Zum Inhalt springen
Ein Tag in Venedig: zweiundzwanzig Orte und Tickets mit Einlasszeit

Ein Tag in Venedig: zweiundzwanzig Orte und Tickets mit Einlasszeit

Ein Tag in Venedig kann schnell zu einer Aneinanderreihung von Warteschlangen werden. Um 11:00 Uhr zieht sich die Schlange am Dogenpalast über eine Stunde, und du verlierst allein mit Anstehen einen halben Tag.

Wir haben eine Route zusammengestellt, die die wichtigsten Sehenswürdigkeiten vom Canale Grande bis zur Ca' d'Oro abdeckt und in die Tagesstunden passt. Markusplatz, das Rialto-Viertel, ein Dutzend Kirchen und zwei Kunstsammlungen lassen sich ohne Hetze einbauen.

Es funktioniert nur, wenn du früh startest. Um 8:30 Uhr stehst du unter den Ersten in der Schlange, und gegen Mittag füllen Reisegruppen alles um dich herum.

Anzeige: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links, bei einer Buchung über diese Links erhalten wir eine Provision. Für dich entstehen keine Mehrkosten.

Wie du Venedig an einem Tag schaffst

💡 Kurz gesagt:

  • Sei um 8:30 Uhr da: Vor 10:00 Uhr gibt es am Dogenpalast und am Campanile fast keine Schlangen.
  • Halte dich an die Richtung Canale Grande, Markusplatz, Rialto, Frari, Ca' d'Oro: So umrundest du die Stadt und läufst nie zurück.
  • Ein 24-Stunden-Vaporetto-Pass kostet 25 € (Stand: 09/2026, ACTV) und rechnet sich ab der dritten Fahrt.
  • Preise und Öffnungszeiten: 09/2026, geprüft auf der offiziellen Website des Dogenpalasts.

Unten stehen zweiundzwanzig Sehenswürdigkeiten in der Reihenfolge, in der sie sich am einfachsten besichtigen lassen. Zwischen ihnen gehst du zu Fuß oder nimmst das Vaporetto.

Tagesabschnitt

Was du abdeckst

Vormittag

Canale Grande, Markusplatz, Dogenpalast, Basilika und Campanile

Mittag

Rialtobrücke, Ca' d'Oro

Nachmittag

San Giacomo di Rialto, Frari, Scuola Grande di San Rocco, Gallerie dell'Accademia

Abend

Santa Maria della Salute, Santo Stefano und Abendessen abseits des Markusplatzes

Canale Grande

Canal Grande und Rialtobrücke in Venedig© Martin Falbisoner · CC BY-SAFoto: Martin Falbisoner, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Der Canale Grande ist die Hauptwasserader der Stadt und hat überhaupt keine Uferpromenaden. Palastfassaden liegen direkt am Wasser, und die Gebäude haben zwei Eingänge: einen von der Landseite und einen vom Wasser aus.

Am Kanal entlang spazieren kannst du nicht, aber du kannst ihn befahren. Die Vaporetto-Linie 1 fährt vom Piazzale Roma bis zum Markusplatz und bietet den vollständigsten Blick. Eine Einzelfahrt kostet 9,50 € (Stand: 09/2026, offizielle ACTV-Website), und in 75 Minuten passierst du fast alle Palazzi.

Eine romantische Alternative: eine Gondelfahrt durch die kleineren Kanäle. Sie kostet ein Vielfaches des Vaporettos, aber die Route führt durch ruhige Wasserwege, die der öffentliche Nahverkehr nicht erreicht.

Vier Brücken überqueren den Kanal: Rialto, Scalzi, Accademia und Constitution.

  • Der Haken: Zur Stoßzeit drängen sich die Menschen an den Anlegestellen, und das Vaporetto ist brechend voll. Sicher dir direkt nach dem Einsteigen einen Platz am offenen Heck.

Markusplatz

Markusplatz in Venedig am Abend mit dem Campanile© Matthias Süßen · CC BY-SAFoto: Matthias Süßen, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Der Markusplatz ist das Herz der Stadt und ihr zentraler Anziehungspunkt. Auf einer kleinen Fläche stehen der Dogenpalast, der Markusdom, der Campanile, der Uhrturm und die alte Biblioteca Marciana.

Auch die Uferpromenade mit ihren zwei Säulen und der Einfahrt zum Canale Grande öffnet sich zum Platz. Über den Platz läufst du in fünf Minuten, aber alles rundherum anzusehen dauert einen halben Tag.

Geh am Morgen hin: Von 8:30 bis 10:00 Uhr kannst du die Fassaden fast ohne Menschen fotografieren. Um 11:00 Uhr ist der Platz voll, besonders in der Hochsaison.

Der Platz war Schauplatz in Dutzenden Filmen und hat reichlich lokale Geschichten angesammelt.

  • Der Haken: Cafés direkt am Platz verlangen ein Vielfaches. Geh zwei Straßen Richtung Rialto, und du zahlst spürbar weniger.

Dogenpalast

Fassade des Dogenpalasts in Venedig an der Lagune© Didier Descouens · CC BY-SAFoto: Didier Descouens, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Der Dogenpalast (Palazzo Ducale) ist die Residenz der Herrscher Venedigs und eines der bekanntesten Gebäude Europas. Ein erster Bau entstand hier bereits im 12. Jahrhundert, sein heutiges gotisches Aussehen erhielt der Palast nach einem Brand im 15. Jahrhundert.

Ihn von außen zu betrachten, bringt wenig: Der ganze Wert liegt im Inneren. Der Große Ratssaal, der Kartensaal mit Werken italienischer Meister, die Decken von Veronese und Tintoretto, die Goldene Treppe und die Seufzerbrücke.

Jahrhundert für Jahrhundert beherbergte das Gebäude den Senat, die Ministerien, den Obersten Gerichtshof und die Geheimpolizei. Heute ist es vollständig für Besucher geöffnet.

Das Kombiticket umfasst auch das Museo Correr, das Archäologische Museum und die Säle der Biblioteca Marciana (Stand: 09/2026, offizielle MUVE-Website). Ein Kauf deckt gleich vier Orte am Markusplatz ab.

Tickets ohne Anstehen für den Dogenpalast solltest du im Voraus kaufen: Im Juli und August dauert die Warteschlange über eine Stunde.

  • Für wen: alle, die Venedigs politische Geschichte verstehen wollen, nicht nur seine Fassaden.
  • Der Haken: Die Ausstellung ist riesig, für die Besichtigung brauchst du mindestens zwei Stunden.

Markusdom

Fassade des Markusdoms mit Bögen und Statuen© Tony Hisgett from Birmingham, UK · CC BYFoto: Tony Hisgett from Birmingham, UK, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Der Markusdom steht am gleichnamigen Platz und birgt die Reliquien des Apostels Markus, des Schutzpatrons der Stadt. Eine erste Kirche entstand hier im 9. Jahrhundert, sein heutiges Aussehen erhielt das Gebäude nach Umbauten zwischen dem 11. und 15. Jahrhundert.

Draußen empfangen dich byzantinische Kuppeln und die Quadriga auf der Loggia. Im Inneren bedecken goldene Mosaike Tausende Quadratmeter, und während der Kreuzzüge wurden Schätze aus Konstantinopel hierhergebracht.

Die gesamte Kirche steht auf Lärchenpfählen. Holz im Wasser verrottet nicht, sondern versteinert, deshalb trägt das Fundament das Gebäude seit über tausend Jahren.

Der Eintritt für Besucher ist kostenpflichtig; aktuelle Preise und Besichtigungszeiten findest du auf der offiziellen Website der Basilika.

  • Der Haken: An Gottesdiensttagen ist ein Teil der Basilika geschlossen, und am Morgen ist die Schlange am Eingang am längsten. Komm zur Öffnungszeit oder nach 16:00 Uhr.

Rialtobrücke

Rialtobrücke über den Canal Grande mit Booten© kallerna · CC BY-SAFoto: kallerna, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die Rialtobrücke ist die älteste und bekannteste der vier Brücken über den Canal Grande. Einen Übergang gibt es an dieser Stelle seit dem 12. Jahrhundert, die steinerne Brücke nach dem Entwurf von Antonio da Ponte wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts gebaut.

Den Gestaltungswettbewerb gewann ein damals wenig bekannter Architekt; zu den Unterlegenen gehörte Michelangelo selbst. Heute ziert die Rialtobrücke Postkarten und wird in Shakespeares „Der Kaufmann von Venedig" erwähnt.

Von der höchsten Stelle des Brückenbogens hast du den besten kostenlosen Blick auf den Kanal. Die beste Zeit für Fotos: früher Morgen oder Sonnenuntergang, wenn weiches Licht über dem Wasser liegt.

  • Der Haken: Souvenirs in den Läden direkt auf der Brücke sind deutlich teurer als in den Gassen hinter dem Markt. Geh an den Ständen vorbei und kauf ein Stück weiter weg.

San Giorgio Maggiore

Basilika San Giorgio Maggiore mit Campanile am Wasser© Didier Descouens · CC BY-SAFoto: Didier Descouens, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Gegenüber dem Markusplatz liegt die Insel San Giorgio Maggiore. Sie wird fast vollständig von der gleichnamigen Basilika aus dem 16. Jahrhundert eingenommen, mit schneeweißer Fassade und rotbacksteinernen Mauern.

Ein Besuch lohnt sich wegen des Glockenturms. Von seiner Aussichtsplattform siehst du den Markusplatz wie auf der Handfläche, und das Ticket kostet weniger als für den Campanile. Schlangen gibt es hier auch kaum.

Du erreichst die Insel mit der Vaporetto-Linie 2, eine oder zwei Stationen ab San Marco. Eine gute Idee: Verbinde den Ausflug mit einer Bootstour nach Murano und Burano, um die gesamte Lagune bei einem Ausflug zu sehen.

Campanile

Panorama der Lagune mit Insel und Glockenturm in der Ferne© Moonik · CC BY-SAFoto: Moonik, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Der Campanile ist der Glockenturm des Markusdoms und der höchste Punkt der Stadt. Knapp hundert Meter Höhe legst du im Aufzug zurück, und eine halbe Minute später stehst du auf der Aussichtsplattform.

Der heutige Turm wurde als exakte Nachbildung des historischen Glockenturms aus dem 10. Jahrhundert errichtet, der Anfang des 20. Jahrhunderts einstürzte. Im Mittelalter beherbergte der alte Turm Folterkammern, heute befindet sich dort ein Aufzugsschacht.

Der Aufstieg kostet 10 € (Stand: 09/2026, offizielle Website der Basilika). Die Öffnungszeiten hängen von der Saison ab: Von Dezember bis April schließt der Turm um 15:45 Uhr, von Juli bis September ist er bis 21:00 Uhr geöffnet.

Ein Ticket ohne Anstehen für die Aussichtsplattform erspart dir die längste Schlange auf dem Platz.

  • Der Haken: Im Sommer kann die Warteschlange für den Aufzug bis zu vierzig Minuten dauern. Geh zur Öffnungszeit oder kurz vor Schließung.

Loggetta Sansovino

Fassade der Loggetta Sansovino am Fuß des Campanile© This Photo was taken by Wolfgang Moroder . Feel free to use my photos, but please mention me as the author and send me a · CC BY-SAFoto: This Photo was taken by Wolfgang Moroder . Feel free to use my photos, but please mention me as the author and send me a, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Am Fuß des Campanile steht die Loggetta Sansovino, ein Marmorbau aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Errichtet wurde sie vom Bildhauer Jacopo Sansovino als zeremonieller Eingang zum Turm.

Drei Bögen, eine Balustrade und Nischen mit Statuen von Apollo, Pax, Merkur und Pallas. Beim Einsturz des Turms wurde die Loggetta schwer beschädigt, im 20. Jahrhundert aber wiederhergestellt.

Nimm dir hier ein paar Minuten Zeit: Es ist die ruhigste Ecke des geschäftigen Markusplatzes.

Markus-Uhrturm

Markus-Uhrturm mit den bronzenen Mohren© Paul Colin Hennig firstdorsal.eu · CC BY-SAFoto: Paul Colin Hennig firstdorsal.eu, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Der Uhrturm steht im nördlichen Teil des Markusplatzes und funktioniert als riesiger Stadtchronometer. Er wurde im späten 15. Jahrhundert erbaut und misst seither die Zeit für ganz Venedig.

Betrachte ihn von unten nach oben. Ganz oben schlagen zwei Bronzefiguren der Mauren eine große Glocke, darunter sitzt ein geflügelter Löwe, weiter unten steht eine Statue der Madonna mit Kind, und darunter verläuft ein blau-goldenes Zifferblatt mit Tierkreis und rotierendem Mond.

Der Eintritt ist nur mit Führung in festen Zeitfenstern möglich, Tickets werden im Voraus verkauft. Preise und Zeiten findest du auf der offiziellen Website der venezianischen Museen.

Wenn du am Turm stehst, wende den Blick nach Süden: Von hier hast du einen geraden Blick über das gesamte Ensemble des Markusplatzes.

Säulen von San Marco und San Todaro

Säulen des Heiligen Markus und des Heiligen Theodor in Venedig© This Photo was taken by Wolfgang Moroder . Feel free to use my photos, but please mention me as the author and send me a · CC BY-SAFoto: This Photo was taken by Wolfgang Moroder . Feel free to use my photos, but please mention me as the author and send me a, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Die beiden Granitsäulen an der Uferpromenade neben dem Dogenpalast wurden im 12. Jahrhundert aus Konstantinopel hergebracht. Es waren drei Säulen, doch eine versank beim Entladen in der Lagune.

Auf einer sitzt ein bronzener geflügelter Löwe, das Symbol Venedigs, auf der anderen steht eine Statue des heiligen Theodor. Jahrhundertelang wurden zwischen den Säulen Hinrichtungen vollzogen, weshalb die Einheimischen diesen Ort lange mieden.

Heute ist er ein beliebter Fotopunkt: Von hier siehst du die Lagune und die Insel San Giorgio Maggiore.

  • Der Haken: Der Ort ist fast immer überfüllt, ein Foto ohne Menschen zu bekommen ist schwierig.

Park Giardini Papadopoli

Grüner Garten Papadopoli am Kanal mit kleiner Brücke© Didier Descouens · CC BY-SAFoto: Didier Descouens, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Zwischen Kanälen und Steingassen im nordwestlichen Teil der Stadt, nahe dem Piazzale Roma, versteckt sich der grüne Park Giardini Papadopoli. Er wurde im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts an der Stelle einer abgerissenen Kirche angelegt und mit Palmen, Platanen und Obstbäumen bepflanzt.

Verschlungene Wege und stille Alleen bieten eine Pause vom Stadtlärm. Es gibt einen Spielplatz für Kinder, und es ist einer der seltenen Orte in Venedig, an denen du einfach im Schatten sitzen kannst.

Schau hier vorbei, wenn du am Mittag müde bist. Eine ruhige Ecke, fünf Minuten vom Bahnhof Santa Lucia entfernt.

Kirche San Nicola da Tolentino

Kirche der Tolentini: Kuppel und Glockenturm von der Seite© Didier Descouens · CC BY-SAFoto: Didier Descouens, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die Kirche San Nicola da Tolentino steht nahe dem Piazzale Roma. Der Bau begann im späten 16. Jahrhundert, die wuchtige Fassade mit korinthischen Säulen wurde erst im 18. Jahrhundert vollendet.

Wegen ihres antiken Portikus wirkt die Kirche eher wie ein griechisch-römischer Bau als wie eine mittelalterliche Kirche. Achte auf ein rundes Loch in der Wand: Es ist die Spur einer österreichischen Kanonenkugel, die bei einem Bombardement die Kuppel durchschlug, danach wurde die Kugel wieder in die Mauer eingelassen.

  • Anfahrt: fünf Gehminuten vom Bahnhof Santa Lucia oder eine Vaporetto-Station.

Kirche San Simeone Piccolo

Kirche San Simeone Piccolo am Canal Grande

San Simeone Piccolo steht am Ufer des Canal Grande und fällt durch ihre riesige Kupferkuppel auf, die von einer Figur des Erlösers gekrönt wird. Ihretwegen nannte Napoleon die Kirche „eine Kuppel ohne Kirche".

Erbaut wurde die Kirche in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, Architekt Giovanni Scalfarotto nahm sich das römische Pantheon zum Vorbild. Auch der Innenraum ist rund, an den Wänden verteilen sich Altäre mit Gemälden italienischer Künstler.

Die Kirche ist aktiv, Gottesdienste finden werktags morgens und am Wochenende statt. Plane deinen Besuch außerhalb dieser Zeiten, dann stört dich niemand.

Ponte degli Scalzi

Weiße Bogenbrücke über den Canal Grande in Venedig© Didier Descouens · CC BY-SAFoto: Didier Descouens, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die Ponte degli Scalzi überspannt den Canal Grande direkt am Bahnhof. Ihre Stufen sind am Fuß breit und verjüngen sich zur Brückenmitte hin.

Die erste Brücke an dieser Stelle wurde Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut und gefiel den Venezianern nicht. Metall und Glas passten nicht zum alten Bild der Straßen, und einige Jahrzehnte später ersetzte die Stadt den Bau durch eine Version im traditionellen Stil.

Ein praktischer Ort, um einen Spaziergang zu beginnen oder zu beenden.

  • Der Haken: Morgens und abends ist die Brücke voller Touristen mit Koffern, schnell kommst du nicht hinüber.

Santa Maria Gloriosa dei Frari

Fassade der Basilika Santa Maria Gloriosa dei Frari in Venedig© Didier Descouens · CC BY-SAFoto: Didier Descouens, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Santa Maria Gloriosa dei Frari ist die wichtigste gotische Kirche der Stadt, erbaut aus rotem Backstein. Der Bau zog sich über Jahrhunderte hin, kein Wunder: Ihr Glockenturm ist an Höhe nur dem Campanile unterlegen.

Im Inneren wirkt die Kirche riesig. Eine Säulenreihe aus zwölf Säulen teilt sie in drei Schiffe, die Gewölbe streben nach oben. Zu den Hauptschätzen gehören Tizians „Pesaro-Madonna" und das Grabmal des Bildhauers Canova, gefertigt nach dessen eigenem Entwurf.

Auch Tizian selbst ist hier begraben. Öffnungszeiten und Eintritt findest du auf der Website von Chorus Venezia: Der Preis ist symbolisch, die Zeiten ändern sich im Sommer.

Scuola Grande di San Rocco

Marmorfassade der Scuola Grande di San Rocco© Didier Descouens · CC BY-SAFoto: Didier Descouens, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Neben der Frari steht eine Scuola, die Mitte des 16. Jahrhunderts zu Ehren des heiligen Rochus errichtet wurde, des Schutzpatrons gegen die Pest. Gebaut wurde sie von der Bruderschaft von San Rocco, die Kranken half, und die Arbeiten dauerten mehr als dreißig Jahre.

Wenn dich in der Frari Tizian erwartet, begegnest du hier Tintoretto. Der Meister bemalte die Wände und Decken der oberen Säle der Scuola, und heute gilt diese Sammlung als sein Hauptmuseum: Dutzende Leinwände mit biblischen Motiven.

Eine vollständige Besichtigung dauert über eine Stunde. Tickets für die Kirche und die oberen Säle werden getrennt verkauft, also prüfe die Öffnungszeiten vorab im Chorus-Venezia-Kalender.

Kirche San Giacomo di Rialto

San Giacomo di Rialto wirkt auf den ersten Blick unscheinbar, ist aber eine der ältesten Kirchen der Stadt. Die Einheimischen glauben, dass ihr Grundstein im 5. Jahrhundert gelegt wurde, zur selben Zeit, als Venedig selbst gegründet wurde.

Fassade der Kirche mit großer Uhr und Portikus© Didier Descouens · CC BY-SAFoto: Didier Descouens, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die Kirche ist eng mit dem Rialto-Markt verbunden. Eine Inschrift am Gesims des Gebäudes ermahnt die Händler zu ehrlichem Handeln, und das Zifferblatt an der Wand ist in vierundzwanzig Stunden unterteilt statt der üblichen zwölf.

Der Eintritt ist frei. Die Kirche ist nur morgens und nachmittags geöffnet, plane deinen Besuch also am besten nicht um die Mittagszeit.

Gallerie dell'Accademia

Fassade der Gallerie dell'Accademia in Venedig mit Eingang© Didier Descouens · CC BY-SAFoto: Didier Descouens, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die Gallerie dell'Accademia ist Venedigs wichtigste Kunstsammlung und eines der bedeutendsten Museen Europas. Sie ging aus einer im 18. Jahrhundert gegründeten Malschule hervor und befindet sich heute in einem ehemaligen Kloster.

Sie beherbergt venezianische Malerei von byzantinischen Ikonen bis zu Leinwänden von Tizian, Veronese und Tintoretto. Das berühmteste Werk ist Giorgiones „Das Gewitter", in der Nähe hängen Tizians „Gastmahl im Hause des Levi" und seine späte „Pietà".

Der Eintritt ist kostenpflichtig, und montags schließen die Säle früher als gewöhnlich. Genaue Preise und Öffnungszeiten findest du auf der offiziellen Website der Galerie; Tickets kaufst du am einfachsten online.

  • Der Haken: Ohne vorab gebuchtes Zeitfenster stehst du in der Ticketschlange, und in der Hochsaison kostet dich das eine halbe Stunde zusätzlich.

Santa Maria della Salute

Basilika Santa Maria della Salute mit zwei Kuppeln und Glockentürmen© Didier Descouens · CC BY-SAFoto: Didier Descouens, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Santa Maria della Salute wurde als Dank für die Errettung vor der Pest erbaut. Mitte des 17. Jahrhunderts gelobte die Stadt, eine Kirche zu bauen, wenn die Epidemie zurückginge, und sie hielt Wort: Der Bau der barocken Basilika dauerte ein halbes Jahrhundert.

Die schneeweiße achteckige Kirche mit ihrer sechzig Meter hohen Kuppel scheint über dem Wasser des Canal Grande zu schweben. Die Marmorfassade ist mit Erzengelfiguren, Säulen und Pilastern geschmückt, im Inneren finden sich Werke von Tizian und Pietro Liberi.

Komm am Abend: Wenn sie beleuchtet ist, wirkt die Kathedrale anders als bei Tag. Der Eintritt in den Hauptteil ist frei, nur die Sakristei und der Aufstieg zur Kuppel kosten extra; Preise und Öffnungszeiten findest du auf der Website der Basilika.

Santo Stefano

Backsteinfassade der Kirche Santo Stefano in Venedig© Dimitris Kamaras from Athens, Greece · CC BYFoto: Dimitris Kamaras from Athens, Greece, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Am Campo Santo Stefano steht eine Kirche mit düsterem Ruf. Wegen Morden innerhalb ihrer Mauern wurde die Kirche sechsmal neu geweiht, und ihre gotische Form erhielt sie im 14. Jahrhundert.

Die Backsteinfassade wirkt zwischen den hellen Nachbargebäuden fremd, doch die Innenräume sind im Stil der Renaissance gestaltet. Das Holzgewölbe des Mittelschiffs erinnert an einen umgedrehten Schiffskiel, und in der Sakristei hängen Gemälde venezianischer Meister.

Ein Blitzeinschlag ließ den Glockenturm bereits im 16. Jahrhundert kippen, und seitdem neigt er sich deutlich zum Kanal hin. Die Kirche ist tagsüber geöffnet, sonntags erst nach dem Mittagessen, und die Gemälde kannst du gegen eine kleine Gebühr ansehen.

Palazzo Grimani

Fassade eines venezianischen Palazzo mit Bogeneingang und Kanal© Рустам Абдрахимов · CC BYFoto: Рустам Абдрахимов, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia Commons

Der Palazzo Grimani ist ein großer weißer Renaissancepalast, der sich deutlich von den Nachbargebäuden abhebt. Sein heutiges Aussehen erhielt das Gebäude in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts.

Die Fassade besteht aus mehrfarbigem Marmor, und die Innenräume sind mit Fresken italienischer Maler geschmückt. Der Palast war Zeuge des Aufstiegs von Kardinal Grimani auf den Thron.

Heute beherbergt der Palast das Berufungsgericht.

  • Der Haken: Touristen haben keinen Zutritt, du kannst also nur die Fassade anschauen, und das planst du am besten auf dem Weg nach San Giorgio Maggiore ein.

Ca' d'Oro

Ca' d'Oro bedeutet „Goldenes Haus", und seinen Namen verdankt es dem Blattgold, das bei der Fassadengestaltung verwendet wurde. Der gotische Palazzo wurde Mitte des 15. Jahrhunderts für den Patrizier Contarini erbaut, der wollte, dass er jedes Nachbarhaus an Schönheit übertrifft.

Gotische Fassade der Ca' d'Oro am Canal Grande© Jean-Pol GRANDMONT · CC BYFoto: Jean-Pol GRANDMONT, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0), Wikimedia Commons

Auch nach mehreren Besitzerwechseln und Renovierungen gehört der Palast zu den schönsten Gebäuden der Stadt. Schau dir die Fassade genau an: Die rechte Seite ist massiv, die linke dagegen filigran und durchbrochen, und diese Asymmetrie macht den Palazzo sofort erkennbar.

Seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts beherbergen die Säle die Galerie Franchetti mit ihrer Sammlung von Gemälden und Skulpturen. Das Museum ist derzeit wegen Restaurierung geschlossen (Stand: 10/2026), den Termin der Wiedereröffnung findest du auf der offiziellen Website. Von hier ist es ein kurzer Spaziergang zum Rialto-Markt.

  • Der Haken: Die Räume sind klein, und an Wochenenden wird es drinnen voll.

Fortbewegung in Venedig und beste Reisezeit

Canal Grande in Venedig mit Wasserbussen und Booten

Venedig liegt auf Inseln, und von einer zur anderen zu kommen bedeutet oft, auf dem Wasser unterwegs zu sein. Vaporettos fahren auf festen Routen, und wo es keine Brücken gibt, überquerst du den Canal Grande mit Traghetti. Das ist eine weitere Form des öffentlichen Nahverkehrs, und eine Fahrt kostet weniger als eine Gondel.

Ein Einzelticket für das Vaporetto gilt 75 Minuten und kostet 9,50 €, eine 24-Stunden-Karte kostet 25 € (Stand: 09/2026, Preisliste der ACTV). Wenn du mehr als zwei Fahrten planst, ist die Karte die bessere Wahl. Besorg dir die Fahrkarte für den öffentlichen Nahverkehr im Voraus, damit du am Anleger nicht nach einem Ticketautomaten suchen musst.

Plane beim Laufen durch die Stadt zusätzliche Zeit ein. Die Gassen winden sich, Brücken sind rar, und eine Strecke, die auf der Karte vertraut aussieht, wird schnell zu einem zusätzlichen Kilometer.

Komm nicht mit einem Koffer mit harten Rollen nach Venedig. Ein Bußgeld gibt es für solches Gepäck nicht, aber die Rollen rattern über das Pflaster, und über die Brücken musst du den Koffer tragen. Gib deine Taschen bei der Gepäckaufbewahrung am Bahnhof Santa Lucia ab.

Das Wetter ist hier zu jeder Jahreszeit wechselhaft. Nimm auch im Sommer einen Regenschirm und wasserfeste Schuhe mit: Regen setzt plötzlich ein. Die schlimmste Hitze und die größten Menschenmassen gibt es im Juli und August, und der Spätherbst ist die ruhigste Zeit.

Venedig gehört zu den teuersten Städten Europas. Um Geld zu sparen, nutze die öffentlichen Vaporettos statt der Touristenboote und wähle Cafés abseits des Markusplatzes: Die Preise auf der Speisekarte sinken mit jedem Häuserblock, den du gehst.

Tickets und Öffnungszeiten: was du im Voraus buchen solltest

Die Hälfte der Warteschlangen in Venedig entsteht durch Tickets, die an der Tageskasse gekauft werden. Prüfe den Zeitplan im Voraus und buche Zeitfenster am Morgen, damit du deine Route ohne Pausen abläufst.

Sehenswürdigkeit

Eintritt

Beste Zeit

Dogenpalast

Kombiticket für vier Orte am Markusplatz

direkt zur Öffnung

Markusdom

kostenpflichtiger Eintritt

vor Beginn der Gottesdienste

Campanile

10 €

zur Öffnung oder kurz vor Schließung

Gallerie dell'Accademia

kostenpflichtiger Eintritt

werktags morgens

Santa Maria della Salute

kostenpflichtiger Eintritt

abends, wenn sie beleuchtet ist

San Giacomo di Rialto

kostenlos

morgens und nach dem Mittagessen

Den Preis für den Campanile haben wir auf der offiziellen Website der Basilika geprüft (Stand: 09/2026, basilicasanmarco.it). Die Gottesdienstzeiten ändern sich je nach Saison, also schau vor deiner Reise auf der Website von Chorus Venezia nach.

Anzeige

Touren und Tickets in Venice

Geführte Touren, Tickets ohne Anstehen und Aktivitäten — die meisten Angebote sind kostenfrei stornierbar.

Angebote auf Tiqets ansehen

Das Widget wird nach Ihrer Zustimmung geladen.

Routenkarte für Venedig

Es ist praktisch, alle zweiundzwanzig Orte auf einer Karte zu haben, damit du nicht zweimal über dieselbe Brücke läufst. Öffne sie auf deinem Handy und gehe die Punkte der Reihe nach ab.

Route durch Venedig für 1 Tag

Orte auf der Karte
  1. 1Canal Grande Die wichtigste Wasserstraße der Stadt, die Vaporetto-Linie 1 fährt von Piazzale Roma nach San Marco
  2. 2Markusplatz Das Herz der Stadt mit Dogenpalast, Basilika und Campanile, am besten bis 8:30 Uhr besuchen
  3. 3Dogenpalast Residenz der venezianischen Herrscher, gotisches Erscheinungsbild nach einem Brand im 15. Jahrhundert
  4. 4Markusbasilika Beherbergt die Reliquien des Apostels Markus, byzantinische Kuppeln und goldene Mosaiken
  5. 5Rialtobrücke Die älteste der vier Brücken über den Kanal, die beste freie Sicht bietet sich von der Spitze des Bogens
  6. 6San Giorgio Maggiore Insel mit einer Basilika aus dem 16. Jahrhundert und einem Glockenturm mit Blick auf den Markusplatz
  7. 7Campanile (Glockenturm) Der höchste Punkt der Stadt, Aussichtsplattform an der Spitze
  8. 8Loggetta del Sansovino Marmorbau aus dem 16. Jahrhundert am Fuß des Campanile mit Statuen
  9. 9Uhrturm von San Marco Städtische Uhr aus dem 15. Jahrhundert mit Mohren-Figuren und Tierkreis-Zifferblatt
  10. 10Papadopoli-Gärten Grüner Park am Bahnhof Santa Lucia mit Spielplatz
  11. 11Ponte degli Scalzi Brücke über den Canal Grande beim Bahnhof, in der Mitte des Bogens schmal
  12. 12Santa Maria Gloriosa dei Frari Gotische Kirche aus rotem Backstein mit Werken von Tizian und Canova
  13. 13Scuola Grande di San Rocco Sammlung von Tintoretto in den Sälen der Bruderschaft San Rocco aus dem 16. Jahrhundert
  14. 14Gallerie dell'Accademia Wichtigste Kunstsammlung Venedigs mit Giorgiones Gewitter
  15. 15Santo Stefano Gotische Kirche mit schiefem Glockenturm aus dem 16. Jahrhundert
  16. 16Palazzo Grimani Renaissance-Palast mit Marmorfassade, heute Berufungsgericht
  17. 17Ca' d'Oro Das Goldene Haus mit filigraner gotischer Fassade aus dem 15. Jahrhundert am Rialto-Markt

⁉️🤔 Häufige Fragen

Reicht ein Tag für Venedig?

Ein Tag reicht für das kompakte historische Zentrum: Markusplatz, Rialto, Frari und Ca' d'Oro. Für die Inseln Murano und Burano bleibt keine Zeit, die brauchen einen eigenen Ausflug. Wenn du Museen ohne Hetze besuchen möchtest, plane mindestens zwei Tage ein.

Wie viel Geld gibst du an einem Tag aus?

Das meiste Geld geht für Tickets und Transport drauf. Die Preise für den Campanile und die Vaporetto-Karte stehen in den Abschnitten oben.

Wann sind die wenigsten Touristen unterwegs?

Frühmorgens funktioniert immer. Am Morgen ist der Markusplatz fast leer, und dann wächst die Menge bis zum Abend. Bei den Jahreszeiten sind Spätherbst und Winter am ruhigsten, während Juli und August die schlimmste Hitze und die längsten Schlangen bringen.

Muss man Tickets im Voraus buchen?

Ja, für beliebte Orte. Der Dogenpalast und der Campanile verkaufen im Sommer Zeitfenster-Tickets. Ohne Reservierung stehst du am Dogenpalast über eine Stunde an und am Campanile bis zu vierzig Minuten. Im Winter kannst du es an Wochentagen riskieren und vor Ort kaufen.

Wo kann man in der Nähe des Markusplatzes günstig essen?

Geh mindestens zwei Straßen vom Platz weg in Richtung Rialto. Dort findest du Bacari mit Cicchetti und Wein, wo du für wenig Geld einen Happen bekommst.

Kurz gesagt: was sich zu buchen lohnt

Ein Tag in Venedig ist realistisch, wenn du früh startest und deine Prioritäten ehrlich setzt. Hier ist eine kurze Übersicht für deine Situation.

  • Wenn du nur einen halben Tag hast: Mach den Dogenpalast und den Markusplatz, den Rest hebst du dir für später auf.
  • Wenn du mit Kindern unterwegs bist: Geh durch den Park Giardini Papadopoli Richtung Ca' d'Oro, das Tempo wird entspannter.
  • Wenn du Geld sparen willst: Fahr mit den öffentlichen Vaporettos und iss in den Bacari nahe dem Rialto.
  • Wenn du Malerei liebst: Frari, Scuola Grande di San Rocco und die Gallerie dell'Accademia füllen einen ganzen Tag, teile die Route in zwei Etappen auf.

Wähle Hotels in Venedig auf Trip.com im Voraus und buche deinen Flughafentransfer vor der Reise.