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35 Orte in Lissabon: Tickets, Öffnungszeiten und was du kostenlos sehen kannst

35 Orte in Lissabon: Tickets, Öffnungszeiten und was du kostenlos sehen kannst

Lissabon liegt auf sieben Hügeln, und an einem Tag schaffst du die Stadt nicht. Tickets für die wichtigsten Museen und Paläste kosten zwischen 10 und 18 EUR (Stand: 09/2026, Museus e Monumentos de Portugal), und im Sommer steht man an den Kassen in Belém eine Stunde an. Wir haben 35 Orte zusammengestellt, von Aquädukten aus dem 18. Jahrhundert bis zu Aussichtspunkten, und für jeden Preise, Öffnungszeiten und die Anreise ergänzt. Du siehst schnell, was du im Voraus buchen solltest, wo der Eintritt frei ist und wo du sparen kannst.

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Was du in Lissabon zuerst sehen solltest

💡 Kurz gesagt:

  • Die meisten Museen und Paläste sind montags geschlossen, deshalb sind Dienstag und Mittwoch die besten Tage für Belém und das Zentrum.
  • Aussichtspunkte, Plätze, das Alfama-Viertel und ein Spaziergang am Tejo-Ufer sind kostenlos.
  • Preise und Öffnungszeiten: 09/2026, geprüft auf der offiziellen Website

Wenn du wenig Zeit hast, beginne mit den acht Orten in der Tabelle. Sie zeigen die Stadt über verschiedene Epochen hinweg, von maurischen Mauern bis zur Industriearchitektur des 20. Jahrhunderts. An einem Tag siehst du Paläste, Panoramen und alte Viertel.

Unsere Auswahl: 8 Orte, wenn du einen Tag hast

Ort

Das Besondere

Ticket

Castelo de São Jorge

Panorama über Hügel und Fluss

kostenpflichtig

Torre de Belém

Symbol des Zeitalters der Entdeckungen

kostenpflichtig

Mosteiro dos Jerónimos

Spätgotik und das Grab von Vasco da Gama

kostenpflichtig

Aquädukt Águas Livres

Spaziergang über die obere Bogenebene

kostenpflichtig

Nationales Pantheon

Kuppel und Terrasse über Alfama

kostenpflichtig

Oceanário de Lisboa

eines der größten Aquarien Europas

kostenpflichtig

Viertel Alfama

enge Gassen ohne Autos

kostenlos

Aussichtspunkt São Pedro de Alcântara

bester Blick auf die Burg

kostenlos

1. Aquädukt Águas Livres

Die Stadt überstand das Erdbeben von 1755, aber der Aquädukt blieb standhaft. Er wurde im 18. Jahrhundert gebaut, um Lissabons Hauptproblem zu lösen: Die Bewohner hatten nicht genug Trinkwasser. Die Gesamtlänge beträgt mehrere Dutzend Kilometer, aber Touristen interessiert ein Abschnitt entlang des Alcântara-Tals.

Bögen des Aquädukts Águas Livres über einer Schnellstraße© Martinvl · CC BY-SAFoto: Martinvl, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Hier erheben sich dreißig Steinbögen. Der höchste von ihnen galt lange als Rekord für Europa. Die Mauer war früher für alle gesperrt, heute kannst du über die obere Ebene laufen. Von hier aus siehst du die nördlichen Stadtteile und den Aquädukt selbst, der sich in die Ferne erstreckt.

  • Anreise: Nimm die Metro bis zur Station Rato und gehe dann durch den Parque Eduardo VII, auf der Karte etwa 750 Meter.
  • Kosten: Tickets für den Spaziergang gibt es an der Kasse im Bereich Campa Grande; die Preise findest du auf der Seite zu den Spaziergangspreisen (Stand: 09/2026).
  • Der Haken: Entlang der Bögen gibt es fast keinen Schatten, nimm im Sommer also Wasser mit und komm zur Öffnungszeit.

2. Palast von Queluz

Fassade des Queluz-Palasts mit barocken Fenstern und einem Barockgarten© Kent Wang · CC BYFoto: Kent Wang, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0), Wikimedia Commons

Portugiesische Monarchen lebten hier das ganze 18. Jahrhundert hindurch. Die Sommerresidenz der Könige war Schauplatz von Bällen, über die ganz Europa sprach. Heute sind fast alle Räume geöffnet, und selbst ein Brand hat die Innenräume nicht zerstört: Restauratoren haben jedes Detail wiederhergestellt.

Die Könige schätzten nicht nur Gold, sondern auch Kunst. In den Räumen siehst du Gemälde berühmter und weniger bekannter Meister, Statuen und Wandmalereien. Besondere Aufmerksamkeit verdient der Park mit seinen geschnittenen Sträuchern, Blumenbeeten und Brunnen. An manchen Wochenenden wird hier live Instrumentalmusik gespielt, und für einen Besuch reichen ein paar Stunden.

  • Anreise: Nimm den Zug von Rossio bis zur Station Queluz-Belas und gehe dann auf der Karte etwa 10 Minuten.
  • Kosten: Der Eintritt ist kostenpflichtig, ein Erwachsenenticket ist günstiger als in Mafra; die genauen Preise findest du auf der Ticketseite von Queluz (Stand: 09/2026).

3. Palast von Mafra

Fassade des Mafra-Palasts mit Türmen© Alvesgaspar · CC BY-SAFoto: Alvesgaspar, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Der Bau war groß angelegt geplant, und der Komplex beeindruckt noch heute durch seine Größe. Der Palast wurde im 18. Jahrhundert zu einem besonderen Anlass errichtet: König Johann V. und seine Frau Anna von Österreich bekamen nach vielen Jahren des Wartens ihr erstes Kind. Das Ereignis wurde so prunkvoll gefeiert, dass Mafra bis heute einer der größten Paläste Europas ist.

Insgesamt gibt es mehr als tausend Säle und Räume. Neben den Wohnräumen umfasst der Komplex ein kleines Kloster, eine Basilika, zwei Türme mit Glockenspielen und eine Bibliothek. Der Bestand der Bibliothek überrascht selbst Kunsthistoriker. Wenn du Glück hast, hörst du während der Führung hundert Glocken gleichzeitig läuten.

  • Anreise: Öffentliche Verkehrsmittel erreichen diese Gegend kaum, deshalb ist es einfacher, ein Auto zu mieten oder an einem Gruppenausflug ab Lissabon teilzunehmen.
  • Kosten: Ein Erwachsenenticket kostet 15 EUR (Stand: 09/2026, Preise Palast von Mafra).
  • Für wen: für alle, die bereit sind, einen halben Tag im Palast und Park zu verbringen.
  • Der Haken: Der Palast ist dienstags und an Feiertagen geschlossen, plane deinen Besuch also für einen anderen Tag.

4. Nationalmuseum für alte Kunst

Besucher in einem Museumssaal vor einem Triptychon© Taras Rynza from Moscow, Russia · CC BY-SAFoto: Taras Rynza from Moscow, Russia, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia Commons

Die Geschichte des Museums begann mit einer bescheidenen Ausstellung im Kloster des Heiligen Franziskus. Die Sammlung wuchs stetig, und schließlich wurde ein eigenes Gebäude dafür errichtet, das 1884 offiziell eröffnet wurde.

Heute umfasst die Sammlung Gemälde, antike Möbel, Skulpturen und Schmuck. Die Ausstellung ist über die Etagen hinweg in drei Gruppen gegliedert. Im ersten Stock findest du Werke europäischer Meister, darunter Raffael. Der zweite ist mittelalterlicher Kunst aus Asien und Afrika gewidmet, die portugiesische Seefahrer mitbrachten. Der dritte Stock gehört portugiesischen Künstlern und ist für alle, die die lokale Kultur verstehen wollen, am interessantesten.

  • Anfahrt: an der Rua das Janelas Verdes; Busse fahren bis zur gleichnamigen Haltestelle, die nächste U-Bahn-Station liegt im Bereich Cais do Sodré, von dort gehst du am besten mit Karte weiter.
  • Kosten: ein Erwachsenenticket kostet 15 € (Stand: 09/2026, Tickets für das Nationalmuseum für Alte Kunst).
  • Wichtig: Laut Museus e Monumentos ist das Museum Stand 09/2026 als vorübergehend geschlossen gelistet, prüfe daher vor deinem Besuch den aktuellen Museumsstatus auf der offiziellen Seite.

5. Archäologisches Museum im Karmeliterkloster

Ruinen des Karmeliterklosters mit gotischen Bögen

Das Kloster beschwört mittelalterliche Schlachten, Ritter und vernichtende Niederlagen herauf. Die Geschichte des Museums begann 1864, als eine Gruppe von Enthusiasten im stillgelegten Kloster eine kleine Ausstellung lokaler Funde organisierte.

Im Laufe der Zeit wurden Artefakte aus dem ganzen Land hierhergebracht. Heute nimmt die Ausstellung die unterirdischen Säle ein. Die Kronjuwelen der Sammlung sind die reich verzierten Sarkophage, darunter ein ägyptischer. Was Besucher jedoch am meisten überrascht, sind die echten Mumien aus Peru. Vor diesem Hintergrund wirkt die Abteilung zur Architekturgeschichte bescheiden, obwohl Brunnen aus verschiedenen Epochen, Azulejo-Kacheln und dekorative Elemente in der Stadt nur selten zu sehen sind.

  • Anfahrt: Das Kloster liegt im Viertel Chiado, nahe dem Aufzug Santa Justa und der U-Bahn-Station Baixa-Chiado.
  • Kosten: Der Eintritt ist kostenpflichtig, Tickets werden vor Ort verkauft; aktuelle Preise findest du auf der Ticketseite des Carmo-Museums (Stand: 09/2026).
  • Für wen: Wenn du denkst, Geschichte sei langweilig, tritt in die unterirdischen Säle und ändere deine Meinung.

6. Estrela-Basilika

Estrela-Basilika mit zwei Glockentürmen und einer Kuppel© SchiDD · CC BYFoto: SchiDD, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia Commons

Die Basilika auf dem Hügel ist von fast überall in der Stadt sichtbar. Stilistisch ist sie dem Palast von Mafra nahe: derselbe Spätbarock mit klassischen Elementen und dieselben verschnörkelten Details. Ihre Verbindung geht über das Äußere hinaus.

Wie der Palast wurde auch die Basilika zur Geburt eines Thronfolgers errichtet. 1761 brachte Maria I. einen Sohn, José, zur Welt, doch die Arbeiten begannen später, und der Prinz erlebte die Fertigstellung nicht mehr. Die Königin machte die Kirche zu ihrem eigenen Mausoleum. Heute kommen die Menschen wegen der Skulpturen, am berühmtesten ist die Weihnachtskrippe mit Hunderten Figuren, und wegen der Gemäldesammlung des Italieners Pompeo Batoni. Ganz oben gibt es eine Aussichtsplattform, eine der spektakulärsten: Von hier aus siehst du den westlichen Teil der Stadt und die Brücke über den Tejo.

  • Anfahrt: Nimm die Straßenbahn 28 oder die Metro bis zur Station Rato und geh dann mit einer Karte bergauf.
  • Kosten: Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.
  • Der Haken: Der Aufstieg zur Basilika führt bergauf, mit Koffern oder Kinderwagen ist es daher beschwerlich.

7. Torre de Belém

Belém-Turm am Wasser an einem klaren Tag© Rehman Abubakr · CC BY-SAFoto: Rehman Abubakr, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Der Torre de Belém wird als eines der sieben Wunder Portugals bezeichnet. Sein Erscheinungsbild erinnert an die Ära der Kaufleute, Seefahrer und Entdecker ferner Länder. Wie vor Jahrhunderten dient er noch immer als Orientierungspunkt für Schiffe, und die Statue der Jungfrau Maria der sicheren Heimkehr wacht über jene, die noch auf See sind.

Der Turm war einst nicht nur ein Symbol erfolgreicher Reisen, sondern auch eine Verteidigungsbastion. Die mächtigen Kanonen in den Kasematten erinnern daran. Die meisten Besucher zieht es jedoch in den zweiten Stock mit der Statue der Schutzpatronin der Seeleute und dem Balkon, von dem aus die königliche Familie heimkehrende Schiffe begrüßte. Ganz oben befindet sich eine Aussichtsplattform mit Panoramablick über den Tejo, und von hier aus siehst du ganz Belém.

  • Anfahrt: Nimm die Straßenbahn 15 oder Busse bis zur Haltestelle nahe der Uferpromenade von Belém.
  • Kosten: Ein Erwachsenenticket kostet 15 € (Stand: 09/2026, Tickets für den Torre de Belém).
  • Der Haken: Kasse und Eingang lassen jeweils nur eine begrenzte Anzahl Personen ein; morgens ist die Schlange kürzer.

8. Stadtmuseum Lissabon

Weiße Fassade des Pimenta-Palasts mit Museumsbannern

In wenigen Stunden in seinen Galerien bewegst du dich durch verschiedene Epochen und Kunstrichtungen. Das Museum ist über mehrere Jahrhunderte gewachsen: Die Sammlung wurde größer, und heute ist sie nach Zeit und Thema in Gruppen gegliedert.

Besonders interessant ist die Sammlung geografischer Karten vom 17. bis zum 20. Jahrhundert. Die Portugiesen waren führend in der Navigation, und hier siehst du, wie sich die Vorstellungen von neu entdeckten Ländern veränderten. Ein weiterer Raum ist den Azulejo-Fliesen gewidmet, die jahrhundertelang nur in Spanien und Portugal hergestellt wurden, weshalb das Handwerk als einheimisch gilt. Den Abschluss des Besuchs bildet das Haus der Spitzen, Casa dos Bicos, ein ungewöhnliches Beispiel städtischer Architektur, das du leicht an seiner Fassade erkennst.

  • Anfahrt: Nimm die Metro bis zur Station Campo Grande und geh dann mit einer Karte weiter.
  • Kosten: Der Eintritt ist kostenpflichtig; die Preise findest du auf der Tarifseite des Stadtmuseums Lissabon (Stand: 09/2026).
  • Für wen: für alle, die die Stadt verstehen und nicht nur Fassaden anschauen möchten.

9. Castelo de São Jorge

Steinmauern und Turm der Burg São Jorge© Nan Palmero from San Antonio, TX, USA · CC BYFoto: Nan Palmero from San Antonio, TX, USA, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Viele vergleichen die Burg mit dem Kreml. Die mächtige Festung auf dem Hügel ist von fast jedem Teil der Stadt aus sichtbar und entstand hier im 12. Jahrhundert. Seitdem hat sie Kriege und Umbrüche überstanden und ist heute ein Museum.

Innerhalb der Mauern findest du einen gemütlichen Innenhof, in dem Pfaue umherstreifen. Im Zentrum betreibt ein Restaurant, obwohl sich hier einst die königliche Residenz befand, die bis heute nicht erhalten geblieben ist. Im Innenhof werden mittelalterliche Waffen ausgestellt, und im Untergeschoss ist ein kleines archäologisches Museum über das alte Lissabon geöffnet. Den stärksten Eindruck hinterlässt der Spaziergang entlang der Festungsmauern: Von hier aus liegt dir die Stadt wie auf der Handfläche zu Füßen.

  • Anfahrt: Nimm die Straßenbahn 28 bis zur Haltestelle nahe der Burg und geh dann mit einer Karte bergauf.
  • Kosten: Der Eintritt ist kostenpflichtig; Tickets gibt es online und vor Ort, die Preise stehen auf der Website der Burg (Stand: 09/2026).
  • Der Haken: Im Sommer gibt es auf den Mauern keinen Schatten, und der Aufstieg kostet Zeit und Kraft.

10. Zoo

Teich und Seilbahn im Lissabonner Zoo© Vitor Oliveira from Torres Vedras, PORTUGAL · CC BY-SAFoto: Vitor Oliveira from Torres Vedras, PORTUGAL, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia Commons

Hier kannst du eine Pause von architektonischen Meisterwerken und dem Trubel der Stadt einlegen. Für Reisende mit Kindern gehört die Begegnung mit den Tieren meist fest zum Programm. Was diesen Zoo von vielen städtischen Zoos unterscheidet: Die Bewohner leben nicht in Käfigen, sondern unter Bedingungen, die ihren natürlichen Lebensräumen nahekommen.

Löwen und Tiger ruhen auf Gras, das an die Savanne erinnert, Affen klettern auf Bäume, und ein Nashorn lebt inmitten der Kulisse eines afrikanischen Dorfes. Auf dem gesamten Gelände sind Bänke und Tische verteilt, du kannst also ein kleines Picknick machen. Zu bestimmten Zeiten kommen Mitarbeiter zu den Gehegen und erlauben den Besuchern, die Tiere zu füttern, mit Ausnahme der Raubtiere. Außerdem gibt es eine Delfinshow, ein Reptilienhaus und eine Seilbahn.

  • Anfahrt: Nimm die Metro bis zur Station Jardim Zoológico oder Busse bis zur gleichnamigen Haltestelle.
  • Kosten: Der Eintritt ist kostenpflichtig; ein Kinderticket ist günstiger als ein Erwachsenenticket, die Preise stehen auf der Website des Zoos (Stand: 09/2026).
  • Der Haken: Der Zeitplan der Delfinshow ändert sich, prüfe die Uhrzeit also vor deinem Besuch.

11. Kathedrale

Fassade der Kathedrale von Lissabon mit zwei Türmen© Miguel Ángel García. from Ólvega., España · CC BYFoto: Miguel Ángel García. from Ólvega., España, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Die Kathedrale gilt als eines der wichtigsten architektonischen Wahrzeichen der Hauptstadt. Die Kirche wurde im 12. Jahrhundert auf den Fundamenten einer zerstörten Moschee errichtet und gleicht mit ihren massiven Mauern einer uneinnehmbaren Festung. Gotik, Barock und Romanik fließen in ihrer Gestaltung zusammen.

Der strenge Bau folgt dem Grundriss eines lateinischen Kreuzes mit drei Schiffen. Die Fassade ist nahezu frei von üppigem Schmuck. Der Blick fällt auf die beiden zinnenbewehrten Glockentürme mit Rundbogenfenstern und die zentrale Rosette, während du im Inneren ein Gewölbe und zahlreiche Skulpturen von Heiligen siehst.

  • Anreise: Die Kathedrale liegt im Viertel Alfama; die nächsten Straßenbahnen und Busse fahren entlang der Uferpromenade, danach gehst du am besten mit einer Karte weiter.
  • Kosten: Der Eintritt ist frei, Besichtigungen sind den ganzen Tag über möglich.
  • Der Haken: Von außen wirkt die Kathedrale streng und schlicht; den gesamten Schmuck findest du im Inneren.

12. Aufzug Santa Justa

Innenraum der Kabine des Aufzugs Santa Justa mit Fahrgästen© David Blaikie from Hampshire, UK · CC BYFoto: David Blaikie from Hampshire, UK, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

In einer der zentralen Straßen erhebt sich eine Stahlkonstruktion, die mit Mustern aus metallener Spitze verziert ist. Das ist der berühmte Turm des Aufzugs Santa Justa mit seinen zwei Kabinen. Das Ingenieurbauwerk wurde Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet und erreicht eine Höhe von 45 Metern.

Polierte Spiegelkabinen bringen dich hinauf zur Aussichtsplattform, von der sich ein Panorama über das Zentrum öffnet. Der Aufzug fährt den ganzen Tag, und jede Kabine fasst bis zu zwanzig Personen.

  • Anreise: Der Turm steht nahe der Rua do Ouro im Viertel Baixa, direkt neben der U-Bahn-Station Baixa-Chiado.
  • Kosten: Die Fahrt wird nach dem Tarif von Carris bezahlt; aktuelle Preise und Zeiten findest du auf der Website des Betreibers (Stand: 09/2026).
  • Der Haken: In der Hochsaison ist die Schlange vor den Kabinen lang, und manche Besucher gehen zu Fuß über die seitliche Straße zur Plattform hinauf.

13. Praça do Comércio

Leere Praça do Comércio mit einem Reiterstandbild© Jules Verne Times Two · CC BY-SAFoto: Jules Verne Times Two, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Am Ufer des Tejo liegt die Praça do Comércio, der Handelsplatz. Bis 1755 stand hier ein prunkvoller Königspalast, doch ein Erdbeben und eine Flutwelle zerstörten ihn. Nach dem Wiederaufbau wurde der Platz an drei Seiten von einem neuen Ensemble einheitlicher Gebäude mit farbigen Fassaden und Arkadengängen im Erdgeschoss eingefasst.

In diesen Gebäuden waren Handelskammern und Regierungsbüros untergebracht. In der Mitte erhebt sich ein bronzenes Reiterstandbild von König Joseph I. auf einem hohen Sockel. Der Platz ist rund um die Uhr geöffnet und ein bequemer Ausgangspunkt für einen Spaziergang entlang der Uferpromenade.

  • Anreise: mit der Straßenbahn bis zur Haltestelle Praça do Comércio, neben der U-Bahn-Station Baixa-Chiado.
  • Kosten: Der Eintritt ist frei, der Platz ist jederzeit zugänglich.
  • Für wen: für alle, die ein portugiesisches Zeremonialensemble aus dem 18. Jahrhundert sehen möchten.

14. Rossio-Platz

Rossio-Platz mit einem Brunnen und der Pedro-IV.-Säule© FouPic · CC BYFoto: FouPic, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Im Zentrum der Hauptstadt liegt der pulsierende Rossio-Platz. Hier wimmelt es rund um die Uhr: Schon im Mittelalter fanden auf dem Platz Stierkämpfe und Feste statt, und heute ist er einer der lebendigsten Orte der Stadt.

Die rechteckige Fläche ist mit Mosaik gepflastert. Weiße und schwarze Pflastersteine bilden wellenförmige Muster, und bei empfindlichen Menschen kann dieses Design leichten Schwindel auslösen. Der Platz wird von historischen Gebäuden eingerahmt, unter denen das monumentale Nationaltheater mit seinem sechssäuligen Portikus hervorsticht. Zwei Brunnen mit Skulpturen, eine Säule mit der Statue von König Pedro IV. und Cafés verleihen dem Ort einen besonderen Charakter, und abends findest du hier die lebendigste Atmosphäre.

  • Anreise: mit der U-Bahn bis zur Station Rossio, der Platz liegt direkt am Ausgang.
  • Kosten: Der Eintritt ist frei.
  • Der Haken: Das wellenförmige Mosaik kann bei empfindlichen Menschen Schwindel auslösen.

15. Viertel Alfama

Panorama von Alfama mit roten Dächern und dem Fluss© Miguel Vieira [2] · CC BYFoto: Miguel Vieira [2], CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Ein Spaziergang durch Lissabons ältestes Viertel Alfama führt dich mitten in den portugiesischen Alltag. Labyrinthe aus gepflasterten Gassen, verwinkelte Gassen und Treppenwege drängen sich an den hügeligen Hang. Es ist das einzige Viertel, das das Erdbeben von 1755 überstanden hat.

Die dicht aneinandergebauten Häuser lassen dich in vergangene Jahrhunderte eintauchen. Es gibt viele verwitterte, jahrhundertealte Gebäude und skurrile kleine Häuser mit Fassaden, die mit Azulejo-Fliesen verziert sind. Wäscheleinen über den engen Gassen, portugiesische Romanzen aus offenen Fenstern, gemütliche kleine Restaurants und gastfreundliche Einheimische schaffen eine besondere Atmosphäre. Komm am späten Nachmittag hierher: Aus offenen Türen hörst du Fado.

  • Anreise: Nimm die Straßenbahnlinie 28 bis zu den Haltestellen in Alfama und geh dann mit einer Karte zu Fuß weiter.
  • Kosten: Der Zugang ist frei, die engen Gassen sind rund um die Uhr geöffnet.
  • Der Haken: Das Viertel liegt an Hängen, mit vielen Treppen und Anstiegen, daher ist es mit dem Kinderwagen mühsam.

16. Christus-König-Statue

Praça do Município mit Mosaikpflaster, Lissabon© Nan Palmero from San Antonio, TX, USA · CC BYFoto: Nan Palmero from San Antonio, TX, USA, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Die Christus-König-Statue verdient einen eigenen Ausflug ans linke Ufer. Das Monument ist eine Nachbildung der berühmten brasilianischen Skulptur und symbolisiert die Dankbarkeit dafür, dass Portugal nicht am Zweiten Weltkrieg teilgenommen hat. Es wurde 1959 eingeweiht.

Die Skulptur mit ausgebreiteten Armen erhebt sich am gegenüberliegenden Ufer des Tejo im Vorort Almada. Die Gesamthöhe des Bauwerks übersteigt einhundert Meter. Im Inneren des Sockels bringt dich ein Aufzug bis zum Fuß der Statue, von wo aus du einen Blick auf die Stadt und die Brücke hast.

  • Anreise: Nimm einen Zug oder eine Fähre nach Almada, dann einen Bus zur Aussichtsplattform.
  • Kosten: Der Eintritt ist kostenpflichtig, die Aufzugfahrt kostet extra, die Preise sind vor Ort erhältlich (Stand: 09/2026).
  • Für wen: für alle, die ganz Lissabon vom anderen Ufer aus sehen möchten.

17. Rua Augusta und der Triumphbogen

Skulptur auf dem Bogen über der Praça do Comércio© Rob Oo from NL · CC BYFoto: Rob Oo from NL, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Die zentrale Fußgängerstraße Rua Augusta empfängt dich mit einer festlichen und unbeschwerten Atmosphäre. Historische Gebäude säumen beide Seiten, in denen Markenboutiquen, Tavernen, Restaurants und Souvenirläden untergebracht sind. Das Pflaster ist mit blau-weißen Mosaikfliesen belegt, und Straßenkünstler, Musiker und Artisten unterhalten die Passanten.

Der Hauptschmuck des Viertels ist der Triumphbogen. Er wurde 1875 erbaut. Das hohe Bauwerk ist mit Säulen, Basreliefs, Steinmetzarbeiten, Skulpturen von Staatsmännern und allegorischen Statuen verziert. Ganz oben befindet sich eine Aussichtsplattform, die du mit dem Aufzug erreichst.

  • Anreise: Die Straße verläuft vom Rossio-Platz bis zum Handelsplatz, die nächste U-Bahn-Station ist Baixa-Chiado.
  • Kosten: Das Flanieren auf der Straße ist frei, die Aussichtsplattform des Bogens kostet extra (Stand: 09/2026).

18. Palast von Belém

Rosafarbene Fassade des Belém-Palasts mit einem Zaun© Kent Wang · CC BYFoto: Kent Wang, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0), Wikimedia Commons

Im Parkgebiet des Stadtteils Belém steht die offizielle Residenz des portugiesischen Präsidenten. Das Palastensemble in einem Garten hinter einem Zaun ist ein nationales Architekturdenkmal. Das barocke Herrenhaus wurde im 16. Jahrhundert gegründet und diente dem Empfang hochrangiger Gäste der Könige.

Der Palast besteht aus fünf miteinander verbundenen Gebäuden unterschiedlicher Höhe und Grundrisse. Rosafarbene Fassaden mit schneeweißen Verzierungen harmonieren gut mit dem Grün. Besondere Aufmerksamkeit verdient die Terrasse mit einer Balustrade, die mit bemalten Azulejos geschmückt ist.

  • Anreise: Nimm die Straßenbahnlinie 15 bis zum Stadtteil Belém und geh dann mit einer Karte zu Fuß weiter.
  • Kosten: Besichtigungen sind nur samstags und nur nach vorheriger Anmeldung möglich, ein Ticket kostet fünf Euro (Stand: 09/2026).
  • Der Haken: Ein Besuch im Inneren ist selten möglich und erfordert eine Voranmeldung, ein spontaner Besuch ist fast unmöglich.

19. Palast von Ajuda

Das Erdbeben von 1755 zerstörte den Königspalast an der Stelle des heutigen Handelsplatzes. Die Familie musste ein neues Zuhause finden und wählte die hügelige Anhöhe des Stadtteils Ajuda. Der Bau begann 1796 und wurde durch die napoleonische Invasion unterbrochen. Das dreistöckige neoklassizistische Gebäude empfing das Königspaar erst Mitte des 19. Jahrhunderts.

Stadtplatz in Lissabon mit einem Pranger© Ajay Suresh from New York, NY, USA · CC BYFoto: Ajay Suresh from New York, NY, USA, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Die Innenräume sind fast im Originalzustand erhalten. Geräumige Säle sind mit antiken Möbeln eingerichtet und mit Fresken, Gemälden, Wandteppichen und Statuen geschmückt. Hier lernst du die Lebensweise der königlichen Familie kennen und siehst, wie die Monarchen abseits offizieller Zeremonien lebten.

  • Anreise: Nimm eine Straßenbahn bis zum Stadtteil Ajuda und geh dann mit einer Karte bergauf.
  • Kosten: Ein Erwachsenenticket kostet 15 € (Stand: 09/2026, Preise des Palasts von Ajuda).
  • Für wen: für alle, die die barocke Opulenz satt haben und strengen Klassizismus sehen möchten.

20. Straßenbahn 28

Gelbe Straßenbahn 28 in einer Lissabonner Straße© Yvesdebxl · CC BY-SAFoto: Yvesdebxl, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die berühmte Straßenbahn 28 vereint öffentlichen Nahverkehr und Touristenattraktion. Die Strecke führt durch historische Viertel mit dichter Bebauung. Die alten gelben Wagen fahren durch so enge Straßen, dass du die Hand ausstrecken und die Hauswände berühren kannst.

Obwohl sie ein Jahrhundert alt sind, klettern die Retro-Wagen souverän bergauf, fahren die Hügel hinunter und rumpeln um scharfe Kurven. Nicht jedem macht die Fahrt Spaß: Es gibt immer mehr Fahrgäste als Sitzplätze.

  • Anreise: Die Strecke beginnt am Platz Martim Moniz und führt über Graça und Alfama bis nach Prazeres.
  • Kosten: Ein Einzelticket beim Fahrer kostet mehr als die Nutzung einer Viva-Viagem-Karte, Preise auf der Carris-Website (Stand: 09/2026).
  • Der Haken: In der Hochsaison sind die Wagen bis zum Rand voll, und das Gedränge ist ein Paradies für Taschendiebe.

21. Brücke des 25. April

Brücke des 25. April über dem Fluss mit Autos© Mike · CC BYFoto: Mike, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia Commons

Bei einem Spaziergang entlang der Uferpromenade siehst du die mächtige Brücke des 25. April. Das Bauwerk erhebt sich über dem Tejo und verbindet Lissabon mit der Stadt Almada. Ihre Länge beträgt mehr als zweitausend Meter. Die Brücke wurde 1966 von amerikanischen Bauunternehmen errichtet und erinnert an die Golden Gate Bridge in San Francisco.

Der Verkehr läuft auf zwei Ebenen. Die obere Ebene ist für Autos bestimmt, auf der unteren fahren Züge. Ursprünglich war die Brücke nach Ministerpräsident Salazar benannt, doch nach der unblutigen Aprilrevolution erhielt sie ihren heutigen Namen.

  • Anreise: nimm einen Zug über die Brücke bis zur Station Almada oder fahre mit dem Auto, dann wird eine Maut fällig.
  • Kosten: die Überquerung der Brücke ist mautpflichtig, die Tarife erfragst du beim Betreiber (Stand: 09/2026).
  • Für wen: alle, die zur Christus-König-Statue oder an die Strände des Südufers möchten.

22. Brücke Vasco da Gama

Vasco-da-Gama-Brücke über dem Wasser© Osvaldo Gago ( OsvaldoGago ) · CC BY-SAFoto: Osvaldo Gago ( OsvaldoGago ), CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/), Wikimedia Commons

Die Brücke Vasco da Gama verbindet die Ufer des Tejo an der breitesten Stelle des Flussbetts. Sie ist eines der längsten Brückenbauwerke Europas, und ihre Dimensionen sind beeindruckend. Die feierliche Eröffnung fand 1998 statt.

Das Bauwerk wird von stark gespannten Schrägseilen und massiven Pfeilern getragen. Der mittlere Abschnitt erhebt sich mehrere Dutzend Meter über das Wasser, sodass große Kreuzfahrtschiffe ungehindert darunter hindurchfahren. Du überquerst sie, wenn du in den Süden des Landes fährst.

  • Anfahrt: Die Brücke liegt im nördlichen Teil der Stadt und führt auf die Autobahn A12.
  • Kosten: Maut fällt in Richtung Lissabon an; die Tarife erfragst du beim Betreiber (Stand: 09/2026).

23. Hieronymuskloster

Lange Fassade des Hieronymusklosters in Lissabon© Holger Uwe Schmitt · CC BY-SAFoto: Holger Uwe Schmitt, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Das Hieronymuskloster gilt als eines der Hauptdenkmäler der portugiesischen Architektur. Das Kloster wurde aus Dankbarkeit gegenüber der Jungfrau Maria für den erfolgreichen Abschluss der Expedition Vasco da Gamas gegründet, die den Seeweg nach Indien erschloss. Der rechteckige Bau beeindruckt mit seiner langen, reich verzierten Fassade. Die Dekoration verbindet flammende Gotik, Renaissance und maurische Motive, und eine konische Kuppel dominiert das Ganze.

Im Inneren solltest du dir die Säle, das Refektorium und die Kapelle ansehen, in der Vasco da Gama begraben liegt. Die Steinornamente, Stuckarbeiten, Skulpturen, Flachreliefs und der filigrane Bogengang hinterlassen einen starken Eindruck, und du wirst mindestens eine Stunde für die Besichtigung brauchen.

  • Anfahrt: Nimm die Straßenbahnlinie 15 in den Stadtteil Belém; das Kloster steht direkt neben dem Turm von Belém.
  • Kosten: Ein Erwachsenenticket kostet 18 € (Stand: 09/2026, Hieronymuskloster-Tickets).
  • Der Haken: Ohne Online-Ticket stehst du im Sommer über eine Stunde in der Schlange.

24. Karmeliterkloster

Ruinen des gotischen Karmeliterklosters in Lissabon© Vernaccia · CC BYFoto: Vernaccia, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Der geheimnisvolle Anblick dieses Karmeliterklosters zieht deinen Blick auf sich. Das halb verfallene gotische Kloster wurde zum Denkmal für ein Ereignis, das Lissabons Schicksal geprägt hat. 1389 verkaufte der Ritter Nuno Alvares Pereira seinen Besitz und gründete mit dem Erlös das Kloster.

Das Erdbeben von 1755 zerstörte den größten Teil des Komplexes. Heute erinnern die Ruinen an die Katastrophe. Die hohen Mauern, Säulen, Spitzbögen und filigranen Steinmetzarbeiten sind erhalten geblieben. Die gotischen Gewölbe sind zum Himmel hin offen, und durch sie siehst du den blauen Himmel über der Stadt, weshalb hier Konzerte und Ausstellungen stattfinden.

  • Anfahrt: Das Kloster liegt im Stadtteil Chiado, direkt neben dem Aufzug Santa Justa.
  • Kosten: Der Eintritt ist kostenpflichtig, die Tarife erfragst du vor Ort (Stand: 09/2026).

25. Kloster São Vicente de Fora

Weißes Kloster São Vicente de Fora mit Kirche und Kuppel© Deensel · CC BYFoto: Deensel, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Eine der meistverehrten Stätten der Stadt steht im Stadtteil Alfama. Das Kloster wurde 1147 für Augustinermönche gegründet und erhielt sein heutiges Aussehen im 17. Jahrhundert. Der Komplex vereint eine majestätische Kirche und Klostergebäude. Das symmetrische hellgraue Ensemble verkörpert die Traditionen der italienischen Renaissance, und die Fassade ist mit Reihen von Pilastern und Marmorstatuen geschmückt.

Die Kirche wird von zwei Eckglockentürmen, einer Balustrade und dekorativen Türmchen gekrönt. Die Wände des Innenhofs sind mit blau-weißen Keramikfliesen mit malerischen Motiven bedeckt, und diesen Innenhof wirst du getrennt von der Kirche zu schätzen wissen.

  • Anfahrt: Nimm die Straßenbahnlinie 28 bis zur Haltestelle in Alfama und geh dann mithilfe der Karte weiter.
  • Kosten: Der Eintritt zum Klostergelände ist kostenpflichtig, Tarife auf der Preisseite des Klosters São Vicente (Stand: 09/2026).
  • Der Haken: Die Kirche ist dienstags bis samstags geöffnet, sonntags gibt es keinen Zugang.

26. Ozeanarium

Gebäude des Ozeanariums Lissabon am Wasser© Alvesgaspar · CC BY-SAFoto: Alvesgaspar, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Die Geschichte Portugals ist untrennbar mit dem Meer verbunden, daher überrascht es nicht, dass hier eines der größten Ozeanarien der Welt betrieben wird. Die Unterwasserwelt wird von Zehntausenden Bewohnern repräsentiert. Das Herzstück ist ein riesiges Aquarium mit fünf Millionen Litern Wasser. Darum herum befinden sich vier Becken, die felsige Küsten, Korallenriffe, tropische Wälder und arktische Gewässer nachbilden.

Hier siehst du Amphibien, Säugetiere, Wirbellose, Fische und Vögel. Das Ozeanarium ist täglich geöffnet, und du solltest mindestens zwei Stunden für den Besuch einplanen.

  • Anfahrt: Nimm die Metro bis zur Station Oriente und geh dann mithilfe der Karte durch den Park der Nationen.
  • Kosten: Erwachsenentickets beginnen bei 25 €, Kindertickets bei 17 € (Stand: 09/2026, Ozeanarium Lissabon).
  • Für wen: Familien mit Kindern, hier ist es sowohl bei Hitze als auch bei Regen angenehm.

27. Nationales Kutschenmuseum

Das Kutschenmuseum befindet sich in der ehemaligen Reithalle des Palasts von Belém. Die Sammlung prunkvoller Kutschen von Königen, Adligen und der Kirche wurde vom 16. bis zum 19. Jahrhundert zusammengetragen. Diese Werke der Kutschenkunst beeindrucken durch ihre Größe und Ausstattung: Holzschnitzereien, vergoldete und samtbezogene Malereien, Skulpturen und Lederpolster.

Rathaus von Lissabon am Stadtplatz© 22860 from Los Angeles · CC BY-SAFoto: 22860 from Los Angeles, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia Commons

Der Saal ist mit Deckengemälden, Wandteppichen und Säulen geschmückt, was dem Innenraum einen historischen Charakter verleiht. Das Museum empfängt seine Gäste täglich außer montags, und du siehst hier Kutschen, die es nirgendwo sonst gibt.

  • Anreise: im Stadtteil Belém neben dem Jerónimos-Kloster, mit der Straßenbahnlinie 15.
  • Kosten: ein Erwachsenenticket kostet 15 € (Stand: 09/2026, Tickets für das Kutschenmuseum).
  • Der Haken: das Museum ist montags geschlossen, plane deinen Besuch also für einen anderen Tag.

28. Aussichtspunkt São Pedro de Alcântara

Panorama von Lissabon mit Dächern und dem Tejo

Der Panorama-Aussichtspunkt im Park São Pedro de Alcântara ist immer belebt. Die Anlage besteht aus zwei Ebenen mit Bäumen, Blumenbeeten, Brunnen, Bänken, Skulpturen und gemütlichen Cafés. Hier treffen sich junge Leute aus der Stadt und die kreative Intelligenz.

Der Aussichtspunkt bietet einen Blick auf rote Ziegeldächer, die Burg São Jorge und den Fluss in der Ferne. Der Eintritt zur offenen, schattigen Terrasse ist frei, und du kannst jeden Tag ohne Ticket hierherkommen, wenn du magst.

  • Anreise: nimm die Standseilbahn Gloria aus dem Stadtteil Baixa, der Aussichtspunkt liegt neben der Bergstation.
  • Kosten: freier Eintritt.
  • Für wen: alle, die einen kostenlosen Panoramablick und Fotos vom Sonnenuntergang möchten.

29. Schifffahrtsmuseum

Gebäude des Schifffahrtsmuseums in Belém© Mister No · CC BYFoto: Mister No, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia Commons

Die große Vergangenheit Portugals ist mit dem Zeitalter der Entdeckungen verbunden. Vasco da Gama, Bartolomeu Dias und Ferdinand Magellan stachen von Lissabon aus in See, deshalb ist ein Schifffahrtsmuseum hier besonders passend. Es befindet sich im Gebäude des Jerónimos-Klosters, wo Vasco da Gama vor seiner Expedition betete.

In den weitläufigen Sälen werden mehr als fünfzehntausend Exponate zum Schiffbau und zur Geschichte der Seefahrt gezeigt. Dazu gehören Schiffs modelle, originale Teile alter Schiffe, Landkarten, Waffen, Befehle von Admiralen und andere Artefakte.

  • Anreise: im Stadtteil Belém neben dem Jerónimos-Kloster, mit der Straßenbahnlinie 15.
  • Kosten: der Eintritt ist kostenpflichtig, die Preise erfährst du an der Museumskasse (Stand: 09/2026).
  • Der Haken: das Museum ist dienstags bis sonntags geöffnet, montags geschlossen.

30. Orientmuseum

Noh-Theater-Masken und Kimono in einer Ausstellung© tomislav medak · CC BY-SAFoto: tomislav medak, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia Commons

Fans östlicher Kultur finden hier eine große Sammlung von Kunst aus China, Indien, Japan, Südostasien und den Philippinen. Die Ausstellungen erzählen die Geschichte der portugiesischen Präsenz in der asiatischen Region.

Porzellan, Textilien, Keramik, Möbel, Gemälde, Masken und Schmuck zeigen den Reichtum der östlichen Zivilisationen. Das Museum ist täglich außer montags geöffnet, und freitags ist der Eintritt frei.

  • Anreise: das Museum liegt nahe der Uferpromenade von Alcântara; am einfachsten erreichst du es mit der Straßenbahn oder dem Bus und gehst dann mithilfe einer Karte zu Fuß.
  • Kosten: kostenpflichtiger Eintritt, freitags frei, Preise auf der Website des Museums (Stand: 09/2026).

31. Elektrizitätsmuseum

Backsteinrotes Gebäude des Elektrizitätsmuseums mit einem Schornstein© Elmf · CC BYFoto: Elmf, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.5), Wikimedia Commons

Die Stadt hat viele Orte für lehrreiche Ausflüge, und einer davon ist ein ehemaliges Kraftwerksgebäude. Der Industriebau mit roter Backsteinfassade versorgte die Stadt in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit Energie, heute beherbergt er ein interaktives Museum.

Besucher nehmen an Experimenten zur Stromerzeugung teil. Anschauliche Exponate, Geräte, Anlagen und Maschinen zeigen, wie Energie funktioniert. Der Eintritt ist frei, was für Reisende mit kleinem Budget eine gute Nachricht ist. Der Komplex ist dienstags bis sonntags geöffnet.

  • Anfahrt: nimm den Zug bis zur Station Belém und geh dann mit einer Karte am Ufer entlang.
  • Kosten: freier Eintritt.
  • Für wen: alle, die mit Kindern nach Belém fahren und ihr Museumsprogramm abwechslungsreicher gestalten wollen.

32. Denkmal der Entdeckungen

Entdeckerdenkmal in Lissabon mit einer Armillarsphäre© Lee Cannon from Bayville aka West Fenwick, DE, USA · CC BY-SAFoto: Lee Cannon from Bayville aka West Fenwick, DE, USA, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia Commons

An der belebten Uferpromenade von Belém steht ein Denkmal, das auf die Mündung des Tejo blickt. Die Skulpturenkomposition ist dem Zeitalter der Entdeckungen gewidmet und entstand 1960. Die hohe Stele erinnert in ihrer Silhouette an eine Karavelle.

Auf dem „Deck" des Schiffs stehen Figuren von Seefahrern, Geographen, Dichtern und Gelehrten. Ihre Blicke sind auf den Ozean gerichtet. Das Bauwerk ist über fünfzig Meter hoch. Im Inneren befinden sich ein Ausstellungssaal und ein Aufzug, der die Besucher auf die Spitze des Denkmals bringt, wo sich ein Blick über den gesamten Stadtteil Belém eröffnet.

  • Anfahrt: im Stadtteil Belém mit der Straßenbahn 15, das Denkmal steht direkt an der Uferpromenade.
  • Kosten: kostenpflichtiger Eintritt, die Auffahrt zur Aussichtsplattform wird separat bezahlt, Preise vor Ort (Stand: 09/2026).
  • Für wen: alle, die verstehen möchten, worauf die portugiesische Geschichte stolz ist.

33. Calouste-Gulbenkian-Museum

Haupteingang des Calouste-Gulbenkian-Museums mit Wasserspielen© Fundação Calouste Gulbenkian · CC BY-SAFoto: Fundação Calouste Gulbenkian, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

In einem Park mit Rasenflächen, Teichen und hohen Bäumen liegt eines der besten Museen der Stadt. Es ist die private Kunstsammlung von Calouste Gulbenkian, die durch ihren Umfang beeindruckt. Mehr als tausend Meisterwerke sind ausgestellt.

Zu den Exponaten gehören Gemälde, Einrichtungsgegenstände, Tafelgeschirr, Schmuck, Teppiche, Skulpturen, Bücher, antike Möbel und alte Artefakte. Ihren Reichtum verdankt die Sammlung einem Ölmagnaten und Antiquitätensammler, der die Werke Lissabon vermachte, der Stadt seiner letzten Lebensjahre. Das Museum ist täglich ab dem Morgen geöffnet.

  • Anfahrt: nimm die Metro bis zur Station Praça de Espanha und geh dann mit einer Karte durch den Park.
  • Kosten: kostenpflichtiger Eintritt, Preise auf der Website des Museums (Stand: 09/2026).
  • Für wen: alle, die eines der größten privaten Museen Europas sehen möchten.

34. Kirche São Roque

Fassade der Kirche São Roque in Lissabon© Mister No · CC BYFoto: Mister No, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia Commons

Portugals erste Jesuitenkirche, die Kirche São Roque, entstand im 17. Jahrhundert an der Stelle von Gräbern der Pestopfer. Von außen ist sie ein schlichter Bau mit Pilastern und einem dreieckigen Giebel, der ein prunkvolles Inneres verbirgt.

Hier hinterlassen Marmor, Gold, kunstvolle Holzschnitzereien, Azulejo-Kacheln, Mosaike und seltene Steinarten einen starken Eindruck. Der einschiffige Saal ist mit einer Arkadengalerie, hohen Säulen, Deckenfresken und Skulpturenkompositionen geschmückt. Azulejo-Paneele zeigen biblische Szenen. Die Kirche ist täglich außer montags geöffnet.

  • Anfahrt: im Stadtteil Bairro Alto, die nächste Metrostation ist Baixa-Chiado, dann bergauf mit der Karte.
  • Kosten: freier Eintritt.
  • Der Haken: die Kirche ist von außen leicht zu übersehen, sie wirkt schlicht und unscheinbar.

35. Kirche Santa Engrácia und das Nationale Pantheon

Kuppel der Kirche Santa Engrácia über Dächern, Blick auf den Tejo© Sonse · CC BYFoto: Sonse, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Auf einem hohen Hügel in Alfama erhebt sich ein schneeweißes Bauwerk, die Kirche Santa Engrácia, auch als Nationales Pantheon bekannt. Der Bau begann Ende des 17. Jahrhunderts, heute beherbergen die Tempelmauern Sarkophage portugiesischer Kulturschaffender, Wissenschaftler, Sportler und Politiker.

Der Barockbau ist in Form eines gleichseitigen Kreuzes angelegt. Gekrönt wird das Bauwerk von einer Kuppel, die achtzig Meter aufragt. Am Fuß der Kuppel befindet sich eine offene Terrasse mit Blick auf das Stadtpanorama. Die Innenräume sind mit mehrfarbigem Marmor verkleidet und erzeugen ein Gefühl der Ehrfurcht.

  • Anfahrt: nimm die Straßenbahn 28 nach Alfama und geh dann mit der Karte bergauf.
  • Kosten: ein Erwachsenenticket kostet 10 € (Stand: 09/2026, Nationales Pantheon).
  • Der Haken: der Tempel ist montags geschlossen, und der Weg hinauf führt bergauf.

⁉️🤔 Häufige Fragen

Wie viele Tage brauchst du für Lissabon?

Drei Tage reichen aus, um die Stadt kennenzulernen: einer für Belém, einer für das Zentrum und Alfama, einer für die außerhalb gelegenen Paläste. Wenn du Museen in entspanntem Tempo sehen möchtest, plane einen weiteren Tag ein. Die Paläste von Queluz und Mafra werden oft als separater Ausflug gemacht, da die Anfahrt einen halben Tag dauert.

Welche Museen sind montags geschlossen?

Die meisten Museen und Paläste sind montags geschlossen: das Nationale Kutschenmuseum, das Schifffahrtsmuseum, das Museum des Orients, das Nationale Pantheon und die Kirche São Roque. Der Palast von Mafra ist dienstags geschlossen. Plane deine Besuche so, dass du den Montag mit Spaziergängen über die Plätze und durch Alfama verbringst.

Was gibt es in Lissabon kostenlos zu sehen?

Der Aussichtspunkt São Pedro de Alcântara und andere Miradouros, die Plätze Rossio und Praça do Comércio, das Viertel Alfama, der Eintritt zur Kathedrale, die Kirche São Roque und das Elektrizitätsmuseum sind kostenlos. Freitags ist der Eintritt ins Museum des Orients frei. Aus diesen Orten lässt sich fast ohne Kosten ein ganzer Tag gestalten.

Wie kommst du nach Belém und zum Palast von Mafra?

Am einfachsten erreichst du Belém mit der Straßenbahn 15 oder mit dem Zug bis zur Station Belém, von dort sind alle Sehenswürdigkeiten in wenigen Gehminuten erreichbar. Öffentliche Verkehrsmittel zum Palast von Mafra gibt es so gut wie keine, daher ist es einfacher, ein Auto zu mieten oder eine Gruppenführung ab Lissabon zu nehmen. Die Fahrt dauert etwa vierzig Minuten.

Lohnt es sich, Tickets im Voraus zu kaufen?

Für Belém und das Hieronymuskloster lohnt sich der Vorverkauf: Im Sommer ist die Schlange an der Kasse lang. Andere Museen lassen Besucher meist ohne lange Wartezeit hinein. Online-Tickets sind in der Regel an ein Zeitfenster gebunden, wähle also eine Morgenzeit, wenn die Säle noch fast leer sind.

Lissabons Sehenswürdigkeiten auf der Karte

Alle 35 Sehenswürdigkeiten sind auf der Karte unten markiert. Speichere sie auf deinem Handy, um deine Route durch die Stadt zu planen.

Die Entfernungen zwischen den zentralen Punkten sind kurz, aber die Stadt liegt auf Hügeln, daher lässt sich ein Teil der Strecke leichter mit der Straßenbahn oder der Metro zurücklegen. Für die Fortbewegung im Zentrum hol dir eine Tageskarte und vergiss die Anstiege nicht.

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Kurz gesagt: was du buchen solltest

Wenn du einen Tag hast, wähle Belém mit dem Turm und dem Hieronymuskloster. Wenn du ein Panorama ohne Warteschlangen möchtest, geh hinauf zum Aussichtspunkt São Pedro de Alcântara. Wenn du mit Kindern reist, ergänze das Ozeanarium. Kaufe Tickets für Belém und das Hieronymuskloster im Voraus, damit du keine Zeit an der Kasse verlierst.

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