Zum Inhalt springen
Katakomben, Wasser und Eis: 13 Orte in Wien, an denen man leichter atmet

Katakomben, Wasser und Eis: 13 Orte in Wien, an denen man leichter atmet

Mittags auf dem Stephansplatz steht die Luft still, und der Stein unter den Füßen gibt noch lange nach Sonnenuntergang Wärme ab. Das sommerliche Wien macht selbst Menschen zu schaffen, die Hitze lieben.

Abkühlung ist ganz in der Nähe. In den Katakomben des Stephansdoms bleibt es das ganze Jahr über kühl, und in der Michaelergruft finden Führungen freitags und samstags statt (Stand: 09/2026, offizielle Website der Michaelerkirche). Hier sind 13 Orte, an denen du die Hitze aussitzen kannst: Grüfte, Wasser, eine Eislaufbahn und klimatisierte Museen.

Wir haben diese Orte in der ganzen Stadt zusammengetragen und Preise sowie Zeiten im September 2026 auf den offiziellen Websites geprüft. Wo sich der Preis je nach Saison ändert, findest du einen Link: Schau vor deinem Besuch nach.

Anzeige: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links, bei einer Buchung über diese Links erhalten wir eine Provision, für dich entstehen keine Mehrkosten.

Stephansdom in Wien mit seinem gemusterten Dach

Option

Wo zu finden

Kosten

Grüfte

Katakomben des Stephansdoms, Michaelergruft, Kapuzinergruft

Tickets am Eingang und online

Wasser

Donauinsel, Alte Donau, Wasserspielplätze am Rathausplatz und im Prater

kostenlos

Parks

Prater und Türkenschanzpark

kostenlos

Museen

Albertina, Schloss Belvedere, mumok, Kunsthistorisches Museum, Technisches Museum

Eintritt kostenpflichtig, Tickets online

Eislaufbahn

Eisring Süd in Favoriten

Ticket pro Einheit

1. Katakomben des Stephansdoms

💡 Kurz gesagt:

  • Steig unter den Stephansdom hinab: Es bleibt das ganze Jahr über kühl, aber nur mit einem Domführer.
  • Preise und Öffnungszeiten: 09/2026, geprüft auf der offiziellen Website des Doms.
Grabkapelle mit Sarkophagen in einer unterirdischen Krypta© Burkhard Mücke · CC BY-SAFoto: Burkhard Mücke, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Der Dom steht mitten im Herzen Wiens, was dir zugutekommt: Vom Michaelerplatz bis zum Eingang gehst du etwa 600 Meter (auf der Karte). Zu den Grabstätten hinunter werden Besucher nur mit einem Domführer eingelassen. Einen eigenständigen Zugang zu den Katakomben gibt es nicht.

  • Öffnungszeiten: Der Dom ist werktags von 6:00 bis 22:00 Uhr geöffnet, an Sonn- und Feiertagen von 7:00 bis 22:00 Uhr. Führungen finden werktags von 9:00 bis 11:30 Uhr und von 13:00 bis 16:30 Uhr statt, sonntags nur von 13:00 bis 16:30 Uhr (Stand: 09/2026, Führungszeiten).
  • Tickets: Buche die Katakombenführung im Voraus auf der Website des Doms; bei heißem Wetter sind die Plätze schnell weg.
  • Der Haken: Unten gibt es viele Gebeine und Grabstätten. Für kleine Kinder ist das ein schwerer Anblick.

2. Michaelergruft unter der Michaelerkirche

Die Michaelergruft liegt unter der Michaelerkirche am Michaelerplatz, ein paar Minuten von der Hofburg entfernt. Unten stehen Sarkophage, Mumien und Skelette in barocker Kleidung. Die Luft ist feucht und spürbar kälter als draußen, und der geführte Abstieg dauert etwa 45 Minuten.

Gotischer Stephansdom in Wien© Manuel Velazquez · CC BYFoto: Manuel Velazquez, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia Commons
  • Öffnungszeiten: Deutsche Führungen finden freitags um 12:00 und 14:00 Uhr statt, samstags um 10:00 und 12:00 Uhr, englische Führungen samstags um 11:00 Uhr; vom 23. Dezember 2026 bis 6. Januar 2027 finden keine Führungen statt (Stand: 09/2026, Führungsplan).
  • Preis: €10 für Erwachsene, €5 für Kinder, die Führung dauert etwa 45 Minuten (Stand: 09/2026, offizielle Website der Michaelerkirche).
  • Der Haken: Fotografieren und Filmen sind verboten, und Hunde dürfen nicht mit hinein.

3. Kapuzinergruft am Neuen Markt

In der Kapuzinergruft sind die Habsburger begraben: Kaiser Franz Joseph, seine Frau Elisabeth und Dutzende Erzherzöge. Die Gruft liegt unter der Klosterkirche nahe dem Neuen Markt. Die Steinmauern halten die Kälte das ganze Jahr über, sodass im August unten eine kühle Stille herrscht.

Kapuzinergruft mit Sarkophagen der Habsburger© C.Stadler/Bwag · CC BY-SAFoto: C.Stadler/Bwag, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/at/deed.en), Wikimedia Commons
  • Anfahrt: Der Eingang liegt neben dem Neuen Markt, abseits der belebten Kärntner Straße.
  • Für wen: für alle, die sich für die Geschichte der Dynastie interessieren. Mystik gibt es hier keine, nur Sarkophage und Chroniken.
  • Tipp: Geh zur Mittagszeit hin, wenn die Straße draußen am heißesten ist.

4. Wiens coole Straßen

Jedes Jahr gestaltet Wien mehrere Straßen zu coolen Straßen um. Dort werden Wasservernebler, Bäume und Bänke im Schatten aufgestellt, und der Asphalt heizt sich weniger auf. Die jüngste Ergänzung der städtischen Liste ist die Zieglergasse in Neubau.

Stephansplatz in Wien im Sommer beim Haas-Haus© C.Stadler/Bwag · CC BY-SAFoto: C.Stadler/Bwag, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons
  • Wo zu finden: Die Liste und die Karte veröffentlicht die Stadt Wien.
  • Preis: freier Zugang, keine Bezahlung nötig.

5. Wasserspielplätze am Rathausplatz und im Prater

Wiens Wasserspielplätze bieten kostenlose Abkühlung mitten in der Stadt. Am Rathausplatz gibt es Brunnen, durch deren Fontänen Kinder laufen, während Erwachsene knöcheltief im Wasser stehen. Ähnliche Spielplätze liegen beim Prater, wo du dich nach den Karussells ebenfalls abkühlen kannst.

Blick über Wiens Dächer und Hochhäuser im Sommer© Andrzej Otrębski · CC BY-SAFoto: Andrzej Otrębski, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons
  • Anreise: U2 bis Station Rathaus, U1 und U2 bis Praterstern (laut Wiener Linien, 09/2026).
  • Preis: kostenlos.
  • Karte: Alle Wasserspielplätze der Stadt sind im Stadtplan von Wien eingezeichnet.

6. Donauinsel

Die Donauinsel erstreckt sich über Dutzende Kilometer entlang der Donau, und selbst bei größter Hitze findest du dort Schatten am Wasser, und wenn du vom Eingang weiter weg gehst, einen Badeplatz fast ohne Nachbarn. Vom Ufer aus siehst du Schiffe, und du kannst deine Füße so lange ins Wasser halten, wie du magst. Viele kommen mit dem Fahrrad hierher und fahren am Ufer entlang.

Donauinsel: grüne Ufer und Wasser im Sommer© C.Stadler/Bwag · CC BY-SAFoto: C.Stadler/Bwag, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons
  • Anreise: U1 bis Station Donauinsel (laut Wiener Linien, 09/2026).
  • Preis: freier Zugang.
  • Für wen: für alle, die bereit sind, den ganzen Tag am Wasser zu verbringen, ohne für Liegen zu bezahlen.

7. SUP auf der Alten Donau

Auf der Alten Donau erwärmt sich das Wasser und hat fast keine Strömung, deshalb kommst du hier auch ohne Erfahrung leicht auf ein SUP (Stand-up-Paddling). Boardverleihe gibt es direkt am Ufer, einer der Spots heißt Flotus. Du paddelst an den grünen Ufern entlang und kühlst dich jede Minute ab.

Stehpaddler auf der Alten Donau mit Hochhäusern im Hintergrund© User:My Friend · CC BY-SAFoto: User:My Friend, CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/), Wikimedia Commons
  • Anreise: U1 bis Alte Donau oder Kaisermühlen (per Wiener Linien, Stand: 09/2026).
  • Der Haken: Auf dem Wasser ist der Wind stärker als am Ufer, und es gibt fast keinen Schatten. Sonnencreme und Wasser mitbringen.
  • Für wen: Für alle, die sich durch Bewegung abkühlen wollen, nicht durch Liegen auf der Wiese.

8. Polarium und Polardom im Tiergarten Schönbrunn

Die kältesten Räume Wiens verstecken sich im Tiergarten Schönbrunn. Im abgedunkelten Polarium blickst du durch einen Glasboden auf die Robben hinunter. Im Polardom hörst du das Eis knacken, und direkt nebenan leben die Eisbären. Fast durchgefroren trittst du aus dem Pavillon, und das ist der beste Kontrast nach dem Aufenthalt draußen.

Stephansdom, gespiegelt in einer Glasfassade© Andrzej Harassek · CC BY-SAFoto: Andrzej Harassek, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons
  • Öffnungszeiten: Der Zoo öffnet täglich um 9:00 Uhr und schließt je nach Saison (Stand: 09/2026, offizielle Website).
  • Anreise: U4 bis Hietzing, dann etwa 10 Minuten zu Fuß (laut Karte).
  • Tickets: Kaufe sie online, damit du nicht in der Sonne anstehen musst.

9. Eisring Süd: kaltes Eis in Favoriten

Eislaufen bleibt die wörtlichste Art, sich abzukühlen. Die Sommersaison 2026 am Eisring Süd endete am 5. September, die neue Wintersaison beginnt am 25. Oktober 2026 (Stand: 09/2026, offizielle Website). Die Bahn wird sowohl indoor als auch outdoor betrieben.

Freiluft-Eislaufplatz und Eishalle in Favoriten von oben© Braveheart · CC BY-SAFoto: Braveheart, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons
  • Was kommt: Den Winterfahrplan und die Preise findest du auf der Website des Eisrings.
  • Der Haken: Die historische Eisstadthalle im Zentrum ist geschlossen, dort gibt es keinen öffentlichen Eislauf mehr.

10. Parks: Prater und Türkenschanzpark

Parks geben dir, was den Straßen fehlt: Schatten und bewegte Luft. Im Prater unter den alten Bäumen ist es spürbar kühler als am Praterstern. Der Türkenschanzpark hat einen Bach, kleine Brunnen und einen Wasserspielplatz für Kinder, und von der Paulinenwarte siehst du die ganze Stadt. Du kannst hier den ganzen Tag verbringen und keinen Cent ausgeben.

Menschen entspannen im Frühling auf der Wiese im Wiener Türkenschanzpark© Johann Werfring · CC BY-SAFoto: Johann Werfring, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons
  • Anreise: U1 und U2 fahren zum Praterstern für den Prater, Straßenbahnen aus dem Zentrum fahren zum Türkenschanzpark (per Wiener Linien, Stand: 09/2026).
  • Preis: Eintritt frei.

11. Kirchen mit dicken Mauern

Alte Kirchen bleiben den ganzen Tag kühl, weil ihre Mauern meterdick sind. Besonders kalt ist es in der Altlerchenfelderkirche in Neubau und in der Augustinerkirche im Zentrum. Am bequemsten für dich: der Stephansdom direkt neben der U-Bahn, und der Südturm, wo es immer windig ist, bringt dich nach oben.

Kühles Inneres der Altlerchenfelder Kirche in Wien© Ricardalovesmonuments · CC BY-SAFoto: Ricardalovesmonuments, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons
  • Öffnungszeiten: Der Dom ist werktags von 6:00 bis 22:00 Uhr und sonntags von 7:00 bis 22:00 Uhr geöffnet (Stand: 09/2026, Domseite).
  • Preis: Der Eintritt in die Kirchen ist frei; für Turm und Katakomben brauchst du ein separates Ticket.
  • Der Haken: Drinnen solltest du leise sein, das ist kein Ort für Snacks oder laute Gespräche.

12. Museen mit Klimaanlage

Die zuverlässigste kühle Luft im Zentrum kommt aus den Museen. Albertina, Schloss Belvedere, mumok, Kunsthistorisches Museum und Technisches Museum halten ihre Säle unabhängig vom Wetter auf angenehmer Temperatur. Im Technischen Museum sind manche Exponate zum Anfassen, daher ist es mit Kindern die einfachste Option.

  • Tickets: Buche im August online ein Zeitfenster, sonst bildet sich die Schlange in der prallen Sonne. Tickets für Wiener Museen und Aussichtsplattformen
  • Gut zu wissen: Die Museen haben unterschiedliche Ruhetage, also prüfe die Öffnungszeiten vorher auf der offiziellen Website.
  • Für wen: Für alle, die die Hitze produktiv aussitzen wollen, statt nur unter der Klimaanlage im Café zu sitzen.

13. Eis bei Tichy am Reumannplatz

Tichy am Reumannplatz verkauft seit Jahrzehnten Eis und behält ein einfaches Format bei: eine Tüte an der Theke und Bänke am Platz. Ernährungswissenschaftler erinnern daran, dass kalte Leckereien den Körper nicht wirklich kühlen, aber bei Hitze hält das nur wenige ab. Du holst dir ein Sorbet oder Milcheis und setzt dich in den Schatten.

Eckgebäude des Eissalons Tichy am Reumannplatz© Franz Fiala · CC BYFoto: Franz Fiala, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia Commons
  • Anfahrt: U1 bis Reumannplatz, das Café liegt direkt am Ausgang (laut Wiener Linien, 09/2026).
  • Für wen: Für alle, die mit einer Eistüte im Schatten des Platzes sitzen wollen.

Wenn du deinem Spaziergang eine geführte Tour hinzufügen oder Tickets im Voraus kaufen möchtest, wirf einen Blick auf die Auswahl unten.

Anzeige

Touren und Tickets in Vienna

Geführte Touren, Tickets ohne Anstehen und Aktivitäten — die meisten Angebote sind kostenfrei stornierbar.

Angebote auf GetYourGuide ansehen

Das Widget wird nach Ihrer Zustimmung geladen.

⁉️🤔 Häufige Fragen

Läuft der Eislaufplatz in Wien im Sommer?

Das Sommer-Eislaufen am Eisring Süd endete am 5. September 2026, die Wintersaison beginnt am 25. Oktober 2026 (Stand: 09/2026, Eisring Süd). Der Platz liegt in Favoriten; prüfe den Sessionplan auf der Website. Solange das Eis geschlossen ist, bieten sich die unterirdischen Orte und Museen an.

Wie viel kostet eine Führung durch die Michaelergruft?

Ein Erwachsenenticket kostet 10 €, ein Kinderticket 5 €, und die Führung selbst dauert etwa 45 Minuten (Stand: 09/2026, Michaelerkirche). Deutschsprachige Gruppen treffen sich freitags um 12:00 und 14:00 Uhr sowie samstags um 10:00 und 12:00 Uhr. Tickets gibt es am Eingang; eine Voranmeldung ist nicht nötig.

Wo kann ich mich in Wien kostenlos abkühlen?

Die kühlen Straßen mit Sprühnebelanlagen, die Wasserspielplätze am Rathausplatz und im Prater, das Schwimmen auf der Donauinsel und der Eintritt in die Stadtparks sind alle kostenlos. Nimm Wasser und Sonnencreme mit: Schatten gibt es nicht überall, und am offenen Ufer bekommst du schneller einen Sonnenbrand, als du merkst. Alle diese Orte sind mit der U-Bahn erreichbar.

Wie viel Zeit brauche ich für die Katakomben des Stephansdoms?

Der Abstieg ist nur mit einem Domführer möglich; es gibt keine Tickets für die Katakomben ohne Führung (Stand: 09/2026, Katakombenseite). Domführungen laufen werktags von 9:00 bis 11:30 Uhr und von 13:00 bis 16:30 Uhr, sonntags nur von 13:00 bis 16:30 Uhr. Buche dein Führungsfenster im Voraus; bei Hitze sind die Gruppen schnell voll.

Was tun in Wien, wenn die Hitze nicht nachlässt?

Geh in den Untergrund oder in klimatisierte Säle. Die Katakomben des Stephansdoms, die Michaelergruft und die Kapuzinergruft sind geöffnet, ebenso Albertina, mumok und Kunsthistorisches Museum. Die zweite Route führt ans Wasser: Donauinsel, Alte Donau und die Wasserspielplätze am Rathausplatz. Die dritte Option bietet dir der Eisring Süd nach Beginn der Wintersaison.

Kurz gesagt: Was sich zu buchen lohnt

Im Sommer retten dich in Wien zwei Elemente: kalter Untergrund und Wasser. Wenn du einen Tag im Zentrum hast, buche die Katakomben des Stephansdoms, danach die Michaelergruft. Wenn du mit Kindern unterwegs bist, plane Zeit für den Wasserspielplatz am Rathausplatz und das Technische Museum ein. Wenn du einen ganzen Tag am Wasser verbringen willst, fahr zur Donauinsel oder miete ein SUP auf der Alten Donau.

Für heiße Tage wählst du ein Hotel in U-Bahn-Nähe mit Klimaanlage: Hotelpreise in Wien auf Trip.com prüfen. Buche Tickets und Touren im Voraus: Touren und Tickets in Wien auf GetYourGuide finden.