
China ohne Reisebüro: visumfreie Einreise, Alipay und Züge
Eine Reise nach China zu planen ist aufwendiger als die Planung für ein europäisches Land. Englisch hilft hier kaum weiter, die Apps, die du sonst nutzt, öffnen nicht, und ausländische Karten werden nur etwa in der Hälfte der Fälle akzeptiert. Die gute Nachricht: Deutsche Staatsbürger brauchen bis Ende 2026 kein Visum, die Metro kostet weniger als einen Euro, und ein Hochgeschwindigkeitszug bringt dich in wenigen Stunden quer durchs Land. Im Folgenden findest du die praktischen Details: visumfreie Einreise und Aufenthaltsdauer, Bezahlen mit Alipay, Internet und VPN, Zugtickets, Essen, Alltagslogistik und ein realistisches Budget für zwei Wochen.
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China heute: was du vor dem Abflug wissen solltest
💡 Kurz gesagt:
- Kein Visum nötig: Deutsche Staatsbürger reisen ohne ein und dürfen bis zu 30 Tage bleiben.
- Geld läuft über Alipay oder WeChat Pay, halte einen kleinen Bargeldbetrag als Reserve bereit.
- Google, WhatsApp und Instagram funktionieren nur mit einem VPN, das du vorab installiert hast.
- Visumfreie Einreise und Aufenthaltsdauer: Stand: 09/2026, geprüft über den Verlängerungsbeschluss

China hat sich nach der Pandemie für ausländische Touristen geöffnet, aber Europäer sind hier immer noch selten. Die meisten Besucher kommen aus asiatischen Nachbarländern, deshalb sprechen Einheimische kaum Englisch. Ohne Übersetzer und funktionierende Karte wird die Reise zur Schnitzeljagd, und die Vorbereitung dauert länger als die Reise selbst.
Die visumfreie Regelung für deutsche Staatsbürger wurde bis zum 31. Dezember 2026 verlängert, mit Aufenthalten von bis zu 30 Tagen. Dein Reisepass muss bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein. Der Beschluss umfasst 45 Länder und schließt Tourismus-, Geschäfts- und Transitaufenthalte ein (Mitteilung der chinesischen Behörden, Stand: 09/2026).
Das Land liegt flächenmäßig weltweit auf Platz vier und bei der Bevölkerung auf Platz eins, daher sind Entfernungen hier trügerisch. Auf der Karte wirkt eine Strecke kurz, in Wirklichkeit bedeutet sie Stunden im Zug oder Flugzeug. Der Zeitunterschied zu Deutschland beträgt im Sommer sechs und im Winter sieben Stunden, und in den ersten Tagen wachst du vor Sonnenaufgang auf.
In China trinkt niemand Leitungswasser, nicht einmal Einheimische; sie kochen es ab. Kauf Flaschenwasser und nutz den Wasserkocher im Zimmer: Fast jedes Hotel hat einen. Für die Einreise sind keine Impfungen vorgeschrieben, aber es lohnt sich, vor der Reise den Standardimpfschutz aufzufrischen.
Der Yuan liegt bei etwa acht pro Euro: 2026 schwankte er zwischen 7,7 und 8,4 Yuan (Stand: 09/2026, Wechselkursübersicht). Rechne Preise in einer App mit Offline-Kurs um, denn ein Online-Umrechner öffnet ohne VPN schlicht nicht. So merkst du schnell, dass ein Mittagessen für 30 Yuan weniger als vier Euro kostet.

China funktioniert anders, als Reiseführer es versprechen: Die Regeln sind streng, für Ordnung sorgen Kameras, und die Angebote sind in erster Linie für Einheimische gemacht. Deshalb lohnt es sich, die Reise vorab im Detail zu planen, statt vor Ort alles herauszufinden.
Gesperrte Apps und was stattdessen funktioniert
Das staatliche Filtersystem, hier als Great Firewall bekannt, blockiert fast das gesamte Angebot an Diensten, das du gewohnt bist. WhatsApp, Instagram, TikTok, YouTube und Google Maps funktionieren im Land nicht, und ein VPN nach der Landung zu installieren ist schwierig: Auch die Websites der Anbieter sind gesperrt. Installiere und teste alles, was du brauchst, noch in Deutschland.
Nachrichten laufen über WeChat, Videos ersetzt Douyin, und Karten gibt es in zwei Varianten. Apple Maps zeigt in China Adressen, Verbindungen und Metro-Fahrpläne korrekt an. Google Maps ist ohne VPN nutzlos, und selbst mit VPN liegen die Adressen falsch, weil Einheimische es nicht verwenden und die Kartenpunkte veraltet sind.
Der Übersetzer wird zum wichtigsten Werkzeug deiner Reise. Google Translate kann Text mit der Kamera übersetzen: Richte dein Handy auf eine Speisekarte, ein Schild oder einen Fahrkartenautomaten und du bekommst lesbaren Text. Eine App mit Offline-Wechselkurs ist genauso wichtig, denn die Preise hier sind ungewohnt und das Internet ist instabil.
Prüfe außerdem, ob dein Handy chinesische Netze unterstützt und ob du eine zweite Zahlungsmethode hast. Ohne Apps kannst du nicht einmal ein Metro-Ticket kaufen, daher zählt ein funktionierendes Handy mehr als jeder Reiseführer.
Plane deinen Zugang im Voraus. Vor Ort lässt sich nichts mehr installieren. Banken, Wetter und lokale Dienste leben in chinesischen Apps, und Download-Seiten sind gesperrt. Lade alles zu Hause herunter, solange der Zugang offen ist.
Speichere mehrere Dinge offline. Lade deine Hoteladresse in chinesischen Schriftzeichen herunter. Fotografiere den Metro-Plan. Notiere den Hotelnamen in lateinischen Buchstaben und in chinesischen Schriftzeichen. Diese Kleinigkeiten retten dich am ersten Tag.
Chinesische Apps sind innen fast immer chinesisch. Baidu Maps ersetzt Google Maps. Trip.com und Alipay haben englische Oberflächen, deshalb nutzen Touristen sie.
VPN und eSIM: So kommst du ins Internet
Ohne VPN sind in China nicht nur soziale Netzwerke gesperrt, sondern auch einige der Seiten, die du täglich nutzt. Installiere den Client und teste die Verbindung vor dem Abflug: Im Land kannst du ihn nicht herunterladen. Unter den bekannten Diensten für China wird Astrill am häufigsten genannt: Ein Abo kostet im unteren zweistelligen Eurobereich pro Monat, und den genauen Preis solltest du vor dem Kauf auf der Website des Anbieters prüfen. VPN-Preise ändern sich oft, orientiere dich also eher an der Größenordnung als an einer konkreten Zahl.

Eine lokale SIM-Karte brauchst du, damit dein Handy außerhalb des Hotel-WLANs Internet hat. Eine Touristen-eSIM löst dasselbe Problem, und Zwei-Wochen-Tarife haben oft ein integriertes VPN. Eine Roaming-eSIM aus Hongkong umgeht die Firewall standardmäßig, und das ist der einfachste Weg für Einsteiger.
Richte die eSIM am Vortag ein und aktiviere sie beim Einsteigen ins Flugzeug: Sonst verbrauchen sich die Tariftage, bevor du ankommst. Eine Touristen-eSIM hat keine lokale Nummer, sie bietet nur Internet, und für Anrufe wirst du sie kaum brauchen.
Ein Paket mit großem Datenvolumen und integriertem VPN kostet ein paar Dutzend Euro; prüfe den genauen Preis vor dem Abflug. Aus unserer Reiseerfahrung: Vorab getestetes Internet spart dir vor Ort einen ganzen Abend.
VPN funktioniert nach einem einfachen Schema. Installiere die App zu Hause. Kauf einen Monatstarif. Verbinde dich mit einem Server außerhalb Chinas. Danach öffnen Apps wie gewohnt.
Wähle einen deutschen oder amerikanischen Server. Abends sinkt die Geschwindigkeit. Aber E-Mail, Karten und Messenger funktionieren ohne Überraschungen.
Bei Touristen-eSIMs entscheiden sich viele für Airalo, Holafly oder Mobimatter. Die ersten beiden verkaufen fertige Tarife für 10 bis 20 Tage. Mobimatter ist bei Datenvolumen und Laufzeit besser. Eine lokale SIM brauchst du nur für Anrufe.
Es ist einfacher, eSIM-Tarife für China an einem Ort zu vergleichen: eSIM und Roaming vergleichen. Kaufe vor dem Abflug, denn die Auswahl im Land selbst ist begrenzt.
Geld: Alipay, WeChat Pay und Bargeld
China hat das Bargeld fast abgeschafft: Selbst Wasser beim Straßenhändler zahlst du mit dem Handy. Die wichtigste App ist hier Alipay, die überall akzeptiert wird, in Cafés, Taxis, der U-Bahn und bei kleinen Händlern. Richte Alipay vor der Abreise ein, hinterlege deine Karte und prüfe, ob die Zahlung durchgeht.

WeChat wirkt wie ein Messenger, aber die Bezahlfunktion WeChat Pay funktioniert genauso gut. Es gibt einen Haken: Das Konto wird von einem anderen Nutzer verifiziert, der deinen Code scannt, und du kennst in China vielleicht niemanden. Mach WeChat Pay also zu deiner Backup-Option und behalte Alipay als Hauptzahlungsmittel.
Ausländische Karten werden selten direkt akzeptiert, und wo das geht, erhebt die Bank eine Gebühr. Plane mit dem Handy und behalte deine Karte als Reserve für größere Anschaffungen. Wenn eine Zahlung nicht durchgeht, zeig den Code noch einmal oder zahl mit Kleingeld.
Bargeld ist weiterhin nötig, denn außerhalb der großen Städte gibt es fast keine Geldautomaten. Heb deinen ersten Betrag zu Beginn der Reise bei einer Filiale der Bank of China oder einer anderen großen Bank ab, die einen Schalter für ausländische Karten hat. Nimm dir Bargeld für ein paar Tage mit, das reicht.
Zahlungsmittel | Wo es funktioniert | Haken |
|---|---|---|
Alipay | überall, auch U-Bahn und Märkte | Karte vorab hinterlegen |
WeChat Pay | Cafés, Geschäfte, Hotels | Konto wird von anderem Nutzer verifiziert |
Bargeld Yuan | fast überall | Kleingeld hilft in der Provinz |
Ausländische Karte | große Hotels und Banken | Gebühren und häufige Ablehnungen |
Am Flughafen sind Wechselkurs und Gebühren meist schlechter.
Ein Bündel Banknoten nimmt wenig Platz weg, und in einer kleinen Provinzstadt wird es zur einzigen verlässlichen Option. Wechselgeld bekommst du problemlos, und kleine Scheine sind in Bussen und an Straßencafés praktisch.
Stadtverkehr: U-Bahn, Taxi und DiDi
Die U-Bahn in den großen Städten ist einfach zu nutzen und kostet weniger als einen Euro pro Fahrt. Die Ticketautomaten an den Stationen akzeptieren Alipay, und die Linien sind durch Farben und Nummern unterschieden, du findest dich also auch ohne Sprachkenntnisse zurecht. Heb dein Ticket oder deine Karte bis zum Ausgang auf: Am Ausgang verlangt das Drehkreuz dasselbe Ticket.
Taschen werden am Eingang kontrolliert, aber die Kontrolle dauert nur wenige Sekunden. Fahrpläne, Umstiege und Fahrzeiten prüfst du am einfachsten in Apple Maps, das in China zuverlässig funktioniert. Im Berufsverkehr füllen sich die Wagen dicht, plane Fahrten also für den Vormittag oder nach acht Uhr abends.
Taxis in China sind günstig, aber die Fahrer sprechen kein Englisch und lesen keine lateinischen Buchstaben. Zeig dem Fahrer die Adresse in chinesischen Schriftzeichen oder ein Foto des Hotels, sonst landest du an einem ähnlichen Gebäude im Nachbarviertel. Achte darauf, dass der Taxameter läuft, oder vereinbare einen Festpreis, bevor ihr losfahrt.
© SCJiang · CC BY-SAFoto: SCJiang, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDiDi ersetzt Uber, kostet weniger als ein normales Auto und wird über die App bestellt. DiDi aus Deutschland herunterzuladen ist schwierig, aber der Service-Button befindet sich auf dem Hauptbildschirm von Alipay und funktioniert über deine hinterlegte Zahlungsart. Du siehst das Auto auf der Karte, und das Geld wird automatisch abgebucht.
Vom Flughafen ins Zentrum nimmst du die U-Bahn, wenn du kein Gepäck hast, oder ein Taxi, wenn du mit Koffern unterwegs bist. Eine nächtliche Ankunft bedeutet fast immer einen Transfer: Die U-Bahn ist bereits geschlossen, und am Taxistand bildet sich eine Schlange. Buche ein Auto im Voraus und gib die genaue Hoteladresse an, dann erwartet dich der Fahrer in der Ankunftshalle.
Die Regeln für Taxis sind einfach.
- Halte die Adresse auf Chinesisch bereit.
- Bitte das Hotel, dir die Adresse in chinesischen Schriftzeichen zu schicken.
- Zeig ein Foto des Hotels oder Eingangs.
- Zahle per Alipay.
- Prüfe den Taxameter oder den Festpreis.
Eine kurze Taxifahrt kostet ein paar Euro, spürbar günstiger als europäische Preise. Die U-Bahn fährt bis in den späten Abend, aber nicht rund um die Uhr. Nachts bleiben Taxis und DiDi.
Touren und Tickets in Shanghai
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Züge: Tickets, Reisepass und Kontrollen
Hochgeschwindigkeitszüge in China sind auf mittleren Strecken bequemer als Fliegen und fahren bis zu 350 km/h. Die Fahrt zwischen Shanghai und Peking dauert etwa fünf Stunden, die Strecke legst du also an einem halben Tag zurück (Daten aus dem Reiseführer, Stand: 09/2026).
Tickets werden im Voraus verkauft, und beliebte Strecken sind mehrere Tage im Voraus ausgebucht. Kauf sie über eine App mit englischer Oberfläche oder am Schalter, wo ein ausländischer Reisepass problemlos akzeptiert wird. Es gibt keine physischen Tickets: Die Fahrt ist mit deinem Reisepass verknüpft, den du am Eingang scannst.
Komm früh zum Bahnhof, denn zuerst kommt die Gepäckkontrolle, dann die Passkontrolle und erst danach das Einsteigen. Sprays über 150 ml werden nicht in den Zug gelassen und am Eingang einbehalten. Im Wagen werden die Dokumente nicht erneut geprüft, du kannst deinen Reisepass also wegpacken.

Ein Ticket zu kaufen erfordert keinen Weg zum Bahnhof. Die App Trip.com zeigt Fahrpläne auf Englisch. Die Zahlung funktioniert per Karte oder über PayPal. Das Ticket ist in deinem Reisepass gespeichert, ausdrucken musst du nichts.
Der Schalter am Bahnhof funktioniert auch, aber Sprache und Warteschlange machen es schwieriger. Kauf online ein paar Tage im Voraus. Der Verkauf beginnt etwa zwei Wochen vorher, und beliebte Strecken sind innerhalb eines Tages weg.
Eine lange Etappe von fünf bis neun Stunden kostet ein paar Dutzend Euro pro Person. Eine kurze Fahrt kostet deutlich weniger, und der Zug fährt ruhig und ohne Stau. Der Wagen ist sauber, und jeder Sitzplatz hat eine Steckdose, die Fahrt ist also nicht anstrengend.
Fahrpläne, freie Plätze und Preise lassen sich gut im Voraus vergleichen: Zugfahrpläne und Tickets. Frühes Buchen bewahrt dich vor überfüllten Zügen.
Zwei-Wochen-Route: drei Städte ohne Hetze
In zwei Wochen ist es realistisch, drei Städte zu schaffen, ohne die Reise in ein Rennen zu verwandeln. Die Route Peking, Luoyang und Shanghai folgt der Hochgeschwindigkeitsstrecke, Transfers dauern also Stunden, nicht Tage. Zwischen den Städten fährst du mit dem Zug: schneller als ein Bus und günstiger als ein Flugzeug.
Stadt | Tage im Plan | So verbringst du den Tag |
|---|---|---|
Peking | 4-5 | Zentrum, Museen, Spaziergänge durch alte Viertel |
Luoyang | 3-4 | alte Tempel und städtische Märkte |
Shanghai | 4-5 | Uferpromenade, Museen, abendliche Stadt |
Plane drei bis vier Tage pro Stadt. Der erste Tag geht für Anreise und Zeitverschiebung drauf. Den zweiten und dritten reservierst du für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Den vierten nimmst du als Puffer: Schlangen, Wetter und Verkehr fressen Zeit.
Transfers rechne separat. Anfahrt zum Bahnhof, Kontrolle und Warten dauern zusammen einen halben Tag. Plane den Transfer also für den Morgen und lass den Abend für das Kennenlernen der neuen Stadt.
Kauf Zugtickets direkt nach deinen Flügen. Wähl Hotels in der Nähe einer U-Bahn-Station, dann dauern Transfers nur Minuten. Dieser Plan deckt das Wesentliche ab, und die Details ergänzt du vor Ort.
Autos und Führerscheine: warum es ohne Auto besser ist
Ein Auto in China zu mieten ist für Touristen fast unmöglich: Weder nationale noch internationale Führerscheine gelten hier. Legal fahren darfst du nur mit einem chinesischen Führerschein, und die Prüfung wird auf Chinesisch abgelegt. Für eine kurze Reise ist dieser Weg sinnlos, die Frage beantwortet sich also von selbst.
Ein Mietwagen ist auch aus einem anderen Grund unnötig. Zwischen den Städten fahren Züge, und innerhalb einer Stadt bringt dich ein Taxi oder DiDi überall hin. Parken im Zentrum ist kostenpflichtig und knapp, und die Navigation gibt es nur auf Chinesisch. Für eine Standardroute bedeutet ein Auto mehr Aufwand, nicht mehr Freiheit.
Der Verkehr in den Städten ist dicht, die Fahrer hupen aktiv und wechseln die Spur, außerhalb der Stadt ist es deutlich ruhiger. Wenn du trotzdem eine Route mit dem Auto planst, behalte die Bahn als Hauptverkehrsmittel und nimm ein Auto nur für eine kurze Strecke.
Essen: scharf, regional und ohne englische Speisekarte
Die chinesische Küche verändert sich von Provinz zu Provinz stark, und in Shanghai findest du noch vertraute Gerichte wie Reis mit Gemüse oder Rindfleischnudeln. Je weiter du dich von der Küste entfernst, desto schärfer und kräftiger gewürzt wird das Essen, und desto weniger vertraute Optionen bleiben übrig. Bestelle nach Bildern oder nach den Zutaten, die dir eine App übersetzen kann.
Kläre den Schärfegrad vorab: Selbst einfache Nudelgerichte können sich als ungenießbar herausstellen. Übersetze den Namen des Gerichts und zeig die Übersetzung dem Kellner, das ist zuverlässiger als jede Erklärung oder Gestik. Übe zu Hause den Umgang mit Stäbchen, am Tisch wirst du sie auf jeden Fall brauchen.
Vegetarier haben es schwerer: Auf den Speisekarten steht viel Fleisch, und das Wort „vegetarisch" wird nicht überall verstanden, obwohl Gemüsegerichte und Reis fast überall zu finden sind. Halte Ausschau nach Tofu- und Gemüsegerichten. Fleischbrühe landet sogar in Gemüsesuppen, daher ist es besser, die Zutaten vorab zu klären.
Ein Essen aus mehreren Tellern ist günstig. Am meisten zahlst du in Touristengegenden großer Städte. Streetfood kostet nur ein paar Cent: Teigtaschen kommen auf ein paar Euro, und Nudeln sind sogar noch günstiger.
Auf den Speisekarten gibt es fast kein Dessert, aber McDonald's und KFC sind verfügbar, wenn du etwas Vertrautes möchtest. Bei Straßengetränken solltest du auf Eis besser verzichten. Wähle in der ersten Woche einfache Gerichte, deftiges Essen ist hier günstig.
Sicherheit, Gesundheit und Smog
China fühlt sich wie ein sicheres Land an: Straßen stehen unter Kameraüberwachung, für Verstöße gilt ein punktbasiertes Strafsystem, und Diebstahl ist für Touristen praktisch kein Thema. Bewahre deine Dokumente und dein Handy sicher auf, und Abendspaziergänge in den Stadtzentren bleiben ruhig. Die öffentliche Ordnung wird hier durch strenge Regeln und hohe Bußgelder aufrechterhalten, daher fühlst du dich selbst in einer Menschenmenge entspannt.
Bring deine eigenen Medikamente mit: Vertraute Präparate haben hier andere Namen, und du wirst die Beipackzettel nicht lesen können. In einer großen Stadt findest du eine Apotheke, aber Symptome ohne Übersetzer zu erklären ist schwierig.
Im Winter ist die Luft in Peking und Shanghai stark verschmutzt, und Smog verdeckt manchmal Gebäude in ein paar hundert Metern Entfernung. Prüfe in der kalten Jahreszeit die Prognose des Luftqualitätsindex und halte für schlechte Tage eine Maske bereit. Im Sommer ist die Lage spürbar besser, und an solchen Tagen solltest du die Fenster in deinem Zimmer besser geschlossen halten.
Die Mobilfunkabdeckung funktioniert fast überall im Land. Die Abdeckung ist sogar auf Autobahnen zwischen Städten gut. WLAN in Hotels ist langsam und gesperrt, also verlass dich nicht darauf.
Alltagsdetails: Toiletten, Trinkgeld und Steckdosen
Öffentliche Toiletten in China haben meist keine Sitzflächen: Es gibt eine Hocktoilette auf dem Boden, kein Papier, und Kabinen sind nicht immer vorhanden. Bewahre eine Packung Taschentücher in deiner Tasche auf, dann vermeidest du eine unangenehme Situation. Eine richtige Toilette mit Papier findest du in Einkaufszentren, Cafés und Bahnhöfen.
Hotels haben manchmal Glaswände im Badezimmer. Im Zimmer gibt es immer Papier. Warmwasser läuft rund um die Uhr, und fast jedes Zimmer hat einen Wasserkocher.
Trinkgeld ist hier nicht üblich: nicht im Taxi, nicht im Restaurant, nicht für Hilfe mit dem Gepäck. Zahle genau den Betrag auf der Rechnung, und niemand wird beleidigt sein. Du musst dich auch nicht übermäßig bedanken, das wirkt hier seltsam.
Hotelsteckdosen gibt es in zwei Ausführungen, und ein deutscher Stecker passt meist ohne Adapter. Pack trotzdem einen Universaladapter in deinen Koffer: In älteren Hotels findest du nur eine Steckdose vom Typ I, wie in Australien. Eine Powerbank ist auf langen Fahrten praktisch, denn dein Handy läuft den ganzen Tag.
Was die Reise kostet: Richtwerte für zwei Wochen
Eine zweiwöchige Reise durch China passt in einen vierstelligen Eurobetrag pro Person, wenn du den Flug mit Aufgabegepäck einrechnest. Das Flugticket macht den größten Anteil aus, gefolgt von Zügen und Unterkünften, während Eintrittskarten im Vergleich zum Flug bescheiden wirken. Wir nennen bewusst keine genauen Zahlen: Flugtickets, Hotels und Taxis ändern sich je nach Saison und Buchungsdatum, also kalkuliere dein Budget vor der Reise anhand aktueller Preise.
Posten | Richtwert pro Person |
|---|---|
Hin- und Rückflug mit Aufgabegepäck | der größte Budgetposten |
Züge zwischen Städten | der zweitgrößte Ausgabenposten |
Unterkunft für 16 Nächte | vergleichbar mit den Zugkosten |
Taxis und DiDi | deutlich weniger als die Unterkunft |
Eintrittskarten und Museen | der bescheidenste Posten auf der Liste |
Gesamt für 16 Tage | ein vierstelliger Eurobetrag |
Essen kostet am wenigsten: Nudeln oder Teigtaschen kommen auf ein paar Euro, und ein Mittagessen in einem einfachen Café kostet selten mehr als zehn Euro. Buche Unterkünfte mit kostenloser Stornierung, dann kannst du unterwegs problemlos Städte auf deiner Route wechseln: Hotels in chinesischen Städten auf Trip.com.
Drei Dinge helfen dir beim Sparen. Eine Unterkunft in der Nähe der U-Bahn am Stadtrand kostet weniger als im Zentrum. Essen in Straßenlokalen kostet ein Vielfaches weniger als in Restaurants. Ein Nachtzug spart dir außerdem eine Hotelnacht.
Bargeld musst du mitnehmen: Eine Reserve von ein paar hundert Euro für zwei Wochen reicht für Taxis, Eintrittskarten und kleine Einkäufe. Alles andere läuft problemlos über Alipay.
Lege Geld separat für Transfers und Tickets mit Zeitfenster zurück, denn diese Ausgaben entstehen erst, nachdem du dein Flugticket gekauft hast. Es lohnt sich, Reiseversicherungen vorab zu vergleichen, besonders wenn du Inlandsreisen innerhalb des Landes planst.
Leute fotografieren dich: Was dich erwartet
Hellhäutige Europäer sieht man in China selten, daher wirst du selbst zur Attraktion. Fremde bitten um Fotos, und manchmal fotografieren sie dich ohne Erlaubnis, selbst wenn du ablehnst. In Zügen und in der U-Bahn passiert das selten, aber auf öffentlichen Plätzen kommst du möglicherweise nicht ungestört durch.
Verhalte dich neutral und lass dich nicht auf lange Erklärungen ein, wenn dich das Filmen stört. Verdecke dein Gesicht, geh zur Seite oder ändere deine Route, öffentliche Konflikte brauchst du auf keinen Fall. In großen Städten sind die Menschen an Ausländer gewöhnt, daher passiert das dort fast nie.
Tickets und Touren: Was du vorab buchen solltest
Eintrittskarten für große Sehenswürdigkeiten werden im Voraus und mit Zeitfenstern verkauft, daher sind die Plätze in der Hochsaison Tage im Voraus ausgebucht. Züge, Ausflüge und lokale Touren solltest du ebenfalls vor der Reise buchen, sonst verlierst du einen Tag mit Warteschlangen und Klärungen. Ein Zeitfenster am Morgen ist besser: Die Menschenmenge kommt gegen Mittag, wenn du schon wieder gehst.
Es ist bequemer, Touren und Tickets vorab zu vergleichen: Touren und Tickets auf GetYourGuide. Bei einer Ankunft spät in der Nacht buche einen Transfer separat, damit du nicht mit deinen Koffern in der Schlange nach einem Auto suchen musst.
Beliebte Orte verkaufen keine Tickets mehr vor Ort. Morgenzeitfenster sind zuerst ausgebucht. Einige Museen haben montags geschlossen, und in bestimmten Sälen ist das Fotografieren nicht erlaubt. Prüfe die Zugangsregeln vor der Reise, sonst verlierst du einen Tag.
⁉️🤔 Häufige Fragen
Brauche ich ein Visum für eine Reise nach China?
Nein. Deutsche Staatsbürger können bis zum 31. Dezember 2026 visumfrei einreisen und sich bis zu 30 Tage im Land aufhalten. Die Verlängerung gilt für 45 Länder und umfasst Touristen-, Geschäfts- und Transitreisen, dein Reisepass muss noch mindestens sechs Monate gültig sein. Für Arbeit oder Studium musst du vorab ein Visum bei einem Konsulat beantragen.
Funktioniert WhatsApp in China?
Nein, ohne VPN lassen sich Google-Apps, WhatsApp, Instagram und YouTube nicht öffnen. Installiere und teste ein VPN vor dem Abflug, denn die Websites der Anbieter sind im Land gesperrt. Touristen-eSIMs mit Roaming über Hongkong umgehen die Firewall oft auch ohne separates VPN, und für Karten und U-Bahn-Fahrpläne ist Apple Maps praktischer.
Kann ich in China mit Bankkarte bezahlen?
Direktes Bezahlen mit einer ausländischen Karte funktioniert fast nirgendwo, aber Alipay und WeChat Pay, die mit deiner Karte verknüpft sind, werden akzeptiert. Richte Alipay zu Hause ein und halte etwas Bargeld bereit, denn Geldautomaten sind selten. In großen Städten kannst du am einfachsten in Filialen der Bank of China Geld abheben.
Reicht eine Touristen-eSIM statt einer lokalen SIM-Karte?
Ja, eine eSIM deckt fast alles ab: Touristen-Tarife enthalten mehr Datenvolumen, als du in zwei Wochen verbrauchst. Aktiviere sie beim Einsteigen ins Flugzeug, sonst beginnen die Tariftage früher zu zählen. Bedenke, dass eine eSIM keine lokale Nummer mitbringt und manche Apps eine solche für die Registrierung verlangen.
Wie viel Geld sollte ich für zwei Wochen China einplanen?
Kalkuliere einen vierstelligen Betrag in Euro pro Person, inklusive Flug. Das Flugticket macht den größten Posten aus, gefolgt von Zügen und Unterkünften. Ein paar hundert Euro in bar reichen als Reserve; den Rest deckt Alipay ab. Die Spanne ist groß: Hostels und Streetfood sparen fast die Hälfte, rechne also anhand deiner Reisedaten.
Ist es wirklich nötig, nur Wasser aus Flaschen zu trinken?
Ja. Selbst Einheimische trinken in China kein Leitungswasser, sie kochen es ab. Kauf Flaschen im Supermarkt, nutz den Wasserkocher im Hotel, und auf Eiswürfel in Straßengetränken solltest du besser verzichten. Bring deine eigenen Medikamente mit, denn bekannte Präparate heißen hier anders.
Kurz gesagt: Was sich zu buchen lohnt
Was du zuerst buchen solltest: Zugtickets zwischen den Städten, Eintrittskarten mit Zeitfenster am Morgen und Unterkünfte mit kostenloser Stornierung. Wenn du zwei Wochen Zeit hast und eine Route über Peking, Shanghai und Luoyang planst, nimm Hochgeschwindigkeitszüge und buche sie direkt nach deinen Flügen. Wenn du im Winter und mit Koffern fliegst, buche einen Flughafentransfer für eine späte Ankunft und pack eine Smogmaske ins Handgepäck. Bewahre dein Geld in Alipay auf und leg etwas Bargeld für den Fall einer Störung beiseite. Wähle ein Hotel in U-Bahn-Nähe mit kostenloser Stornierung: Hoteloptionen in Peking und Shanghai.


