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Prag in 3 Tagen auf eigene Faust: Tagesplan, Tickets und Warteschlangen

Prag in 3 Tagen auf eigene Faust: Tagesplan, Tickets und Warteschlangen

Prag ist kompakter, als Reiseführer es vermuten lassen. Das historische Zentrum kannst du an einem halben Tag durchqueren, aber in drei Tagen schaffst du die Altstadt, die Prager Burg und eine Burg außerhalb der Stadt. Warteschlangen und geschlossene Säle fressen schnell Zeit, wenn du die Reihenfolge der Sehenswürdigkeiten nicht vorab planst.

Die Prager Burg ist ganzjährig geöffnet, der Eintritt zum Gelände ist frei, und du zahlst nur für die Innenbesichtigungen (Stand: 09/2026, offizielle Website). Die Astronomische Uhr schlägt jede volle Stunde, und du kannst sie vom Platz aus ohne Ticket beobachten. Das reicht, um drei Tage ohne Hetze und unnötige Wege zu planen.

Unten findest du einen praktikablen Plan: was du sehen solltest, in welcher Reihenfolge und wie viel die Tickets kosten. Die Sehenswürdigkeiten sind nach Stadtteilen gruppiert, damit du die Moldau nicht ständig hin und her überquerst. Den ersten Tag verbringst du in der Altstadt und Neustadt, den zweiten auf der Prager Burg und in Malá Strana, und am dritten Tag fährst du aus der Stadt hinaus. Diese Reihenfolge spart dir mindestens einen halben Tag Fahrzeit.

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Prag-Route für 3 Tage: jeder Tag kurz gefasst

💡 Kurz gesagt:

Das Streckenprofil ist einfach. An den ersten beiden Tagen nutzt du kaum öffentliche Verkehrsmittel; für Tag drei brauchst du ein Zug- oder Busticket. Straßenbahnen und U-Bahn verbinden die Stadtteile: Ein Dreißig-Minuten-Ticket kostet etwa 40 Kronen (Stand: 09/2026, PID).

Tag

Schwerpunkt

Tickets im Voraus buchen

Zu Fuß

1

Altstadt und Neustadt

nein

sechs bis sieben km (auf der Karte)

2

Prager Burg und Malá Strana

ja, Prager Burg

fünf bis sechs km (auf der Karte)

3

Burgen und Kurstädte außerhalb der Stadt

ja, je nach Sehenswürdigkeit

zwei bis vier km (auf der Karte)

Tag 1: Altstadt und Neustadt

Wenzelsplatz

Wenzelsplatz mit Blick auf das Nationalmuseum© VitVit · CC BY-SAFoto: VitVit, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Der Wenzelsplatz ist der zentrale Knotenpunkt der Neustadt und ein praktischer Ausgangspunkt. Du steigst an der Station Muzeum oder Můstek aus der U-Bahn und trittst sofort in den Strom aus Menschen und Straßenbahnen. Der Platz entstand aus dem mittelalterlichen Pferdemarkt und erhielt Mitte des 19. Jahrhunderts den Namen des heiligen Wenzel. Am oberen Ende steht das Reiterstandbild des tschechischen Landespatrons, dahinter erhebt sich der Neorenaissancebau des Nationalmuseums mit seiner großen Freitreppe und allegorischen Skulpturen.

Für dich zählt hier die Logistik. Vom Platz bis zum Pulverturm ist es etwa ein Kilometer entlang der Straße Na Příkopě, ein entspannter Zwölf-Minuten-Spaziergang (auf der Karte). Morgens ist der Platz fast leer, tagsüber ist er voll. Der Platz selbst kostet dich eine halbe Stunde, das Museum im Inneren noch einmal zwei Stunden.

  • Orientierungspunkt: U-Bahn-Stationen Muzeum und Můstek, Linien A und C.
  • Zeitbedarf: etwa dreißig Minuten für den Platz.
  • Für wen: für einen ersten Eindruck von der Stadt und einen schnellen Einstieg in die Route.

Bierrestaurant Bredovský Dvůr

Nach dem Spaziergang bietet sich ein Mittagessen an. Das Bierrestaurant Bredovský Dvůr liegt in der Nähe des Hauptbahnhofs und braut sein Bier selbst: Der Gerstensaft kommt aus dem Tank und ist daher frisch. Von außen ist es ein strenges zweistöckiges Gebäude, innen erwarten dich Gewölbedecken und graue Steinwände.

Fassade des Restaurants Bredovsky Dvur mit seinem Schild© VitVit · CC BY-SAFoto: VitVit, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Auf der Karte stehen tschechische Klassiker: Schweinshaxe vom Spieß, gebratene Rippchen, Wild, Salate und Desserts. Aufgelockert wird das Interieur durch signierte Trikots tschechischer Sportler, dadurch wirkt das Restaurant nicht wie eine Touristenkulisse. Reserviere vorher einen Tisch, abends sind hier viele Gruppen unterwegs. Wenn du keinen Lärm magst, komm zur Öffnungszeit.

  • Was du bestellen solltest: frisches Bier und Schweinshaxe.
  • Zeitbedarf: etwa eine Stunde für das Mittagessen.

Jindřišská-Turm

Spitze des Jindrisska-Turms mit Uhr und Turmspitzen© High Contrast · CC BYFoto: High Contrast, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/deed.en), Wikimedia Commons

Der Jindřišská-Turm (Jindřišská věž) ist der ehemalige Glockenturm der Kirche der Heiligen Jindřich und Kunhuta. Er ist so alt wie die Neustadt und erinnert an den Friedhof, das Pfarrhaus und die Pfarrschule, die einst um ihn herum standen. Vom gesamten Komplex sind nur der Glockenturm und die im Barockgeist umgebaute Kirche erhalten geblieben.

Heute ist im Inneren ein Freizeitzentrum untergebracht: Auf den unteren Ebenen gibt es ein Café und Ausstellungen, weiter oben Clubs und Tanzflächen, und ganz oben ein Museum der Prager Türme. Zur Aussichtsplattform fährst du mit dem Aufzug oder steigst eine Treppe mit mehr als zweihundert Stufen hinauf. Von oben eröffnet sich ein Panorama auf die Neustadt und die Prager Burg.

  • Aufstieg: Aufzug oder Treppe, mehr als zweihundert Stufen.
  • Im Inneren: Café, Ausstellungen, Museum der Prager Türme.

Gemeindehaus

Prager Gemeindehaus mit Mosaik und Kuppel© Diego Delso · CC BY-SAFoto: Diego Delso, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Das Gemeindehaus (Obecní dům) steht am Platz der Republik, wo einst der Königspalast stand. Der Bau dauerte sieben Jahre, und das Ergebnis war als Symbol für die Wiederbelebung der tschechischen Kultur gedacht. Die Fassade ist mit einem Mosaik geschmückt, und die Konzertsäle tragen die Namen tschechischer Komponisten.

Heute finden hier Konzerte mit klassischer Musik und Jazz, Wettbewerbe und Ausstellungen für angewandte Kunst statt. Du kannst eine der Ausstellungen besuchen oder einfach im hauseigenen Café einen Kaffee trinken. Der Eintritt ist frei, nur für Konzert oder Ausstellung brauchst du ein Ticket.

  • Lage: Platz der Republik, direkt neben dem Pulverturm.
  • Zeitbedarf: dreißig bis vierzig Minuten.

Pulverturm

Der Pulverturm (Prašná brána) begann als Pulvertor zwischen Alt- und Neustadt. Königliche Prozessionen zur Burg zogen hindurch, doch mit der Zeit verfiel das Tor und erhielt den Spitznamen „der Zerlumpte". Im 15. Jahrhundert wurde an seiner Stelle ein neuer Repräsentationsturm errichtet, und seinen heutigen Namen bekam er im 18. Jahrhundert, als er als Pulverlager diente.

Gotischer Pulverturm in Prag vor dem Himmel© Fred Romero from Paris, France · CC BYFoto: Fred Romero from Paris, France, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Die Verzierung des Turms, die Touristen bewundern, entstand im 19. Jahrhundert im neugotischen Stil. Es handelt sich nicht um mittelalterliche Skulpturen, sondern um spätere Ausstattungsarbeiten, und es ist gut, das zu wissen, um keine falschen Erwartungen zu haben. Im Inneren gibt es eine Ausstellung, und eine Wendeltreppe mit Aussichtsplattform führt nach oben.

  • In der Nähe: Gemeindehaus und der Beginn der Celetná-Straße.
  • Zeitbedarf: etwa dreißig Minuten.

Altstädter Ring

Ostermarkt auf dem Altstädter Ring in Prag© Bahnfrend · CC BY-SAFoto: Bahnfrend, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Der Altstädter Ring (Staroměstské náměstí) ist seit dem 12. Jahrhundert Marktplatz und heute das Zentrum der Altstadt. Der Platz ist von Gebäuden von der Gotik bis zum Jugendstil umgeben, vom Rathaus bis zur St.-Nikolaus-Kirche. Hier steht auch die Prager Astronomische Uhr, das Orloj, mit den Apostelfiguren, die abwechselnd in den Fenstern erscheinen.

Das Apostelspiel kannst du vom Platz aus kostenlos beobachten: Die Menschen versammeln sich einige Minuten vor Beginn und heben ihre Handys. Die Figuren bewegen sich in zwei Fenstern, daneben arbeitet ein Skelett mit Glocke und Sanduhr, das an den Tod erinnert. Morgens ist die Menschenmenge kleiner, die beste Zeit für Fotos ist also neun Uhr. Rathaus und Turm betrittst du mit Ticket, Schlangen bilden sich meist gezielt für den Turm (Stand: 09/2026, Prag-Reiseführer).

Das Ensemble des Platzes ist über Jahrhunderte gewachsen, daher mischen sich hier die Stile. Gotik steht neben Renaissance und Barock, und an manchen Stellen taucht Jugendstil auf. Das Altstädter Rathaus wuchs in Etappen: Nach und nach wurden Gebäude an einen Turm angebaut, und die Fassaden zeigen, wie sich die Stadt verändert hat. Am besten erkundest du den Platz langsam und gehst einmal im Kreis um ihn herum.

Abends kommen die Menschen wegen derselben Beleuchtung hierher, nur die Farbe ist anders. Wenn du um die Abendessenszeit hier bist, plane eine halbe Stunde für einen Rundgang am Rand ein. Im Winter findet auf dem Platz ein Weihnachtsmarkt statt, im Sommer öffnen Cafés, und in beiden Fällen ist der mittlere Bereich belegt. So hast du Zeit, einen Platz für Abendaufnahmen zu wählen, und musst dich nicht durch die Menge drängen.

Karlsbrücke

Karlsbrücke in Prag im Morgengrauen© Jorge Franganillo · CC BYFoto: Jorge Franganillo, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Die Karlsbrücke verbindet Staré Město und Malá Strana und steht an der Stelle der Judithbrücke, die Mitte des 14. Jahrhunderts durch ein Hochwasser zerstört wurde. Entworfen wurde das Bauwerk von Peter Parler, dem Architekten des Veitsdoms. Der Legende nach wurden dem Mörtel Eier und Milch beigemischt, um das Mauerwerk fester zu machen.

Auf den Brüstungen stehen rund dreißig Barockskulpturen, und es ist Brauch, das Relief an der Statue des Johannes von Nepomuk als Glücksbringer zu berühren. Beide Brückentürme sind für Besucher zugänglich, einer hat eine Aussichtsplattform. Im Sommer ist die Brücke tagsüber brechend voll, komm also besser im Morgengrauen oder nach acht Uhr abends.

  • Wann hingehen: im Morgengrauen oder nach acht Uhr abends; tagsüber ist es sehr voll.
  • Kosten: Der Zugang zur Brücke ist rund um die Uhr kostenlos.

Kafka-Museum

Das Franz-Kafka-Museum ist in einem flachen ehemaligen Ziegelbau nahe dem Moldauufer untergebracht. Die Ausstellung in ihrer heutigen Form wurde Anfang des 21. Jahrhunderts in Prag eröffnet; zuvor war sie in Barcelona und New York zu sehen. Am Eingang wirst du von einem skulpturalen Paar „pinkelnder" junger Männer begrüßt, und das gibt sofort den Ton des Museums vor.

Eingang zum Kafka-Museum mit der Skulptur K

Drinnen siehst du Schwarz-Weiß-Fotografien vor einem Hintergrund aus Kieselsteinen, die einen Fluss nachahmen, und einen Film über Prag zu Kafkas Zeit. Hinter dem Gebäude halten sich Schwäne auf dem Wasser auf und lassen sich von Hand füttern. Ein Ticket kostet mehrere hundert Kronen; den genauen Preis erfährst du vor Ort oder auf der offiziellen Website des Museums.

  • Für wen: alle, die Kafka gelesen haben und den Kontext der Epoche sehen möchten.
  • Wie viel Zeit: etwa eine Stunde.

Wallenstein-Garten

Brunnen im Wallenstein-Garten mit dem Palais im Hintergrund© Vadim Zhivotovsky · CC BYFoto: Vadim Zhivotovsky, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia Commons

Der Wallenstein-Garten liegt vierhundert Meter vom Kafka-Museum entfernt, und dieselbe Straße führt dorthin. Das Palast- und Gartenensemble wurde im 17. Jahrhundert vom wohlhabenden Grafen Wallenstein angelegt, der italienische Architekten und Gärtner nach Prag holte. Der Barockpalast steht neben einem künstlichen Teich mit einer Insel in der Mitte und einer „Tropfsteinwand".

Der Garten ist in der warmen Jahreszeit für Besucher geöffnet, der Eintritt ist frei. Hier ist es ruhiger als in den umliegenden Straßen, und der Ort eignet sich gut für eine Pause zwischen zwei Stationen der Route. Der Palast wird vom Senat genutzt, daher sind einige Räume für Gäste geschlossen.

  • Kosten: Der Eintritt in den Garten ist in der Saison kostenlos.
  • Wie viel Zeit: zwanzig bis dreißig Minuten.

Tag 2: Prager Burg und Malá Strana

Prager Burg

Prager Burg und Veitsdom über der Stadt© Diego Delso · CC BY-SAFoto: Diego Delso, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die Prager Burg (Pražský hrad) ist der Sitz des Präsidenten und die meistbesuchte Sehenswürdigkeit des Landes. Im Grunde ist sie ein ganzes architektonisches Ensemble, zu dem der Veitsdom, die St.-Georgs-Basilika, der Alte Königspalast, der Rosenberg-Palais und das Goldene Gässchen gehören. Der Zutritt zum Gelände ist frei; du zahlst nur für die Innenbesichtigungen.

Das Ticket für den großen Rundgang deckt die wichtigsten Säle und den Dom ab und ist zwei Tage gültig (Stand: 09/2026, Tickets und Rundgänge auf der Website der Burg). Die Wachablösung am Haupttor findet um zwölf Uhr mittags statt, und du kannst sie ohne Ticket ansehen. Um nicht in der Schlange zu stehen, komm um neun Uhr morgens oder nach drei Uhr nachmittags.

Innerhalb des Areals gibt es drei Rundwege, die sich in den enthaltenen Sälen unterscheiden. Route A umfasst die wichtigsten Räume und den Dom; die Routen B und C sind kürzer und günstiger. Wenn du wenig Zeit hast, nimm die erste und versuch nicht, alles bei einem einzigen Besuch abzudecken.

Der Veitsdom, die St.-Georgs-Basilika und das Goldene Gässchen liegen in verschiedenen Teilen des Geländes, du gehst also zwischen ihnen durch die Innenhöfe. Das Goldene Gässchen ist voller winziger Häuser, in denen einst Handwerker und Burgwachen lebten. Entlang der Mauern öffnet sich unterwegs ein Panorama über die Stadt, und es lohnt sich, dort einen eigenen Stopp einzulegen.

  • Tickets: großer Rundgang für zwei Tage, Preise auf der offiziellen Website.
  • Anreise: Straßenbahn bis zur Haltestelle Pražský hrad oder U-Bahn bis Malostranská.
  • Zeitbedarf: drei bis vier Stunden.

Alte Schlossstiege

Die Alte Schlossstiege führt von Malá Strana hinauf zum östlichen Eingang der Prager Burg. Ihre heutige Form erhielt sie nach einem Umbau in den 1830er-Jahren, obwohl die Treppe selbst als Rarität aus dem 16. Jahrhundert gilt. Touristen steigen hier hinauf und hinunter, und am Morgen ist es spürbar ruhiger.

Kopfsteinpflastertreppe mit Laternen entlang einer weißen Mauer© Sztudva Gyöngyi · CC BY-SAFoto: Sztudva Gyöngyi, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Die Treppe ist etwa zweihundertdreißig Meter lang, und die Stufen sind zwischen hohe gelbe Mauern gezwängt (laut Karte). Von den oberen Stufen hast du einen Blick auf Malá Strana und seine Ziegeldächer. Am Fuß der Treppe steht ein Denkmal für den Sänger Karel Hašler.

  • Wie viele Stufen: mehr als hundert historische Stufen.
  • Wann hingehen: am Morgen, solange die Hänge im Schatten liegen.

U Hrocha

Biersnacks auf dem Fenstersims eines Prager Lokals© Jorge Franganillo · CC BYFoto: Jorge Franganillo, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Das U Hrocha eröffnete Anfang der neunziger Jahre in einer unscheinbaren Straße, die parallel zum Königsweg verläuft. Der Ort wurde schnell zum Kultliebling der Einheimischen, auch wenn er nicht mit einer jahrhundertelangen Geschichte aufwarten kann. Das Schild ist bescheiden, und von außen läufst du leicht daran vorbei.

Drinnen gibt es Gewölberäume, schwere Tische und eine schlichte Einrichtung ohne Schnickschnack. Arbeiter, Journalisten und Forscher sitzen hier gemeinsam bei ihrem Bier. Auf der Karte steht tschechische Kneipenkost: gebratene Rippchen, Schweinshaxe und eingelegter Hermelín. Zu Stoßzeiten ist es besser, vorab einen Tisch zu reservieren.

  • Der Haken: ein leicht zu übersehendes Schild und Enge zu Stoßzeiten.
  • Für wen: alle, die eine Kneipe ohne touristische Fassade wollen.

Kleinseitner Ring

Kleinseitner Ring mit Rathaus und Straßenbahngleisen© David Short from Windsor, UK · CC BYFoto: David Short from Windsor, UK, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Der Kleinseitner Ring ist das Zentrum des historischen Viertels Malá Strana. Dieser breite Straßenplatz ist von Palästen und Kirchen umgeben, und sein unterer Teil erinnert an den mittelalterlichen Markt und öffentliche Hinrichtungen. Nach den Hussitenkriegen wurden viele Gebäude hier im Barockstil umgebaut.

Heute funktioniert der Platz als Freilichtmuseum. Die dominante Landmarke ist die St.-Nikolaus-Kirche, daneben steht die Pestsäule, die aus Dankbarkeit für die Errettung vor der Epidemie errichtet wurde. Von hier erreichst du die Karlsbrücke und die Standseilbahn hinauf zum Petřín in zehn Minuten.

  • In der Nähe: Karlsbrücke und Standseilbahn zum Petřín.
  • Zeitbedarf: etwa dreißig Minuten.

St.-Nikolaus-Kirche

Barocke St.-Nikolaus-Kirche auf der Kleinseite© Michael92126 · CC BY-SAFoto: Michael92126, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Die St.-Nikolaus-Kirche (Kostel svatého Mikuláše) ist eine Barockkirche, deren Bau etwa achtzig Jahre dauerte. Das Grundstück gehörte den Jesuiten, woran das angrenzende Gebäude ihres Kollegs erinnert. Die zwanzig Meter hohe Kuppel ist sogar von der Karlsbrücke aus sichtbar.

Im Inneren erwarten dich Fresken auf dreitausend Quadratmetern, ein Altar und Dutzende Skulpturen. Das Kuppelfresko „Die Apotheose des heiligen Nikolaus" stammt vom Wiener Künstler Kracker. Die Werke von Karel Škréta und die Bildhauerarbeiten der Platzer-Werkstatt gelten als die Hauptschätze der Kirche.

  • Was ansehen: das Kuppelfresko und den Altar.
  • Zeitbedarf: zwanzig bis dreißig Minuten.

Kirche Maria vom Siege

Kirche mit grünem Turm vor der Kulisse des Petrin

Die Kirche Maria vom Siege ist ein weiteres Barockdenkmal in Malá Strana, das weit über Tschechien hinaus bekannt ist. Sie wurde an der Stelle der Dreifaltigkeitskapelle errichtet, die zunächst den Lutheranern überlassen und nach dem katholischen Sieg dem Orden der Unbeschuhten Karmeliten übergeben wurde. Hierher kommen Pilger, um die kleine Statue des Prager Jesuleins zu sehen.

Einer Legende nach gehörte die Statue der heiligen Teresa von Ávila; später gelangte sie an Prinzessin Maria Manrique de Lara, die die Reliquie der Kirche schenkte. Die wundertätige Kraft des Jesuskindes bezeugen zahlreiche Dankesinschriften an den Wänden des Altars. Die Statue segnet mit der rechten Hand und hält in der linken eine Weltkugel; Statuen der Jungfrau Maria und Josefs stehen nahe beim Altar.

  • Was ansehen: den Altar mit dem Prager Jesulein.
  • Zeitbedarf: etwa zwanzig Minuten.

Petřín-Aussichtsturm

Panoramablick über Prag vom Petrin-Hügel© Diliff · CC BY-SAFoto: Diliff, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Der Petřín-Aussichtsturm entstand Ende des 19. Jahrhunderts auf dem Hügel, dem Eiffelturm nachempfunden. Er wurde für die Prager Landesausstellung gebaut, und das Bauwerk wurde in wenigen Monaten mit privaten Spenden errichtet. Die Höhe des Hügels macht den Turm relativ zum Boden höher als den Pariser, daher öffnet sich von hier ein Panorama über die ganze Stadt.

Der Aufstieg zur Aussichtsplattform führt über eine Treppe mit fast dreihundert Stufen oder mit dem Aufzug. Am einfachsten erreichst du den Hügel mit der Standseilbahn an der Haltestelle Újezd. Die Öffnungszeiten variieren je nach Saison; den genauen Fahrplan findest du auf dem Prager Tourismusportal.

  • Anreise: Standseilbahn ab Újezd oder Straßenbahn bis zur gleichen Haltestelle.
  • Ticket: Turm und Standseilbahn zahlst du getrennt.

Kloster Strahov

Kloster Strahov auf einem Hügel in Prag© Matěj Baťha · CC BY-SAFoto: Matěj Baťha, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia Commons

Das Kloster Strahov wurde im 12. Jahrhundert an der Stelle eines Grenzpostens gegründet, der die Stadt bewachte. Das Kloster gehört noch heute den Prämonstratensermönchen. Es ist eine der ältesten christlichen Anlagen Tschechiens, auch wenn sein ursprüngliches Aussehen nicht erhalten geblieben ist.

Tritt ein in die Kirche Mariä Himmelfahrt mit ihren Stuckverzierungen und dem geschnitzten Mobiliar, und mach dich danach auf den Weg zur Bibliothek. Der Philosophische und der Theologische Saal der Bibliothek gelten als ihr größter Schatz: Sie beherbergen Tausende Bände und Handschriften. Zum Kloster gehört eine Brauerei, die das Bier Saint Norbert herstellt, und für die Tische im Brauhaus Kloster Strahov solltest du im Voraus reservieren.

  • Unbedingt ansehen: die Bibliothekssäle, Eintritt mit Ticket.
  • Brauerei: Saint Norbert, reserviere rechtzeitig einen Tisch.

Prager Loreto

Prager Loreto, Barockfassade mit Turm und Uhr© VitVit · CC BY-SAFoto: VitVit, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Das Prager Loreto ist eine barocke Wallfahrtsanlage, die aus der Legende von der heiligen Hütte der Jungfrau Maria entstanden ist. Der Überlieferung nach trugen Engel das Haus von Nazareth in die italienische Stadt Loreto, daher der Name für Wallfahrtsstätten in ganz Europa. In der Mitte des Hofes steht das kleine Haus selbst, das diese Hütte symbolisiert.

Im Inneren beeindrucken Stuckreliefs, ein silberner Altar und eine hölzerne Skulptur Unserer Lieben Frau von Loreto aus dem 17. Jahrhundert. Die Anlage ist von Galerien und Wirtschaftsgebäuden umgeben, und über der Fassade spielt ein Glockenturm. Die Ausstattung der Kapellen übertrifft vieles von dem, was du in der Stadt bereits gesehen hast.

  • Was es zu sehen gibt: den silbernen Altar und die Skulptur Unserer Lieben Frau von Loreto.
  • Dauer: etwa vierzig Minuten.

Hradschiner Platz

Menschen auf dem Hradschiner Platz vor historischen Gebäuden© Natalia Semenova · CC BYFoto: Natalia Semenova, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia Commons

Der Hradschiner Platz liegt direkt vor dem Haupteingang der Prager Burg. Hier findet täglich die Wachablösung statt, die die Residenz des Präsidenten schützt. Der Platz ist von Palästen umgeben, und jeder vertritt seinen eigenen Stil.

Das Palais Schwarzenberg ist das größte von ihnen und im Renaissancestil gehalten. Das Erzbischöfliche Palais zeigt Rokoko, während das Palais Sternberg mit barocken Elementen verziert ist. Zur Wachablösung um zwölf Uhr mittags kommen die Menschen hierher.

  • Wann kommen: zur Wachablösung um zwölf Uhr mittags.
  • In der Nähe: der Haupteingang der Prager Burg.

Mariensäule

Mariensäule beim Erzbischöflichen Palais auf dem Hradschin© Jiří Bernard · CC BY-SAFoto: Jiří Bernard, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Die Mariensäule auf dem Hradschiner Platz wurde aus Dankbarkeit für die Rettung der Stadt vor der Pest errichtet. Eine zwei Meter hohe Statue der Jungfrau Maria krönt die Spitze, und der Sockel ist von Skulpturen tschechischer Schutzheiliger umgeben. Das Werk verbindet Schnitz- und Gusskunst.

Die Säule steht an der Stelle, an der früher Gottesdienste und Gebete stattfanden. Du siehst sie auf deinem Weg zur Burg, und sie erfordert keinen gesonderten Besuch. In der Nähe gibt es einen Blick über die Dächer des Hradschin.

  • Dauer: fünf bis zehn Minuten auf dem Weg.

Tag 3: Burgen und Kurorte außerhalb der Stadt

Schloss Mělník

Karlsbrücke in Prag im Morgengrauen© Bradley Weber · CC BYFoto: Bradley Weber, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Schloss Mělník liegt etwa dreißig Kilometer nördlich von Prag, oberhalb des Zusammenflusses von Moldau und Elbe (auf der Karte). Es ist das einzige Schloss des Landes, in dem noch Nachkommen der Grafen Lobkowicz leben. Die Hälfte der Räume ist für Besucher geöffnet, in der anderen Hälfte wohnt die Familie des Eigentümers.

In den Sälen findest du Gemälde, Jagdtrophäen, Glas und Möbel aus vergangenen Jahrhunderten. Mělník ist außerdem eine Weinregion, daher gehört eine Verkostung lokaler Weine oft zum Programm. Manchmal führt Graf Lobkowicz selbst durch das Schloss.

  • Anreise: mit Zug oder Bus ab Prag, etwa eine Stunde.
  • Für wen: alle, die sich für bewohnte Schlösser und Wein interessieren.

Burgen Karlštejn und Konopiště

Weiße Türme von Schloss Konopischt zwischen herbstlichen Bäumen© Maxx · CC BY-SAFoto: Maxx, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Karlštejn wurde Mitte des 14. Jahrhunderts von König Karl IV. als Festung zur Aufbewahrung von Reliquien erbaut. Erhalten sind Wandmalereien aus dieser Zeit, Porträts böhmischer Herrscher und eine Kopie der Wenzelskrone. Mauern und Türme vermitteln noch heute den Eindruck einer königlichen Residenz.

Konopiště sieht anders aus: romantische Gotik im englischen Stil, wie Franz Ferdinand sie hinterlassen hat. Im Inneren siehst du Sammlungen von Waffen und Rüstungen, Jagdtrophäen, Gemälde, Porzellan und Kronleuchter, umgeben von einem großen Park. Die beiden Burgen lassen sich gut an einem Tag verbinden.

  • Organisation: Karlštejn liegt weiter südlich, Konopiště steht näher bei Benešov.
  • Zeitbedarf: ein ganzer Tag für beide.

Schloss Sychrov

Neugotisches Schloss Sychrov mit Turm und rosafarbener Fassade© This image is a work by Miloslav Rejha ( User:M.Rejha ). When reusing, please credit me as: Miloslav Rejha, Wikimedia Co · CC BY-SAFoto: This image is a work by Miloslav Rejha ( User:M.Rejha ). When reusing, please credit me as: Miloslav Rejha, Wikimedia Co, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Schloss Sychrov liegt etwa hundert Kilometer von Prag entfernt, die Fahrt dauert rund zwei Stunden (auf der Karte). Seine heutige Gestalt erhielt es im 19. Jahrhundert, als es der Familie des Herzogs Rohan gehörte. Heute gehört das Schloss dem Staat und ist für Besucher geöffnet.

Die Hauptattraktion ist der Park mit seltenen Pflanzen und einer Allee aus Pyramideneichen, die zur örtlichen Kirche führt. Zum Gelände gehören ein Arboretum mit Gewächshäusern, ein steinerner Wasserturm, eine Orangerie im Geist der italienischen Renaissance und „Arthurs Burg" mit zwei Türmen. Das Schlossgebäude selbst ist im neugotischen Stil gehalten.

  • Anreise: mit dem Zug bis zum Bahnhof Sychrov, dann zu Fuß.
  • Für wen: Liebhaber von Parks und romantischen Schlössern.

Burg Orlík und Velkopopovický Kozel

Die Burg Orlík steht auf einem Felsen über der Moldau und bewachte einst einen Flussübergang, an dem Zoll erhoben wurde. Im Lauf mehrerer Jahrhunderte wechselte sie oft den Besitzer, in den letzten Jahrhunderten gehörte sie den Fürsten Schwarzenberg. Heute beherbergt sie ein Museum zur Geschichte der Familie.

In der Ausstellung siehst du Auszeichnungen, Waffen, Ritterrüstungen, Glasmalereien und Geschenke von Monarchen. In der Nähe kommt einem Velkopopovický Kozel in den Sinn, die Biermarke aus Velké Popovice: Ein kleiner Ziegenbock wurde zu ihrem Symbol, und in der Brauerei wird den Gästen eine lebende Ziege gezeigt.

  • Anreise: mit Auto oder Bus, etwa eine Stunde ab Prag.
  • In der Nähe: die Brauerei Velkopopovický Kozel.

Český Krumlov und Schloss Hluboká nad Vltavou

Moldauufer in Prag bei Sonnenuntergang© DXR · CC BY-SAFoto: DXR, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Český Krumlov in Südböhmen gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Burg entstand hier im 13. Jahrhundert, die Stadt wuchs um sie herum und hat ihr altes Erscheinungsbild bewahrt. Die Gassen oberhalb der Moldau sind noch immer schmal, und im Sommer findet das Fest der Fünfblättrigen Rose mit einem Theaterumzug statt.

Die Stadt hat eine eigene Brauerei, Eggenberg, und du kannst in einem Restaurant am Flussufer zu Mittag essen. Schloss Hluboká nad Vltavou sieht anders aus: schneeweiß, im 19. Jahrhundert nach dem Vorbild von Windsor in England umgebaut, wurde es zu einem der schönsten des Landes. Ein Tag für beide Orte ist ein volles, aber machbares Programm.

  • Anreise: mit Bus oder Zug, etwa drei Stunden (auf der Karte).
  • Tickets im Voraus buchen: für die Schlösser in der Saison, sonst stehst du in der Schlange.

Mähren

Schloss Mikulov über der Stadt in Mähren© Björn Ehrlich · CC BY-SAFoto: Björn Ehrlich, CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/), Wikimedia Commons

Mähren ist der östliche Teil Tschechiens mit Weinbergen, alten Städten und Burgen. Hier lebten keltische Stämme, später entstand das erste slawische Staatswesen, und Kyrill und Method wirkten hier. Eine Reise hierher gibt dir einen anderen Rhythmus: weniger Menschenmassen, mehr Landschaft.

In Brünn, Olmütz, Zlín und Vizovice siehst du den Dom St. Peter und Paul, die Kirche zum Heiligen Kreuz sowie die Kirchen St. Mauritius und St. Michael. Auch die Natur ist eine Stärke der Region: der Mährische Karst und die Wälder von Litovel, Höhlen und Felsformationen. Die Burgen Buchlov, Lednice, Slavkov, Pernštejn, Mikulov und Kroměříž decken die Architektur von der Gotik bis zum Barock ab.

  • Zeitbedarf: mindestens zwei Tage für die Region.
  • Für wen: für Wein, Natur und ruhige Städte.

Karlovy Vary

Panorama von Karlsbad in einem Tal zwischen Hügeln© rboed* · CC BYFoto: rboed*, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Karlovy Vary ist ein Kurort mit Mineralquellen und Architektur des 19. Jahrhunderts. Die Stadt wurde zum Rückzugsort vieler berühmter Persönlichkeiten: Goethe, Beethoven und Chopin hielten sich hier auf. Die Atmosphäre der alten Kolonnaden ist bis heute erhalten geblieben.

Du spazierst entlang der Trinkkolonnaden und probierst Mineralwasser direkt aus der Quelle. Zu den lokalen Marken gehört der Likör Becherovka. Beliebte Souvenirs sind Kristall, Waffeln und Kosmetik auf Salzbasis.

  • Anreise: mit Zug oder Bus, etwa zwei Stunden (auf der Karte).
  • Für wen: für Erholung mit Kurcharakter und gemütliche Spaziergänge.

Naturschutzgebiet Böhmisches Paradies

Das Naturschutzgebiet Böhmisches Paradies (Český ráj) erstreckt sich nordöstlich von Prag, zwischen Wäldern und Sandsteinfelsen. Massive Felsblöcke und Steinbrocken bilden hier ein natürliches Labyrinth. Dazwischen verstreut liegen kleine Städte mit Kirchen und kleineren Burgen.

Burg Trosky mit Turm auf einem Felsen über den Feldern© Dcpeets · CC BY-SAFoto: Dcpeets, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Prachauer Felsen sowie die Bozkov-Höhlen mit Stalaktiten und einem unterirdischen See. Durch das Gebiet führen Wanderwege unterschiedlicher Länge, sodass du leicht das passende Anstrengungsniveau wählen kannst. Im Sommer solltest du Wasser und bequeme Schuhe mitbringen.

  • Anreise: mit dem Zug bis Turnov, dann zu Fuß.
  • Für wen: für Wanderungen und Felslandschaften.

Kutná Hora, das Beinhaus von Sedlec und Burg Šternberk

Flussschiff auf der Moldau in Prag nahe der Manes-Brücke© Jacek Halicki · CC BY-SAFoto: Jacek Halicki, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Kutná Hora wuchs durch den Silberbergbau und war eine der reichsten Städte des Königreichs. Ihr Wahrzeichen ist der Dom der heiligen Barbara, an dem mehrere Jahrhunderte lang gebaut wurde. In der Nähe stehen die Pestsäule und der Steinerne Brunnen, Erinnerungen an den früheren Status der Stadt.

Die Hauptattraktion ist das Beinhaus von Sedlec, die Allerheiligenkapelle, deren Dekoration aus menschlichen Knochen besteht. Als der alte Friedhof überfüllt war, wurden die Knochen ausgegraben, gewaschen und im unterirdischen Gewölbe angeordnet. Burg Šternberk auf einem Felsen über der Sázava ergänzt die Route um Sammlungen von Gemälden, Stichen, Möbeln und Porzellan.

  • Anreise: mit dem Zug ab Prag, etwa eine Stunde.
  • Tickets im Voraus buchen: für das Beinhaus ist die Nachfrage in der Saison hoch.

Sächsische Schweiz

Basteibrücke zwischen Sandsteinfelsen im Morgennebel© Thomas Wolf , www.foto-tw.de · CC BY-SAFoto: Thomas Wolf , www.foto-tw.de, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en), Wikimedia Commons

Die Sächsische Schweiz ist ein Nationalpark in Deutschland auf beiden Seiten der Elbe. Der bekannteste Ort ist die Felsformation Bastei und die gleichnamige Brücke zwischen den Felsen, die sich über dem Fluss erhebt. Der „Malerweg" bietet Ausblicke, die Fotografen und Maler hierher ziehen.

Weiter geht es zum zehn Meter hohen Felsentor Kuhstall und den Ruinen einer mittelalterlichen Burg darüber. Mit der Kirnitzschtalbahn erreichst du den Lichtenhainer Wasserfall, wo der Weg endet. Von Prag aus nimmst du am besten den Zug nach Děčín und wanderst dann zu Fuß durch den Park weiter.

  • Anreise: mit dem Zug nach Děčín, dann mit der Fähre und zu Fuß.
  • Für wen: Felsformationen und Tageswanderungen.

So kommst du vom Flughafen weg und in Prag voran

Der Flughafen Václav Havel ist mit Stadtbussen und der Metro an das Zentrum angebunden. Die Busse bringen dich zu Metrostationen, und du fährst mit demselben PID-Ticket ohne Aufpreis weiter. Ein Taxi oder Transfer ist bequemer, wenn du viel Gepäck hast und spät ankommst.

Flughafentransfer ins Zentrum buchen

In der Stadt kostet ein Dreißig-Minuten-Ticket etwa 40 Kronen, und eine Tageskarte lohnt sich, wenn du häufig fährst (Stand: 09/2026, Website des Prager Verkehrsverbunds). Sie gilt in Metro, Straßenbahnen, Bussen und auf der Fähre, Umstiege innerhalb deiner bezahlten Zeit kosten dich also nichts. Entwerte dein Ticket einmal beim Einsteigen und behalte es bis zum Aussteigen, sonst kassiert dich ein Kontrolleur ab.

Die Metro im Zentrum liegt flach, und zwischen benachbarten Stationen gehst du nur ein paar Ebenen nach unten. Straßenbahnen sind praktisch für kurze Strecken entlang der Moldau, und im Berufsverkehr fahren sie häufiger als Busse. Wenn du im Zentrum wohnst, brauchst du den Nahverkehr kaum: Die Laufrouten der ersten beiden Tage schaffst du an einem halben Tag.

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⁉️🤔 Häufige Fragen

Wie viel Geld braucht man für drei Tage in Prag?

Die Hauptausgaben sind Unterkunft, Tickets für die Prager Burg und das Altstädter Rathaus sowie Essen. Die Laufrouten der ersten beiden Tage kosten fast nichts, du zahlst nur Eintrittskarten. Am dritten Tag kommen ein Bahnticket und ein Burgticket dazu, also plane mit etwas Puffer und prüfe die Preise auf den offiziellen Websites der Sehenswürdigkeiten.

Welcher Tag ist am vollsten?

Der zweite Tag ist am dichtesten gepackt. Prager Burg, Kleinseite, Petřín und das Kloster Strahov liegen nah beieinander, erfordern aber viel Lauferei. Der erste Tag ist entspannter: Die Altstadt-Sehenswürdigkeiten schaffst du in ein paar Stunden zu Fuß. Am dritten Tag verlässt du die Stadt und bewegst dich in deinem eigenen Tempo.

Muss man Tickets für die Prager Burg im Voraus kaufen?

In der Hochsaison ja. Das Ticket für den gesamten Rundgang ist zwei Tage gültig, aber an den Kassen und vor den Eingangsgruppen bilden sich im Sommer schon um zehn Uhr morgens Schlangen. Komm zur Öffnungszeit oder nach drei Uhr nachmittags. Prüfe die genauen Zeiten und Preise vorab auf der offiziellen Website der Prager Burg.

Kann man ein Schloss außerhalb der Stadt an einem Tag besuchen?

Ja, jedes Ziel des dritten Tages ist an einem Tag realistisch machbar. Karlštejn, Mělník, Kutná Hora und Sychrov liegen näher, während Český Krumlov und die Sächsische Schweiz mehr Fahrzeit erfordern. Wenn du nur einen freien Tag hast, wähle ein Ziel, nicht zwei.

Wann ist die beste Zeit, um die Prager Astronomische Uhr zu sehen?

Die Apostelfiguren erscheinen stündlich von neun Uhr morgens bis elf Uhr nachts in den Fenstern, und du kannst sie kostenlos vom Platz aus beobachten. Morgens ist der Andrang kleiner, die besten Fotos entstehen also um neun. Im Winter wird es früh dunkel, aber die Beleuchtung macht das Schauspiel besser sichtbar.

Kurz gesagt: Was du buchen solltest

Die Wahl hängt davon ab, wie du deine freie Zeit verbringst, deshalb hier eine kurze Übersicht.

  • Wenn dies deine erste Reise ist und du drei volle Tage hast, hol dir ein Ticket für die Prager Burg und den Turm des Altstädter Rathauses und widme den dritten Tag Karlštejn.
  • Wenn du mit Kindern reist, wähle Český Krumlov und die Petřín-Standseilbahn.
  • Wenn dir Natur wichtiger ist, plane das Böhmische Paradies oder die Sächsische Schweiz ein.
  • Wenn du auf Wein und Ruhe stehst, setze Mělník oder Karlovy Vary auf deine Route.

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