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Inseln Spaniens: Wie du zwischen den Balearen und den Kanaren wählst

Inseln Spaniens: Wie du zwischen den Balearen und den Kanaren wählst

Die Liste der Inseln in Spanien ist lang: die Balearen, die Kanaren, die Inseln Galiciens und Dutzende Ferienorte. Manche Inseln leben von Nachtclubs, andere von Vulkanen und Stille. Es ist leicht, danebenzuliegen: Du buchst ein Hotel auf Mallorca, obwohl du eigentlich die wilden Strände von Formentera wolltest.

Wir haben fünfzehn spanische Inseln aufgeschlüsselt, zu denen Menschen tatsächlich in den Urlaub fahren: die Balearen im Mittelmeer, die Kanaren im Atlantik und den Cíes-Archipel in Galicien. Zu jeder Insel erfährst du, für wen sie geeignet ist, was es zu sehen gibt und wo der Haken liegt. Für Cíes und Lobos brauchst du eine kostenlose Genehmigung, und auf Cabrera kannst du nicht übernachten.

Die kurze Antwort: Wähle die Balearen für Strände und einen kurzen Flug, die Kanaren für warme Winter und Vulkane.

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Unsere Auswahl: fünfzehn Inseln Spaniens

💡 Kurz gesagt:

  • Auf den Balearen im Mittelmeer dreht sich alles um Strände, Clubs und einen kurzen Flug.
  • Die Kanaren im Atlantik bieten Wärme im Winter, Vulkane und auf jeder Insel eine eigene Landschaft.
  • Für Lobos brauchst du eine kostenlose Genehmigung des Cabildo, für Cíes eine kostenlose Genehmigung der Xunta de Galicia.
  • Tickets und Besuchsregeln: Stand: 09/2026, geprüft auf der offiziellen Website des Nationalparks Islas Atlánticas

Insel

Archipel

Für wen

Mallorca

Balearen

Strände jeder Art, von Clubs bis zu Palästen

Menorca

Balearen

ruhiger Urlaub, Familien, Reiten

Ibiza

Balearen

Clubs, Musik, Nachtleben

Formentera

Balearen

Stille, Yoga, lange wilde Strände

Cabrera

Balearen

Natur und Tauchen, nur tagsüber

Gran Canaria

Kanaren

Städte, kurvenreiche Bergstraßen, Strände für Kinder

Teneriffa

Kanaren

Vulkan, Wasserparks, vielfältiger Sand

Fuerteventura

Kanaren

Wind, Windsurfen, endloser Sand

Lanzarote

Kanaren

Vulkane und Lavafelder

La Palma

Kanaren

Wandern, Wälder, Vulkankrater

La Gomera

Kanaren

Wanderwege, Lorbeerwälder, Stille

El Hierro

Kanaren

wilde Natur, Tauchen, Abgeschiedenheit

La Graciosa

Kanaren

leere Strände, Fischen

Lobos

Kanaren

wilde Landschaft und ein erloschener Vulkan

Cíes

Galicien

weißer Sand des Rodas-Strands

1. Mallorca

Satellitenbild der Insel Mallorca im Mittelmeer© Pierre Markuse from Hamm, Germany · CC BYFoto: Pierre Markuse from Hamm, Germany, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Mallorca, die größte der Baleareninseln, vereint Clubviertel, gepflegte Sandstrände und eine felsige Küste. Moderne Hotels und maurische Paläste stehen hier Seite an Seite. Die Küstenlinie erstreckt sich über Hunderte von Kilometern, daher gibt es Platz für Tauchen und Segeln gleichermaßen.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten kannst du in ein paar Tagen besichtigen: die gotische Kathedrale von Palma, das Spanische Dorf in Son Espanyol und das Kartäuserkloster in Valldemossa. Kunstliebhaber sollten bei der Fundació Joan Miró vorbeischauen, wo das Atelier des Künstlers erhalten geblieben ist.

Jeden Sommer kommt die spanische Königsfamilie auf die Insel. Sie wohnt im Marivent-Palast, dessen Gärten für Besucher geöffnet sind, und im August fällt die jährliche Regatta zeitlich mit dem Urlaub des Monarchen zusammen.

  • Für wen: alle, die Strand, Sightseeing und Nachtleben verbinden möchten, ohne viel unterwegs zu sein.
  • Nicht für: Wenn du einen abgeschiedenen Rückzugsort brauchst, wähle stattdessen Formentera oder Menorca.

Hotels auf Mallorca auf Trip.com

2. Menorca

Satellitenbild der Insel Menorca im Meer© SentinelHub · CC BYFoto: SentinelHub, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Menorca, Mallorcas kleine Schwester, ist ein UNESCO-Biosphärenreservat. Hochhäuser sind hier verboten, daher ist die Insel selbst in der Hochsaison nicht überlaufen. Man kommt hierher für einen entspannten Urlaub fernab vom Stadtlärm.

Dich erwartet eine zerklüftete Küste mit Klippen, Heideflächen, versteckten Buchten und breiten Sandstränden mit Spielplätzen. Erwachsene sollten in die Höhlen hinabsteigen und die Weinkellereien der Hauptstadt Mahón besuchen, wo der Gin Xoriguer nach einem alten Rezept hergestellt wird.

Die Insel ist bei Reitern beliebt: Für Gäste sind Ausritte durch das Reservat ausgeschildert. Taucher zieht es in den Ferienort Cala Blanca, wo das Wasser so klar ist, dass man Meeresbewohner in der Tiefe erkennen kann.

  • Für wen: Familien mit Kindern und alle, die Strände ohne Menschenmassen wollen.
  • Nicht für: Wenn du Clubs und Nachtleben suchst, passt Ibiza besser.
  • Der Haken: Die Auswahl an Unterkünften ist wegen des Hochhausverbots begrenzter als auf Mallorca.

Hotels auf Menorca auf Trip.com

3. Ibiza

Gasse in der Altstadt von Ibiza mit weißen Häusern und einer Treppe© anibal amaro · CC BYFoto: anibal amaro, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia Commons

Ibiza lebt im Rhythmus der Musik. Die Ferienorte der Insel sind voller Restaurants, bunter Häuser und Denkmäler aus karthagischer und phönizischer Zeit. Hotels, Geschäfte und rund um die Uhr geöffnete Bars säumen die Uferpromenaden, und die Clubs Amnesia, Privilege, Ushuaia und Pacha sind weit über die Insel hinaus bekannt.

Wenn deine Freunde ohne Bräune aus dem Urlaub zurückgekommen sind, waren sie vermutlich hier: Sonnenbaden ist der letzte Grund, aus dem Menschen nach Ibiza kommen. Die Insel ist auch tagsüber interessant: goldene Sandstrände, Tauchschulen und der Naturpark Ses Salines.

An einem partyfreien Tag solltest du das Festungstor Taules, die Kathedrale und die antike Nekropole Puig des Molins ansehen. Paare und Familien wählen die ruhigen Buchten im Norden der Insel.

  • Für wen: alle, die wegen Musik, Clubs und Nachtleben kommen.
  • Nicht für: Wenn du einen ruhigen Strandurlaub willst, passen Formentera oder Menorca besser zu dir.
  • Der Haken: Erwarte hier keine ruhigen Morgen, die Musik hört erst im Morgengrauen auf.

Hotels auf Ibiza auf Trip.com

4. Formentera

Panorama der Küste von Formentera mit grünen Pinien und türkisfarbenem Meer© Fabian Hurst · CC BY-SAFoto: Fabian Hurst, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Formentera ist das komplette Gegenteil des lauten Ibiza. Es ist eine winzige Plateauinsel von weniger als hundert Quadratkilometern, auf der Gäste von Ruhe und Frieden empfangen werden. Der Urlaub ist nicht für jeden etwas: Clubliebhaber werden vom fehlenden Nachtleben enttäuscht sein.

Parks, Shopping oder ein Gesellschaftsleben findest du hier ebenfalls nicht. Was du findest, sind lange Strände mit schneeweißem Sand, Orte für Meditation und Yoga, Tauchzentren und Radrouten durch Fischerdörfer und Feigenhaine.

Ein weiterer Grund, nach Formentera zu kommen: die lokale Küche. Restaurants servieren gegrillten Hummer nach einem besonderen Rezept, das sogar Menschen vom Festland anzieht.

  • Für wen: Paare, Alleinreisende und alle, die Stille schätzen.
  • Nicht für: Familien mit kleinen Kindern und Unterhaltungssuchende, viele Strände sind textilfrei.
  • Der Haken: Es gibt fast keine Infrastruktur, und nach Unterhaltung zu suchen ist hier sinnlos.

Hotels in Formentera auf Trip.com

5. Cabrera

Hafen von Cabrera mit Booten und einer Festung auf dem Hügel© Asurnipal · CC BY-SAFoto: Asurnipal, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Cabrera ist Spaniens einziges kombiniertes Meeres- und Landnaturschutzgebiet. Es gibt hier keine Hotels, Restaurants oder Unterhaltungszentren: Der Archipel wird seit Langem von endemischen Pflanzen, Balearen-Eidechsen und Kolonien von Möwen, Kormoranen und Sturmtauchern beherrscht.

Zu den von Menschen geschaffenen Sehenswürdigkeiten der Insel gehören die Ruinen einer byzantinischen Nekropole, die Überreste von Kasernen, die napoleonische Soldaten nutzten, und eine steinerne Burg, die zur Verteidigung gegen Piraten erbaut wurde. Das kristallklare Wasser des Strandes Sa Platgeta verbirgt riesige Algen, Korallen, Höhlen und Tunnel, weshalb Taucher hierherkommen.

Bring dein eigenes Wasser und Essen mit: Auf der Insel gibt es nur eine Kantine, die Getränke ausgibt, und deinen Müll musst du zurück nach Mallorca nehmen. Übernachten ist nicht erlaubt, und das letzte Boot fährt am Nachmittag ab.

  • Für wen: Taucher, Naturliebhaber und Tagesausflügler.
  • Nicht für: alle, die ein Strandhotel und Abendunterhaltung wollen.
  • Der Haken: Du darfst nur am Hauptsteg an Land gehen, und Übernachten ist verboten (Stand: 09/2026, Nationalpark).

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6. Gran Canaria

Berglandschaft der Caldera de Tirajana auf Gran Canaria© El Coleccionista de Instantes Fotografía & Video · CC BY-SAFoto: El Coleccionista de Instantes Fotografía & Video, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia Commons

Auf Gran Canaria regnet es fast nie, aber die Landschaften wechseln im Stundentakt. Ein Gebirgszug zieht sich über die gesamte Insel und teilt sie in mikroklimatische Zonen: Du siehst subtropische Wälder, schneebedeckte Gipfel, erloschene Vulkane und grüne Täler.

Familien mit Kindern werden die sanft abfallende Küste des Ferienorts Maspalomas und den windgeschützten Strand von Puerto Rico mögen. Im Palmitos Park können Kinder exotische Schmetterlinge und Vögel bestaunen. Abenteuerlustige zieht es in tiefe Schluchten und abgelegene Bergdörfer, die nur über kurvenreiche Serpentinenstraßen erreichbar sind.

Wer auf Stadtleben nicht verzichten will, sollte in der Hauptstadt Las Palmas bleiben: Dort gibt es Geschäfte, Museen und Restaurants. An Unterkünften mangelt es nicht, von teuren Hotels bis zu Apartments und Pensionen.

  • Für wen: alle, die Strand, Berge und Stadt in einem Urlaub verbinden wollen.
  • Nicht für: Wer flaches Grün ohne Höhenunterschiede sucht, wird hier nicht fündig.
  • Der Haken: Ohne Auto ist es schwierig, die öffentlichen Verkehrsmittel in den Bergen fahren selten, und die Straßen bestehen nur aus Serpentinen.

Gran-Canaria-Hotels auf Trip.com

7. Teneriffa

Teneriffa aus dem Weltraum mit dem Vulkan Teide© European Space Agency · CC BY-SAFoto: European Space Agency, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/igo/deed.en), Wikimedia Commons

Teneriffa bietet mehr Abwechslung als jede andere Kanareninsel: Sandstrände, schroffe Klippen, Gebirgszüge, fruchtbare Felder und Kolonialstädte. Über allem erhebt sich Spaniens höchster Gipfel, der Vulkan Teide.

Selbst die Strände unterscheiden sich in der Sandfarbe. Bei Santa Cruz ist das Ufer leuchtend gelb, in Los Gigantes gibt es schwarzen Vulkansand. Familien wird die Playa del Duque in Costa Adeje mit ihren ruhigen Wellen gefallen. El Medano ist ein anderes Bild: Die Passatwinde lassen kaum nach, weshalb hier Windsurfer trainieren.

Beschränke deinen Urlaub nicht auf den Strand: Mach einen Ausflug in die Wüste von Guimar mit ihren alten Pyramiden, deren Ursprung die Wissenschaft bis heute nicht erklären kann. Ein weiterer bemerkenswerter Ort der Insel ist der Wasserpark Siam Park mit Rutschen und dem „Tower of Power".

  • Für wen: alle, die in einem Urlaub einen Vulkan sehen, schwimmen und die Kinder unterhalten wollen.
  • Der Haken: Erwarte in El Medano kein ruhiges, windstilles Wasser, die Passatwinde wehen fast ununterbrochen.

Teneriffa-Hotels auf Trip.com

8. Fuerteventura

Sanddünen von Corralejo mit Sträuchern auf Fuerteventura© Norbert Nagel, Mörfelden-Walldorf, Germany · CC BY-SAFoto: Norbert Nagel, Mörfelden-Walldorf, Germany, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Erschrick nicht, wenn du vom Flughafen zu deinem Hotel fährst: Die ersten Kilometer könnten mit einer Landschaft enttäuschen, die an ein lebloses Marstal erinnert. So soll es sein. Ein Stück weiter die Straße hinunter siehst du den Ozean, der dich die karge Szenerie vergessen lässt.

Das Land hier ist tatsächlich unfruchtbar, aber die Strände sind endlos: Feiner, heller Sand erstreckt sich entlang der gesamten Küste bis zum Horizont. Die zweitgrößte Insel des Kanarischen Archipels ist bei Fans von Wellen, Sonnenbaden, Windsurfen und Angeln beliebt.

Abwechslung in den Strandurlaub bringt ein Ausflug in den Oasis Park, wo Giraffen, Flamingos und Seelöwenshows zu Hause sind. Weiter entfernt liegt das Dorf Las Playitas mit weißen, blau verzierten Häusern und die Altstadt von Antigua mit funktionierenden Windmühlen.

  • Für wen: Windsurfer, Liebhaber langer Strände und ruhiger Dörfer.
  • Nicht für: alle, die wegen tropischem Grün kommen, die Insel hat wenig Vegetation.
  • Der Haken: Es gibt fast kein Grün, und rund um den Flughafen empfängt dich eine Wüstenebene.

Fuerteventura-Hotels auf Trip.com

9. Lanzarote

Lanzarote von oben: Vulkaninsel im Ozean

Lanzarote, die „feurigste" Insel der Kanaren. Vor mehreren Jahrhunderten wurde fast ein Viertel ihrer Fläche unter Lava und Asche begraben. Das einst grüne Land verwandelte sich in etwas, das an Mondkrater erinnert, und der Boden unter den Füßen ist noch immer heiß. Im Timanfaya-Nationalpark führen Mitarbeiter das Touristen vor: Wasser, das in ein Rohr gegossen wird, schießt wenige Sekunden später als Dampffontäne wieder heraus.

Besucher kommen, um die Vulkane zu sehen: Die aschebedeckten Hänge darfst du nur im Rahmen einer geführten Tour hinabsteigen, und die Mutigsten erkunden den Park auf dem Kamelrücken.

Die Küste ist hier ebenso beeindruckend wie die Krater. Besonders hervorzuheben ist der Strand El Papagayo im Süden: Die ruhige Bucht ist von Felsen geschützt, sodass dich beim Sonnenbaden auf dem goldenen Sand nichts stört.

  • Für wen: alle, die sich für Vulkane, Lavafelder und ungewöhnliche Landschaften interessieren.
  • Nicht für: alle, die grüne Landschaften statt Lavafelder suchen.
  • Der Haken: Die Infrastruktur ist wenig entwickelt, zwischen den Orten gibt es nur wenige Hotels und Restaurants.

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10. La Palma

La Palma zieht alle an, die Ruhe und Natur suchen. Dichte Lorbeer- und Kiefernwälder bedecken die Bergkämme, und im Zentrum der Insel liegt ein riesiger Vulkankrater. Wanderbegeisterte und alle, die dem Stadtleben entfliehen möchten, kommen hierher.

Es gibt zahlreiche Wanderwege. Du kannst zum Krater des Vulkans Teneguía aufsteigen. Nach deiner Wanderung probierst du in einem Restaurant im Ferienort Charco Azul den lokalen Kaffee Barraquito.

Die Küste La Palmas ist überwiegend felsig, daher gibt es nur wenige Stellen zum Schwimmen. Für einen Strandtag fährst du in den Westen der Insel: Dort findest du Puerto Naos mit grauem Vulkansand, Liegen, Duschen und Bars.

  • Für wen: Wanderer und Liebhaber ruhiger Naturauszeiten.
  • Nicht für: alle, die einen langen Sandstrand und viele Bademöglichkeiten suchen.
  • Der Haken: Es gibt nur wenige Strände, und der größte Teil der Küste besteht aus steilen Klippen.

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11. La Gomera

Satellitenansicht der Insel La Gomera mit Schluchten© O.V.E.R.V.I.E.W. · CC BYFoto: O.V.E.R.V.I.E.W., CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Luxushotels wirst du auf La Gomera nicht finden: Bei der Unterkunft hast du die Wahl zwischen Hotels, Apartments und Pensionen. Die Insel hat einen Flughafen, und von Teneriffa verkehrt eine Fähre hierher.

Basaltsäulen, steile Pässe, terrassierte Felder und Palmenhaine prägen eine unverwechselbare Landschaft. Die Insel ist im Grunde ein einziges großes Bergmassiv, daher wird jeder Spaziergang zu einer langen Wanderung. Wege führen durch Bananenplantagen, wilde Schluchten und grüne Täler hinauf zum Felsen Garajonay, dem höchsten Punkt der Insel.

Die Hauptattraktion La Gomeras ist ein Nationalpark mit urzeitlichen Lorbeerbäumen, die auf der Erde schon vor Millionen von Jahren wuchsen. Strände gibt es nur wenige: Der beliebteste, Playa de Santiago, erstreckt sich entlang der Küste, während die ruhige Lagune Charco del Conde besser für Kinder geeignet ist.

  • Für wen: Wanderer, Liebhaber von Lorbeerwäldern und alle, die einen abgeschiedenen Urlaub suchen.
  • Nicht für: alle, die einen Badeurlaub und Luxushotels möchten.
  • Der Haken: Es gibt keine Luxushotels, und die Unterkünfte sind einfach.

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12. El Hierro

Felsküste von El Hierro mit Meer und Bergen© LBM1948 · CC BY-SAFoto: LBM1948, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

El Hierro, die kleinste Insel des Kanarischen Archipels. Die Zeit scheint hier stehen geblieben zu sein: Auf diesem Land am Rand Europas gibt es keine großen Städte, keine Wasserparks und keine Einkaufszentren, und das Handynetz bricht immer wieder ab. Wer die Energie einer Großstadt braucht, wird einen Urlaub hier langweilig finden.

Dafür ist die Natur El Hierros beeindruckend. Du siehst die wilde Schönheit der Vulkane, Petroglyphen, die frühere Bewohner in Felsen geritzt haben, die Labyrinthe der Lavahöhle Don Justo und das Dorf Casas de Guinea, in dem noch Nachfahren der ersten Inselbewohner leben.

Taucher wählen die Küste El Hierros. Der Ozean ist hier sauber und außergewöhnlich ruhig, was für den Atlantik untypisch ist. Unter Wasser begegnest du Engelshaien, Rochen, Tintenfischen, Schildkröten und Muränen, die Menschen nah an sich heranlassen.

  • Für wen: Taucher, Naturliebhaber und alle, die Einsamkeit suchen.
  • Nicht für: alle, die Unterhaltung, Shopping und zuverlässiges Internet brauchen.
  • Der Haken: Auf der Insel bricht das Handynetz ab, und es gibt weder Unterhaltungsangebote noch große Städte.

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13. La Graciosa

Playa Francesa auf der Insel La Graciosa

Diese Insel taucht in Reisekatalogen nur selten auf. Doch die rotbraunen Berge vor dem blauen Ozean bleiben dir noch lange im Gedächtnis. Das Leben konzentriert sich hier auf zwei Orte: den Hafen Caleta del Sebo und das Fischerdorf Pedro Barba.

Die Infrastruktur ist minimal: ein Postamt, eine Bankfiliale, ein kleiner Supermarkt, Fahrradverleihe und ein paar Pensionen. Das war's. Dafür begeistern dich die Strände mit weißem Sand, vermischt mit Quarz und Basalt, ohne Liegen oder Getränkeverkäufer weit und breit.

La Graciosa wird von Anglern und Tauchern geschätzt: In den hiesigen Gewässern beißen Thunfisch, Dorade, Seehecht und Marlin. Der Fang wird fotografiert und immer zurückgesetzt, so verlangen es die örtlichen Regeln.

  • Für wen: alle, die ruhige Strände, Angeln und minimale Infrastruktur suchen.
  • Nicht für: Komfortliebhaber, denn Hotels und Unterhaltung gibt es hier kaum.
  • Der Haken: Übernachten kannst du nur in ein paar Pensionen.

Unterkünfte auf La Graciosa auf Trip.com

14. Lobos

Türkisfarbene Lagune zwischen den Vulkanfelsen der Lobos-Insel© Bengt Nyman · CC BYFoto: Bengt Nyman, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia Commons

„Wolfsinsel" bedeutet der Name Lobos übersetzt. Mit grauen Raubtieren hat das nichts zu tun: Mönchsrobben, die einst an diesen Küsten lebten, wurden früher Wölfe genannt. Sie wurden wegen ihres Fleisches und Fetts bis zur Ausrottung gejagt, doch die örtlichen Behörden hoffen, die Population wieder anzusiedeln.

Seit mehreren Jahrzehnten lebt niemand mehr auf Lobos. Du erreichst die Insel mit dem Ausflugsboot vom Ort Corralejo auf Fuerteventura. Schon vom Meer aus siehst du die Hauptattraktion der Insel, den erloschenen Vulkan Montaña de la Caldera.

Die Vegetation ist hier spärlich. Felsen, trockenes Gras, Moos und halb verdorrte Bäume, das ist die ganze Landschaft. Wenn du wildes Terrain ohne üppiges Grün liebst, bist du hier richtig. Alle anderen werden die Insel eintönig finden.

  • Für wen: alle, die Vulkane, Ruhe und kurze Spaziergänge in der Natur schätzen.
  • Nicht für: Fans von viel Grün, Badeurlaub und Infrastruktur.
  • Der Haken: Es gibt fast keine Vegetation, ringsum nur Felsen und trockenes Gras.

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15. Cíes

Panorama eines Strandes mit türkisfarbenem Wasser und Klippen

Der Cíes-Archipel besteht aus drei Inseln, San Martiño, Monteagudo und Faro, und gehört zu Galicien. Hier liegt der Strand Rodas, der oft als einer der schönsten der Welt bezeichnet wird: weißer Sand, Dünen und Pinien an der Atlantikküste.

Plane deine Reise nach Cíes im Voraus. In der Hochsaison dürfen die Inseln nur eine begrenzte Zahl von Gästen pro Tag aufnehmen, daher brauchst du eine kostenlose Genehmigung der Xunta de Galicia. Ohne Erlaubnis kannst du kein Fährticket im Hafen von Vigo kaufen (Stand: 09/2026, offizielles Portal).

Der Genehmigungszeitraum 2026: vom 27. März bis 5. April und vom 15. Mai bis 15. September (Stand: 09/2026, Xunta de Galicia). Nach der Registrierung hast du zwei Stunden Zeit, um ein Ticket bei einem lizenzierten Anbieter zu kaufen, sonst verfällt die Reservierung. Übernachten kannst du nur auf dem offiziellen Campingplatz.

  • Für wen: alle, die bereit sind, die Reise zu planen und die Wege zu Fuß zu erkunden.
  • Nicht für: Spontanreisende, ohne Genehmigung kommst du nicht auf die Inseln.
  • Der Haken: Es gibt ein tägliches Gästelimit, und in der Hochsaison sind die Genehmigungen im Voraus vergriffen.

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Beste Reisezeit

Consolat de Mar in Palma an einem sonnigen Tag© Paucabot · CC BY-SAFoto: Paucabot, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Auf den Balearen beginnt die Saison Ende Mai: Luft und Wasser sind dann schon warm, und die großen Menschenmengen sind noch nicht da. Im Hochsommer wird es heiß, aber eine frische Meeresbrise rettet den Tag. Für eine Besichtigungsreise ist der Frühling die bessere Wahl, wenn die Inseln blühen und die Hitze lange Spaziergänge nicht stört.

Die Kanaren nennt man die Inseln des ewigen Frühlings, und der Name trifft zu. Die durchschnittliche Jahrestemperatur ist hier angenehm, Regen ist selten, und die Berge schützen die Inseln vor Hurrikans. Dieses Klima entsteht durch feuchte Passatwinde und die Nähe zur afrikanischen Sahara.

Am wärmsten ist das Wasser von Juni bis Ende Oktober, aber sonnenbaden kannst du an den Stränden das ganze Jahr über. Wenn du im Winter reist, pack eine leichte Jacke ein: Tagsüber ist es auf den Kanaren warm, abends aber spürbar kühler. Ein warmer Winter bleibt das Hauptargument für die Kanaren für alle, die die Kälte satt haben.

  • Tipp: Für einen Badeurlaub buche den späten Frühling oder frühen Herbst, wenn die Hitze milder ist und mehr Hotels verfügbar sind.
  • Stand: Saisonalität und Klimaangaben geprüft 09/2026 auf dem offiziellen Tourismusportal Spaniens.

Welche Insel mit Kindern wählen

Die Balearen sind mit Kindern am bequemsten: kurzer Flug, mildes Klima und ausgebaute Infrastruktur. Menorca passt am besten für Familien: Sandstrände, flaches Meer und Unterhaltung. Die Kleinen lieben die Wasserparks Aquarock und Aqua Center, ältere Kinder freuen sich über das Naturschutzgebiet und Ausritte im Zentrum Menorca a Caballo.

Mallorca funktioniert ebenfalls. Buche ein Hotel im Ferienort Alcúdia, und du bist direkt am langen Strand Playa d'Alcúdia mit sauberem Wasser, sanftem Einstieg ins Meer und Spielplätzen.

Die Kanaren sind kniffliger. Der Atlantik ist hier unberechenbar: Im Winter kann das Wasser kalt und die Wellen hoch sein. Wenn du mit einem Kind auf den Archipel reist, nimm eine Unterkunft mit Pool und wähle Teneriffa. Dort werden Kinder von Freizeitparks beschäftigt, der größte davon ist der Loro Park mit botanischem Garten, Aquarium, Zoo sowie Papageien- und Delfinshows.

  • Für wen: Familien, die ein warmes Meer und Unterhaltung in Hotelnähe suchen.
  • Nicht für: alle, die im Winter auf die Kanaren fahren, mit Kindern wird dann meist nur im Pool geschwommen.

Spaniens Inseln auf der Karte

Die meisten Inseln in dieser Auswahl gehören zu zwei Archipelen. Die Balearen liegen im Mittelmeer nahe der Küste von Valencia und Katalonien, du bist also schneller dort. Die Kanaren liegen im Atlantik vor der Küste Afrikas: Im Winter ist es hier wärmer, und die Vulkanlandschaften erinnern an andere Planeten. Cíes liegt separat vor der Atlantikküste Galiciens.

Ferienorte Spaniens

Orte auf der Karte
  1. 1Mallorca Größte Balearen-Insel, Paläste und Clubviertel
  2. 2Menorca UNESCO-Biosphärenreservat, Verbot von Hochhäusern
  3. 3Ibiza Clubs Amnesia, Privilege, Ushuaia und Pacha, Nachtleben
  4. 4Formentera Winzige Plateau-Insel, lange weiße Strände und Ruhe
  5. 5Cabrera Gemischtes Meeres- und Landreservat, Übernachten verboten
  6. 6Gran Canaria Ein Gebirgskamm teilt die Insel in Mikroklimazonen
  7. 7Teneriffa Vulkan Teide, Strände mit unterschiedlich farbigem Sand, Wasserpark Siam Park
  8. 8Fuerteventura Endlose Strände, Windsurfen und der Oasis Park
  9. 9Lanzarote Vulkanische Lavafelder, Park Timanfaya
  10. 10La Palma Lorbeer- und Kiefernwälder, riesiger Vulkankrater
  11. 11La Gomera Relikt-Lorbeerwälder, nur per Fähre von Teneriffa erreichbar
  12. 12El Hierro Kleinste Insel des Archipels, Wildnis und Tauchen
  13. 13La Graciosa Menschenleere Strände mit Quarz und Basalt, minimale Infrastruktur
  14. 14Lobos Unbewohnte Wolfsinsel, erloschener Vulkan
  15. 15Cíes-Inseln Strand Rodas, kostenlose Genehmigung der Xunta de Galicia nötig

⁉️🤔 Häufige Fragen

Wie viele spanische Inseln sind für einen Urlaub eine Überlegung wert?

Wir haben fünfzehn Inseln behandelt: fünf Baleareninseln, neun Kanarische Inseln und den Cíes-Archipel in Galicien. Das reicht, um zwischen einem Strand-, Vulkan- und ruhigen Urlaub zu wählen. Wenn du zum ersten Mal fährst, beginn mit den Balearen: Der Flug ist kürzer und die Infrastruktur einfacher.

Wann fährt man besser auf die Kanaren und wann auf die Balearen?

Die Balearen öffnen sich von Ende Mai bis September: Das Meer ist warm, und im Frühling und Herbst lässt es sich angenehm durch die Orte spazieren. Die Kanaren sind das ganze Jahr über gut: Das Wasser ist bis Ende Oktober am wärmsten, und im Winter ist es hier spürbar wärmer als in Europa. Wenn du im Februar einen Strand brauchst, wähle die Kanaren.

Für welche Inseln braucht man eine Genehmigung?

Eine kostenlose Genehmigung ist für den Cíes-Archipel in Galicien und für die Insel Lobos erforderlich. Für Cíes wird die Erlaubnis von der Xunta de Galicia ausgestellt, und ohne sie wird kein Fährticket verkauft. Für Lobos wird die Genehmigung vom Cabildo ausgestellt.

Wo kann man auf Spaniens Inseln mit Kindern Urlaub machen?

Menorca und Mallorca passen am besten: ein sanfter Einstieg ins Meer, Sandstrände und Unterhaltung in der Nähe der Hotels. Auf den Kanaren ist das Wasser im Winter kälter und die Wellen höher, daher findet das Baden mit Kleinkindern meist im Pool statt. Für eine Reise mit Kindern wähle Teneriffa mit seinen Parks.

Kann man auf Cabrera oder Cíes übernachten?

Auf Cabrera sind Übernachtungen verboten, die Insel wird nur tagsüber besucht. Auf Cíes kannst du übernachten, aber nur auf dem offiziellen Campingplatz.

Kurz gesagt: was du buchen solltest

Die Auswahlmatrix ist einfach. Wenn du eine Woche Zeit hast und zum ersten Mal hinfliegst, nimm Mallorca oder Teneriffa: Strände, Ausflüge und Infrastruktur gibt es dort an einem Ort. Wenn du mit Kindern reist, wähle Menorca oder Alcúdia auf Mallorca. Für Ruhe und wilde Natur geht es nach Formentera, La Gomera oder El Hierro.

Wer für eine Fähre und eine Genehmigung bereit ist, dem werden die Cíes mit dem Rodas-Strand gefallen. Im Winter lässt du die Balearen aus und nimmst die Kanaren, wo es das ganze Jahr über warm ist.

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