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Was du in Mailand sehen solltest: 30 Orte, Route und Tickets

Was du in Mailand sehen solltest: 30 Orte, Route und Tickets

Es ist leicht, sich in Mailand überfordert zu fühlen. Der Dom, die Galleria, Dutzende Kirchen und Museen sind über das Zentrum verstreut, und an einem Tag schaffst du sie nicht alle.

Ein Ticket für die Domterrassen kostet 16 bis 18 € (Stand: 09/2026, Preise auf der offiziellen Website), und das Abendmahl ist nur mit Voranmeldung zugänglich (Stand: 09/2026, Besuchsregeln).

Wir haben dreißig Orte in Mailand zusammengestellt, die deine Zeit wert sind. Herausgekommen ist eine Route von der Kathedrale bis zum Naviglio Grande. Zu jedem Ort findest du eine kurze Geschichte und einen praktischen Tipp. Die Liste ist so aufgebaut, dass du sie an einem Tag ablaufen oder auf mehrere Wochenenden verteilen kannst. Die Preise für die Domterrassen und die Buchungsregeln für das Abendmahl haben wir für Herbst 2026 überprüft.

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1. Mailänder Dom (Duomo)

💡 Kurz gesagt:

  • Domterrassen: Aufzug 18 €, Treppe ab 16 € (Stand: 09/2026, Tickets und Preise).
  • Das Abendmahl erfordert eine Voranmeldung, auch für einen kostenlosen Besuch (Stand: 09/2026, so buchst du).
  • Plane den Dom für den Morgen oder nach 18:00 Uhr ein. Gegen Mittag füllen sich Platz und Eingang mit Gruppen, und in der Hitze anzustehen ist anstrengender.
  • Preise und Öffnungszeiten: 09/2026, geprüft auf der offiziellen Website des Doms.
Fassade des Mailänder Doms auf dem Platz© Jakub Hałun · CC BY-SAFoto: Jakub Hałun, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die Kathedrale der Geburt der Jungfrau Maria, kurz der Dom, steht im absoluten Zentrum der Stadt. Mailands alte Straßen laufen auf ihn zu, und vom Domdach aus ist das deutlich zu sehen. Der Bau begann im späten 14. Jahrhundert an der Stelle antiker keltischer Heiligtümer. Die Fassade wurde erst im 19. Jahrhundert vollendet, auf Anordnung Napoleons. Am Dom arbeiteten verschiedene Meister, weshalb sich der Bau über fast sechs Jahrhunderte hinzog.

Die Fassade wird von Türmchen, Säulen und Hunderten Statuen getragen. Den höchsten Punkt krönt eine vergoldete Madonnenfigur. Im Inneren sind Glasfenster aus dem 15. Jahrhundert, Gemälde und eine ungewöhnliche Skulptur des heiligen Bartholomäus erhalten. Über dem Altar befindet sich der Hauptschatz des Doms, ein Nagel von der Kreuzigung Christi. Auch die Gräber von Heiligen liegen hier. Für den Dom wird Eintritt verlangt, und für das Fotografieren im Inneren wird ein separates Armband gekauft.

Wenn du die Stadt von oben sehen willst, steig auf die Terrassen. Das dreistöckige Dach gilt als Mailands beste Aussichtsplattform. Ein Aufzug und Treppen führen bis ganz nach oben, ein Ticket kostet zwischen 16 und 18 € (Stand: 09/2026, Ticketbüro des Doms).

  • Der Haken: Schlangen am Eingang und am Aufzug, am längsten gegen Mittag.

2. Piazza del Duomo

Piazza del Duomo mit Dom und Galleria in Mailand© Steffen Schmitz · CC BY-SAFoto: Steffen Schmitz, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Der Domplatz wird das Herz Mailands genannt. Hier ist immer etwas los, und rund um den Platz stehen die wichtigsten Gebäude der Stadt. Der Platz wurde bereits im 14. Jahrhundert im Auftrag des Staatsmanns Azzone Visconti angelegt. Die Gebäude rundherum wurden von den berühmtesten Architekten der Stadt entworfen. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Platz unter der Leitung des Architekten Giuseppe Mengoni umgebaut.

Das Hauptgebäude am Platz, der Dom selbst, gibt dem ganzen Ort seinen Charakter. Daneben steht die Galleria Vittorio Emanuele II, eine der ersten Einkaufspassagen Europas. Gegenüber siehst du den Königspalast. Etwas weiter liegen der Erzbischöfliche Palast und der Palazzo dell'Orologio. Sie alle gehören verschiedenen Epochen an.

Der Platz bleibt auch die Hauptbühne der Stadt. Mailänder treffen sich hier, Feste und städtische Veranstaltungen finden statt. Wenn du auf die Domterrassen willst, ohne an der Ticketschlange zu stehen, kauf dein Ticket im Voraus: Ticket für Dom und Terrassen mit Audioguide.

  • Für wen: für eine erste Begegnung mit der Stadt und abendliche Spaziergänge an den beleuchteten Gebäuden entlang.

3. Galleria Vittorio Emanuele II

Eingangsbogen der Galleria Vittorio Emanuele II in Mailand© Paolobon140 · CC BY-SAFoto: Paolobon140, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die Galerie ist nach dem König des vereinten Italien benannt. Viktor Emanuel II. kam zur Eröffnung der Passage und begutachtete das Bauwerk persönlich. Architekt Giuseppe Mengoni entwarf den Bau, erlebte die Feier jedoch nicht mehr. Er starb nach einem Sturz vom Gerüst.

Die Passage hat die Form eines lateinischen Kreuzes und besitzt vier Ausgänge. Jeder Ausgang steht für einen Teil der Welt, Australien zählte damals noch nicht dazu. Das Dach trägt eine Glaskuppel mit Eisenrahmen, was für die damalige Zeit innovativ war. In der Mitte des Bodens zeigt ein Mosaik ein Wappen mit einem Stier, das Symbol Mailands.

Die Mailänder glauben an einen lokalen Aberglauben. Stellst du deine Ferse auf den Stier und drehst dich dreimal auf der Stelle, soll dir das Glück folgen. In der Galerie finden Modeschauen, Konzerte und Ausstellungen statt. An den Seiten reihen sich Geschäfte, Buchhandlungen und Cafés, in denen der Kaffee im Stehen getrunken wird. Mengoni vereinte Straße und Platz unter einem Dach, ein mutiger Entschluss für das 19. Jahrhundert. Tagsüber flutet Licht den Mosaikboden, abends wird die Passage beleuchtet und verwandelt sich in eine Bühne für städtische Veranstaltungen.

Wenn du die Stadt tiefer verstehen möchtest, nimm an einer Führung mit einem lokalen Guide teil: Mailand Stadtführungen.

4. Leonardo-da-Vinci-Denkmal

Denkmal für Leonardo da Vinci auf der Piazza della Scala© Harvinder Chandigarh · CC BY-SAFoto: Harvinder Chandigarh, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Wenn du geradeaus durch die Galerie gehst, kommst du auf den Platz vor dem Teatro alla Scala heraus. In der Mitte des Platzes steht das Denkmal für Leonardo da Vinci. Leonardo glänzte in Malerei, Anatomie, Ingenieurwesen und Architektur. Sogar seine Notizen schrieb er in Spiegelschrift.

Das Denkmal besteht aus mehreren Figuren. Leonardo selbst steht auf dem Sockel, am Fuß sind seine besten Schüler platziert: Marco d'Oggiono, Cesare da Sesto, Giovanni Boltraffio und Andrea Salaì. Jeder blickt in eine andere Richtung.

Von hier aus siehst du bereits die nächste Station der Route, das Teatro alla Scala. Eine Pause am Denkmal eignet sich auch gut für Fotos: Die Statuen stehen vor der Kulisse der Paläste.

  • Für wen: für alle, die von der Galerie zum Theater gehen und eine Pause einlegen möchten.

5. Teatro alla Scala

Fassade der Mailänder Scala© Jakub Hałun · CC BY-SAFoto: Jakub Hałun, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Der Name des Theaters wird oft mit dem Wort „Treppe" in Verbindung gebracht, das ist jedoch ein Irrtum. Die Scala wurde an der Stelle der Kirche Santa Maria alla Scala errichtet, daher der Name. Den Entwurf schuf Architekt Giuseppe Piermarini.

Von außen wirkt das Gebäude im Vergleich zu den benachbarten Palästen bescheiden. Piermarini hatte es eilig und gab das Budget nicht für die Fassade aus. Dafür wurde das Theater in nur zwei Jahren gebaut. Innen erwarten dich reiche Ausstattung und eine berühmte Akustik. Salieri, Verdi und Puccini wurden hier berühmt. Der Saal verteilt das Publikum auf mehrere Ränge, und die Bühne ist selbst von den oberen Plätzen klar zu hören.

  • Der Haken: die prunkvolle Fassade ist leicht zu übersehen, der Eingang ist kaum hervorgehoben.

6. Piazza Mercanti

Mittelalterliche Piazza Mercanti mit Brunnen und Arkaden© Stefano Stabile · CC BY-SAFoto: Stefano Stabile, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia Commons

Von der Scala gehst du die Via Santa Margherita entlang, vorbei am Palast der Juristen, und erreichst die Piazza Mercanti. Früher führten sechs Durchgänge auf den Platz. Jeder war nach einer Handwerkerzunft benannt, etwa die Straße der Juweliere.

Der Platz ist klein und gehört nicht zu den Pflichtprogrammen. Stadtführer lassen ihn oft aus. Dennoch sind hier Gebäude aus der Renaissance erhalten: der Palast der Juristen, der Palazzo della Ragione und die Scuole Palatine. Noch heute findet auf dem Platz ein Büchermarkt statt, auf dem sich seltene Ausgaben entdecken lassen.

Hier versammelten sich einst die Kaufmannszünfte, und es wurde Recht gesprochen. Wenn du die Menschenmassen am Dom satt hast, bietet dieser Platz eine kurze Verschnaufpause.

  • Für wen: für alle, die das mittelalterliche Mailand ohne Warteschlangen sehen möchten.

7. Piazza Cordusio

Piazza Cordusio in Mailand mit Denkmal und Straßenbahn© Paolobon140 · CC BY-SAFoto: Paolobon140, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die Piazza Cordusio hat eine elliptische Form und schließt den Anfang der Via Dante ab. Sie entstand im späten 19. Jahrhundert. Drei Gebäude mit konkaven Fassaden verleihen dem Platz sein ungewöhnliches Aussehen. Sechs Straßen kreuzen sich hier, was ihn zu einem praktischen Ausgangspunkt für eine Route durch das Zentrum macht.

Die Mailänder nennen den Cordusio den „Platz der Banken". Hier stehen die Hauptsitze großer Finanzinstitute. Der Name stammt von den Worten Curia Ducis, was Herzogshof bedeutet. Noch ein Detail: Genau hier wurde im späten 19. Jahrhundert die erste elektrische Straßenbahn der Stadt in Betrieb genommen. Genau diese Straßenbahn kannst du im Wissenschaftsmuseum sehen.

8. Via Dante

Fußgängerzone Via Dante mit Passanten© Daniel from Glasgow, United Kingdom · CC BYFoto: Daniel from Glasgow, United Kingdom, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Die Via Dante gilt als eine der schönsten Fußgängerstraßen der Stadt. Sie wurde nach dem Dichter Dante Alighieri benannt. Vor nicht allzu langer Zeit fuhr hier noch eine Straßenbahn, doch dann wurde die Straße den Fußgängern überlassen. Die Gebäude wurden im 18. und 19. Jahrhundert errichtet und sind gut erhalten.

Die Stadtverwaltung hat Neubauten an der Via Dante verboten. Dadurch ist die Straße so geblieben, wie sie vor Jahrhunderten war. Heute kannst du hier nicht nur flanieren, sondern auch Theater besuchen. Besonders interessant ist das Piccolo Teatro, das den Titel Theater Europas erhalten hat. Seine erste Inszenierung war Gorkis Stück „Nachtasyl".

Wenn du mehr Viertel abdecken und nicht den ganzen Tag laufen möchtest, nimm einen Sightseeing-Bus: Ticket für die Mailänder Bustour.

  • Für wen: für einen gemütlichen Spaziergang zwischen dem Dom und dem Castello Sforzesco.

9. Denkmal für Giuseppe Garibaldi

Reiterdenkmal für Garibaldi vor dem Castello Sforzesco© Pivari.com · CC BY-SAFoto: Pivari.com, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Von der Via Dante gelangst du auf die Piazza Cairoli, wo das Denkmal für Giuseppe Garibaldi steht. Garibaldi kämpfte für die Einigung Italiens und wurde zum Nationalhelden. Eine der angrenzenden Straßen ist nach Napoleon benannt. Und doch führt sie direkt zum Denkmal des Befreiers.

Von hier aus kannst du bereits die nächste Sehenswürdigkeit sehen. Dorthin geht es als Nächstes.

  • Für wen: für einen kurzen Stopp auf dem Weg zum Castello Sforzesco.

10. Castello Sforzesco

Castello Sforzesco bei Nacht mit Brunnen vor dem Eingang© TeKappa · CC BY-SAFoto: TeKappa, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Das Castello Sforzesco wurde im 14. Jahrhundert von Herzog Visconti erbaut. Die Macht ging später an Francesco Sforza über, der sich an die Wiederherstellung der beschädigten Burg machte.

Die Festung überstand später Napoleons Ankunft, österreichische Truppen und den Zweiten Weltkrieg. Heute ist sie vollständig restauriert und für Touristen geöffnet. Auf dem Gelände befindet sich eines der beliebtesten Museen der Stadt. Es beherbergt Werke von Michelangelo, Leonardo da Vinci und anderen italienischen Meistern.

In der Nähe der Burg sind die Überreste der alten Tore erhalten, die schon zu Viscontis Zeiten zu ihr führten. Wenn du mehrere Museen besuchen möchtest, prüfe die Tickets im Voraus: Tickets für Mailänder Museen und Ausstellungen.

  • Für wen: für alle, die der Burg und den Museen einen halben Tag widmen möchten.

11. Parco Sempione

Rasenfläche im Parco Sempione mit dem Arco della Pace© Alessandro Perazzoli · CC BY-SAFoto: Alessandro Perazzoli, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Neben dem Castello Sforzesco liegt der Parco Sempione, die grüne Lunge der Stadt. Er wurde im späten 19. Jahrhundert von dem Italiener Alemagna angelegt. Der Park ist fast in seiner ursprünglichen Form erhalten und erstreckt sich über Dutzende Hektar. Die Mailänder flanieren hier am Wochenende gern.

Ein ausgedehntes System von Teichen und Kanälen, gepflegte Rasenflächen, Rosen und Brunnen machen den Park beliebt. In den Teichen leben Enten, Schwäne und Schildkröten. Für aktive Erholung gibt es Radwege und Spielplätze. Auf dem Gelände befanden sich früher Nebengebäude und die Ländereien der Burgbesitzer.

  • Für wen: zum Verschnaufen nach dem Museumsbesuch und für einen Spaziergang mit Kindern.

12. Kirche Santa Maria delle Grazie

Fassade der Kirche Santa Maria delle Grazie in Mailand© Giovanni Dall'Orto · CC BYFoto: Giovanni Dall'Orto, CC BY, Wikimedia Commons

Santa Maria delle Grazie gilt als Symbol der italienischen Renaissance. Die Kirche wurde im späten 15. Jahrhundert als Teil eines Dominikanerklosters erbaut. Im Inneren war sie in zwei Hälften geteilt. Die Gemeindemitglieder hatten nur Zugang zur ersten, die zweite war den Mönchen vorbehalten.

Der größte Schatz der Kirche ist im Refektorium verborgen. Dort wird Leonardos Fresko „Das letzte Abendmahl" aufbewahrt. Bei einem alliierten Bombenangriff bedeckten die Gemeindemitglieder die Wand mit Sandsäcken, und das Gemälde überstand den Angriff. Zeit und natürliche Faktoren haben dem Fresko dennoch zugesetzt.

Das Fresko kann nur mit vorheriger Reservierung besichtigt werden (Stand: 09/2026, offizielle Website). Die Gruppen bestehen aus fünfundzwanzig Personen, und Besucher dürfen sich höchstens fünfzehn Minuten im Refektorium aufhalten. Die Kirche selbst ist täglich geöffnet, der Eintritt ist frei. Mittags schließt die Kirche für eine Pause, daher ist es besser, deinen Besuch auf den Morgen oder Abend zu legen.

Wenn du einen Guide und eine klare Route brauchst, nimm an einer geführten Tour teil: Mailand-Touren.

  • Der Haken: Das Refektorium ist nur mit Reservierung zugänglich, für alle ohne Ausnahme.

13. Basilika San Lorenzo Maggiore

Basilika San Lorenzo Maggiore mit Kuppel und Säulengang© Blackcat · CC BY-SAFoto: Blackcat, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/it/deed.en), Wikimedia Commons

San Lorenzo Maggiore gilt als eine der ältesten Kirchen Europas. Viele ihrer Mauern wurden bereits im 4. Jahrhundert an der Stelle antiker römischer heidnischer Tempel errichtet. Die Kirche brannte mehrfach ab und wurde wieder aufgebaut. Ihre endgültige Restaurierung erfolgte im 16. Jahrhundert.

Besonders interessant ist die Kapelle Sant'Aquilino. Sie wurde bereits im 5. Jahrhundert als Grabstätte der Tochter von Kaiser Theodosius I. erbaut. Die Kapelle ist mit Mosaiken geschmückt, die Christus und die Apostel darstellen. Hier werden auch die Reliquien des heiligen Aquilino und der Märtyrerin Natalia aufbewahrt.

Vor der Basilika stehen zwölf korinthische Säulen, weshalb die Kirche auch San Lorenzo alle Colonne genannt wird. Die Säulen stammen aus vorchristlichen Bauwerken. Auf dem Platz vor der Kirche erhebt sich ein Denkmal für Kaiser Konstantin. Die Kirche ist täglich geöffnet, und sonntags schließen die Türen später als an Wochentagen.

  • Für wen: für alle, die sich für frühchristliche Architektur interessieren.

14. Basilika Sant'Ambrogio

Fassade der Basilika Sant'Ambrogio mit zwei Türmen© Ludvig14 · CC BY-SAFoto: Ludvig14, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Der heilige Ambrosius gilt als Schutzpatron Mailands. Er wurde hier geboren und gründete im 4. Jahrhundert eine Kirche zum Gedenken an die Märtyrer Protasius und Gervasius. Nach dem Tod des Priesters erhielt die Kirche seinen Namen. Die alte Basilika ist nicht erhalten geblieben.

Die neue Kirche wurde im 9. Jahrhundert erbaut und im 12. Jahrhundert erneut umgebaut. Damals erhielt sie ihre romanischen Züge. Die Basilika war einst die Hauptkathedrale der Stadt, und Pilger kamen aus ganz Italien hierher.

Der Eingang führt durch ein Atrium, das von Säulen umgeben ist. Jede von ihnen trägt Reliefs, die den Kampf zwischen Gott und dem Teufel darstellen. An einer Säule sind kleine runde Löcher zu sehen. Der Legende nach sind das Spuren von den Hörnern des Teufels. Die Überlieferung besagt: Wenn du dein Ohr an die Säule legst, hörst du sein Flüstern. Im Inneren ist der goldene Altar aus dem 9. Jahrhundert mit Evangeliumsszenen erhalten geblieben.

In der Kapelle San Vittore ist unter der Kuppel ein goldenes Mosaik aus dem 5. Jahrhundert zu sehen. Die wichtigsten Reliquien der Kirche werden in einem silbernen Sarkophag in der Krypta aufbewahrt. Auch das Grab von König Ludwig II. und der Sarkophag des römischen Feldherrn Stilicho befinden sich hier. Der Eintritt in die Basilika ist täglich frei.

  • Für wen: alle, die das romanische Mailand ohne Ticket sehen möchten.

15. Pinacoteca di Brera

Innenhof der Pinacoteca di Brera mit Arkaden© Jean-Christophe BENOIST · CC BYFoto: Jean-Christophe BENOIST, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia Commons

Die Pinacoteca di Brera gilt als eine der besten Kunstgalerien Italiens. Sie beherbergt Meisterwerke italienischer und europäischer Maler vom 14. bis zum 17. Jahrhundert. Die Galerie ist in einem Palazzo aus dem 16. Jahrhundert untergebracht.

Im 18. Jahrhundert gründete Maria Theresia von Österreich hier eine Galerie. Ihren Höhepunkt erreichte sie unter Napoleon. Er bereitete die Stadt auf eine Hauptstadtrolle vor und ließ die besten Werke der Malerei zusammentragen. Hier siehst du Werke von Raffael, Michelangelo, Piero della Francesca, Caravaggio, Rembrandt und El Greco. Als größter Schatz der Galerie gilt Raffaels „Die Vermählung Mariens".

Im Erdgeschoss des Palastes ist die Akademie der Schönen Künste Mailands untergebracht. Die Galerie verfügt über einen eigenen botanischen Garten und ein Observatorium. Die Pinacoteca ist täglich geöffnet, montags geschlossen. Donnerstags sind die Besuchszeiten bis in den Abend verlängert. An Feiertagen bleibt die Galerie ebenfalls geschlossen.

Wenn du mehrere Museen besuchen möchtest, kauf ein Ticket online: Mailänder Museumstickets.

  • Der Haken: Montag ist Ruhetag, und an Feiertagen ist die Galerie geschlossen.

16. Pinacoteca Ambrosiana

Fassade der Pinacoteca Ambrosiana mit einem Banner an der Wand© Paolobon140 · CC BY-SAFoto: Paolobon140, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Der Mailänder Erzbischof Federico Borromeo war ein Förderer von Kunst und Wissenschaft. Er sammelte Handschriften aus Griechenland, Syrien und europäischen Ländern. Anfang des 17. Jahrhunderts beschloss er, eine Bibliothek zu errichten. Später wurden daneben eine Pinakothek und eine Kunstakademie gegründet. Die persönliche Sammlung des Erzbischofs bildete den Grundstock der Galerie.

Heute werden hier Autografen von Vergil und Aristoteles aufbewahrt sowie Handschriften von Leonardo da Vinci. Seine Zeichnungen und Diagramme sind als „Codex Atlanticus" bekannt. Neben Handschriften siehst du Werke von Leonardo, Raffael, Caravaggio, den Bruegels, Botticelli, Tizian und Dürer.

Die Galerie ist von Dienstag bis Sonntag geöffnet, montags und an Feiertagen geschlossen. Foto- und Videoaufnahmen im Inneren sind untersagt; nur die Fassaden und Innenhöfe dürfen fotografiert werden.

  • Der Haken: Im Inneren ist das Fotografieren verboten; du kannst nur die Fassaden und Innenhöfe aufnehmen.

17. Leonardo-da-Vinci-Museum für Wissenschaft und Technik

U-Boot in der Freiluftausstellung eines Museums in Mailand

Das Museum für Wissenschaft und Technik wird selbst diejenigen interessieren, die mit Technik wenig anfangen können. Es ist in einem alten Kloster untergebracht, und einige Exponate stehen im Freien. Hier siehst du Holzmodelle von Leonardos Erfindungen: Zeichnungen eines Tauchanzugs, eine Beschreibung eines Fallschirms und eines U-Boots.

Im Museum kannst du durch ein Teleskop aus der Zeit Galileis blicken und in ein altes U-Boot hineinschauen. Eine Straßenbahn und ein Segelschiff sind in der Nähe ausgestellt. Eine eigene Halle vergleicht einen alten Zug mit einem modernen Hochgeschwindigkeitszug.

Das Museum ist von Dienstag bis Freitag tagsüber geöffnet, am Wochenende bleibt es länger offen. Montags und während der Weihnachtsfeiertage ist es geschlossen. Tickets solltest du besser im Voraus kaufen, um nicht in der Schlange zu stehen. Die Ausstellung erstreckt sich über mehrere Gebäude, daher solltest du mindestens einen halben Tag für den Besuch einplanen.

  • Der Haken: Das Museum ist montags geschlossen, und am Wochenende sind viele Schulgruppen unterwegs.

18. Museo Poldi Pezzoli

Rotes Gebäude des Museo Poldi Pezzoli in der Via Manzoni© Paolobon140 · CC BY-SAFoto: Paolobon140, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die Stadt hat viele Ausstellungen, und es ist für ein Museum nicht leicht, Aufmerksamkeit zu gewinnen. Das Museo Poldi Pezzoli wird von erfahrenen Reisenden gewählt. Das Gebäude wurde im 17. Jahrhundert errichtet. Die Sammlung wurde von Gian Giacomo Poldi Pezzoli begründet, der ausgedehnte Reisen unternahm und die Kunst der Welt kennenlernte.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann er, sein Haus in ein Museum zu verwandeln. Meisterwerke der Malerei standen hier neben antiken Waffen. Der Sammler vermachte die Kollektion der Stadt. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlitt das Gebäude erhebliche Schäden, und seine Türen öffneten sich erst mehrere Jahre später wieder. Viele Exponate konnten gerettet werden.

  • Für wen: für alle, die Gemälde und antike Waffen im selben Raum sehen möchten.

19. Villa Reale

Fassade der Villa Reale mit grünem Park© Sailko · CC BYFoto: Sailko, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia Commons

Die Villa Reale gilt als Paradebeispiel der neoklassizistischen Epoche. Sie wurde Ende des 18. Jahrhunderts für Graf Belgioioso, Botschafter in England, erbaut. Ihre Hauptattraktion wurde der erste Park im englischen Stil in Italien. Er ist mit Skulpturen, Pavillons und kleinen Brücken geschmückt.

Napoleon machte die Villa zu seinem Wohnsitz, danach wurde sie Villa Bonaparte genannt. Nach seinem Sturz wurde hier die Residenz des österreichischen Vizekönigs der Lombardei eingerichtet. Im 20. Jahrhundert eröffnete hier die Galerie für moderne Kunst.

Die Galerie beherbergt Werke von Modigliani, Renoir, Picasso, Gauguin, Van Gogh und anderen Meistern des 19. und 20. Jahrhunderts. Die Villa ist täglich außer montags für Besucher geöffnet.

  • Der Haken: Die Villa hat eine Mittagspause, also plane deinen Besuch entsprechend.

20. Pirelli-Turm

Der Pirelli-Turm wurde Mitte des 20. Jahrhunderts erbaut. Initiator war Alberto Pirelli, Präsident des Unternehmens Pirelli. Der Turm wurde zehn Jahre lang auf dem Gelände der ersten Fabrik der Familie errichtet. Am Ende ragte er höher auf als die Turmspitze des Doms.

Höher zu bauen als die Madonnina war verboten. Deshalb wurde eine exakte Kopie ihrer Figur auf dem Dach des Turms angebracht. Später stürzte ein Privatflugzeug in die Turmspitze. Das Gebäude besteht fast vollständig aus Beton, Glas und Aluminium und ist mit Glasmosaik verziert.

Im Inneren wirkt der Turm nicht weniger originell. Die Böden bestehen hier aus dem Gummi, den Pirelli für seine Reifen verwendet, und sind gelb gestrichen.

  • Für wen: für Liebhaber der Architektur des 20. Jahrhunderts.

21. Torre Velasca

Torre Velasca in Mailand vor der Stadtsilhouette© https://www.flickr.com/photos/davidorban/ · CC BYFoto: https://www.flickr.com/photos/davidorban/, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Der Torre Velasca steht im Stadtzentrum, nicht weit vom Dom entfernt. Das Hochhaus taucht regelmäßig auf Listen der hässlichsten Gebäude der Welt auf. Doch gerade sein umstrittenes Erscheinungsbild hat den Turm bei Touristen beliebt gemacht. Er wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts im neomodernistischen Stil erbaut.

Der untere Teil wird für Büros genutzt, darüber sitzt ein breiterer Abschnitt mit Wohnungen. Dadurch ähnelt das Gebäude einem Pilz: Eine quadratische „Kappe" sitzt auf einem breiten „Stiel". Die Fassaden sind ungewöhnlich gestaltet. Die Architekten ließen sich von der damals modischen Industriearchitektur inspirieren und kombinierten sie mit Motiven mittelalterlicher Festungen und Klöster. Das Gebäude wirkt düster und abweisend wie eine Burg.

  • Der Haken: Das Aussehen des Turms ist umstritten, und manche Einheimische halten ihn für hässlich.

22. Das Mittelfinger-Denkmal

Das Mittelfinger-Denkmal zählt zu den skandalösesten Beispielen zeitgenössischer Kunst. Der Bildhauer Maurizio Cattelan schuf es für die Ausstellung „Gegen die Ideologie". Das Denkmal sollte nur zwei Tage lang auf der Piazza Affari vor der Börse stehen. Nach dem Ende der Ausstellung blieb es jedoch an Ort und Stelle.

Marmorskulptur einer erhobenen Hand vor dem Himmel© Ralf Steinberger from Milan, Berlin + Munich, Italy + Germany · CC BYFoto: Ralf Steinberger from Milan, Berlin + Munich, Italy + Germany, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Eine riesige Marmorfaust steht auf einem hohen Sockel. Direkt hinter dem Denkmal befindet sich das Gebäude der Mailänder Börse. An diesem Objekt kommst du auf dem Weg zum Dom leicht vorbei.

  • Für wen: für alle, die kontroverse zeitgenössische Kunst lieben.

23. San-Siro-Stadion

Fassade des San-Siro-Stadions mit roten Trägern© Prelvini · CC BY-SAFoto: Prelvini, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Das erste Spiel im Stadion fand vor fast hundert Jahren statt. Damals gehörte die Arena dem AC Mailand und trug den Namen einer nahe gelegenen Kirche. Später wurde das Stadion mehrfach modernisiert. Nach dem Krieg teilten sich zwei Vereine die Arena, AC Mailand und Inter. Die Arena wurde daraufhin zu Ehren des Inter-Spielers Giuseppe Meazza umbenannt. Die Fans nennen sie bis heute San Siro.

Für die Fußball-Weltmeisterschaft wurde das Stadion umfassend umgebaut. Heute ist es eines der besten und modernsten Stadien der Welt. Die Ränge fassen rund achtzigtausend Zuschauer, dazu gibt es VIP-Logen und einen großen Pressebereich. Hier finden Vereins- und große Turnierspiele statt, darunter Endspiele der Champions League und des Europapokals.

An Spieltagen füllt sich die Stadt mit Fans und nimmt die Farben der Vereine an. Vom Piazza del Duomo fahren Sonderbusse zum Stadion. In der Arena ist ein Sportmuseum geöffnet, das sich unter den Rängen befindet. Der Großteil der Sammlung ist der Geschichte des italienischen Fußballs und der beiden Heimvereine gewidmet.

  • Der Haken: An Spieltagen ist die Gegend völlig überfüllt, und das Museum ist nur tagsüber geöffnet.

24. Monumentalfriedhof

Fassade des Famedio auf dem Monumentalfriedhof in Mailand© Paolobon140 · CC BY-SAFoto: Paolobon140, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Der Monumentalfriedhof wirkt eher wie ein Skulpturenpark als wie eine letzte Ruhestätte. Entworfen wurde er im 19. Jahrhundert von Carlo Maciachini. Damals durften hier nur adlige und wohlhabende Bürger bestattet werden. Die Grabstätten wurden im Voraus gekauft, und Entwürfe für Grabsteine und Inschriften ließ man schon zu Lebzeiten genehmigen.

Die Monumente bewahren den Geschmack und die Schönheitsvorstellungen jener Epoche. Die meisten stammen von renommierten Architekten und Bildhauern. Wiederholende Grabsteine gibt es hier nicht. Du siehst ägyptische Pyramiden, antike Tempel, Engel und ganze Skulpturengruppen. Das Grabmal der Familie Campari ist mit einer Komposition nach Leonardos „Abendmahl" geschmückt.

Hier liegen nicht nur wohlhabende Bürger, sondern auch Kulturschaffende, Mäzene und Politiker. Der Friedhof ist täglich außer montags geöffnet.

  • Der Haken: montags ist er geschlossen, und an Feiertagen ist der Friedhof nur bis mittags geöffnet.

25. Naviglio Grande

Gelbe Blumen am Ufer des Naviglio Grande

Das Navigli-Viertel gilt als das romantischste in Mailand. Einst wollten die Mailänder die Stadt in ein zweites Venedig verwandeln. Dafür war ein Netz von Kanälen geplant, und Leonardo da Vinci investierte in das Projekt. Heute sind vom gesamten Netz nur noch drei Kanäle übrig.

Der malerischste von ihnen, der Naviglio Grande, zieht die meisten Besucher an. Fußgängerbrücken, kleine Kirchen und die berühmte Gasse der Wäscherinnen sind hier erhalten geblieben. In der warmen Jahreszeit fahren Ausflugsboote über den Kanal, und an seinen Ufern gibt es Antiquitäten- und Touristenläden.

Abends öffnen entlang des Naviglio Bars und Clubs, und es finden Aufführungen statt. Wenn du einen Spaziergang mit einem Abendessen verbinden möchtest, buche eine Abendtour: Food-Touren in Mailand.

  • Für wen: für einen Abendspaziergang und ein Essen am Wasser.

26. Torre Branca

Stahlturm Torre Branca zwischen den Bäumen des Parco Sempione© Fred Romero · CC BYFoto: Fred Romero, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia Commons

Nicht nur das Mittelalter zieht Touristen nach Mailand. Der Torre Branca wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erbaut. Den Auftrag dazu erteilte Benito Mussolini. Auf diese Weise markierte er die Eröffnung der Jubiläumsausstellung im Palazzo dell’Arte. Der Turm trägt einen zweiten Namen: Mailands Eiffelturm. Die Gitterkonstruktion erinnert tatsächlich verblüffend an das Werk des Ingenieurs Eiffel.

Das Bauwerk wurde in rekordverdächtig kurzer Zeit errichtet, in nur drei Monaten. Später lockerten sich die Befestigungen, und die Behörden fürchteten einen Einsturz. Die Restaurierung dauerte dreißig Jahre. Die Kosten übernahm Fratelli Branca, ein Likörproduzent. Der Turm erhielt seinen Namen. Nach der Restaurierung stiegen Besucher wieder auf die Aussichtsplattform. Von dort eröffnen sich Blicke auf Mailand, die lombardische Ebene und die Gipfel der Alpen.

  • Der Haken: die Aussichtsplattform ist nicht immer geöffnet, und der Zugang hängt vom Wetter ab.

27. Basilika Sant’Eustorgio

Fassade der Basilika Sant'Eustorgio mit Glockenturm© Ludvig14 · CC BY-SAFoto: Ludvig14, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

In der Antike predigte hier der heilige Barnabas. Viele seiner Anhänger wurden genau an diesem Ort getauft. Die Basilika wird von Christen verehrt. Der Überlieferung nach beherbergte sie die Reliquien der Heiligen Drei Könige, die kamen, um den neugeborenen Jesus anzubeten. Später nahm Friedrich Barbarossa die Reliquien mit und brachte sie nach Köln. Im Mittelalter fanden hier Inquisitionsprozesse statt, und seit dem 13. Jahrhundert hat der Dominikanerorden hier seinen Sitz.

Die Kirche wurde nach und nach erbaut und nahm ältere Bauten in sich auf. Vom frühchristlichen Gotteshaus ist unter dem Chor eine Apsis erhalten. Später kamen Kapellen hinzu: Eine enthält Gräber aus der Renaissance, eine andere beherbergt Meisterwerke florentinischer Kunst. Ende des 20. Jahrhunderts wurde die Basilika umfassend restauriert. Auf die Kirche wurde ein achtzackiger Stern gesetzt, und eine schöne Beleuchtung wurde installiert.

  • Für wen: für alle, die sich mit der Geschichte des Christentums und der Inquisition beschäftigen.

28. Kirche San Fedele

Fassade der Kirche San Fedele mit dem Manzoni-Denkmal© Paolobon140 · CC BY-SAFoto: Paolobon140, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Die Kirche San Fedele steht am gleichnamigen Platz im historischen Zentrum. Den Bau veranlasste Erzbischof Carlo Borromeo. Der Architekt war Pellegrino Tibaldi. Die Arbeiten dauerten fast siebzig Jahre.

Das Gebäude ist in einem strengen und feierlichen klassischen Stil gestaltet. Säulen, Nischen und Dekor wirken harmonisch. Die hohe Kuppel ist so konzipiert, dass sie über dem Altar zu schweben scheint. Erkunde unbedingt die Kapellen im Inneren der Kirche, jede ist einzigartig. Besonders eindrucksvoll ist die Pietà, eine trauernde Madonna von Peterziano. Wenn du die barocke Opulenz satt hast, bietet diese Kirche einen ruhigen Kontrast.

  • Für wen: Liebhaber strenger klassischer Architektur im Zentrum.

29. Astronomisches Observatorium Brera

Altes Gebäude der Sternwarte Brera mit Backsteintürmen© Paolobon140 · CC BY-SAFoto: Paolobon140, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Im Palazzo Brera befindet sich ein astronomisches Observatorium, das im 18. Jahrhundert von den Jesuiten gegründet wurde. Die Arbeiten leitete der kroatische Priester und Wissenschaftler Ruggero Giuseppe Boscovich. Er wurde auch Leiter der Einrichtung. Als der Jesuitenorden aufgelöst wurde, ging das Observatorium an den Staat über.

Das Observatorium diente lange Zeit der Wissenschaft, doch Anfang des 20. Jahrhunderts hatten sich die Beobachtungsbedingungen verschlechtert. Daraufhin beschloss man, in der Stadt Merate ein neues Observatorium zu bauen. Innerhalb der Mauern des Palazzo Brera wurden wichtige Entdeckungen gemacht. Der Astronom Giovanni Schiaparelli entdeckte den Asteroiden Hesperia und beobachtete und skizzierte später Kanäle auf dem Mars. Dank solcher Arbeiten wurde das Mailänder Observatorium weit über Italien hinaus bekannt.

  • Für wen: alle, die sich für Wissenschaftsgeschichte interessieren.

30. Museo del Novecento

Fassade des Museo del Novecento mit Bögen und einer Treppe© Emanuela Terzi · CC BY-SAFoto: Emanuela Terzi, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia Commons

Fans moderner Kunst sollten das Museo del Novecento besuchen. Es befindet sich im Palazzo dell’Arengario, der für die Ausstellung umfassend restauriert wurde. Die Restaurierung kostete die Stadt mehrere zehn Millionen Euro. Das Museum wurde erst vor relativ kurzer Zeit eröffnet, und die Sammlung umfasst bereits mehr als vierhundert Werke renommierter Meister.

Das Museum ist stolz auf Meisterwerke von Picasso, Modigliani und Kandinsky. Es gibt Werke im Stil des Futurismus und der abstrakten Kunst. Liebhaber der Malerei der Mitte des 20. Jahrhunderts finden die Sammlung von Manzoni und Bonalumi. Das oberste Stockwerk ist einer Ausstellung von Lucio Fontana gewidmet. Neben Gemälden kannst du durch die riesigen Fenster ein Panorama der Piazza del Duomo genießen. Das Museum hat außerdem ein Restaurant und eine Buchhandlung mit einem reichen Angebot an Druckerzeugnissen.

  • Für wen: alle, die Mailand mit den Augen des 20. Jahrhunderts sehen möchten.

Mailands Sehenswürdigkeiten auf der Karte

Alle Orte auf der Liste lassen sich leicht auf einer Karte prüfen. Mailands Zentrum ist kompakt, und du kannst bequem zwischen dem Dom, der Galleria, dem Castello Sforzesco und den Navigli zu Fuß gehen. Markiere die Sehenswürdigkeiten im Voraus, damit du keine Zeit in den Seitengassen verlierst.

Prüfe vor deiner Reise die Schließtage der Museen. Einige sind montags geschlossen, und es ist besser, das im Voraus zu wissen, damit du deinen Urlaub nicht um geschlossene Säle herum planst.

Museum oder Ort

Geschlossen oder Pause

Pinacoteca di Brera

Montag, einige Feiertage

Museum für Wissenschaft und Technik

Montag, Weihnachtstage

Biblioteca Ambrosiana

Montag und Feiertage

Monumentalfriedhof

Montag, an Feiertagen bis mittags

Villa Reale

Montag und Mittagspause

Wenn du ein fertiges Tagesprogramm mit Guide brauchst, wirf einen Blick auf die Stadtführungsoptionen unten.

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⁉️🤔 Häufige Fragen

Wie viel kostet es, auf die Terrassen des Doms hinaufzusteigen?

Der Preis hängt davon ab, wie du hinaufgehst: Der Aufzug ist teurer, die Treppe günstiger. Kaufe die Tickets online, um Wartezeiten an der Kasse zu vermeiden. Plane deinen Besuch für den Vormittag: Gegen Mittag sammeln sich die Gruppen auf dem Platz und am Eingang.

Kann man Das Abendmahl ohne Reservierung sehen?

Nein. Eine Voranmeldung ist für alle verpflichtend, auch für kostenlose Besuche und Kleinkinder. Reservierungen werden einmal pro Quartal freigeschaltet, und die Zeitfenster sind schnell ausgebucht. Wenn dein Termin nicht passt, schau regelmäßig auf der Website nach.

Wie viele Tage braucht man für Mailand?

Das Zentrum ist kompakt, und du kannst die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Liste an einem Tag zu Fuß schaffen. Der Dom, die Galleria, die Scala, das Castello Sforzesco und die Navigli liegen alle nah beieinander. Plane einen weiteren Tag für Museen ein: Die Pinacoteca di Brera, das Museum für Wissenschaft und Technik und Das Abendmahl brauchen alle Zeit.

Was kann man in Mailand mit Kindern unternehmen?

Kindern gefallen meist das Museum für Wissenschaft und Technik mit Leonardos Modellen und der Parco Sempione mit seinem Teich, den Schwänen und den Spielplätzen. Fußballfans werden das San-Siro-Stadion mit seinem Sportmuseum zu schätzen wissen. Zeig ihnen in der Galleria Vittorio Emanuele II das Stiermosaik und die Tradition, sich darauf zu drehen.

Wann ist die beste Reisezeit für Mailand?

Frühling und Frühherbst sind am angenehmsten. Im Sommer ist das Zentrum heiß und voller Reisegruppen, und die Schlangen am Dom sind am längsten. Die Reservierungen für Das Abendmahl öffnen mehrere Monate im Voraus, daher ist es besser, deine Termine früh zu planen.

Wie kommt man vom Flughafen ins Zentrum von Mailand?

Von Malpensa fahren der Malpensa Express und Busse ins Zentrum, die Fahrt dauert etwa eine Stunde. Mit Gepäck ist ein Taxi oder ein im Voraus gebuchter Transfer bequemer. Ein Flughafentransfer bringt dich direkt zu deinem Hotel.

Wie viel Zeit braucht man für jedes Museum?

Plane für die Pinacoteca di Brera und das Museum für Wissenschaft und Technik jeweils zwei bis drei Stunden ein, da ihre Sammlungen umfangreich sind. Das Abendmahl dauert mit Reservierung nur fünfzehn Minuten. Der Dom mit seinen Terrassen nimmt eine bis anderthalb Stunden in Anspruch.

Kurz gesagt: was du buchen solltest

Wenn du nur einen Tag hast, beginne mit den Domterrassen, geh durch die Galleria zur Scala und beende den Tag an den Navigli. Hol dir dein Ticket für Dom und Terrassen im Voraus, damit du keine Zeit verlierst.

Wenn du wegen der Kunst gekommen bist, plane die Museen an einem separaten Tag ein. Mailänder Museumstickets lassen sich online leicht vergleichen.

Wenn du in Malpensa landest, lohnt es sich, deine Route zum Hotel im Voraus zu planen. Du kannst vor deiner Reise einen Flughafentransfer buchen.