Haken: Der Zutritt ist nur mit einer geplanten Führung möglich.
© Ray Swi-hymn from Sijhih-Taipei, Taiwan · CC BY-SAFoto: Ray Swi-hymn from Sijhih-Taipei, Taiwan, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia Commons11. Carmo-Kirche
Die Carmo-Kirche (Igreja do Carmo) an der Praça de Gomes Teixeira ist im Rokokostil erbaut. Ihre Seitenfassade ist mit blau-weißen Azulejo-Fliesen verkleidet: Das Fliesenbild zeigt die Geschichte des Karmeliterordens. Die Spitze der Hauptfassade ist mit Statuen von Evangelisten und Propheten geschmückt.
Im Inneren glänzt alles vor Gold: Sieben Altäre sind mit vergoldeten Schnitzereien überzogen. Daneben steht die Karmeliterkirche, und die beiden Kirchen sind durch ein nur einen Meter breites Wohnhaus getrennt. Nach katholischen Regeln durften zwei Kirchen nicht direkt aneinanderstehen, deshalb entstand dieses schmale Gebäude zwischen ihnen.
- Anfahrt: nur einen Steinwurf vom Clérigos-Turm entfernt.
- Für wen: alle, die ungewöhnliche urbane Details suchen.
- Der Haken: Das schmalste Haus selbst kannst du nicht betreten, es ist nur von der Straße aus zu sehen.
© Pedro from Maia (Porto), Portugal · CC BYFoto: Pedro from Maia (Porto), Portugal, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons12. SEA LIFE Aquarium
Das SEA LIFE Aquarium steht im Stadtpark, direkt am Meer. Es ist kleiner als andere europäische Aquarien, doch Gestaltung und Auswahl der Bewohner sind starke Punkte. In den Hallen siehst du Haie, Zitterrochen, Seepferdchen und tropische Fische.
Das Hauptaquarium heißt „Neptuns Königreich": Ein Tunnel führt dorthin, durch den du direkt am Glas entlanggehst. Einige der Tiere wurden in Gefangenschaft geboren und kommen in freier Wildbahn kaum vor. Die Fütterung der Bewohner findet mehrmals täglich statt, und es lohnt sich, darauf zu warten.
Auf dem Dach des Pavillons gibt es eine Aussichtsplattform mit Blick aufs Meer, in der Nähe liegen ein Café und ein Spielplatz. Plane zusätzliche Zeit ein: Kinder wollen meist nicht mehr gehen.
- Anfahrt: im westlichen Teil des Stadtparks, an der Küste.
- Für wen: Familien mit Kindern, denn hier ist alles auf junge Besucher ausgerichtet.
- Der Haken: Der Eintritt ist kostenpflichtig, und das Aquarium selbst ist kompakt.
© Joseolgon · CC BY-SAFoto: Joseolgon, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons13. Bischofspalast
Der Bischofspalast (Paço Episcopal) steht neben der Kathedrale und gehört dem Spätbarock an. Die Residenz der Bischöfe war bereits im 12. bis 13. Jahrhundert geplant, und der Palast behielt seine Funktion bis ins 19. Jahrhundert. Das Gebäude wurde mehrfach umgebaut: erst erweitert, dann mit einem barocken Erscheinungsbild versehen.
Heute siehst du eine weiße rechteckige Fassade mit braunen Fensterrahmungen und einem dunklen Granitportal. Über dem Balkon prangt das Wappen von Bischof de Mendonça. Im Inneren erstreckt sich ein Vestibül mit Marmorgewölben und korinthischen Säulen.
Die Nischen zwischen den Säulen sind mit Azulejo-Fliesen geschmückt, die Szenen aus dem Leben der Bischöfe zeigen. Wirf einen Blick in den Innenhof: Er verleiht dem Gebäude eine intime Atmosphäre.
- Anfahrt: direkt an der Kathedrale von Porto, auf der oberen Terrasse der Altstadt.
- Für wen: alle, die die Kathedrale schon gesehen haben und nicht weit laufen möchten.
- Der Haken: Nur ein Teil der Räume ist zugänglich, der Rest wird als Büros genutzt.
© Krzysztof Golik · CC BY-SAFoto: Krzysztof Golik, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons14. Kloster Serra do Pilar
Das Augustinerkloster Serra do Pilar (Mosteiro da Serra do Pilar) steht am Hochufer des Douro und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der Bau begann im 16. Jahrhundert im Auftrag von König Johann III. und zog sich über Jahrzehnte hin.
Das Kloster nahm eine strategische Position ein und diente im Englisch-Französischen Krieg als Verteidigungspunkt. Der Herzog von Wellington arbeitete hier, und während des Bürgerkriegs waren Truppen in dem Gebäude stationiert.
Heute gehört mehr als die Hälfte der Gebäude dem Militär und ist für Besucher gesperrt. Der zugängliche Teil beeindruckt trotzdem: Der Renaissance-Entwurf der Kirche folgt einem römischen Vorbild, die Gewölbe sind mit Schnitzereien bedeckt, und an den Wänden hängen Gravuren auf Gold. Neben dem Kloster öffnet sich ein rundes Panorama auf Porto und die Brücke Dom Luís I.
Der Aussichtspunkt an den Klostermauern ist rund um die Uhr geöffnet und kostet keinen Eintritt. Er eignet sich gut, um den Sonnenuntergang über dem Douro zu fotografieren. Zur Brücke Dom Luís I. gehst du in wenigen Minuten hinunter.
- Anfahrt: Nimm die Metro bis zur Station Jardim do Morro und geh dann bergauf.
- Für wen: alle, die den besten Blick auf die Brücke und Ribeira wollen.
- Der Haken: Ein Teil des Geländes ist gesperrt, und der Zugang ins Innere ist begrenzt.
© Rodrigo Tetsuo Argenton · CC BY-SAFoto: Rodrigo Tetsuo Argenton, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons15. Stadtpark
Der Stadtpark (Parque da Cidade) wurde Anfang des 21. Jahrhunderts für Besucher geöffnet und erstreckt sich über mehr als achtzig Hektar. Es gibt Rasenflächen, Spazierwege, Haine und von Landschaftsarchitekten gestaltete Blumenbeete. Die Einheimischen halten den Park für den besten Ort zum Entspannen.
Bänke und Eisstände säumen die Wege, Cafés haben geöffnet. Verschlungene Pfade führen zu Seen direkt am Meer, wo du ein Boot mieten kannst. Der Wasserpavillon, der für die Weltausstellung Expo gebaut wurde, steht noch auf dem Gelände. Heute wird er von der Stadtverwaltung betrieben.
Im Park leben nicht nur Landtiere: Hier arbeitet ein privates Meeresaquarium, in dem du Unterwasserlebewesen sehen kannst. Zwischen den Bäumen gibt es ausgewiesene Picknickplätze.
Auf den Rasenflächen treiben Menschen Sport. Die Wege sind markiert, sodass du dich leicht zum Meer orientieren kannst. An Wochenenden füllen Familien mit Kindern und Läufer den Park.
- Anfahrt: mit Bus oder Metro in den westlichen Teil der Stadt Richtung Meer.
- Für wen: Familien und alle, die eine Pause von der Stadt wollen.
- Der Haken: Der Park ist sehr groß, und bis zu den Seen und zum Meer ist es ein langer Fußweg.
© RuiMMSousa · CC BY-SAFoto: RuiMMSousa, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons16. Portweinmuseum
Das Portweinmuseum (Museu do Vinho do Porto) befindet sich in einem ehemaligen Wasserreservoir aus dem 18. Jahrhundert. Die Ausstellung erzählt die dreihundertjährige Geschichte der Portweinproduktion und -lagerung.
© Estevoaei · CC BY-SAFoto: Estevoaei, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsHier siehst du alte Rabelo-Boote, mit denen Weinfässer den Douro hinuntertransportiert wurden, Eichenfässer, Etiketten und ungewöhnlich geformte Flaschen. Ein eigener Raum zeigt alle Reifestadien des Getränks.
Im Verkostungsraum kannst du mehrere Sorten probieren und den Unterschied zwischen ihnen verstehen. Frag das Personal nach der Reifung: Am Geschmack erkennst du sie besser als am Etikett.
- Anfahrt: an der Uferpromenade von Ribeira, direkt am Fluss.
- Für wen: alle, die Portwein vor dem Kauf verstehen wollen.
- Der Haken: Ohne Verkostung erzählt dir das Museum vom Wein, lässt dich aber nichts probieren.
17. Straßenbahnmuseum
Das Straßenbahnmuseum (Museu do Carro Elétrico) steht am Fluss, in einem ehemaligen Kraftwerksgebäude. Es deckt die gesamte Geschichte des Straßenbahnverkehrs in Porto ab: von Pferdebahnen bis zu modernen Wagen.
Die Exponate wurden in fahrbereiten Zustand restauriert. In der Halle steht eine zwölfsitzige Pferdebahn, die in den 1870er-Jahren in Dienst ging und später als Beiwagen hinter elektrischen Straßenbahnen lief. Du findest hier auch seltene Wagen, die ausschließlich für Porto gebaut wurden, und eine amerikanische Straßenbahn aus den 1930er-Jahren.
Du kannst in die Wagen einsteigen, dich auf den Fahrersitz setzen und alles anfassen. Für Kinder ist das der spannendste Teil des Museums.
Alte Fahrscheine, Streckenpläne und Fotografien der Stadt sind neben den Wagen ausgestellt. Einige Exponate wurden erst vor Kurzem aus dem Dienst genommen und sehen daher fast neu aus. Das Museum ist klein, aber für Verkehrsfans ein Muss.
- Anfahrt: am Fluss auf der Porto-Seite, in einem ehemaligen Kraftwerksgebäude.
- Für wen: Familien mit Kindern und Verkehrsfans.
- Der Haken: Die Ausstellung ist nicht sehr groß; eine Stunde ist mehr als genug.
© Tom Page from London, UK · CC BY-SAFoto: Tom Page from London, UK, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia Commons18. Serralves Museum für zeitgenössische Kunst
Serralves war das erste Museum für zeitgenössische Kunst in Portugal. Das Museum eröffnete Ende des 20. Jahrhunderts auf dem Gelände eines Anwesens mitten in einem Park. Der Komplex ist riesig, aber das Gebäude selbst wirkt kompakt.
© Gabriel de Andrade Fernandes from São Paulo, Brasil · CC BY-SAFoto: Gabriel de Andrade Fernandes from São Paulo, Brasil, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia CommonsArchitekt Vieira entwarf die zentralen, hölzernen und marmornen Säle, ein Atrium und Galerien. Heute zeigen die Säle Werke zeitgenössischer Künstler, darunter Horn, Oldenburg und die portugiesischen Künstlerinnen Helena Almeida und Paula Rego. Der „Spiegelpavillon" am Wasser zeigt Kurzfilme.
Ein einziges Ticket deckt die gesamte Stiftung ab: Museum, Park, Villa und Kinohaus (Stand: 09/2026, offizielle Website). Plane einen halben Tag ein, um sowohl die Säle als auch den Park zu schaffen.
- Anfahrt: abseits des Zentrums; der Bus ist bequemer.
- Für wen: Liebhaber zeitgenössischer Kunst und Parkspaziergänge.
- Der Haken: Museum und Park lassen sich bei einem Besuch nicht vollständig abdecken.
19. Kristallpalast-Gärten
Die Kristallpalast-Gärten (Jardim do Palácio de Cristal) wurden auf einem Hügel über dem Douro angelegt. Der Park erhielt seinen Namen von dem Eisen- und Glaspalast, der Mitte des 19. Jahrhunderts für eine internationale Ausstellung eröffnet wurde. Der Palast selbst ist längst verschwunden: An seiner Stelle steht ein Pavillon aus den 1950er-Jahren.
© JP Bennett from Yamato, Japan · CC BYFoto: JP Bennett from Yamato, Japan, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia CommonsGeblieben sind die Themengärten: der Rosengarten, der Garten der Gefühle und der Garten der Düfte. Pfaue laufen frei über die Wege und nehmen bereitwillig Leckerbissen an. Die Terrassen des Parks bieten einen der besten Blicke auf die Brücke Dom Luís I. und Ribeira.
In der Nähe arbeitet das Romantische Museum in einer ehemaligen Villa und zeigt Interieurs vergangener Epochen. Komm am Abend, wenn die Hitze nachlässt.
- Anfahrt: geh von Ribeira bergauf oder nimm den Bus.
- Für wen: alle, die schöne Aussichten und einen ruhigen Spaziergang wollen.
- Der Haken: Ein steiler Anstieg führt zum Park hinauf.
20. Straße Santa Catarina
Die Straße Santa Catarina (Rua de Santa Catarina) ist das Einkaufsherz von Porto. Sie ist eine etwa eineinhalb Kilometer lange Fußgängerzone, und es lohnt sich, sie in gemütlichem Tempo in voller Länge abzulaufen.
Die Fassaden der Gebäude sind mit Azulejo-Fliesen geschmückt, die biblische und historische Szenen darstellen, wodurch die Straße wie ein Freilichtmuseum wirkt. Boutiquen, Souvenirläden und Cafés konzentrieren sich hier. Viele kommen wegen des historischen Cafés mit seinen luftigen Backwaren.
Zum Einkaufen gehst du besser an einem Wochentag: Sonntags sind die Geschäfte geschlossen. Schau dir bei deinem Besuch die schmalen Balkone und Wappen an den Fassaden genauer an.
Die Cafés an der Straße sind teurer als die in den Seitengassen, daher lohnt es sich, für einen Kaffee abzubiegen. Am Abend leert sich die Straße fast, aber die Schaufenster beleuchten die gefliesten Fassaden.
- Anfahrt: zu Fuß vom Bahnhof São Bento oder vom Platz der Freiheit.
- Für wen: alle, die einen Spaziergang mit Einkaufen verbinden wollen.
- Der Haken: Sonntags sind die Geschäfte geschlossen, und an Wochentagen ist die Straße überfüllt.
© António M.L. Cabral · CC BYFoto: António M.L. Cabral, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.5), Wikimedia Commons21. Kirche Santo Ildefonso
Die Kirche Santo Ildefonso (Igreja de Santo Ildefonso) steht direkt am Platz Batalha. Der Bau der Barockkirche dauerte ab dem frühen 18. Jahrhundert dreißig Jahre: Zuerst wurde der Mittelteil errichtet, danach die Glockentürme an beiden Seiten.
Die Fassade ist mit Stuck und blau-weißen Azulejo-Kacheln verkleidet. Das Kachelbild zeigt Szenen aus dem Leben des heiligen Ildefonso und aus dem Evangelium, für das Mosaik wurden mehr als elftausend Kacheln verwendet. Im Inneren siehst du einen reich verzierten Altaraufsatz, den Nasoni entworfen hat.
Die Kirche wurde mehr als einmal restauriert: nach einem Hurrikan im frühen 19. Jahrhundert und nach dem Beschuss der Stadt in den 1930er-Jahren. Der Innenraum ist zurückhaltender als die Fassade, aber die Altarschnitzerei verdient Aufmerksamkeit.
- Anfahrt: zwischen der Rua de Santa Catarina und dem Bahnhof São Bento.
- Für wen: für alle, die sich für Azulejos und Barock interessieren.
- Der Haken: Es ist eine aktive Kirche, während der Gottesdienste kommst du nicht hinein.
22. Kirche São Lourenço
Die Kirche São Lourenço (Igreja de São Lourenço) wurde im 16. Jahrhundert erbaut und verbindet Monumentalität mit üppigem Barockschmuck an der Fassade. Errichtet wurde die Kirche von Jesuitenmönchen, die Mitte des 18. Jahrhunderts jedoch aus der Stadt vertrieben wurden.
Die Kirche ging an die Universität von Coimbra und später an die Augustiner über. In Lissabon nannte man die Augustinermönche „Grillenbrüder", daher stammt der zweite Name der Kirche: Grilos.
Heute ist hier das Museum für sakrale Kunst und Archäologie untergebracht. Im Inneren siehst du authentische Relikte aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Führungen werden gegen Spende angeboten, einen festen Preis gibt es nicht.
Wirf auch einen Blick in die benachbarten Gassen: Hier sind kaum Menschenmassen unterwegs.
- Anfahrt: nahe der Uferpromenade von Ribeira, nicht weit von der Kathedrale.
- Für wen: für alle, die sich für religiöse Kunst interessieren.
- Der Haken: kein fester Eintrittspreis, du zahlst per Spende.
© Joseolgon · CC BYFoto: Joseolgon, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0), Wikimedia Commons23. Kirche Santa Clara
Die Kirche Santa Clara (Igreja de Santa Clara) verbirgt sich hinter einer schlichten grauen Fassade, und man läuft leicht daran vorbei. Nicht hineinzugehen wäre ein Fehler: Hinter der Tür liegt einer der prächtigsten Innenräume der Stadt.
Geschnitzte Rokoko- und Barockornamente sind mit Blattgold überzogen. Im 17. Jahrhundert gestaltete der Künstler Miguel da Silva die Innenräume: Engel, Putten und heilige Märtyrer füllen die Wände. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Holzdecke und die überdachte Galerie.
Die Kirche wurde im 15. Jahrhundert als Teil eines Franziskanerklosters für Klarissinnen erbaut. Die Ironie: Eine Predigt der Armut steht hier neben der üppigsten Ausstattung.
- Anfahrt: oberhalb von Ribeira, nahe dem Platz Batalha.
- Für wen: für alle, die Portos unerwartetstes Interieur sehen möchten.
- Der Haken: Es ist eine aktive Kirche, der Eintritt ist nicht zu jeder Zeit möglich.
© Pedro from Maia (Porto), Portugal · CC BYFoto: Pedro from Maia (Porto), Portugal, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons24. Kirche der Barmherzigkeit
Die Kirche der Barmherzigkeit (Igreja da Misericórdia) steht an der Rua das Flores, zwischen Häusern aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Die Straße hat Gitterfenster, Metallbalkone und Adelswappen an den Fassaden bewahrt.
Die Kirche wurde im späten 16. Jahrhundert neben einem Armenhaus erbaut und im folgenden Jahrhundert renoviert. Die Fassade erhielt barocke Girlanden, Festons und das königliche Wappen. Im Inneren sind die Wände mit Holzschnitzereien und Azulejo-Kacheln gestaltet, der Hauptaltar stammt aus dem 16. Jahrhundert.
In der Kirche gibt es ein kleines Museum. Hauptexponat ist das Gemälde „Quelle des Lebens" des flämischen Künstlers Colijn de Coter.
- Anfahrt: im Zentrum, auf dem Weg von der Praça da Liberdade nach Ribeira.
- Für wen: für alle, die durchs Zentrum schlendern und ohne Eile hineinschauen möchten.
- Der Haken: Das Museum ist klein, der Besuch dauert nur wenige Minuten.
© Manuel de Sousa · CC BY-SAFoto: Manuel de Sousa, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons25. Militärmuseum
Das Militärmuseum von Porto (Museu Militar) ist im Gebäude einer ehemaligen Geheimpolizei-Zentrale untergebracht. Es ist nicht groß, aber jeder Besucher findet hier etwas für sich.
Die Sammlung von Zinnsoldaten ist am beeindruckendsten: Die Figuren zeigen Uniformen von Armeen verschiedener Länder und sind bis ins kleinste Detail ausgearbeitet. Eigene Räume erzählen vom Krieg gegen Napoleon und vom Bürgerkrieg. Die Verteidigung der Stadt, die fast ein Jahr dauerte, wird ausführlich dargestellt.
Wertvollstes Exponat des Museums ist das Schwert von Henriques, dem ersten König Portugals. Auch ein Maschinengewehr des Nationalhelden Aníbal Milhais wird hier aufbewahrt.
Eine eigene Vitrine ist den Helden des Ersten Weltkriegs gewidmet. Die Ausstellung ist kompakt, du schaffst sie in unter einer Stunde. Das Personal erklärt auf Nachfrage gern Details.
- Anfahrt: im historischen Zentrum, zu Fuß von der Kathedrale erreichbar.
- Für wen: für alle, die sich für Militärgeschichte interessieren.
- Der Haken: Die Ausstellung ist kompakt, der Saal ist für einen gemütlichen Besuch ausgelegt.
© JotaCartas · CC BY-SAFoto: JotaCartas, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons26. Museum Welt der Entdeckungen
Das Museum Welt der Entdeckungen ist den portugiesischen Seefahrern und ihren Entdeckungen gewidmet. Die Reisen von Magellan, Bartolomeu Dias und Vasco da Gama werden auf multisensorischen Bildschirmen und in Kulissen nachgestellt.
Du durchläufst zwanzig Szenen mit Tropen, exotischen Pflanzen, Burgen und Städten des Ostens. Damit alles authentisch wirkt, treten die Mitarbeiter des Museums in Kostümen des 15. Jahrhunderts auf.
Am Ende gehst du durch einen Tunnel in Form des Kaps der Guten Hoffnung. Das Museum ist für Erwachsene und Kinder gleichermaßen spannend, also bring die ganze Familie mit.
- Anfahrt: im westlichen Teil der Stadt, näher am Meer.
- Für wen: Familien mit Kindern, denn es gibt viel Interaktivität.
- Der Haken: Die Tickets sind kostenpflichtig, und einige Szenen richten sich an Schulkinder.
© Joseolgon · CC BY-SAFoto: Joseolgon, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons27. Coliseu Porto
Das Coliseu Porto ist bis heute die wichtigste Bühne der Stadt. Hier finden Filmpremieren, Ballett- und Theateraufführungen sowie Konzerte mit klassischer und Popmusik statt.
© Joseolgon · CC BY-SAFoto: Joseolgon, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsAuf dieser Bühne treten sowohl erfahrene Künstler als auch sehr junge Ensembles aus den Schulen der Stadt auf. Vor einigen Jahren wurde das Gebäude renoviert, die Akustik verbessert und der Kinosaal mit moderner Technik ausgestattet. In den Foyers stehen weiche Sofas, auf dem Dach wurde ein Café mit Terrasse eröffnet.
Auch wenn du keine Vorstellung besuchst, lohnt sich ein Blick auf das Art-déco-Gebäude von außen.
- Anfahrt: im Zentrum, nicht weit vom Platz Batalha.
- Für wen: für alle, die einen Abend mit Konzert oder Aufführung planen.
- Der Haken: Tickets für beliebte Veranstaltungen sind im Voraus ausverkauft.
28. Seilbahn Gaia
Die Seilbahn Gaia (Teleférico de Gaia) verbindet die Uferpromenade von Vila Nova de Gaia mit der oberen Ebene der Brücke Luís I. Der größte Teil der Strecke führt über die Dächer des Viertels, jede Kabine bietet Platz für acht Personen.
Hoch über dem Douro liegt alles unter dir offen da. Dieser Aufstieg ist nach Verkostungen in den Weinkellern von Gaia praktisch: Du kommst ohne Anstrengung nach oben.
In der Hochsaison von Ende April bis Ende September fährt die Seilbahn von zehn Uhr morgens bis acht Uhr abends (Stand: 09/2026, offizielle Website). Ein Hin- und Rückfahrticket kostet mehr als eine einfache Fahrt, also entscheide vorher, ob du zu Fuß zurückgehst.
- Für wen: Familien und Fotografen.
- Der Haken: Die Tickets sind kostenpflichtig, und in der Hochsaison füllen sich die Kabinen schnell.
© Estevoaei · CC BY-SAFoto: Estevoaei, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons29. Fernandine Wall
Die Fernandine Wall (Muralha Fernandina) erinnert an das mittelalterliche Porto. Fragmente der mächtigen Anlage und ein restaurierter Abschnitt mit einem Turm sind erhalten, ganz in der Nähe steht die Kathedrale.
Die Verteidigungsmauer wurde im 14. Jahrhundert errichtet und ersetzte die alte Umfriedung. Sie war über sechs Meter hoch und über zwei Meter dick, der Bau dauerte vierzig Jahre. Auf ihrer gesamten Länge gab es siebzehn Tore und dreißig Wachtürme.
Als der Verteidigungsbedarf schwand, wurde der größte Teil der Mauer abgetragen, um Platz für neue Straßen zu schaffen. Die erhaltenen Fragmente wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zum Nationaldenkmal erklärt.
- Wie du hinkommst: direkt neben der Kathedrale von Porto und dem Bischofspalast.
- Für wen: alle, die durch die Oberstadt schlendern.
- Der Haken: nur vereinzelte Abschnitte der Mauer sind erhalten.
© jad99 from Graz, Austria · CC BY-SAFoto: jad99 from Graz, Austria, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia Commons30. São Bento Station
Der Bahnhof São Bento (Estação de São Bento) wurde Anfang des 20. Jahrhunderts eröffnet, als die Eisenbahnstrecke von Lissabon verlängert wurde. Von außen wirkt das Gebäude bescheiden, innen verwandelt es sich in eine Kunstgalerie.
Die Wände der Eingangshalle sind mit Azulejo-Fliesenbildern bedeckt. Der Künstler Jorge Colaço stellte historische Szenen, Szenen aus dem Landleben und Schlachten dar. Die blau-weißen Gemälde sind von farbigen Fliesen gerahmt, die Flächen zwischen den Fenstern mit Ornamenten verziert.
São Bento ist weiterhin ein aktiver Bahnhof für den Nahverkehr. Von hier fahren Züge in Städte und Dörfer im Umkreis von fünfzig Kilometern. Während du auf deinen Zug wartest, hast du Zeit, die Innenräume zu betrachten.
Komm früh am Morgen, wenn die Halle leer ist und das Licht aus den Fenstern gleichmäßig auf die Fliesenbilder fällt. Fotografieren ist ohne Blitz erlaubt. Der Bahnhof liegt nur wenige Gehminuten vom Platz der Freiheit entfernt.
- Wie du hinkommst: Stadtzentrum, wenige Gehminuten vom Platz der Freiheit.
- Für wen: alle, die mit dem Zug in Porto angekommen sind.
- Der Haken: ein aktiver Bahnhof, zu Stoßzeiten voll.
© David Perez · CC BYFoto: David Perez, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0), Wikimedia CommonsPorto Sehenswürdigkeiten auf der Karte
Alle dreißig Punkte sind auf einer Karte zusammengefasst. Markiere dir vor der Reise die Orte, die du sehen willst, damit du eine Route durch die Hügel planen und unnötige Umwege durch das Zentrum vermeiden kannst.
Sehenswürdigkeiten von Porto
Orte auf der Karte
- 1Platz der Freiheit Denkmal für König Peter IV. und der Rathausturm
- 2Nationalmuseum Soares dos Reis Portugiesische Malerei und Skulptur im Palast Carrancas
- 3Buchhandlung Livraria Lello Neugotisches Interieur, das zum Wahrzeichen der Stadt wurde
- 4Kirche São Francisco Vergoldetes Interieur und der „Baum Jesse"
- 5Dom-Luís-I.-Brücke Zweistöckige Brücke mit Aussichtsplattform
- 6Arrábida-Brücke Stahlbetonbogen mit über 50 Metern Höhe
- 7Kathedrale von Porto Romanische Kathedrale am höchsten Punkt der Altstadt
- 8Casa da Música Konzertsaal in Form eines geschliffenen Kristalls
- 9Clérigos-Turm und -Kirche Glockenturm mit dem besten Rundblick über die Stadt
- 10Palácio da Bolsa Arabischer Saal mit maurischen Mustern
- 11Carmo-Kirche Fassade mit Azulejo-Fliesen und sieben goldenen Altären
- 12SEA LIFE Porto Haie, Rochen und der Tunnel „Reich des Neptun"
- 13Bischofspalast Barocke Fassade und Wappen des Bischofs de Mendoça
- 14Kloster Serra do Pilar UNESCO-Stätte mit Panorama auf die Dom-Luís-I.-Brücke
- 15Stadtpark Über 80 Hektar mit Seen am Meer
- 16Portweinmuseum Rabelo-Boote und ein Verkostungsraum
- 17Straßenbahnmuseum Geschichte des Straßenbahnnetzes von Porto
- 18Serralves Portugals erstes Museum für zeitgenössische Kunst
- 19Kristallpalastgärten Gärten der Rosen und Sinne mit Pfauen
- 20Rua de Santa Catarina Fußgängereinkaufsstraße mit Azulejo-Fliesen
- 21Kirche Santo Ildefonso Wandbild aus elftausend Azulejo-Fliesen
- 22Kirche São Lourenço Bekannt als Grilos, ein Museum für sakrale Kunst
- 23Kirche Santa Clara Eines der prächtigsten Interieurs der Stadt
- 24Misericórdia-Kirche Gemälde „Lebensbrunnen" von Colijn de Coter
- 25Militärmuseum Sammlung von Zinnsoldaten und dem Schwert von Henriques
- 26World of Discoveries Reisen von Magellan und Vasco da Gama auf Bildschirmen
- 27Coliseu do Porto Die Hauptbühne der Stadt im Art-déco-Stil
- 28Seilbahn Gaia Verbindet die Uferpromenade von Gaia mit der oberen Brückenebene
- 29Fernandina-Mauer Überreste einer mittelalterlichen Verteidigungsmauer
- 30Bahnhof São Bento Vestibül mit einem Azulejo-Fliesenbild
Tickets für die wichtigsten Museen Portos kaufst du am besten im Voraus: In der Hochsaison werden die Schlangen an den Kassen länger, und manche Zeitfenster sind ein paar Tage im Voraus ausverkauft. Die Karten mit Preisen und Terminen findest du unten.
Touren und Tickets in Porto
Geführte Touren, Tickets ohne Anstehen und Aktivitäten — die meisten Angebote sind kostenfrei stornierbar.
Angebote auf Tiqets ansehenDas Widget wird nach Ihrer Zustimmung geladen.
⁉️🤔 Häufige Fragen
Wie viele Tage brauchst du für Porto?
Zwei Tage reichen für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten: Platz der Freiheit, Kathedrale, Ribeira und das linke Ufer. Wenn du alle dreißig Orte ohne Eile abdecken willst, plane drei Tage ein. Die Altstadt liegt auf Hügeln, und die Fortbewegung kostet Kraft.
Wann ist die beste Reisezeit für Porto?
Mildes Wetter herrscht von Mai bis September, aber im Sommer ist das Zentrum voller Touristen. Im Juli und August bilden sich Schlangen an der Kasse der Seilbahn und bei Livraria Lello. Frühling und Frühherbst sind angenehmer zum Spazierengehen, während von November bis März häufiger Regen fällt.
Was kannst du in Porto kostenlos besichtigen?
Der Platz der Freiheit, die Uferpromenade von Ribeira, die Brücke Dom Luís I, die Straße Santa Catarina und der Kristallpalast-Garten sind kostenlos zugänglich. Auch der Stadtpark hat keinen Eintritt. Museen, der Clérigos-Turm, Paläste und die Seilbahn kosten Eintritt.
Lohnt sich die Porto.CARD?
Die Karte rechnet sich, wenn du mehrere Museen besuchen und den Clérigos-Turm besteigen willst. Sie bietet freien Eintritt und Rabatte auf Touren und kann online im Voraus gekauft werden. Für einen kurzen Spaziergang durch das Zentrum brauchst du die Karte nicht.
Wie kommst du vom Flughafen ins Zentrum von Porto?
Vom Flughafen fährt eine Metrolinie ins Zentrum, die Fahrt dauert etwa eine halbe Stunde. Ein Taxi oder ein vorgebuchter Transfer ist mit Gepäck bequemer, aber teurer. Die Metro bringt dich direkt ins Zentrum, von dort gehst du in der Regel zu Fuß zu deinem Hotel.
Gibt es in Porto Aussichtspunkte?
Ja, die besten Aussichten hast du vom Clérigos-Turm, von der oberen Ebene der Brücke Dom Luís I und vom Aussichtspunkt nahe dem Kloster Serra do Pilar. Auch der Kristallpalast-Garten bietet ein Panorama über Stadt und Fluss. Die Aussichtspunkte sind kostenlos, außer dem Turm, für den du ein Ticket brauchst.
Was solltest du für einen Tag zu Fuß durch die Stadt mitnehmen?
Pack bequeme Schuhe ein: Die Stadt liegt auf Hügeln, und die Straßen sind mit Stein gepflastert. Im Sommer sind Wasser und ein Hut nützlich, im Winter ein Regenschirm. Buche Museums- und Turmtickets online, damit du nicht an der Kasse anstehen musst.
Kurz gesagt: was du buchen solltest
Wenn du zwei Tage hast, beginne mit dem Zentrum und beende den Tag an der Uferpromenade von Gaia. Buche dein Ticket für Livraria Lello und die Besteigung des Clérigos-Turms im Voraus: In der Hochsaison sind die Zeitfenster schnell ausverkauft. Für Museen lohnt sich ein Blick auf das kombinierte Serralves-Ticket und die Porto.CARD, sie sparen dir Zeit an den Kassen.
Unterkünfte im Zentrum und in Ribeira kosten mehr, ersparen dir aber die täglichen Anstiege. Schau dir Hotels in Porto auf Trip.com an, und für geführte Spaziergänge funktionieren Touren auf GetYourGuide gut. Plane einen separaten Tag für das linke Ufer ein: Gaia, die Seilbahn und die Portweinkeller.


