
Karlovy Vary: 30 sehenswerte Orte mit Tickets und Öffnungszeiten
Karlovy Vary ist kompakt: Fast alle Hauptsehenswürdigkeiten liegen entlang der Teplá und in den angrenzenden Häuserblocks. Bei einem Besuch kannst du Kolonnaden, Aussichtspunkte und Museen sehen. Das Wahrzeichen des Kurorts, die Quelle Vřídlo, schießt 72 °C heißes Mineralwasser bis zu 12 m hoch (Stand: 09/2026, tschechisches Tourismusportal).
Wir haben 30 Orte in Karlovy Vary zusammengestellt, vom Goethe-Turm bis zum Stadtmarkt (basierend auf der Touristeninformation des Kurorts). Zu jeder Sehenswürdigkeit findest du, was es zu sehen gibt, wie du hinkommst und wo du Tickets kaufst. Die Stadt ist klein, aber es gibt viele Anstiege, also plane deinen Tag mit Zeitpuffer.
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Was du in Karlovy Vary sehen solltest: die Highlights
💡 Kurz gesagt:
- Starte im Zentrum: Die Sprudelkolonnade und Lázně I liegen direkt nebeneinander.
- Die Glas- und Likörmuseen sind tagsüber geöffnet, Aussichtspunkte hängen vom Wetter ab.
- Preise und Öffnungszeiten: 09/2026, geprüft auf den Seiten der Touristeninformation.
Ort | Was es zu sehen gibt | Für wen |
|---|---|---|
Sprudelkolonnade | die Vřídlo-Fontäne und Trinkbrunnen | alle Kurgäste |
Moser-Glasmuseum | Kristallsammlung und Werkstatt | Kunsthandwerk-Liebhaber |
Burg Loket | Festung, Verliese, Zwergenfiguren | Familien mit Kindern |
Aussichtsturm Diana | Panorama über Stadt und Wälder | alle, die gerne aufsteigen |
Schmetterlingshaus | tropische Schmetterlinge unter einer Kuppel | Kinder und Fotografen |
1. Goethe-Turm
© Lubor Ferenc · CC BY-SAFoto: Lubor Ferenc, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDer Goethe-Turm steht auf einem Hügel namens „Gipfel der ewigen Jugend". Das Bauwerk entstand im späten 19. Jahrhundert. Eines Tages stieg Prinzessin Stephanie den Hügel hinauf, ihr gefiel das Panorama, und sie ordnete an, hier einen Turm zu bauen. In der Nähe wurde ein Restaurant errichtet: Der Aufstieg dauerte, und die Gäste hatten Zeit, hungrig zu werden.
Das Projekt stammt von den Wiener Architekten Ferdinand Fellner und Hermann Helmer. Eine Seilbahn auf den Gipfel war geplant, aber der Erste Weltkrieg verhinderte den Bau. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts trägt der Turm Goethes Namen; der Dichter kam gern hierher. Der Hügel selbst ist nicht hoch, aber der Anstieg ist für manche Gäste anstrengend, also nimm Wasser mit.
- Anfahrt: zu Fuß von der Sprudelkolonnade den Schildern folgen, etwa eine halbe Stunde bergauf.
- Für wen: alle, die das Kurort-Panorama ohne Menschenmassen sehen möchten.
2. Smetana-Gärten
© Lubor Ferenc · CC BY-SAFoto: Lubor Ferenc, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDer Park ist nach dem tschechischen Komponisten Bedřich Smetana benannt. Am Eingang empfängt dich ein großes Blumenbeet, in dessen Mitte das aktuelle Datum aus Blumen gelegt ist. Hier plätschert ein Springbrunnen, und es gibt Bänke und Rasenflächen, die du betreten darfst: Niemand wird dich dafür rügen.
In den Gärten finden regelmäßig Konzerte und Feste statt, im Sommer kannst du also eines der Events miterleben. Der Ort eignet sich gut für eine Pause zwischen der Besichtigung des Zentrums und dem Aufstieg zu den Aussichtspunkten. Nimm einen Snack mit: Das Café im Park ist nur saisonal geöffnet.
- Anfahrt: am linken Ufer der Teplá, neben der Sprudelkolonnade.
- Für wen: einen gemütlichen Spaziergang und eine Pause im Schatten.
3. Moser-Glasmuseum
© JiriMatejicek · CC BY-SAFoto: JiriMatejicek, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Manufaktur Moser stellt seit über 150 Jahren Kristall her, und ihr Museum zeigt, wie ein Stück entsteht (Stand: Touristeninformation, 09/2026). Die Führung kann kurz sein, nur Museum, oder erweitert, mit Besuch der Glasbläserwerkstatt. In der Werkstatt siehst du den Produktionsprozess aus nächster Nähe, und im Museum betrachtest du die besten Arbeiten von Meistern aus verschiedenen Jahrzehnten.
Wir haben die Öffnungszeiten am 14.09.2026 auf der offiziellen Moser-Seite geprüft: Das Museumscafé ist werktags und samstags von 9:00 bis 16:00 Uhr geöffnet, an Feiertagen geschlossen. Den vollständigen Führungsplan erfragst du vor Ort. Moser-Geschirr steht auf königlichen Tafeln, daher sind die Preise im Markenshop hoch.
Das Museum beherbergt Tausende Exponate: von den ältesten Glasproben bis zu modernen Kollektionen. Eine eigene Ausstellung ist den Fabrikbesitzern und Kunden gewidmet, zu denen europäische Königshäuser gehörten. Die Werkstattführung zeigt den kompletten Produktionszyklus, von der Glasschmelze bis zum Schliff. Wenn du wenig Zeit hast, wähle nur das Museum und komm beim nächsten Mal für die Werkstatt wieder. Der Markenshop befindet sich im Museum, du kannst also direkt nach der Führung ein Geschenk kaufen.
- Kosten: Der Museumseintritt ist kostenpflichtig, den Ticketpreis prüfst du auf der Moser-Seite.
- Für wen: alle, die Handwerk und Design lieben.
4. Jan-Becher-Museum
© Karlovarská Becherovka · CC BY-SAFoto: Karlovarská Becherovka, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsBecherovka wurde 1809 vom Apotheker Jan Becher erfunden, er suchte nach einem Mittel zur Verbesserung der Verdauung (Stand: 09/2026, Becherovka). Das Rezept wird geheim gehalten, der Likör wird mit lokalem Wasser und Kräutern hergestellt, und ein Teil der Gewürze wird aus dem Ausland importiert. Das erste Fabrikgebäude entstand 1867, heute beherbergt es das Besucherzentrum „The Home of Becherovka" (Seite der Touristeninformation).
Die Führung geht durch die historischen Keller, in denen der Likör gelagert und abgefüllt wurde. Du siehst Flaschen aus verschiedenen Epochen und hörst Geschichten über die Familie Becher. Eine Verkostung ist in der Führung enthalten, plane deinen Besuch also ohne Auto.
- Kosten: die Führung ist kostenpflichtig, prüfe die Zeiten vor Ort.
- Für wen: für alle, die den Likör an seinem Geburtsort probieren möchten.
5. Kirche St. Maria Magdalena
© rboed* · CC BYFoto: rboed*, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia CommonsDie Kirche steht direkt neben der Vřídlo-Quelle und gilt als Kulturdenkmal der Tschechischen Republik. Der erste Bau wurde im späten 15. Jahrhundert von den Kreuzherren errichtet, danach wurde er von der Gotik zur Renaissance umgebaut, und ein Feuer zerstörte das Bauwerk. Im 18. Jahrhundert entwarf der Architekt Kilian Ignaz Dientzenhofer eine größere Kirche.
Gebaut wurde vorsichtig: Die heiße Vřídlo-Quelle war in der Nähe. Ein neues Feuer zerstörte fast alles, nur die Altäre blieben erhalten. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Kirche vollständig wiederhergestellt. Heute kannst du Gemälde und Statuen sehen, und abends finden hier Orgelkonzerte statt.
- Kosten: der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.
- Für wen: für alle, die sich für Architektur und Orgelmusik interessieren.
6. Kunstgalerie Karlovy Vary
Die Kunstgalerie wurde Anfang des 20. Jahrhunderts am Teplá-Ufer gegründet. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Sammlung beschädigt, sie wurde von Kunsthistorikern und Freiwilligen restauriert, und mit der Zeit öffnete die Galerie wieder. Sie beherbergt Gemälde und Grafik aus dem 19. und 20. Jahrhundert, einige Werke sind dauerhaft ausgestellt, andere wechseln in Sonderausstellungen.
© Zorka Sojka · CC BY-SAFoto: Zorka Sojka, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsViel Raum ist zeitgenössischen tschechischen Künstlern gewidmet. Du kannst für eine Stunde zwischen Spaziergängen entlang der Kolonnaden vorbeischauen und dir eine Ausstellung ansehen.
- Kosten: der Eintritt ist kostenpflichtig, prüfe den Ausstellungsplan vor Ort.
- Für wen: für Liebhaber von Malerei und Grafik.
7. Stadttheater
© Ray Swi-hymn from Sijhih-Taipei, Taiwan · CC BY-SAFoto: Ray Swi-hymn from Sijhih-Taipei, Taiwan, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia CommonsDas Theater steht am Ufer der Teplá, direkt neben dem Theaterplatz, wo du dein Auto parken kannst. Das erste Gebäude wurde im 18. Jahrhundert aus Holz errichtet und stürzte während einer Vorstellung ein. Die Bewohner liebten das Theater so sehr, dass sie Geld für einen Steinbau sammelten.
Im späten 19. Jahrhundert wurde das Gebäude renoviert, heute ist es einer der meistbesuchten Orte der Stadt. Oper, Ballett, Operette und Orchesterkonzerte werden hier aufgeführt, abends findest du also leicht ein Kulturprogramm. Sieh dir den Spielplan am Eingang an.
- Kosten: Karten verkauft die Theaterkasse, die Preise hängen von der Produktion ab.
- Für wen: für alle, die einen Abend im Zuschauerraum verbringen möchten.
8. Burg Loket
© Lubor Ferenc · CC BY-SAFoto: Lubor Ferenc, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsLoket begann als Festung, die die Tschechen vor deutschen Truppen schützte. Später diente die Burg als Gefängnis, und heute siehst du bei der Führung Zellen und Folterinstrumente. Manchmal wird hier eine Hinrichtungsszene als Theateraufführung inszeniert, wenn du also mit Kindern unterwegs bist, wähle deine Route im Voraus.
In den Sälen sind Porzellansammlungen und Figuren von Zwergen ausgestellt, die der Legende nach Glück bringen. Legenden erzählen von Geistern im Turm und einem Drachen, der sie bewacht. Das kannst du selbst überprüfen.
- Anreise: Die Burg liegt in der Stadt Loket, dorthin fahren Busse von Karlovy Vary.
- Für wen: für Familien mit Kindern und Liebhaber des Mittelalters.
9. Standseilbahn Diana
© I would appreciate being notified if you use my work outside Wikimedia. More of my work can be found in my personal gall · CC BY-SAFoto: I would appreciate being notified if you use my work outside Wikimedia. More of my work can be found in my personal gall, CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/), Wikimedia CommonsDie Standseilbahn bringt Gäste hinauf zum Diana-Aussichtsturm. Die Talstation befindet sich in der Straße Mariánská neben dem Grandhotel Pupp (Stand: Diana Karlovy Vary, 09/2026). Die Bahn fährt etwa fünf Minuten und überwindet 167 Höhenmeter, Abfahrten gibt es alle 15 Minuten.
Die Strecke führt über den Wald, sodass du die Talhänge vom Fenster aus siehst. Die Fahrt dauert weniger lang als der Aufstieg zu Fuß und eignet sich gut für Gäste mit Kindern.
- Kosten: Kaufe ein Ticket an der Station; der Turmeintritt wird separat bezahlt.
- Für wen: alle, die das Panorama ohne langen Aufstieg sehen möchten.
10. Aussichtspunkt Drei Kreuze
© Zorka Sojka · CC BY-SAFoto: Zorka Sojka, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Drei Kreuze stehen auf einem Hügel über der Stadt. Der Name stammt von drei Kreuzen, die zum Gedenken an Brüder errichtet wurden, die für ihren Glauben starben. Sie wurden bereits im 17. Jahrhundert aufgestellt, als die Stadt wieder unter die Schirmherrschaft der katholischen Kirche zurückkehrte. Der Aussichtspunkt bietet ein Panorama des gesamten Kurorts.
Der Aufstieg zum Gipfel ist nicht einfach, aber du kannst vom Zentrum aus den Schildern durch den Waldpark hierher wandern. Touristische Routen führen an diesem Ort vorbei, daher sind hier morgens weniger Menschen. Die Aussicht ist ein paar Aufnahmen wert.
- Anreise: zu Fuß vom Zentrum aus den touristischen Schildern folgen; der Aufstieg dauert über eine halbe Stunde.
- Für wen: alle, die bereit für einen Aufstieg zu Fuß sind.
11. Diana-Aussichtsturm
© Mattsjc · CC BYFoto: Mattsjc, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0), Wikimedia CommonsDer Diana-Turm steht auf 562 m über dem Meeresspiegel, und das Bauwerk selbst ragt etwa 40 m empor (Stand: 09/2026, Touristinformation). Bis zur Spitze führen 150 Stufen, du kannst aber auch den Aufzug nehmen. Der Hügel wurde bereits im frühen 19. Jahrhundert für Besucher erschlossen: Der Wald wurde ausgelichtet und Bänke wurden aufgestellt. Zur Galerie am Fuß des Turms gelangst du mit dem Aufzug direkt vom Grandhotel Pupp.
Bei klarem Wetter siehst du von hier den Horizont und das Fichtelgebirge. Der Turm wurde mehrfach erweitert und umbenannt; nach dem Krieg blieb der Name Diana. Seit dem späten 20. Jahrhundert steht das Bauwerk auf der Liste der Kulturdenkmäler der Tschechischen Republik. Der Sockel mit seiner überdachten Holzgalerie und Aussichtsplattform zeigt die Kurstadt wie auf der Handfläche, und berühmte europäische Reisende vergangener Jahre waren hier zu Gast. Die Aussichtsplattform hat saisonale Öffnungszeiten, plane deinen Aufstieg also bei Tageslicht. Von hier bekommst du das beste Panorama der Stadt.
- Anreise: zu Fuß den blauen Schildern folgend, mit der Standseilbahn oder mit dem Shuttlebus.
- Für wen: Liebhaber von Aussichten und kurzen Spaziergängen.
12. Aussichtspunkt Hirschsprung
© Jan Starec · CC BY-SAFoto: Jan Starec, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDer Hirschsprung ist der historische Ort, an dem die Geschichte des Kurorts begann. Der ausgebaute Aussichtspunkt auf dem Felsen ist westlich des Zentrums leicht zu finden; er ist seit dem frühen 19. Jahrhundert für Besucher geöffnet. Am Fuß des Felsens steht das größte Hotel der Stadt, von dem aus du mit der Standseilbahn hinauffahren kannst.
Der Aussichtspunkt mit seinem Holzpavillon wurde von einem Wiener Kaufmann errichtet, der in Karlovy Vary geboren wurde, um seinen Namen zu verewigen. Auf dem Felsen steht eine Statue einer Gämse, die der Legende nach Kaiser Karl zur heißen Quelle führte. Die springende Gämse wurde zum Symbol der Stadt.
Interessant ist, dass die Geschichte des Kurorts genau hier begann: Die Hunde Kaiser Karls jagten eine Gämse, das Tier stürzte vom Felsen, und ein Hund setzte seine Pfote in eine heiße Quelle und lenkte die Aufmerksamkeit der Menschen darauf. So wurde das Heilwasser entdeckt. Du kannst über eine schmale Treppe hinaufsteigen oder die Standseilbahn nehmen. Keine Tour durch den Kurort lässt diesen Punkt aus, daher sind hier immer Gäste.
- Anreise: westlich des Zentrums, den Schildern entlang eines Waldwegs folgen.
- Für wen: alle, die den Gründungsort des Kurorts sehen möchten.
13. Svatoš-Felsen
© Дмитрий Мозжухин · CC BYFoto: Дмитрий Мозжухин, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia CommonsDie Svatoš-Felsen sind eine Millionen Jahre alte Reliktfelsformation und ein nationaler Schatz der Tschechischen Republik. Granitsäulen ragen an Hängen empor, die mit Nadelwald bedeckt sind, und hier überleben seltene endemische Pflanzen, die es nirgendwo sonst gibt.
Die Felsen liegen zwischen Loket und Karlovy Vary. Die Eger hat eine tiefe Schlucht durch das Massiv des Kaiserwalds geschnitten, und darüber erheben sich einzelne Steine von bis zu fünfzig Metern Höhe: Säulen, Kegel und von Rissen gespaltene Kegelstümpfe. Aus der Ferne siehst du eine Prozession versteinerter Riesen, weshalb der Ort einen zweiten Namen trägt: „die versteinerte Hochzeit".
Die Felsen stehen unter staatlichem Schutz, daher solltest du die Wege am besten nicht verlassen. Das einzigartige Relief brauchte Millionen Jahre, um sich zu formen, und heute ist es einer der fotogensten Orte in der Nähe des Kurorts. Mit den Felsen sind Legenden über Jan Svatoš und einen verzauberten Hochzeitszug verbunden; einige der Steine tragen die Namen der Hochzeitsgäste. Goethe und die Brüder Grimm besuchten diesen geschützten Wald.
- Anreise: zwischen Loket und Karlovy Vary; am einfachsten steigst du am Waldweg aus.
- Für wen: Naturliebhaber und Fans von leichtem Trekking.
14. Burg Bečov nad Teplou
© LenkaSvasek · CC BY-SAFoto: LenkaSvasek, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsBurg und Festung Bečov nad Teplou liegen etwa fünfundzwanzig Kilometer vom Kurort entfernt, bereits im Umland. Die romanische Burg und die Festung bilden ein einziges Ensemble im Tal des Flusses Teplá. Der Hauptschatz hier ist der Reliquienschrein des heiligen Maurus: ein juwelenbesetzter Sarkophag, dessen Wert mit dem Kronschatz verglichen wird (Stand: 09/2026, offizielle Website der Burg).
Die Festung wurde in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts erbaut, doch bei Ausgrabungen wurden ältere Holzteile gefunden. An den Turm wurde eine dreistöckige Kapelle angebaut, in der trockene Freskenmalerei erhalten ist. Ein Erdbeben beschädigte die Mauern, aber das Fundament hielt, sodass das Gebäude erweitert wurde.
Ab dem 16. Jahrhundert wechselte die Festung mehrfach den Besitzer, und die Innenräume wurden im Stil der Renaissance eingerichtet. Heute sind dies die „Pluh-Häuser"; das Land wurde von einem bankrotten Kloster gekauft. Der Wiederaufbau betraf das Fundament, und nur das, was Mitte des 19. Jahrhunderts restauriert wurde, ist bis in unsere Zeit erhalten geblieben, darunter antike Möbel. Das Schloss organisiert Wanderungen durch die geschützten Wälder, und das örtliche Restaurant ist bekannt für seine tschechische Küche und heimelige Atmosphäre.
- Kosten: Eintritt mit Ticket; die Führungszeiten findest du auf der offiziellen Website.
- Für wen: alle, die bereit sind, für einen halben Tag aus der Stadt herauszufahren.
15. Hotel Imperial
© Milan.latner · CC BY-SAFoto: Milan.latner, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDas Hotel Imperial liegt an einem Berghang in einem Parkgelände, und das Gebäude scheint über den bewaldeten Hügeln zu schweben. Es verfügt über Zimmer der Spitzenkategorie, das Restaurant Prag und die besten Massage- und Kosmetikbehandlungsräume des Kurorts, die von medizinischem Personal betreut werden. Dies ist ein Sanatoriumshotel mit balneologischem Schwerpunkt, das teuerste der Stadt.
Diätassistenten und Rehabilitationsspezialisten stellen für Gäste mit unterschiedlichem Fitnessniveau ein persönliches Programm, einen therapeutischen Übungsplan und Physiotherapie zusammen. Bei den Behandlungen wird Wasser aus lokalen Quellen verwendet.
Heute steht das Hotel Gästen offen, die ein Zimmer im Voraus buchen.
- Kosten: die Unterkunft ist teuer; die aktuellen Preise erfragst du direkt beim Hotel.
- Für wen: alle, die zur Behandlung kommen und bereit sind, dafür zu zahlen.
16. Weihnachtshaus
© Brück & Sohn Kunstverlag Meißen · CC BY-SAFoto: Brück & Sohn Kunstverlag Meißen, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDas Weihnachtshaus ist einem einzigen Feiertag gewidmet, und die Winterstimmung hält hier das ganze Jahr über an. Das Gebäude ist voller Weihnachtsbäume und Neujahrsdekoration, festlichem Schmuck und Souvenirs. Du kannst hier einen Saal für einen Geburtstag oder ein romantisches Treffen mieten.
Im Innenhof befindet sich eine Bethlehem-Szene mit der Geburt Jesu. Touristen, die an Heiligabend anreisen, eilen mit ihren Familien hierher: Überall gibt es Engel und Lämmer, bunte kleine Weihnachtsbäume, Schneemänner und andere Attribute des Winterfests. Alle Dekorationen wurden von Merkur Toys geschaffen.
Fotografieren und Filmen sind erlaubt, und viele Exponate sind käuflich. Für Kinder gibt es eine Schneestadt mit einer Spielzeugeisenbahn. Du kannst ein Stück Winterfest mit nach Hause nehmen.
- Anfahrt: in der Burg Doubi am Ufer der Ohře.
- Für wen: Familien und alle, die die Neujahrsstimmung lieben.
17. Regionalmuseum Karlovy Vary
Das Regionalmuseum nimmt drei historische Gebäude ein, und eine Besichtigung dauert in der Regel nicht länger als eine Stunde. In dieser Zeit bekommst du ein vollständiges Bild der Region und ihrer Geschichte. Das Museum steht am Ufer der Teplá gegenüber dem Grandhotel Pupp und ist eine der meistbesuchten Attraktionen der Stadt.
© Lubor Ferenc · CC BY-SAFoto: Lubor Ferenc, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Gäste erhalten einen Ausdruck mit Informationen zu den wichtigsten Exponaten in mehreren Sprachen, sodass du die Details zu Hause noch einmal nachlesen kannst. Die interessantesten Bereiche sind die antiken und mittelalterlichen Skulpturen, paläolithische Artefakte, Porzellan, Farbglas und Kristall.
Hier wird die Natur lokaler Phänomene erklärt: woher das Wasser des Geysirs kommt und warum manche Quellen für eine Weile verschwinden. Eigene Räume sind der Geschichte des Filmfestivals, dem Brauwesen und der tschechischen Glasproduktion gewidmet. Du siehst Porträts von Berühmtheiten und ein Modell der Stadt, wie sie im 17. Jahrhundert aussah.
- Kosten: Eintritt kostenpflichtig, mit Ermäßigungen für Kinder und Studenten.
- Für wen: für alle, die die Kurstadt verstehen und nicht nur fotografieren möchten.
18. Sprudelkolonnade
© Lubor Ferenc · CC BY-SAFoto: Lubor Ferenc, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Sprudelkolonnade ist eine Galerie aus Glas und Beton in konstruktivistischer Tradition, eröffnet 1975 (Stand: 09/2026, Touristinformation). Die Trinkhalle ist um ein Brunnenbecken herum gestaltet, und die Hallenhöhe ist so berechnet, dass sie auch unerwartete Eruptionen aufnehmen kann.
Der Vřídlo schießt im Zentrum der Kurstadt nahe dem Theaterplatz aus dem Untergrund empor und pulsiert bis zu 12 m hoch, wobei er etwa 2.000 Liter Wasser pro Minute liefert (Stand: 09/2026, VisitCzechia). Der Brunnen bricht periodisch aus und verändert das Erscheinungsbild der Kolonnade, weshalb die leichten Pavillons und Überdachungen durch die heutige Galerie ersetzt wurden.
Einst stand hier eine Kolonnade im Empire-Stil, später ersetzt durch eine gusseiserne nach einem Entwurf von Fellner und Helmer. Eine der Tourrouten führt durch das Untergeschoss des Sprudels, wo du sehen kannst, wie das Quellsystem funktioniert. Das Mineralwasser kannst du in der Trinkhalle kostenlos trinken, aber nicht mehr als die empfohlene Menge.
Die Sprudelkolonnade bleibt das bekannteste Wahrzeichen der Kurstadt. Die Menschen kommen hierher, um Wasser nach ärztlicher Verordnung zu trinken. Besuchern wird empfohlen, das Wasser langsam und ohne Eile zu trinken und Spaziergänge mit Behandlungen zu kombinieren. Weitere Trinkhallen mit Quellen unterschiedlicher Temperatur stehen in der Nähe, sodass du bei einem Besuch mehrere Wässer probieren kannst. Glaspaneele schützen die Gäste vor Dampf und Kälte, sodass die Kolonnade auch in der Nebensaison in Betrieb ist. Drinnen kannst du auf Bänken sitzen, dem Klang der Quelle lauschen und zwischen den Behandlungen ausruhen.
- Kosten: Eintritt zur Kolonnade frei, Wasser in der Trinkhalle kostenlos.
- Für wen: für alle, die die Hauptquelle der Kurstadt sehen möchten.
19. Lázně I

Lázně I steht nahe dem Grandhotel Pupp und ist das erste Kurhaus des Ortes. Fast keines der alten Gebäude hat Brände überstanden, weshalb die städtischen Ensembles einheitlich wirken. Die letzte große Überarbeitung erfolgte an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert: Ungeeignete Bauten wurden entfernt und große Hotels und Sanatorien errichtet.
Das Kaiserliche Kurhaus wurde in der Tradition der Renaissance mit klassischen Elementen entworfen, sodass das Gebäude an ein europäisches Theater oder Hotel erinnert. Der Bau wurde Ende des 19. Jahrhunderts vollendet, in der Blütezeit der Karlsbader Stadtentwicklung. Die reiche Fassade betonte, dass das Kurhaus für einen Besuch von Kaiser Franz Joseph vorbereitet wurde.
Basreliefs, Portiken, Skulpturen und Balkone heben das Gebäude von der umgebenden Architektur ab. Heute beherbergt es ein Museum zur Geschichte von Karlovy Vary, und das Gebäude wird für eine umfassende Renovierung vorbereitet, sodass der Zugang eingeschränkt sein kann.
- Kosten: Besichtigungen sind an Veranstaltungstagen möglich, bitte vor Ort prüfen.
- Für wen: für Liebhaber von Architektur und Kurstadtgeschichte.
20. Alois-Klein-Pavillon
© SchiDD · CC BY-SAFoto: SchiDD, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDer Alois-Klein-Pavillon steht in einer Grünanlage nahe dem Hotel Richmond Park am südlichen Rand der Kurstadt. Die Außenbereiche wurden bereits im 18. Jahrhundert gestaltet, als eine der wohlschmeckendsten Mineralquellen entdeckt wurde. Die Anpflanzungen rund um die Quelle wurden später Teil des Geländes des Hotels Richmond Park.
Die eisenhaltige Quelle mit leicht säuerlichem Geschmack wurde nach Erzherzogin Stephanie benannt, und ihr Wasser „Štěpánka" war in den meisten Behandlungsverordnungen enthalten. Anfang des 20. Jahrhunderts versiegte die Quelle, zurück blieben nur die Trinkhalle und ein schönes Bauwerk mit spitzenartigen Bögen unter dem Dach.
Die Suche nach einer neuen Quelle war erfolgreich, und der Pavillon wurde renoviert. Die Hydrogeologie der Kurstadt verändert sich nach jeder Eruption des Sprudels, sodass jede Quelle für immer im Untergrund verschwinden kann.
- Anfahrt: südlicher Rand der Kurstadt, nahe dem Hotel Richmond Park.
- Für wen: für einen ruhigen Spaziergang am Wasser.
21. Schmetterlingshaus
© Manfred Werner / Tsui · CC BY-SAFoto: Manfred Werner / Tsui, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDas Schmetterlingshaus ist eine Glasgalerie, in der du den Moment miterleben kannst, in dem eine Raupe zum Schmetterling wird. Touristen und Kurgäste kommen hierher, und an der Rezeption kannst du im Voraus eine Hochzeits- oder Verlobungszeremonie buchen. Fotografieren ist drinnen erlaubt.
Unter der Kuppel leben Vertreter der tropischen Fauna aus Südamerika, Zentralafrika, den Philippinen, Thailand, Mexiko und Malaysia. Die geduldigsten Besucher werden am Inkubator belohnt: Einige der größten Schmetterlinge werden hier geboren, mit einer Flügelspannweite von bis zu zwanzig Zentimetern.
Eine eigene Flugzone ist frisch geschlüpften Exemplaren vorbehalten, die ihre Flügel strecken und Nektar und Früchte probieren. Manche Arten sind in freier Wildbahn aufgrund der sich verschlechternden Ökologie selten. Ein Schmetterling kann sich auf dein Haar, deine Hand oder deine Schulter setzen, also halte deine Kamera bereit.
- Kosten: Eintritt kostenpflichtig, mit Ermäßigungen für Kinder.
- Für wen: für Kinder und Fotografen.
22. Kirche der Heiligen Peter und Paul
© Lubor Ferenc · CC BY-SAFoto: Lubor Ferenc, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Kirche der Heiligen Apostel Peter und Paul ist eines der schönsten aktiven religiösen Bauwerke in Tschechien. Sie ist täglich tagsüber für Besucher geöffnet. Die vergoldeten Kuppeln der Kirche sind von vielen Punkten der Stadt aus sichtbar, und im Inneren bewunderst du das vom Architekten Gustav Wiedermann gestaltete Interieur.
Die Kirche wurde Ende des 19. Jahrhunderts in der Tradition russisch-byzantinischer Kirchen erbaut. Der Bauplatz wurde in einer Grünanlage gehobener Wohnviertel näher am westlichen Rand zugewiesen, als Vorbild diente eine Kirche in Ostankino. Der Bau wurde durch Spenden wohlhabender Besucher aus Serbien und dem Russischen Reich finanziert.
Die neue Kirche hat die Form eines Malteserkreuzes und ist mit Galerien, vergoldeten Kuppeln und Wandmalereien geschmückt. Touristen kommen hierher, um die hölzerne Ikonostase mit Majolika zu bewundern, die für eine Ausstellung in Paris angefertigt wurde. Die Ikonen sind in Öl gemalt und haben einen hohen künstlerischen Wert. Du erreichst die Kirche zu Fuß oder mit dem Bus und gehst dann die Peter-der-Große-Straße hinauf.
- Anreise: mit dem Bus bis zur Haltestelle Krale Jiřího oder zu Fuß vom Zentrum.
- Für wen: für alle, die sich für Kirchenarchitektur interessieren.
23. Anglikanische Kirche St. Lukas
Die anglikanische Kirche St. Lukas wird nicht mehr für Gottesdienste genutzt, bleibt aber ein interessantes architektonisches Wahrzeichen. Sie ist ein Werk des Architekten Josef Mothe und wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut. Die Kirche steht auf dem Schlossberg gegenüber dem Hotel Bristol.
© Mejdlowiki · CC BY-SAFoto: Mejdlowiki, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDas Gebäude ist im pseudogotischen Stil gehalten: roter Backstein, runde Dachgauben mit Buntglas und ein spitz zulaufendes Dach. Es wurde mit Spenden von Kurgästen und Mäzenen der Stadt errichtet. Im Villenviertel Westend fällt die Kirche durch ihr strenges Erscheinungsbild auf.
Von unten wirkt das Gebäude wie eine kleine Festung, besonders wenn du die Straße Zamecky Vrch hinaufgehst. Aus der Nähe ähnelt es einer alten Burg, und im Hof befinden sich mehrere Gräber. Im Inneren gibt es eine Wachsfigurenausstellung.
- Anreise: auf dem Schlossberg, gegenüber dem Hotel Bristol.
- Für wen: für Liebhaber des neugotischen Stils und stiller Ecken.
24. Wachsfigurenkabinett

Das Wachsfigurenkabinett befindet sich in einer ehemaligen anglikanischen Kirche. Viele Berühmtheiten haben Karlovy Vary zu verschiedenen Zeiten besucht, und einige von ihnen wurden in Wachs verewigt. Die Ausstellung folgt den Traditionen der Museen der Familie Tussauds.
Zu den ersten Figuren gehören Mitglieder königlicher Familien, Politiker, Showbusiness-Stars und prominente Gäste des Kurorts. Europäische Monarchen und ihre Familien sowie Staatsoberhäupter anderer Länder kamen hierher, um an den örtlichen Quellen ihre Gesundheit wiederherzustellen. Aus der musikalischen Elite bewunderten L. van Beethoven, N. Paganini, R. Wagner und F. Chopin die hiesige Natur.
Auch europäische Klassiker und russische Schriftsteller machten hier Urlaub: K. N. Batjuschkow, N. W. Gogol, I. S. Turgenjew. Du kannst dich mit deinen Idolen an den „Zauberspiegeln" fotografieren lassen und die Geschichte der Stadt in Gesichtern sehen.
- Kosten: Eintritt kostenpflichtig, Fotografieren ist in der Regel erlaubt.
- Für wen: Familien und Fans interaktiver Erlebnisse.
25. Villa Lützow
© Lubor Ferenc · CC BY-SAFoto: Lubor Ferenc, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Villa Lützow steht an einem recht steilen Berghang, daher bietet die Terrasse davor einen Panoramablick über das Tal. Die Stadt liegt in einer Spalte felsiger Berge, und genau das verleiht dem Kurort seinen besonderen Reiz. Für die Aussicht lohnt sich der Aufstieg, aber sei auf einen Anstieg zu Fuß vorbereitet.
Die schneeweiße Villa wechselte mehrfach den Besitzer und gehört heute einer Privatperson, daher müssen die meisten Besucher sie aus der Ferne bewundern. Junge Besucher begeistert der Sockel mit einer kleinen Katzenskulptur.
Die Villa im Empirestil wurde Mitte des 19. Jahrhunderts für Baron August von Lützow erbaut und zählt zu den ersten Luxusvillen von Karlsbad. Damals war sie von einem gepflegten romantischen Garten mit Skulpturen von August Kiss umgeben, die in Berlin in Auftrag gegeben und hergebracht wurden. Der Autor des Projekts, Stadtarchitekt Johann Knoll, verschloss die Villa für tägliche Besichtigungen, doch die Eigentümer öffnen sie mehrmals im Jahr.
- Anreise: an einem Berghang, vom Zentrum aus den Schildern folgend bergauf.
- Für wen: alle, die eine seltene Villa und einen Panoramablick sehen möchten.
26. Schlossturm
© Lubor Ferenc · CC BY-SAFoto: Lubor Ferenc, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDer Schlossturm ist ein hohes Bauwerk, das märchenhafte Szenen heraufbeschwört. Ausgrabungen haben gezeigt, dass hier auch früher eine Burg stand, die noch vor der Blütezeit der Stadt verschwand. Der Turm wurde etwa in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts erbaut, während der Herrschaft Karls IV., als diese Ländereien als Jagdgründe genutzt wurden.
Die europäische Aristokratie kam zu prunkvollen Banketten und Bällen hierher. Ein Brand zerstörte den größten Teil des Burggeländes, doch der Monarch ordnete die Wiederherstellung des Turms und der angrenzenden Räume an. Seit dem 17. Jahrhundert erfreut das Bauwerk Touristen an seinem ursprünglichen Standort.
Heute befindet sich auf dem Schlossberg ein gemütliches Restaurant im gotischen Stil. Aus seinen Fenstern siehst du das Zentrum, den Platz, die verspielte Kolonnade und die Sanatorien. Lange Zeit diente der Turm der Signalgebung, und heute kann einer seiner Säle für ein Festmahl in mittelalterlicher Tradition gebucht werden.
- Anreise: auf dem Schlossberg oberhalb des Zentrums, die Straße Zamecky Vrch hinauf.
- Für wen: alle, die mit Blick auf die Stadt zu Abend essen möchten.
27. Kapelle des Heiligen Nikolaus
© Brück & Sohn Kunstverlag Meißen · CC BY-SAFoto: Brück & Sohn Kunstverlag Meißen, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDie Kapelle des Heiligen Nikolaus steht auf dem Doubská hora nahe dem Aussichtsturm Aberg. Sie ist ein kleiner Holzbau mit einer Ikone des Heiligen Nikolaus und beeindruckt durch die Geschlossenheit ihrer Komposition. Der Ort wurde Anfang der 2000er-Jahre offiziell eröffnet.
Die Kapelle wurde mit privaten Mitteln von N. G. Stepanow erbaut, das Fundament wurde von Metropolit Dorotheos geweiht. Das Holz wurde in Russland vorbereitet: Jeder Stamm wurde bearbeitet und nummeriert und anschließend in Karlovy Vary zusammengesetzt. Die feierliche Weihe fand unter Beteiligung des Erzbischofs der Böhmischen Länder und Bischof Christophs statt.
Die Umgebung ist gepflegt und von Blumen in beweglichen Kübeln gesäumt. Touristen haben keinen Zutritt ins Innere; die Anlage ist nur von außen zu besichtigen. Wenn du hier heraufsteigst, wirst du die Aussicht und die Ruhe im Grünen zu schätzen wissen.
- Anreise: auf dem Doubská hora, nahe dem Aussichtsturm Aberg.
- Für wen: ein ruhiger Waldspaziergang.
28. Císařské lázně
© Ray Swi-hymn from Sijhih-Taipei, Taiwan · CC BY-SAFoto: Ray Swi-hymn from Sijhih-Taipei, Taiwan, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia CommonsCísařské lázně ist ein imposantes zweistöckiges Gebäude im Neorenaissancestil, heute beherbergt es ein Sanatorium und ein Museum. Das Gebäude wurde Ende des 19. Jahrhunderts errichtet, der Entwurf stammt von den Wiener Architekten Fellner und Helmer. Als Bauplatz wurde das Gelände der städtischen Brauerei am südlichen Rand des Kurorts zugewiesen.
Die Fassade verbindet Stuck der französischen Renaissance und des Barock mit Jugendstildekoration. Einst war es das beste Sanatorium der österreichisch-ungarischen Monarchie. Das hufeisenförmige, an ein Theater erinnernde Gebäude beherbergte Zander-Säle mit Geräten für Heilgymnastik nach schwedischer Methode.
Der unterirdische Gang zum Torflager wurde geschlossen, und das Gebäude wurde umgenutzt. Während es auf die Restaurierung wartete, verfiel es. Heute erzählen die Ausstellungen die Geschichte der Entwicklung der Region Karlovy Vary, das Foyer ist mit Statuen und Gemälden geschmückt, und das Gebäude steht auf der Liste der Kulturdenkmäler von nationaler Bedeutung.
- Kosten: Museumseintritt kostenpflichtig, Öffnungszeiten vor Ort prüfen.
- Für wen: alle, die sich für die Geschichte der Kurbehandlung interessieren.
29. Národní dům
© Lubor Ferenc · CC BY-SAFoto: Lubor Ferenc, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDas Národní dům steht an der Franz-Joseph-Straße im nördlichen Teil der Stadt und ist eines der markantesten Gebäude des Kurorts. Das Jugendstil-Hotelhaus wurde Anfang des 20. Jahrhunderts unter der Leitung des Leiters der Bauabteilung, Ingenieur E. Orth, fertiggestellt. Die Autoren des Projekts sind dieselben Fellner und Helmer.
Vor dem Umbau war hier das beliebte Varietétheater Orpheum in Betrieb, das weit über die böhmischen Länder hinaus bekannt war. Das Hotel diente lange Zeit als gesellschaftliches und kulturelles Zentrum inmitten der Geschäftsviertel: Im Gebäude befanden sich vier Restaurants, Sommercafés, eine Konzertbühne und ein Ballsaal. Eine Zeit lang war hier auch ein Schützenverein untergebracht.
Heute ist es das Grandhotel Ambassador Národní Dům. Nach langem Betrieb ohne größere Reparaturen war das Gebäude teilweise verfallen, und der Umbau wird nun abgeschlossen. Wenn du durch das Zentrum gehst, lohnt sich ein genauerer Blick auf dieses Gebäude.
- Anfahrt: nördlicher Teil der Stadt, Franz-Joseph-Straße.
- Für wen: für alle, die durch das architektonische Zentrum schlendern.
30. Stadtmarkt
© Lenka64 · CC BY-SAFoto: Lenka64, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDas Gebäude des ehemaligen Stadtmarkts steht in der Nähe des Bahnhofs, und ein Spaziergang vom Zentrum dorthin lohnt sich. Der Markt wurde Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet, um den Handel mit Waren des täglichen Bedarfs zu ordnen. Vorher waren die Verkaufsflächen verstreut, was für Einwohner und Besucher unbequem war.
Die Behörden wollten den Handel näher an die Kolonnaden mit den Heilquellen verlegen. Eine wichtige Bedingung war die sanitäre Überwachung der Qualität der Waren, die aus dem Schlachthof und anderen Orten angeliefert wurden. Stadtarchitekt F. Drobný schlug ein Projekt aus Glas und Beton vor, und neben den Pavillons umfasste der Plan Büros, Lagerräume, ein Labor und Kühlräume.
Ende des 20. Jahrhunderts wurde das Baudenkmal zu einem Kaufhaus umgenutzt, und heute ist es ein moderner Supermarkt. Besucher kaufen Souvenirs in Fachgeschäften und auf dem Flohmarkt Burza. Für Schuhe empfehlen Einheimische das Geschäft Bat'a, das eine große Auswahl an Modellen zu moderaten Preisen bietet.
- Anfahrt: in der Nähe des Bahnhofs, etwa zwanzig Minuten zu Fuß vom Zentrum.
- Für wen: für alle, die Souvenirs und Lebensmittel kaufen möchten.
Sehenswürdigkeiten von Karlovy Vary auf der Karte
Sehenswürdigkeiten von Karlsbad
Orte auf der Karte
- 1Goethe-Aussicht Aussichtsturm vom Ende des 19. Jh. auf dem «Gipfel der ewigen Jugend», benannt nach Goethe
- 2Smetana-Anlagen Park mit Springbrunnen und Blumenkalenderbeet, im Sommer Konzerte und Feste
- 3Moser-Glasmuseum Kristallwerk Moser, Museum und Glasbläserwerkstatt mit Führung
- 4Jan-Becher-Museum Die Geschichte des Likörs Becherovka in den Kellern der Fabrik, Verkostung bei der Tour
- 5Kirche der hl. Maria Magdalena Barockkirche an der Quelle Vřídlo, abendliche Orgelkonzerte
- 6Karlsbader Kunstgalerie Galerie der Malerei und Grafik des 19.-20. Jh. am Tepl-Ufer
- 7Stadttheater Steintheater aus dem 19. Jh., Oper, Ballett und Operette
- 8Burg Loket Festungsgefängnis mit Folterkammern und Zwergenfiguren, Führungen für Familien
- 9Standseilbahn Diana Standseilbahn zum Diana-Turm, 167 m Höhenunterschied in fünf Minuten
- 10Aussichtspunkt Drei Kreuze Drei historische Kreuze auf einer Anhöhe mit Panorama des Kurorts
- 11Aussichtsturm Diana Turm auf 562 m Höhe, 150 Stufen oder Aufzug, Blick aufs Fichtelgebirge
- 12Aussichtspunkt Hirschensprung Historischer Gründungsort des Kurorts mit einer Rehstatue auf dem Felsen
- 13Svatošské skály Granitfelsformationen im Eger-Canyon, ein nationales Naturdenkmal
- 14Schloss Bečov nad Teplou Schloss mit dem Reliquiar des heiligen Maurus, fünfundzwanzig km vom Kurort
- 15Hotel Imperial Sanatoriumshotel mit Balneologie, das teuerste der Stadt
- 16Weihnachtshaus Ganzjährige Weihnachtsstimmung, ein Schneedorf für Kinder
- 17Heimatmuseum Drei historische Gebäude, paläolithische Artefakte und die Geschichte des Filmfestivals
- 18Sprudelkolonnade Glasgalerie über der Quelle Vřídlo mit einer bis zu 12 m hohen Fontäne
- 19Lázně I Das erste Kurhaus des Ortes im Renaissancestil, heute ein Geschichtsmuseum
- 20Alois-Klein-Pavillon Pavillon an der Quelle Štěpánka neben dem Parkhotel Richmond
- 21Schmetterlingshaus Glasgalerie mit tropischen Schmetterlingen unter einer Kuppel
- 22Peter-und-Paul-Kirche Russisch-byzantinische Kirche mit goldenen Kuppeln und Ikonostase
- 23Anglikanische Kirche St. Lukas Neugotische Kirche vom Ende des 19. Jh. auf dem Schlossberg, nicht mehr in Betrieb
- 24Villa Lützow Schneeweiße Villa im Empirestil am Hang mit Panorama des Tals
- 25Schlossturm Turm aus dem 14. Jh. aus der Zeit Karls IV. auf dem Schlossberg, Restaurant im Inneren
- 26Nikolauskapelle Holzkapelle auf dem Doubská-Berg, erbaut mit Mitteln von N. G. Stepanow
- 27Kaiserbad (Císařské lázně) Sanatorium und Museum im Pseudorenaissance-Stil am Ort einer ehemaligen Brauerei
- 28Nationalhaus (Národní dům) Hotelgebäude im Jugendstil vom Anfang des 20. Jh., heute Grand Hotel Ambassador
- 29Stadtmarkt Marktgebäude vom Anfang des 20. Jh., heute ein Supermarkt
Alle Punkte lassen sich bequem auf der Karte ansehen: So kannst du eine Route ohne unnötige Umwege zwischen Kolonnaden, Museen und Aussichtsplattformen planen. Markiere deine Stopps im Voraus, denn Anstiege kosten Zeit, und manche Orte haben saisonale Öffnungszeiten.
Touren und Tickets in Karlovy Vary
Geführte Touren, Tickets ohne Anstehen und Aktivitäten — die meisten Angebote sind kostenfrei stornierbar.
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⁉️🤔 Häufige Fragen
Wie viele Tage solltest du für Karlovy Vary einplanen?
Zwei oder drei Tage reichen für den Kurort. In dieser Zeit kannst du die Sprudelkolonnade besichtigen, auf den Diana-Aussichtsturm hinauffahren und das Glas- und das Likörmuseum besuchen. Wenn du Burg Loket und Bečov nad Teplou ergänzen möchtest, plane einen weiteren Tag für Ausflüge außerhalb der Stadt ein.
Wann ist die beste Reisezeit für Karlovy Vary?
Der Kurort ist ganzjährig in Betrieb, aber die Kolonnaden und Aussichtspunkte sind in der warmen Jahreszeit angenehmer. Im Sommer findet in der Stadt ein Filmfestival statt, dann werden die Hotels teurer und du musst im Voraus buchen. Im Winter sind das Weihnachtshaus und die medizinischen Bäder geöffnet, während einige Aussichtspunkte wetterbedingt geschlossen sind.
Wie viel kostet der Eintritt zu Museen und Aussichtspunkten?
Die Preise hängen von der jeweiligen Sehenswürdigkeit ab, und es gibt kein einheitliches Ticket für alles. Der Eintritt zur Sprudelkolonnade ist frei, während das Glasmuseum, das Likörmuseum und die Fahrt mit dem Diana-Turm separat bezahlt werden. Prüfe die aktuellen Preise und Öffnungszeiten vor deiner Reise auf der Seite des Tourismusbüros.
Wie kommst du zum Diana-Aussichtsturm?
Am einfachsten nimmst du die Standseilbahn vom Grandhotel Pupp; die Talstation liegt in der Mariánská-Straße. Die Fahrt dauert etwa fünf Minuten, und die Bahnen fahren alle 15 Minuten (Stand: 09/2026, offizielle Website der Diana-Standseilbahn). Du kannst auch zu Fuß hinaufgehen und den blauen Schildern folgen.
Was kann man in Karlovy Vary mit Kindern unternehmen?
Kindern gefallen meist das Schmetterlingshaus, die Wachsfigurenausstellung und Burg Loket mit ihren Zwergenfiguren. Das Weihnachtshaus hat eine Schneestadt mit einer Spielzeugeisenbahn. Ausflüge zu den Aussichtspunkten planst du besser am Vormittag, wenn weniger Menschen unterwegs sind und es nicht so heiß ist.
Kurz gesagt: was du buchen solltest
Karlovy Vary ist ein kompakter Kurort, in dem die wichtigsten Sehenswürdigkeiten entlang der Teplá liegen, während sich die Aussichtspunkte über dem Tal erheben. Baue deine Route rund um die Sprudelkolonnade auf und ergänze zwei oder drei Museen.
Wenn du einen Tag Zeit hast, nimm das Zentrum und den Diana-Turm. Wenn du mit Kindern unterwegs bist, ergänze das Schmetterlingshaus und Burg Loket. Wenn du Geschichte erleben möchtest, fahre nach Bečov nad Teplou. Wenn du zur Behandlung gekommen bist, plane Zeit für die Kolonnaden und Kuranwendungen ein.
Um nicht vor Ort nach Tickets suchen zu müssen, vergleiche die Transferoptionen von Kiwitaxi und komm ohne unnötiges Umsteigen in der Stadt an.


