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Was du in Verona sehen solltest: 23 Orte von der Arena bis zur Scaligerbrücke

Was du in Verona sehen solltest: 23 Orte von der Arena bis zur Scaligerbrücke

Verona vereint Antike und Renaissance in einem kompakten Zentrum, das du realistisch an einem Tag zu Fuß durchqueren kannst. Das römische Amphitheater liegt zwei Gehminuten von Julias Balkon entfernt, und gleich daneben fließt die Etsch unter einer alten Steinbrücke hindurch.

Die meisten Touristen kommen für die Arena und Julias Haus und bedauern danach, es nicht zum römischen Theater, zur Galleria d'Arte Moderna Achille Forti und zum Giardino Giusti geschafft zu haben. Wir haben die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt in einer Liste zusammengefasst.

Zuerst siehst du einen kurzen Überblick und eine Vergleichstabelle, danach wird jede Sehenswürdigkeit einzeln behandelt: was es zu sehen gibt, wie du hinkommst und wie viel der Eintritt kostet. Öffnungszeiten und Preise wurden mit den Daten des Tourismusamts Verona für 09/2026 abgeglichen (offizielle Website).

Alles, was du vorab wissen musst, steht im kurzen Block und in der Tabelle unten.

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Unsere Auswahl: 23 Orte in Verona

💡 Kurz gesagt:

  • Veronas Zentrum ist kompakt, und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen zu Fuß erreichbar beieinander.
  • Die beste Zeit für Besichtigungen: früher Morgen und Abend, wenn beliebte Orte fast keine Warteschlangen haben.
  • Tickets, Öffnungszeiten und Preise: 09/2026, geprüft auf der offiziellen Website des Tourismusamts Verona.

Sehenswürdigkeit

Warum sie interessant ist

Eintritt

Arena di Verona

Römisches Amphitheater und Sommeroper

Ticket erforderlich

Julias Haus

Balkon und Bronzestatue im Innenhof

kostenpflichtig

Castelvecchio

Gotische Festung und Museum

kostenpflichtig

Römisches Theater

Antike Ränge und Stadtpanorama

kostenpflichtig

Giardino Giusti

Italienischer Garten mit Zypressenallee

kostenpflichtig

Piazza Bra

Hauptplatz an den Arenamauern

kostenlos

Weiter geht es der Reihe nach: vom antiken Amphitheater bis zur Scaligerbrücke.

1. Arena di Verona

Antikes römisches Amphitheater Arena di Verona am Platz© Claconvr · CC BY-SAFoto: Claconvr, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die Arena di Verona ist ein antikes Amphitheater, das um 30 n. Chr. erbaut wurde (Geschichte der Arena). An Größe wird sie nur vom Kolosseum und dem Amphitheater in Capua übertroffen, und ihre Ränge bieten Platz für etwa 22.000 Zuschauer. Ein schweres Erdbeben im Jahr 1117 beschädigte die oberen Ränge, und ein Teil des Steins wurde später für städtische Gebäude verwendet.

In der Antike fanden hier Gladiatorenkämpfe statt, und im Mittelalter beherbergte die Arena Ritterturniere und öffentliche Hinrichtungen. Heute kannst du mit einer Führung hinein oder abends zu einer Oper.

Das Sommeropernfestival findet hier seit 1913 statt (Festivalprogramm). Oper in antiken Mauern zu hören ist ein Erlebnis für sich, und Tickets für bekannte Produktionen sind Monate im Voraus ausverkauft.

  • Für wen: Liebhaber der Antike und Opernfans.
  • Anfahrt: Die Arena liegt an der Piazza Bra, wenige Gehminuten von der Piazza delle Erbe entfernt.
  • Der Haken: Im Sommer kommst du ohne Abendticket nicht hinein.

2. Julias Haus

Fassade von Julias Haus mit Balkon und Efeu© This Photo was taken by Andrea Bertozzi . Feel free to use my photos, but please mention me as the author and send me a · CC BY-SAFoto: This Photo was taken by Andrea Bertozzi . Feel free to use my photos, but please mention me as the author and send me a, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Julias Haus ist ein Backsteinpalast aus dem 13. Jahrhundert, der mit der Familie Capulet aus Shakespeares Stück in Verbindung gebracht wird. In Wirklichkeit gehörte das Gebäude der Familie Cappello, und sein romantisches Aussehen mit dem Balkon erhielt es erst nach der Restaurierung im 20. Jahrhundert.

Im Innenhof steht eine Bronzestatue von Julia, und Besucher reiben sie für Glück. Der Innenhof ist klein, im Sommer ist er überfüllt, und es gibt eine Schlange zum Balkon.

Der Eintritt ins Haus ist kostenpflichtig, Tickets gibt es vor Ort und online. Du möchtest den Innenhof in Ruhe fotografieren? Komm zur Öffnungszeit. Touren zu den Romeo-und-Julia-Schauplätzen lassen sich bequem im Voraus buchen (Optionen auf GetYourGuide).

  • Lage: Via Cappello, nahe der Piazza delle Erbe.
  • Für wen: Shakespeare-Fans und alle, die Romantik suchen.
  • Der Haken: Im Sommer ist der Innenhof überfüllt, und der Eintritt ist kostenpflichtig.

3. Archäologisches Museum

Innenhof des archäologischen Museums mit Bögen und einem Brunnen© This Photo was taken by Andrea Bertozzi . Feel free to use my photos, but please mention me as the author and send me a · CC BY-SAFoto: This Photo was taken by Andrea Bertozzi . Feel free to use my photos, but please mention me as the author and send me a, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Das Archäologische Museum befindet sich im ehemaligen Kloster San Girolamo auf einem Hügel oberhalb des Römischen Theaters. Die Säle vereinen Funde aus ganz Verona und Umgebung: römische Tafeln, Keramik, Bronze, Glas, Statuen und Mosaike. Ein Teil der Sammlung wurde direkt auf dem Theatergelände entdeckt, ein anderer Teil wurde der Stadt von Privatpersonen überlassen.

Von der Museumsterrasse aus hast du einen Panoramablick auf das Zentrum und die Etsch. Der Eintritt ist kostenpflichtig, und wer nur für einen Tag nach Verona kommt, schafft es selten hierher.

  • Wie du hinkommst: Steige die Treppe vom Römischen Theater hinauf zum Hügel San Pietro.
  • Für wen: für alle, die das römische Verona als Ganzes sehen möchten.
  • Der Haken: Du musst einen Hügel hinauf, um das Museum zu erreichen, und der Eintritt ist kostenpflichtig.

4. Basilika San Zeno Maggiore

Fassade der Basilika San Zeno Maggiore in Verona© Adert · CC BY-SAFoto: Adert, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die Basilika San Zeno Maggiore ist eine der bedeutendsten romanischen Kirchen Veronas. Sie wurde aus lokalem Tuffstein mit Marmoreinlagen erbaut, und die Fassade ist mit Reliefs geschmückt, die Szenen des Jüngsten Gerichts darstellen. In der Mitte der Fassade befindet sich eine Rosette, die als „Glücksrad" bekannt ist.

Im Inneren gibt es eine Sammlung von Kunstwerken aus verschiedenen Epochen, und in der Krypta ruht der heilige Zeno von Verona. Der Eintritt ist kostenpflichtig, auch wenn der Betrag symbolisch ist.

  • Wie du hinkommst: Die Basilika liegt abseits des Zentrums, näher am Bahnhof.
  • Für wen: für Liebhaber romanischer Architektur und Fresken.
  • Der Haken: Der Eintritt ist kostenpflichtig, und der Ort liegt abseits der Hauptroute.

5. Castelvecchio

Castelvecchio und Brücke über die Etsch© Ввласенко · CC BY-SAFoto: Ввласенко, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Das Castelvecchio wurde 1354-1356 im Auftrag von Cangrande II. della Scala erbaut (über die Burg). Es ist die mächtigste Festung der Scaliger-Dynastie: ein Viereck aus rotem Backstein mit sieben Türmen und Zinnen in Form des Buchstabens M.

Die Burgmauern dienten unter Napoleon sowohl als Gefängnis als auch als Arsenal. Heute ist im Inneren das Museo di Castelvecchio untergebracht, mit Gemälden, Waffen, Keramik und mittelalterlicher Skulptur.

  • Wie du hinkommst: Die Burg steht am Ufer der Etsch, direkt neben der Scaligerbrücke.
  • Für wen: für alle, die Festungen und mittelalterliche Kunst lieben.
  • Der Haken: Der Museumseintritt ist kostenpflichtig, und den Innenhof selbst hast du schnell gesehen.

6. Galleria Forti

Gewölbehalle der Galleria Forti mit Säulen und Gemälden© Sailko · CC BY-SAFoto: Sailko, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die Galleria Forti ist aus der Privatsammlung des wohlhabenden Veronesers Achille Forti hervorgegangen, die er der Stadt vermachte. Der Bestand der Galerie umfasst rund 1.400 Werke (Museen von Verona), wobei nur ein Teil der Sammlung als moderne Kunst gilt.

Die Dauerausstellung mit Werken Veroneser Meister wurde 2006 eröffnet. Heute ist sie ein bedeutendes Ausstellungszentrum, das einen Flügel eines Palasts im Stadtzentrum einnimmt.

Die Galerie liegt nahe der Piazza Erbe und der Piazza dei Signori und lässt sich daher gut mit einem Spaziergang durch das Zentrum verbinden. Die Räume sind klein, und der Besuch verläuft ruhig und ohne Warteschlangen.

  • Für wen: für Liebhaber der Malerei und ruhiger Räume abseits der Menschenmassen.
  • Der Haken: Es gibt hier weniger moderne Kunst, als man aufgrund des Namens erwarten würde.

7. Straße Porta Borsari

Porta Borsari und Fußgängerstraße hinter dem Bogen© Orledio · CC BY-SAFoto: Orledio, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die Straße Porta Borsari verläuft von der Piazza Erbe bis zu den alten Stadttoren, die Teil der antiken Stadtmauer Veronas waren. Das Tor Porta Borsari wurde im ersten Jahrhundert erbaut (Tourismusbüro Verona), und der Straßenname stammt vom italienischen „borsari", was Zöllner bedeutet. Hier stand tatsächlich einst eine Zollstation.

Heute ist es eine Straße mit Geschäften und Boutiquen, die vom Morgen bis in den späten Abend geöffnet sind. Ein kleiner Brunnen auf der Straße ist eine Wohltat in der Sommerhitze.

  • Für wen: für alle, die Antike und Shopping verbinden möchten.
  • Der Haken: Tagsüber ist die Straße laut und immer voller Menschen.

8. Piazza Erbe

Piazza delle Erbe in Verona mit dem Palazzo Maffei© Didier Descouens · CC BY-SAFoto: Didier Descouens, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die Piazza Erbe entstand an der Stelle des römischen Forums und ist bis heute das Herz Veronas. Das Rechteck ist von Palästen mit Renaissancefresken umgeben, und die Wände sind hier eher bemalt als verputzt. In der Mitte steht der Brunnen der Madonna von Verona.

Auf dem Platz steht eine Säule mit dem geflügelten Löwen, dem Symbol der Republik Venedig. In dem Gebäude mit den gibellinischen Zinnen arbeitet heute eine Bank, während hier im Mittelalter die ersten Finanzgesellschaften der Stadt ihren Sitz hatten.

  • Anfahrt: Der Platz liegt im Zentrum, wenige Gehminuten von der Arena entfernt.
  • Für wen: alle, die das städtische Leben Veronas sehen möchten.
  • Der Haken: Tagsüber ist der Platz voller Touristen und laut.

9. Torre dei Lamberti

Glocken des Lamberti-Turms, Blick von unten© Maurizio Moro5153 · CC BY-SAFoto: Maurizio Moro5153, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Der Torre dei Lamberti erhebt sich fast 85 Meter über die Piazza delle Erbe (über den Turm). Der Bau begann im 12. Jahrhundert, und der obere Teil wurde nach Blitzeinschlägen und Bränden mehrfach erneuert. Finanziert wurde der Bau von der Familie Lamberti, einer der wohlhabendsten der Stadt.

Oben befindet sich eine Aussichtsplattform mit dem besten Blick über Verona. Die Glocken des Turms haben unterschiedliche Formen: Die große rief die Bürger zu Versammlungen, die kleine warnte vor Feuer.

  • Anfahrt: Der Turm steht direkt an der Piazza delle Erbe, der Eingang befindet sich am Platz.
  • Für wen: alle, die für ein Panorama der Stadt den Aufstieg auf sich nehmen.
  • Der Haken: Der Aufstieg auf den Turm ist kostenpflichtig, auch wenn du den Aufzug nimmst.

10. Römisches Theater und Ponte Pietra

Steinbrücke Ponte Pietra über die Etsch in Verona© This Photo was taken by Andrea Bertozzi . Feel free to use my photos, but please mention me as the author and send me a · CC BY-SAFoto: This Photo was taken by Andrea Bertozzi . Feel free to use my photos, but please mention me as the author and send me a, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Das römische Theater am Hügel San Pietro wurde im ersten Jahrhundert erbaut (antikes Theater), und im Sommer finden hier noch immer Aufführungen statt. Die breite Cavea lehnt sich halbkreisförmig an den Hang, darüber erheben sich Mauern. Wegen der Nähe zum Fluss litt das Theater einst stark unter Überschwemmungen.

Von oben eröffnet sich ein Panorama über die Etsch und die Altstadt, deshalb kommen die Leute auch wegen der Aussicht hierher. Oberhalb des Theaters auf dem Hügel steht das Castel San Pietro.

Die nahe gelegene Ponte Pietra gilt als eine der ältesten Brücken Veronas. 1945 wurde sie von sich zurückziehenden deutschen Truppen gesprengt, und die Veroneser stellten den Brückenbogen anhand alter Fotografien und aus dem Flussbett geborgener Steine wieder her. Heute ist sie einer der Lieblingsorte von Fotografen.

Die Theaterterrassen sind für Besucher geöffnet, und du kannst über sie bis zum ehemaligen Kloster hinaufsteigen. Von hier siehst du, wie die antiken Ränge in den Hang gebaut sind, während Mauern über der Cavea aufragen. Zum Fotografieren ist die beste Zeit der frühe Morgen oder der Sonnenuntergang, wenn das Licht auf den Fluss und die Brücke fällt.

  • Anfahrt: Von der Piazza delle Erbe gehst du nach Norden am Fluss entlang Richtung Ponte Pietra.
  • Für wen: Liebhaber der Antike und städtischer Aussichten.
  • Der Haken: Der Aufstieg zum Theater führt bergauf.

11. Palazzo und Garten Giusti

Mauer des Giardino Giusti mit Tor und Zypressen© Paolo Villa · CC BY-SAFoto: Paolo Villa, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Der Garten Giusti wurde von der Familie Giusti am Fuß des Hügels angelegt und gilt als Musterbeispiel des italienischen formalen Gartens. Eine Zypressenallee führt zu einer Terrasse mit Grotte und Belvedere, von der sich der Blick über die halbe Stadt öffnet. Goethe ging im Schatten dieser Alleen spazieren und erwähnte den Garten in seinen Schriften.

Der Palazzo Giusti liegt sehr nah am Boden, daher sind die Wohnräume und der Innenhof ungewöhnlich niedrig. Der Garten ist ganzjährig geöffnet und nur am 25. Dezember geschlossen: im Winter von 10:00 bis 18:00 Uhr, im Sommer von 9:00 bis 19:00 Uhr (Öffnungszeiten Garten Giusti). Adresse: Via Giardino Giusti, 2.

  • Anfahrt: Der Garten liegt am anderen Ufer der Etsch, abseits der großen Plätze.
  • Für wen: alle, die nach den Plätzen Ruhe und Grün suchen.
  • Der Haken: Der Eintritt ist kostenpflichtig, und der Weg vom Zentrum ist nicht kurz.

12. San Fermo

Backsteinkirche San Fermo mit Glockenturm hinter der Brücke© Zairon · CC BY-SAFoto: Zairon, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die Kirche San Fermo vereint zwei Epochen in einem Bau. Der untere Teil wurde im romanischen Stil errichtet, während der obere Teil gotisch ist und an einen Schiffskiel erinnert. Diese Stilkombination siehst du auch im Inneren.

Im Innenraum sind Fresken aus dem 14. Jahrhundert und Reliefs mit Szenen aus dem Leben der Heiligen sowie antike Sarkophage erhalten (Fresken von San Fermo). Die Kirche steht am Stradone San Fermo, nicht weit von der Etsch entfernt.

  • Für wen: alle, die Fresken und Gotik ohne große Menschenmengen schätzen.
  • Der Haken: Der Eintritt ist kostenpflichtig, und die Kirche selbst ist klein.

13. Kirche San Lorenzo

Romanische Kirche San Lorenzo mit Rundturm und Glockenturm© Syrio · CC BY-SAFoto: Syrio, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die Kirche San Lorenzo am Corso Cavour ist eines der schönsten Beispiele der Veroneser Romanik (über San Lorenzo). Sie wurde im 12. Jahrhundert nach dem verheerenden Erdbeben von 1117 erbaut. Das Mauerwerk wechselt zwischen Backstein und Stein, deshalb wirken die Wände und Säulen im Inneren gestreift.

An der Fassade verbergen zwei Türme Wendeltreppen, die zur Nonnenempore hinaufführen. Der Glockenturm wurde 1468 angebaut. Im Inneren befinden sich ein Altarbild mit der Madonna von Domenico Brusasorci aus dem Jahr 1566 sowie Freskenfragmente aus dem 13. und 14. Jahrhundert.

Die Kirche liegt am Corso Cavour, zwischen dem Bahnhof und dem Castelvecchio, du kannst sie also bequem auf dem Weg ins Zentrum ansehen. Achte im Inneren auf den Wechsel von Backstein und Stein: Dadurch wirken die Säulen und die Apsis gestreift statt glatt. Die Nonnenempore oben war während der Gottesdienste einst den Frauen vorbehalten. Außerhalb der Gottesdienste kann die Kirche geschlossen sein, am besten prüfst du die Öffnungszeiten vor Ort.

  • Für wen: Liebhaber romanischer Architektur und seltener Details.
  • Der Haken: Die Kirche ist nicht immer geöffnet, also prüfe die Zeiten vor Ort.

14. Julias Grab

Steinsarkophag in der Backsteinhalle von Julias Grab© Claconvr · CC BY-SAFoto: Claconvr, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Julias Grab ist ein leerer Sarkophag aus rotem Marmor, der Touristen als Ruhestätte von Shakespeares Heldin gezeigt wird. Berühmt wurde er nach der Novelle von Luigi da Porto und später durch Shakespeares Stück.

Pilger schlugen Stücke des Sarkophags als Souvenir ab, deshalb wurde er in die Kirche gebracht und durch ein bogenförmiges Gitter geschützt. In der Nähe steht ein Briefkasten für Briefe an Julia, die jahrelang vom Hausmeister der Anlage, Ettore Solimani, beantwortet wurden.

Das Grab befindet sich in der Kirche San Francesco al Corso an der Via del Pontiere. Die Anlage ist täglich geöffnet, montags jedoch nur nachmittags. Das Ticket kostet ein paar Euro, und in der Nähe kannst du einen Brief an die Heldin hinterlassen.

Die Anlage liegt abseits der Piazza Erbe, näher am Bahnhof, und viele kommen erst am Abend hierher. Die Kirche und der Innenhof mit dem Sarkophag bilden eine ruhige Ecke mit deutlich weniger Menschen als am Haus der Julia. Der Besuch dauert nicht lange, aber ein Abstecher lohnt sich, wenn du die gesamte Romeo-und-Julia-Route abläufst. Nimm einen Stift mit: Du kannst direkt vor Ort eine Nachricht in den Briefkasten werfen.

  • Für wen: alle, die auf den Spuren von Romeo und Julia wandeln.
  • Der Haken: Der Sarkophag ist leer, und die Anlage selbst ist klein.

15. Romeos Haus

Backsteinfassade von Romeos Haus mit Torbogen© Dimitris Kamaras from Athens, Greece · CC BYFoto: Dimitris Kamaras from Athens, Greece, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Romeos Haus ist ein gotischer Palast mit zinnenbewehrter Mauer, der in einem Innenhof steht. Das Gebäude hatte viele Besitzer: Es gehörte der Familie Nogarollo, und es gab Pläne für ein Büro der literarischen Gesellschaft Veronas sowie ein Shakespeare-Museum, doch beide Projekte wurden nicht verwirklicht. Heute ist es Privatbesitz.

Das Haus kann nur von außen besichtigt werden. Das Haus der Julia liegt etwa 200 Meter südlich (Romeos Haus auf dem Stadtplan). Es gibt keinen Beleg dafür, dass die Montagues hier lebten, aber die Familie Romeo wohnte nachweislich in dieser Gegend.

Die Außenfassade und der Hauch alter Geschichte ziehen Touristen hierher. Am besten fotografierst du das Haus am Morgen, wenn der Innenhof weniger belebt ist.

  • Für wen: alle, die die gesamte Romeo-und-Julia-Route ablaufen.
  • Der Haken: Du kannst nicht hinein, alles wird von der Straße aus betrachtet.

16. Piazza Bra

Menschen und Bäume auf der Piazza Bra© Didier Descouens · CC BY-SAFoto: Didier Descouens, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die Piazza Bra ist der Hauptplatz Veronas und ein Treffpunkt der Einheimischen. Der Name wird aus dem Lombardischen mit „breit" übersetzt. Auf einer Seite blickt der Platz auf die Fassade der Arena, weshalb hier immer viel los ist.

Von der mittelalterlichen Mauer sind das Tor Portoni della Bra aus dem 15. Jahrhundert und ein fünfeckiger Turm erhalten (Piazza Bra). Der Park mit hohen Zedern ist ein angenehmer Ort zum Ausruhen, und im Sommer betreiben Cafés und Pizzerien entlang der Platzränder ihre Terrassen.

  • Wie du hinkommst: Der Platz liegt im absoluten Zentrum, und die meisten Routen starten hier.
  • Für wen: alle, die Verona zum ersten Mal besuchen.
  • Der Haken: In den warmen Monaten ist der Platz laut und voll.

17. Piazza dei Signori

Piazza dei Signori in Verona mit dem Lamberti-Turm© Didier Descouens · CC BY-SAFoto: Didier Descouens, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die Piazza dei Signori ist kleiner und ruhiger als die Piazza Erbe und mit der Stadtregierung verbunden. In ihren Palästen tagten die Regierungsorgane Veronas, und einige der Gebäude werden noch heute von Institutionen genutzt. Der Name „dei Signori" verweist direkt auf die Verbindung des Ortes zur Macht. Hier steht die Loggia del Consiglio mit antiken Statuen auf dem Dach.

Die beiden Plätze liegen nur einen kurzen Spaziergang voneinander entfernt, daher lassen sie sich bequem nacheinander besichtigen.

  • Für wen: alle, die Verona ohne Menschenmassen sehen möchten.
  • Der Haken: Der Platz ist klein, du bist also schnell durch.

18. Palazzo Maffei

Der Palazzo Maffei schmückt seit 1668 die Ecke der Piazza Erbe (Palazzo Maffei). Die barocke Fassade mit Balkonen wird auf dem Dach von Statuen antiker Götter und Helden gekrönt. Vor dem Gebäude steht eine Säule mit einem Marmorlöwen.

Barockfassade des Palazzo Maffei mit Statuen auf dem Dach© Didier Descouens · CC BY-SAFoto: Didier Descouens, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Heute beherbergt der Palazzo ein Hotel mit Restaurant, und die Fenster blicken auf die gesamte Piazza Erbe. Wer mitten im Herzen der Altstadt übernachten möchte, quartiert sich hier ein.

  • Für wen: alle, die eine Unterkunft direkt an der Piazza Erbe suchen.
  • Der Haken: Hinein kommst du nur als Gast des Hotels oder Restaurants.

19. Dom von Verona

Dom von Verona aus der Vogelperspektive© Arne Müseler · CC BY-SAFoto: Arne Müseler, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en), Wikimedia Commons

Der Dom von Verona steht seit dem 12. Jahrhundert auf dem gleichnamigen Platz und wurde mehrfach umgebaut (Dom von Verona). Im Inneren erwarten dich massive Säulen aus rotem Marmor, romanische Fresken und Gemälde italienischer Meister. Während der Gottesdienste werden hier zwei historische Orgeln gespielt.

Der Eintritt in den Dom ist an den Kauf eines Audioguides und eines Begleithefts gekoppelt; den Audioguide gibt es in mehreren europäischen Sprachen. Der Dom liegt abseits der Piazza delle Erbe, Richtung Fluss.

  • Für wen: alle, die Kirchenarchitektur und Fresken lieben.
  • Der Haken: Einen freien Eintritt ohne Kauf des Audioguides gibt es praktisch nicht.

20. Basilika Sant’Anastasia

Die Basilika Sant’Anastasia ist die größte gotische Kirche Veronas. Ihr Bau dauerte über ein Jahrhundert und wurde erst 1481 abgeschlossen (Sant’Anastasia). Am Eingang stehen Weihwasserbecken, die auf den Rücken buckliger Figuren ruhen.

Gotische Fassade der Basilika Santa Anastasia in Verona© Didier Descouens · CC BY-SAFoto: Didier Descouens, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Im Inneren erwarten dich hohe Gewölbe, runde Säulen, elf Kapellen und fünf Altäre. Die Basilika ist von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet, am Wochenende länger. Die Bedingungen sind dieselben wie im Dom von Verona: Audioguide und Begleitheft.

  • Für wen: alle, die die größte gotische Kirche der Stadt sehen möchten.
  • Der Haken: Der Eintritt ist an den Kauf des Audioguides gekoppelt.

21. Scaliger-Grabmäler

Gotische Grabbögen der Scaligeri in Verona© Didier Descouens · CC BY-SAFoto: Didier Descouens, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die Scaliger-Grabmäler sind gotische Grabdenkmäler der Herrscher Veronas aus der Familie della Scala, besser bekannt als Scaligeri. Drei Grabmäler sind von einem schmiedeeisernen Zaun auf einem kleinen Platz bei der Kirche Santa Maria Antica umgeben.

Das berühmteste von ihnen, das Grabmal des Cansignorio, ähnelt einer kleinen Kathedrale. Die Grabmäler lassen sich gut bei einem Spaziergang durch das Zentrum oder mit einem Guide besichtigen.

  • Für wen: alle, die sich für die Geschichte der Scaligeri-Dynastie interessieren.
  • Der Haken: Das Areal ist klein, und die Besichtigung dauert nur wenige Minuten.

22. Arco dei Gavi

Antiker römischer Gavi-Bogen aus weißem Stein in Verona© Claconvr · CC BY-SAFoto: Claconvr, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Der Arco dei Gavi ist ein römischer Triumphbogen zu Ehren der adligen Familie Gavi. Er wurde im ersten Jahrhundert errichtet, unter Napoleon abgetragen und erst 1932 wieder aufgebaut (Arco dei Gavi). Die Skulpturen der adligen Familienmitglieder sind nicht erhalten geblieben.

Halbsäulen an der Fassade und florale Ornamente verleihen dem Bogen ein stattliches Aussehen. Er steht in der Nähe des Castelvecchio.

  • Anfahrt: Der Bogen liegt direkt neben dem Castelvecchio, auf dem Weg zur Scaligerbrücke.
  • Der Haken: Vom Bogen ist nur das Gerüst erhalten, ohne Statuen.

23. Scaligerbrücke

Scaligerbrücke mit Türmen und Burg in Verona© Arne Müseler · CC BY-SAFoto: Arne Müseler, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en), Wikimedia Commons

Die Scaligerbrücke verbindet das Castelvecchio mit dem gegenüberliegenden Ufer der Etsch. Sie wurde 1356 aus Marmor und rotem Backstein erbaut (Scaligerbrücke) und diente den Herrschern als Fluchtweg. 1945 sprengten abziehende deutsche Truppen die Brücke, und die Menschen von Verona stellten sie bis 1951 wieder her.

Die Zinnen auf der Brüstung erinnern an die Mauern alter Festungen. Von der Brücke hast du einen der schönsten Blicke auf das Schloss und den Fluss.

  • Anfahrt: Vom Castelvecchio zu Fuß durch den Innenhof in Richtung Fluss.
  • Der Haken: Auf der Brücke gibt es fast keinen Schatten, tagsüber wird es hier heiß.

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⁉️🤔 Häufige Fragen

Wie viel kostet es, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Veronas zu besichtigen?

Einzelne Museumstickets sind günstig, aber die Verona Card ist das bessere Angebot: Sie deckt den Eintritt zu städtischen Museen, Türmen und Kirchen ab. Prüfe die genauen Preise und die vollständige Teilnehmerliste auf der offiziellen Website des Tourismusbüros von Verona vor deiner Reise, damit du die Ersparnis für deine Route berechnen kannst.

Wie viele Tage brauchst du für Verona?

Ein voller Tag reicht für die Arena, das Haus der Julia und das Zentrum. Wenn du das Römische Theater, den Giardino Giusti und die großen Kirchen ergänzt, nimm zwei Tage. Das Zentrum kannst du ohne Auto zu Fuß erkunden, die Zeit fließt also nur in die Besichtigungen.

Wann ist die beste Reisezeit für Verona?

Die besten Monate sind April bis Juni und September bis Oktober: mildes Wetter und weniger Touristen. Im Sommer ist es heiß und voll, aber in der Arena läuft das Opernfestival. Im Winter ist es ruhig und günstiger, aber einige Aussichtspunkte haben kürzere Öffnungszeiten.

Muss man Tickets im Voraus kaufen?

Ja, wenn du eine Oper in der Arena besuchen oder das Haus der Julia in der Hochsaison sehen möchtest. Für andere Museen in Verona gibt es Tickets in der Regel vor Ort. Beliebte Touren sind ebenfalls schnell ausgebucht, also buche ein paar Tage im Voraus.

Wie komme ich vom Bahnhof ins Zentrum?

Vom Bahnhof Verona Porta Nuova bis zur Piazza Bra läufst du einfach geradeaus entlang des Corso Porta Nuova. Du kannst auch für ein paar Stationen den Bus nehmen. Ein Taxi oder Transfer ist sinnvoll, wenn du mit Koffern oder spät am Abend ankommst.

Kurz gesagt: Was sich zu buchen lohnt

Verona ist kompakt, du kannst also in ein oder zwei Tagen viel sehen. Wenn du wenig Zeit hast, entscheide dich für die Arena und das Haus der Julia. Wenn du Kunst liebst, ergänze die Galleria d'Arte Moderna Achille Forti und das Castelvecchio. Wenn du Ruhe suchst, geh in den Giardino Giusti und die Kirche San Lorenzo.

Die Auswahlmatrix ist einfach. Wenn du einen Tag hast: die Arena, die Piazza delle Erbe und das Haus der Julia. Wenn du zwei Tage hast: ergänze das Römische Theater, den Giardino Giusti und das Castelvecchio. Wenn du ein Auto hast: mach einen Ausflug zum Gardasee, er liegt ganz in der Nähe.

Museumstickets und Touren lassen sich leicht im Voraus buchen (Optionen auf GetYourGuide), und vor deiner Reise vergleiche Versicherungsoptionen.