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Mailand in zwei Tagen: Dom, Castello Sforzesco und das Brera-Viertel

Mailand in zwei Tagen: Dom, Castello Sforzesco und das Brera-Viertel

Mailand wird oft als Stadt für einen Tag abgehakt. Das ist ein Fehler: Die Sehenswürdigkeiten liegen im Zentrum dicht beieinander, und die Hälfte davon erreichst du zu Fuß. Wir haben Orte vom Mailänder Dom bis zur Torre Velasca zusammengestellt, mit Tickets, Öffnungszeiten und ehrlichen Haken.

Gib der Stadt zwei Tage. An einem Tag siehst du den Dom und die Galleria, aber du verpasst Brera, den Cimitero Monumentale und den Bosco Verticale.

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1. Mailänder Dom

💡 Kurz gesagt:

  • Starte mit dem Dom: Buche Terrassentickets online, die Vormittagsslots sind zuerst weg.
  • Preise und Öffnungszeiten: Stand: 09/2026, geprüft auf der offiziellen Website des Doms.
Fassade des Mailänder Doms mit Menschen und Tauben© Jakub Hałun · CC BY-SAFoto: Jakub Hałun, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Der Dom brauchte fast sechs Jahrhunderte bis zur Fertigstellung: Der Bau begann im späten 14. Jahrhundert und endete im frühen 19. Jahrhundert. Der Entwurf veränderte sich in dieser Zeit kaum, deshalb wirkt das Gebäude so einheitlich. Die Kathedrale ist leicht zu erkennen: Sie hat mehr als hundert Marmorspitzen, und die höchste wird von einer Statue der Madonna Assunta gekrönt, der Schutzpatronin der Stadt.

Im Inneren fasst die Kathedrale Zehntausende Menschen. Weiße Steinsäulen, fast lebensgroße Statuen und hohe Buntglasfenster halten deine Aufmerksamkeit länger fest, als du geplant hast. Plane eine Stunde für das Kirchenschiff ein und eine weitere Stunde, wenn du auf die Terrassen steigst. Der Ticketschalter ist werktags von 9:00 bis 19:00 Uhr geöffnet (Stand: 09/2026, Seite des Doms mit Öffnungszeiten).

Es gibt ein mailändisches Detail, das du kennen solltest. Per Gesetz darf kein Gebäude der Stadt die Statue der Madonna überragen. Wolkenkratzer umgehen das Verbot, indem sie eine Kopie der Statue auf das Dach setzen, damit die Regel formal nicht gebrochen wird. Am Dom selbst gibt es zwischen den Flachreliefs ebenfalls etwas Unerwartetes: An einem der Türme ist Mussolini neben König Viktor Emanuel II. gemeißelt.

Plane deinen Besuch so. Geh zuerst außen um den Dom herum und zähle die Spitzen, dann geh hinein, und steig zum Schluss auf die Terrassen. Oben stehst du zwischen Marmor und Statuen, und unter deinen Füßen öffnet sich die ganze Stadt. Nimm Wasser mit: Im Sommer ist es auf der offenen Galerie heiß.

2. Museo del Novecento

Fassade des Palazzo dell'Arengario mit dem Museo del Novecento© Emanuela Terzi · CC BY-SAFoto: Emanuela Terzi, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Das Museum wurde im Palazzo dell'Arengario eröffnet und ist der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts gewidmet. Die Ausstellung führt Etage für Etage in chronologischer Reihenfolge, und du steigst von den frühesten Werken zu den neuesten auf. Aus den oberen Fenstern siehst du den Platz und den Mailänder Dom, die Aussicht ist also im Ticket enthalten.

Die Sammlung umfasst rund vierhundert Werke. Hier findest du Matisse, Modigliani, Kandinsky und Picasso. Ein Raum ist den Futuristen gewidmet, ein anderer den Abstrakten. Wechselausstellungen ändern sich mehrmals im Jahr, ein Wiederkommen lohnt sich also.

Das Gebäude selbst ist ebenfalls interessant. Der Palazzo dell'Arengario wurde Mitte des letzten Jahrhunderts erbaut, und das Museum zog später hier ein, wobei die strenge Steinfassade erhalten blieb.

Für wen: für alle, die die italienische Kunst des 20. Jahrhunderts in einem einzigen Besuch verstehen wollen. Nicht für: alle, die nur wegen der Antike gekommen sind. Tickets und Öffnungszeiten findest du auf der offiziellen Website des Museums (Stand: 09/2026).

3. Galleria Vittorio Emanuele II

Eingang zur Galleria Vittorio Emanuele II in Mailand© Paolobon140 · CC BY-SAFoto: Paolobon140, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die Galleria verbindet die Piazza del Duomo mit dem Theater La Scala. Sie ist nicht nur ein Durchgang, sondern eine überdachte Straße mit Boutiquen, Cafés und einer hohen Glaskuppel. Tagsüber fällt das Licht durch das Glas und legt sich in Reflexen auf die Mosaike und Fresken.

Auch unter deinen Füßen steckt Geschichte. Die Mosaike verschlüsseln Symbole des Hauses Savoyen und die Wappen italienischer Städte. Beim Stiermosaik drehen sich die Leute traditionell auf dem Absatz: Die Mailänder glauben, dass so ein Wunsch in Erfüllung geht. Das Tier an dieser Stelle ist sichtbar abgenutzt, du findest den richtigen Stein also leicht.

Die Galleria funktioniert als Kreuzung: Von hier kommst du zur Scala oder zur Piazza del Duomo. Wenn du müde bist, setz dich an einen Tisch und schau zur Kuppel hinauf, das ist die einfachste Art, im Zentrum zu verschnaufen.

Der Eintritt in die Galleria ist frei, du kannst also jederzeit vorbeischauen. Für wen: Shopping, Kaffee und Architektur auf einmal. Nicht für: einen ruhigen Besuch, von morgens bis abends ist es voll. Die Cafés in der Galleria sind meist teurer als gleich um die Ecke.

4. Arco della Pace

Arco della Pace in Mailand mit Quadriga auf der Spitze© Tobia09 · CC BY-SAFoto: Tobia09, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Der Bogen war als Denkmal für Napoleons Siege geplant, wurde aber als Symbol für das Ende der Napoleonischen Kriege eröffnet. Oben stehen Reiterstatuen der Siegesgöttin, auf dem Giebel Allegorien der Flüsse der Lombardei. Im Inneren liest du Tafeln über Napoleons Sturz und die österreichische Herrschaft.

Heute ist er zugleich der Eingang zum Parco Sempione. Der Ort ist kostenlos und rund um die Uhr geöffnet, du kannst also bequem auf dem Weg zum Castello Sforzesco vorbeischauen. Betrachte den Bogen vom Boulevard aus: So siehst du sowohl seine Größe als auch die Perspektive des Parks dahinter. Abends geht die Beleuchtung an, und der weiße Stein wirkt anders.

5. Leonardo-da-Vinci-Museum für Wissenschaft und Technik

Kreuzgang des Leonardo-da-Vinci-Museums mit Garten und Arkaden© Paolo Soave · CC BYFoto: Paolo Soave, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0), Wikimedia Commons

Das Museum ist in einem ehemaligen Kloster untergebracht und beherbergt die größte Sammlung technischer Erfindungen Leonardos. Die Exponate sind nicht nur zum Anschauen da. Einige der Mechanismen sind funktionsfähige Modelle, und du kannst sie selbst bedienen und die Experimente des Meisters nachvollziehen.

Die Sammlung umfasst Tausende Objekte, von Transport und Technik bis hin zu Uhren und Musikinstrumenten. Eine ganze Etage ist Leonardos Zeichnungen und den nach seinem Tod daraus gebauten Mechanismen gewidmet. Es gibt auch einen Bereich für Kinder.

Die Bereiche sind übersichtlich nach Fachgebieten gegliedert: Transport, Technik, Materialien, Kunst und Energie. Du bewegst dich innerhalb eines Themas von Raum zu Raum und verlierst nie den Faden der Sammlung.

Die Ausstellung erstreckt sich über Zehntausende Quadratmeter, plane also mindestens einen halben Tag für deinen Besuch ein. Wenn du mit Kindern unterwegs bist, beginne mit dem Bereich „Wissenschaft für Kinder" und geh danach zu den funktionsfähigen Modellen. So bist du nicht schon nach der Hälfte der Strecke erschöpft.

Für wen: Familien und alle, die sich für Technik interessieren. Nicht für: alle, die alte Gemälde erwarten. Tickets und Öffnungszeiten findest du auf der offiziellen Website des Museums (Stand: 09/2026). Wenn du eine Stadtführung ergänzen möchtest, findest du Optionen bei Tiqets.

6. Brunnen am Castello Sforzesco

Brunnen auf dem Platz vor dem Turm des Castello Sforzesco© Fred Romero · CC BYFoto: Fred Romero, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Der Brunnen vor dem Castello Sforzesco trägt im Volksmund den Spitznamen „Hochzeitstorte": Seine Form erinnert an ein mehrstöckiges Dessert. Die Tradition ist einfach: Wirf eine Münze hinein und wünsch dir etwas. Frischvermählte kommen häufiger hierher als alle anderen, deshalb ist die Umgebung des Wassers tagsüber fast immer belebt.

Der Brunnen wurde mehrfach restauriert, die letzte Restaurierung wurde Anfang der 2000er-Jahre abgeschlossen. Nimm ihn zusammen mit dem Schloss in dich auf: Von diesem Punkt aus hast du den besten Blick auf die Backsteintürme und den Burggraben. Am Abend geht die Beleuchtung an, und das Wasser leuchtet gemeinsam mit der Festung.

7. Vertikaler Wald

Skyline von Mailand mit dem UniCredit Tower und dem Bosco Verticale© Daniel Case · CC BY-SAFoto: Daniel Case, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Der Bosco Verticale besteht aus zwei Wohngebäuden mit fast tausend Bäumen auf ihren Balkonen. Das Projekt wurde als Ökosystem konzipiert, nicht als Dekoration: Die Pflanzen wurden nach Blütezeit, Wuchsform und Saisonalität ausgewählt.

Die Gebäude sind unterschiedlich hoch, und die grünen Etagen wechseln von Frühling bis Herbst ihre Farbe. Hinein kommst du nicht, es handelt sich um private Wohnungen, aber von außen und von der nahe gelegenen Brücke kannst du alles sehen. Komm am Abend, wenn das Licht gleichmäßig ist und die Balkone besonders üppig wirken.

Für wen: Fotografen und Fans moderner Architektur. Nicht für: alle, die hinein möchten. Der Innenhof ist privat, geh also nicht über den Zaun und mach keinen Lärm unter den Fenstern.

8. Castello Sforzesco

Castello Sforzesco bei Nacht mit Brunnen und Menschen© TeKappa · CC BY-SAFoto: TeKappa, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die Burg wurde im fünfzehnten Jahrhundert an der Stelle einer zerstörten herzoglichen Residenz errichtet. Ihr Erscheinungsbild erinnert an den Moskauer Kreml, und das ist kein Zufall: Die Mailänder Festung diente als Vorbild für die Kremltürme. Leonardo da Vinci arbeitete an der Ausgestaltung ihrer Säle.

Heute ist sie ein ganzer Museumskomplex. Hier sind Michelangelos unvollendete Skulptur „Rondanini-Pietà", antike Musikinstrumente und Haushaltsgegenstände des Adels untergebracht. Ein Ticket gewährt Zugang zu mehreren Museen, darunter Sammlungen zum alten Ägypten und zur Vorgeschichte.

Der Museumseintritt kostet 5 € (Stand: 09/2026, Ticketseite der Burg). Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 17:30 Uhr, montags geschlossen. Die Innenhöfe und den Park kannst du an jedem Tag kostenlos betreten. Tickets für das Castello Sforzesco auf Tiqets.

9. Teatro alla Scala

Fassade der Mailänder Scala am Platz© Jakub Hałun · CC BY-SAFoto: Jakub Hałun, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die Scala ist mehr als ein Opernhaus. Hier finden Premieren statt, die Musikliebhaber auf der ganzen Welt gespannt verfolgen. Von außen wirkt das Gebäude bescheiden, doch innen dreht sich alles um die Akustik des Saals und um ein Publikum, das sich entsprechend kleidet.

Für Vorstellungen gilt ein Dresscode, und die Karten sind lange im Voraus ausverkauft. Einfacher ist ein Besuch des Theatermuseums: Es ist tagsüber geöffnet, und du kannst den Saal von einer Loge aus sehen. Das Innere ist reich an Gold und Samt, und es lohnt sich auch dann, wenn du keine Oper hörst.

Für wen: Liebhaber von Musik und Architektur. Nicht für: alle, die sich weder mit dem Dresscode noch mit den Ticketpreisen anfreunden wollen. Prüfe vor deiner Reise die Öffnungszeiten des Museums, da sie je nach Saison wechseln, und suche nach Touren auf GetYourGuide.

10. Santa Maria presso San Satiro

Fassade der Kirche Santa Maria presso San Satiro in Mailand© Ludvig14 · CC BY-SAFoto: Ludvig14, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Nur einen kurzen Spaziergang vom Dom entfernt, in einer Einkaufsstraße, steht eine Kirche, die man leicht übersieht. Sie wurde im späten fünfzehnten Jahrhundert an der Stelle eines Gotteshauses aus dem neunten Jahrhundert neu errichtet. Die Fassade wirkt bescheiden, und man erwartet nicht, dass sich hinter der Tür eine Renaissancehalle öffnet.

Im Inneren ändert sich alles dank Bramantes Entwurf. Der Architekt musste eine Altarikone der Jungfrau Maria in einer engen Nische von weniger als einem Meter Tiefe unterbringen. Er schuf eine optische Täuschung: Durch Malerei wirkt die Nische wie ein Raum, der viele Meter in die Tiefe führt.

Achte auf Details, die man leicht übersieht. Die Nische ist sehr flach, aber die Malerei baut Bögen auf und zieht den Blick weit nach hinten. Vergleiche sie mit den benachbarten Kapellen: Dort ist der Raum echt, hier hat ihn ein Künstler erschaffen.

Die Straße draußen ist laut und kommerziell, aber hinter der Tür ist es still, und du spürst den Kontrast sofort.

Die Kirche ist aktiv, der Eintritt ist frei. Geh am Morgen hin, wenn kein Gottesdienst stattfindet und du die Perspektive in Ruhe studieren kannst. Nach dem gewaltigen Dom überrascht dich dieser visuelle Trick mehr, als du erwartest.

11. Torre Pirelli

Der Wolkenkratzer an der Piazza Duca d'Aosta war Mitte des letzten Jahrhunderts eine ingenieurtechnische Pionierleistung für Italien. Das Gebäude hat eine Tragödie überstanden: Anfang der 2000er-Jahre stürzte ein Privatflugzeug hinein. Die Struktur hielt stand, und an der Stelle, an der Menschen starben, wurde eine Gedenkhalle eingerichtet.

Von den oberen Etagen siehst du die gesamte Stadt und die Ausläufer der Alpen. Die Aussichtsplattform Belvedere öffnet nur selten, ausschließlich an Feiertagen, also rechne nicht damit, an einem beliebigen Tag hinaufzukommen. Auf dem Dach steht eine Kopie der Madonnenstatue: So umgingen die Bauherren das städtische Verbot, höher zu bauen als die Madonna des Doms.

Der Haken: Auf die Aussichtsplattform zu kommen ist nahezu unmöglich, also halte Ausschau nach Ankündigungen. Die Fassade des Gebäudes ist immer zugänglich und abends schön beleuchtet.

12. Pinacoteca di Brera

Innenhof der Brera mit Arkaden und Statuen© Jean-Christophe BENOIST · CC BYFoto: Jean-Christophe BENOIST, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia Commons

Die Brera ist die wichtigste Gemäldegalerie der Stadt und das Herz eines Bohème-Viertels. Die Sammlung wurde Anfang des neunzehnten Jahrhunderts eröffnet und zeigt heute Raffael, Caravaggio, El Greco und Rembrandt. Das Gebäude, ein ehemaliges Kloster mit Innenhof, ist für sich genommen einen Besuch wert.

Hinter einer Glastrennwand kannst du Restauratoren bei der Arbeit zusehen. Neben der Galerie liegt ein botanischer Garten, ein angenehmer Ort zum Ausruhen zwischen den Sälen. Tickets und Öffnungszeiten findest du auf der offiziellen Website (Stand: 09/2026).

13. Casa degli Atellani und Leonardos Weinberg

Das Haus der Atellani steht neben der Kirche Santa Maria delle Grazie, wo Leonardo das Abendmahl malte. Der Künstler besaß hier einen Weinberg: Der Weinstock war ein Geschenk von Ludovico Sforza, dem damaligen Besitzer des Hauses. Der Garten ist nicht täglich geöffnet; der Eintritt ist nur mit Führung und an Veranstaltungstagen möglich.

Backsteinfassade der Casa degli Atellani mit Holztoren© Dimitris Kamaras from Athens, Greece · CC BYFoto: Dimitris Kamaras from Athens, Greece, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Leonardos Weinberg ging in den 1940er-Jahren ein. Forscher rekonstruierten die Geschichte des Weinstocks und pflanzten 2015 dieselbe Sorte neu an. Heute kannst du ihn im hinteren Innenhof sehen, neben dem Renaissancehaus.

Der Haken: Das Haus empfängt Besucher nur an bestimmten Tagen, also prüfe den Zeitplan im Voraus.

14. Parco Sempione

Parco Sempione bei Nacht mit Teich und Burg© Maurizio Moro5153 · CC BY-SAFoto: Maurizio Moro5153, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Der Park liegt zwischen dem Castello Sforzesco und dem Arco della Pace. Er wurde Ende des neunzehnten Jahrhunderts auf dem Gelände eines militärischen Übungsplatzes angelegt. Heute bietet er schattige Platanenalleen, Brücken und Pavillons, in denen sowohl Mailänder als auch Touristen entspannen.

Die Wege tragen die Namen von Schriftstellern: Shakespeare, Ibsen, Schiller, Gautier. Es gibt eine Puschkin-Allee, die über eine Brücke mit kleinen Meerjungfrauen erreichbar ist. Im Park befinden sich das älteste Aquarium Europas und der Torre Branca, wo dich ein Aufzug auf eine Panoramaplattform bringt.

Der Park ist groß, und es bietet sich an, den Tag um ihn herum zu planen: Er verbindet das Schloss, den Arco della Pace und das Museumsviertel. Wenn du vom Arco della Pace zum Schloss gehst, bewegst du dich durch viel Grün und hörst die Stadt kaum.

Für wen: eine Pause zwischen Museen und ein Blick von oben. Nicht für: alle, die ein lebhaftes Programm suchen. Der Parkeintritt ist frei; die Attraktionen sind kostenpflichtig. Der Palazzo dell’Arte im Park zeigt Ausstellungen von Weltrang.

15. Triennale Design Museum

Holzinstallation über der Treppe im Triennale-Museum© Sailko · CC BY-SAFoto: Sailko, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Italiens erstes Designmuseum wurde 2007 eröffnet. Der Name stammt von den ursprünglichen Ausstellungen, die alle drei Jahre erneuert wurden. Heute wechseln die Ausstellungen jährlich, und jedes Mal sieht der Saal anders aus.

Hier zählt die Idee mehr als das Objekt. Die Ausstellungen binden die Besucher ein, und für Kinder werden eigene Aktivitäten organisiert. Im obersten Stockwerk gibt es ein Restaurant mit Panoramafenstern: Nach dem Museumsbesuch ist es ein praktischer Ort, um zu Mittag zu essen und die Stadt von oben zu betrachten.

16. Cimitero Monumentale

Fassade des Famedio auf dem Monumentalfriedhof von Mailand© Paolobon140 · CC BY-SAFoto: Paolobon140, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Der Cimitero Monumentale ist kein gewöhnlicher Friedhof, sondern eine Skulpturengalerie unter freiem Himmel. Er wurde in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts eröffnet, und hier sind berühmte Persönlichkeiten aus Kultur und Kunst begraben. Die Denkmäler geben den Charakter eines Menschen so gut wieder wie Porträts.

Die Kapelle Famedio am Eingang beherbergt den Sarkophag des Schriftstellers Alessandro Manzoni. An den Wänden stehen Urnen von Soldaten des Ersten Weltkriegs. Geh über die Wege: Du wirst sehen, wie Italiener Grabsteine in kreative Werke verwandelt haben.

17. Corso Como

Corso Como mit Cafés und einem Bogen© Luca Canepa · CC BYFoto: Luca Canepa, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia Commons

Der Corso Como ist eine Fußgängerpromenade und das Zentrum des Nachtlebens. Hier findest du die besten Clubs, Cafés und Multibrand-Stores der Stadt, darunter CORSO COMO. Tagsüber flaniert man hier, abends ist kein freier Tisch mehr zu bekommen, und du wirst verstehen, warum die Straße als die lebendigste Mailands gilt.

An einem Ende wird die Straße vom Stadttor Porta Garibaldi abgeschlossen, am anderen von einem Block neuer Hochhäuser. Vergangenheit und Zukunft stehen hier nebeneinander: das alte Tor und die Glastürme des neuen Mailand. Komm bei Sonnenuntergang, wenn die Schaufenster erleuchten.

18. San Bernardino alle Ossa

Kirche San Bernardino alle Ossa und Santo Stefano in Mailand© Paolobon140 · CC BY-SAFoto: Paolobon140, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die Kirche wurde im dreizehnten Jahrhundert erbaut, und ihr Name bedeutet übersetzt „St. Bernhard auf den Knochen". Das Beinhaus entstand aus praktischer Notwendigkeit: Alte Gräber nahe der Kirche wurden geräumt, um Platz zu schaffen, als die Stadt wuchs.

Das Beinhaus ist Teil der Kirche, kein separates Museum. Die Wände der Kapelle sind mit Knochen verkleidet, und es wirkt fast wie ein Muster und nicht wie etwas Erschreckendes. Wenn du dich unwohl fühlst, wirf einen kurzen Blick hinein und geh wieder hinaus.

Heute ist es ein achteckiger Bau mit Marmoraltären. Die Decke bewahrt Fresken von Ricci mit dreidimensionalem Effekt, und in der Kapelle steht eine Skulptur der Madonna vor dem Grab Christi. Die Kirche ist aktiv, und der Eintritt ist täglich für alle offen.

19. Torre Velasca

Torre Velasca über den Dächern von Mailand© Saggittarius A · CC BY-SAFoto: Saggittarius A, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Der erste Wolkenkratzer der Stadt sieht aus wie ein mittelalterlicher Turm, obwohl er Mitte des letzten Jahrhunderts gebaut wurde. Abends werden die Wände beleuchtet, und die Silhouette ist vom Zentrum aus gut sichtbar. Er ist ein Symbol des Nachkriegs-Mailand.

Schau dir den Turm von den umliegenden Straßen aus an: So siehst du, wie er sich in die Altstadt einfügt. Er steht abseits der klassischen Wahrzeichen. Für wen: Fans der Nachkriegsarchitektur. Nicht für: alle, die Paläste und Kathedralen suchen.

Der Haken: Kritiker haben den Turm mehr als einmal als hässliches Symbol des modernen Italien bezeichnet. Ob du ihn liebst oder nicht, entscheide selbst.

Interessante Orte auf der Karte

Sehenswerte Orte in Mailand

Orte auf der Karte
  1. 1Mailänder Dom Der Dom, fast sechs Jahrhunderte im Bau, mehr als hundert Marmortürme
  2. 2Museo del Novecento Kunst des 20.-21. Jahrhunderts, Matisse, Modigliani, Kandinsky, Picasso
  3. 3Galleria Vittorio Emanuele II Überdachte Straße mit Glaskuppel, verbindet den Dom und die Scala
  4. 4Friedensbogen Denkmal für Napoleons Siege, Eingang zum Parco Sempione
  5. 5Nationales Museum für Wissenschaft und Technik Leonardo da Vinci Die größte Sammlung technischer Erfindungen Leonardos
  6. 6Brunnen „Hochzeitstorte" Volkstümlicher Name des Brunnens am Castello Sforzesco, Anfang der 2000er restauriert
  7. 7Bosco Verticale Bosco Verticale, zwei Wohntürme mit fast tausend Bäumen auf den Balkonen
  8. 8Castello Sforzesco Festung aus dem 15. Jahrhundert, Museumskomplex, Michelangelos 'Pietà Rondanini'
  9. 9Teatro alla Scala Berühmtes Opernhaus, Museum und Blick in den Saal von einer Loge aus
  10. 10Santa Maria presso San Satiro Bramantes optische Täuschung in einer engen Altarnische
  11. 11Torre Pirelli Wolkenkratzer aus der Mitte des 20. Jahrhunderts, Aussichtsplattform 'Belvedere'
  12. 12Pinacoteca di Brera Die Hauptgalerie der Stadt, Raffael, Caravaggio, El Greco, Rembrandt
  13. 13Casa degli Atellani und Weinberg Leonardos Haus neben dem 'Abendmahl', restaurierter Weinberg Leonardos
  14. 14Parco Sempione Park zwischen dem Castello Sforzesco und dem Friedensbogen, Europas ältestes Aquarium
  15. 15Triennale Design Museum Italiens erstes Designmuseum, Ausstellungen wechseln jährlich
  16. 16Cimitero Monumentale Skulpturengalerie unter freiem Himmel, Kapelle Famedio
  17. 17Corso Como Fußgängerpromenade, Clubs, Cafés und Multibrand-Läden
  18. 18San Bernardino alle Ossa Kirche aus dem 13. Jahrhundert mit Beinhaus, Wände aus Knochen
  19. 19Torre Velasca Der erste Wolkenkratzer der Stadt, Symbol des Nachkriegsmailand

Alle Orte lassen sich mithilfe der Karte gut abdecken. Die Hälfte davon liegt in einem Umkreis: Der Dom, die Galleria und das Museo del Novecento liegen nah beieinander, ebenso das Kastell und der Parco Sempione. Der Rest ist über das Zentrum verstreut, aber du kannst gut zu Fuß zwischen ihnen hin- und hergehen.

Öffne Mailand auf der Karte und baue deine eigene Route, damit du nicht durch das Zentrum zurücklaufen musst.

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⁉️🤔 Häufige Fragen

Wie viele Tage brauchst du, um diese Orte zu sehen?

Zwei Tage reichen für das Zentrum. Am ersten Tag schaffst du den Dom, die Galleria, das Castello Sforzesco und den Parco Sempione. Am zweiten Tag nimmst du die Pinacoteca di Brera, das Museo del Novecento, den Cimitero Monumentale und den Bosco Verticale mit. Plane einen dritten Tag ein, wenn du die Museen ohne Eile erkunden möchtest.

Wann solltest du zum Dom gehen und wie vermeidest du die Warteschlange?

Buche Terrassentickets online und für den Morgen: Die frühesten Zeitfenster sind zuerst weg. Direkt nach der Öffnung kommst du am schnellsten hinein.

Castello Sforzesco oder Pinacoteca di Brera, was solltest du wählen?

Wenn du wenig Zeit hast, beginne mit dem Kastell: Mit einem Ticket kommst du in mehrere Museen. Die Brera ist für alle, die wegen der Gemälde von Raffael und Caravaggio gekommen sind.

Was kannst du in Mailand kostenlos besichtigen?

Der Eintritt zur Galleria Vittorio Emanuele II, zum Arco della Pace, zum Parco Sempione und zu den Innenhöfen des Castello Sforzesco kostet nichts. Auch die beiden Kirchen auf der Liste, Santa Maria presso San Satiro und San Bernardino alle Ossa, sind kostenlos. Nur die Museen, die Domterrassen und die Attraktionen im Park verlangen Eintritt.

Wo solltest du zu Abend essen und wohin abends gehen?

Abends geht es zum Corso Como: Dort gibt es Clubs, Cafés und Restaurants für jedes Budget. Für ein ruhiges Abendessen biegst du besser ins Brera-Viertel neben der Galerie ab. Das Restaurant in der obersten Etage der Triennale ist gut für den Blick über die Stadt.

Kurz gesagt: Was sich zu buchen lohnt

Mailands wichtigste Sehenswürdigkeiten konzentrieren sich im Zentrum, und in zwei Tagen schaffst du die wichtigsten Orte auf der Liste. Beginne morgens mit dem Dom und hebe dir die Museen des Castello Sforzesco für den Nachmittag auf.

  • Wenn du einen Tag hast: Dom, Galleria, Castello Sforzesco und Parco Sempione.
  • Wenn du zwei Tage hast: Nimm die Pinacoteca di Brera, das Museo del Novecento, den Cimitero Monumentale und den Bosco Verticale dazu.
  • Wenn du mit Kindern unterwegs bist: Besuche das Leonardo-da-Vinci-Museum für Wissenschaft und Technik.

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