
Mailand zu Fuß an einem Tag: 16 Stationen vom Monumentalfriedhof bis zum Dom
Mailand lässt sich wirklich an einem Tag zu Fuß erkunden. Die Stadt ist kompakt, und die 16 Orte unten verbinden sich zu einer einzigen Linie vom Monumentalfriedhof im Norden bis zum Dom im Zentrum. Auf der Karte sind das etwa 12 Kilometer; ohne Hetze brauchst du dafür 8 bis 9 Stunden mit Pausen für Kaffee und Mittagessen.
Die größte Herausforderung sind nicht die Entfernungen, sondern die Warteschlangen. Die Domterrassen und das Museum für Wissenschaft und Technik kosten dich jeweils eine Stunde, wenn du ohne Ticket auftauchst. Deshalb notiere ich unten, was du im Voraus buchen solltest und was du unterwegs ohne Vorbereitung anschauen kannst. Zu jedem Ort gehören Preis, Öffnungszeiten und ein ehrlicher Haken.
Das Zentrum mit dem Dom haben wir uns für die zweite Tageshälfte aufgehoben. Durch Navigli läufst du mitten am Tag und isst direkt am Kanal zu Mittag. Die Route endet am Bahnhof Centrale.
Anzeige: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links, bei einer Buchung über diese Links erhalten wir eine Provision, für dich entstehen keine Mehrkosten.
Tagesroute in Zahlen
💡 Kurz gesagt:
- Starte mit dem Monumentalfriedhof: Der Eintritt ist frei, montags geschlossen.
- Laufe zum Dom durch den Parco Sempione und am Castello Sforzesco vorbei, das ist der flachste Abschnitt der Route.
- Buche die Domterrassen im Voraus; die aktuellen Preise für die Domterrassen findest du auf der offiziellen Website des Doms.
- Iss in Navigli zu Mittag und beende den Tag am Bahnhof Centrale.
- Preise und Öffnungszeiten: Stand: 09/2026, geprüft auf der offiziellen Website des Castello Sforzesco.
Abschnitt | Was es zu sehen gibt | Zu Fuß, km (auf der Karte) | Tickets im Voraus |
|---|---|---|---|
Friedhof und Friedensbogen | Monumentalfriedhof, Arco della Pace | 2,5 | nicht nötig |
Park und Burg | Parco Sempione, Castello Sforzesco | 1,5 | Burgmuseen, 5 € (offizielle Website der Burg) |
Bis Sant'Ambrogio | Piazza Affari, Basilika Sant'Ambrogio, Wissenschaftsmuseum | 2 | Wissenschaftsmuseum, Website |
Navigli | Naviglio Grande, Porta Ticinese | 1,5 | nicht nötig |
Zentrum | Dom, Galleria, La Scala, Piazza Mercanti | 2,5 | Domterrassen, offizielle Website des Doms |
Zum Bahnhof | San Carlo al Corso, Bahnhof Centrale | 1,5 | nicht nötig |
Ab hier geht es in der Reihenfolge der Route weiter. Zu jedem Ort gehören ein Foto, die Entfernung auf der Karte und ein praktischer Hinweis.
1. Monumentalfriedhof
© Paolobon140 · CC BY-SAFoto: Paolobon140, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDer Friedhof wurde 1866 eröffnet und vom Architekten Carlo Maciachini entworfen. Er ist kein gewöhnlicher Ort der Trauer, sondern ein Freilichtmuseum: Steinpyramiden, griechische Tempel und Familiengräber der besten Bildhauer Italiens stehen hier.
Du läufst über die Alleen zwischen den Grabstätten wohlhabender Mailänder Familien. Über dem Grab der Familie Campari erhebt sich eine steinerne Nachbildung des Letzten Abendmahls, und in der Nähe liegen Komponisten, Schriftsteller und Künstler. Der Friedhof ist montags geschlossen; an allen anderen Tagen ist der Eintritt frei.
- Anfahrt: Metro M5, Station Monumentale, Ausgang Richtung Haupteingang (auf der Karte).
- Kosten: Eintritt frei (Stand: 09/2026, Portal der städtischen Friedhöfe).
- Für wen: Menschen, die Skulpturen und Ruhe mitten in einer Metropole lieben.
- Der Haken: Die Tore sind montags geschlossen.
2. Triumphbogen des Friedens
© Tobia09 · CC BY-SAFoto: Tobia09, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDer Arco della Pace wurde im nördlichen Teil der Stadt errichtet, von Luigi Cagnola entworfen und im September 1838 eröffnet. Das Monument war zu Ehren von Napoleons Siegen geplant, doch das Kaiserreich war zu diesem Zeitpunkt bereits untergegangen, und der Bogen wurde dem Frieden gewidmet, den Europa auf dem Wiener Kongress unterzeichnete.
Der Bogen ist etwa 25 Meter hoch (laut Mailänder Tourismusportal). Die drei Durchgänge werden von einem bronzenen Streitwagen mit sechs Pferden gekrönt.
- Anfahrt: mit der Straßenbahn bis zur Haltestelle am Park oder zu Fuß vom Parco Sempione (siehe Karte).
- Kosten: die Besichtigung des Bogens ist kostenlos.
- Für wen: für Fotos bei Sonnenuntergang.
3. Parco Sempione
© Alessandro Perazzoli · CC BY-SAFoto: Alessandro Perazzoli, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDer Parco Sempione liegt zwischen dem Castello Sforzesco und dem Arco della Pace. Der englische Landschaftspark wurde hier 1893 angelegt und ist heute die wichtigste Grünfläche im Stadtzentrum.
Die Route führt direkt durch den Park, du gehst also vom Schloss zum Bogen ohne Stadtlärm. Im Sommer laufen die Brunnen und auf den Rasenflächen sind viele Menschen unterwegs.
- Anfahrt: du betrittst den Park von der Seite des Castello Sforzesco (siehe Karte).
- Kosten: der Eintritt ist frei, der Park ist von morgens bis abends geöffnet.
- Für wen: für einen entspannten Spaziergang zwischen den beiden Sehenswürdigkeiten.
4. Castello Sforzesco
© TeKappa · CC BY-SAFoto: TeKappa, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDas Castello Sforzesco war die Residenz der Mailänder Herzöge aus der Familie Visconti und später der Sforza. Die Festung mit ihren massiven Türmen entstand im 15. Jahrhundert auf den Ruinen einer älteren Befestigung und galt damals als größte Zitadelle Europas.
Heute beherbergen die Schlossgebäude einen Museumskomplex. Dazu gehören ein archäologisches Museum, eine Gemäldegalerie und das Museum des Risorgimento, und in den Innenhöfen siehst du Michelangelos Pietà Rondanini. Leonardo da Vinci arbeitete an der Ausstattung des Palastes, und seine Fresken sind in der Sala delle Asse erhalten.
Ein Museumsticket kostet für Erwachsene 5 €; die Innenhöfe und Wehrgänge sind kostenlos zugänglich (Stand: 09/2026, offizielle Website des Schlosses). Die Museen sind dienstags bis sonntags von 10:00 bis 17:30 Uhr geöffnet, montags geschlossen. Buche Mailänder Museumstickets im Voraus auf Tiqets.
- Anfahrt: Metro M1 und M2, Station Cadorna, dann zu Fuß (siehe Karte).
- Preis: Museen 5 €, ermäßigt 3 € (Stand: 09/2026, Website des Schlosses).
- Für wen: für Fans von Michelangelo und der Geschichte der Lombardei.
- Nicht für: wenn dein Plan nur den Dom umfasst, verschlingen die Schlossmuseen zwei Stunden.
- Der Haken: die Museen sind montags geschlossen.
5. Piazza Affari
Die Piazza Affari ist im Volksmund als Platz der Geschäfte bekannt; hier steht der Börsenpalast Palazzo Mezzanotte. Unter dem heutigen Platz befand sich einst ein antikes römisches Theater, dessen Grundriss du auf einer Tafel am Gebäude sehen kannst.
© Chabe01 · CC BY-SAFoto: Chabe01, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsIm Jahr 2010 wurde in der Platzmitte Maurizio Cattelans Skulptur L.O.V.E. aufgestellt, eine fast vier Meter hohe Hand. Der strenge Palast beherbergt die Sala delle Grida, den „Schreisaal", in dem die Händler einst mit voller Stimme feilschten.
- Anfahrt: Metro bis zur Station Cordusio oder Straßenbahn 16, Bus NM1 (siehe Karte).
- Kosten: die Besichtigung des Platzes ist kostenlos.
- Für wen: für einen kurzen Stopp auf dem Weg zur Basilika Sant’Ambrogio.
6. Basilika Sant’Ambrogio
© Ludvig14 · CC BY-SAFoto: Ludvig14, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Basilika Sant’Ambrogio wurde 1128 an der Begräbnisstätte frühchristlicher Märtyrer errichtet. Sie ist eine der ältesten Kirchen der Stadt, und du erkennst sie an den beiden Backsteintürmen am Platz.
Im Inneren befinden sich die Reliquien des heiligen Ambrosius von Mailand, der Märtyrer Gervasius und Protasius sowie ein goldener Altar aus dem 9. Jahrhundert. In der Mitte steht die Schlangensäule, eine bronzene Schlange auf einer Granitsäule, ein Werk byzantinischer Handwerker. Neben der Kirche findest du eine weiße Säule, die als „Teufelssäule" bekannt ist.
Die Basilika ist montags bis samstags von 10:00 bis 12:00 Uhr und von 14:30 bis 18:00 Uhr geöffnet, sonntags von 15:00 bis 17:00 Uhr. Der Eintritt für Einzelbesucher ist frei (Stand: 09/2026, offizielle Website der Basilika).
- Anfahrt: Metro M2, Station Sant’Ambrogio, Ausgang Richtung Platz (siehe Karte).
- Kosten: der Eintritt in die Basilika ist frei, das Museum ist kostenpflichtig.
- Für wen: für alle, die sich für frühes Christentum und Mosaike interessieren.
- Der Haken: es gibt eine lange Mittagspause, von 12:00 bis 14:30 Uhr sind die Türen geschlossen.
7. Nationales Wissenschafts- und Technikmuseum Leonardo da Vinci
© Alessandro Nassiri · CC BYFoto: Alessandro Nassiri, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0), Wikimedia CommonsDas Wissenschafts- und Technikmuseum Leonardo da Vinci befindet sich in einem ehemaligen Kloster an der Via San Vittore. Es wurde 1953 eröffnet und ist heute eines der größten Technikmuseen Europas.
Sieben Abteilungen beherbergen Tausende Exponate. Zeichnungen und Holzmodelle von Leonardos Maschinen, Säle mit Automobilen, Motoren, Elektrotechnik und Uhren, eine Werkzeugsammlung. In einem separaten Pavillon liegt das U-Boot Enrico Toti, das du mit Zeitfenster-Ticket betrittst.
Tickets werden auf der offiziellen Website verkauft, buche deine Eintrittszeit im Voraus. Das Museum ist montags geschlossen, also plane es an einem anderen Tag deiner Reiseroute ein.
- Anreise: Busse 94, 50 und 58 oder Metro M2 bis zur Station Sant'Ambrogio (Karte nutzen).
- Preis: Kaufe dein Ticket auf der offiziellen Website, dort ist auch der ermäßigte Tarif aufgeführt.
- Für wen: Familien mit Kindern und alle, die sich für Technik interessieren.
- Der Haken: montags geschlossen.
8. Naviglio Grande Kanal
© Guilhem Vellut · CC BYFoto: Guilhem Vellut, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia CommonsDie Navigli beginnen an der Piazza XXIV Maggio neben dem Stadttor Porta Ticinese. Von Mailands alten Kanälen sind zwei erhalten geblieben, Naviglio Grande und Pavese, und der Schiffsverkehr auf ihnen funktioniert bis heute.
Schon im 15. Jahrhundert bauten Ingenieure Kanäle zum Meer, um Waren zu transportieren. Weißer Marmor für den Dom wurde über den Naviglio Grande in die Stadt geliefert, und die Schleuse Conca di Viarenna wurde von Leonardo da Vinci verbessert. Der Kanal ist etwa 50 Kilometer lang (laut Tourismusportal).
Künstlerwerkstätten und kleine Läden säumen das Wasser, und in den Innenhöfen betreiben Bars und Trattorien ihr Geschäft. Jeden letzten Sonntag im Monat findet hier ein Flohmarkt statt.
- Anreise: Vom Stadttor Porta Ticinese gehst du hinunter zum Wasser (siehe Karte).
- Kosten: Der Spaziergang ist kostenlos; eine Kanalfahrt buchst du vor Ort.
- Für wen: Zum Abendessen und einen Abendspaziergang am Wasser.
- Der Haken: Das Ufer ist an Wochenendabenden sehr voll.
9. Stadttor Porta Ticinese
© Paolobon140 · CC BY-SAFoto: Paolobon140, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDas Stadttor Porta Ticinese steht an der Stelle eines römischen Stadttors an der Straße nach Pavia. Der heutige neoklassizistische Bogen wurde unter Napoleon nach einem Entwurf von Luigi Cagnola errichtet, und die Seitendurchgänge durch die Türme wurden 1861 geschlagen.
Durch das Tor gelangst du ins Viertel Ticinese mit seinen engen Gassen und bunten dreistöckigen Häusern. Einst hieß es Porta Marengo zu Ehren des französischen Sieges bei Marengo, und sein erster Name, Porta Cicca, ist mit lokalen Legenden verbunden.
- Anreise: Straßenbahn entlang des Corso di Porta Ticinese oder zu Fuß von der Basilika (siehe Karte).
- Kosten: Die Besichtigung des Tors ist kostenlos.
- Für wen: Für alle, die Viertel mit alten Gebäuden mögen.
10. Dom
© Jakub Hałun · CC BY-SAFoto: Jakub Hałun, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDer Mailänder Dom brauchte fast sieben Jahrhunderte Bauzeit; offiziell abgeschlossen wurden die Arbeiten erst 1965. Weißer Marmor, Dutzende filigrane Turmspitzen und Tausende Statuen an der Fassade machen den Dom zum bekanntesten Gebäude der Stadt.
Du betrittst die Kathedrale mit einem Ticket, und auf die Dachterrassen gelangst du über Treppen oder mit dem Aufzug. Der Aufstieg über die Treppe kostet 16 €, mit dem Aufzug 18 €, und der Fast-Track-Eintritt mit Priorität 28 € (Stand: 09/2026, offizielles Ticketportal). Von den Terrassen aus siehst du das gesamte Zentrum, und an klaren Tagen reicht dein Blick bis zu den Alpen.
Der Dom ist täglich von 9:00 bis 19:00 Uhr geöffnet (Stand: 09/2026, offizielle Website). Buche dein Ticket für die Terrassen im Voraus: Gegen Mittag reicht die Warteschlange über den ganzen Platz. Zugang zu den Domterrassen ohne Anstehen auf GetYourGuide.
- Anreise: Metro M1 und M3, Station Duomo, Ausgang zum Platz (siehe Karte).
- Preis: Terrassen 16-28 €, je nachdem, wie du nach oben gehst (Stand: 09/2026, Portal).
- Für wen: für das Stadtpanorama und die Marmorfassade.
- Der Haken: Auf den Terrassen gibt es keinen Schatten, und der Marmor heizt sich tagsüber stark auf.
11. Galleria Vittorio Emanuele II
© Paolobon140 · CC BY-SAFoto: Paolobon140, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Galleria Vittorio Emanuele II wurde 1877 eröffnet und ist eine der ersten Einkaufspassagen Europas. Eine Glaskuppel überspannt ein Kreuz aus zwei Straßen, und der Boden ist mit Mosaiken ausgelegt, die die Wappen italienischer Städte tragen.
Die Galerie verbindet den Platz am Dom mit der Piazza della Scala, du gehst also auf dem Weg zwischen den beiden Sehenswürdigkeiten hindurch. Unter der Kuppel reihen sich Boutiquen und Cafés aneinander, und hier befindet sich das erste Prada-Geschäft. Die Passage ist rund um die Uhr geöffnet; die Geschäfte haben von 10:00 bis 22:00 Uhr geöffnet.
- Anreise: Eingang von der Piazza del Duomo, zwischen dem Dom und der Scala (siehe Karte).
- Kosten: Eintritt frei.
- Für wen: zum Einkaufen und für einen abendlichen Spaziergang unter der Kuppel.
- Der Haken: An Wochenendabenden wird es in der Passage sehr laut.
12. Piazza della Scala
© Emanuela Meme Giudic… · CC BYFoto: Emanuela Meme Giudic…, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia CommonsDie Piazza della Scala entstand rund um das Rathaus Palazzo Marino, das die Stadt 1861 erwarb. Heute wird der Platz von der Galerie, dem Palast und dem Opernhaus selbst eingerahmt.
Das Teatro alla Scala wurde 1778 eröffnet, seine Akustik ist weltweit bekannt. Im rechten Flügel des Gebäudes befindet sich das Theatermuseum, und in der Platzmitte steht seit 1872 ein Denkmal für Leonardo da Vinci. Wenn dir das Laufen durch die ganze Stadt zu anstrengend ist, hol dir ein Hop-on-hop-off-Busticket.
- Anreise: vom Dom durch die Galleria Vittorio Emanuele II, zu Fuß etwa fünf Minuten (siehe Karte).
- Kosten: Der Platz ist frei, das Museum der Scala ist kostenpflichtig.
- Für wen: für alle, die eine Aufführung erleben oder das Theatermuseum besuchen möchten.
13. Piazza Mercanti
© Stefano Stabile · CC BY-SAFoto: Stefano Stabile, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDie Piazza Mercanti war lange das Zentrum des bürgerlichen Lebens in Mailand. Hier sind mittelalterliche Gebäude erhalten: die Loggia degli Osii aus weißem und schwarzem Marmor und das Haus Panigarola mit gotischen Fenstern.
Heute gibt es auf dem Platz Cafés, Restaurants und Antiquitätengeschäfte. In der Mitte steht ein Brunnen aus dem 16. Jahrhundert mit zwei Säulen, und drumherum sieht man meist Touristinnen und Touristen mit Kameras.
- Anreise: zu Fuß vom Dom, hinter dem Palazzo, etwa fünf Minuten (siehe Karte).
- Kosten: kostenlos zu besichtigen.
- Für wen: für einen kurzen Zwischenstopp zwischen Dom und Börse.
14. Palazzo dei Giureconsulti

Der Palazzo dei Giureconsulti wurde 1562 nach einem Entwurf des Architekten Vincenzo Seregni um den alten Torre dei Napo Torriani aus dem 13. Jahrhundert herum erbaut. Der Turm trug zunächst Glocken, später wurden sie durch eine Uhr ersetzt.
In einer Nische des Turms steht eine Skulptur des Stadtheiligen, des heiligen Ambrosius. Das Gebäude selbst hat vier Geschosse, die mit kakaofarbenem Quaderstein verkleidet sind, und entlang des Erdgeschosses verläuft eine Galerie mit Säulen und Balustraden. Es beherbergte das Kollegium der Rechtsgelehrten, die Börse und die Handelskammer.
- Adresse: Piazza dei Mercanti, 2 (siehe Karte).
- Kosten: Die Besichtigung der Fassade ist frei; hinein geht es zu Ausstellungen und Konferenzen.
- Für wen: für alle, die Fassaden studieren und die Details der Stadt lesen möchten.
15. San Carlo al Corso

Die Kirche San Carlo al Corso wurde zu Ehren von Bischof Carlo Borromeo erbaut, der der Stadt während der Pest im 16. Jahrhundert half. Er wurde 1610 heiliggesprochen, und der Bau wurde 1847 an der Stelle der alten Kirche Santa Maria vollendet.
Am Eingang stehen sechsunddreißig Granitsäulen, darüber erhebt sich eine hohe Kuppel, sodass die Kirche an das römische Pantheon erinnert. Im Inneren siehst du Fresken, Mosaike und ein hölzernes Kruzifix über dem Altar.
- Anreise: am Corso Vittorio Emanuele II zwischen dem Dom und dem Bahnhof (siehe Karte).
- Kosten: Eintritt frei.
- Für wen: für eine ruhige Pause auf dem Weg zum Milano Centrale.
16. Milano Centrale
© Daniel Case · CC BY-SAFoto: Daniel Case, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDer Mailänder Hauptbahnhof wurde 1931 eröffnet und ist heute einer der größten Bahnhöfe Europas. Das Gebäude mit seiner riesigen Stahlkuppel, den Fresken und lateinischen Inschriften kannst du mit nichts anderem verwechseln.
Von den Gleisen fahren Züge nach Rom, Venedig, Turin und Zürich. Im Inneren gibt es Cafés, Geschäfte, Gepäckaufbewahrung und Rolltreppen zur Metro. Wenn du durch Italien weiterreist, plane extra Zeit ein, um zu deinem Gleis zu kommen.
- Anfahrt: Metro M2 und M3, Station Centrale FS (siehe Karte).
- Kosten: Der Zutritt zum Bahnhofsgebäude ist kostenlos.
- Für wen: für Abfahrten und Umstiege zu Zügen im ganzen Land.
Touren und Tickets in Milan
Geführte Touren, Tickets ohne Anstehen und Aktivitäten — die meisten Angebote sind kostenfrei stornierbar.
Angebote auf Tiqets ansehenDas Widget wird nach Ihrer Zustimmung geladen.
⁉️🤔 Häufige Fragen
Wie viele Stunden dauert die ganze Route?
Die 16 Stationen dauern zu Fuß 8 bis 9 Stunden, wenn du keine Museen von innen besichtigst. Mit den Domterrassen, dem Wissenschaftsmuseum und einem Abendessen in Navigli plane einen ganzen Tag von morgens bis abends ein. Einen Teil der Strecke kannst du mit der Tram oder Metro zurücklegen, das verkürzt den Tag um ein paar Stunden.
Lohnt es sich, ein Ticket für die Domterrassen im Voraus zu buchen?
Ja, besonders von April bis Oktober. Die Preise für den Aufzug findest du im Abschnitt zum Dom, Quelle: offizielles Portal. Am Nachmittag wartest du am Eingang deutlich länger, und die Route führt genau zu dieser Zeit am Dom vorbei.
Was ist in Mailand montags geschlossen?
Montags sind die Museen im Castello Sforzesco, das Wissenschafts- und Technikmuseum und der Monumentalfriedhof geschlossen. Plane deinen Tag so, dass diese drei Orte auf einen anderen Wochentag fallen. Der Dom, die Galleria, die Scala und Navigli sind die ganze Woche geöffnet.
Wo kann man entlang der Route zu Mittag essen?
Günstiger und ruhiger in Navigli: Trattorien mit festem Tagesmenü säumen den Kanal. Im Zentrum nahe der Galleria sind die Preise höher, also iss vor 13:00 Uhr oder nach 14:30 Uhr zu Mittag. Abends gibt es bei beliebten Lokalen eine Schlange, daher ist es besser, vorab einen Tisch zu reservieren.
Brauche ich für einen Tagesausflug eine Versicherung?
Für einen Tag innerhalb der Stadt ist eine Versicherung nicht verpflichtend, aber wenn du mit dem Zug aus einem anderen Land anreist, deckt sie Flugausfälle und medizinische Versorgung ab. Vergleiche die Versicherungsbedingungen im Voraus, der Tarif hängt von Dauer und Leistungsumfang ab.
Kurz gesagt: Was sich zu buchen lohnt
Wenn du nur einen Tag hast, buche im Voraus nur die Domterrassen und die Züge. Die übrigen Orte auf der Route siehst du ohne Eintrittsticket.
- Du möchtest ein Panorama und einen Audioguide: Domticket mit Terrassen auf GetYourGuide.
- Dich interessieren die Museen der Stadt: Mailänder Museumstickets auf Tiqets.
- Du bleibst mehrere Tage: Mailänder Hotels auf Trip.com.
Die Route mit 16 Stationen schaffst du an einem Tag zu Fuß, mit einem Mittagessen in Navigli am Kanal.


