
Bern an einem Tag: Münster, Zytglogge und Bärenpark
Bern lässt sich in einen einzigen Rundgang packen. Die Altstadt gehört seit 1983 zum UNESCO-Weltkulturerbe, und ihre Straßen haben sich in sechs Jahrhunderten kaum verändert (Stand: 09/2026, offizielle Website des Berner Münsters). Vom Münster bis zum Zeitglockenturm gehst du etwa zehn Minuten und siehst dabei fast keine Autos.
Die komplette Liste mit fünfundzwanzig Sehenswürdigkeiten schaffst du bequem in zwei Tagen: das gotische Münster, das Einstein-Haus, den Bärenpark am Ufer der Aare, mehrere mittelalterliche Brunnen und ein Dutzend Museen. Die Route kannst du dir selbst zusammenstellen, ohne Guide und ohne Mietwagen. Unten ist jede Sehenswürdigkeit als eigener Punkt aufgeführt, mit Eintritt, Öffnungszeiten und einem ehrlichen Haken.
Plane es so: Gib den Vormittag der Altstadt, fahr am Nachmittag auf den Gurten und kehr am Abend an die Aare zurück. Tickets für die wichtigsten Museen buchst du am besten vorab online, damit du keine Zeit in der Schlange verlierst.
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1. Berner Münster
💡 Kurz gesagt:
- Starte morgens mit dem Münster und dem Zytglogge, solange noch wenige Reisegruppen im Zentrum unterwegs sind.
- Geh danach hinunter an die Aare: Der Bärenpark und die alte Brücke liegen ganz in der Nähe.
- Preise und Öffnungszeiten: 09/2026, geprüft am 15.09.2026 auf der offiziellen Website des Münsters.
© Andrew Bossi · CC BY-SAFoto: Andrew Bossi, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5), Wikimedia CommonsDas Berner Münster wurde über mehrere Jahrhunderte hinweg gebaut, deshalb sind im gotischen Rahmen auch spätere Details sichtbar. Es ist die größte spätmittelalterliche Kirche des Landes, und ihr Turm ragt über hundert Meter auf (Stand: 09/2026, offizielle Website).
Im Inneren findest du Glasmalereien und geschnitztes Holzgestühl aus dem späten Mittelalter. Am Haupteingang steht ein Relief des Jüngsten Gerichts: Dutzende große und Hunderte kleine Figuren erinnern daran, dass vor dem Tod alle gleich sind.
- Anfahrt: Das Münster steht am Ende der Münstergasse, am Münsterplatz.
- Eintritt: Der Kirchenbesuch ist kostenlos, die Turmbesteigung ist kostenpflichtig, Tickets gibt es vor Ort.
- Für wen: Für alle, die für den Blick über die Dächer eine enge Wendeltreppe hinaufsteigen wollen.
- Der Haken: Das Innere ist bewusst schlicht, barocken Schmuck gibt es hier nicht.
2. Kirche St. Peter und Paul
© H.Helmlechner · CC BY-SAFoto: H.Helmlechner, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDas ist eine katholische Kirche im protestantischen Bern, deshalb hebt sie sich deutlich von den Nachbarkirchen ab. Das Gebäude wurde im vorletzten Jahrhundert errichtet, und seine Fassade verbindet romanische Formen mit früher Gotik.
Die Gemeinde wollte, dass die neue Kirche zum Stolz der Stadt wird, und hat bei der Ausstattung nicht gespart. Im Glockenturm hängen mehrere Glocken, jede mit ihrer eigenen Stimme. Im Inneren siehst du farbige Glasfenster und bemalte Chorwände, und ein Teil der Ausstattung entstand im letzten Jahrhundert im Jugendstil. In den Gottesdiensten erklingt eine Orgel, die über hundert Jahre alt ist.
- Anfahrt: Die Kirche steht im Zentrum, nicht weit von der Altstadt und vom Bahnhof.
- Eintritt: Kostenlos, die Besuchszeiten richten sich nach dem Gottesdienstplan.
- Für wen: Für alle, die einmal das Innere einer katholischen Kirche sehen wollen, eine Seltenheit in Bern.
3. Heiliggeistkirche
© Axel Tschentscher · CC BY-SAFoto: Axel Tschentscher, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Heiliggeistkirche ist mit der Geschichte des katholischen Hospitalordens verbunden, auch wenn sie heute eine protestantische Kirche ist. Die Gemeinde kümmerte sich auch nach der Reformation weiter um Kranke und Arme.
Die Fassade ist im Barockstil gebaut, das Innere aber sehr schlicht und betont protestantisch. Seit fast drei Jahrhunderten werden hier Gottesdienste gefeiert. Heute dient die Kirche auch als Kulturzentrum: Es gibt Führungen und Konzerte mit geistlicher Musik. Ein besonderes Merkmal: Sandsteinsäulen, denen heilende Kräfte nachgesagt werden.
- Anfahrt: Die Kirche steht in der Altstadt, neben der Marktgasse.
- Eintritt: Kostenlos.
- Für wen: Für Liebhaber barocker Fassaden und Orgelkonzerte.
- Der Haken: Das Innere ist fast schmucklos, Fans von üppigem Barock wird es hier langweilig.
4. Einstein-Haus
© François Bianco · CC BY-SAFoto: François Bianco, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia CommonsAlbert Einstein lebte mehrere Jahre in dem Haus an der Kramgasse, und im selben Gebäude kam sein erster Sohn zur Welt. Heute sind beide Stockwerke einem Museum gewidmet, das den Wissenschaftler und seine Familie zeigt.
Die Wohnung lässt die Atmosphäre des frühen letzten Jahrhunderts wieder aufleben: eine Wendeltreppe, ein Schreibtisch, eine Uhr, ein Buffet und ein Sofa. Hier wird jedes Jahr die Einstein-Medaille verliehen, und Wissenschaftler halten öffentliche Vorträge über Physik und Astronomie. Im oberen Stock findest du eine Sammlung seiner Schriften und einen Dokumentarfilm über ihn.
- Anfahrt: Das Haus steht in den Lauben der Altstadt, an der Kramgasse.
- Eintritt: Das Museum ist kostenpflichtig, Tickets gibt es vor Ort.
- Für wen: Für alle, die sich für Wissenschaft und die Geschichte des letzten Jahrhunderts interessieren.
5. BärenPark
© Хрюша · CC BY-SAFoto: Хрюша, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDer Bär ist seit langem das Symbol Berns, und der lebendige Bärenpark am Ufer der Aare gehört zum Pflichtprogramm. Der BärenPark wurde an der Stelle des alten Bärengrabens eröffnet, in dem früher Wildtiere gehalten wurden, und 2009 zogen die Bären in ein großzügiges Gehege am Fluss.
Heute leben im Park Bärenjunge und ausgewachsene Bären, für die Bedingungen geschaffen wurden, die ihrem natürlichen Lebensraum nahekommen. Der Eintritt in den Park ist frei, und er ist das ganze Jahr rund um die Uhr geöffnet (Stand: 09/2026, offizielle Website des Tierparks Bern). Das alte Gehege wurde in ein Freilichtmuseum umgewandelt, in dem du sehen kannst, wie hoch die Steinmauern früher waren.
- Anfahrt: Der Park liegt neben der Nydeggbrücke, flussabwärts von der Altstadt entlang der Aare.
- Kosten: frei, rund um die Uhr geöffnet.
- Für wen: Familien mit Kindern und alle, die das Maskottchen der Stadt einmal live sehen möchten.
6. Altstadt
© Daniel Kraft · CC BY-SAFoto: Daniel Kraft, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDurch die Berner Altstadt kannst du in ein paar Stunden schlendern. Die meisten Gebäude hier wurden im Mittelalter errichtet, und die ersten Siedlungen an diesem Ort entstanden bereits in der Jungsteinzeit.
Die wichtigsten Wahrzeichen sind das Münster, der Zytglogge-Turm und die alte Brücke über die Aare. Die Lauben ziehen sich fast ohne Unterbrechung durch die Straßen, sodass du bei Regen im Trockenen bleibst. In den mittelalterlichen Gebäuden befinden sich Restaurants, Cafés, Konditoreien und Souvenirläden, und über das ganze Viertel verteilt stehen Dutzende Brunnen.
- Anfahrt: Das Viertel beginnt direkt am Bahnhof, entlang der Spitalgasse.
- Kosten: Der Spaziergang ist kostenlos.
- Für wen: Alle, die gern gemütlich über altes Kopfsteinpflaster flanieren.
7. Gurtenpark
© Adrian Michael · CC BY-SAFoto: Adrian Michael, CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/), Wikimedia CommonsDer Gurten erhebt sich hoch über der Stadt, und auf seinem Gipfel liegt ein großer Park mit dem besten Panoramablick auf Bern. Die Gurtenbahn bringt dich vom Fuß auf den Berg, Autos sind auf dem Gurten nicht erlaubt.
Im Park gibt es eine Miniatureisenbahn für Kinder, ein Yak-Gehege und Aussichtsplattformen mit Blick auf die umliegenden Gipfel. Es gibt ein Hotel, einen Konzertsaal und ein Schwimmbad. Im Sommer finden hier Musikfestivals statt, und das ganze Jahr über laufen Ausstellungen und Tagungen.
- Anfahrt: Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fährst du bis zum Fuß des Berges, dann geht es mit der Standseilbahn hinauf.
- Kosten: Die Bergfahrt ist kostenpflichtig, der Eintritt in den Park selbst ist frei.
- Für wen: Alle, die Stadt und Alpen ohne langen Aufstieg sehen möchten.
8. Zytglogge
© Alexey M. · CC BY-SAFoto: Alexey M., CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDer Zytglogge wurde im Mittelalter als Wehrturm erbaut und diente später auch als Stadtgefängnis. Die mechanische Uhr kam später hinzu, und seitdem erwachen vor jedem Glockenschlag Figuren auf ihr zum Leben: antike Götter, Tiere und ein Bär, das Symbol der Stadt.
Eine eigene Attraktion ist das Astrolabium, das die Mondphase und das Tierkreiszeichen des Mondtages anzeigt. Die Uhr erinnert noch an die Zeiten, als die Erde als Mittelpunkt des Universums galt. Der Turm ist ein praktischer Ausgangspunkt für einen Spaziergang durch die Altstadt, und Touren durch das Viertel auf GetYourGuide solltest du im Voraus buchen.
- Anreise: Der Turm steht am Anfang der Kramgasse, zwischen Marktgasse und Altstadt.
- Kosten: Die Besichtigung des Turms von außen ist kostenlos, hinein kommst du nur im Rahmen einer Führung.
- Für wen: alle, die Mechanik und mittelalterliche Symbolik lieben.
9. Bundeshaus
© Axel Tschentscher · CC BY-SAFoto: Axel Tschentscher, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDas Bundeshaus ist das Gebäude des Schweizer Parlaments und der Regierung, aber Touristen können tatsächlich hinein. Kostenlose Führungen finden nur an sitzungsfreien Tagen und nur mit Voranmeldung statt (Stand: 09/2026, offizielle Parlamentswebsite).
Das Gebäude wurde um die Wende zum letzten Jahrhundert errichtet und mit einheimischem Stein, Marmor und wertvollen Holzarten ausgestattet. Deine Aufmerksamkeit werden Glasmalereien, Mosaike und Bronzestatuen fesseln, und in der Kuppelhalle siehst du zwei bronzene Bären mit dem Staatswappen.
- Anreise: Das Bundeshaus steht am Bundesplatz, oberhalb der Altstadt.
- Kosten: Die Führungen sind kostenlos, du musst dich aber vorher anmelden.
- Für wen: alle, die sich für Politik und Architektur der Jahrhundertwende interessieren.
- Der Haken: Im Inneren ist das Fotografieren nicht überall erlaubt, und einige Exponate stehen unter Bewachung.
10. Zentrum Paul Klee
© Jean-Pierre Dalbéra from Paris, France · CC BYFoto: Jean-Pierre Dalbéra from Paris, France, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia CommonsDas Zentrum Paul Klee ist ein Museum und Konzertort unter einem einzigen wellenförmigen Dach, entworfen vom Architekten Renzo Piano. Es beherbergt die weltweit größte Sammlung von Werken Paul Klees.
Den Kern der Sammlung bilden mehrere tausend Arbeiten des Künstlers, außerdem zeigt das Zentrum Wechselausstellungen, Konzerte und Kinderprogramme. Die meisten Galerien liegen unter der Erde, daher wirkt das Gebäude von außen kleiner, als es im Inneren ist. Die Ausstellungen werden regelmäßig erneuert, und ein paar Besuche genügen, um den Hauptteil der Sammlung zu sehen. Tickets für das Zentrum Paul Klee auf Tiqets solltest du im Voraus besorgen.
- Anreise: Das Zentrum liegt im östlichen Teil der Stadt, jenseits der Brücke, nahe der Autobahn.
- Kosten: Der Eintritt ist kostenpflichtig, online sind die Tickets günstiger (Stand: 09/2026, offizielle Website).
- Für wen: Liebhaber der Moderne und Familien mit Kindern.
- Der Haken: Ein Teil der Sammlung wandert regelmäßig ins Depot, daher sind nicht alle Werke gleichzeitig zu sehen.
11. Historisches Museum
© August Geyler · CC BY-SAFoto: August Geyler, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDas Bernische Historische Museum ist das zweitgrößte Museum des Landes. Die Sammlung wuchs von einer kleinen antiquarischen Zusammenstellung auf Hunderttausende historische Objekte an.
Der Hauptgrund, warum Menschen hierherkommen: die burgundischen Wandteppiche, die im Mittelalter als Kriegstrophäen erbeutet wurden. Die orientalischen Altertümer des Museums stammen aus der Sammlung des Reisenden Henri Moser. Die Exponate verteilen sich auf ein dreistöckiges Gebäude, und die Galerien erzählen die Geschichte des Lebens in der Stadt über verschiedene Epochen hinweg. Hier siehst du auch Ausstellungen über die Schweiz und andere Länder, darunter Objekte aus Asien, Afrika und Amerika. Tickets für das Historische Museum auf Tiqets kannst du online kaufen.
- Anfahrt: Das Museum liegt nahe der Altstadt und dem Bahnhof.
- Kosten: Der Eintritt ist kostenpflichtig, Tickets gibt es vor Ort und online.
- Für wen: Für alle, die die Geschichte der Stadt in ein paar Stunden verstehen möchten.
12. Rosengarten
© Schofför · CC BY-SAFoto: Schofför, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDer Rosengarten liegt auf dem Gelände eines alten Friedhofs, den die Einwohner in einen Park mit Blick über ganz Bern verwandelt haben. Er stammt aus dem vorletzten Jahrhundert, und heute wachsen hier Hunderte Sorten von Rosen, Schwertlilien und Rhododendren.
Der Garten ist rund um die Uhr geöffnet und kostenlos. Du kannst auf einer Bank am Teich in der Mitte sitzen und auf die Ziegeldächer hinunterschauen. Das beste Licht für Fotos gibt es hier früh am Morgen oder eine Stunde vor Sonnenuntergang.
- Anfahrt: Von der Altstadt aus steigst du die Treppe hinauf oder nimmst einen Bus bis zur Haltestelle am Park.
- Kosten: Kostenlos, rund um die Uhr geöffnet.
- Für wen: Für alle, die ein Panorama ohne Bergbesteigung möchten.
- Der Haken: Im Sommer sammeln sich nach Mittag Reisegruppen an der Hauptaussichtsplattform.
13. Kunstmuseum
© Photo: Andreas Praefcke · CC BYFoto: Photo: Andreas Praefcke, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia CommonsDas Kunstmuseum Bern ist das älteste Kunstmuseum der Schweiz. Seine ersten Sammlungen begannen mit Kopien antiker Skulpturen, und über zwei Jahrhunderte sind die Bestände auf Weltniveau gewachsen.
Es beherbergt Werke italienischer Renaissance-Meister sowie Gemälde von Dalí, Picasso, Modigliani, Cézanne und Kandinsky. Neben Malerei und Grafik siehst du Skulpturen und eine umfangreiche Fotosammlung. Die Sammlung wächst ständig, daher wechseln einige Räume. Tickets für das Kunstmuseum auf Tiqets kaufst du am besten im Voraus.
- Anfahrt: Das Museum liegt im Zentrum, zwischen Bahnhof und Altstadt.
- Kosten: Der Eintritt ist kostenpflichtig, Tickets gibt es vor Ort und online (Stand: 09/2026, offizielle Website).
- Für wen: Für alle, die die Klassiker der Moderne in einem Gebäude sehen möchten.
14. Kindlifresserbrunnen
© Foto Fitti · CC BY-SAFoto: Foto Fitti, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDer Kindlifresserbrunnen sieht furchteinflößend aus, und Berns Kinder mögen ihn nicht besonders. Historiker streiten bis heute darüber, wer auf der Säule dargestellt ist: der antike Gott Kronos, ein grausamer Kardinal oder der Bruder eines der Herzöge.
Jahrhundertelang brachten Eltern ihre Kinder hierher, um ihnen zu zeigen, welche Strafe den Ungehorsamen erwartet. Heute tut man das nicht mehr, und der Brunnen bleibt eine Erinnerung an das Mittelalter und eines der großen Rätsel der Stadt. Du findest ihn an der Kramgasse, auf dem Weg zum Zytglogge-Turm.
- Anfahrt: Der Brunnen steht an der Kramgasse, wenige Schritte vom Zytglogge-Turm entfernt.
- Kosten: Kostenlos.
- Für wen: Für alle, die urbane Legenden sammeln.
15. Simsonbrunnen

Der Simsonbrunnen war ursprünglich aus Holz, später wurden alle Elemente durch Stein ersetzt. Die Zunft der Metzger stiftete das Geld für seine Errichtung in der Stadt.
Die Figur Simsons, der dem Löwen den Rachen aufreißt, steht für die Bernerinnen und Berner für geistige Stärke, nicht nur für körperliche Kraft. Die Skulptur steht auf einem Sockel in einem steinernen Becken mit Trinkwasser. Was du heute siehst, ist eine exakte Kopie des mittelalterlichen Originals, während das Original selbst im Historischen Museum aufbewahrt wird, um es vor Vandalismus zu schützen.
- Anfahrt: Der Brunnen steht an der Kramgasse, nahe dem Rathaus.
- Kosten: Kostenlos.
- Für wen: Für alle, die die Details städtischer Skulpturen aus der Nähe betrachten möchten.
16. Gerechtigkeitsbrunnen
© JoachimKohler-HB · CC BY-SAFoto: JoachimKohler-HB, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDer Gerechtigkeitsbrunnen wurde in der Renaissance erbaut und sieht heute fast genauso aus wie am Tag seiner Enthüllung. Er wurde nie an einen anderen Ort versetzt oder umgebaut, um neuen politischen Vorlieben zu entsprechen.
Im Zentrum der Komposition steht die Göttin der Gerechtigkeit mit verbundenen Augen, einem Schwert in den Händen und Büsten irdischer Herrscher zu ihren Füßen. Die goldene Rüstung der Figur glänzt in der Sonne. Auch die Originalskulptur wird im Historischen Museum aufbewahrt, und was du auf dem Platz siehst, ist eine Kopie. Der Brunnen ist von einem Becken mit artesischem Wasser umgeben.
- Anfahrt: Der Brunnen steht auf einem Platz nahe dem Rathaus in der Altstadt.
- Kosten: Kostenlos.
- Für wen: Für alle, die Symbolik und Allegorie lieben.
17. Alpines Museum
Das Alpine Museum (Alpines Museum der Schweiz) wurde Anfang des letzten Jahrhunderts eröffnet, später entstand ein eigenes Gebäude für die Sammlungen. Heute gilt es als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung.
© Burkhard Mücke · CC BY-SAFoto: Burkhard Mücke, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Ausstellungen erzählen von den Schweizer Alpen, ihrer Geologie und Tierwelt. Das Museum besitzt die größte Sammlung dreidimensionaler geologischer Karten, und im Kino läuft oft eine Dokumentation über Bergsteigerinnen. Für Kinder gibt es interaktive Programme, außerdem stehen ein Souvenirshop und ein Restaurant mit lokaler Küche zur Verfügung.
- Anfahrt: Das Museum liegt im Stadtzentrum, nicht weit vom Bahnhof.
- Kosten: Der Eintritt ist kostenpflichtig, Tickets werden vor Ort verkauft.
- Für wen: Für alle, die in die Alpen fahren und das Gelände und die Natur der Region verstehen möchten.
18. Kleine Schanze
Auf dem Gelände des heutigen Parks Kleine Schanze befanden sich einst militärische Befestigungen, die die Stadt vor Überraschungsangriffen schützten. Ein Teil der Wälle ist erhalten geblieben, darauf wurde eine Aussichtsplattform mit Blick auf Bern und die Alpen errichtet.
© AnBuKu · CC BY-SAFoto: AnBuKu, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsEnde des letzten Jahrhunderts galt dieser Ort als unsicher, doch die Behörden stellten die Ordnung wieder her, und heute flanieren hier Familien. Die Hauptattraktionen sind kleine Seen und von Bäumen gesäumte Wege. Der Park ist zu jeder Jahreszeit angenehm, im Sommer verwandelt er sich in eine Konzertbühne mit Schweizer Musik. Für Kinder gibt es Spielplätze.
- Anfahrt: Der Park liegt zwischen dem Bahnhof und der Altstadt, nahe dem Bundesplatz.
- Kosten: kostenlos.
- Für wen: Für alle, die sich im Stadtzentrum in Ruhe erholen möchten.
19. Botanischer Garten
© Krol:k · CC BY-SAFoto: Krol:k, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDer Botanische Garten Bern erstreckt sich über zwei Hektar und beherbergt mehrere tausend Pflanzenarten, darunter exotische. Hier wachsen sieben große Gewächshäuser, und ein eigener Bereich ist den Alpenpflanzen gewidmet.
Der Garten gehört zur Universität, du kannst also Wissenschaftlern und Ökologen bei der Arbeit zusehen. Für Liebhaber tropischer Pflanzen ist das Palmenhaus geöffnet. Wichtiger Hinweis: In einigen Gewächshäusern sind Kinder nicht erlaubt, weil dort sehr seltene Pflanzen stehen. Der Eintritt in den Garten ist kostenlos.
- Anfahrt: Der Garten liegt nahe dem Zentrum, direkt an der Aare und der Universität.
- Kosten: kostenlos.
- Für wen: Für alle, die zwischen den Museen eine Pause im Grünen einlegen möchten.
- Der Haken: Einige Gewächshäuser sind wegen seltener Pflanzen für Kinder gesperrt.
20. Tram-Museum
© JoachimKohler-HB · CC BY-SAFoto: JoachimKohler-HB, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDas Berner Tram-Museum ist kleiner als das in Zürich, aber die Berner halten ihre Sammlung für die interessanteste des Landes. Der größte Schatz hier: einzigartige Fotosammlungen zur Geschichte des städtischen Verkehrs.
Unter den Exponaten befinden sich historische Geräte und Straßenbahnen, die wertvollsten Fotografien stammen aus dem letzten Jahrhundert. Das Museum besitzt einen eigenen Fahrzeugpark, darunter fahrtüchtige Trams. Im neuen Jahrhundert wurde die Sammlung um Busse und Autos erweitert, und am Museum ist ein Club für Oldtimer-Fans aktiv.
- Anfahrt: Das Museum befindet sich in einem Depot am Stadtrand, erreichbar mit der Straßenbahn.
- Kosten: Der Eintritt ist kostenpflichtig, die Öffnungszeiten solltest du vorab prüfen.
- Für wen: Für Familien mit Kindern und Verkehrsfans.
21. Tierpark Dählhölzli

Der Tierpark Dählhölzli ist klein, aber sehr gemütlich, und die meisten seiner Bewohner sind Alpentiere. Hier finden Luchse, Bären, Robben, Wölfe, Moschusochsen, Bisons und Rentiere angenehme Bedingungen vor.
Der Lieblingsspazierweg der Besucher: der Flamingoteich. Auch Affen leben in großzügigen Gehegen und sind bei Kindern besonders beliebt. Familien bekommen hier mehr als nur einen Spielplatz: Es gibt einen Picknickbereich und Gruppenführungen. Der Tierpark ist ganzjährig geöffnet, auch an Feiertagen (Stand: 09/2026, offizielle Website Tierpark Bern).
- Anfahrt: Der Tierpark liegt am Ufer der Aare, südlich des Zentrums, nahe dem Wald.
- Kosten: Der Eintritt ist kostenpflichtig, die Kasse schließt früher als der Park selbst.
- Für wen: Für Familien mit Kindern für einen ganzen Tag.
22. Naturhistorisches Museum
© Jules Verne Times Two · CC BY-SAFoto: Jules Verne Times Two, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDas Naturhistorische Museum Bern wurde im vorletzten Jahrhundert gegründet und empfängt jedes Jahr Zehntausende Besucher. Seine Dioramen sind weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt, und die Skelettsammlung gilt als eine der größten der Welt.
Hier erfährst du, wie sich biologische Arten auf der Erde entwickelt haben, und siehst Goldbarren und seltene Mineralien aus den Alpen. Ein besonderer Stolz des Museums: die Figur des Bernhardiners Barry, der Dutzende Menschen in den Bergen rettete. Es gibt Säle über die Fortpflanzung von Tieren und über den Tod, und zu den Raritäten gehört eine Maske, die für den Film „Alien" geschaffen wurde.
- Anfahrt: Das Museum liegt neben der Universität und dem Botanischen Garten.
- Für wen: Für alle, die mit Kindern unterwegs sind und Naturwissenschaften lieben.
23. Elfenau
Das ehemalige Landgut Brunnadern wurde 1814 gekauft, und 1816 gab ihm die neue Besitzerin, die geborene Prinzessin Juliane von Sachsen-Coburg-Saalfeld, den Namen Elfenau (Stand: 09/2026, Elfenau). Das Anwesen ist gut erhalten, auch wenn Liebhaber von Antiquitäten anmerken, dass das Herrenhaus im vorletzten Jahrhundert prunkvoller aussah.
© Chrisaliv · CC BYFoto: Chrisaliv, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0), Wikimedia CommonsDer Park wurde zu Ehren von Elfen benannt. Heute betreibt die Stadt hier eine Gärtnerei, und die Gewächshäuser sind mit Blumen aus aller Welt gefüllt. Das Haus im Barockstil steht an einem Flussarm. Es beherbergt authentische Gegenstände der Großfürstin Anna Feodorowna: Unter diesem Namen war Prinzessin Juliane in Russland bekannt. Der Park ist berühmt für seine Quellen, Pavillons und eine künstliche Grotte mit Wasserfall.
- Anfahrt: Elfenau liegt im Süden der Stadt, an einer Biegung der Aare.
- Kosten: Der Spaziergang im Park ist kostenlos, das Haus ist nur zu bestimmten Zeiten geöffnet.
- Für wen: Für alle, die den Touristenpfaden entkommen möchten.
24. Museum für Kommunikation
© Jean Housen · CC BY-SAFoto: Jean Housen, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDas Museum für Kommunikation widmet sich der Kommunikation und ihrer Rolle im Leben der Menschen. Seine Geschichte begann mit einer Sammlung von Briefmarken und Dokumenten über die Schweizer Post, und das erste Gebäude des Museums war das Postamt selbst.
Heute siehst du in den Hallen Ausstellungen rund um Internet und Computertechnik, von riesigen Rechenmaschinen bis zu winzigen Tablets. Mehr als die Hälfte der Ausstellungsfläche ist, wie Einheimische scherzen, Schweizer Briefmarken gewidmet. Das Museum ist fast täglich geöffnet (Stand: 09/2026, offizielle Website).
- Anreise: Das Museum liegt im Zentrum, nicht weit vom Bundeshaus entfernt.
- Kosten: Der Eintritt ist kostenpflichtig, Tickets gibt es vor Ort und online.
- Für wen: Für alle, die mit Kindern unterwegs sind und eine interaktive Ausstellung erleben möchten.
25. Käfigturm
Der Käfigturm war einst Teil der Stadtmauer, von der in der Stadt noch Fragmente zu sehen sind. Genauer gesagt handelt es sich um einen Torturm: Er vereinte beide Funktionen.
© Kevin.B · CC BY-SAFoto: Kevin.B, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsSeinen düsteren Namen verdankt der Turm dem Gefängnis, das hier bis 1897 untergebracht war, obwohl das Tor früher eine Verteidigungsfunktion hatte. An der Fassade siehst du die Uhr „Größe Berns". Heute beherbergt das Gebäude ein Museum zur Kultur- und Wirtschaftsgeschichte der Stadt, außerdem finden hier Veranstaltungen statt. Im Turm war sogar Platz für ein Gerichtsarchiv und einen Weinkeller: Wein von hier wird von benachbarten Restaurants bestellt.
- Anreise: Der Turm steht am Ende der Marktgasse, zwischen Bahnhof und Altstadt.
- Kosten: Die Besichtigung des Turms von außen ist kostenlos, der Museumseintritt ist kostenpflichtig.
- Für wen: für alle, die einen Spaziergang durch die Altstadt ausklingen lassen möchten.
Viele Tickets für Berner Museen und Touren sind online günstiger: An der Kasse kann es Warteschlangen geben, und im Internet sind die Preise niedriger. Unten findest du eine Auswahl an Tickets für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, und vor deiner Reise lohnt sich ein Vergleich der Versicherungsoptionen.
Touren und Tickets in Bern
Geführte Touren, Tickets ohne Anstehen und Aktivitäten — die meisten Angebote sind kostenfrei stornierbar.
Angebote auf Tiqets ansehenDas Widget wird nach Ihrer Zustimmung geladen.
Berner Sehenswürdigkeiten auf der Karte
Alle Orte auf der Liste liegen kompakt beieinander: Die Altstadt und die Museen befinden sich im Zentrum, die Parks und der Zoo entlang der Aare. Öffne die Karte und markiere die ersten drei Stationen deiner Route, den Rest ergänzt du unterwegs.
Wenn du nur einen Tag hier bist, beginne mit dem Münster und dem Zytglogge und halte die Karte auf deinem Handy geöffnet.
⁉️🤔 Häufige Fragen
Wie viel Zeit braucht man, um alle fünfundzwanzig Orte zu sehen?
An einem Tag schaffst du die Altstadt, das Münster, den Zytglogge, den Bärenpark und ein oder zwei Museen. Für die gesamte Liste in entspanntem Tempo solltest du zwei Tage einplanen: Für manche Orte wie den Gurten und den Tierpark Dählhölzli lohnt sich ein eigener Ausflug.
Wann ist die beste Zeit, um das Berner Münster zu besteigen?
Komm an einem Wochentag zur Öffnungszeit. Dann warten weniger Gruppen auf den Einlass, und du kannst dir Zeit lassen, um von der Aussichtsplattform des Turms über die Dächer zu blicken. Der Eintritt in die Kirche ist frei, für den Aufstieg zahlst du vor Ort separat.
Was kann man in Bern mit Kindern unternehmen?
Der BärenPark, der Tierpark Dählhölzli, das Tram-Museum und die interaktiven Galerien im Museum für Kommunikation sind alle gut für Kinder geeignet. Der Bärenpark ist kostenlos und rund um die Uhr geöffnet, daher lässt er sich gut mit einem Spaziergang entlang der Aare verbinden.
Muss man Museumstickets im Voraus kaufen?
In der Hochsaison ist es besser, Tickets für das Kunstmuseum, das Historische Museum und das Zentrum Paul Klee online zu kaufen. So umgehst du die Warteschlange an der Kasse und wählst eine passende Zeit. An normalen Tagen gibt es Tickets auch vor Ort, und die aktuellen Öffnungszeiten findest du im Bereich „Besuch" auf der Website des Museums.
Wie kommt man vom Flughafen ins Zentrum?
Zum Flughafen Bern gibt es keine Zugverbindung, daher lohnt es sich, die Route ins Zentrum im Voraus zu planen. Wenn du viel Gepäck hast, buche rechtzeitig einen Flughafentransfer oder prüfe den Zugfahrplan.
Kurz gesagt: was du buchen solltest
Das Format deiner Reise bestimmt, worauf du dich konzentrieren solltest:
- Wenn du einen Tag Zeit hast: das Münster, der Zytglogge und ein Spaziergang durch die Lauben der Altstadt.
- Wenn du mit Kindern unterwegs bist: BärenPark, Tierpark Dählhölzli und das Tram-Museum.
- Wenn du Kunst liebst: das Zentrum Paul Klee und das Kunstmuseum.
- Wenn du einen Blick über die Stadt genießen möchtest: die Gurtenbahn, der Rosengarten und der Kleine Schanze Park.
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