
Prag in 2 Tagen: eine Route entlang beider Ufer mit Preisen und Öffnungszeiten
Prag lässt sich realistisch in zwei Tagen erkunden. Du brauchst nur einen Plan, der die Stadt in zwei Flussufer aufteilt und dich nicht zweimal durch dieselben Straßen schickt.
Am ersten Tag deckst du den königlichen Teil ab: Prager Burg, Hradčany, Petřín, Malá Strana, Karlsbrücke und Altstädter Ring. Der zweite Tag gehört dem rechten Ufer: Vyšehrad, das Emmauskloster, den Karlsplatz, das Moldauufer und das jüdische Viertel.
Den größten Teil der Strecke gehst du zu Fuß, Straßenbahn, U-Bahn und Standseilbahn brauchst du nur für die Anstiege. Die Prager Burg ist von 9:00 bis 17:00 geöffnet, sonntags ab 12:00 (Stand: 09/2026, offizielle Website). Wir haben Tickets und Öffnungszeiten vor Veröffentlichung geprüft, und wo der Preis von der Saison abhängt, findest du einen direkten Link zur offiziellen Website.
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Tag 1: Prager Burg und Malá Strana
💡 Kurz gesagt:
- Starte deinen ersten Tag auf der Prager Burg: Zur Öffnungszeit ist die Sicherheitsschlange kürzer als am Mittag.
- Lauf danach durch Hradčany, den Petřín und die Nerudova-Straße hinunter nach Malá Strana und heb dir den Abend für die Karlsbrücke auf.
- Kauf das Ticket für den Hauptrundgang der Prager Burg und die Petřín-Turm-Besteigung separat, idealerweise online.
- Preise und Öffnungszeiten: Stand: 09/2026, geprüft auf der offiziellen Website der Prager Burg
Prager Burg
Die Prager Burg erstreckt sich über sieben Hektar am linken Ufer der Moldau und gilt als die größte alte Residenz der Welt; sie steht im Guinness-Buch der Rekorde. Der Komplex geht auf das 9. Jahrhundert zurück: drei Innenhöfe, Paläste, Kirchen und das Goldene Gässchen innerhalb der Mauern (Stand: 09/2026, offizielle Website).
© Ricardalovesmonuments · CC BY-SAFoto: Ricardalovesmonuments, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsBeginne mit dem Veitsdom, in dem die böhmischen Könige gekrönt wurden. Von dort führt dein Weg über den Georgsplatz zum Goldenen Gässchen mit seinen Häusern aus dem 16. Jahrhundert, in denen angeblich Alchemisten gearbeitet haben. In den Palästen sind eine Galerie und ein Spielzeugmuseum untergebracht, die ein separates Ticket oder zusätzliche Zeit erfordern.
Die Burghöfe öffnen sich der Reihe nach. Im ersten Hof gehst du durch das Tor mit den Titanenskulpturen und erreichst die königlichen Säle, darunter den Thronsaal und den Spanischen Saal. Der zweite Hof ist bekannt für die Heilig-Kreuz-Kapelle, die Kunstgalerie und die kaiserlichen Stallungen, während der dritte den Haupteingang zum Veitsdom beherbergt. Das Goldene Gässchen liegt am Ende des Rundgangs: In der Nähe, im Burggrafenhaus, findest du das Spielzeugmuseum und einen Ausstellungssaal. Eine gemütliche Besichtigung des gesamten Komplexes dauert einen halben Tag, also plane die Prager Burg als Hauptstation deines ersten Tages ein.
- Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 9:00-17:00, Sonntag 12:00-17:00; letzter Einlass in den Dom ist 16:40 (Stand: 09/2026, hrad.cz).
- Tickets: Der Hauptrundgang kostet 450 Kč, etwa 18 €, und umfasst den Dom, den Alten Königspalast, die St.-Georgs-Basilika und das Goldene Gässchen (Stand: 09/2026, Tickets auf der offiziellen Website).
- Anreise: Die nächste Metrostation ist Malostranská, von dort sind es zehn Minuten zu Fuß bergauf; die Tram hält am oberen Tor (siehe Karte).
- Der Haken: Taschenkontrollen am Eingang und Andrang an den Ticketschaltern am Wochenende, also besorg dir vorab ein E-Ticket.
Hradschiner Platz
© Natalia Semenova · CC BYFoto: Natalia Semenova, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia CommonsDer Hradschiner Platz empfängt dich direkt vor dem Westtor der Prager Burg, und eine halbe Stunde reicht dafür aus. Paläste säumen den Platz, eine Pestsäule mit Apostelfiguren erhebt sich in der Mitte, und Rasenflächen teilen den Platz in eine schattige und eine sonnige Hälfte.
Das Palais Salm ist nach seinem Gründer benannt und zeigt heute Kunst des 19. Jahrhunderts. Das Schwarzenberg-Palais aus dem 16. Jahrhundert ist mit Renaissance-Sgraffito verziert, und das Palais Toscana wird von sieben allegorischen Skulpturen der „freien Künste" gekrönt. Das gesamte Ensemble kannst du in fünfzehn Minuten umrunden.
- Anreise: Verlass die Prager Burg durch das Westtor, und der Platz liegt direkt vor dir.
- Für wen: für alle, die das palastartige Prag ohne Ticket und Warteschlangen sehen möchten.
Aussichtsplattform des Petřín-Turms
© Tiia Monto · CC BY-SAFoto: Tiia Monto, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDer Petřín-Turm wurde Ende des 19. Jahrhunderts für die internationale Ausstellung als kleinere Nachbildung des Eiffelturms erbaut und steht auf dem Petřín-Hügel. Der Legende nach liegt seine Spitze auf derselben Höhe über dem Meeresspiegel wie die Spitze des Pariser Originals. Von den beiden Aussichtsplattformen siehst du beide Ufer der Moldau, die Prager Burg und das gesamte historische Zentrum.
Die obere Plattform liegt auf fünfundfünfzig Metern Höhe und ist über fast dreihundert Stufen erreichbar; gegen Aufpreis steht ein Aufzug zur Verfügung. In der Nähe befindet sich ein Spiegellabyrinth mit separatem Ticket. Im Winter schließen die Aussichtsplattformen früher als im Sommer.
- Kosten: Kauf ein Turmticket am Eingang oder online; Preise und Öffnungszeiten findest du auf der offiziellen Website des Turms (Stand: 09/2026).
- Anreise: Standseilbahn ab der Haltestelle Újezd; sie erfordert ein separates Ticket, Kurzzeitpässe gelten hier nicht.
- Der Haken: Der Treppenaufstieg ist nach einem ganzen Tag zu Fuß anstrengend.
Nerudova-Straße
© Wolfgang Sauber · CC BY-SAFoto: Wolfgang Sauber, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDie Nerudova-Straße verbindet den Malostranské náměstí mit der Prager Burg und funktioniert wie ein Freilichtmuseum. Die Häuser aus dem 15. bis 17. Jahrhundert erinnern an Gotik, Renaissance und Barock, die Türen sind hier massiv, und die Griffe und Schlösser haben ungewöhnliche Formen.
Hausnummern wurden durch Familienwappen ersetzt, damit man sich Adressen anhand ihrer Zeichen merken konnte. Das Haus „Zum Goldenen Kelch" gehörte einem Juwelier, das Haus „Zu den zwei Sonnen" bewahrt die Erinnerung an den Dichter Jan Neruda, und das Haus „Zum weißen Schwan" erhielt seinen Namen vom Relief über dem Eingang. Nimm dir Zeit: Die Hälfte der Fassaden trägt Tafeln mit ihrer Geschichte.
- Anreise: zu Fuß von den Burgtoren, die Straße führt hinunter zum Malostranské náměstí (siehe Karte).
- Für wen: für alle, die Architektur schätzen und bereit sind, auf Kopfsteinpflaster bergab zu gehen.
St.-Nikolaus-Kirche
© Björn S... · CC BY-SAFoto: Björn S..., CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia CommonsDie St.-Nikolaus-Kirche am Malostranské náměstí gilt als eines der besten Beispiele barocker Architektur in Prag.
Im Inneren siehst du Fresken an den Gewölben und den Altar. Die Akustik hier ist außergewöhnlich: Mozart spielte auf der örtlichen Orgel und war zufrieden damit. Heute finden in der Kirche Orgel- und Klassikkonzerte statt.
- Kosten: Der Eintritt ist kostenpflichtig, Tickets werden am Eingang verkauft, Konzerte werden separat gebucht.
- Für wen: für alle, die eine Orgel in historischen Mauern hören möchten.
- Der Haken: Der Zeitplan der Abendkonzerte ändert sich, prüfe ihn vor Ort.
Karlsbrücke
© DXR · CC BY-SAFoto: DXR, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Karlsbrücke verbindet seit dem 14. Jahrhundert beide Ufer der Moldau. Der Übergang ist mehr als einen halben Kilometer lang, dreißig Statuen stehen entlang der Brüstungen, und der Verkehr ist hier ausschließlich Fußgängern vorbehalten. Tagsüber bewegt sich ein dichter Strom aus Menschen, Musikern und Künstlern über die Brücke.
Die Statuen tschechischer Heiliger machen den Übergang zu einem Freilichtmuseum. An der Figur des Johannes von Nepomuk wünscht man sich traditionell etwas, deshalb ist das Bronzerelief am Sockel auf Hochglanz poliert. Komm am Morgen oder nach Sonnenuntergang, wenn du die Details sehen willst und nicht nur die Rücken der Touristen.
Die Türme an beiden Enden der Brücke sind ebenfalls für Besucher geöffnet, und Tickets dafür werden separat verkauft. Vom Altstädter Brückenturm siehst du die gesamte Spannweite und beide Ufer der Moldau. Musiker und Künstler arbeiten ständig auf der Brücke, und auch Schmuck und Gemälde werden hier verkauft, ein Teil des Spaziergangs geht also für das Stöbern an den Ständen drauf.
- Anreise: zu Fuß vom Altstädter Ring oder vom Malostranské náměstí.
- Kosten: Die Überquerung ist kostenlos, der Eintritt zu den Brückentürmen wird separat bezahlt.
- Der Haken: Gegen Mittag ist es fast unmöglich, auf der Brücke ein Foto ohne fremde Köpfe im Bild zu machen.
Altstädter Ring

Der Altstädter Ring ist das Herz der Altstadt, und hier kannst du leicht eine Stunde verlieren. In der Mitte steht das Jan-Hus-Denkmal, errichtet zum fünfhundertsten Jahrestag seiner Hinrichtung. Über den Platz ragt der Turm des Altstädter Rathauses, mehr als fünfzig Meter hoch, mit der astronomischen Uhr.
Jede volle Stunde führt die Uhr ein Schauspiel auf, und eine Viertelstunde vor dem Schlag versammelt sich eine Menschenmenge vor dem Turm. Auf dem Pflaster beim Rathaus sind die Namen der siebenundzwanzig hingerichteten Anführer des Hussitenaufstands eingemeißelt. In der Nähe stehen die Teynkirche und der Palais Kinský, wo Bertha von Suttner geboren wurde.
- Tickets: Die Aussichtsplattform des Turms und die astronomische Uhr werden mit einem einzigen Ticket besucht, kaufe Tickets an der Rathauskasse.
- Anreise: zu Fuß von der Karlsbrücke, etwa fünf Minuten (siehe Karte).
- Der Haken: Zur vollen Stunde, wenn die Uhr schlägt, kommst du vor dem Turm nicht durch, komm zwanzig Minuten früher und stell dich bei der Uhr hin.
Pulverturm
© Fred Romero from Paris, France · CC BYFoto: Fred Romero from Paris, France, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia CommonsDer Pulverturm steht am Platz der Republik und dient als zeremonieller Eingang zur Altstadt. Sein Bau begann im 15. Jahrhundert als dreizehntes Stadttor, er wurde nicht sofort fertiggestellt, und unter einem provisorischen Dach wurde im Turm Schießpulver gelagert. Hier begann der Königsweg, auf dem die Herrscher zu ihrer Krönung in den Veitsdom ritten (Stand: 09/2026, Prager Tourismusamt).
An den Turmwänden findest du Skulpturen von Königen, Heiligen, Baumeistern und Engeln, und am Eingang steht ein Krieger mit einer Streitaxt. Im Inneren steigst du eine schmale Wendeltreppe mit fast zweihundert Stufen zur Aussichtsplattform im zweiten Stock hinauf, von der sich ein Blick über das Zentrum öffnet.
- Tickets: Der Eintritt zur Aussichtsplattform ist kostenpflichtig, Tickets werden an der Kasse beim Eingang verkauft.
- Anreise: Platz der Republik, zwischen Altstädter Ring und Wenzelsplatz (siehe Karte).
- Der Haken: Die Wendeltreppe ist schmal, und bei Gegenverkehr musst du warten.
Wenzelsplatz
© VitVit · CC BY-SAFoto: VitVit, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDer Wenzelsplatz wirkt eher wie ein breiter Boulevard als wie ein klassischer Platz. Er ist der ehemalige Pferdemarkt der Neustadt, wo Tag und Nacht das Leben pulsiert. Der Boulevard beginnt am Můstek, und das Reiterstandbild des heiligen Wenzel steht am oberen Ende, beim Nationalmuseum.
Hier siehst du das Palais Koruna mit seinem Eckturm und der leuchtenden Krone, die Palais Europa und Astra, das Hotel Ambassador und das Haus Peterka im Stil des Prager Jugendstils. Am Abend ist es bequem, in einem der Restaurants am Boulevard zu essen, und für günstige Lokale schau in die Seitenstraßen hinter dem Platz.
Der Boulevard erstreckt sich vom Můstek bis zum Nationalmuseum, daher ist es praktisch, ihn auf dem Weg entlangzugehen statt als eigene Route. Der obere Teil des Platzes ist von Geschäften und Büros geprägt, während der untere Teil eher einer Promenade mit Cafés gleicht. Das Nationalmuseum ist für Besucher geöffnet, und im Inneren bekommst du ein Gefühl für die Dimension der tschechischen Geschichte und Natur. Am Abend ist es hier voll, aber das Licht der Schaufenster und die Beleuchtung der Fassaden machen den Spaziergang auch ohne Pläne angenehm.
- Was es zu sehen gibt: das Nationalmuseum, das Standbild des heiligen Wenzel und das Ständetheater auf dem Weg zum Pulverturm.
- Für wen: für alle, die den Tag ohne Eile mit Abendessen und Schaufenstern ausklingen lassen möchten.
- Der Haken: Es ist bis Mitternacht laut, und auf dem Platz selbst gibt es fast keine günstigen Cafés.
Tag 2: Vyšehrad, Neustadt und das jüdische Viertel
Der zweite Tag verläuft in einem entspannteren Tempo, aber es gibt genauso viel zu sehen: Du besuchst Vyšehrad, die Neustadt und das jüdische Viertel, und die komplette Runde nimmt einen ganzen Tag in Anspruch.
Vyšehrad
© Nan Palmero from San Antonio, TX, USA · CC BYFoto: Nan Palmero from San Antonio, TX, USA, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia CommonsVyšehrad entstand aus einer Festung aus dem 10. Jahrhundert auf einem Felshügel über der Moldau und gilt als Wiege der tschechischen Staatlichkeit. Die legendäre Fürstin Libuše lebte hier, und später errichteten Adelsfamilien ihre Residenzen auf dem Hügel. Wenn du durch das Vyšehrader Tor eintrittst, siehst du sofort die Türme der Kathedrale St. Peter und Paul.
Zum Areal gehören die romanische Rotunde des heiligen Martin und die Kapelle der Jungfrau Maria, und in der Nähe liegt die Teufelssäule, um deren Ursprung sich verschiedene Legenden ranken. Unter der Erde warten die Kasematten mit Gängen und skulpturalen Installationen, und auf dem Slavin-Friedhof findest du die Gräber von Smetana, Dvořák und Mucha.
- Tickets: Der Eintritt in den Untergrund und die Ausstellung ist kostenpflichtig, Tickets gibt es im Infozentrum; Park und Friedhof sind kostenlos (Stand: 09/2026, offizielle Vyšehrad-Website).
- Anreise: Metro bis zur Station Vyšehrad, dann zehn Minuten bergauf zu Fuß (siehe Karte).
- Der Haken: Der Untergrund ist nur mit Führung zugänglich, und die Gruppen werden nach Zeitplan gebildet.
Emmauskloster
© Enfo · CC BY-SAFoto: Enfo, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDas Emmauskloster im Stadtteil Prag 2 wurde von Karl IV. für den Benediktinerorden gegründet, an der Stelle, an der der Überlieferung nach Jesus seinen Jüngern auf dem Weg nach Emmaus predigte. Der zweite Name des Klosters, „Na Slovanech", erinnert an die Mission von Kyrill und Method: Hier wurde die altslawische Liturgie gepflegt.
Das Kloster ist dank seiner modernistischen Türme schon von Weitem sichtbar. Im Inneren der Kirche Unserer Lieben Frau siehst du seltene Beispiele gotischer Malerei mit biblischen Szenen, und am Eingang steht die Kapelle der Heiligen Cosmas und Damian.
- Anreise: zehn Minuten zu Fuß von der Metrostation Karlovo náměstí durch die Neustadt (siehe Karte).
- Öffnungszeiten: Der Zugang ist durch Gottesdienste eingeschränkt, prüfe den genauen Zeitplan vor Ort.
- Für wen: alle, die sich für die Geschichte der slawischen Schrift interessieren.
Karlsplatz
© Ondřej Kořínek · CC BY-SAFoto: Ondřej Kořínek, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDer Karlsplatz wurde von Karl IV. an der Stelle eines Marktes angelegt und gilt als der größte historische Platz der Stadt. Heute ist er ein weitläufiger Park im englischen Stil mit Skulpturen von Dichtern, Schriftstellern und Gelehrten entlang seines Umfangs.
In der Mitte steht ein Brunnen mit einer Pestsäule und einer Statue des heiligen Josef. Das Neustädter Rathaus blickt auf den Platz, und in der Nähe steht das Fausthaus, das mit Legenden über Alchemisten verbunden ist. Der Park ist eine praktische Pause zwischen den beiden Tageshälften.
- Anreise: Metrostation Karlovo náměstí, die Unterführung bringt dich direkt auf den Platz.
- Für wen: alle, die sich im Schatten ausruhen und Skulpturen ansehen möchten.
Pivovarský dům
© Jklamo · CC BY-SAFoto: Jklamo, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDas Pivovarský dům liegt in der Nähe des Karlsplatzes, an der Kreuzung der Straßen Ječná und Lipová. Die Mikrobrauerei im Erdgeschoss eines siebenstöckigen Gebäudes wurde in den Neunzigerjahren eröffnet und wurde zu einer der bekanntesten Bierhallen der Stadt.
Das Bier wird auf einem hölzernen Karussell serviert: Das Rad fasst acht Gläser verschiedener Sorten auf einmal. Auf der Karte steht auch Dessertbier mit Bananen-, Kirsch- oder Kaffeegeschmack, serviert zu Nationalgerichten und Schweinshaxe.
- Was du bestellen solltest: das Verkostungskarussell und die Schweinshaxe, die Portionen sind groß.
- Kosten: Der Durchschnittsbon ist typisch für das Prager Zentrum, die Speisekarte hängt am Eingang aus.
- Der Haken: Der Ort ist bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen beliebt, abends solltest du am besten einen Tisch reservieren.
Moldauufer

Die Moldauufer bieten die beste kostenlose Route für den Abend: Palast- und Villenfassaden spiegeln sich im Wasser, und achtzehn Brücken überspannen den Fluss. Du schaffst nicht alle Ufer an einem Abend, also wähle den Abschnitt zwischen dem Nationaltheater und der Karlsbrücke.
Das Tanzende Haus (Tančící dům) an der Ecke Resslova-Straße stellt mit zwei zylindrischen Türmen ein tanzendes Paar dar, und die Prager nennen das Gebäude „Ginger und Fred". Unterwegs siehst du das Rudolfinum und das Clementinum.
- Anreise: Straßenbahn bis zur Haltestelle Národní divadlo, dann am Wasser entlang spazieren.
- Kosten: Der Spaziergang ist kostenlos, eine Flussfahrt wird separat bezahlt: Moldau-Kreuzfahrt-Tickets auf GetYourGuide.
- Der Haken: Der Wind vom Fluss ist abends spürbar, eine leichte Jacke schadet nicht.
Jüdisches Viertel
© Ray Swi-hymn from Sijhih-Taipei, Taiwan · CC BY-SAFoto: Ray Swi-hymn from Sijhih-Taipei, Taiwan, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia CommonsDas jüdische Viertel, auch Josefov genannt, entstand im 12. Jahrhundert, und heute ist es ein Museumskomplex aus Synagogen und einem alten Friedhof. Wenn du vom Ufer in die Pařížská-Straße abbiegst, gelangst du zur Spanischen Synagoge im maurischen Stil, an deren Eingang ein Kafka-Denkmal steht.
In den Synagogen und auf dem Alten Jüdischen Friedhof siehst du alte Grabsteine und ein Denkmal für die Opfer des Holocaust. Die Altneu-Synagoge bewahrt die Erinnerung an den Golem, und in der Nähe stehen das Jüdische Rathaus und die Pinkas-Synagoge.
- Tickets: Ein Kombiticket umfasst vier Synagogen und den Alten Jüdischen Friedhof, erhältlich online und an der Kasse (Stand: 09/2026, Jüdisches Museum in Prag).
- Öffnungszeiten: Die Museen sind samstags und an jüdischen Feiertagen geschlossen, prüfe den Zeitplan vor deinem Besuch.
- Der Haken: Taschenkontrollen am Eingang, und am Wochenende gibt es außerdem eine Warteschlange.
2-Tage-Prag-Route auf der Karte
Unten findest du die Routenkarte: Die Punkte beider Tage sind in einer einzigen Ebene zusammengefasst, sodass du sie auf deinem Handy öffnen und der Reihe nach ablaufen kannst. Zum Ansehen ist keine Registrierung nötig, und du kannst die Route in deinem Kartenkonto speichern.
Was man in Prag in 2 Tagen sehen sollte
Orte auf der Karte
- Prager Burg Die größte antike Residenz der Welt: Veitsdom, Goldenes Gässchen, drei Höfe
- Hradschiner Platz Schlossplatz mit der Pestsäule, Rundgang durch das ganze Ensemble in fünfzehn Minuten
- Petřín-Turm Eine verkleinerte Kopie des Eiffelturms auf dem Petřín-Hügel, zwei Aussichtsplattformen
- Nerudagasse Straße aus dem 15.-17. Jh. mit Häuserzeichen, führt vom Kleinseitner Ring zur Burg
- St.-Nikolaus-Kirche Barockkirche am Kleinseitner Ring, die Orgel, auf der Mozart spielte
- Karlsbrücke Fußgängerbrücke aus dem 14. Jh. mit dreißig Heiligenstatuen
- Altstädter Ring Das Herz der Altstadt, das Rathaus mit der astronomischen Uhr, das Jan-Hus-Denkmal
- Pulverturm Prunktor in die Altstadt aus dem 15. Jh., Aussichtsplattform im zweiten Stock
- Wenzelsplatz Ehemaliger Pferdemarkt, Boulevard von der Wenzelsstatue zum Nationalmuseum
- Wyschehrad Festung aus dem 10. Jh. auf einem Felsen über der Moldau, Friedhof Slavín mit den Gräbern von Smetana und Dvořák
- Emmaus-Kloster Benediktinerkloster Karls IV. mit altkirchenslawischer Liturgie
- Karlsplatz Der größte historische Platz der Stadt, ein Park im englischen Stil
- Pivovarský dům Eine Minibrauerei am Wenzelsplatz, Bier auf einem hölzernen Karussell
- Moldau-Ufer Die beste kostenlose Abendroute, vorbei am Tanzenden Haus und am Rudolfinum
- Jüdisches Viertel (Pinkas-Synagoge) Jüdisches Viertel Josefov, Synagogen und der Alte Jüdische Friedhof
Tickets, Verkehr und Entfernungen
Kaufe Tickets im Voraus: In der Hochsaison werden die Warteschlangen an den Kassen der Prager Burg, am Petřín-Turm und am Turm des Altstädter Rathauses stündlich länger. Ein E-Ticket rettet dir den Vormittag.
Tag | Höhepunkte | Tickets im Voraus | Zu Fuß |
|---|---|---|---|
Tag 1 | Prager Burg, Hradschin, Petřín, Kleinseite, Karlsbrücke | Prager Burg, Petřín-Turm | etwa sechs Kilometer (siehe Karte) |
Tag 2 | Vyšehrad, Emmauskloster, Karlsplatz, jüdisches Viertel | Vyšehrader Kasematten, Jüdisches Museum | etwa fünf Kilometer (siehe Karte) |
Das Zentrum lässt sich bequemer zu Fuß erkunden, und für Strecken bergauf sowie längere Fahrten kaufst du Tickets im PID-System der Stadt. Ab dem 1. Januar 2026 gilt in Prag eine neue Tarifstruktur, Einzeltickets sind teurer geworden, daher lohnt sich ein 24-Stunden-Pass oder das Bezahlen über die Lítačka-App (Stand: 09/2026, pid.cz). Aktiviere dein Ticket beim Einsteigen in die Straßenbahn oder beim Betreten der Metro, sonst droht bei einer Fahrkartenkontrolle ein Bußgeld.
Normale Kurzzeittickets gelten nicht für die Petřín-Standseilbahn: Kauf ein separates Ticket oder einen 24-Stunden-Pass. Wenn du mit dem Zug nach Prag anreist, vergleich Zugtickets in ganz Tschechien auf Trip.com.
Touren und Tickets in Prague
Geführte Touren, Tickets ohne Anstehen und Aktivitäten — die meisten Angebote sind kostenfrei stornierbar.
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⁉️🤔 Häufige Fragen
Wie viel Zeit brauchst du für die Prager Burg?
Plane drei bis vier Stunden für das Areal selbst ein: Veitsdom, Alter Königspalast, Georgsbasilika und Goldenes Gässchen. In der Hochsaison kommen Wartezeiten bei Taschenkontrollen und an den Kassen hinzu, komm also am besten zur Öffnungszeit. Prüfe die Öffnungszeiten und den letzten Einlass vorab (Stand: 09/2026, Öffnungszeiten auf der offiziellen Website).
Wie viel kosten die Tickets für zwei Tage?
Die größten Posten sind die Prager Burg, der Petřín-Aussichtsturm, die Aussichtsplattform des Altstädter Rathauses, die Kasematten von Vyšehrad und das Kombiticket des Jüdischen Museums. Die Preise ändern sich jede Saison, prüfe sie also auf den offiziellen Websites der einzelnen Orte. Manche Spots, darunter die Karlsbrücke, der Hradschiner Platz und die Uferpromenaden, sind kostenlos zugänglich.
Wie viele Kilometer läufst du pro Tag?
Die Route für Tag eins umfasst etwa sechs Kilometer mit dem Aufstieg zum Petřín und dem Abstieg auf die Kleinseite (auf der Karte). Tag zwei ist mit rund fünf Kilometern kürzer, beinhaltet aber den Aufstieg nach Vyšehrad. Nimm gut gedämpfte Schuhe mit, Prag hat viel Kopfsteinpflaster.
Brauchst du die Prague Card?
Die Kombikarte lohnt sich, wenn du an zwei Tagen fünf oder mehr kostenpflichtige Attraktionen besuchen willst. Für unsere Route rechnet sie sich nicht immer: Manche Spots sind kostenlos, und die Prager Burg sowie Vyšehrad verkaufen ihre eigenen Tickets separat. Vergleiche die Liste der enthaltenen Attraktionen mit deinem Plan und rechne selbst nach.
Wann ist die beste Reisezeit für Prag?
Am wenigsten los ist im April, Mai und September, während Juli und August Hochsaison mit Warteschlangen bringen. Im Winter ist das Zentrum spürbar ruhiger, aber die Tageslichtstunden sind kurz. Die Prager Burg ist ganzjährig geöffnet, einige Gärten schließen jedoch im Winter, also prüfe den Kalender auf den offiziellen Websites.
Kurz gesagt: Was sich zu buchen lohnt
Zwei Tage in Prag passen in einen klaren Plan: Gib den ersten Tag dem linken Ufer mit Prager Burg und Kleinseite, den zweiten verbringst du am rechten Ufer in Vyšehrad und im Jüdischen Viertel. Prüfe vor dem Aufbruch die Öffnungszeiten und kaufe Tickets online, in der Saison sparst du dir damit den Vormittag.
Wenn du nur einen Tag hast: nimm die Prager Burg, die Karlsbrücke und den Altstädter Ring mit. Wenn du zwei Tage hast: ergänze Vyšehrad und das Jüdische Viertel. Wenn du mit Kindern unterwegs bist: fahr mit der Standseilbahn hinauf und steig auf den Petřín-Aussichtsturm.
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