
Was gibt es in Düsseldorf zu sehen: 25 Orte von der Altstadt bis zu den Schlössern am Rhein
Düsseldorf wirkt wie eine Stadt der Banken und Konzerne, aber dieser Eindruck täuscht. In der Altstadt wird hundert Schritte vom Rathaus entfernt Bier gebraut, und von der Uferpromenade kannst du zusehen, wie das dunkle Wasser der Düssel in den Rhein schneidet. Die Stadt packt fünfundzwanzig interessante Orte in eine kompakte Route, die du realistisch an ein paar Tagen schaffen kannst.
Vom Hauptbahnhof bis zur Altstadt läufst du 20 Minuten (auf der Karte). Im Zentrum liegt alles nah beieinander. Für die Schlösser und Parks am Stadtrand nimmst du eine Straßenbahn oder S-Bahn; zu Fuß kommst du dort nicht hin.
Unten in diesem Guide: was du in welcher Reihenfolge anschauen solltest, wo Eintritt bezahlt werden muss, wann Orte geschlossen sind und wie du hinkommst. Preise und Öffnungszeiten wurden im September 2026 auf den offiziellen Websites der Museen und des Rheinturms geprüft. Manche Orte brauchen eine halbe Stunde, andere einen ganzen Tag, also wähle nach deinem Tempo.
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Düsseldorf: Wo anfangen
💡 Kurz gesagt:
- Das Zentrum ist kompakt: Altstadt, Uferpromenade und Königsallee verbinden sich zu einer einzigen Fußroute.
- Museen sind dienstags bis sonntags geöffnet; die meisten haben montags geschlossen.
- Lege die weiter entfernten Ziele (Schloss Benrath, Schloss Heltorf, Schloss Kalkum, Neanderthal Museum) auf einen separaten Tag.
- Preise und Öffnungszeiten: 09/2026, geprüft auf der offiziellen Website des Kunstpalasts.
Plane die Stadt nach Zonen, nicht nach der Reihenfolge der Liste. Das Zentrum kannst du an einem Tag zu Fuß abdecken, aber Schloss Benrath, Schloss Heltorf, Schloss Kalkum und das Neanderthal Museum liegen weit voneinander entfernt, jedes braucht also einen eigenen Ausflug. Montags sind fast alle Museen geschlossen, also lass diesen Tag für Parks und die Uferpromenade. Nimm eine Karte oder Bargeld mit: In den kleinen Altstadtkneipen ist Kartenzahlung nicht immer möglich.
1. Altstadt: Kneipen und Kirchen der alten Stadt
© Anıl Öztaş · CC BY-SAFoto: Anıl Öztaş, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDas historische Zentrum wird im Nordosten von der Heinrich-Heine-Allee und im Nordwesten von der Kuppel der Tonhalle begrenzt. Auf wenigen Quadratkilometern stehen Boutiquen, Nachtclubs, Restaurants und religiöse Zentren dicht beieinander. Hier befinden sich auch die Kunstakademie, das Priesterseminar St. Ursula, das einzige Keramikmuseum in Deutschland und die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, die drei separate Gebäude belegt.
Die Altstadt wird die längste Theke der Welt genannt. Geh abends in die Kneipen, die lokales Altbier ausschenken: Tagsüber sind sie ruhig, aber nach Feierabend ist es nicht leicht, einen freien Tisch zu finden. Neben dem Historischen Stadtmuseum stehen die Kirche St. Maximilian und das Filmmuseum, das weiter unten behandelt wird.
Die westfälischen Kurfürsten bauten ihre Befestigungen genau hier. Die Kaiserpfalz, Schloss Heltorf und Schloss Kalkum hielten dieses Land unter Kontrolle. Vor dem Krieg hatte die Stadt etwa hundert Kirchen und Synagogen, und die erhaltenen Kirchen zeigen noch heute den Reichtum der mittelalterlichen Hauptstadt.
Wenn du dich vom ersten Tag an orientieren willst, nimm einen Sightseeing-Bus: Ticket für den Hop-on-Hop-off-Sightseeing-Bus auf GetYourGuide.
- Der Haken: Abends sind die Gassen laut und sehr voll. Für einen ruhigen Spaziergang komm an einem Wochentagvormittag.
2. Burgplatz: Burg, Uhr und das Zusammentreffen zweier Flüsse
© Robot8A · CC BY-SAFoto: Robot8A, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsWenn du dich dem Platz näherst, begrüßt dich die „Grüne Mathilde": So heißt die Uhr an der Neuen Uferpromenade. Die Granitsäule an ihrem Fuß dient zugleich als Pegelmesser, und die Uhr selbst wurde im 19. Jahrhundert installiert. Dominant auf dem Platz ist ein runder Turm mit achteckigem Zeltdach, der jenen nachbildet, der vor einem Brand im späten 19. Jahrhundert auf dem erhaltenen Fundament stand.
Der Schlossturm ist der letzte Zeuge des Düsseldorfer Schlosses, das für die Herzöge von Jülich-Kleve-Berg erbaut wurde. Die halb verfallenen Mauern wurden abgerissen, um Platz für eine Autobahn entlang des Rheins zu schaffen, und der Wiederaufbau aus dem frühen 20. Jahrhundert beherbergt heute das Schifffahrtsmuseum zusammen mit einem Restaurant.
Hinter dem Platz führen drei gestufte Ebenen zum Wasser hinunter. Die zweite ist eine Promenade über der Autobahn, die unter die Erde verlegt wurde, und die dritte, die interessanteste, zeigt, wie die wirbelnde Düssel aus Betonrohren schießt und sich mit dem Rhein mischt. Das Zusammentreffen der Flüsse beobachtest du von einer Terrasse, die in Form einer mittelalterlichen Bastion gebaut wurde.
- Wie du hinkommst: Vom Rathaus einen Block Richtung Fluss, etwa 5 Minuten zu Fuß (auf der Karte).
- Der Haken: Auf der Terrasse ist es immer windig, und im Sommer gibt es fast keinen Schatten.
3. Neuer Zollhof: Gehrys tanzende Häuser

Der amerikanische Architekt Frank Gehry entwarf diese Gebäude mit geneigten Flächen, weshalb die Einheimischen sie die tanzenden Häuser oder einfach die Gehry-Bauten nennen. Die weißen, silbernen und braunen Gebäude des Neuen Zollhofs beherbergen ein Medienzentrum, und sie markierten den Beginn des sogenannten architektonischen Zoos des Viertels.
Auf dem Gelände des alten Zollhauses wuchs ein buntes Quartier. Hier findest du das verspiegelte „Stadttor", das Roggendorf-Haus mit Menschenfiguren an der Fassade, das Segel der Galerie KAI 10, das Hochhaus „Nadel", die geschwungene Alu-Bürodose, den Keil Grand Bateau und das Patchwork-Gebäude „Solitaire".
Die Stadt bezahlte Ende der Neunzigerjahre etwa sechzig Millionen Euro für diesen Tanz aus Beton. Das Zentrum wurde nicht auf einmal neu gebaut, sondern schrittweise verbessert, weshalb alte Hafenlagerhäuser neben Glas und Beton stehen geblieben sind.
- Für wen: Alle, die sich für moderne Architektur interessieren und die Stadt vom Wasser aus fotografieren wollen.
- Der Haken: Das Quartier ist Wohn- und Geschäftsgebiet; außer den Fassaden gibt es hier nicht viel zu sehen.
4. Rathaus: Gotik am Marktplatz
© Островский Александр, Киев · CC BY-SAFoto: Островский Александр, Киев, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDas alte Rathaus erhebt sich über dem Marktplatz und ist von der Uferpromenade leicht zu erreichen: Vom Schifffahrtsmuseum gehst du einen Block nach Nordwesten. Das U-förmige gotische Gebäude mit Giebelfronten wurde im dritten Viertel des 16. Jahrhunderts erbaut.
Die Bürger errichteten das Reiterdenkmal für Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz als Zeichen der Dankbarkeit gegenüber ihrem Herrscher. Im September versammeln sich die Menschen hier zu Weinfesten, im Dezember zu Weihnachtsmärkten. Das Rathaus wurde vom Architekten Alessandro Pasqualini entworfen, die Bauleitung hatte Heinrich Tuschmann aus Duisburg.
Dominant an der fünfgeschossigen Fassade aus rosa Backstein ist ein Turm mit spitzem Zeltdach und einer Treppe im Inneren. Lange Zeit diente er als Haupteingang; im Erdgeschoss befanden sich Werkstätten und Lagerräume der Handwerker, und Waren wurden direkt an den Mauern verkauft. Die Galerie mit Porträts berühmter Düsseldorfer ist werktags geöffnet, und freitags schließen die Türen früher als an anderen Tagen.
Neben dem Turm befindet sich der neue zentrale Eingang, der bei einer Erweiterung hinzugefügt wurde. Das Verwaltungsgebäude der Stadt entlang der Uferpromenade kam später hinzu, als der Stadtregierung der wachsenden Stadt der Platz ausging.
- Der Haken: Die Innenräume sind nur während der Arbeitszeiten geöffnet; am Wochenende kommst du nicht hinein.
5. Basilika St. Lambertus: die schiefe Turmspitze

Die Basilika steht an der Stelle, an der im 8. Jahrhundert eine Holzkirche errichtet wurde. Von dem Bau aus der Zeit, als die lokale Bevölkerung an den Ufern der Düssel christianisiert wurde, ist nur der Name geblieben: Die Kirche ist dem heiligen Lambert geweiht, einem germanischen Missionar und Bischof von Maastricht.
Im 13. Jahrhundert entstand an diesem Ort eine Dorfkirche, die wuchs und zum Stift wurde. Den Stiftsstatus erhielt sie nach der Schlacht von Worringen, in der Graf Adolf von Berg und Graf Eberhard von der Mark gemeinsam mit den Kölner Bürgern Düsseldorfs Recht auf Münzprägung und Stadtrechte verteidigten. Die unterzeichnete Kapitulationsurkunde des Kölner Erzbischofs gab der Entwicklung der neuen Stadt am Rhein entscheidenden Auftrieb.
Ihr heutiges Aussehen erhielt die Kirche unter Herzog Wilhelm I., der Düsseldorf zum Zentrum seiner Herrschaft machen wollte. Die unter ihm erbaute Basilika wurde Liebfrauenkirche genannt, doch der Name setzte sich nicht durch: Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Kirche neu geweiht, und den päpstlichen Titel einer Basilica minor erhielt sie in den 1970er-Jahren.
Die hoch aufragende Turmspitze mit ihrer verdrehten Achse erinnert an die Rose, das Symbol der Gottesmutter, und ihre Blütenblätter finden sich in den Buntglasfenstern wieder. So wurde das älteste Gebäude der Stadt zum Symbol ihrer Eigenständigkeit.
- Kosten: Der Eintritt in die aktive Kirche ist frei; während der Gottesdienste werden Touristen gebeten, nicht hineinzugehen.
- Der Haken: Die Turmspitze ist von außen sichtbar, aber der Innenraum ist nicht zu jeder Zeit für Besucher geöffnet.
6. Andreaskirche

Vom Burgplatz aus gehst du tiefer in die Altstadt hinein, die Kurze Straße entlang, und in der nächsten Straße, der Andreasstraße, siehst du die Kirche, die zu Ehren des heiligen Andreas des Erstberufenen erbaut wurde. Der Barockbau entstand in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts und diente als Grablege Johann Wilhelms von der Pfalz, des Schatzmeisters des Heiligen Römischen Reiches.
Die Kirche wurde für den Jesuitenorden geweiht, später kam eine Grabgruft für die Kurfürsten von der Pfalz hinzu, und nachdem der Papst den Orden aufgelöst hatte, wurde sie zur Pfarrkirche. Seit Beginn dieses Jahrhunderts gehört die Pfarrei dem Dominikanerorden. Im Inneren sind plastische Porträts der zwölf Apostel erhalten, und der im Krieg schwer beschädigte Altar wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts neu aus Marmor gehauen.
Die Orgel stammt aus dem späten 18. Jahrhundert. Sie wurde von den Meistern Peter Kemper, Bernhard Orlinski und Josef Zimmermann erbaut, und Anfang des 20. Jahrhunderts erhielt das Instrument eine elektromechanische Traktur. Seitdem wurde die Orgel mehrfach restauriert, zuletzt in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts.
- Der Haken: Es ist eine aktive Kirche, daher können die Türen zwischen den Gottesdiensten geschlossen sein.
7. Tonhalle: Konzerte unter einer alten Kuppel
© Lyzzy · CC BYFoto: Lyzzy, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.5), Wikimedia CommonsDie Tonhalle steht neben dem Hofgarten, und dieses Gebäude mit gotischen Fenstern wirkt wie ein überdachtes Stadion. Es wurde in den 1920er-Jahren als Planetarium erbaut, das damals größte der Welt, weshalb es als „Kolosseum des 20. Jahrhunderts" bezeichnet wurde.
In den 1970er-Jahren wurde das Planetarium in einen Konzertsaal umgebaut. Heute ziehen die Sterne nicht mehr über die Kuppel, sie stehen auf der Bühne: Im Saal treten Opernsänger, Jazzmusiker, Rockkünstler und Sinfonieorchester auf. Außerdem gibt es eine hochmoderne Orgel, und nach der Renovierung in den 2000er-Jahren kamen LED-Beleuchtung und 3D-Bühnenelemente hinzu.
Eine Stadtbahnlinie bringt dich direkt zur Halle, zur Haltestelle Tonhalle/Ehrenhof. Tickets für Sinfonieabende kosten zwischen mehreren zehn und mehreren hundert Euro, daher sind die günstigeren Plätze zuerst ausverkauft.
- Der Haken: Gute Plätze sind teuer, und die Akustik auf der oberen Galerie ist deutlich leiser als im Orchestersaal.
8. Kunstpalast: Kunst des 20. Jahrhunderts
© Paul Hermans · CC BY-SAFoto: Paul Hermans, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDer Kunstpalast steht neben der Tonhalle. Die nächste Straßenbahnhaltestelle heißt Tonhalle/Ehrenhof. Es ist eine der größten Kunstsammlungen der Region.
Das Museum ist dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet, donnerstags bis 21 Uhr (Stand: 09/2026, kunstpalast.de). Im Inneren gibt es ein Designer-Restaurant.
Tickets werden vor Ort und online verkauft; Kinder und Jugendliche erhalten einen ermäßigten Preis. Wenn du eine bestimmte Ausstellung besuchen möchtest, prüfe den Zeitplan im Voraus: Einige Galerien sind zwischen den Projekten geschlossen. Düsseldorfer Museumstickets auf Tiqets
- Für wen: für alle, die Klassiker des 20. Jahrhunderts an einem Ort sehen möchten.
- Der Haken: Das Museum ist montags geschlossen, und zwischen den Ausstellungen kann die Sammlung unvollständig sein.
9. Goethe-Museum im Schloss Jägerhof
© LotharHakelberg · CC BY-SAFoto: LotharHakelberg, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Goethe-Begeisterung begann bereits zu Lebzeiten des Dichters. Der Sammler Anton Kippenberg trug eine riesige Zahl persönlicher Gegenstände, Manuskripte und Folianten zusammen, und seine Sammlung wurde zum Grundstock des Museums.
Ende der 1980er-Jahre wurde die Ausstellung im Schloss Jägerhof eröffnet, das im Rokokostil erbaut wurde. Der Park im niederländischen Stil mit Blumenfeldern rund um das Schloss wurde unter Erhalt eines Arms der Düssel angelegt, und das Schloss selbst wurde vor Napoleons Besuch renoviert. Viele geraubte Gegenstände konnten zurückgewonnen werden, und heute schaffen Möbel, Noten, Porzellan und Gemälde hier die Atmosphäre der Goethe-Zeit.
Das Museum verfügt über eine Bibliothek und einen Lesesaal, und die numismatische Sammlung umfasst mehrere zehntausend Münzen. Der Eingang zum Königlichen Park führt durch das Restaurant Goethe.
Die Öffnungszeiten sind kurz. Das Museum empfängt Besucher nur tagsüber, und montags ist Ruhetag. Prüfe den Zeitplan vor deinem Besuch: Die Räume sind mitunter wegen Ausstellungsumbauten geschlossen.
- Der Haken: montags geschlossen, und die Räume sind klein und füllen sich schnell mit einer Reisegruppe.
10. Schloss Benrath: Rokoko am Rhein
© Aldebaraner · CC BY-SAFoto: Aldebaraner, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDer Prunk der kurfürstlichen Höfe zeigt sich in Schloss Benrath in vollem Umfang. Die Anlage aus zwei- und dreigeschossigen Gebäuden steht um einen künstlichen Teich, und das Parkgelände fällt zum Rhein hin ab. Der Stil des Schlosses ist Rokoko: ovale Fenster mit geschwungenen Läden, eine Kuppel über dem Mittelsaal, achteckige Kabinette und Prunkräume mit poliertem Marmor zwischen Pilastern und Skulpturen.
Das Schloss wurde für Karl Theodor, Kurfürst von der Pfalz, unter der Leitung des Architekten Nicolas de Pigage erbaut. Die Häuser für Dienerschaft, Gäste und Gefolge sind in Kavalierflügeln untergebracht und hufeisenförmig um den See angeordnet, später im klassizistischen Stil vollendet. Die Speisen wurden aus der Küche durch einen unterirdischen Gang serviert, und in den Gewächshäusern überwintern noch heute exotische Pflanzen. Auf deren Gelände eröffnete um die Jahrhundertwende das Museum für Gartenkunst.
Das Schloss ist dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet, Führungen starten stündlich (Stand: 09/2026, Stiftung Schloss und Park Benrath). Im Sommer bleibt das Schloss an Wochenenden länger geöffnet, im Winter schließt es früher, also prüfe vor deiner Reise die Website. Im Schloss ist auch das Museum für Naturkunde untergebracht.
- Anreise: S6 bis Bahnhof Benrath, dann 15 Minuten Fußweg (laut Karte).
- Der Haken: montags geschlossen, und hinein kommt man nur mit einer Führung.
11. Schloss Heltorf: ein englischer Park
© Robot8A · CC BY-SAFoto: Robot8A, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsIm Norden der Stadt, im Stadtteil Angermund, steht Schloss Heltorf. Das Schloss selbst ist aus dem 19. Jahrhundert in seiner ursprünglichen Form erhalten, während die Befestigungsanlagen mit Wassergraben, Brücke, Wachtürmen und Festungsmauern aus dem 14. bis 16. Jahrhundert stammen.
Das Schloss wird noch immer von Nachfahren des Grafen von Spee bewohnt und ist für Besucher geschlossen. Spazieren darf aber jeder durch den über fünfzig Hektar großen englischen Park: Er wurde im späten 18. Jahrhundert angelegt.
Im Park steht ein Sommerpavillon mit Fresken von Karl Mücke, die Szenen aus der Geschichte des Heiligen Römischen Reiches zeigen. Die Fresken kannst du kostenlos ansehen, der Park selbst ist aber nur in der Sommersaison an Wochenenden und Feiertagen geöffnet, also prüfe die Termine am besten vorher.
- Der Haken: Das Schloss selbst ist geschlossen, du kommst nicht hinein, nur der Park ist zugänglich.
12. Schloss Kalkum: Wald und Jagdhäuser
© kaʁstn , edited by Sir Gawain · CC BY-SAFoto: kaʁstn , edited by Sir Gawain, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en), Wikimedia CommonsDie Parkanlage rund um Schloss Kalkum, nahe dem internationalen Flughafen, hinterlässt einen tiefen Eindruck. Es ist ein Vergnügen, durch den erhaltenen Wald aus dem 16. Jahrhundert mit Jagdhäusern und schattigen Alleen zu streifen.
Das Schloss selbst, mit drei Tortürmen, Zeltdächern, schmalen Schießscharten und einem Wassergraben am Fuß der Mauern, gehört der Stadt. Der Stil wird als „neapolitanischer Barock" eingeordnet, im Inneren befinden sich Verwaltungsbüros und Restaurierungswerkstätten. In einem der Pavillons ist eine Gedenkstätte für den Philosophen Ferdinand Lassalle untergebracht.
- Der Haken: Das Schloss ist für Touristen geschlossen; du kannst nur den Park und die Außenmauern sehen.
13. Kaiserpfalz Kaiserswerth: Ruinen einer Kaiserfestung
© Sir Gawain · CC BY-SAFoto: Sir Gawain, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/deed.en), Wikimedia CommonsDie Ruinen der Kaiserpfalz erzählen viel aus eigener Geschichte, die feineren Details werden im Museum Kaiserswerth erklärt. Erhalten sind Fragmente von sechs Meter hohem Wehrmauerwerk, Fundamente des nördlichen und südlichen Teils der Pfalz, Spuren des großen Saals und das Fundament des Bergfrieds mit bis zu viereinhalb Meter dicken Mauern. In der Nähe führt eine Regenwasserzisterne in den Untergrund: Acht Meter ihres Auffangbeckens ragen über die Oberfläche.
An den Ufern des Rheins wurde lange vor der Einigung Deutschlands gekämpft, sowohl gegen Nachbarn als auch zwischen lokalen Mächten. Bei Düsseldorf wurden Neandertaler-Überreste gefunden, später kamen Cro-Magnon-Menschen, und irgendwann teilten Kaiser die Macht. Die bekannteste Figur hier ist Heinrich II. von Bayern: Nach seiner Heiligsprechung wurde er als Kaiser Heinrich der Heilige bekannt.
Nach seiner Krönung zum König erweiterte der Bayer seine Herrschaftsgebiete, brachte Grafschaften und Abteien unter seine Kontrolle und kämpfte gegen Polen, Tschechen und Byzanz. Nach seiner Kaiserkrönung reichten seine Ländereien vom Mittelmeer bis zur Nordsee. Vor der Einigung Deutschlands wird die Kaiserswerther Pfalz in Chroniken nur einmal erwähnt, im Zusammenhang mit der Übergabe der Burg an Ezzo von Lothringen.
Das Geschenk war großzügig, wenn man bedenkt, dass der Kaiser, ein ehemaliger Herzog von Bayern, seine Ländereien rund um Kaiserswerth als unrechtmäßig von Kölner Äbten besetzt zurückgefordert hatte. Die Pfalz wurde zur Zahlung an einen Anwärter aus dem Geschlecht der Ottonen für den Verzicht auf seinen Anspruch auf den Kaisertitel. Die Burg wechselte mehrfach den Besitzer: Erzbischof Anno II. riss sie an sich, Heinrich IV. gewann sie zurück, und Friedrich Barbarossa baute an der alten Stelle eine neue. Nach vier Belagerungen wurde die Festung von den vereinten Kräften Brandenburgs, der Niederlande und Englands zerstört.
Die Ausgrabungen hier leitete Paul Clemen, die Funde sind im Burgmuseum ausgestellt. Das Museum ist nur samstags und sonntags geöffnet, mit einer kurzen Mittagspause, plane deinen Besuch also für einen Wochenendvormittag.
- Der Haken: Es sind offene Ruinen ohne restaurierte Innenräume, und das Klettern auf den Steinen ist bei Regen rutschig.
14. Rheinturm: Aussichtsplattform
© Michielverbeek · CC BY-SAFoto: Michielverbeek, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsEnde der 1970er-Jahre brauchte die Stadt einen Funk- und Fernsehturm, und der Entwurf von Harald Deilmann gewann den Wettbewerb. Der Schaft aus zwei koaxialen Zylindern wurde durch das Verschieben der Schalung auf Hebern nach oben gezogen, anschließend wurde in der Höhe ein Korb mit über dreißig Metern Durchmesser montiert.
Der Rheinturm ist fast 240 Meter hoch, die Aussichtsplattform mit der Bar M168 liegt auf etwa 168 Metern (Stand: 09/2026, rheinturm.de). Vier Aufzüge bringen die Besucher nach oben, jedes Jahr kommen Hunderttausende auf den Turm. Die Plattform ist sonntags bis donnerstags von 10 bis 24 Uhr geöffnet, freitags und samstags bis 1 Uhr nachts.
Mehrere Straßenbahnlinien bringen dich zum Turm, zur Haltestelle Landtag/Kniebrücke, oder ein Bus in Richtung Parlament. Von oben hast du Ausblick auf die Altstadt, das Medienzentrum und die Rheinschleife. Ticket für die Aussichtsplattform des Rheinturms
- Der Haken: An klaren Wochenenden kann es eine Schlange am Aufzug geben, und oben ist es windig.
15. Königsallee: Kanal und Boutiquen

Die Königsallee trennt die Neustadt von der Altstadt. Sie wurde mit Kastanienbäumen bepflanzt, und die Kronen sind zu einem grünen Tunnel zusammengewachsen, durch den man selbst bei Hitze angenehm spazieren kann.
Entlang der Allee verläuft ein dekorativer Kanal mit schmalen Brücken ohne Geländer. Das Wasser entspringt den Fontänen der Skulpturengruppe „Junger Triton und Putten", die Anfang des 20. Jahrhunderts aufgestellt wurde.
In der Nähe, auf der Schadowstraße, findest du Boutiquen und Modegeschäfte, Restaurants und Cafés liegen gleich um die Ecke. In einem der Gebäude tritt die experimentelle Theatergruppe JuTA auf.
- Der Haken: Die Geschäfte entlang der Allee gehören zu den teuersten der Stadt; für günstiges Shopping fahre in andere Viertel.
16. Hofgarten: der erste öffentliche Park
© Raimond Spekking · CC BY-SAFoto: Raimond Spekking, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDer Hofgarten umrahmt die Altstadt von Nordosten. Er wurde als Ort der Erholung für Bürger ohne Eintrittsgeld angelegt und war die erste Initiative dieser Art in Deutschland.
Wege, Brunnen und Skulpturengruppen führen zum See Landskrone, am nördlichen Punkt stehen Schloss Jägerhof, das das Goethe-Museum beherbergt, und der Eingang zur Grünanlage. Beliebte Fotomotive sind die Komposition „Kinder, die einen Frosch betrachten" und die bronzenen „Baronessen"; am Eingang steht ein Denkmal für den Maler Peter Cornelius, weiter innen der marmorne „Gefallene Krieger".
Im Sommer wird es auf der Brücke mit den Figuren voll, komm also früh am Morgen oder eher gegen Abend. Der Eintritt ist frei und rund um die Uhr geöffnet.
- Der Haken: Der Park ist abends schlecht beleuchtet, und an den beliebten Skulpturen ist an Wochenenden viel los.
17. Rheinuferpromenade: Promenade über dem Tunnel
© Островский Александр, Киев · CC BY-SAFoto: Островский Александр, Киев, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDie Altstadtuferpromenade entstand bereits unter Herzog Johann Wilhelm, nach seiner Heirat mit Jacobina von Baden. Damals begann auch der Bau des Schlosses und seiner Zugänge, und der Wunsch nach einer schönen Stadt führte zur Eröffnung der Kunstakademie, die bis Anfang des 20. Jahrhunderts in den Mauern des Düsseldorfer Schlosses untergebracht war.
Teile der Uferpromenade sind nach Wahrzeichen benannt: Schloss, Tonhalle, Burgplatz und Rathaus, gefolgt vom Abschnitt am Mannesmannufer-Hochhaus, dem Apolloplatz und dem Platz vor dem Landtag. Der Anfang der 1990er-Jahre eröffnete Rheinufertunnel führt die B1, die neuen Terrassen entwarfen die Architekten Niklaus Fritschi, Benedikt Stahl und Günter Baum. Für diese Arbeit verlieh der Bund Deutscher Architekten den Autoren den ersten Preis.
Die Glaskuppel der Galerie KIT funktioniert abends als Restaurant, während die Ausstellung selbst tagsüber geöffnet ist. Abends kommen die Menschen hierher, um den Sonnenuntergang über dem Rhein zu beobachten, und dann ist die Uferpromenade am lebendigsten.
- Der Haken: Die Promenade ist windig und hat wenige Bänke, und bei Regen gibt es fast keine Möglichkeit, sich unterzustellen.
18. St. Suitbertus Kirche
© colling-architektur · CC BY-SAFoto: colling-architektur, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDies ist eine der bemerkenswertesten katholischen Kirchen der Stadt, gelegen im historischen Stadtteil Kaiserswerth, was so viel wie „Kaiserinsel" bedeutet. Einst war dies eine verlandete Insel in einem Rheinarm, wo die alte Römerstraße den wichtigsten Handelsweg des Mittelalters kreuzte.
Die Geschichte des Gebäudes reicht bis ins 8. Jahrhundert zurück, als der heilige Suitbertus auf den ihm überlassenen Ländereien ein Kloster gründete. Später wurde an der Stelle der Klosterkapelle eine dreischiffige romanische Basilika errichtet, danach kam ein Anbau mit gotischen Chören hinzu. Die Reliquien des heiligen Suitbertus wurden hierher gebracht, und der vergoldete Eichenschrein zählt bis heute zu den wenigen erhaltenen Schatztruhen dieser Art.
Die Gegend wurde mehr als einmal verwüstet: im 8. Jahrhundert durch die Sachsen, im 9. Jahrhundert griffen die Normannen an. Im späten 19. Jahrhundert wurde die Kirche erweitert und um vier Türme ergänzt, und nach den Bombenangriffen des Zweiten Weltkriegs wurde der erhaltene Teil restauriert. Heute ist sie eine päpstliche Basilika minor mit Buntglasfenstern und einer großen Orgel.
- Der Haken: Der Stadtteil liegt weit vom Zentrum entfernt, und ohne S-Bahn dauert die Anfahrt lange.
19. Japanischer Garten im Nordpark
Der japanische Garten ist zu jeder Jahreszeit schön, doch die Frühlingsblüte der Kirschbäume und Azaleen verleiht ihm einen besonderen Reiz. Die Anlage wurde in den 1970er-Jahren nach den besten asiatischen Traditionen gestaltet, die Initiative ging von der japanischen Gemeinde der Stadt aus.
Den Gesamtplan und die Lieferung seltener Setzlinge betreute die Gesellschaft „Japanischer Garten" bei der Industrie- und Handelskammer Düsseldorf. Mit dem Entwurf wurde der japanische Architekt Iwaki Ishiguro betraut, unterstützt von seinem Sohn Shōjirō und sechs weiteren japanischen Spezialisten für Landschaftsgestaltung.
Der Garten ist klein, eine halbe Stunde genügt, um ihn anzusehen. In der Hochsaison wird es voll, daher ist es ruhiger, gleich zur Öffnungszeit zu kommen.
- Der Haken: kleine Fläche, viele Besucher an den Wochenenden und kaum Schatten.
20. Aquazoo Löbbecke Museum
© Aquazoo Löbbecke Museum · CC BYFoto: Aquazoo Löbbecke Museum, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0), Wikimedia CommonsIm Nordpark im Norden der Stadt findest du das Aquazoo Löbbecke Museum: ein Naturkundemuseum, kombiniert mit Zoo, Aquarium und Forschungseinrichtung. Ursprünglich war dies nur ein Zoo, eröffnet in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Die Gründer des Zoos wollten den Besuchern Tiere in offenen Gehegen möglichst naturnah zeigen. Heute umfasst das Gelände mehr als dreizehn Hektar mit seltenen Bäumen, verbundenen Teichen, Restaurants und Spielplätzen. Das Museum ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet (Stand: 09/2026, aquazoo-duesseldorf.de).
Familien mit Kindern können hier problemlos einen halben Tag verbringen. Plane deinen Besuch für den Vormittag. Zur Mittagszeit werden die Hallen laut, und du kannst die Aquarien nicht mehr in Ruhe genießen.
- Für wen: Familien mit Kindern, die Zoo und Museum an einem Ort wollen.
- Der Haken: Es ist nicht der größte Zoo Deutschlands, und ein Teil der Ausstellung ist deutlich veraltet.
21. Wildpark Grafenberg: ein Wald mit Tieren
© Sven Volkens · CC BY-SAFoto: Sven Volkens, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDer Grafenberger Wald hat Familien mit Kindern, die mehr über das Verhalten von Tieren erfahren möchten, einiges zu bieten. Dies ist ein kostenloser Wildpark, angelegt als Wildpark, und er beherbergt typische Vertreter der europäischen Fauna.
Hirsche und Rehe, Wildschweine und Mufflons, Frettchen und Waschbären gehen im Unterholz oder in ihren eigenen Unterschlüpfen ihren Beschäftigungen nach. Fasane und Rebhühner kommen Besuchern manchmal näher, während Raubtiere durch Gehegezäune getrennt sind: Dazu gehören Wildkatzen, Füchse und Wölfe.
Das Waldgebiet von rund vierzig Hektar ist Teil der Schutzzone Aaper Wald, die sich von Duisburg bis Hilden erstreckt, die Tiere haben also viel Platz. Der Wildpark wurde bereits in den 1920er-Jahren eingerichtet, und Teile des reliktischen Buchenwaldes sind hier erhalten geblieben. Eine Straßenbahn bringt dich zum Park, von dort ist es nur ein kurzer Fußweg.
- Für wen: Familien und alle, die Tiere sehen möchten, ohne eine Eintrittskarte zu kaufen.
- Der Haken: Das Füttern der Tiere ist verboten, und die Raubtiere sind hinter Zäunen und zeigen sich nicht immer.
22. Nordpark: der meistbesuchte Park
© Anil Öztas · CC BYFoto: Anil Öztas, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0), Wikimedia CommonsUnter den Düsseldorfer Grünanlagen gilt der Nordpark als der bequemste in Bezug auf Lage und Ausstattung. Reiseführer führen ihn als den meistbesuchten, der Bau begann in den 1930er-Jahren. Das Gelände umfasst mehr als fünfunddreißig Hektar im Stadtteil Stockum.
Unter den Nationalsozialisten wurde der Park als Ausstellungsgelände vorbereitet, um die Errungenschaften des „arbeitenden Volkes" zu präsentieren. Die auf Millionen Besucher ausgelegte Ausstellung dauerte wegen der Ereignisse des Zweiten Weltkriegs nicht lange, und die meisten Denkmäler und Skulpturenkompositionen verfielen im britisch besetzten Gebiet.
Danach kam der Park unter städtische Verwaltung und wurde grundlegend saniert. Heute ist ein Teil dem Japanischen Garten gewidmet, ein Teil dem Aquazoo und dem Naturkundemuseum. Du findest hier einen großen Teich, zahlreiche Springbrunnen und Blumengalerien.
- Der Haken: Einige der Skulpturen und Pavillons befinden sich weiterhin in einem vernachlässigten Zustand.
23. K21: Kunst des 21. Jahrhunderts
© Fred Romero from Paris, France · CC BYFoto: Fred Romero from Paris, France, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia CommonsFür unvorbereitete Besucher sind manche Exponate im K21 ein Kulturschock, obwohl es einfach ein Museum für Kunst des 21. Jahrhunderts ist. Es ist seit den frühen 2000er-Jahren in Betrieb und gehört zusammen mit dem K20 am Grabbeplatz zur Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen.
Das K21 befindet sich im ehemaligen Landtagsgebäude, dem heutigen Ständehaus unter einer Glaskuppel, die ein Gefühl grenzenlosen Raums erzeugt. K20 und K21 sind dienstags bis sonntags geöffnet, in der Regel von 11 bis 18 Uhr (Stand: 09/2026, Kunstsammlung NRW). Tickets sind nicht zeitgebunden und berechtigen zum einmaligen Eintritt in eines der beiden Gebäude. Düsseldorfer Museumsführungen auf GetYourGuide
Man kann nicht sagen, dass die Ausstellung darauf ausgelegt ist, jedem zu gefallen. Viele Werke werfen Fragen auf, und genau das ist vielleicht der Sinn progressiver Kunst.
- Der Haken: Manche Exponate sind ohne Hintergrundwissen und Erläuterungen schwer zu verstehen.
24. Filmmuseum am Rheinufer
© Frank Vincentz · CC BY-SAFoto: Frank Vincentz, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsEs gibt weltweit nicht viele Museen zur Geschichte des Kinos, und die Düsseldorfer Ausstellung kann mit denen in Hollywood oder Japan mithalten. Hier, am Rheinufer, ist die nationale Sammlung Deutschlands untergebracht, die seit den frühen 1990er-Jahren für Besucher geöffnet ist.
Der modernistische Bau aus Beton, Ziegel und Glas wirkt ansprechend. Jede Etage ist einem eigenen Thema gewidmet: Im ersten Stock gibt es Kostüme bekannter Figuren, Fotos und Plakate von Filmsets, im zweiten geht es um die Geschichte des Kinos von primitiven Kameras bis zu moderner Spezialeffekt-Technik.
Auf der dritten Ebene befindet sich ein echtes Filmset, auf dem alles erstarrt ist in Erwartung des Wortes „Action". Die vierte Etage zeigt die Vorarbeiten von Drehbuchautoren, Maskenbildnern, Kostümbildnern und Szenenbildnern. Der Eintritt kostet ein paar Euro; den genauen Preis und das Vorführprogramm findest du auf der Website des Museums.
- Für wen: Familien mit Kindern, es ist sogar für Vorschulkinder interessant.
- Der Haken: Freier Eintritt nur für Kinder, Erwachsene brauchen ein Ticket.
25. Neanderthal Museum im Neandertal
© Heiko Tomaszewski -- Darkstar1970 20:01, 19 August 2007 (UTC) · CC BY-SAFoto: Heiko Tomaszewski -- Darkstar1970 20:01, 19 August 2007 (UTC), CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/), Wikimedia CommonsDas Neanderthal Museum gilt als eine der meistbesuchten Attraktionen Deutschlands am Stadtrand: Mehr als 170.000 Menschen kommen jedes Jahr hierher (Stand: 09/2026, neanderthal.de). Die Ausstellung widmet sich archäologischen Ausgrabungen, und die Umgebung lädt zum Spazieren und Durchatmen der Waldluft ein.
Mitte des 19. Jahrhunderts führte der deutsche Naturforscher Johann Carl Fuhlrott Ausgrabungen im Neandertal am Ufer der Düssel durch. In der Feldhofer Grotte fand sein Team eine Siedlung und die Überreste eines frühen Menschen, und schon bald wurde die neue Art nach dieser Gegend benannt. So erfuhr die Welt vom Homo neanderthalensis.
Die interessantesten Exponate bilden das Alltagsleben der prähistorischen Menschen nach, und moderne Technik macht die Höhlensimulation realistisch, bis hin zur Wachsfigur eines Neandertalers am Eingang. Das Museum ist dienstags bis sonntags tagsüber geöffnet, montags geschlossen. Für Wanderfreunde wurden hier mehrere Routen angelegt.
- Anfahrt: Mit der S-Bahn bis zum Bahnhof Neanderthal, dann etwa 10 Minuten zu Fuß (der Karte folgen).
- Der Haken: Der Ort liegt am Stadtrand, und ohne Auto oder Bahn ist die Anreise umständlich.
Düsseldorfer Sehenswürdigkeiten auf der Karte
Alle fünfundzwanzig Punkte lassen sich bequem auf einer einzigen Karte ansehen. Markiere sie vorab und teile deine Route in Zonen ein: Zentrum, Norden, Süden und Osten der Stadt. Entfernte Ziele solltest du auf separate Tage legen, damit du keine Zeit mit Fahrten durch die ganze Stadt verlierst.
Sehenswürdigkeiten von Düsseldorf
Orte auf der Karte
- 1Altstadt Historisches Zentrum mit Kneipen und Kirchen, längste Theke der Welt
- 2Burgplatz Platz mit der Uhr „Grüne Mathilde" und dem Schlossturm
- 3Neuer Zollhof Tanzende Häuser von Frank Gehry auf dem Gelände des alten Zollhofs
- 4Rathaus Gotisches Rathaus aus dem 16. Jahrhundert mit Kurfürstendenkmal
- 5Basilika St. Lambertus Älteste Kirche der Stadt mit schiefem Turm aus dem 8. Jahrhundert
- 6Andreaskirche Barocke Grabkirche der pfälzischen Kurfürsten
- 7Tonhalle Ehemaliges Planetarium, heute Konzertsaal
- 8Kunstpalast Eine der größten Sammlungen von Kunst des 20. Jahrhunderts in der Region
- 9Goethe-Museum Persönliche Gegenstände und Manuskripte des Dichters im Schloss Jägerhof
- 10Schloss Benrath Rokoko-Schloss an einem künstlichen Weiher am Rhein
- 11Schloss Heltorf Schloss aus dem 19. Jahrhundert mit englischem Park, das Schloss selbst ist nicht zugänglich
- 12Schloss Kalkum Schloss im Stil des „neapolitanischen Barocks" mit Parkwald aus dem 16. Jahrhundert
- 13Kaiserpfalz Kaiserswerth Ruinen der Kaiserpfalz, wo Heinrich II. von Bayern gekrönt wurde
- 14Rheinturm Aussichtsplattform auf etwa 168 Metern Höhe mit der Bar M168
- 15Königsallee Allee mit Kanal und Boutiquen, trennt Neustadt von Altstadt
- 16Hofgarten Deutschlands erster kostenloser Volkspark mit dem Landskrone-See
- 17Rheinuferpromenade Promenade über einem Tunnel mit Sonnenuntergangsblick über den Rhein
- 18Suitbertus-Kirche Kleinere Papstbasilika im Stadtteil Kaiserswerth
- 19Japanischer Garten Garten mit Kirschblüten und Azaleen, angelegt von der japanischen Gemeinde der Stadt
- 20Aquazoo Löbbecke Museum Zoo, Aquarium und Naturkundemuseum an einem Ort
- 21Wildpark Grafenberg Kostenloser Waldpark mit Rehen, Wildschweinen und Wölfen
- 22Nordpark Meistbesuchter Park der Stadt mit Teich und Blumengalerien
- 23K21 Museum für Kunst des 21. Jahrhunderts im ehemaligen Landtagsgebäude
- 24Filmmuseum Filmgeschichtsmuseum auf vier Etagen am Ufer
- 25Neanderthal Museum Ausstellung über den Fund des Neandertalers im Neandertal
Wenn du viele Museen besuchen möchtest, rechne vorab durch, ob sich eine Touristenkarte lohnt. Die Düsseldorf Card bietet Ermäßigungen und kostenlosen Nahverkehr, und bei mehreren Besuchen ist sie günstiger als Einzeltickets: Düsseldorf Card auf GetYourGuide.
Der Kartenrabatt gilt auch für das Rheinturm-Ticket (laut Tourismusbüro, Stand: 09/2026), daher ist es praktisch, sie vor dem Aufstieg an der Kasse zu kaufen. Prüfe die Teilnehmerliste und Konditionen beim städtischen Tourismusbüro.
Touren und Tickets in Dusseldorf
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⁉️🤔 Häufige Fragen
Wie viel kostet der Eintritt in die Düsseldorfer Museen?
Die genauen Preise hängen von der Ausstellung ab, also prüfe die offiziellen Museumswebsites; wir haben sie mit Stand: 09/2026 verifiziert. K20 und K21 verkaufen Tickets ohne Zeitfenster, und sie sind ein Jahr lang gültig. Im Kunstpalast erhalten Kinder und Jugendliche einen ermäßigten Tarif. Wenn du viel vorhast, rechne eine Touristenkarte durch.
Was passt in einen Tag in Düsseldorf?
Starte mit der Altstadt und dem Burgplatz, dann spaziere entlang der Rheinpromenade zum Medienhafen mit den Gehry-Bauten. Nach dem Mittagessen geht es auf den Rheinturm, und am Abend schlenderst du über die Königsallee und durch den Hofgarten. Auswärtige Ziele wie Schloss Benrath und Kaiserswerth hebst du dir für einen zweiten Tag auf und mischst sie nicht mit dem Zentrum.
Kann man Schloss Heltorf und Schloss Kalkum von innen besichtigen?
Nein, beide Schlösser sind für Besucher geschlossen. Schloss Heltorf gehört noch immer den Nachfahren des Grafen von Spee, und Schloss Kalkum wird von der Stadtverwaltung und Restaurierungswerkstätten genutzt. Die umliegenden Parks sind jedoch geöffnet, und genau ihretwegen lohnt sich der Besuch. Der Heltorfer Park empfängt Gäste nur in der Sommersaison an Wochenenden.
Wie kommt man zu Schloss Benrath und zum Neanderthal Museum?
Die S-Bahn-Linie S6 bringt dich zu Schloss Benrath, Ausstieg am Bahnhof Benrath, dann sind es etwa 15 Minuten zu Fuß (siehe Karte). Zum Neanderthal Museum nimmst du einen Zug bis zum Bahnhof Neanderthal, dann sind es etwa 10 Minuten zu Fuß zum Museum (siehe Karte). Beide Sehenswürdigkeiten liegen am Stadtrand, plane also mindestens einen halben Tag für den Ausflug ein.
Wann ist die beste Reisezeit für Düsseldorf?
Die besten Monate sind April und Mai, und die Kirschblüten im Japanischen Garten blühen im April. Im Sommer finden in der Stadt viele Messen statt, aber es ist auch die vollste Zeit. Im Winter laufen auf dem Marktplatz Weihnachtsmärkte, und die Museen schließen früher. Im Herbst ist es hier warm und es gibt deutlich weniger Touristen.
Kurz gesagt: Was du buchen solltest
Düsseldorf lässt sich gut nach Stadtteilen planen, also versuche nicht, alles an einem Tag abzudecken. Wenn deine Reise kurz ist, bleib im Zentrum und an der Promenade und lege die Schlösser und das Neanderthal Museum auf separate Tage.
- Wenn du einen Tag hast: Altstadt, Burgplatz, Rheinturm und Königsallee.
- Wenn du zwei Tage hast: ergänze Schloss Benrath und Kaiserswerth mit seiner Ruine.
- Wenn du mit Kindern reist: Aquazoo, Wildpark Grafenberg und das Filmmuseum.
- Wenn du Kunstmuseen willst: Kunstpalast, K20 und K21.
- Wenn du viel besichtigen möchtest: Hol dir die Düsseldorf Card.
Buche Hotels im Zentrum im Voraus: Während Messen sind fast keine Zimmer mehr frei. Düsseldorfer Hotels auf Trip.com ansehen


