
Düsseldorf an einem Tag: 20 Orte von Schloss Benrath bis zum Neanderthal Museum
Düsseldorf ist kompakter, als es scheint: Das historische Zentrum lässt sich an einem halben Tag zu Fuß erkunden. An einem Tag schaffst du die Altstadt, ein paar Museen und den Aufstieg auf den Rheinturm. Der Hauptfehler vieler Besucher ist der Versuch, alles abzudecken und den Tag in der Straßenbahn zu verbringen.
Wir haben 20 Orte zusammengestellt: von Schloss Benrath im Süden der Stadt bis zum Neanderthal Museum in Mettmann. Alle schaffst du an einem Tag nicht, also wähle die wichtigsten nach dem Plan unten aus. Museumstickets kaufst du am besten vorab online.
Anzeige: dieser Artikel enthält Affiliate-Links, bei einer Buchung über diese Links erhalten wir eine Provision, für dich entstehen keine Mehrkosten.
Was an einem Tag in Düsseldorf hineinpasst
💡 Kurz gesagt:
- Starte mit der Altstadt: Königsallee, Altes Rathaus und Basilika St. Lambertus liegen nah beieinander.
- Am Nachmittag wählst du ein oder zwei Museen: Kunstpalast oder Goethe-Museum.
- Beende den Tag auf der Aussichtsplattform des Rheinturms und mit einem Spaziergang entlang der Rheinuferpromenade.
- Preise und Öffnungszeiten: Stand: 09/2026, geprüft auf der offiziellen Website der Touristeninformation
Die Stadt ist in zwei Teile gegliedert, und das vereinfacht deinen Plan. Die alte Altstadt am rechten Rheinufer lässt sich vollständig zu Fuß erkunden. Auch die modernen Viertel rund um den MedienHafen liegen nah am Zentrum.
Die weiter außerhalb liegenden Sehenswürdigkeiten, Schloss Benrath und das Neanderthal Museum, legst du am besten an den Rand des Tages. Sonst verlierst du eine Stunde für die Anfahrt und kommst müde ins Zentrum zurück.
Tageszeit | Was du sehen solltest | Wie viel Zeit |
|---|---|---|
Vormittag | Altstadt und die Promenade | zwei bis drei Stunden |
Nachmittag | Kunstpalast und Goethe-Museum | etwa drei Stunden |
Abend | Rheinturm und Rheinuferpromenade | zwei Stunden |
Dieser Rhythmus lässt dir eine Pause fürs Mittagessen und macht aus dem Spaziergang kein Wettrennen. Wenn du zum ersten Mal in der Stadt bist, halte dich an diese Reihenfolge: Sie führt vom Bahnhof durch das Zentrum zum Rhein.
Wie du vom Flughafen ins Zentrum kommst
Der Flughafen Düsseldorf liegt direkt innerhalb der Stadtgrenzen, nur sieben Kilometer vom historischen Zentrum entfernt. Alle drei Terminals A, B und C befinden sich unter einem Dach, du kannst also zwischen ihnen zu Fuß gehen. Der kostenlose Sky Train verbindet die Terminals mit dem Parkbereich und dem Bahnhof und fährt alle paar Minuten.
Am schnellsten kommst du mit der S-Bahn ins Zentrum. Der Bahnhof liegt am Terminal C, die Fahrt zum Hauptbahnhof dauert etwa zwölf Minuten. Kaufe dein Ticket am Automaten auf dem Bahnsteig und wähle Düsseldorf Hbf als Ziel. Der Preis richtet sich nach der Tarifzone A (Stand: 09/2026, Rheinbahn).
Busse fahren von einer Haltestelle nahe der Haupthalle des Flughafens ab, brauchen zum Bahnhof aber länger als die Bahn. Taxis sind rund um die Uhr im Einsatz und bleiben nachts die einzige Alternative zu den Buslinien. Eine Taxifahrt kostet deutlich mehr, bringt dich aber direkt vor die Hoteltür.
Wenn du mit viel Gepäck anreist oder spät landest, kannst du vorab einen Flughafentransfer zu deinem Hotel buchen. Der Fahrer erwartet dich in der Ankunftshalle und bringt dich direkt zum Hotel.
Touren und Tickets in Dusseldorf
Geführte Touren, Tickets ohne Anstehen und Aktivitäten — die meisten Angebote sind kostenfrei stornierbar.
Angebote auf Kiwitaxi ansehenDas Widget wird nach Ihrer Zustimmung geladen.
Schloss Benrath und sein Park
© Velopilger · CC BY-SAFoto: Velopilger, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsSchloss Benrath liegt am Rheinufer im Süden der Stadt, an der Benrather Schloßallee. Das elegante Schloss wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts für Kurfürst Carl Theodor erbaut. Den Entwurf lieferte ein französischer Architekt, der modisches Rokoko mit Details des aufkommenden Klassizismus verband. Neben dem Schloss erstreckt sich ein großer Park im französisch-englischen Stil.
Das Hauptgebäude wirkt wie ein Pavillon mit Kuppel und Seitenflügeln. Im Inneren erwarten dich Wandmalereien, Marmordekor, Statuen und Gemälde der Jahreszeiten. In separaten Sälen sind ein Naturkundemuseum und das Museum für Europäische Gartenkunst untergebracht, eine Stunde wird also definitiv nicht reichen.
- Anfahrt: Nimm die S-Bahn bis zum Bahnhof Benrath und geh dann die Benrather Schloßallee entlang (siehe Karte).
- Kosten: Der Eintritt ist kostenpflichtig, den genauen Preis prüfst du auf der offiziellen Website.
- Öffnungszeiten: Di bis So von 10:00 bis 18:00 Uhr in der warmen Jahreszeit und von 11:00 bis 17:00 Uhr im Winter (Stand: 09/2026, Stiftung Schloss und Park Benrath).
- Der Haken: Das Schloss ist montags geschlossen, und der Park nimmt zusätzliche Zeit in Anspruch.
Rheinturm und der Blick über die Stadt
© Rick Ligthelm from Rotterdam, The Netherlands · CC BYFoto: Rick Ligthelm from Rotterdam, The Netherlands, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia CommonsDer Rheinturm an der Promenade ragt 240 Meter in die Höhe und ist nach wie vor das höchste Bauwerk der Stadt. Die Aussichtsplattform liegt auf 168 Metern Höhe, ein Stockwerk darüber dreht sich das Restaurant QOMO (Stand: 09/2026, Website des Rheinturms). Der Aufzug bringt dich in Sekundenschnelle nach oben.
Das Glas auf der Plattform ist geneigt, du kannst dich also anlehnen und das Panorama aus einem bequemen Winkel genießen. Bei klarem Wetter reicht der Blick bis zum Kölner Dom. Am Abend leuchtet die Stadt unter dir, und das ist der schönste Abschluss des Tages.
Der besondere Stolz des Turms ist die größte beleuchtete Uhr der Welt. Die Zeit liest du von oben nach unten ab: zuerst Stunden, dann Minuten und Sekunden. Dieses Detail findest du nirgendwo sonst.
- Kosten: die Turmbesteigung ist kostenpflichtig; den aktuellen Preis findest du auf der Website des Turms.
- Anreise: nimm die Straßenbahn bis zur Haltestelle Rheinturm und geh dann am Ufer entlang (siehe Karte).
Königsallee: die Hauptboulevard der Stadt

Die Königsallee verläuft von Norden nach Süden entlang der Altstadt. Sie ist eine breite, von Kastanien gesäumte Prachtstraße, in deren Mitte ein Kanal verläuft. Die Allee ist ein praktischer Ausgangspunkt für die Erkundung der Stadt, wenn du mit dem Zug anreist: Vom Hauptbahnhof ist sie zu Fuß in wenigen Minuten erreichbar.
Boutiquen berühmter Modehäuser säumen beide Seiten, weshalb die Königsallee bei Shoppingfans beliebt ist. Auch das Theatermuseum, die Deutsche Oper am Rhein und das Schauspielhaus befinden sich hier. Kleine Brücken über den Kanal und schmiedeeiserne Bänke laden zum Verweilen ein.
Wenn du wenig Zeit hast, geh am Kanal entlang und bieg dann in die Seitenstraßen der Altstadt ein. So siehst du sowohl die Schaufenster als auch die alten Gassen in einem Rutsch.
- Unterwegs: ein Sightseeing-Bus fährt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten an; ein Hop-on-hop-off-Ticket ist eine bequeme Option für den ganzen Tag.
Bismarck-Denkmal am Lutherplatz

Das kupferne Bismarck-Denkmal am Lutherplatz wurde im späten 19. Jahrhundert errichtet. Es ehrt Otto von Bismarck, den ersten Kanzler des Deutschen Reiches, der den Beinamen „Eiserner Kanzler" trug. Das Denkmal wurde neben einer Statue von Kaiser Wilhelm I. enthüllt, dem der Kanzler treu diente.
Der Kanzler steht in voller Größe, auf ein Schwert gestützt und nach vorn blickend. An den Seiten des Sockels findest du zwei Skulpturen. Ein Krieger hält ein Bündel Eichenholz, ein Symbol der deutschen Einigung, während eine weibliche Figur mit Hammer und einem Anker zu ihren Füßen Deutschland selbst verkörpert.
Das Ensemble wird durch die neugotische Johanneskirche vervollständigt. Zusammen sind sie ein praktischer Zwischenstopp auf dem Weg zur Königsallee, und der Besuch dauert etwa zehn Minuten.
- Anreise: Lutherplatz, zwischen Altstadt und Königsallee, zu Fuß (siehe Karte).
Tritonbrunnen am Kanal

Der Tritonbrunnen schmückt seit dem frühen 20. Jahrhundert das nördliche Ende des Kanals an der Königsallee. Im Zentrum der Komposition stößt der Meeresgott Triton seinen Dreizack in den Körper eines riesigen Fisches mit scharfen Zähnen. Hinter ihm verstecken sich Kinder vor dem Monster, und ihre steinernen Gesichter zeigen Angst.
Die Bank am Brunnen ist aus demselben Stein gehauen wie die Skulptur selbst. Touristen fotografieren gern am Tritonbrunnen und beobachten die Fische im Wasser. Für dich ist er ein kurzer, aber lohnender Stopp entlang der Allee.
- Anreise: nördliches Ende des Kanals an der Königsallee, zu Fuß vom Alten Rathaus (siehe Karte).
Neanderkirche in der Altstadt
Die Neanderkirche steht etwas zurückversetzt von der Bolkerstraße, mitten im Herzen der Altstadt. Die evangelische Kirche wurde im späten 17. Jahrhundert im Barockstil erbaut. Das Gebäude ist klein, mit einem hohen Mittelturm und seitlich angebauten Flügeln.
© Robot8A · CC BY-SAFoto: Robot8A, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsAm Turm empfängt dich eine Uhr mit einem imposanten Zifferblatt. Innen ist es hell und elegant: Stuck an den Gewölben, Wänden und Säulen, dazu Heiligenstatuen entlang der Wände. Bekannt ist die Kirche für ihre ungewöhnliche Orgel, die von österreichischen Handwerkern gebaut wurde.
Zu den Orgelkonzerten kommen sowohl Gemeindemitglieder als auch Touristen. Der Eintritt ist frei, du kannst also buchstäblich für zehn Minuten hereinschauen.
- Anfahrt: zu Fuß über die Bolkerstraße von der Königsallee, etwa zehn Minuten (siehe Karte).
- Öffnungszeiten: Di, Sa 10:00 bis 18:00 Uhr, Eintritt frei (Stand: 09/2026, Website der Touristeninformation).
Denkmal zum 700-jährigen Stadtjubiläum
Auf dem Burgplatz steht ein Bronzedenkmal zum 700. Jahrestag der Stadtgründung. Es wurde vom Bildhauer Bert Gerresheim geschaffen, die Komposition besteht aus 17 historischen Szenen (Stand: 09/2026, Stadtportal). Die Szenen lesen sich von links nach rechts, wie Seiten einer Stadtchronik.
Im Zentrum steht eine Urkunde mit den Siegeln des Grafen Adolf von Berg, daneben ein Schild mit der „Lippischen Rose", dem Bergischen Löwen und einem Anker. Links kämpfen bäuerliche Milizionäre und Ritter, rechts hält ein Mönch einen Reliquienschrein mit den Gebeinen des heiligen Apollinaris. In das Triptychon sind auch moderne Gegenstände eingewoben, die die Verbindung zwischen den Generationen symbolisieren.
Das Denkmal steht direkt am Rhein und ist daher auf dem Weg zum Schlossturm leicht zu sehen. Du brauchst etwa fünf Minuten.
- Anfahrt: Burgplatz zwischen Altem Rathaus und Schlossturm, zu Fuß (siehe Karte).
Altes Rathaus am Marktplatz
© Helmlechner · CC BY-SAFoto: Helmlechner, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDas Alte Rathaus am Marktplatz ist an seinem roten Backstein und dem Efeu an der Fassade zu erkennen. Das Ensemble besteht aus drei Gebäuden, die zu unterschiedlichen Zeiten errichtet wurden. Deshalb mischt sich im Erscheinungsbild des Baus Spätgotik, Barock und Neorenaissance.
Das zentrale Gebäude stammt aus dem 16. Jahrhundert und diente mehrere Jahrhunderte lang als Arbeitsstätte des Bürgermeisters. Der gotische achteckige Turm mit einer Statue, einer Uhr und kunstvollen Giebeln an den Ziergiebeln zieht den Blick auf sich. Im 18. Jahrhundert wurde die Fassade mit Pilastern und einem Balkon über dem Haupteingang geschmückt.
Im Inneren erwarten dich eine Porträtgalerie ehemaliger Bürgermeister und ein Goethe-Gedenkraum mit einer Büste des Dichters. Das Rathaus kannst du nur im Rahmen einer Führung betreten. Führungen finden mittwochs um 15:00 Uhr statt (Stand: 09/2026, Informationen zum Rathaus).
- Anfahrt: einen Block entlang der Uferpromenade vom Schlossturm nach Nordwesten (siehe Karte).
- Der Haken: Auf eigene Faust geht es nicht, hinein kommst du nur mit einer Gruppe.
Maximiliankirche und ihre Orgel
© Maxplatz · CC BY-SAFoto: Maxplatz, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDie Maximiliankirche wurde Mitte des 17. Jahrhunderts von Franziskanermönchen gegründet. Die Kirche spielte eine bemerkenswerte Rolle im geistlichen Leben der Stadt. Neben ihr bestand eine theologische Schule, und die Gemeindeschule besteht bis heute. Der Dichter Heinrich Heine besuchte diese Schule.
Man kommt hierher, um die außergewöhnlich schöne Orgel zu hören, die mit Figuren musizierender Engel geschmückt ist. Im 19. Jahrhundert spielten hier Felix Mendelssohn Bartholdy und Robert Schumann bei Messen. Das Innere beeindruckt mit Gemälden von Rubens und anderen künstlerischen Meisterwerken.
In einer unscheinbaren Kapelle der Kirche siehst du die Ikone „Madonna mit den barmherzigen Augen" von Rubens. Die Kirche ist die ganze Woche von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet (Stand: 09/2026, Daten der Touristeninformation). Abendmessen finden samstags und sonntags um 18:00 Uhr statt.
- Anfahrt: mit der Straßenbahn bis zur Haltestelle Benrather Straße, dann zu Fuß (siehe Karte).
Goethe-Museum im Schloss Jägerhof
© Jörg Wiegels · CC BY-SAFoto: Jörg Wiegels, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsGoethe hat nie in Düsseldorf gelebt, doch ein ihm gewidmetes Museum wurde Mitte des 20. Jahrhunderts im eleganten Schloss Jägerhof eröffnet. Das Rokokoschloss wurde Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut. Es schmückt die Jacobistraße gegenüber dem Hofgarten.
Als der Dichter die Stadt besuchte, wohnte er im Haus der Familie Jacobi unweit des Schlosses. Deshalb entschieden die Behörden, das Museum hier zu eröffnen. Den Kern der Ausstellung bildete die Privatsammlung des Leipziger Verlegers Anton Kippenberg, die seine Erben der Stadt überließen.
In den Sälen siehst du über 50.000 Exponate aus dem 18. Jahrhundert: Gemälde, Medaillen, Büsten, Münzen, Handschriften und Briefe. Getrennt aufbewahrt werden 17.000 Bücher und 3.000 Notenblätter (Stand: 09/2026, offizielle städtische Informationen). Von besonderem Wert ist die Mineraliensammlung, die Goethe selbst zusammengetragen hat. Der „Faust"-Saal ist den Illustrationen von Peter Cornelius, Lithografien von Delacroix und Radierungen von Salvador Dalí gewidmet.
- Kosten: Tickets für die Museen der Stadt kannst du ganz einfach auf Tiqets vergleichen.
- Öffnungszeiten: Di, Fr und So von 11:00 bis 17:00 Uhr, Sa von 13:00 bis 17:00 Uhr (Stand: 09/2026, Daten der Stadt).
Kunstpalast: Museen am Ehrenhof
© Paul Hermans · CC BY-SAFoto: Paul Hermans, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsAm Ehrenhof steht ein U-förmiger Bau aus dem frühen letzten Jahrhundert im Stil des Expressionismus. Er beherbergt den Kunstpalast, eines der bedeutenden Museen Deutschlands. Den Kern der Sammlung legten Werke von Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz und seiner Frau Anna de' Medici.
Heute umfasst die Sammlung fast 100.000 Exponate: Gemälde, Skulpturen, Grafiken, Glas und zeitgenössische Kunst (Stand: 09/2026, Kunstpalast). In der Gemäldegalerie sind Rubens' „Venus und Adonis" und „Mariä Himmelfahrt" besonders wertvoll.
Das Grafische Kabinett zeigt 70.000 Arbeiten vom 15. bis zum 20. Jahrhundert, darunter Blätter von Raffael, Michelangelo und Veronese. Eine eigene Ausstellung präsentiert Kristall und Glas, das Monarchen und Adlige nutzten.
- Öffnungszeiten: Di, So 11:00 bis 18:00 Uhr, montags geschlossen (Stand: 09/2026, offizielle Website).
- Eintritt: Mit der DüsseldorfCard bekommst du Ermäßigungen in Museen und fährst kostenlos mit Bus und Bahn.
Schlossturm und Schifffahrtsmuseum
© Sascha Brück · CC BY-SAFoto: Sascha Brück, CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/), Wikimedia CommonsAls Düsseldorf 1288 die Stadtrechte erhielt, begann der Bau einer Burg mit dem Burgplatz im Inneren. Im Lauf der Jahrhunderte zerstörten Brände sie, und der letzte, im 19. Jahrhundert, tilgte die Festung vollständig. Nur der im 14. Jahrhundert errichtete Schlossturm blieb von der Burg erhalten.
Heute beherbergt der Turm das Museum zur Geschichte der Rheinschifffahrt. Es zeigt mehr als 120 Modelle von Booten und Dampfschiffen, von der Antike bis zur Gegenwart (Stand: 09/2026, Stadtportal). Das Museum ist von 11:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.
In der „Laterne" des Turms kannst du in einem Panoramarestaurant entspannen. Von dort hast du einen 360-Grad-Blick auf die Altstadt, die Uferpromenade und den Rheinturm.
- Anfahrt: Burgplatz am Rhein, ein kurzer Fußweg vom Alten Rathaus (siehe Karte).
Basilika St. Lambertus

Die Basilika St. Lambertus ist das älteste Gebäude Düsseldorfs. Ihre Geschichte beginnt mit einer kleinen Kapelle, die dort errichtet wurde, wo die Düssel in den Rhein mündet. Sieben Jahrhunderte später zieht die Basilika am Stiftsplatz mit ihren Portalskulpturen die Blicke auf sich.
Ein Portal zeigt Golgatha mit dem Gekreuzigten, ein anderes stellt die Schlacht von Worringen dar. Im Inneren beeindruckt die Kirche mit ihrem barocken Altar, einer Marienstatue auf einer Säule und Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert.
Zu den verehrten Reliquien der Basilika gehören die des heiligen Apollinaris von Ravenna, des Schutzpatrons der Stadt. Die Basilika ist täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr geöffnet (Stand: 09/2026, Führer des Tourismusbüros). Du erreichst sie mit der U-Bahn, Haltestelle Heinrich-Heine-Allee.
- Der Haken: Während der Gottesdienste ist der Zugang für Touristen eingeschränkt.
Hofgarten: ein Park im Stadtzentrum
© Remi Mathis · CC BY-SAFoto: Remi Mathis, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDer Hofgarten wurde im 18. Jahrhundert angelegt und ist heute der zentrale Park der Stadt. Er ist im englischen Stil mit spätbarocken Formen gestaltet. Am Eingang begrüßt dich ein Denkmal des Malers Peter Cornelius.
Weiter hinten führen schattige Wege zu Teichen mit schwarzen Schwänen und gemütlichen Plätzen zum Entspannen. Es ist ein angenehmer Ort, um grüne Sittiche und zahme Eichhörnchen zu beobachten. An Sommerabenden wird der Weg zum Jagdschloss mit Neonlicht beleuchtet, und die Atmosphäre verändert sich völlig.
Die Wege sind mit Skulpturen von Helden und Ereignissen vergangener Epochen geschmückt. Brunnen und das Ufer des Landskrone-Teichs verleihen der Landschaft einen besonderen Charme.
- Anreise: mit der Straßenbahn bis zur Haltestelle Sternstraße, dann zu Fuß (siehe Karte).
Tonhalle: Konzerthaus
© Lyzzy · CC BYFoto: Lyzzy, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.5), Wikimedia CommonsDie Tonhalle sieht nicht aus wie ein typischer Philharmoniebau. Das Gebäude wurde in den 1920er-Jahren als Planetarium errichtet, entworfen vom Architekten Wilhelm Kreis. Nach dem Krieg wurde es unter Erhalt der zentralen Kuppel in einen Konzertsaal umgebaut.
Die Kuppel leuchtet von innen wie ein Edelstein und gilt als Meisterwerk der modernen Kunst. In der Mitte hängt ein Kronleuchter mit vielen Spiegeln, der nach Skizzen des Künstlers Adolf Luther entstand. Das großzügige Foyer mit seinem Mosaikboden wird von original erhaltenen Leuchten durchflutet.
In der Tonhalle treten Sinfonieorchester, Opernstars und Popkünstler auf. Der Saal trägt sogar den Beinamen „Kolosseum des 20. Jahrhunderts".
- Anreise: mit der U-Bahn bis zur Station Tonhalle/Ehrenhof, dann zu Fuß (siehe Karte).
Sternwarte Düsseldorf-Bilk
© Velopilger · CC BY-SAFoto: Velopilger, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Sternwarte Düsseldorf-Bilk wurde von Johann Friedrich Benzenberg gegründet und nahm Mitte des 19. Jahrhunderts ihren Betrieb auf. Drei Jahre nach dem Tod des Gründers ging die Sternwarte in städtischen Besitz über. Beobachtet wurden die Sterne hier zunächst mit einem langbrennweitigen Refraktor und später mit einem leistungsstarken Äquatorialteleskop von Carl Bamberg.
Mit diesen Teleskopen wurden im 19. Jahrhundert 24 Asteroiden entdeckt (Stand: 09/2026, Stadtarchiv). Astronomen nannten sie die „24 Düsseldorfer Planeten". Ein Asteroid wurde zu Ehren der Sternwarte Bilk benannt.
Im Zweiten Weltkrieg brannte das Gebäude bei einem Bombenangriff aus. Heute steht an der Stelle der Sternwarte in der Bachstraße ein hohes Denkmal in Form eines verbrannten Teleskops (Stand: 09/2026, städtische Daten).
- Anreise: Stadtteil Bilk südlich des Zentrums, mit der U-Bahn bis zur Station Auf'm Hennekamp (siehe Karte).
Golzheimer Friedhof: ein historischer Friedhof

Der Golzheimer Friedhof liegt in einer malerischen Parkanlage im Norden der Stadt. Diese Begräbnisstätte mit mehr als 50.000 Gräbern wird als Geschichtsbuch Düsseldorfs bezeichnet (Stand: 09/2026, Stadtportal). Die meisten Grabsteinskulpturen sind über hundert Jahre alt.
In der Nähe siehst du die Gräber der kulturellen und politischen Elite sowie das Mausoleum der Familie Riemenschneider. Am Haupteingang, unweit der Theodor-Heuss-Brücke, steht eine neugotische Kapelle. Sie markiert den Beginn eines reizvollen Spaziergangs und dient dir zugleich als Orientierungspunkt.
- Anreise: mit der U-Bahn bis zur Station Theodor-Heuss-Brücke, dann etwa 700 Meter zu Fuß (siehe Karte).
- Der Haken: Dies ist ein Friedhof, kein Park, also verhalte dich entsprechend. Die Beisetzungen endeten hier 1897.
Aquazoo Löbbecke Museum
© Helfmann · CC BY-SAFoto: Helfmann, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDas Aquazoo Löbbecke Museum ist ein einziger Komplex im Nordpark. In den Aquarien leben Fische, Reptilien, Haie und Schildkröten. Seelöwen und Pinguine haben die Uferbereiche für sich entdeckt, die vor Besuchern geschützt sind. Tropenwald, Terrarien und Aquarien befinden sich alle unter einem Dach, das Wetter kann dir also nichts anhaben.
In den Terrarien kannst du Schlangen und andere Reptilien beobachten. Im Tropenwald fliegen Kolibris und leuchtende Schmetterlinge über deinem Kopf, während Krokodile in den Seen dösen.
Die Sammlung des Löbbecke-Museums umfasst mehr als 250.000 Weichtiere und 650.000 Insekten aus aller Welt (Stand: 09/2026, Aquazoo). Die Themenhallen zeichnen die Entwicklung des Tierreichs nach und zeigen die natürlichen Lebensräume der Tiere. Der Komplex ist täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, du kannst deinen Tag in Düsseldorf also gut darum herum planen.
- Anfahrt: nimm die U-Bahn bis zur Haltestelle Aqua-Zoo und geh dann zu Fuß weiter (siehe Karte).
Rheinuferpromenade
© Островский Александр, Киев · CC BY-SAFoto: Островский Александр, Киев, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDie Rheinuferpromenade erstreckt sich über zwei Kilometer am rechten Rheinufer entlang. Die Promenade führt durch die Stadtteile Altstadt, Carlstadt und Unterbilk. Sie wurde Ende des letzten Jahrhunderts angelegt und gilt als bestes Beispiel für Stadtplanung im Land (Stand: 09/2026, städtisches Tourismusbüro).
Nördlich der Oberkasseler Brücke führt das Ufer zur Tonhalle. Nach Süden beginnt ein zweigeschossiger Abschnitt mit einer Allee und einem „lebenden Dach" aus ineinander verwobenen Bäumen. Weiter kommst du auf den Burgplatz mit einem Balkon, der den Blick auf das untere Ufer, den Fluss und beide Brücken freigibt. Der Rathausabschnitt der Promenade verläuft vom Burgplatz bis zur Bäckerstraße und zum ehemaligen Hafen. Hier stehen das Alte Rathaus und das Reiterstandbild des Kurfürsten Johann Wilhelm auf dem Marktplatz.
An diesem Abschnitt befinden sich der Schlossturm und das Riesenrad. Der südlichste Teil der Promenade gilt als vornehmes Viertel: Hier sind der Landtag von Nordrhein-Westfalen und der Rheinturm neben einem modernen Glasbau zu Hause. In der Nähe des Turms fällt ein ungewöhnliches Gebäude auf, das an einen Eisblock erinnert. Zum Ufer gelangst du mit der U-Bahn, du steigst an der Station Heinrich-Heine-Allee aus.
- Anfahrt: nimm die U-Bahn bis Heinrich-Heine-Allee und geh dann Richtung Rhein (siehe Karte).
Neanderthal Museum in Mettmann
© Heiko Tomaszewski -- Darkstar1970 20:01, 19 August 2007 (UTC) · CC BY-SAFoto: Heiko Tomaszewski -- Darkstar1970 20:01, 19 August 2007 (UTC), CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/), Wikimedia CommonsDas Neanderthal Museum entstand dank Ausgrabungen im Tal der Düssel. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde hier eine Höhle mit den Überresten eines frühen Menschen gefunden. Das Museum selbst wurde in den 1990er-Jahren in der Nähe dieses Ortes eröffnet, tief im Wald zwischen Erkrath und Mettmann (Stand: 09/2026, Neanderthal Museum).
Die Hauptausstellung ist spiralförmig angelegt und zeigt die Etappen der menschlichen Entwicklung. Digitale und 3D-Technologien lassen Alltagsszenen der Neandertaler, ihre Werkzeuge und Behausungen wieder aufleben. Du siehst lebensgroße Figuren früher Vorfahren, gekleidet in moderne Kleidung.
In einer Werkstatt, die wie in der Steinzeit gestaltet ist, kannst du an praktischen Kursen teilnehmen. Ein eigener Weg führt zur Höhle, in der Spuren der Anwesenheit früher Menschen gefunden wurden. Im Inneren betrittst du eine Neandertaler-Behausung, die durch eine Installation nachgebildet wurde.
Vom Hauptbahnhof nimmst du die S-Bahn Richtung Hagen bis zur Haltestelle Hochdahl und gehst dann etwa fünfzehn Minuten zu Fuß. Eine zweite Möglichkeit: nimm die S-28 bis zum Bahnhof Neanderthal und geh noch sieben Minuten.
- Öffnungszeiten: Di-So 10:00 bis 18:00 Uhr, Höhleneintritt bis 17:00 Uhr im Sommer und 16:00 Uhr im Winter (Stand: 09/2026, offizielle Website).
Düsseldorf-Route auf der Karte
Unten ist die gesamte Route auf einer Karte zusammengestellt, damit du dich den Tag über besser orientieren kannst. Die Logik dahinter: morgens in der Altstadt, nachmittags Museen, abends Rheinturm und Uferpromenade. Markiere dir vorab ein paar Punkte, dann brauchst du dein Handy kaum noch.
Was man in Düsseldorf an 1 Tag sehen kann
Orte auf der Karte
- 1Schloss Benrath Rokokoschloss aus dem 18. Jahrhundert mit Park im Süden der Stadt
- 2Rheinturm Aussichtsplattform auf 168 Metern, Drehrestaurant QOMO
- 3Königsallee Hauptboulevard der Stadt mit Kanal und Boutiquen
- 4Bismarck-Denkmal Denkmal für den Kanzler am Lutherplatz
- 5Tritonbrunnen Brunnen mit Triton am nördlichen Ende des Kanals
- 6Neanderkirche Barocke evangelische Kirche an der Bolkerstraße
- 7Denkmal zum 700-jährigen Stadtjubiläum Bronzekomposition aus 17 historischen Szenen am Burgplatz
- 8Altes Rathaus Rathaus am Marktplatz, Mischung aus Gotik, Barock und Neorenaissance
- 9Maximiliankirche Franziskanerkirche mit Orgel und Gemälden von Rubens
- 10Goethe-Museum Museum im Schloss Jägerhof, Sammlung Anton Kippenberg
- 11Kunstpalast Malerei, Skulptur und Glas am Ehrenhof
- 12Schlossturm Erhaltener Burgturm aus dem 14. Jahrhundert, heute Schifffahrtsmuseum
- 13Basilika St. Lambertus Ältestes Gebäude der Stadt am Stiftsplatz
- 14Hofgarten Zentraler Park im englischen Stil mit Teichen und Schwänen
- 15Tonhalle Konzertsaal im ehemaligen Planetariumsgebäude mit leuchtender Kuppel
- 16Golzheimer Friedhof Historischer Friedhof mit Grabsteinen aus dem 19. Jahrhundert
- 17Aquazoo Löbbecke Museum Aquarium, Terrarium und tropischer Wald im Nordpark
- 18Neanderthal Museum Museum des Neandertalerfundes in Mettmann, außerhalb der Stadt
⁉️🤔 Häufige Fragen
Wie viel kostet die DüsseldorfCard und was ist enthalten?
Die Karte funktioniert als Fahrschein für Busse und Bahnen in Düsseldorf und Umgebung. Sie bietet freien oder ermäßigten Eintritt zu Dutzenden Museen sowie Rabatte auf Touren und Stadtführungen. Die 24-, 48- und 72-Stunden-Optionen unterscheiden sich im Preis, also prüfe die aktuellen Preise auf der Website der Touristeninformation (Stand: 09/2026, visitduesseldorf.de).
Kann man die gesamte Route an einem Tag zu Fuß schaffen?
Das Zentrum kannst du problemlos zu Fuß erkunden: Königsallee, Altes Rathaus und Basilika St. Lambertus liegen nur wenige Häuserblocks voneinander entfernt. Schloss Benrath und das Neanderthal Museum sind weit vom Zentrum entfernt, daher ist es bequemer, mit der S-Bahn hin und zurück zu fahren. Die Fahrt dauert jeweils etwa eine Stunde.
Welche Museen haben montags geschlossen?
Kunstpalast und Goethe-Museum sind montags geschlossen, ebenso das Schloss Benrath. Plane diese Sehenswürdigkeiten für einen anderen Wochentag ein oder ändere die Reihenfolge. Das Aquazoo Löbbecke Museum hat täglich geöffnet, du kannst ihm also den Montag widmen.
Ist es besser, den Rheinturm tagsüber oder abends zu besteigen?
Tagsüber hast du eine bessere Sicht auf die Stadt und den Rhein, und bei klarem Wetter reicht das Panorama weit über den Horizont hinaus. Abends verwandelt sich der Turm in eine Aussichtsplattform mit Lichtern und bildet einen großartigen Abschluss deines Spaziergangs. Bei bedecktem Himmel ist es besser, den Aufstieg zu verschieben: Dunst versperrt die Sicht.
Was kann man in Düsseldorf mit Kindern unternehmen?
Kinder begeistern sich meist für das Aquazoo Löbbecke Museum mit seinen Haien, Pinguinen und dem Tropenwald. Im Hofgarten kannst du schwarze Schwäne und zahme Eichhörnchen beobachten. Eine weitere Option: das Neanderthal Museum mit seiner Steinzeit-Werkstatt und der Höhle.
Kurz gesagt: was du buchen solltest
Die Eintagesroute ist rund um das Zentrum aufgebaut, daher ist es bequemer, ein Hotel zwischen Altstadt und Königsallee zu buchen. Wenn du wenig Zeit hast: Nimm einen Hop-on-Hop-off-Bus für den ganzen Tag und ein Museum. Wenn du mit Kindern unterwegs bist: Wähle das Aquazoo Löbbecke Museum und den Hofgarten.
Für einen Familienausflug: Hotels im Zentrum von Düsseldorf. Für den ersten Besuch: Touren und Tickets. Prüfe die Öffnungszeiten, bevor du losziehst, und die Route fügt sich ohne Hektik zusammen.


