
10 Tagesausflüge ab Nizza: Routen ohne Auto
Nizza liegt zwischen dem Meer und den Ausläufern der Alpen, und die italienische Grenze ist ganz nah. An einem einzigen Tag kannst du von hier aus problemlos sehr unterschiedliche Ecken der französischen Riviera sehen. Ein Auto brauchst du nicht: TER-Regionalzüge und Regionalbusse erschließen fast die gesamte Küste und das Hinterland.
Die Entfernungen sind hier kurz. Die Zugfahrt von Nizza nach Menton dauert etwa 40 Minuten, ein Einzelticket kostet ab 8 € (Stand: 09/2026, Fahrplan und Preise bei SNCF Connect). Nach Villefranche-sur-Mer bringt dich der Zug in wenigen Minuten, nach Monaco in etwa einer halben Stunde. Busse fahren auch in Bergdörfer, die kein Zug erreicht.
Manche finden einen Tag für zwei Orte ausreichend, andere möchten ihr Riviera-Erlebnis lieber über eine Woche ausdehnen. Wir haben 10 Tagesausflüge ab Nizza zusammengestellt: Menton und Monaco, Villefranche und Antibes, Grasse und Èze, Saint-Tropez und die Verdon-Schlucht, Cannes und Saint-Paul-de-Vence. Zu jedem Ziel findest du Anreise, Fahrzeit, einen ehrlichen Haken und eine fertige Touroption, falls du nicht alles selbst planen möchtest.
Wähle nach Lust und Laune. Meer und Altstadtgassen, Parfüm und Märkte, Luxus und Natur. Nizza liegt so günstig, dass jedes dieser Szenarien in einen Tag passt. Die Regionalzüge fahren häufig, du kannst deinen Zeitplan also auch unterwegs anpassen.
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1. Menton, die Zitronenstadt an der Grenze
💡 Kurz gesagt:
- Tagesausflüge ab Nizza lassen sich am einfachsten rund um die TER-Züge planen: Sie verbinden Nizza mit Menton, Monaco, Antibes, Cannes und Villefranche.
- Die nächsten Orte sind weniger als 40 Minuten entfernt, für die Küste brauchst du also kein Auto.
- Für die Verdon-Schlucht und Saint-Tropez ist eine geführte Tour oder die Anreise per Boot sinnvoller.
- Zugpreise und Fahrpläne: 09/2026, geprüft auf der offiziellen Website von SNCF Connect.
Menton liegt direkt an der italienischen Grenze, die letzte französische Stadt östlich von Nizza. Die Altstadt ist in Rosa, Orange und allen Schattierungen von Zitronengelb gestrichen. Das milde Mikroklima machte den Ort schon im 19. Jahrhundert berühmt, und die lokale Küche ist stark vom benachbarten Italien geprägt, Pasta und Olivenöl auf dem Tisch sind hier also nichts Ungewöhnliches.
Französisch wurde die Stadt erst 1860, ihren Ruhm verdankt sie englischen Aristokraten und Künstlern. Sie kamen im Winter hierher: Man glaubte, die Luft helfe bei Atemwegserkrankungen. Die Sonne scheint hier fast das ganze Jahr, daher blieb Menton lange ein mondäner Winterkurort und weniger ein Sommer-Badeziel.
Beginne deinen Spaziergang an der Markthalle Marché des Halles, die vormittags geöffnet ist und die ganze Stadt versorgt. Steige dann über die Treppen der Altstadt hinauf zur Basilique Saint-Michel-Archange mit ihrer gestreiften Fassade. Von der Basilika führt ein Weg zum Cimetière du Vieux Château: Von seinen Terrassen siehst du Terrakottadächer, das Meer und im Dunst Italien.

Wenn du zum Meer hinuntergehst, findest du dich in einem anderen Teil von Menton wieder. Hier gibt es Museen, Gärten und mehrere Strände entlang der Promenade, der Tag beschränkt sich also nicht auf einen einzigen Spaziergang. Der bequemste botanische Garten für einen halben Tag ist der Jardin botanique Val Rahmeh, der dem warmen Klima vor Ort zu verdanken ist.
Die Stadt ist für mehr als nur ihre Altstadt bekannt. Dank der milden Winter gedeihen hier subtropische Pflanzen, und historische Villen wurden in Parks verwandelt. Gartenliebhaber können einen ganzen Tag um eines dieser Anwesen herum planen und werden die Zeit nicht bereuen.
Am Abend lohnt die Rückkehr an die Promenade: Cafés säumen das Wasser, und die Sonne geht direkt über der Bucht unter. Nimm eine leichte Jacke mit, die Abendbrise vom Meer ist kühl, und im T-Shirt wird es am Wasser frisch.
Menton verdient auf jeden Fall einen ganzen Tag. Viele Touren führen Besucher weiter: zu einem Markt jenseits der Grenze in Italien und zum Aussichtspunkt La Turbie oberhalb von Monaco. Auf eigene Faust hast du Zeit für beides, zum Schwimmen und für ein langes, gemütliches Mittagessen.
Menton ist auch wegen seiner Gärten großartig. Dank der warmen Winter wachsen hier Palmen, Agaven und Zitrusbäume, die man in anderen Riviera-Orten selten findet. Neben dem Jardin botanique Val Rahmeh lohnt sich der Park einer der historischen Villen: Die Wege sind in Terrassen angelegt, und von ihnen aus wirkt die Altstadt von oben wie eine Postkarte. Eine Stunde reicht für einen Garten, und er lässt sich gut mit dem nahen Strand verbinden.
Auch mit Kindern ist es hier unkompliziert. Die Strände entlang der Promenade fallen sanft ab, es gibt Eiscafés, und die gesamte Altstadt lässt sich in ein paar Stunden durchqueren, auf den unteren Straßen sogar mit Kinderwagen. Garten- und Friedhofstickets sind günstig, der Tag wird also preiswerter als in Monaco oder Saint-Tropez. Nimm Wasser und eine Kopfbedeckung mit: Auf dem Aufstieg zur Basilika gibt es kaum Schatten, und die Sonne ist hier kräftig.
Anreise: Der TER-Zug ab Bahnhof Nice-Ville braucht etwa 40 Minuten, Tickets ab 8 € (Stand: 09/2026, Zugpreise Nizza-Menton). Steig in Menton Garavan aus, wenn du am Garten Val Rahmeh und im östlichen Teil der Altstadt starten möchtest.
Zeitbedarf: Plane einen ganzen Tag ein, besonders wenn du schwimmen und zu Mittag essen möchtest. Mit dem Auto herzufahren ergibt kaum Sinn: Der Zug ist einfacher und erspart dir die Parkplatzsuche.
Für wen: Für alle, die einen Markt, Pastellfassaden und das Meer ohne Menschenmassen schätzen. Menton passt auch für Familien, weil die Strände direkt an der Promenade liegen.
Der Haken: Touren kombinieren Menton oft mit Monaco und dem italienischen Sanremo, dann bleibt wenig Zeit für die Stadt selbst. Für einen entspannten Tag fährst du besser auf eigene Faust.
2. Villefranche-sur-Mer, die Bucht neben Nizza
Villefranche-sur-Mer liegt an einer tiefen Bucht direkt östlich von Nizza. Die Altstadt zieht sich mit warmen Fassaden, Treppen und überdachten Passagen den Hang hinunter und endet unmittelbar am Wasser. Autos gibt es hier kaum, das Spazierengehen ist also entspannt.
Eine fertige Liste von Sehenswürdigkeiten gibt es hier nicht, und genau das ist der Punkt. Schlendere an der Uferpromenade entlang, entdecke die unter den Häusern versteckte Rue Obscure und wirf einen Blick in die winzige Chapelle Saint-Pierre mit ihren Fresken von Jean Cocteau. Plane Zeit zum Schwimmen am langen Strand Plage des Marinières ein.
Vom Charakter her erinnert der Ort an die italienischen Cinque Terre, nur mit einem spürbaren Hauch von Wohlstand, der sich über die gesamte Riviera legt. Du spürst ihn an den Liegeplätzen, in den Schaufenstern und in der ruhigen Würde der Einheimischen selbst. Im Sommer legen hier große Yachten an, und die Bucht wird zur Bühne.
© Tom Corser · CC BY-SAFoto: Tom Corser, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/uk/deed.en), Wikimedia CommonsWegen der Nähe zu Nizza reicht für Villefranche ein halber Tag. Mit einem gemütlichen Mittagessen und ein paar Stunden am Strand füllt er aber mühelos einen ganzen Tag.
Die Hauptsache sind hier nicht einzelne Sehenswürdigkeiten, sondern der Rhythmus des Ortes selbst. Schmale Gassen öffnen sich zu kleinen Plätzen, aus den Fenstern sind Boote zu sehen, und vom Wasser steigt der Duft von Pinien auf. Nimm Badesachen mit: Die Bucht ist windgeschützt, und das Wasser ist hier ruhiger als an den Stränden von Nizza. Im Sommer starten vom Hafen kurze Bootsausflüge zu den Mala-Grotten, wo du auch schnorcheln kannst.
Anreise: Ein direkter TER-Zug ab Bahnhof Nice-Ville braucht weniger als zehn Minuten und hält direkt am Strand Plage des Marinières (Stand: 09/2026, Fahrplan bei SNCF Connect). Alternative: Bus 15 vom Zentrum Nizzas Richtung Saint-Jean-Cap-Ferrat (Stand: 09/2026, Busfahrplan Lignes d'Azur). Er ist langsamer, dafür siehst du die Küste aus dem Fenster.
Zu Fuß: Ein Küstenweg rund um das Cap de Nice führt von Nizza hierher. Vom Port Lympia sind es etwa anderthalb Stunden Fußweg, und du brauchst gutes Schuhwerk.
Der Haken: Der Aufstieg vom Bahnhof und der Weg von Nizza sind bei Hitze anstrengend, und die Bucht selbst füllt sich im Sommer mit Besuchern.
Tour: Fahrradtour von Nizza nach Villefranche auf GetYourGuide. Die Route steigt zum Fort du Mont Alban hinauf, von wo du beide Buchten gleichzeitig siehst.
3. Grasse, die Hauptstadt des Parfums
Grasse liegt nördlich von Cannes und ist vor allem für Parfum bekannt. Es ist die inoffizielle Parfumhauptstadt der Welt und der Geburtsort vieler bekannter Düfte, deshalb kommen die Leute wegen des Museums und der alten Fabriken hierher, nicht wegen des Meeres.
Die meisten Besucher zieht es ins Musée International de la Parfumerie und zu den Häusern von Fragonard, Molinard und Galimard. Dort zeigen sie, wie ein Duft aus einzelnen Noten zusammengesetzt wird, und du kannst in einem Workshop deine eigene Flasche kreieren. Auch ohne Parfum zu kaufen, dauert eine Führung durch die Werkstätten etwa eine Stunde und lohnt sich.
© Olivier Cleynen · CC BYFoto: Olivier Cleynen, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0), Wikimedia CommonsNeben dem Parfum solltest du Zeit für die kompakte Altstadt einplanen. Enge Gassen und hohe ockerfarbene Häuser öffnen sich zu kleinen Plätzen mit Cafés und Blick Richtung Küste. Schau bei der Cathédrale Notre-Dame-du-Puy vorbei: Sie beherbergt Gemälde von Rubens und Jean-Honoré Fragonard, der in Grasse geboren wurde.
Eine Fabrikführung, das Parfummuseum und ein Spaziergang durch die Altstadt füllen locker fast einen ganzen Tag. Du musst den Ausflug hier nicht zur Checkliste machen, dafür ist der Rhythmus der Stadt zu entspannt. Halte nebenbei Ausschau nach Souvenirs: Eine Flasche kostet hier weniger als am Flughafen.
Anreise: Direkte Züge ab Nizza fahren etwa einmal pro Stunde, die Fahrzeit beträgt 70 bis 80 Minuten (Stand: 09/2026, Fahrpläne auf SNCF Connect). Der Bahnhof liegt unterhalb des historischen Zentrums, also plane noch 15 bis 20 Minuten für den Aufstieg zu Fuß ein oder nimm einen lokalen Bus.
Bus: Die frühere Linie 500 ist zur Route ZOU! 650 geworden und verbindet den Verkehrsknoten Grand Arénas in Nizza mit Grasse (Stand: 09/2026, offizielle ZOU!-Fahrpläne). Die Fahrzeit hängt vom Verkehr ab, der Zug ist daher besser planbar.
Mit dem Auto: Die Fahrt von Nizza dauert etwa eine Stunde; stell dein Auto auf einem der Parkplätze rund um die Fußgängerzone ab.
Der Haken: Der Bahnhof liegt unterhalb der Stadt, und der Aufstieg zur Altstadt ist in der Mittagshitze anstrengend.
Tour: Parfum-Workshop in Grasse auf GetYourGuide.
4. Monaco an einem Tag
Monaco erstreckt sich über weniger als zwei Quadratkilometer und steckt trotzdem voller Luxus, Spektakel und Sehenswürdigkeiten. Es ist sinnvoll, einen Tag hier in zwei Teile zu gliedern, sonst laugen dich die Anstiege und Wege aus.
Starte in Monaco-Ville, auf dem Felsen Le Rocher. Der Fürstenpalast blickt über den Hafen, und die Wachablösung findet täglich um 11:55 Uhr statt (Stand: 09/2026, Visit Monaco). Erkunde danach die Gassen rund um den Palast, schau in die Kathedrale von Monaco hinein und geh hinauf zum Ozeanographischen Museum von Monaco. Unterwegs findest du auf dem Felsen Gärten mit Meerblick.
© Tobi 87 · CC BY-SAFoto: Tobi 87, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsUnten am Port Hercule warten Superyachten und Grand-Prix-Kulisse. Die Autosammlung des Fürsten zeigt rund hundert Fahrzeuge, darunter Rennwagen und Formel-1-Boliden. 2022 ist sie an den Hafen umgezogen, in die 54 Route de la Piscine.
Beende deinen Tag in Monte Carlo, wo das Casino de Monte-Carlo, das Hôtel de Paris und das Café de Paris um einen prunkvollen Platz stehen. Die Spielsäle lassen Besucher ab 18 Jahren mit Reisepass oder Ausweis hinein (Stand: 09/2026, Casino de Monte-Carlo). Tagsüber ist kein strenger Dresscode vorgeschrieben, gepflegte Kleidung aber schon. Wenn du nicht spielst, reicht ein Blick auf das Casino und den Platz von außen.
Wenn du mit Kindern unterwegs bist, schau im Ozeanographischen Museum vorbei: Es gibt Haifischaquarien und interaktive Säle, die ein paar Stunden in Anspruch nehmen. Die Tickets sind nicht billig, also kauf sie vorab online und komm zur Öffnungszeit, solange die Säle noch leer sind.
Praktischer Tipp: Wähle bequeme Schuhe und nimm eine kleinere Tasche. Mehrstöckige Fußgängerwege und Rolltreppen verkürzen den Weg zwischen den Vierteln, aber bei Hitze sind die Anstiege trotzdem anstrengend. Das Mittagessen in Monte Carlo kostet mehr als in Nizza, deshalb bringen manche Besucher Essen mit und machen ein Picknick im Museumsgarten, wo es Schatten und Meerblick gibt.
Anreise: Die angenehmste Option ist die Fähre von Nizza entlang der Küste, die knapp eine Stunde dauert. Der Zug ist schneller, etwa 25 Minuten, und kommt direkt im Zentrum an, von wo aus alles zu Fuß erreichbar ist.
Der Haken: Monaco ist steil und dicht bebaut, und die Anstiege und Höhenwechsel sind anstrengend. Du kannst dich auf Aufzüge und Rolltreppen verlassen, aber plane einen ganzen Tag für beide Viertel ein.
Tour: Fährticket Nizza-Monaco.
5. Antibes, die Altstadt und der Yachthafen
Antibes wurde von den alten Griechen gegründet und ist eine der ältesten Städte an der französischen Riviera. Hier steht auch das erste Pablo Picasso gewidmete Museum: Der Künstler arbeitete kurz in der Stadt und schenkte ihr einige seiner Werke.
Das Museum befindet sich im Château Grimaldi, einem Palast aus dem 14. Jahrhundert, der später als Residenz der Herrscher Monacos diente. Daneben lohnt sich Antibes wegen eines der beeindruckendsten Yachthäfen der Riviera und des Fort Carré, das einst als Gefängnis diente. Die Museumstickets sind günstig, und Schlangen gibt es hier kaum.
© Abxbay · CC BY-SAFoto: Abxbay, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsAntibes lässt sich gut zu Fuß erkunden: Die Altstadt ist klein, und der Markt und die Uferpromenade liegen nah beieinander. Am Vormittag findet auf dem Platz ein Lebensmittelmarkt statt, auf dem man Käse, Oliven und lokalen Wein kauft. Wenn du deinem Tag noch einen weiteren Ort hinzufügen möchtest, steig einfach in den Zug: Die Nachbarorte liegen auf derselben TER-Linie.
Anreise: Der Zug von Nizza braucht knapp eine halbe Stunde (Stand: 09/2026, Fahrplan TER Sud). Der letzte Zug zurück fährt kurz vor zehn Uhr abends, du kannst den Abend also noch im Ort verbringen.
Der Haken: Tagsüber sind die Uferpromenade und der Yachthafen voll, und die zentralen Strände sind schmal.
Tour: eine Riviera-Rundfahrt auf GetYourGuide.
6. Eze, ein Dorf auf einer Klippe
Eze hat rund zweitausend Einwohner und ist eines der malerischsten mittelalterlichen Dörfer der Region. Es liegt auf einer Klippe etwas vom Meer zurückversetzt, was es wie eine ruhige Alternative zu den glamourösen Küstenorten wirken lässt.
Steig unbedingt zur Kirche Notre-Dame de l'Assomption hinauf und schau im Jardin Exotique vorbei: Seine Terrassen bieten den besten Blick auf die Küste. Viele kommen genau wegen dieses Panoramas hierher, nicht wegen des Dorfes selbst.

Die Häuser in Eze drängen sich auf schmale Terrassen, und für Autos gibt es kaum Platz. Zu Fuß kannst du das ganze Dorf in einer halben Stunde durchqueren und einen Aussichtspunkt über der Bucht finden.
Ein weiterer Grund für einen Stopp in Eze: die Parfümfabrik Fragonard. Hier werden seit hundert Jahren Düfte nach traditionellen Methoden hergestellt, und die Führung durch die Werkstätten ist kostenlos. Wenn du in Grasse keinen Platz in einer Werkstatt bekommst, ist die Fabrik in Eze ein guter Ersatz und dauert etwa eine Stunde.
Anreise: Der Zug hält an der Küste, und von dort ist es ein langer Anstieg, der für Menschen mit eingeschränkter Mobilität schwierig ist. Bus 82 von Nizza direkt ins Dorf ist bequemer (Stand: 09/2026, Liniennetzplan Lignes d'Azur).
Mit dem Auto: Die Fahrt dauert etwa eine halbe Stunde, aber Parken im Dorf ist immer eine Herausforderung, also komm früh.
Der Haken: Die engen Gassen sind im Sommer voll, und der Aufstieg vom Bahnhof ist in der Hitze anstrengend.
Tour: eine Eze-und-Monaco-Tour auf GetYourGuide. Ein Guide führt dich durch das Dorf und zeigt dir anschließend Monaco und Monte Carlo.
7. Saint-Tropez, Luxus und Segelboote
Saint-Tropez ist als Luxusort bekannt, aber bis Künstler wie Henri Matisse und die ersten Hollywood-Stars kamen, war es ein Fischerdorf. Heute sind es Boutiquen, Designer-Beachclubs und die Yachten der Reichen und Berühmten.
Abseits davon lohnt es sich, durch die Gassen mit den provenzalischen Fensterläden zu schlendern und zur Zitadelle hinaufzusteigen, von der du einen Blick über das Mittelmeer hast. Das kleine Museum des Ortes erzählt, wie Saint-Tropez vor Hollywood war, als hier noch Fischer lebten und gewöhnliche Reben wuchsen.
© dronepicr · CC BYFoto: dronepicr, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia CommonsFür ein Mittagessen schau bei Dior Des Lices vorbei, einem Café an der Dior-Boutique mit einem gemütlichen, blumengeschmückten Innenhof. Die Preise sind hoch, aber genau diese Atmosphäre ist es, weshalb die Leute herkommen. Abseits davon gibt es in der Stadt nahe am Hafen viele ganz normale Restaurants.
Wenn du einen Tag im typischen Stil des Ortes verbringen willst, buche eine Liege in einem der Beachclubs. Das ist hier das eigentliche Ritual, nicht Sightseeing.
Gegen Abend erwacht die Stadt. Die Yachten kehren in den Hafen zurück, entlang der Uferpromenade gehen die Lichter an, und das berühmte Sehen-und-Gesehen-Werden beginnt, genau das, weshalb die Leute herkommen. Wenn du kein Auto hast, behalte die Abfahrtszeit des letzten Busses Richtung Saint-Raphaël im Blick, sonst musst du ein Taxi rufen.
In der Mittagshitze hältst du dich am besten in den schattigen Gassen der Altstadt auf. Dort verstecken sich auch kleine Galerien und Werkstätten, die lokale Keramik und Textilien zu fairen Preisen verkaufen. Von den Fenstern aus kannst du außerdem sehen, wie die alten Häuser angelegt sind, mit engen Innenhöfen und hölzernen Fensterläden.
Für dein Budget ist Saint-Tropez eine heikle Stadt: Selbst ein Mittagessen in einem einfachen Café kostet mehr als in Nizza. Wenn du sparen willst, nimm Wasser und Sandwiches mit und hebe dein Hauptbudget für eine Liege am Wasser auf.
Anreise: Es gibt keine direkte Bahnverbindung ab Nizza. Nimm zuerst den Zug zum Bahnhof Saint-Raphaël-Valescure, dann einen Bus oder ein Taxi. Die angenehmste Option: ein Boot ab Nizza, mit Blick auf Cannes, Antibes und die Esterel-Klippen entlang der Strecke.
Der Haken: Ohne Auto oder Boot dauert der Ausflug sehr lange, also plane Saint-Tropez nicht als Halbtagesausflug ein.
Tour: Bootsticket nach Saint-Tropez auf GetYourGuide.
8. Verdonschlucht und türkisfarbenes Wasser
Die Verdonschlucht ist die tiefste in Frankreich und einer der schönsten Orte der Provence. Wegen der Kalksteinfelsen behält das Wasser seine türkisfarbene Farbe, weshalb die Schlucht auch „Grand Canyon Europas" genannt und mit ihrem amerikanischen Gegenstück verglichen wird.
Ein Teil des Sees verwandelt sich in weiße Stromschnellen. Rund um See und Schlucht kannst du Kajaks mieten oder einfach ein Handtuch ausbreiten und im klaren Wasser schwimmen. Verpasse nicht den Aussichtspunkt am Pont du Galetas, wo du den ikonischen Blick auf die Schlucht bekommst, für den die Leute herkommen.
© kallerna · CC BY-SAFoto: kallerna, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsRund um die Schlucht liegen malerische Dörfer, angenehme Orte für eine Mittagspause. Castellane liegt direkt am Eingang der Schlucht, und Moustiers-Sainte-Marie ist im Frühsommer wunderschön, wenn in der Nähe die Lavendelfelder blühen. Wenn du zur Lavendelzeit dort bist, plane ein paar Stunden extra für einen Fotostopp an den Feldern ein, sie sind es wert.
Plane den Tag mit großzügigem Zeitpuffer: Die Fahrt dauert eine Strecke etwa zwei Stunden, und du brauchst noch Zeit zum Schwimmen und für ein Mittagessen in einem Dorf. Fahre am besten früh am Morgen in Nizza los und kehre abends zurück, sonst verbringst du mehr Zeit hinter dem Lenkrad als in der Natur.
Das Wasser in der Schlucht bleibt auch bei Hitze kühl, weil es von Bergquellen gespeist wird. Angenehmer ist das Schwimmen am Nachmittag, wenn die Sonne die flachen Stellen erwärmt hat. Nimm Wasser und einen Snack mit: Nahe den Aussichtspunkten gibt es nur wenige Cafés, und in der Saison haben sie Warteschlangen.
Kajakverleihe haben von morgens bis abends geöffnet, aber es ist besser, zur Öffnungszeit zu kommen, solange noch wenige Menschen auf dem Wasser sind. Wenn du nicht selbst paddeln willst, werden am Pont du Galetas kurze Bootsfahrten in die Schlucht organisiert. Buche im Voraus: Im Juli und August sind die Plätze schnell ausgebucht, und ohne Reservierung riskierst du, am Ufer stehen zu bleiben.
Anreise: Die öffentlichen Verkehrsmittel sind hier unpraktisch, du brauchst also ein Auto. Die Fahrt ab Nizza dauert etwa zwei Stunden, und am Pont du Galetas gibt es Parkplätze. Vom Anleger kannst du ein Boot nehmen und tiefer in die Schlucht fahren.
Der Haken: Ohne Auto ist der Ausflug fast unmöglich, und im Sommer sind die Aussichtspunkte voll und laut.
Tour: Verdon- und Lavendelfelder-Tour auf GetYourGuide.
9. Cannes jenseits der Filmfestspiele
Cannes ist nicht nur das Filmfestival. Starte deinen Tag im Altstadtviertel Le Suquet, wo alte Gassen und pastellfarbene Häuser neben familiengeführten Restaurants liegen. Von hier hast du einen Blick über die Bucht und die ganze Stadt.
Wenn du keine Höhenangst hast, steige auf den Turm neben der Kirche Notre-Dame d'Espérance: Er bietet das beste Panorama der Stadt. Danach kannst du auf La Croisette Leute beobachten, dem riesigen Boulevard mit Hotels und Boutiquen entlang der Uferpromenade, und den Sonnenuntergang am Le Vieux Port erleben.
© Jorge Láscar from Australia · CC BYFoto: Jorge Láscar from Australia, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia CommonsCannes lässt sich gut mit einem langen Spaziergang am Wasser verbinden. Vom Le Vieux Port führt eine lange Promenade am Ufer entlang, und von dort sind Strände zu Fuß erreichbar, die weniger überlaufen sind als im Zentrum. Nimm Wasser mit: In der Hitze gibt es am offenen Ufer wenig Schatten.
Zum Einkaufen probiere die Seitenstraßen abseits der La Croisette: Dort gibt es günstigere Läden und weniger Touristen. Abends öffnen nahe am Hafen die Fischrestaurants, und die Luft wird kühler. Nimm den Zug zurück, der letzte nach Nizza fährt spät, dein Abend kann sich also ausdehnen.
Anreise: Der Zug ab Nizza braucht etwa eine halbe Stunde, und die Stadt lässt sich gut zu Fuß erkunden (Stand: 09/2026, Regionalzüge der TER Sud).
Der Haken: Während der Festivaltage steigen die Preise spürbar, und ein Hotel im Zentrum zu finden wird schwieriger.
Tour: Panoramafahrt entlang der Riviera mit Ziel Cannes.
10. Saint-Paul-de-Vence und die Künstler
Saint-Paul-de-Vence wurde durch Künstler berühmt, die in diesem Bergdorf lebten und arbeiteten. Heute ist es ein farbenfrohes mittelalterliches Dorf, in dem man leicht einen ganzen Tag verbringen kann, ohne zu merken, wie die Zeit vergeht.
Iss im La Colombe d'Or zu Mittag, einem Restaurant in einem kleinen Hotel. Künstler wurden hier einst willkommen geheißen und durften mit Gemälden statt mit Geld bezahlen, daher fühlt sich das Essen an wie in einer Galerie, die Wände voller Werke. Reserviere am besten im Voraus, das Lokal ist beliebt.
© Baptiste ROUSSEL · CC BY-SAFoto: Baptiste ROUSSEL, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsUnterwegs lohnt sich ein Blick auf die Fontaine de Saint-Paul-de-Vence am zentralen Platz: Sie bildet den Mittelpunkt bei den Festen des Ortes. Für die schönsten Aussichten gehst du hinauf zum Cimetière de Saint-Paul-de-Vence, wo zwischen den Bäumen das Mittelmeer glitzert. Auch der Künstler Marc Chagall ist hier begraben.
Anreise: Nimm zunächst den Zug von Nizza nach Cagnes-sur-Mer, danach fährt ein kurzer Bus zum Dorf. Mit dem Auto brauchst du von Nizza etwa 45 Minuten, aber auch das Parken nahe der Stadtmauern ist nicht kostenlos.
Der Haken: Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist schwieriger als zu den Küstenorten, und der Ausflug nimmt einen ganzen Tag in Anspruch.
Tour: Tour zu den mittelalterlichen Dörfern der Provence auf GetYourGuide.
⁉️🤔 Häufige Fragen
Kannst du mehrere Orte an einem Tag besuchen?
Ja, wenn du den Zug nimmst. Nizza, Villefranche, Monaco, Antibes und Cannes liegen alle an derselben TER-Linie, zwei Orte an einem Tag sind also völlig realistisch. Sie sind zehn bis dreißig Minuten voneinander entfernt, und Tickets gibt es an den Fahrkartenautomaten im Bahnhof.
Brauchst du ein Auto für Tagesausflüge ab Nizza?
Für die Küste brauchst du kein Auto. TER-Züge bringen dich nach Menton, Monaco, Antibes, Cannes und Villefranche, während Lignes-d'Azur-Busse nach Eze und Saint-Paul-de-Vence fahren. Ein Auto ist nur für die Verdonschlucht und abgelegene Dörfer in der Provence nötig.
Wie viel kostet der Zug von Nizza nach Menton und wie lange dauert er?
Die Fahrt dauert etwa 40 Minuten, ein Einzelticket gibt es ab 8 EUR (Stand: 09/2026, aktueller Preis auf SNCF Connect). Tickets gibt es am Bahnhof und in der App; regionale TER-Züge erfordern keine Vorausbuchung, komm also einfach ein paar Minuten vor Abfahrt.
Wo kann ich aktuelle Zug- und Busfahrpläne prüfen?
Für Züge schau bei SNCF Connect und auf der Website von TER Sud nach; für Busse nutze Lignes d'Azur für Nizza und Umgebung sowie ZOU! für Überlandverbindungen. Die Fahrpläne ändern sich je nach Saison, prüfe sie also am Tag deines Ausflugs und nicht erst am Vorabend.
Lohnt sich die Verdonschlucht ohne Auto?
Ohne Auto ist es schwierig. Die öffentlichen Verkehrsmittel brauchen lange und erfordern Umstiege, also buche entweder eine geführte Tour oder miete ein Auto in Nizza. Die Fahrt dauert etwa zwei Stunden pro Strecke, dann bleibt dir weniger Zeit für die Schlucht selbst.
Was soll ich wählen, Monaco oder Saint-Tropez?
Monaco ist näher und einfacher: Der Zug braucht etwa 25 Minuten, und ein Tag reicht, um alles zu sehen. Saint-Tropez ist weiter weg, lässt sich aber am besten per Boot erkunden. Wenn du einen freien Tag hast, nimm Monaco und heb Saint-Tropez für eine separate Reise auf.
Kurz gesagt: Was sich zu buchen lohnt
Die zehn Ziele verteilen sich nach deinen Interessen. Wenn du einen Tag Zeit hast und zum ersten Mal an der Riviera bist, nimm Menton oder Monaco: Beides füllt einen ganzen Tag. Villefranche-sur-Mer eignet sich für Meer und Baden, Grasse für Düfte, Saint-Tropez für Luxus und die Verdonschlucht für Natur.
Wenn du ein paar freie Tage hast, nimm Antibes, Eze und Cannes dazu: Sie liegen nah beieinander und sind per Zug verbunden. Heb Saint-Paul-de-Vence für einen entspannten Tag mit Mittagessen im La Colombe d'Or auf.
Es ist einfacher, deine Reise im Voraus zu planen: Such dir vor der Hochsaison eine Unterkunft in Nizza, buche Touren für einen bestimmten Vormittag und miete ein Auto nur für die Gegend um den Verdon.


