
Was gibt es in Zürich zu sehen: 35 Orte mit Preisen und Öffnungszeiten
Zürich sieht man zu Fuß, nicht aus dem Fenster einer Straßenbahn. Die Stadt ist klein, aber dicht: Kathedralen, Museen und Aussichtspunkte liegen nur ein paar Häuserblocks voneinander entfernt.
Die Herausforderung liegt woanders. Es gibt hier mehr als dreißig herausragende Orte, manche Museen haben montags geschlossen, und der Chinagarten ist nur von März bis Oktober geöffnet. Du wirst mehr Zeit damit verbringen, Öffnungszeiten und Tickets nachzuschlagen, als die Stadt selbst zu erkunden.
Unten findest du alle 35 Zürcher Sehenswürdigkeiten in einer Liste. Zu jedem Ort erfährst du, was ihn von seinen Nachbarn unterscheidet, wie du hinkommst und was du im Voraus planen solltest. Wir haben Adressen, Zeiten und Preise im September 2026 mit den offiziellen Seiten der Museen und des Zürcher Tourismusbüros abgeglichen.
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Zürich: das Wichtigste für Touristen
Die Stadt ist kompakt. Die Altstadt liegt zwischen dem Hauptbahnhof und der Limmat, und die Hälfte dieser Liste schaffst du zu Fuß. Zu den weiter entfernten Orten bringen dich Trams, S-Bahnen und eine kurze Standseilbahn.
💡 Kurz gesagt:
- Erkunde die Altstadt zu Fuß: Kathedralen und Plätze sind höchstens zehn Gehminuten voneinander entfernt.
- Kaufe Tickets nach ZVV-Zonen, am Automaten an der Haltestelle oder in der App.
- Hebe dir den Montag für Spaziergänge auf: Manche Museen haben an diesem Tag geschlossen.
- Preise und Öffnungszeiten: Stand: 09/2026, geprüft auf der offiziellen Website des Zürcher Tourismusbüros.
1. Kunsthaus
© Roland zh · CC BY-SAFoto: Roland zh, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDas Kunsthaus beherbergt acht Jahrhunderte Kunst und gilt als das wichtigste Kunstmuseum des Landes. In seinen Galerien sind Monet, Picasso, Chagall, Dalí und Giacometti zu sehen, daneben Schweizer Malerei vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Ein eigener Flügel ist der Sammlung Bührle gewidmet, die 2021 aus einem privaten Museum in Zürich hierher umgezogen ist (laut Kunsthaus Zürich).
Für dich ist das das berechenbarste Museum der Stadt. Ein Durchgang verbindet den Altbau mit dem neuen Flügel, die Beschilderung ist zweisprachig mit Englisch, und man kann sich kaum verlaufen. Plane mindestens zwei Stunden ein: Weniger bedeutet, dass du an ganzen Galerien vorbeihastest. Ein Teil der Sammlung wird für Ausstellungen umgehängt, also prüfe den Zeitplan im Voraus. Wenn du nicht an der Kasse warten möchtest, hol dir Zürcher Museumstickets auf Tiqets mit Zeitfenster.
Im Inneren gibt es eine Kunstbibliothek und einen Souvenirladen, nach den Galerien kannst du also leicht noch eine halbe Stunde verweilen. Abends finden Themenveranstaltungen und Musikprogramme statt. In der Nähe liegt der Heimplatz, wo das Universitätsviertel beginnt und der Aufstieg zur Polybahn startet. Du kannst das Museum und die Standseilbahn zu einem kurzen Spaziergang verbinden.
- Anreise: Tram 3, 8, 9 und Bus 31, Haltestelle Kunsthaus.
- Kosten: Ein Erwachsenen-Ticket kostet über 20 CHF, ermäßigte Preise sind günstiger (Stand: 09/2026, Kunsthaus Zürich).
- Der Haken: Das Museum ist montags geschlossen.
2. Zoo Zürich
© Adrian Michael · CC BYFoto: Adrian Michael, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.5), Wikimedia CommonsDer Zoo Zürich liegt an einem Hang und zählt zu den besten in Europa. Mehr als 380 Arten leben hier: Elefanten im Kaeng-Krachan-Park, Lemuren im Masoala-Regenwald. Du läufst auf Wegen zwischen den Gehegen und siehst die Tiere oft durch Glas, fast ohne Gitter.
Plane einen halben Tag ein. Das Gelände ist groß und die Anstiege sind steil, deshalb ist es einfacher, deine Route von unten nach oben zu planen. Auch für Kinder gibt es viel: Spielplätze und den Kinderzoo Zoolino mit Haustieren. Die Fütterungszeiten bekommst du am Eingang.
- Anreise: Tram 5, 6 und Bus 39, 751, Haltestelle Zoo.
- Öffnungszeiten: März bis Oktober 9 bis 18 Uhr, November bis Februar 9 bis 17 Uhr, der Masoala-Regenwald öffnet um 10 Uhr (Stand: 09/2026, Zoo Zürich).
- Der Haken: Von November bis Februar schließt der Park eine Stunde früher.
3. Urania-Sternwarte
© Shesmax · CC BY-SAFoto: Shesmax, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Urania-Sternwarte ist seit über einem Jahrhundert im Zentrum in Betrieb. Der Turm steht an der Limmat nahe dem Bahnhof. Unter der Kuppel schaust du durch große Teleskope auf Planeten, den Mond und Sterne, und du bekommst von oben auch einen Panoramablick auf die Stadt und die Alpen.
Gezeigt wird mehr als nur der Himmel. Die Guides erklären den Aufbau des Sonnensystems und beantworten während der Führung Fragen. Die Tour dauert etwa eineinhalb Stunden. Mit Kindern unter zehn Jahren ist es besser, ein eigenes Programm zu wählen, sonst langweilen sie sich bei einer Erwachsenenführung.
- Anreise: Tram 7, 11 und 13.
- Wann: Führungen am Donnerstag, Freitag und Samstag, Beginn spät am Abend, die genauen Zeiten findest du auf der Website der Sternwarte.
- Der Haken: Bei bewölktem Wetter ist die Sternwarte nicht in Betrieb.
4. Rheinfall
© Gzzz · CC BY-SAFoto: Gzzz, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDer Rheinfall ist eine vierzigminütige Fahrt von Zürich entfernt und nach wie vor der wasserreichste Wasserfall Europas. Das Wasser stürzt aus 23 Metern Höhe herab, und die Fallkante erstreckt sich über fast 150 Meter. Du hörst das Tosen lange, bevor du das Wasser siehst.
Du kannst ihn von drei Seiten betrachten. Ein Boot vom nördlichen Ufer bringt dich direkt bis zum Felsen, und du steigst über Treppen bis ganz an die Wasserkante. Auf der Seite von Schloss Laufen sind Galerien über dem Wasserfall geöffnet. Ende Juli wird über dem Wasserfall ein Feuerwerk zur Feier des Schweizer Nationalfeiertags veranstaltet.
- Anreise: Zug von Zürich nach Schaffhausen, dann ein Regionalzug bis zur Haltestelle Schloss Laufen am Rheinfall.
- Boot: Abfahrten vom nördlichen Ufer gibt es alle paar Minuten.
- Der Haken: Die Aussichtsplattformen sind windig und nass von der Gischt, eine Regenjacke ist also eine gute Idee.
5. Grossmünster
© Ikiwaner · CC BY-SAFoto: Ikiwaner, CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/), Wikimedia CommonsDas Grossmünster, die reformierte Hauptkirche der Stadt, wurde im 12. Jahrhundert begonnen. Die Kirche wurde an dem Ort errichtet, an dem der Überlieferung nach die Märtyrer Felix und Regula begraben sind. Die Schweizer Reformation unter Ulrich Zwingli nahm hier ihren Anfang.
Im Inneren erwarten dich romanische Kapitelle und strenge Schlichtheit, und von der Aussichtsplattform siehst du die gesamte Altstadt und den See. Mittwochs finden in der Kirche Orgelkonzerte statt. Eine lange Treppe führt den Turm hinauf, einen Aufzug gibt es nicht, aber die Aussicht ist es wert.
- Anreise: Tram 4 und 15, Haltestelle Rathaus.
- Öffnungszeiten: Die Kirche ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet, im Winter schließt sie früher; die Türme sind von 10 bis 17 Uhr zugänglich (siehe Website der Kirchgemeinde).
- Kosten: Die Turmbesteigung ist kostenpflichtig, der Eintritt liegt im niedrigen zweistelligen Bereich, den genauen Preis findest du auf der Website der Kirchgemeinde.
- Der Haken: Der Turm ist nur über Treppen zugänglich, einen Aufzug gibt es nicht.
6. Landesmuseum Zürich
© Flominator ( talk ) · CC BY-SAFoto: Flominator ( talk ), CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/), Wikimedia CommonsDas Schweizerische Nationalmuseum (Landesmuseum) liegt in einem alten Schloss direkt gegenüber vom Hauptbahnhof. Die Ausstellung deckt die gesamte Geschichte des Landes ab, von der Steinzeit bis ins 20. Jahrhundert. Du siehst Ritterrüstungen, antike Möbel, Münzen und Bankschließfächer, in denen die Menschen einst ihre Ersparnisse aufbewahrten.
Das Museum ist zwei Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt, daher lässt es sich leicht als erste oder letzte Station des Tages einplanen. Du bewegst dich in chronologischer Reihenfolge durch die Säle, und die Logik erschließt sich auch ohne Führung. Die Beschriftungen sind auf Deutsch, Französisch und Englisch vorhanden, einen Audioguide brauchst du also nicht.
- Anreise: Tram 4, 11, 13 und Bus 46.
- Öffnungszeiten: Di, Mi und Fr, Sa 10-17 Uhr, Donnerstag bis 19 Uhr, Montag geschlossen (aktuelle Infos auf der Website des Museums).
- Der Haken: In den Sälen ist Fotografieren nicht erlaubt.
7. Langstrasse
© Martin E. Walder · CC BY-SAFoto: Martin E. Walder, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Langstrasse gilt als Zürichs kontrastreichstes Viertel. Tagsüber findest du hier Boutiquen, Galerien und Restaurants, abends verwandelt sich dieselbe Straße in eine Aneinanderreihung von Bars und Clubs. Das Programm Langstrasse Plus hat das Gebiet aufgeräumt: Einige Fassaden wurden saniert, aber der Charakter ist geblieben.
Komm hierher für echtes Stadtleben, nicht für Postkartenmotive. Mehr als die Hälfte der Bewohner des Quartiers ist in Einwandererfamilien aufgewachsen, daher die Mischung aus Küchen, Läden und Sprachen. Alle zwei Jahre verwandelt sich die Straße in das Langstrassenfest mit Musik direkt auf dem Asphalt.
- Anreise: Tram 8, Haltestelle Helvetiaplatz.
- Der Haken: Abends ist es hier laut, und du bleibst besser auf Straßen, wo Menschen unterwegs sind.
8. Spielzeugmuseum
© Flominator ( talk ) · CC BY-SAFoto: Flominator ( talk ), CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDas Zürcher Spielzeugmuseum liegt versteckt im Gebäude an der Fortunagasse in der Altstadt. Auf zwei Etagen findest du eine Sammlung europäischer Spielzeuge vom 18. bis zum 20. Jahrhundert: frühe Dampflokomotiven, Blechautos, Puppen in prächtigen Kleidern. Hier lässt sich nachvollziehen, wie sich Spielzeug über zweihundert Jahre verändert hat.
Die Ausstellung ist nach Themen und Chronologie gegliedert, sodass du dem Rundgang auch ohne Führung gut folgen kannst. Eigene Vitrinen sind Zinnsoldaten, Teddybären und einer großen Modelleisenbahn gewidmet. Kinder können sich in einer speziellen Ecke nach Herzenslust austoben, während Erwachsene die Puppen studieren.
- Anreise: Tram 6, 7, 11 und 13, Haltestelle Rennweg.
- Öffnungszeiten: Werktags ist das Museum nachmittags geöffnet, samstags tagsüber, sonntags geschlossen.
- Der Haken: kurze Öffnungszeiten und sonntags geschlossen.
9. Die Sammlung Bührle
Die Sammlung Bührle wurde vom Industriellen Emil Bührle zusammengetragen. Er kaufte sein Leben lang moderne Kunst: Picasso, Van Gogh, Monet, Modigliani und Rembrandt. Die Sammlung war ursprünglich in einem eigenen Museum in Zürich ausgestellt, seit 2021 wird sie im neuen Flügel des Kunsthauses gezeigt (laut offizieller Website des Kunsthauses).
© Tony Badwy · CC BY-SAFoto: Tony Badwy, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsFür dich ist das die Gelegenheit, eine Privatsammlung im musealen Rahmen zu sehen. Die Räume sind klein, aber dicht bestückt, also versuch nicht, alles bei einem Besuch anzuschauen. 2008 wurden vier Gemälde aus dem alten Museum gestohlen, seither wird die Geschichte der Sammlung besonders genau erforscht.
- Wo zu sehen: im Kunsthaus Zürich, kein separates Ticket nötig.
- Kosten: im allgemeinen Museumsticket enthalten; den Preis prüfst du auf der Website des Kunsthauses.
- Der Haken: Ein eigenes Bührle-Museum gibt es in Zürich nicht mehr; die Sammlung ist umgezogen.
10. Fraumünster
© Fred Romero from Paris, France · CC BYFoto: Fred Romero from Paris, France, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia CommonsDas Fraumünster, ein ehemaliges Frauenkloster, steht am Paradeplatz. Die Kirche wurde im 9. Jahrhundert gegründet, doch das Gebäude brannte mehrfach ab und wurde wieder aufgebaut. Von außen empfängt dich ein grauer Bau mit grünem Turmhelm, das Interessanteste aber verbirgt sich im Inneren: die Glasfenster von Marc Chagall.
Chagall schuf fünf zehn Meter hohe Fenster im Alter von 83 Jahren, und er führte alle Arbeiten selbst aus. Jedes Fenster besteht aus blauem und rotem Glas und erzählt eine biblische Geschichte. Später ergänzte der Künstler ein Rundfenster, womit die Zahl der Glasfenster auf sechs stieg. Daneben hörst du eine große Orgel mit fünfeinhalbtausend Pfeifen.
- Anreise: Tram 2, 7, 9, 11 und 13, Haltestelle Paradeplatz.
- Öffnungszeiten: Mo, Sa 10-18 Uhr, Sonntag ab 11 Uhr; im Winter schließt die Kirche früher.
- Der Haken: Fotografieren ist im Inneren nicht erlaubt.
11. St. Peterskirche
© BrianMeyer09 · CC BY-SAFoto: BrianMeyer09, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie St. Peterskirche (St. Peter) wirkt bescheiden, doch ihr Turm ist von vielen Stellen der Stadt aus sichtbar. Sie ist die älteste Pfarrei Zürichs und ein praktischer Orientierungspunkt für Besucher. Im Turm befindet sich das größte kirchliche Zifferblatt Europas, das Zifferblatt ist also sogar vom anderen Limmatufer aus zu erkennen.
Innen wirkt der Raum still und schlicht: Stuck an den Wänden, strenge Säulen, Licht durch Rundfenster. Du kannst dich in Ruhe hinsetzen oder auf die Aussichtsplattform steigen. Turmbesteigungen sind nur nach Voranmeldung möglich, also buche am besten im Voraus.
- Anreise: Tram 4 und 15, Haltestelle Rathaus oder Helmhaus.
- Öffnungszeiten: Mo, Fr 8-18 Uhr, Samstag 10-16 Uhr, Sonntag 11-17 Uhr.
- Der Haken: Der Turm ist nur nach Voranmeldung zugänglich.
12. Polybahn
© MPorciusCato at fi.wikipedia · CC BY-SAFoto: MPorciusCato at fi.wikipedia, CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/), Wikimedia CommonsDie Polybahn wurde 1889 für Studierende und Dozierende in Betrieb genommen. Die Strecke ist kurz: zwei Stationen und 175 Meter Gleis dazwischen. Dafür ist die Steigung mit bis zu 23 Prozent steil, und der kleine Wagen bringt dich in etwa einer Minute vom Ufer zur Universität.
Heute ist sie Attraktion und Verkehrsmittel zugleich. Eine Bank kaufte die Bahn, um sie vor der Stilllegung zu bewahren, deshalb trägt die Polybahn offiziell ihren Namen. 1996 wurde die Technik erneuert und automatisiert, die Holzausstattung des alten Wagens blieb jedoch erhalten. Du fährst damit auch, wenn du einfach nur zur Universität hinauf willst.
- Anreise: Tram 3, 4, 6, 7 und Bus 31, 33, 34, 46, Haltestelle Central.
- Betriebszeiten: Mo, Fr ungefähr von 6:45 bis 19:15 Uhr, Samstag bis 14:00 Uhr.
- Der Haken: Sonntags fährt die Polybahn nicht.
13. Altstadt
© Thomas Wolf , www.foto-tw.de · CC BY-SAFoto: Thomas Wolf , www.foto-tw.de, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en), Wikimedia CommonsDie Altstadt erstreckt sich über rund zwei Quadratkilometer zwischen Bahnhofstrasse und Limmat. Die ersten Gebäude entstanden hier bereits in römischer Zeit, und die Überreste der römischen Thermen sind in einem gläsernen Atrium ausgestellt. Du gehst vorbei an Kirchen, Brunnen und Häusern, die statt Nummern die Namen ihrer Besitzer trugen.
Offiziell ist das Quartier in vier Teile gegliedert: Rathaus, Hochschulen, City und Lindenhof. Ohne Plan verirrst du dich hier leicht, also geh vom Bahnhof Richtung Fluss und kehre über eine andere Straße zurück. Souvenirs und Antiquitäten werden in kleinen Läden im ganzen Viertel verkauft. Wenn du in der Nähe übernachten möchtest, schau dir Hotels in der Zürcher Altstadt auf Trip.com an, am besten frühzeitig: In der Saison sind die Preise höher, aber alles ist schnell erreichbar.
- Orientierung: vom Hauptbahnhof die Bahnhofstrasse hinunter und weiter Richtung Limmat.
- Der Haken: Tagsüber ist das Zentrum voller Touristen und fast immer laut.
14. Paradeplatz
© Dietmar Rabich · CC BY-SAFoto: Dietmar Rabich, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDer Paradeplatz liegt in der Mitte der Bahnhofstrasse, der wichtigsten Einkaufsstraße der Stadt. Der Platz wird regelmäßig für Konzerte, Märkte und Ausstellungen genutzt, und hier beginnt der jährliche Umzug der Zünfte. Rundherum bist du umgeben von Boutiquen, Banken, Cafés und alteingesessenen Confiserien.
Der Paradeplatz ist außerdem der wichtigste Tram-Knotenpunkt: Viele Linien laufen hier zusammen, daher eignet sich der Platz gut zum Umsteigen. Einige Gebäude stammen noch aus dem Mittelalter, und das Baujahr ist an den Fassaden ablesbar. Von hier erreichst du den Zürichsee zu Fuß in nur wenigen Minuten.
- Anreise: Tram 2, 7, 9, 11 und 13.
- Der Haken: Zur Stoßzeit ist der Platz voller Trams und Menschenmassen.
15. Bürkliplatz
Der Bürkliplatz wurde Ende des 19. Jahrhunderts an der Stelle der Stadtbefestigung eröffnet und nach dem Ingenieur Arnold Bürkli benannt. Von der Aussichtsplattform siehst du den See und am Horizont die Alpen. Bei warmem Wetter legen am Steg Rundfahrtschiffe und Ausflugsboote ab.
© Fred Romero from Paris, France · CC BYFoto: Fred Romero from Paris, France, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia CommonsDer Platz ist leicht an der Blumenuhr mit ihrem weißen und grünen Zifferblatt zu erkennen. Seit 1910 steht hier ein Brunnen mit einer Figur des Theseus, der einen Stier hält. Samstags im Sommer findet auf dem Bürkliplatz ein Flohmarkt statt, und zweimal pro Woche gibt es auf dem Platz Bauernstände mit lokalen Produkten.
- Anreise: Tram 2, 5, 8, 9 und Busse, Haltestelle Bürkliplatz.
- Der Haken: Samstags zieht der Markt viele Menschen an, und entlang der Uferpromenade gibt es nur wenige Plätze.
16. Bahnhofstrasse

Die Bahnhofstrasse erstreckt sich über 1,4 Kilometer vom Hauptbahnhof bis zum See. Die Straße wurde in den 1860er-Jahren auf dem Gelände alter Befestigungsanlagen und eines Stadtgrabens angelegt. Heute ist sie eine der teuersten Einkaufsstraßen der Welt, wo du Uhren, Juweliergeschäfte und Luxusmarken findest.
Abgesehen von Trams fährt fast kein Verkehr durch die Straße, deshalb lässt sie sich gut zu Fuß erkunden. Banken, Restaurants, Hotels und alte Confiserien säumen die Gehwege. Vor den Schaufenstern verliert man leicht das Zeitgefühl, also entscheide vorher, was du wirklich brauchst.
- Anreise: Trams und Busse bis Paradeplatz oder Haltestelle Bahnhofstrasse/HB.
- Der Haken: Die Preise liegen über dem Durchschnitt, und sonntags sind die Geschäfte geschlossen.
17. Friedhof Fluntern
© Charly Bernasconi · CC BY-SAFoto: Charly Bernasconi, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDer Friedhof Fluntern liegt an einem Hang zwischen der Stadt und dem Zürichbergwald. Hier sind berühmte Persönlichkeiten begraben: der Schriftsteller James Joyce, die Nobelpreisträger Elias Canetti und Paul Karrer. Joyces Grab ist dank der Hinweisschilder am Eingang leicht zu finden.
Touristen kommen wegen der Ruhe und der Grabmalplastik hierher. Die Anlage ist gepflegt, die Wege steigen an, und zwischen den Gräbern wachsen Bäume. Am Eingang steht eine Kapelle mit Platz für hundert Personen, und ein separater Pavillon ist als Ruheraum für Besucher eingerichtet. Du kannst durch die Alleen spazieren und Grabmäler aus verschiedenen Epochen sehen.
- Anreise: Vom Bahnhof nimmst du ein Tram Richtung Zürichberg und folgst dann den Schildern zu Fuß.
- Der Haken: Dies ist ein aktiver Friedhof, laute Führungen sind hier also unangebracht.
18. Opernhaus Zürich
Das Opernhaus Zürich wurde 1891 eröffnet. Das Gebäude vereint zwei Stile: Außen heller Stein und Neoklassizismus, innen empfängt dich Rokoko mit Vergoldungen und Stuck. Der Saal bietet rund 1.200 Personen Platz.
© Roland zh · CC BY-SAFoto: Roland zh, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDer Spielplan ist dicht: Mehr als 300 Opern- und Ballettproduktionen gehen jedes Jahr über die Bühne. Viele Aufführungen sind avantgardistisch inszeniert, geh also nicht nur wegen der Klassiker hin. Karten für beliebte Abende sind im Voraus ausverkauft, plane deinen Abend also mehrere Wochen im Voraus.
- Anreise: Trams 2, 5, 8, 9 und Busse, Haltestelle Opernhaus.
- Der Haken: Karten für starke Produktionen sind im Voraus ausverkauft.
19. Museum Rietberg
© Ikiwaner · CC BY-SAFoto: Ikiwaner, CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/), Wikimedia CommonsDas Museum Rietberg steht im Rieterpark und widmet sich der Kunst aus Afrika, Asien, Amerika und Ozeanien. Die Sammlung basiert auf den Beständen des Barons von der Heydt: Jadefiguren aus China, Bronzen aus Tibet, Bücher aus Japan und Skulpturen aus Kambodscha. Du siehst Raritäten, die in Europa selten gezeigt werden.
Die Ausstellung ist in drei Villen aus dem 19. Jahrhundert untergebracht, 2007 kam der Pavillon „Smaragd" hinzu. Der Park eignet sich gut für einen Spaziergang vor oder nach dem Museumsbesuch. Neben der Dauerausstellung zeigt das Museum Themenausstellungen und Konzerte mit klassischer Musik.
- Anreise: Tram bis Haltestelle Museum Rietberg.
- Der Haken: Einige Villen sind zwischen den Ausstellungen geschlossen, prüfe also den Zeitplan.
20. Museum für Gestaltung
© Photones · CC BY-SAFoto: Photones, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDas Museum für Gestaltung gilt als das älteste Designmuseum der Welt. Eine eigene Ausstellung gab es hier bereits 1875, und die Bestände sind auf rund 300.000 Objekte angewachsen. Die Sammlung gliedert sich in Plakate, Grafikdesign, Kunstgewerbe und Industriedesign.
Für dich ist das die Gelegenheit, das Schweizer Plakat und die Typografie zu sehen, für die das Land weltweit bekannt ist. Die Sammlung verteilt sich auf zwei Standorte, prüfe also vorher, was wo gezeigt wird. Das Museum hat einen Shop mit Markenartikeln und Designer-Souvenirs.
- Anreise: Trams bis zu den Haltestellen nahe Ausstellungsstrasse und Toni-Areal.
- Der Haken: Das Museum ist montags geschlossen.
21. Uhrenmuseum Beyer
© Natalia Sverdlova · CC BY-SAFoto: Natalia Sverdlova, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDas Uhrenmuseum Beyer befindet sich an der Bahnhofstrasse 31, direkt über dem Laden des Unternehmens. Die Familie Beyer beschäftigt sich seit dem 18. Jahrhundert mit Zeitmessern, und die Sammlung ist auf mehr als 500 Exponate angewachsen. Du kannst die gesamte Geschichte der Zeitmessung nachvollziehen: von Sonnenuhren und Wasseruhren bis zu Quarz- und Atomuhren.
Das älteste Exponat stammt aus dem Jahr 1400 v. Chr. Ein eigener Bereich ist Uhren berühmter Persönlichkeiten gewidmet, darunter eine, die Sir Edmund Hillary gehörte, dem ersten Menschen auf dem Gipfel des Everest. Der Besuch lässt sich gut bei einem Spaziergang über die Bahnhofstrasse einschieben und dauert nicht lange.
- Anreise: Trams bis Paradeplatz, das Museum ist nur wenige Gehminuten entfernt.
- Der Haken: Die Ausstellung ist klein, nur ein paar Räume über dem Laden.
22. FIFA Museum
© Tony Badwy · CC BY-SAFoto: Tony Badwy, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDas FIFA Museum wurde 2016 auf Initiative von Joseph Blatter eröffnet. Das achtstöckige Gebäude kostete 140 Millionen Schweizer Franken. Die Sammlung umfasst mehr als tausend Exponate, hunderte Videos und tausende Fotografien, und die Galerien erzählen die Geschichte der Fußballturniere.
Interaktive Zonen machen das Museum lebendig: Du kannst dich als Kommentator, Schiedsrichter oder Spieler ausprobieren, ein Trikot anprobieren und ein Foto mit der Trophäe machen. 2026 feiert das Museum sein zehnjähriges Bestehen, aber der originale WM-Pokal ist ab dem 15. September vorübergehend nicht ausgestellt (laut FIFA Museum). Im Inneren gibt es eine Sportsbar, ein Café und einen Shop. Die Ausstellung ist täglich außer montags geöffnet.
- Anreise: Trams und S-Bahnen bis Bahnhof Enge.
- Der Haken: Montags geschlossen.
23. Rathaus
© roland zh · CC BY-SAFoto: roland zh, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDas Zürcher Rathaus steht an der Limmat in der Altstadt. Das Gebäude wurde Ende des 17. Jahrhunderts für den Stadtrat errichtet und ist seither nahezu unverändert geblieben. Du siehst eine Steinfassade mit Arkaden, Reliefs und barocke Innenräume mit Kristalllüstern.
Im Inneren sind der Ratssaal mit seinem Keramikofen und geschnitzte Holztüren erhalten. Seit 1978 steht das Rathaus unter Denkmalschutz, und heute tagt hier der Kantonsrat. Das Gebäude ist für Besucher geöffnet, aber es ist ein funktionierendes Regierungsgebäude.
- Anreise: Trams 4 und 15, Haltestelle Rathaus.
- Der Haken: Einige Räume sind geschlossen, da der Rat hier echte Arbeit leistet.
24. Uetliberg: der Planetenweg
© Roland zh · CC BY-SAFoto: Roland zh, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDer Uetliberg erhebt sich 871 Meter über dem Meeresspiegel. Wanderwege, Radwege und die S10 führen auf den Gipfel. Von der Aussichtsplattform siehst du Zürich, den See und die Alpen, an klaren Tagen sogar die schneebedeckten Gipfel.
Die Hauptattraktion des Gipfels, der Planetenweg, verläuft entlang des Grats von Uto Kulm bis Felsenegg. Ein Meter des Wegs entspricht einer Million Kilometern, und die Plattform auf dem Gipfel stellt die Sonne dar. Im Sommer betreibt hier ein Gleitschirmzentrum, und du kannst mit einem Fluglehrer über die Stadt fliegen.
- Anreise: S10 ab Hauptbahnhof bis Bahnhof Uetliberg.
- Der Haken: Bei Regen und Nebel ist die Aussicht verdeckt, dann lohnt sich der Aufstieg nicht.
25. Lindenhof
© Ank Kumar · CC BY-SAFoto: Ank Kumar, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDer Lindenhof, der „Linden-Innenhof", liegt auf einem Hügel mitten im Stadtzentrum. Hier findest du Linden, Bänke und den besten kostenlosen Blick auf die Altstadt und die Limmat. Auf dem Platz steht ein Brunnen mit der Figur einer Kriegerin.
Die Skulptur erinnert an eine Legende aus dem Jahr 1292: Während einer Belagerung legten die Frauen der Stadt Rüstungen an und stellten sich neben den Männern in Formation auf, woraufhin der Feind sich zurückzog, erschreckt von dem, was wie ein großes Heer wirkte. In der Nähe steht das Gebäude einer Freimaurerloge. Komm am Abend hierher, wenn die Reisegruppen weiterziehen und der Platz still wird.
- Anreise: mit den Straßenbahnen 4 und 15 bis Rathaus, dann die Treppe hinauf.
- Der Haken: tagsüber ist der Platz voller Reisegruppen.
26. Zürich Hauptbahnhof
© Ikiwaner · CC BY-SAFoto: Ikiwaner, CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/), Wikimedia CommonsDer Zürcher Hauptbahnhof ist das Tor zur Stadt und der größte Verkehrsknotenpunkt des Landes. Täglich fahren hier Hunderte Züge ab, darunter internationale Verbindungen aus Deutschland, Österreich, Italien und den Niederlanden. Empfangen wirst du von einem zweigeschossigen neoklassizistischen Gebäude mit Säulen und Skulpturen.
Die Flughafenanbindung ist bequem: Die Zugfahrt dauert etwa zehn Minuten, was wichtig ist, wenn du einen frühen Flug hast. Im Bahnhof gibt es Cafés, Geschäfte und einen Informationsschalter, vor dem Eingang steht ein Denkmal für Alfred Escher. Die Bahnhofstrasse beginnt direkt am Bahnhof, und die gesamte Altstadt liegt in der Nähe. Zugtickets für die Schweiz auf Trip.com lassen sich bequem im Voraus buchen, besonders für Strecken in die Alpen.
- Anreise: S-Bahn und Trams bis zur Haltestelle Zürich HB.
- Der Haken: Im Berufsverkehr ist der Bahnhof brechend voll, plane also zusätzliche Zeit fürs Umsteigen ein.
27. Alter Botanischer Garten
© Roland zh · CC BY-SAFoto: Roland zh, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDer Alte Botanische Garten gehört zur Universität Zürich und ist eine der schönsten Grünflächen der Stadt. Die Geschichte des Ortes beginnt mit einem „Kräutergarten" aus dem 16. Jahrhundert, der heutige Park wurde Mitte des 18. Jahrhunderts angelegt. 1877 entstand hier das Palmenhaus für Pflanzen aus warmen Klimazonen.
Heute ist der Pavillon zu einem Konzertort geworden, an dem Musik aufgeführt und Theater gespielt wird. Das Arboretum, ein Heilpflanzengarten und ein kleines ethnologisches Museum stehen Besuchern offen. Das Gelände ist in Zonen unterteilt, die jeweils die Flora ihres natürlichen Klimagürtels zeigen.
- Anreise: Trams Richtung Universität Zürich.
- Der Haken: An warmen Wochenenden ist der Garten am vollsten.
28. Chinagarten
© karlheinz klingbeil · CC BYFoto: karlheinz klingbeil, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0), Wikimedia CommonsDer Chinagarten war ein Geschenk der Partnerstadt Kunming an Zürich. Schweizer Ingenieure halfen dort beim Aufbau der Wasserversorgung, und als Gegenleistung wurde 1993 am westlichen Seeufer ein Garten im östlichen Stil angelegt. Geöffnet ist er nur in der warmen Jahreszeit, von März bis Oktober.
Die Gestaltung dreht sich um die drei „Freunde des Winters": Bambus, Kiefer und Pflaumenblüte. Chinesische Gärtner wählten diese Pflanzen wegen ihrer Frostresistenz, und sie haben sich im Klima nahe der Alpen gut etabliert. Du überquerst eine Steinbrücke über einen Teich, siehst einen Pavillon auf einer Insel und ein kleines Haus mit geschwungenem Dach, das an eine Pagode erinnert.
- Anreise: Tram 2 oder 4 Richtung Zürichhorn.
- Der Haken: Von November bis Februar ist der Garten geschlossen.
29. Confiserie Sprüngli
© Johnny Chicago at lb.wikipedia · CC BY-SAFoto: Johnny Chicago at lb.wikipedia, CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/), Wikimedia CommonsDie Confiserie Sprüngli ist seit 1836 an der Bahnhofstrasse tätig. Hier wurde das Luxemburgerli erfunden, die Süßigkeit, die selbst Menschen ins Café lockt, die eigentlich gar kein Dessert geplant hatten. Das Geheimnis liegt in natürlichen Zutaten und einer alten Technik, die unverändert beibehalten wurde.
Im Erdgeschoss findest du Vitrinen mit Trüffeln, Schokoladentafeln und saisonalen Süßigkeiten. Im ersten Stock gibt es ein Café, in dem du ein Dessert am Tisch genießen und Kaffee bestellen kannst. Luxemburgerli gibt es mit Haselnuss, Schokolade, Vanille, Kaffee, Zitrone und Erdbeere.
- Anreise: Trams bis zur Haltestelle Paradeplatz.
- Der Haken: Am Wochenende kann es an der Theke eine Schlange geben.
30. Zürichhorn Park
Der Zürichhorn Park erstreckt sich am Seeufer im östlichen Teil der Stadt. Millionen Menschen kommen jedes Jahr hierher, um am Wasser zu spazieren und die Berge zu betrachten. An Sommerabenden betreibt der Park ein großes Open-Air-Kino.
© Roland zh · CC BY-SAFoto: Roland zh, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDer Park verbindet verschiedene Epochen. Hier steht die futuristische Skulptur Eureka, und in der Nähe befindet sich der Le-Corbusier-Pavillon, ein markantes Gebäude aus Glas und Beton mit schwebendem Dach. Im Inneren gibt es ein privates Museum der Designerin Heidi Weber, das dem Werk des Architekten gewidmet ist. Für dich ist dies ein Ort für einen langsamen Spaziergang, kein Punkt auf einer Abhakliste.
- Anreise: Tram 2 oder 4 bis zur Haltestelle Zürichhorn.
- Der Haken: Im Sommer ist die Uferpromenade überlaufen, und auf den Rasenflächen gibt es wenig Schatten.
31. Wasserkirche
© Roland zh · CC BY-SAFoto: Roland zh, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsWasserkirche bedeutet „Kirche auf dem Wasser". Sie steht an der Stelle einer ehemaligen Flussinsel, auf der der Legende nach die Märtyrer Felix und Regula, die Schutzpatrone Zürichs, hingerichtet wurden. Die Kirche stammt etwa aus dem 10. Jahrhundert, auch wenn manche Historiker auf das 13. Jahrhundert verweisen.
Im 15. Jahrhundert wurde das Gebäude umgebaut und der Innenraum dem spätgotischen Stil angepasst. Heute finden hier noch Gottesdienste statt, und im angrenzenden Helmhaus ist eine Galerie für zeitgenössische Schweizer Kunst untergebracht. Du kannst hineingehen, dich im Saal umsehen und zum Wasser hinuntergehen.
- Anreise: zu Fuß vom Rathaus oder mit dem Tram bis Helmhaus.
- Der Haken: Der Innenraum ist schlicht, du brauchst also nur wenig Zeit für die Besichtigung.
32. Cabaret Voltaire
© Adrian Michael · CC BY-SAFoto: Adrian Michael, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDas Cabaret Voltaire eröffnete 1916 und wurde zur Geburtsstätte des Dadaismus. Tristan Tzara, Hans Arp und andere Künstler traten hier auf, und ihre provokativen Abende schockierten das Publikum. Später kam Lenin im Cabaret vorbei, um Schach zu spielen.
Heute ist es weniger eine Bühne als vielmehr eine Bar, Galerie und kleine Bibliothek. Du siehst Archivplakate und Fotografien, abends finden Ausstellungen und Workshops statt. Der Ort ist kunsthistorisch bedeutend, aber erwarte kein großes Museum.
- Anreise: Tram 4 und 15 bis Rathaus, dann zu Fuß durch die Altstadt.
- Der Haken: Heute ist es eher eine Bar mit Galerie als ein Cabaret.
33. Tram-Museum
© Roland zh · CC BY-SAFoto: Roland zh, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDas Tram-Museum eröffnete 1967 in einem ehemaligen Depot. Es beherbergt Trams aus allen Epochen, darunter Exemplare, die als Einzelstücke erhalten sind. Die ältesten Fahrzeuge sind über 120 Jahre alt, und fast alle sind noch fahrtüchtig.
Die Trams in Zürich befördern mehr als die Hälfte aller Fahrgäste, daher wirkt das Museum wie eine lebendige Erweiterung der Stadt. Oldtimer-Trams fahren regelmäßig mit Besuchergruppen durch die Straßen. Das ist ein großartiger Stopp, wenn du mit Kindern unterwegs bist oder Technik liebst.
- Anreise: Trams bis zur Haltestelle beim Depot; die genaue Route findest du auf der Website des Museums.
- Der Haken: Das Museum hat begrenzte Öffnungszeiten, prüfe sie vor deinem Besuch.
34. Mühlerama
Das Mühlerama (Brotmuseum) befindet sich in einem alten Mühlengebäude im Quartier Tiefenbrunnen. Das Gebäude wurde im späten 19. Jahrhundert im Stil palastartiger Architektur errichtet, später war hier siebzig Jahre lang eine Brauerei in Betrieb. Das Museum rund um Brot und Müllerei eröffnete in den 1980er-Jahren.
Das Herzstück, eine funktionierende Mühle, zeigt dir, wie Getreide zu Mehl wird. Hier finden Backkurse statt, und die Restaurants vor Ort kochen mit lokal gemahlenem Mehl. Die Läden auf dem Gelände verkaufen Konfitüren, Küchenartikel und seltene Kochbücher.
- Anreise: Trams bis zur Haltestelle Tiefenbrunnen.
- Der Haken: Für manche Programme und Workshops ist eine Voranmeldung erforderlich.
35. Uetliberg: Aussichtsturm und Restaurant
© Murdockcrc · CC BYFoto: Murdockcrc, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia CommonsDer zweite Zugang zum Uetliberg führt zum Aussichtsturm und zum Restaurant. Der Turm steht auf dem Gipfel, der Eintritt ist frei, und von hier oben siehst du die gesamte Stadt. Er ist ein beliebter Treffpunkt für Paare und Familien, besonders bei Sonnenuntergang.
Auf dem Berg gibt es ein Hotel-Restaurant mit Schweizer Küche und Picknickplätze. Im Winter kommen die Leute wegen der Schlittelbahn, im Sommer wandern sie über die Hänge. Wenn du in der Höhe zu Abend essen möchtest, reserviere rechtzeitig einen Tisch.
- Anreise: S10 bis zur Station Uetliberg, dann den Schildern zu Fuß folgen.
- Der Haken: Offenes Feuer ist auf den Picknickplätzen verboten.
Zürcher Sehenswürdigkeiten auf der Karte
Alle 35 Orte lassen sich bequem auf einer einzigen Karte ansehen. Öffne sie auf deinem Handy und hake ab, was du geschafft hast: So siehst du, welche Gegenden du bereits erkundet hast und welche für den nächsten Tag übrig bleiben.
Sehenswürdigkeiten von Zürich
Orte auf der Karte
- 1Kunsthaus Zürich Das wichtigste Kunstmuseum des Landes, acht Jahrhunderte Kunst, montags geschlossen
- 2Zoo Zürich Über 380 Arten, die Kaeng-Krachan-Elefanten und der Masoala-Regenwald, ein halber Tag nötig
- 3Sternwarte Urania Teleskopabende donnerstags, freitags und samstags, dazu ein Panorama der Stadt und der Alpen
- 4Grossmünster Die wichtigste protestantische Kirche der Stadt, Ausgangspunkt der Schweizer Reformation
- 5Landesmuseum Zürich Landesgeschichte von der Steinzeit bis zum 20. Jahrhundert in einem alten Schloss gegenüber dem Bahnhof
- 6Langstrasse Das kontrastreichste Viertel: tagsüber Boutiquen und Restaurants, abends Bars und Clubs
- 7Spielzeugmuseum Europäisches Spielzeug des 18.-20. Jahrhunderts auf zwei Etagen eines Hauses an der Fortunagasse
- 8Fraumünster Ein ehemaliges Frauenkloster am Paradeplatz, sechs Glasfenster von Marc Chagall
- 9St. Peterskirche Die älteste Pfarrei der Stadt, ihr Turm trägt Europas größte Kirchenglocken
- 10Polybahn Eine Linie von 1889, 175 Meter von der Uferpromenade zur Universität, sonntags geschlossen
- 11Altstadt Zwei Quadratkilometer zwischen Bahnhofstrasse und Limmat, vier historische Viertel
- 12Paradeplatz Ein Platz mitten an der Bahnhofstrasse und der wichtigste Tramknoten, Startpunkt des Zunftumzugs
- 13Bürkliplatz Eine Blumenuhr und ein Brunnen mit Theseus, vom Kai fahren Ausflugsboote ab
- 14Bahnhofstrasse Eine 1,4 Kilometer lange Einkaufsstraße vom Bahnhof zum See, sonntags Läden geschlossen
- 15Friedhof Fluntern Hier sind James Joyce, Elias Canetti und Paul Karrer begraben, Joyces Grab findet man über Schilder
- 16Opernhaus Eröffnet 1891, Saal für 1200 Zuschauer, mehr als 300 Vorstellungen pro Jahr
- 17Museum Rietberg Kunst aus Afrika, Asien, Amerika und Ozeanien in drei Villen des 19. Jahrhunderts im Rieterpark
- 18Museum für Gestaltung Das älteste Designmuseum der Welt, etwa 300.000 Objekte, montags geschlossen
- 19Uhrenmuseum Beyer Mehr als 500 Exponate über einem Geschäft an der Bahnhofstrasse, das älteste von 1400 v. Chr.
- 20FIFA Museum Acht Stockwerke Fußballgeschichte mit interaktiven Bereichen, montags geschlossen
- 21Rathaus Ein Gebäude vom Ende des 17. Jahrhunderts an der Limmat mit barocken Interieurs, Sitz des Kantonsrats
- 22Uetliberg 871 Meter über der Stadt, ein Sonnensystempfad und Blick auf See und Alpen, hinauf mit dem S10-Zug
- 23Lindenhof Ein Hügel mit Lindenbäumen und dem besten freien Blick auf die Altstadt und die Limmat, ein Brunnen auf der Plattform
- 24Hauptbahnhof Zürich Der wichtigste Verkehrsknoten des Landes, mit der S-Bahn etwa zehn Minuten zum Flughafen
- 25Alter Botanischer Garten Ein Universitätspark mit Arboretum, Arzneipflanzengarten und dem Palmenhaus von 1877
- 26Chinagarten Ein Geschenk der Partnerstadt Kunming, nur von März bis Oktober geöffnet
- 27Confiserie Sprüngli Seit 1836 an der Bahnhofstrasse tätig, hier wurde das Luxemburgerli-Gebäck erfunden
- 28Zürichhornpark Das Seeufer mit der Eureka-Skulptur und dem Le-Corbusier-Pavillon, im Sommer Open-Air-Kino
- 29Wasserkirche Eine Kirche im Wasser an der Stelle einer ehemaligen Flussinsel, die Helmhaus-Galerie in der Nähe
- 30Cabaret Voltaire Geburtsort des Dadaismus 1916, heute eine Bar mit Galerie, Archivplakaten und Workshops
- 31Tram-Museum Wagen aller Epochen in einem ehemaligen Depot, die ältesten über 120 Jahre alt und fast alle fahrbereit
- 32Brotmuseum Eine aktive Mühle in einem Gebäude vom Ende des 19. Jahrhunderts im Stadtteil Tiefenbrunnen, Backworkshops
Wenn du mit dem Flugzeug anreist und dich nicht um den Transport vom Flughafen kümmern möchtest, kannst du einen Transfer ab Flughafen Zürich im Voraus buchen: Der Fahrer erwartet dich in der Ankunftshalle.
Touren und Tickets in Zurich
Geführte Touren, Tickets ohne Anstehen und Aktivitäten — die meisten Angebote sind kostenfrei stornierbar.
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⁉️🤔 Häufige Fragen
Wie viel Zeit brauchst du für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Zürich?
Ein Tag reicht für eine kompakte Route durch die Altstadt: Kunsthaus, Grossmünster, Fraumünster, St. Peterskirche und Lindenhof liegen alle nah beieinander. Für Ausflugsziele wie den Rheinfall oder den Uetliberg solltest du einen weiteren Tag einplanen. Wenn du Museen ohne Zeitdruck besuchen möchtest, plane zwei bis drei Tage ein.
Wann ist die beste Reisezeit für Zürich?
Die warme Jahreszeit dauert von Frühling bis Herbst. Dann sind der Chinagarten, die Rundfahrtschiffe am Bürkliplatz und das Open-Air-Kino im Zürichhorn-Park geöffnet. Im Winter schließen manche Attraktionen eine Stunde früher, dafür ist die Stadt ruhiger. Für die Besteigung des Uetlibergs wähle einen klaren Tag, sonst versperrt dir Nebel die Aussicht.
Brauchst du die Zürich Card?
Die Karte lohnt sich, wenn du viel mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs bist und Museen besuchst: Sie kombiniert Fahrausweise und Ermäßigungen für Eintritte. Für die Route in dieser Liste solltest du vorab durchrechnen, ob sie sich für dich rechnet. Manche Orte wie der Chinagarten und der Zürichhorn-Park sind kostenlos (Stand: 09/2026, zuerich.com).
Welche Museen haben montags geschlossen?
Das Kunsthaus, das Landesmuseum, das Museum für Gestaltung und das FIFA-Museum haben montags geschlossen. Plane den Montag für Spaziergänge: Altstadt, Lindenhof, die Uferpromenaden und der Bürkliplatz sind an jedem Tag zugänglich. Der Zoo hat die ganze Woche geöffnet, schließt aber von November bis Februar eine Stunde früher.
Wie kommst du zum Rheinfall und auf den Uetliberg?
Zum Rheinfall nimmst du einen Zug nach Schaffhausen und anschließend einen Regionalzug bis zur Haltestelle Schloss Laufen am Rheinfall. Für den Uetliberg ist die S10 ab Hauptbahnhof die einfachste Verbindung. Kaufe in beiden Fällen ein Ticket für die gesamte Strecke auf einmal, damit du dich beim Umsteigen nicht an einem Automaten anstellen musst.
Kurz gesagt: was du buchen solltest
Zürich ist klein, und die Entscheidung ist einfach. Gib dem Zentrum einen Tag: Kunsthaus, Grossmünster, Fraumünster und Lindenhof lassen sich alle zu Fuß erkunden. Mit Kindern kommen der Zoo und das Tram-Museum dazu, und für Natur fährst du zum Rheinfall oder auf den Uetliberg.
Wenn du einen freien Tag hast: Altstadt, Grossmünster und Rheinfall. Wenn du mit Kindern unterwegs bist: Zoo, Tram-Museum und der Uetliberg mit seiner Schlittelbahn. Wenn du Ruhe suchst: Friedhof Fluntern, Museum Rietberg und der Alte Botanische Garten.
Zwei Fragen solltest du besser vorab klären. Zürich-Touren zu finden lohnt sich, wenn du die Route nicht selbst planen möchtest, und Hotels im Zentrum auf Trip.com zu prüfen hilft dir, eine Unterkunft in der Nähe der wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu wählen.


