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10 Museen der Welt, die lustig, gruselig und ein bisschen eklig sind

10 Museen der Welt, die lustig, gruselig und ein bisschen eklig sind

Museen überraschen selten. Vergoldung, Tafeln, ein Audioguide im Ohr. Aber es gibt Orte, an denen die Exponate dich zusammenzucken lassen.

Wir haben zehn solcher Museen zusammengestellt: von Amsterdams Mikroben bis zu Kafkas Albträumen in Prag. Hier findest du Würmer in Formaldehyd, Stachelhalsbänder und Mumien, die von der Erde selbst getrocknet wurden. Tickets für das Mumienmuseum in Guanajuato werden online verkauft (Stand: 09/2026, offizielle Website).

Im Folgenden verraten wir dir, was es in jedem Museum zu sehen gibt, wie du hinkommst und wo du die Öffnungszeiten prüfst.

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Das erwartet dich in dieser Top Ten

💡 Kurz gesagt:

  • Themen: Mikroben, Parasiten, Sanitärversorgung, Spionage, Mumien, Hundehalsbänder, Frauenhaarlocken, seltsame Dinge, zerbrochene Beziehungen und Kafka.
  • Preise und Öffnungszeiten: 09/2026, geprüft auf der offiziellen Micropia-Website und bei Leeds Castle.

Museum

Stadt

Was es überraschend macht

Micropia

Amsterdam

Mikroorganismen unter dem Mikroskop

Meguro Parasitological Museum

Tokio

Parasiten in Formaldehyd

Sulabh International Museum of Toilets

Neu-Delhi

die Entwicklung der Toiletten

International Spy Museum

Washington

Spionage-Gadgets und Verstecke

Museo de las Momias de Guanajuato

Guanajuato

natürlich entstandene Mumien

Dog Collar Museum

Broomfield

Stachelhalsbänder

Avanos Hair Museum

Avanos

eine Wand aus Frauenhaarlocken

Museum of the Odd

Lawrence

eine private Sammlung von Kuriositäten

Museum of Broken Relationships

Zagreb

Objekte, die nach Trennungen zurückbleiben

Franz-Kafka-Museum

Prag

die düstere Fantasiewelt des Schriftstellers

1. Micropia in Amsterdam

Wand mit Mikroorganismen-Präparaten im Micropia-Museum© Nadine Ranger · CC BY-SAFoto: Nadine Ranger, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Micropia befindet sich im ARTIS-Komplex im Zentrum von Amsterdam. Das Museum ist täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet (Stand: 09/2026, ARTIS).

Die Ausstellung widmet sich vollständig den Mikroorganismen, die üblicherweise mit Krankheiten in Verbindung gebracht werden. Hier zeigt man dir die andere Seite: Mikroben spielen eine Rolle bei der Fermentation von Lebensmitteln, sind Bestandteil von Impfstoffen und bestimmen den Geschmack von Käse. Du betrachtest sie durch echte Mikroskope.

Der einprägsamste Raum heißt „Mouth to Mouth". Danach erscheint dir Küssen nicht mehr ganz so süß.

  • Tickets und Zeitfenster: Preis und Einlasszeit prüfst du auf der Micropia-Ticketseite (Stand: 09/2026).
  • Für wen: Erwachsene und Schüler mit Interesse an Biologie.
  • Der Haken: Nach dem Raum „Mouth to Mouth" gehen manche Besucher mit dem Gedanken, sie sollten sich öfter die Hände waschen.

2. Meguro Parasitological Museum in Tokio

Konservierter Bandwurm in einem beschrifteten Glas

Drinnen siehst du Parasiten und ihre Wirte, konserviert in Formaldehyd.

Der Rat ist einfach: Iss vorher.

Die Ausstellung ist in zwei Teile gegliedert. Im ersten Stock stehen Hunderte Glasgefäße mit Würmern, Parasiteneiern und Malaria-Präparaten. Im zweiten Stock werden Parasiten gezeigt, die Menschen befallen können, darunter solche, die von Haustieren übertragen werden.

Gegründet wurde das Museum von Dr. Satoru Kamegai. Er reiste durch Japan und sammelte Exemplare in den Jahren, als die Hygiene im Land zu wünschen übrig ließ. Du kannst das Museum unterstützen, indem du ein Souvenir kaufst: Stofftaschen, T-Shirts und Anstecker.

  • Tickets: Der Eintritt ist frei, prüfe vor deinem Besuch die Öffnungszeiten.
  • Für wen: Erwachsene mit starken Nerven; Schüler dürften an der Ausstellung wenig Freude haben.
  • Der Haken: Nach den Räumen voller Würmer stellt sich der Appetit nicht sofort wieder ein.

3. Sulabh International Museum of Toilets in Neu-Delhi

Zwei grüne Sulabh-Ökotoiletten mit einer Person© Ajay Tallam · CC BY-SAFoto: Ajay Tallam, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia Commons

Ein Museum der Toiletten klingt nach einem Witz, aber dahinter steckt ein ernsthaftes Projekt. Die Ausstellung ist Teil der Sulabh International Social Service Organization, gegründet von Dr. Bindeshwar Pathak.

Er kämpfte für Sanitärstandards und Hygiene für alle Bevölkerungsschichten. Das Museum zeigt, wie sich Toiletten über Jahrtausende verändert haben und welche Technologien hinter diesen Veränderungen steckten.

Hier siehst du Beispiele sanitärer Einrichtungen von der Antike bis zur Gegenwart. Daneben erfährst du etwas über lokale Bräuche und Gesetze rund um die Sanitärversorgung.

  • Tickets: Der Eintritt ist in der Regel frei, prüfe vor deiner Reise die Öffnungszeiten.
  • Für wen: alle, die sich für die Geschichte des Alltags interessieren, nicht nur für Tempel und Paläste.

4. International Spy Museum in Washington

Gebäude des International Spy Museum mit SPY MUSEUM-Schriftzug© Farragutful · CC BY-SAFoto: Farragutful, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Hier schlüpfst du in die Rolle eines Geheimagenten und wirst zu einem interaktiven Abenteuer eingeladen.

Die Artefaktsammlung ist umfangreich: Chiffriermaschinen, Falschgeld, getarnte Waffen, Miniaturkameras und versteckte Fächer.

Ein eigener Raum ist der Popkultur gewidmet. In der Ausstellung findest du Requisiten aus Mission: Impossible und The Avengers, eine Lippenstiftpistole und einen nachgebauten Aston Martin DB5.

  • Tickets: Einlass mit Zeitfenster, Tickets werden online im Voraus gekauft (Stand: 09/2026, Besuchsplan).
  • Für wen: Familien mit Kindern ab zehn Jahren und Fans von Spionagegeschichten.
  • Der Haken: Es gibt hier keine aktiven Geheimdokumente, und einige der Exponate sind Nachbildungen und Kopien.

5. Museo de las momias de Guanajuato in Mexiko

Fassade des Mumienmuseums von Guanajuato mit Schild© Asenetp · CC BY-SAFoto: Asenetp, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Mexikanische Mumien haben mit ägyptischen nichts gemein. Hier siehst du keine Sarkophage mit wohlhabenden Herrschern. Die Körper wurden vom Boden Guanajuatos selbst getrocknet, nicht von Einbalsamierern.

Das Museum wurde 1969 eröffnet und entwickelte sich zu einer der Hauptattraktionen der Stadt (laut offizieller Website).

Die meisten Mumien stammen von ehemaligen Einwohnern Guanajuatos. Die berühmteste von ihnen ist die kleinste Mumie der Welt (laut Tourismusportal der Stadt).

Die Ausstellung ist düster, und genau das macht ihren Reiz aus. Besucher kommen hierher, um die Überreste zu fotografieren, obwohl die Körper einst in Krypten versiegelt waren.

  • Tickets: Tickets werden online auf der offiziellen Website des Museums verkauft, dort findest du auch die Preise (Stand: 09/2026).
  • Für wen: Erwachsene mit Interesse an Geschichte und Anthropologie.
  • Der Haken: Die Ausstellung ist belastend, daher sollten kleine Kinder und empfindliche Erwachsene sie lieber auslassen.

6. Hundehalsband-Museum in Leeds Castle

Leeds Castle mit Türmen und grünem Rasen© Красимир Косев · CC BYFoto: Красимир Косев, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia Commons

Das Hundemuseum liegt versteckt in Leeds Castle in Broomfield, England. Es befindet sich in den ehemaligen Stallungen, und der Eintritt ist im Schlossticket enthalten (Stand: 09/2026, offizielle Website).

Die Ausstellung wurde von Gertrude Hunt zum Gedenken an ihren Mann geschaffen. Beide sammelten ungewöhnliche Objekte, und die Halsbandsammlung erwies sich als die seltsamste ihrer Entdeckungen.

Hier siehst du Halsbänder von eisernen Exemplaren mit scharfen Stacheln bis hin zu vergoldeten Stücken. Das älteste gehörte einem spanischen Mastiff und stammt aus dem späten 15. Jahrhundert. Insgesamt umfasst die Sammlung mehr als hundert seltene Stücke (laut Leeds Castle).

  • Tickets: Es gibt kein separates Ticket, der Eintritt ist im Schlossticket enthalten (Stand: 09/2026, Ticket kaufen).
  • Für wen: Hundebesitzer und Familien mit Kindern.
  • Der Haken: Das Museum ist klein, daher lohnt sich eine eigene Anreise allein dafür nicht; besichtige es zusammen mit dem Schloss.

7. Haarmuseum Avanos in Kappadokien

Haarmuseum-Höhle mit Wänden voller Haarlocken und Etiketten© Nevit Dilmen ( talk ) · CC BY-SAFoto: Nevit Dilmen ( talk ), CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Avanos ist ein bedeutendes Töpferzentrum in Kappadokien. Das Haarmuseum wurde vom lokalen Handwerker Galip Körükçü direkt im Laden unter seiner Werkstatt Chez Galip eröffnet.

Die Wände des Raums sind vom Boden bis zur Decke mit Frauenhaarlocken in verschiedenen Farben und Längen bedeckt. Alles begann mit einer einzigen Strähne: Der Handwerker verabschiedete sich von einer Freundin und bat sie, etwas als Andenken dazulassen. Frauen hörten diese Geschichte und brachten ihr eigenes Haar.

Einmal im Jahr wird hier die schönste Locke gewählt. Die Gewinnerin erhält eine Einladung, im Gästehaus des Handwerkers zu übernachten und an seinem Keramik-Meisterkurs teilzunehmen.

Die Sammlung wächst seit Jahren, und heute ist die Museumswand im Guinness-Buch der Rekorde verzeichnet.

  • Für wen: Paare, die einen ungewöhnlichen Ort in der Nähe von Göreme suchen.
  • Tickets: Der Eintritt ist symbolisch, das Museum befindet sich in der Töpferwerkstatt, die Öffnungszeiten bitte vor Ort prüfen.

8. Museum of the Odd in Lawrence

Randy Walker begann als Kind zu sammeln. Ein paar Jahrzehnte später eröffnete er ein Museum in seinem eigenen Haus in Lawrence.

Die wichtigste Anforderung an die Exponate ist einfach: Das Objekt muss ein bisschen seltsam sein. Hier findest du Sockenaffen, Figuren von Menschen aus Flaschenverschlüssen und Blumen aus Aluminiumdosen.

Ein eigener Teil der Sammlung hat mit Prominenten zu tun: Bob Barkers Zahnbürste, Elvis Presleys Haar und Fingernagel, Charles Mansons Unterschrift. Daneben liegen Fotografien von Toten in Särgen und Büschel von Kuhhaar.

Manche Besucher kritisieren diese Exponate. Walkers Antwort ist einfach: Jeder hat das Recht, sich so auszudrücken, wie er will.

  • Für wen: alle, die Kuriositätenkabinette und seltsame private Sammlungen lieben.
  • Tickets: Das Museum befindet sich im Haus des Besitzers, also bestätige deine Besuchszeit im Voraus.
  • Der Haken: Manche Exponate erfordern starke Nerven und einen sehr speziellen Sinn für Humor.

9. Museum der zerbrochenen Beziehungen in Zagreb

Ausstellungshalle des Museums der zerbrochenen Beziehungen© Prosopee · CC BY-SAFoto: Prosopee, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Dieses Museum entstand aus einem Scherz eines Paares aus Zagreb. Nach ihrer Trennung wollten sie ihre gemeinsamen Besitztümer in eine Kiste packen, und daraus wurde ein Archiv der Geschichten.

Heute ist die Ausstellung in Zagreb beheimatet, obwohl sie früher eine Wanderausstellung war. Jedes Objekt hier ist ein Geschenk oder ein Gegenstand von einem früheren Partner mit einer kurzen Beschriftung.

Du gehst an Teddybären, Ringen, Briefen und sogar einem Gipsabdruck vorbei. Die Geschichten sind gleichzeitig lustig und traurig.

  • Tickets: Tickets und Öffnungszeiten bitte auf der offiziellen Website prüfen (Stand: 09/2026).
  • Für wen: alle, die Museen mit menschlichen Geschichten lieben.
  • Der Haken: Nach dem Besuch fängt man leicht an, sich an die eigenen Trennungen zu erinnern.

10. Franz-Kafka-Museum in Prag

Innenhof des Franz-Kafka-Museums mit dem Buchstaben K© Mister No · CC BYFoto: Mister No, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia Commons

Das Franz-Kafka-Museum wurde 2005 eröffnet (laut Kafka Museum).

Am Eingang wirst du von zwei Skulpturen von Männern begrüßt, die in ein Becken pinkeln, das die Umrisse der Tschechischen Republik hat.

Im Inneren gibt es zwei Ausstellungen. Die erste zeigt das Leben des Autors: Manuskripte, Fotografien und persönliche Gegenstände. Die zweite ist Kafkas imaginierte Welt mit düsteren Installationen, darunter eine Nachbildung der Foltermaschine aus der Erzählung „In der Strafkolonie".

Auch der Klang in den Räumen ist Teil des Konzepts. Du hörst Stöhnen, Flüstern und das Kratzen einer Feder, als ob der Schriftsteller noch immer an einer neuen Geschichte arbeitet.

  • Tickets und Öffnungszeiten: Preise und Einlasszeiten bitte auf der offiziellen Website prüfen (Stand: 09/2026).
  • Für wen: Kafka-Leser und Fans düsterer Installationen.
  • Der Haken: Ohne Interesse am Schriftsteller kann sich die Ausstellung wie eine Abfolge dunkler Räume anfühlen.

⁉️🤔 Häufige Fragen

Welche dieser Museen sind kostenlos?

Der Eintritt ins Meguro Parasitological Museum in Tokio ist kostenlos. Das Museum finanziert sich über Spenden und Souvenirverkäufe, du kannst es also unterstützen, indem du einen Anstecker oder eine Stofftasche kaufst. Prüfe die Öffnungstage im Voraus, da sich der Zeitplan je nach Saison ändert.

Kann man diese Museen mit Kindern besuchen?

Ja, aber nicht alle. Micropia, das International Spy Museum und das Dog Collar Museum sind gut für Kinder und Jugendliche geeignet, mit interaktiven Exponaten und zugänglichen Themen. Das Museo de las Momias in Guanajuato und das Parasitenmuseum in Tokio sind besser für Erwachsene geeignet, da die Eindrücke dort belastend sein können.

Wie viel Zeit braucht man für ein Museum?

Im Durchschnitt reichen ein bis zwei Stunden. Micropia und das International Spy Museum sind größer, dafür brauchst du einen halben Tag. Das Dog Collar Museum und das Haarmuseum Avanos sind klein, und du kannst sie in einer halben Stunde zusammen mit den angrenzenden Räumen des Schlosses oder der Werkstatt ansehen.

Muss man Tickets im Voraus kaufen?

Für das International Spy Museum und Micropia ja: Der Eintritt ist an Zeitfenster gebunden, und in der Hochsaison sind die Slots ausverkauft. Das Museo de las Momias verkauft Tickets online auf seiner offiziellen Website. Für kleine Museen wie das Haarmuseum Avanos kannst du einfach ohne Reservierung hineingehen und ein Ticket vor Ort kaufen.

Wie kommt man vom Zentrum Guanajuatos zum Museo de las Momias?

Das Museum liegt auf einem Hügel über der Stadt, und der Fußweg hinauf ist lang und steil. Einfacher ist es, ein Taxi oder einen lokalen Bus zu nehmen, damit bist du schneller dort. Die genaue Adresse und Wegbeschreibung findest du auf der offiziellen Website des Museums.

Kurz gesagt: Was sich zu buchen lohnt

Die zehn Museen in dieser Auswahl verteilen sich auf drei Kontinente. Eines haben sie gemeinsam: Langweilig wird dir nicht.

Wenn du wenig Zeit hast: Entscheide dich für Micropia in Amsterdam und das International Spy Museum in Washington. Wenn du mit Kindern reist: das Dog Collar Museum in Leeds Castle und ebenfalls das International Spy Museum. Wenn du dich gruseln willst: das Museo de las Momias in Guanajuato und das Parasitenmuseum in Tokio. Wenn du dich für Literatur interessierst: das Franz-Kafka-Museum in Prag.

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