
Was du in China sehen solltest: 15 Orte von der Großen Mauer bis Yunnan
China vereint Mauern, Wolkenkratzer, Wüsten und Reisterrassen in einem einzigen Land. Aus hundert Orten die ersten fünfzehn auszuwählen, ist wirklich schwer.
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Überblick: Was du in China sehen solltest
💡 Kurz gesagt:
- Teile deine Route in Cluster auf: Zwischen Peking, Xi'an und Guilin bist du mit dem Flugzeug schneller als mit dem Zug.
- Kaufe Tickets für die Verbotene Stadt vorab online; sie werden nicht an der Kasse verkauft.
- Tickets und Öffnungszeiten: Stand: 09/2026, geprüft auf der offiziellen Website der Verbotenen Stadt.

China erstreckt sich über fast zehn Millionen Quadratkilometer, und die Entfernungen zwischen den Regionen werden in Tausenden von Kilometern gemessen. Der Norden der Hauptstadt beherbergt die Große Mauer und die Verbotene Stadt in Peking. Das zentrale Xi'an ist die Heimat der Terrakotta-Armee, während der Südwesten den Karst von Guilin, die Seen von Jiuzhaigou, die Terrassen von Guangxi und die Dschungel von Yunnan vereint.
Wir haben fünfzehn Orte zusammengestellt, die es am häufigsten in eine erste Reise schaffen. Zu jedem haben wir praktische Details ergänzt: wo er liegt, wann du hinfahren solltest und was dich erwartet. Die Tabelle unten hilft dir, in einer Minute ein Ziel auszuwählen. Danach folgen ausführliche Abschnitte zu jedem Ort.
Ort | Region | Beste Reisezeit |
|---|---|---|
Große Mauer | nördlich von Peking | April, Mai, September-November |
Peking und die Verbotene Stadt | Peking | Mai, Juni, September |
Zhangjiajie | Hunan | Frühling und Herbst |
Dunhuang und die Mogao-Grotten | Gansu | April und Mai |
Roter Strand von Dawa | bei Panjin | Spätsommer |
Zhujiajiao | Shanghai | April, Mai, Oktober, November |
Huashan | Shaanxi | April-Oktober |
Jiuzhaigou | Sichuan | September und Oktober |
Yungang-Grotten | Shanxi | April-Oktober |
Li-Fluss | Guangxi | ganzjährig außer an Feiertagen |
Zhangye Danxia | Gansu | Juni-September |
Longji-Terrassen | Guangxi | Juli und August |
Terrakotta-Armee | Shaanxi | März-November |
Kanas-See | Xinjiang | Frühling bis Herbst |
Yunnan | Xishuangbanna | November bis April |

1. Die Große Mauer: das größte Bauprojekt des Kaiserreichs
Die Mauer wurde über mehr als zweitausend Jahre immer wieder gebaut, und ihre Abschnitte verlaufen entlang der Bergkämme nördlich von Peking. Wachtürme stehen in regelmäßigen Abständen, und das Mauerwerk folgt dem Gelände: Wo die Hügel steiler sind, steigt die Mauer in Stufen an. Dschingis Khans mongolische Kavallerie durchbrach diese Befestigungen trotzdem, aber für Reisende bleibt die Mauer das wichtigste Symbol des Landes.
© CEphoto, Uwe Aranas · CC BY-SAFoto: CEphoto, Uwe Aranas, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsAm nächsten zur Hauptstadt liegt das restaurierte Badaling. Es ist am einfachsten zu erreichen und in der Saison immer überfüllt. In Gubeikou verläuft die Mauer direkt durch ein altes Dorf, während du in Jiankou und Jinshanling über bröckelnde Steine wanderst und kaum jemandem begegnest. Trage feste Schuhe und nimm Wasser mit: Der Aufstieg ist stellenweise steil, und die Stufen sind hoch.
- Wo: nördlich von Peking
- Was du sehen solltest: Badaling für den ersten Besuch, Jinshanling für Ruhe
- Beste Reisezeit: April, Mai, September-November
- Der Haken: Badaling ist in der Saison von Touristen überlaufen
2. Peking: die Verbotene Stadt und alte Hutongs
Die Verbotene Stadt steht an erster Stelle unter den Palastkomplexen der Welt: Vierundzwanzig Kaiser und ihre Gefolge lebten hinter ihren Mauern und dem Wassergraben. Der Eintritt ist nur mit Online-Tickets möglich; sie werden nicht an der Kasse verkauft, und das Museum ist montags geschlossen (Stand: 09/2026, offizielle Website).
Ein zweites Peking öffnet sich in den Hutongs, alten Vierteln mit einstöckigen Häusern, die um einen Innenhof gebaut sind. Geh morgens in den Park des Himmelstempels, wo Einheimische Gymnastik machen und Karten spielen. Außerhalb der Stadt liegen der Sommerpalast Yiheyuan am Kunming-See und der Xiangshan-Park. Plane mindestens drei Tage für die Hauptstadt ein.
© Daniel Case · CC BY-SAFoto: Daniel Case, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons- Wo: Peking, Innenstadt
- Was du sehen solltest: die Verbotene Stadt, den Park des Himmelstempels, Hutongs
- Beste Reisezeit: Mai, Juni, September
- Der Haken: die Verbotene Stadt ist montags geschlossen
3. Zhangjiajie: die Steingipfel von „Avatar"
In der Provinz Hunan erheben sich Hunderte Sandsteingipfel fast senkrecht über dem Wald. Regen und Wind haben sie über Tausende von Jahren geformt, und die UNESCO hat das Gebiet als Weltnaturerbe gelistet. Eine natürliche Brücke über die Schlucht verbindet zwei Bergkämme, und der Park verfügt über Seilbahnen und einen Aufzug zu den Aussichtsplattformen.
© Yoo Chung · CC BY-SAFoto: Yoo Chung, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5), Wikimedia CommonsDie Wolken hängen hier direkt in der Schlucht, und dann verschwinden die Gipfel aus dem Blickfeld. Komm morgens: Gegen Mittag bildet sich eine Schlange an der Seilbahn. In der Gegend bewegst du dich besser mit dem Shuttle, sonst bist du den ganzen Tag nur zu Fuß zwischen den einzelnen Punkten unterwegs.
- Wo: Provinz Hunan, Gebiet Wulingyuan
- Was du sehen solltest: die Avatar-Gipfel, die natürliche Brücke, Aussichtsplattformen
- Beste Zeit: Frühling und Herbst
- Der Haken: Bei Nebel verschwinden die Gipfel, also plane einen Reservetag ein
4. Dunhuang: die Oase und die Mogao-Grotten
Die Stadt liegt inmitten der Dünen der Wüste Gobi. Die benachbarte Mingsha-Düne erklimmst du zu Fuß in einer halben Stunde, und an ihrem Fuß liegt der Sichelmondsee, den der Sand bis heute nicht begraben hat. Im Sommer ist der Sand glühend heiß, geh also lieber kurz vor Sonnenuntergang hinauf.
Eine halbe Stunde entfernt liegen die Mogao-Grotten mit mehr als tausend Jahren buddhistischer Malerei. Die Fresken und Statuen werden hier besonders sorgfältig geschützt, und täglich darf nur eine begrenzte Zahl von Besuchern hinein. Einige der Grotten sind für Besucher geschlossen, kauf dein Ticket also im Voraus.
© Zhangzhugang · CC BY-SAFoto: Zhangzhugang, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons- Wo: Provinz Gansu, Nordwestchina
- Was du sehen solltest: die Mingsha-Dünen, den Sichelmondsee, die Mogao-Grotten
- Beste Zeit: April und Mai
- Der Haken: In Mogao kommst du nur mit Ticket und in kleinen Gruppen hinein
5. Der rote Strand von Dawa bei Panjin
Einen Sandstrand gibt es hier nicht, auch wenn der Name irreführend ist. Im Delta des Liao-Flusses wächst ein salztolerantes Gras, das im Frühjahr grün ist und sich bis zum Spätsommer leuchtend rot färbt. Dutzende Kilometer Küste sind mit einem roten Teppich bedeckt, doch laufen kannst du nur auf den Holzstegen des Liaohekou-Honghaitan-Nationalparks.
© 归零者 · CC BY-SAFoto: 归零者, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie besten Fotos gelingen bei Sonnenuntergang, wenn das Licht schräg auf das Gras fällt. Morgens liegt Dunst über dem Delta, und die Farbe wirkt gedämpft. Nimm eine Windjacke mit: Am offenen Ufer weht ständig Wind. Zusätzliches Wasser wirst du auch brauchen.
- Wo: nordöstlich von Panjin
- Was du sehen solltest: den roten Grasteppich, die Holzstege
- Beste Zeit: Spätsommer
- Der Haken: Es gibt keinen Sandstrand, und du kannst nur auf den Stegen laufen
6. Zhujiajiao: Kanäle und Brücken bei Shanghai
Shanghai zeigt die Zukunft in den Wolkenkratzern von Pudong, während das alte Zhujiajiao westlich des Zentrums liegt. Kanäle teilen den Ort in Häuserblocks, Steinbrücken überspannen das Wasser, und Boote mit Ruderern gleiten an den Wohnhäusern vorbei.
Die berühmteste Brücke, die Fangsheng-Brücke, wurde im sechzehnten Jahrhundert erbaut und erinnert an die Rialtobrücke in Venedig. Komm morgens an einem Wochentag: Zur Mittagszeit werden die Uferpromenaden voll, und das beste Licht für Fotos hast du vor zehn Uhr.

- Wo: westlich von Shanghai, Stadtbezirk Qingpu
- Was du sehen solltest: die Kanäle, die Fangsheng-Brücke, Teehäuser an der Uferpromenade
- Beste Zeit: April, Mai, Oktober, November
- Der Haken: An Wochenenden sind die Uferpromenaden voller Touristen
7. Huashan: Pfade und Plankenwege
Huashan ist einer der fünf heiligen Berge des Taoismus und besteht aus mehreren Gipfeln. Pfade verbinden sie über steile Steintreppen, die direkt in den Hang gehauen sind. Stellenweise geht der Aufstieg über Metallklammern, Handschuhe sind hier also keine schlechte Idee.
© May Wung · CC BY-SAFoto: May Wung, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDer berühmteste Abschnitt ist der Schwarz-Drachen-Grat und der Plankenweg an einer senkrechten Felswand. Du läufst im Klettergurt über die Planken über dem Abgrund, während Seilbahnen zu den Gipfeln führen. Nimm Trekkingschuhe mit: Stellenweise sind die Stufen höher als dein Knie.
- Wo: Provinz Shaanxi
- Was es zu sehen gibt: der Schwarz-Drachen-Grat, der Plankenweg, der Dongdao-Tempel
- Beste Zeit: April bis Oktober
- Der Haken: Du musst schwindelfrei sein und festes Schuhwerk haben
8. Jiuzhaigou: farbige Seen und Wasserfälle
Der Name des Parks bedeutet übersetzt „Tal der neun Dörfer". Neontürkisfarbene Seen liegen in den Schluchten, und das Wasser ist so klar, dass du versunkene Baumstämme sehen kannst. Holzstege und Buslinien verbinden die Seen, sodass du an einem Tag sowohl den Fünf-Farben-See als auch den Perlenbank-Wasserfall sehen kannst.
Der Lange See liegt am höchsten, und von ihm führt der Weg hinab zu den Hauptaussichtspunkten. Die Ortsnamen sind poetisch: Bambuspfeil-See, Tigermaul, Fünf-Farben-See. In den umliegenden Bergwäldern leben Pandas, aber ihnen auf dem Weg zu begegnen ist nahezu unmöglich.
© Chensiyuan · CC BY-SAFoto: Chensiyuan, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons- Wo: Provinz Sichuan, Hochland von Tibet
- Was es zu sehen gibt: Fünf-Farben-See, Perlenbank-Wasserfall, Langer See
- Beste Zeit: September und Oktober
- Der Haken: Am Parkeingang bilden sich im Herbst lange Schlangen
9. Yungang-Grotten und der hängende Tempel
Tausende buddhistische Statuen sind in die Felswände nahe der Stadt Datong gehauen. Sie entstanden vor über tausend Jahren, und manche Figuren erreichen die Höhe eines mehrstöckigen Gebäudes. Viele Grottenwände sind mit Fresken bemalt, die während der Kulturrevolution beschädigt wurden. Nur ein Teil der Höhlen ist für Besucher geöffnet, kauf dein Ticket also im Voraus.
Weiter südlich hängt der Xuankong-Tempel an einer senkrechten Felswand. Er ruht auf Holzstützen, die in den Fels getrieben wurden, und schmale Galerien verbinden Hallen auf unterschiedlichen Ebenen. Geh morgens hinauf, solange die Galerien noch leer sind. Es ist einfacher, zur Öffnungszeit anzukommen.
© Zhangzhugang · CC BY-SAFoto: Zhangzhugang, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons- Wo: Provinz Shanxi, bei Datong
- Was es zu sehen gibt: Yungang-Grotten, hängender Tempel Xuankong
- Beste Zeit: April bis Oktober
- Der Haken: Einige Fresken wurden während der Kulturrevolution beschädigt
10. Li-Fluss und Guilin-Karst
Die Karsthügel rund um Guilin sehen aus wie eine Landschaft aus einem chinesischen Wandschirmgemälde. Der Li-Fluss windet sich zwischen ihnen hindurch, und die schönsten Postkartenansichten entstehen vom Bootsdeck auf der Strecke zwischen Guilin und Yangshuo. Unterwegs halten die Boote an Dorfstegen, wo Einheimische Fisch und Obst verkaufen.
Ein eigener Stopp ist die Schilfrohrflöten-Höhle mit ihren beleuchteten Stalaktiten. Du wirst bei Regen und Wind an Deck unterwegs sein, nimm also einen Regenmantel und rutschfeste Schuhe mit. Während der chinesischen Nationalfeiertage sind die Anlegestellen überfüllt, wähle also Wochentage.
© Luka Peternel · CC BY-SAFoto: Luka Peternel, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons- Wo: Provinz Guangxi
- Was es zu sehen gibt: Bootsfahrt auf dem Li-Fluss, Schilfrohrflöten-Höhle
- Beste Zeit: ganzjährig außer an Nationalfeiertagen
- Der Haken: Der Fluss und die Anlegestellen sind an Feiertagen überfüllt
11. Zhangye Danxia: Regenbogenberge
Die gestreiften Hänge bei Zhangye bestehen aus Schichten verschiedener Mineralien, die der Wind zu bizarren Graten geformt hat. Der Geopark hat Holzstege und Aussichtsplattformen, du musst also nicht auf die Felsen klettern. Die Farben sind bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang am kräftigsten: Gelbe, orange und braune Schichten werden fast leuchtend.
Tagsüber strömen die meisten Touristen zur ersten Plattform, während du an den hinteren Aussichtspunkten fast allein stehst. Nimm Wasser und Sonnenschutz mit: An den Hängen gibt es keinen Schatten. Komm zur Öffnungszeit, sonst fotografierst du einen Teil deiner Bilder gegen das Licht.
© Raul-David Serban ( https://imaggeo.egu.eu/user/Raul/ ) · CC BYFoto: Raul-David Serban ( https://imaggeo.egu.eu/user/Raul/ ), CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia Commons- Wo: Provinz Gansu, nahe der Stadt Zhangye
- Was es zu sehen gibt: Aussichtsplattformen über den farbigen Schichten
- Beste Zeit: Juni bis September
- Der Haken: Die Farben verblassen tagsüber, komm bei Sonnenaufgang
12. Longji-Terrassen in Guangxi
Bauern haben die Longji-Terrassen vor mehreren Generationen in die Hänge gegraben, und manche Felder werden noch immer von Hand bewirtschaftet. Bänder aus Feldern ziehen sich hinab und folgen den Kurven der Hügel. Im Frühling glänzen die gefluteten Felder in der Sonne, vor der Ernte färben sie sich golden, und im Winter liegt stellenweise Schnee.
Zwischen den Dörfern gibt es viele Wege, und ohne Führung kannst du leicht falsch abbiegen. Eine Seilbahn führt zum Gipfel, aber die schönsten Aussichten eröffnen sich vom normalen Wanderweg. Nimm einen Regenmantel mit: Das Wetter wechselt in der Höhe schnell.
© King of Hearts · CC BY-SAFoto: King of Hearts, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons- Wo: Provinz Guangxi, Gebiet Longsheng
- Was es zu sehen gibt: Reisfelder, Dörfer an den Hängen
- Beste Zeit: Juli und August
- Der Haken: Das Wegenetz ist unübersichtlich, ein Guide spart Zeit
13. Terrakotta-Armee in Xi'an
Xi'an hat eine erhaltene Stadtmauer von vierzehn Kilometern Länge, auf der du Rad fahren kannst. Der Hauptgrund herzukommen ist die Tonarmee, die beim Graben eines Brunnens gefunden wurde. Tausende Krieger und Pferde stehen in Schlachtformation, und jede Figur hat ihr eigenes Gesicht, ihre eigene Frisur und Rüstung.
Das Museum des Mausoleums von Qin Shi Huang ist täglich geöffnet, aber die Winteröffnungszeiten sind kürzer als die Sommeröffnungszeiten. Komm zur Öffnungszeit zu den ersten Gruben; zur Mittagszeit wird es hier laut. Die Stadtmauer und die Armee liegen etwa 40 km auseinander. Plane sie für unterschiedliche Tageshälften ein.

- Wo: Xi'an, Provinz Shaanxi
- Was es zu sehen gibt: Terrakotta-Armee, Stadtmauer
- Beste Zeit: März bis November
- Der Haken: Große Reisegruppen versammeln sich zur Mittagszeit an der Hauptgrube
14. Kanas-See im Altai
Im Norden Xinjiangs, nahe der Grenze zu Russland und Kasachstan, liegt der schmale Kanas-See. Lokale Legenden erzählen von einem Monster, das angeblich in der Tiefe lebt, aber Expeditionen haben es nie gefunden. Von Frühling bis Herbst führen Wege rund um den See durch die Taiga und die Steppen des Altai-Gebirges.
Vom Aussichtspavillon Guangyu auf zweitausend Metern siehst du den gesamten See und schneebedeckte Gipfel am Horizont. Die Anfahrt ist lang, plane also eine Übernachtung in der Nähe ein. Nimm im Sommer ein Repellent mit: Nahe am Wasser gibt es viele Mücken.
© Newbamboo · CC BY-SAFoto: Newbamboo, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons- Wo: Xinjiang, Altai-Gebirge
- Was es zu sehen gibt: Kanas-See, Aussichtsplattform Guangyu
- Beste Zeit: Frühling bis Herbst
- Der Haken: Du erreichst den See nur über eine lange Straße, eine Übernachtung ist nötig
15. Yunnan: tropischer Wald und Völker
Xishuangbanna grenzt an Laos und Myanmar, daher sind Klima und Natur hier näher an Südostasien. Der Mekong fließt durch die Präfektur, und in den Dörfern leben die Völker der Dai, Yao und Lisu, die teilweise ihre traditionelle Kleidung bewahren. Trekkingrouten führen durch den Dschungel, aber ohne Guide solltest du besser nicht losgehen: In abgelegenen Gebieten gibt es wilde Elefanten.
© Yumeto · CC BY-SAFoto: Yumeto, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsWährend der Regenzeit treten Blutegel auf, trage also geschlossene Schuhe und dicke Socken. Die Trockenzeit dauert von November bis April, und das ist die beste Zeit zum Wandern. Hier siehst du ein Stück Südostasien innerhalb Chinas.

- Wo: südliche Provinz Yunnan, Xishuangbanna
- Was es zu sehen gibt: Dschungel entlang des Mekong, Dörfer der lokalen Völker
- Beste Zeit: Trockenzeit von November bis April
- Der Haken: viele Blutegel in der Regenzeit, geschlossene Schuhe sind nötig
Touren und Tickets
Geführte Touren, Tickets ohne Anstehen und Aktivitäten — die meisten Angebote sind kostenfrei stornierbar.
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Was du wissen solltest: Visum, Verkehr und Geld
Für eine Kurzreise brauchst du kein Visum: Bürger Deutschlands und vierundvierzig weiterer Länder dürfen bis zu 30 Tage einreisen, und die Regelung gilt bis Ende Dezember 2026 (Stand: 09/2026, Einreise-Referenz). Dein Reisepass muss gültig sein, und die digitale Ankunftskarte füllst du vorab in der App aus. Für Reisen nach Tibet brauchst du ein separates Tibet Travel Permit, das über eine Agentur organisiert wird.
Zwischen großen Städten sind Hochgeschwindigkeitszüge die bequemste Option: Sie kommen exakt nach Fahrplan an. Die Bahnhöfe für Hochgeschwindigkeitszüge liegen oft weit vom Stadtzentrum entfernt, also plane Zeit für die Anfahrt ein. Für lange Strecken, etwa zum Kanas-See oder nach Yunnan, nimm einen Inlandsflug. Zugtickets kaufst du am besten ein paar Tage im Voraus in der App des Anbieters; an Wochenenden sind die Plätze schnell ausverkauft.
KISymbolbild: KI-generiertBargeld wird in China nicht überall akzeptiert, und Karten funktionieren nicht in allen Cafés und Geschäften. Richte mobiles Bezahlen vorab ein und halte für den ersten Tag etwas Bargeld bereit. Trinkgeld ist hier nicht üblich.
Wir empfehlen, die großen Feiertage zu meiden: Anfang Oktober und während des chinesischen Neujahrs sind Verkehr und Hotels überlastet, und Tickets für Sehenswürdigkeiten sind Wochen im Voraus ausverkauft. An Wochentagen sind die Warteschlangen deutlich kürzer.
Zhangjiajie: Tianmen und die Glasbrücke
Der Tianmen-Berg liegt abseits des Nationalparks, und eine lange Seilbahn bringt dich auf den Gipfel. Das Tianmen-Tor ist von der Natur in die Felswand gehauen, eine breite Treppe führt hinunter, und ein gläserner Aussichtsweg verläuft entlang der Abbruchkante. Hier stehst du über dem Abgrund und blickst auf die kurvenreiche Straße tief unten.
© xiquinhosilva · CC BYFoto: xiquinhosilva, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia CommonsEine Glasbrücke überspannt die Schlucht: Der Boden ist durchsichtig, darunter geht es in die Tiefe, und die ersten Schritte fallen schwer. Tickets für die Brücke und den Berg werden getrennt vom Parkeintritt verkauft, also plane dein Budget im Voraus. Auf der Brücke weht oft starker Wind, also nimm keine Hüte oder lose Gegenstände mit.
⁉️🤔 Häufige Fragen
Brauche ich 2026 ein Visum für China?
Bürger Deutschlands und vierundvierzig weiterer Länder brauchen für Reisen bis zu 30 Tagen kein Visum; die Regelung wurde bis Ende Dezember 2026 verlängert (Stand: 09/2026, offizielle Klarstellungen). Bring einen gültigen Reisepass mit und fülle die digitale Ankunftskarte aus. Für Reisen über dreißig Tage hinaus beantrage vorab ein Visum.
Wie viel Zeit sollte ich für eine erste Reise einplanen?
Ein Cluster dauert drei bis fünf Tage. In zwei Wochen kannst du Peking, Xi'an und Guilin mit dem Li-Fluss abdecken. Eine einzige Stadt verbindet nicht alle fünfzehn Orte: Die Entfernungen innerhalb des Landes sind vergleichbar mit einem Flug quer durch Europa, also wähle zwei oder drei Ziele und versuche nicht, alles auf einmal zu sehen.
Wann ist die beste Reisezeit für China?
Frühling und Herbst sind am angenehmsten: April und Mai sind warm, September und Oktober trocken. Im Sommer sind die Städte heiß und schwül, und im Winter ist der Norden eiskalt. Feiertage, die du meiden solltest, sind im Abschnitt „Was du wissen solltest" beschrieben.
Wie komme ich zwischen Städten hin und her?
Zwischen großen Städten sind Hochgeschwindigkeitszüge die bequemste Option; für lange Strecken ist Fliegen besser. Mehr über Züge und Tickets liest du im Abschnitt „Was du wissen solltest".
Lohnt sich ein Besuch von Zhangjiajie und Dunhuang im Winter?
Der Winter ist für Dunhuang nicht die beste Option: Die Mogao-Grotten sind geöffnet, aber ein Ausflug zu den Dünen verliert wegen des Winds an Reiz. In Zhangjiajie sind im Winter weniger Touristen unterwegs, aber einige Aussichtsplattformen schließen wegen Eis. Plane diese Orte für den Frühling oder Frühherbst ein.
Kurz gesagt: Was du buchen solltest
Wenn du eine Woche Zeit hast, wähle Peking: die Verbotene Stadt, einen Abschnitt der Mauer und den Himmelstempel-Park. Wenn du zwei Wochen hast, ergänze Xi'an mit der Terrakotta-Armee und Guilin mit dem Li-Fluss. Heb dir die Natur für eine separate Reise auf: Jiuzhaigou, Zhangjiajie und Yunnan erfordern Zeit für Flüge.
Kaufe Museumstickets online ein paar Tage im Voraus: In der Hochsaison sind die Zeitfenster ausverkauft. In großen Städten ist es bequemer, Hotels in der Nähe der U-Bahn zu buchen, und im Süden wähle Unterkünfte mit Klimaanlage.


