
35 Top-Sehenswürdigkeiten in Sevilla: was du sehen solltest und wann
Sevilla bringt auf engem Raum mehr Baudenkmäler unter als fast jede Hauptstadt Europas. Auf einem kleinen Fleck der Altstadt stehen eine Kathedrale samt Turm, ein Königspalast und Dutzende Kirchen. Allein für den Alcázar brauchst du einen halben Tag.
Wir haben die 35 wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt ausgewählt und zu jeder praktische Tipps ergänzt: wie du hinkommst, wann sich der Besuch lohnt und was du zuerst anschauen solltest. Der Königliche Alcázar hat von April bis September bis 19 Uhr geöffnet (Stand: 09/2026, Website des Alcázar), du kannst also auch den Abend einplanen.
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Was du in Sevilla sehen solltest
💡 Kurz gesagt:
- Beginne mit der Kathedrale und dem Alcázar, den beiden meistbesuchten Orten der Stadt.
- Die Plaza de España und der María-Luisa-Park sind kostenlos und jederzeit zugänglich.
- Plane einen halben Tag für den Alcázar ein und lass dir mindestens zwei Tage für den Rest der Stadt.
- Preise und Öffnungszeiten: 09/2026, geprüft auf der offiziellen Website
Der Guadalquivir teilt die Stadt in zwei Hälften. Die Kathedrale, der Alcázar und das Rathaus stehen am linken Ufer, während sich Triana mit seinen Handwerksbetrieben am rechten ausbreitet. Der Kern der Route liegt dazwischen, und die meisten Stationen erreichst du zu Fuß.
1. Kathedrale von Sevilla
© Michal Osmenda from Brussels, Belgium · CC BYFoto: Michal Osmenda from Brussels, Belgium, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia CommonsDie Kathedrale von Sevilla ist bis heute die größte gotische Kathedrale der Erde und eine der drei größten Kirchen der Welt (Stand: Wikipedia). Sie wurde Anfang des 15. Jahrhunderts an der Stelle einer abgerissenen Moschee gegründet, und der Bau dauerte mehr als hundert Jahre. Im Inneren erwartet dich eine Mischung aus gotischem, Renaissance- und maurischem Dekor: geschnitzte Figuren, Gemälde von Murillo und Morales, getriebene Kupferarbeiten und vergoldete Gitter im plateresken Stil.
Das Grabmal von Christoph Kolumbus gehört zu den größten Anziehungspunkten. Vier steinerne Riesen tragen den Sarkophag auf ihren Schultern, sie stehen für die vier Königreiche Spaniens. In der Nähe sind Kardinal Cervantes, Alfons der Weise und Peter der Grausame bestattet. Der unverweste Leichnam von Ferdinand III. ist am Altar der Virgen de los Reyes zu sehen.
Neun Portale führen in die Kirche, sie werden je nach Besucherandrang abwechselnd geöffnet. Einheimische Guides nennen die Monstranz von Arfe das beste Werk des Meisters. An den Buntglasfenstern haben Generationen von Künstlern gearbeitet, und diese Gemälde aus Licht gelten als eigene Sehenswürdigkeit.
Buche ein Ticket für Dienstag- oder Mittwochvormittag: Die Schlangen sind kürzer und die Reisegruppen noch nicht da. Im April findet vor dem Eingang jedes Jahr ein Kunsthandwerkermarkt statt, auf dem lokale Handwerker Keramik und Schmuck verkaufen.
- Der Haken: In der Karwoche und an Mariä Himmelfahrt sind die Räume bis auf den letzten Platz gefüllt, und der Einlass erfolgt nach Zeitfenstern.
2. La Giralda
© Gzzz · CC BY-SAFoto: Gzzz, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsLa Giralda ist aus einem Minarett hervorgegangen: Der Turm entstand Anfang des 12. Jahrhunderts unter arabischer Herrschaft und diente hundert Jahre lang als größtes Observatorium Europas. Oberhalb von siebzig Metern stammt das Bauwerk von christlichen Baumeistern, weshalb der obere Teil wie spanische Renaissance wirkt. Der Name bedeutet „Wetterfahne": Im 16. Jahrhundert wurde eine Bronzestatue des Glaubens auf die Spitze gesetzt.
Die Terrasse des Glockenturms dient zugleich als Aussichtsplattform. Die vor fünf Jahrhunderten gegossenen Glocken sind bis heute erhalten, und im Inneren gibt es eine Dauerausstellung zum Alltag im Mittelalter. Hinauf geht es über Rampen ohne Stufen, sodass es sogar mit Kinderwagen zu schaffen ist.
Mit der Wetterfahne ist der Turm über hundert Meter hoch, von oben überblickst du also die gesamte Altstadt und den Lauf des Flusses. Komm in der ersten Tageshälfte: Gegen Mittag füllt sich die Plattform mit Gruppen, und du kommst nicht mehr bis ans Geländer durch.
- Für wen: für alle, die die Stadt von oben sehen möchten, ohne lange zu steigen.
- Der Haken: Mittags gibt es auf der Terrasse fast keinen Schatten.
3. Torre del Oro
© Chabe01 · CC BY-SAFoto: Chabe01, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDer Name des Turms bedeutet „Goldturm". Der zwölfeckige maurische Bau wurde errichtet, um den Hafen zu überwachen und zu verteidigen, und eine direkt im Wasser gespannte Kette verband ihn mit dem gegenüberliegenden Ufer. Mit dieser einfachen Vorrichtung ließ sich der Hafen binnen Minuten für feindliche Schiffe sperren.
Historiker datieren den Bau der Türme auf das frühe 13. Jahrhundert, der Zwilling am anderen Ufer ist nicht erhalten. Die Mauern waren einst mit vergoldeten Kacheln verziert, und daher soll der Name stammen. Später lagerte im Turm Gold, das aus Amerika verschifft wurde, außerdem diente er als Gefängnis, Kapelle und Hafenlager.
Lokale Legenden steuern düstere Details bei: Erdbeben und rätselhafte Todesfälle bei Reparaturen werden dem Fluch des geraubten Schatzes zugeschrieben. Heute ist im Turm das Marinemuseum untergebracht, und seine Sammlung aus Schiffsmodellen, Navigationsinstrumenten und alten Waffen gilt als eine der besten Spaniens.
- Anfahrt: zu Fuß an der Uferpromenade entlang von der Plaza de España, der Turm ist schon von Weitem zu sehen.
- Der Haken: Der Turm steht an einer stark befahrenen Straße, einen ruhigen Platz für Fotos findest du hier also nicht.
4. Alcázar-Palast
© لا روسا · CC BY-SAFoto: لا روسا, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDer Alcázar gilt als ältester noch genutzter Königspalast Europas, und für den Besuch brauchst du einen halben Tag (Stand: offizielle Website). Von April bis September ist er von 9:30 bis 19 Uhr geöffnet, von Oktober bis März schließt er früher, um 17 Uhr. Kauf dein Ticket online und wähle das früheste Zeitfenster: Gegen Mittag zieht sich die Schlange über die gesamte Länge der Mauer.
Hinein geht es durch das Löwentor mit seinem Wappen und der scharlachroten Keramik. Im Herzen der Anlage liegt der Palast von Peter I. mit dem Thronsaal, dessen vergoldete Holzkuppel die Unendlichkeit des Universums darstellt. Darunter verläuft ein Fries mit Porträts spanischer Monarchen. Gleich daneben liegt die gotische Residenz von Karl V. mit ihren Keramikmosaiken.
Der Hof der Jungfrauen ist für seinen Stuck, seine Friese und Kacheln bekannt. Königliche Pfauen streifen noch immer durch die Gärten mit ihren Brunnen, Pavillons und Rasenflächen, und im April und Mai duftet die Luft nach Orangenblüten. Offiziell bleibt die Anlage eine Residenz der spanischen Königin, deshalb sind einige Räume für Besucher gesperrt.
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- Für wen: für alle, die bereit sind, dem Palast und den Gärten einen halben Tag zu widmen.
- Der Haken: Die Stunden mit freiem Eintritt am Montag sorgen für riesige Schlangen.
5. Plaza de España
© Carlos Delgado · CC BY-SAFoto: Carlos Delgado, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Plaza de España wurde für die Iberoamerikanische Ausstellung gebaut und sofort zum Aushängeschild der Stadt. Das halbrunde Gebäude mit seinen Türmen umschließt einen Kanal, auf dem du für wenig Geld ein Ruderboot mieten kannst. Die Mosaikbilder entlang der Wände sind den einzelnen Provinzen Spaniens gewidmet.
Der Platz hat einen bescheidenen Durchmesser von rund zweihundert Metern, und doch finden hier ein Brunnen, ein Kanal, Balustraden und Dutzende gekachelte Bänke Platz. Seine Form erinnert an ein aufgeschlagenes Buch, und die Brücken über den Kanal stehen für die vier historischen Königreiche. Mit Kindern ist der Platz unkompliziert: Es gibt viel Raum, und der Eintritt ist frei.
Die Tauben hier haben keine Scheu vor Menschen und fressen dir direkt aus der Hand. Souvenirs kaufst du besser nicht bei zufälligen Straßenhändlern: In den Läden in der Nähe kosten dieselben Dinge weniger. Wenn du Hunger bekommst, zahlst du für ein Mittagessen in den Restaurants der Umgebung so viel wie im Zentrum üblich, und Kaffee ist hier günstiger als an den Aussichtspunkten.
- Für wen: für alle, die ohne Tickets und Schlangen bummeln möchten, und der Sonnenuntergang ist hier der schönste der Stadt.
- Der Haken: Tagsüber gibt es auf der offenen Fläche fast keinen Schatten.
6. Metropol Parasol
© Anual · CC BY-SAFoto: Anual, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDen Metropol Parasol, auch Las Setas genannt, findest du an der Plaza de la Encarnación. Seine riesigen, gitterartigen „Sonnenschirme" aus finnischer Birke ruhen auf massiven Säulen und gelten als größte Holzkonstruktion der Welt (Stand: Tourismusbüro Sevilla). Von außen wirken die Flügel leicht, innen gibt es Galerien, Gänge und einen Rundweg auf dem Dach.
Die Geschichte des Bauwerks begann mit dem Abriss eines alten Marktes: Darunter wurden Reste römischer Gebäude gefunden. Um sie zu erhalten, schrieb die Stadtverwaltung einen Wettbewerb aus, den der Entwurf des deutschen Architekten Mayer-Hermann gewann. Fertiggestellt wurde der Bau am Ende des ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts.
Die Anlage besteht aus einzelnen Schirmkonstruktionen auf Säulen, die alle miteinander verbunden sind. Das Bauwerk mit seinen vier Ebenen ist fast dreißig Meter hoch, einhundertfünfzig Meter lang und siebzig Meter breit. Im Grunde ist es ein ganzer Häuserblock unter einem einzigen Holzdach.
Heute befindet sich in den unterirdischen Räumen das Archäologische Museum, im Erdgeschoss ist der Zentralmarkt in Betrieb, und oben sind Terrassen und eine Konzertfläche geöffnet. Der Rundweg auf dem Dach kostet Eintritt, und buchen solltest du für den Sonnenuntergang: Dann zeigen sich das Stadtpanorama und die Kurven des Parasol selbst von ihrer besten Seite.
- Für wen: für alle, die sich sowohl für antike Ruinen als auch für moderne Architektur interessieren.
- Der Haken: Tagsüber gibt es auf dem hölzernen Rundweg fast keinen Schatten.
7. Indienarchiv
© Kordas · CC BY-SAFoto: Kordas, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDas Indienarchiv bewahrt eine unschätzbare Sammlung von Dokumenten zur Geschichte Sevillas und ganz Spaniens. Hier liegen das Logbuch von Christoph Kolumbus, eine offizielle Bittschrift von Cervantes, die ersten Karten Magellans und Handschriften von Philosophen. Die Bestände des Archivs erzählen von den Konquistadoren, von Spaniens Rolle im Schicksal der Philippinen und von vielen weiteren Ereignissen.
Anhand der Dokumente lassen sich städtische Baupläne und die wahre Vergangenheit des Landes nachvollziehen. Die Bestände sind riesig und werden deshalb nur in Auswahl gezeigt: Die wertvollsten Blätter werden im Wechsel ausgestellt. Wenn du sie sehen möchtest, schau dir am Eingang den Plan der Räume an.
Das Renaissancegebäude wurde vom Architekten de Herrera für die Gilde der Sevillaner Kaufleute entworfen. Die Geschichte begann in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, als König Philipp II. den Entwurf in Auftrag gab. Der Bau zog sich über vierzehn Jahre hin, und die Innenausstattung wurde erst im folgenden Jahrhundert fertig.
Heute ist der Besuch des Archivs kostenlos, und in den Vitrinen kannst du Originalhandschriften sehen. Das Gebäude steht an der Avenida de la Constitución, gegenüber der Kathedrale, und lässt sich leicht in eine Route durch das Zentrum einbauen.
- Für wen: für alle, die sich für das Zeitalter der Entdeckungen interessieren.
- Der Haken: Die Ausstellungsräume sind klein, und wenn Gruppen durchkommen, wird es eng.
8. Rathaus
© Anual · CC BYFoto: Anual, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia CommonsDas Rathaus ist seit der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts Sitz der Stadtverwaltung. Es wurde im rein spanischen plateresken Stil erbaut, bei dem die Fassaden von einem Muster überzogen sind, das an durchbrochene Spitze erinnert. Anlass für den Bau war die königliche Hochzeit von Karl, dem Herrscher von Kastilien, mit der portugiesischen Prinzessin Isabella.
Fast das gesamte Bauwerk ist in seiner ursprünglichen Form erhalten. Ein zweiter Prunkeingang kam im 19. Jahrhundert hinzu und gilt heute als Haupteingang: Der neue Eingang zeigt zur Plaza Nueva, der alte zur Plaza de San Francisco. Geh einmal ganz um das Gebäude herum, um die grotesken Skulpturen und die heraldischen Symbole der Stadt zu betrachten.
Die feinen plateresken Steinmetzarbeiten erkennst du nur aus der Nähe, nimm dir also Zeit für die Fassade. Groteske Skulpturen und Wappen verstecken sich zwischen den Fenstern und in den Bögen. Von außen kannst du das Rathaus jederzeit ansehen, hinein kommst du aber nur mit Guide und in einer großen Gruppe.
- Der Haken: Es gibt keine Einzelführungen, nur gemeinsame Gruppen.
9. Hospital der fünf heiligen Wunden
© Chabe01 · CC BY-SAFoto: Chabe01, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDas Hospital der fünf heiligen Wunden sieht aus wie eine Palastanlage: ein rechteckiger Bau mit Türmen an den Ecken, ein alter Garten, ein Labyrinth aus geschnittenen Hecken und Bänke zum Ausruhen. Ein wohlhabender Adliger aus Sevilla hinterließ sein Vermögen für den Bau eines großen Krankenhauses für die Armen, und sein letzter Wille wurde erfüllt. Im Inneren wurden zehn Höfe angelegt.
Die Hauptfassade ist mit Stuckornamenten geschmückt, und die alte Kirche im Inneren gilt als Musterbeispiel des Barocks. Viele Jahre lang wurden hier Arme und Soldaten kostenlos behandelt, wobei Nonnen aus den Klöstern der Umgebung als Pflegerinnen arbeiteten.
Nach 1972 stand die Anlage fast zwanzig Jahre lang leer. Dann folgte eine Restaurierung, und in das erneuerte Gebäude zog das Parlament von Andalusien ein. Deshalb lassen sich die Säle nur an Werktagen besichtigen, an denen das Parlament nicht tagt. Der Garten mit seinem Labyrinth ist freier zugänglich, und ein Abstecher unterwegs lohnt sich.
- Für wen: für alle, die einen ruhigen Spaziergang abseits der Touristenmassen suchen.
- Der Haken: Einige der Innenhöfe sind für die Öffentlichkeit gesperrt.
10. San-Telmo-Palast
© Diego Delso · CC BY-SAFoto: Diego Delso, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDen San-Telmo-Palast erkennst du an seiner langen terrakottafarbenen Fassade mit den vielen Fenstern. Der Stil ist für Spanien ungewöhnlich: Ultrabarock mexikanischer Prägung. Das Gebäude stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts und beherbergte zunächst eine Seefahrtsschule, später eine Universität und dann ein Priesterseminar.
Die Mittelfassade schmücken reich verzierte Säulen und Atlantenfiguren, die einen gemeißelten Balkon tragen. Darunter stehen Statuen, die die nautischen Wissenschaften symbolisieren, sowie Skulpturen der Schutzheiligen Sevillas, darunter Telmo, der Patron der Seeleute. Figuren verdienter Bürger säumen die Balustrade.
Heute ist in dem Gebäude die Regionalregierung Andalusiens untergebracht. Auch die Kapelle mit ihrer üppigen Ausstattung gilt als Meisterwerk des Ultrabarocks. Besonders gut sieht die Fassade im Morgenlicht aus, wenn die Schatten jedes Detail hervorheben.
- Anfahrt: Der Palast steht am Ende der Avenida de la Constitución, direkt am Fluss.
11. María-Luisa-Park
© Infrogmation · CC BY-SAFoto: Infrogmation, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDer María-Luisa-Park wurde zur Vorbereitung der Iberoamerikanischen Ausstellung angelegt. Das Gelände war ein Geschenk von Königin María Luisa an die Stadt, vor dem Park lagen hier die Gärten von San Telmo. Zwei Pavillons aus jener Zeit sind erhalten: Heute befinden sich darin das Museum für Volkskunst und das Archäologische Museum.
Zwischen Rasenflächen, Teichen und Alleen spazieren Besucher an prächtigen Denkmälern berühmter Spanier vorbei. Rosengärten, Brunnen, blühende Orangenbäume und säulenförmige Zypressen machen den Park zu einem der fotogensten Orte der Stadt. Maurische, gotische und Renaissancemotive durchziehen die Anlage.
Wenn du Lust auf eine Fahrt auf dem Kanal hast: Boote werden am Haupteingang vermietet, und der Verleih läuft den ganzen Tag. An den Wochenenden kommen Familien hierher, auf den zentralen Alleen wird es dann voll.
- Für wen: für alle, die an einem heißen Tag gemächlich im Schatten spazieren möchten.
- Der Haken: An den Wochenenden ist es am Haupteingang voll und laut.
12. Kirche San Luis de los Franceses

An der Kirche San Luis de los Franceses wurde ab dem 17. Jahrhundert rund hundert Jahre lang gebaut. Im Lauf der Zeit gehörte das Gebäude dem Jesuitenorden und diente als Kloster, Priesterseminar, Krankenhaus und Hospiz. Heute ist darin ein Museum untergebracht, und es gehört der Stadt.
Die Kirche ist im Barockstil erbaut. Die Stadtverwaltung finanzierte die Restaurierung der Türme, der Säulen und der Kuppel. Der kreuzförmige Bau wurde nie zu einem Wallfahrtsort, doch die hier aufbewahrten Kunstgegenstände werden von Gläubigen geschätzt.
Restauratoren haben die Deckenmalereien, die geschnitzten Zierelemente, die Gemälde und die Heiligenfiguren wiederhergestellt. Der Ultrabarock-Altar ist aus unzähligen kleinen Details zusammengesetzt, wirkt aber nicht schwer: Alle Teile fügen sich zu einem einzigen Ensemble. Die beste Besuchszeit ist tagsüber, wenn das Licht aus der Kuppel auf den Altar fällt.
- Für wen: für alle, die sich für einen barocken Altar und Malerei interessieren.
13. Murillo-Gärten
© Steven Lek · CC BY-SAFoto: Steven Lek, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Einheimischen nennen die Murillo-Gärten ein grünes Paradies. Der Park ist nach dem Maler Bartolomé Esteban Murillo benannt und seit dem vergangenen Jahrhundert öffentlich zugänglich. Das Gelände gehörte einst zum königlichen Schloss, heute spaziert man hier zwischen Brunnen und Blumenbeeten.
Eine der Hauptattraktionen des Parks ist das Denkmal für Christoph Kolumbus. Seine Details sind voller Symbolik: Der Löwe steht für Spanien, die beiden weißen Säulen für Europa und Amerika, und das Schiff dazwischen trägt die Namen des Königs und der Königin, die die Expedition finanzierten.
Die Gärten sind für ihre Brunnen berühmt. Einer davon ist nach dem Sevillaner Maler José García Ramos benannt. Schattige Wege und Teiche machen den Park zu einem guten Ort für eine Pause in der Hitze, und das Archäologische Museum sowie der María-Luisa-Park liegen ganz in der Nähe.
- Für wen: für alle, die sich abseits der Uferpromenade in Ruhe erholen möchten.
14. Murillo-Hausmuseum
Das Murillo-Hausmuseum öffnete Anfang der 1970er-Jahre für Besucher, und zehn Jahre später gehörte es bereits zu den beliebten Touristenrouten. Der Maler wurde in Sevilla geboren und starb hier, und seine letzten Jahre verbrachte er in diesem zweistöckigen Haus in der Calle Santa Teresa. Schlafzimmer, Wohnzimmer und Küche geben die Einrichtung des 17. Jahrhunderts wieder.
© El-mejor · CC BY-SAFoto: El-mejor, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDas Museum besitzt eine Sammlung von Gemälden und persönlichen Gegenständen des Meisters. Die zentrale Figur in seinem Werk ist die Jungfrau Maria: Murillo gab ihr die Züge einheimischer Andalusierinnen und wählte seine Modelle unter einfachen Leuten aus. Für die damalige Zeit war das eine Provokation des öffentlichen Geschmacks.
Der Meister schuf rund fünfhundert Werke, in Auftrag gegeben vor allem von Kirchen und Klöstern. Werke der Barmherzigkeit wurden zum Hauptthema seiner Kunst. Der Maler lebte bescheiden und ließ seine Sklaven vor seinem Tod frei.
Die Sammlung des Museums ist klein, aber echt: Neben den Gemälden zeigt sie Möbel und Alltagsgegenstände der Epoche. Das Schicksal schenkte Murillo ein glückliches Familienleben, und seine fünf Kinder traten in die Fußstapfen ihres Vaters.
- Für wen: für alle, die den Alltag in einem Sevillaner Haus und Originalgemälde sehen möchten.
15. Stierkampfarena Maestranza
© Vincenzo venditti · CC BY-SAFoto: Vincenzo venditti, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/es/deed.en), Wikimedia CommonsDie Maestranza gilt als berühmteste Stierkampfarena Spaniens. Die Arbeiten an dem gewaltigen Bau begannen im 18. Jahrhundert, und der Bau zog sich über fast einhundertzwanzig Jahre hin. Die Ränge fassen rund vierzehntausend Zuschauer, und neben der Arena stehen eine Kapelle und eine Krankenstation.
Die Saison dauert vom Frühjahr bis zum Herbst. Seit Francos Tod treten in der Arena wieder Stierkämpferinnen auf. Ein Gebet in der Kapelle vor dem Kampf bleibt ein fester Bestandteil der Vorbereitung. Am Eingang stehen Denkmäler berühmter Stierkämpfer, und im Inneren gibt es ein Stierkampfmuseum.
Die Fassade der Arena bildet ein Dreißigeck, und hier steht auch das Denkmal für die Zigeunerin Carmen. An Tagen ohne Kampf versuchen die Einheimischen, das Thema Stierkampf nicht öfter als nötig anzusprechen. Der Stierkampf in Sevilla wird von Tierschützern kritisiert, deshalb besichtigen manche Besucher nur die Arena und das Museum, ohne einen Kampf zu sehen.
- Für wen: für alle, die die Architektur ohne den Kampf selbst sehen möchten.
- Der Haken: Bei Veranstaltungen ist es rund um die Arena laut und voll.
16. Königliche Tabakfabrik
© Anual · CC BY-SAFoto: Anual, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Königliche Tabakfabrik wird als Denkmal der Industriearchitektur des 18. Jahrhunderts bezeichnet. Gebaut wurde sie von Militäringenieuren, und Rohtabak aus Amerika wurde hier von Hand verarbeitet. Wegen des giftigen Tabakstaubs wurde der Betrieb außerhalb der Stadtmauer angesiedelt, wo er bis zur Mitte des vergangenen Jahrhunderts arbeitete.
In die Geschichte ging die Fabrik als Arbeitsplatz von Carmen ein, der Heldin der Novelle von Prosper Mérimée und der Oper von Georges Bizet. Heute sind hier das Rektorat und mehrere Fakultäten der Universität Sevilla untergebracht. Der Eintritt in das Gebäude ist frei, Touristen werden aber gebeten, die Studierenden nicht zu stören.
Die barocke Fassade der Fabrik ist fast unverändert erhalten. Die Bögen, Wandfelder und Malereien des Innenhofs sind in ihrer ursprünglichen Form auf uns gekommen. Die Raumaufteilung im Inneren wurde beim Einzug der Universität leicht angepasst, das Aussehen des Hofs blieb jedoch gleich.
- Anfahrt: Die Fabrik steht an der Avenida de la Constitución, am südlichen Rand der Altstadt.
17. San-Telmo-Brücke
© Anual · CC BY-SAFoto: Anual, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDie Geschichte der San-Telmo-Brücke begann mit einer Ausschreibung: Spanische und französische Architekten reichten unterschiedliche Entwürfe für einen Übergang über den Guadalquivir ein. Am Ende wurde der Bau zu einer Geschichte ständigen Sparens. Die Breite wurde auf fünfzehn Meter verringert, und auf den geplanten Schmuck wurde verzichtet.
Die ersten Belastungsproben fanden im August statt, und dieses Datum erfüllte die Stadtbewohner mit abergläubischer Furcht. Der Brücke wurde ein unglückliches Schicksal vorausgesagt, und manche Vorhersagen trafen ein: Unterhalt und Reparaturen belasteten den Stadthaushalt jahrelang.
Zunächst war es eine Zugbrücke, doch bis zur Mitte des vergangenen Jahrhunderts war der Mechanismus verschlissen. Nach einer Generalsanierung wurde die Brücke fest, und die Felder wurden auf achtzehn Meter verbreitert. Der Fußgängerbereich ist geblieben, und du kannst gemütlich am Fluss entlangspazieren. Von der Brücke aus siehst du La Giralda und die Torre del Oro, es lohnt sich also, zum Sonnenuntergang hierherzukommen.
- Für wen: für alle, die einen Abendspaziergang am Guadalquivir suchen.
18. Kirche Santa María la Blanca
© Gzzz · CC BY-SAFoto: Gzzz, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsSanta María la Blanca hat mehrmals den Glauben gewechselt: An dieser Stelle standen erst eine Moschee und dann eine Synagoge, bevor das Gebäude an die katholische Kirche überging. Mystiker nennen den Ort einen Kraftort, und es fällt schwer, ihnen zu widersprechen: Unterschiedliche Gemeinden zog es genau an diese Stelle.
Wissenschaftler nennen unterschiedliche Daten für den Bau der Moschee, die Mitte des 13. Jahrhunderts zur Synagoge wurde. Bis zum Ende des 14. Jahrhunderts hatte die Kirche das Gebäude übernommen, danach wurde die Fassade umgebaut und das Innere neu aufgeteilt.
Paradoxerweise hat die Stilmischung dem Gebäude eine ganz eigene Harmonie verliehen. An Flachreliefs, Stuck, Säulen und Pflanzenmotiven kannst du Gotik, maurische Kunst und andalusischen Barock zugleich studieren. Im Inneren sind Werke von Murillo und Fresken unbekannter Meister erhalten. Der Eintritt ist frei, die Öffnungszeiten hängen aber von den Gottesdiensten ab, schau also auf den Aushang am Eingang.
- Für wen: für alle, die gern architektonische Schichten auseinandernehmen.
19. Gebäude La Adriática
© Gzzz · CC BY-SAFoto: Gzzz, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDas Gebäude La Adriática ist etwas mehr als hundert Jahre alt. Errichtet wurde es von einer Versicherungsgesellschaft während des spanischen Baubooms, und der Name stammt von der Firma. Von außen sieht das Bürohaus aus wie ein prunkvoller Palast: Französischer Eklektizismus trifft auf die Sevillaner Spielart des neomaurischen Stils.
Türme, Säulen, Balkone, Stuck und Bogenelemente fügen sich zu einem einzigen Ensemble. Kontrastierende Farben und eine Kuppel mit Wetterfahne unterstreichen, wie ungewöhnlich das Gebäude ist.
Die Gesellschaft finanzierte ähnliche Bauten in verschiedenen spanischen Städten, und in jedem Fall betonten die Architekten den Charakter des umgebenden Stadtbilds. Heute sind in dem Gebäude Büros und Banken untergebracht, und Touristen dürfen nicht hinein, die Fassade und die Kuppel kannst du aber auf dem Weg zur Plaza de España von der Straße aus betrachten.
- Für wen: für alle, die nicht nur Denkmäler, sondern auch das Straßenbild der Stadt fotografieren.
20. Flamencomuseum
© Schnobby · CC BY-SAFoto: Schnobby, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDas Flamencomuseum befindet sich in einem Haus aus dem 18. Jahrhundert im Viertel Santa Cruz. Gegründet wurde es von der Tänzerin, Choreografin und Schauspielerin Cristina Hoyos, die in Sevilla geboren wurde. Sie schuf das Museum, um das kulturelle Erbe Andalusiens zu bewahren.
Die Sammlung vereint alles, was mit dem Flamenco zu tun hat: Kastagnetten, Kämme, Damenkleider und Herrenkostüme, Porträts, Skulpturen und persönliche Gegenstände von Hoyos. Das Gebäude dient zugleich als Kulturzentrum mit Ausstellungs- und Probenräumen, einer Konzertfläche, einem Shop und einer Bar.
Dreimal am Tag treten Tänzer auf, und Tickets für die Show sind immer knapp. Deshalb hat die Leitung Sitzplatzreservierungen eingeführt. Auch Meisterkurse und Unterricht in spanischer Gitarre finden hier statt. Selbst ohne Ticket für die Show lohnt sich ein Abstecher in die Bar, um der Gitarre zuzuhören: Hier spürst du die Atmosphäre des Viertels.
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- Für wen: für alle, die einen Abend mit Live-Flamenco ohne Sprachbarriere suchen.
- Der Haken: Die Plätze für die beliebten Abendvorstellungen sind schon im Voraus vergriffen.
21. Casa de Pilatos
© Anual · CC BY-SAFoto: Anual, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Casa de Pilatos, das Haus des Pilatus, gehörte nie Pontius Pilatus, auch wenn der Name anderes vermuten lässt. Gebaut wurde sie an der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert, und ihre Architektur verbindet Renaissance mit der lokalen Variante des maurischen Stils. Die Geschichte des Hauses ist mit der hochadligen Dynastie Enríquez verknüpft.
Die direkten Linien der Familie starben dreihundert Jahre nach dem Bau aus, und das Haus blieb als Denkmal für die Frömmigkeit seiner ersten Besitzer zurück. Auch die nächste Familie starb aus. Heute gehört das Gebäude Nachfahren der Herzöge von Medinaceli, die hier wohnen und die Restaurierung finanzieren.
Der Legende nach entspricht die Entfernung zwischen den Ruinen des echten Pilatus-Palasts und Golgatha der Entfernung zwischen der Sevillaner Kopie und der Kapelle Cruz del Campo. Von hier aus beginnt die jährliche Kreuzwegandacht, und die Prozession zieht Tausende Pilger an. Der Palast ist für Besucher geöffnet, und seine Innenhöfe vermitteln einen Eindruck davon, wie der Adel lebte.
- Für wen: für alle, die sich von Legenden und versteckten Innenhöfen angezogen fühlen.
22. Kirche El Salvador
© Chabe01 · CC BY-SAFoto: Chabe01, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Einheimischen nennen El Salvador scherzhaft die Kirche im Versteck. Sie steht an der Stelle einer muslimischen Moschee, deren Fragmente Teil der Fundamente wurden. Reiseführer geben die Adresse unterschiedlich an, deshalb suchen Besucher die Kirche mit der Karte in der Hand.
Die Arbeiten an der zweitwichtigsten Kirche der Stadt begannen etwa im 16. Jahrhundert. Zweihundert Jahre später wurde die Architektur verändert, und von der ursprünglichen Ausstattung ist fast nichts geblieben. Das heutige Äußere folgt den Regeln des Spätbarocks, im Dekor lassen sich allerdings Anklänge an das Rokoko erkennen.
Im Inneren sind Fresken mit biblischen Motiven, Gemälde von Murillo und Skulpturen von Montañés hervorragend erhalten. Pilger kommen hierher, um Werke der großen Meister zu sehen, Orgelmusik zu hören und die Messe zu besuchen. Plane deinen Besuch für den Vormittag: Tagsüber finden Gottesdienste statt, und der Zugang zum Altar ist eingeschränkt.
- Für wen: für alle, die neben der Kathedrale auch eine Pfarrkirche sehen möchten.
23. Palast der Gräfin von Lebrija
Der Palast der Gräfin von Lebrija ist ein Baudenkmal aus dem 16. Jahrhundert und zugleich ein Kunstmuseum mit antiken und mittelalterlichen Exponaten. Eigene Räume sind orientalischen Meisterwerken gewidmet, was zu Sevilla passt, wo der Nachhall der maurischen Herrschaft noch immer zu spüren ist. Der neue Palast ist buchstäblich in den verfallenden Vorgängerbau hineingewachsen.
© Benjamin Smith · CC BY-SAFoto: Benjamin Smith, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Besitzerin des Palasts war eine der gebildetsten Frauen ihrer Zeit. Nach ihrem Tod in den 1930er-Jahren ging das Gebäude durch die Hände mehrerer Besitzer aus ihrer Verwandtschaft, und für die Öffentlichkeit öffnete es erst Anfang des 21. Jahrhunderts.
Die Innenräume wurden über dreizehn Jahre hinweg zusammengetragen, buchstäblich Stück für Stück: echte antike römische Mosaike, etruskische Keramik, antike Vasen und Möbel, die dem letzten König von Frankreich gehörten. Teile der Fußböden wurden aus anderen Palästen herbeigeschafft, Deckenpaneele aus einer mittelalterlichen Burg, Sockelleisten aus einem halb verfallenen Kloster. Trotzdem wirkt nichts zufällig: Jeder Raum ist als ein einziges Ensemble gestaltet.
Die Räume besichtigst du am besten am Vormittag, bevor die Gruppen eintreffen, und im Schatten des Gartens kannst du eine Pause einlegen. Die Sammlung ist privat, deshalb ändern sich die Besuchszeiten manchmal.
- Für wen: für alle, die private Sammlungen von Antiquitäten und Möbeln lieben.
24. Casa de Salinas
© CarlosVdeHabsburgo · CC BY-SAFoto: CarlosVdeHabsburgo, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsCasa de Salinas bedeutet übersetzt „Haus der Familie Salinas". Historiker datieren es auf das 16. Jahrhundert, danach wechselte das Gebäude viele Male den Besitzer und verfiel nach und nach. Anfang des 19. Jahrhunderts stand die Dynastie Salinas vor der Aufgabe, ein Architekturdenkmal instand zu setzen.
Das Haus neben dem Königspalast fügte sich perfekt in das Ensemble ein, und es wäre ein Fehler gewesen, ein Äußeres zu verändern, in dem sich Gotik, maurischer Stil und Renaissance verflechten. Die Besitzer entschieden sich für eine kostspielige Restaurierung, die dem ursprünglichen Erscheinungsbild so nahe wie möglich blieb, und der Plan ging auf.
Von außen wirkt das Gebäude streng: Kleine Fenster und massive Tore erinnern an die Zeiten, in denen jedes Haus zur Festung wurde. Im Inneren findest du eine Welt aus hellen Tönen, elegantem Dekor, Wandmalereien und Kacheln. Das Licht kommt aus einem Innenhof mit Säulen und offenen Galerien. Im Haus gibt es ein Restaurant, und es finden Konzerte statt. Kauf dein Ticket besser online: An Werktagen sind die Schlangen kürzer, und an den Wochenenden füllen sich die Räume.
- Für wen: für alle, die ein bewohntes Haus der Epoche sehen und gleich vor Ort zu Abend essen möchten.
25. Basilika Jesús del Gran Poder
Die Basilika Jesús del Gran Poder zieht Pilger aus aller Welt an. Sie wurde in den 1960er-Jahren gebaut, und ihre neobarocke Fassade wirkt neben den anderen Kirchen Sevillas wie ein Spielzeug. Die Kirche hat sich seit ihrem Bau kaum verändert, und das ist das Verdienst ihrer Gemeindemitglieder.

Das wichtigste Heiligtum der Kirche ist eine Christusskulptur, die der Meister Juan de Mesa im 17. Jahrhundert schuf. Im Kerzenlicht wirkt der Erlöser vollkommen lebendig. Der Bildhauer wurde nur vierundvierzig Jahre alt, und fast alle seine Werke für Kirchen wurden zu Gegenständen der Verehrung.
Die Gottesdienste hier wurden nie unterbrochen, selbst in den schweren Jahren nicht, als Naturkatastrophen Andalusien trafen. Die Einheimischen vergleichen die Basilika mit einer Insel der Ruhe im stürmischen Meer des Alltags. Die Kirche ist klein, der Besuch dauert also nicht lange und lässt sich gut mit einem Spaziergang durch das Viertel verbinden.
- Für wen: für alle, die einen ruhigen Besuch und einen Einstieg in die religiöse Bildhauerkunst suchen.
26. Alameda de Hércules
© Michiel1972 · CC BY-SAFoto: Michiel1972, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDie Alameda de Hércules entstand im 17. Jahrhundert als Promenadengarten und wurde später zu einem Platz. Dreihundert Jahre lang stand in der Nähe ein Damm, der das Grundwasser ansteigen ließ und die Gegend in einen Sumpf verwandelte. Der Graf von Barajas bezahlte die Trockenlegung des Geländes sowie Kanäle und Brunnen.
Bäume wurden gepflanzt und Säulen aufgestellt, von denen zwei als echte antike Denkmäler gelten. Die Säulen werden nach der Himmelsrichtung in südliche und nördliche unterteilt: Die einen tragen Statuen von Herkules und Julius Cäsar, die anderen Löwen, die Spanien und Andalusien symbolisieren.
Vor dem Bürgerkrieg war der Platz ein beliebter Treffpunkt der Aristokraten, später wurde er zu einer der gefährlichsten Gegenden der Stadt. Nach einer Sanierung Anfang des 21. Jahrhunderts wurde er wieder zu einem angesehenen Ort zum Ausgehen, mit Bars, Restaurants und Livemusik. Tagsüber ist es ruhiger, am Abend gehen die Lichter an und die Sommerterrassen öffnen.
- Für wen: für alle, die einen Abendspaziergang suchen, sobald die Lichter angehen.
- Der Haken: Spätabends bleibt es in der Gegend laut.
27. Kirche San Lorenzo
© Anual · CC BY-SAFoto: Anual, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Kirche San Lorenzo findest du im gleichnamigen Viertel. Gegründet wurde sie etwa im 13. Jahrhundert und fertiggestellt im 14., doch die Bauarbeiten waren damit nicht zu Ende: Nach und nach wurden Kapellen an den Hauptbau angefügt. Das Ergebnis ist ein eklektischer Bau, in dem Barock, Gotik und maurischer Stil aufeinandertreffen.
In der Kirche sind Fresken erhalten, deren Urheberschaft unter Historikern umstritten ist. Die Geschichte des Altars erinnert daran, wie Ehrgeiz eine gute Sache zum Stillstand bringen kann: Die ersten Handwerker weigerten sich, die Arbeit fortzusetzen, und die Eröffnung der Kirche wurde auf unbestimmte Zeit verschoben.
Die Bildhauerdynastie de Ribas rettete die Lage: Sie schuf einen Altar, der nach hiesiger Einschätzung in Spanien seinesgleichen sucht. Der wichtigste Gegenstand der Verehrung in der Kirche hat sich nie geändert: die Skulptur von San Lorenzo. Der Eintritt ist frei, die Gottesdienstzeiten variieren aber, am besten erkundigst du dich also vor Ort.
- Für wen: für alle, die Pfarrkirchen abseits der Touristenrouten erkunden.
28. Barqueta-Brücke
© Michiel1972 · CC BY-SAFoto: Michiel1972, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDie Barqueta-Brücke verbindet die Ufer des Guadalquivir und führt von den alten Vierteln zu den Freizeitparks und Einkaufszentren. Ein antikes Denkmal ist sie nicht: Die Montage wurde Anfang der 1990er-Jahre abgeschlossen. Fachleuten zufolge ist die Konstruktion außergewöhnlich widerstandsfähig gegen mechanische Belastungen.
Der Bogen der Brücke ist mehr als zweihundert Meter lang. Die Bauteile wurden per Lastkahn angeliefert, und Fachleute setzten die Abschnitte dann vor Ort zusammen. Dieses Vorgehen sparte der Stadt eine beträchtliche Summe.
Zuerst wurde der Fußgängerbereich eröffnet, dann folgten die Fahrspuren. Die Brücke wurde schnell zu einem der Aushängeschilder der Stadt und fand ihren Weg auf die beliebten Routen. Abends ist sie beleuchtet, und von ihr aus bietet sich ein Panorama der Stadt.
- Anfahrt: zu Fuß von Triana aus an der Uferpromenade entlang.
29. Kirche Santa Ana
© o_andras · CC BY-SAFoto: o_andras, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Kirche Santa Ana wurde auf Befehl von König Alfons X. von Kastilien erbaut. Der Herrscher wurde in Sevilla auf wundersame Weise von einem Augenleiden geheilt und ordnete den Bau einer Kirche an. Historiker datieren den Beginn der Arbeiten auf die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts, und hundert Jahre später beschädigte ein starkes Erdbeben die Mauern und das Dach.
Dem gotischen Bau standen zwei Jahrhunderte der Wiederherstellung bevor. Die Kirche wurde um neue Kapellen erweitert, hundert Jahre später richtete ein weiteres Erdbeben erneut Schäden an, und die Gemeindemitglieder spendeten abermals Geld für die Reparaturen. Später wurde ein neuer Altar aufgestellt und unter Erhalt seiner ursprünglichen Elemente restauriert.
Im Volksmund heißt die Kirche Zigeunerkirche, und mit ihrer Ausstattung ist viel Aberglaube verbunden. Frauen aus der Gemeinde, die kein Glück in der Liebe haben, treten sieben Mal gegen eine der Grabplatten. Der Austausch der Fliesen und ein zusätzliches Metallgitter haben dem Ritual kein Ende gesetzt. Die Kirche steht im Herzen von Triana und lässt sich daher leicht mit einem Spaziergang durch die Handwerkergassen verbinden.
- Für wen: für alle, die Triana zusammen mit seiner Hauptkirche sehen möchten.
30. Keramikmuseum Triana
Das Keramikmuseum Triana befindet sich im Gebäude einer ehemaligen Fabrik, die nach Santa Ana benannt war. Die Produktion ging zurück, und der Bau neuer Werkstätten auf dem alten Gelände erwies sich als unwirtschaftlich. Restauratoren schenkten dem Gebäude ein zweites Leben und stellten die Brennöfen, die Tonbottiche und die Mühlsteine wieder her.
© CarlosVdeHabsburgo · CC BY-SAFoto: CarlosVdeHabsburgo, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Menschen aus dem Viertel haben die Einrichtung einer Keramikwerkstatt des 16. Jahrhunderts mit viel Sorgfalt nachgebildet. Die Töpferei war Trianas wichtigstes Gewerbe, und heute siehst du hier, wie der gesamte Prozess abläuft.
Moderne Technik liefert gleichmäßigere Stücke, kann aber die Handarbeit nicht ersetzen, deren Schönheit in natürlichen Formen und Farben liegt. Das zweistöckige Museumsgebäude zieht alle an, die sich für die Geschichte der Töpferei begeistern, und seine Beliebtheit wächst. In der Nähe arbeiten aktive Werkstätten, in denen du Töpfern bei der Arbeit zusehen kannst.
- Für wen: für alle, die handgefertigte Souvenirs suchen.
31. Museum der Schönen Künste
© Pepe Morón · CC BYFoto: Pepe Morón, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0), Wikimedia CommonsDas Museum der Schönen Künste ist in einem ehemaligen Kloster untergebracht. Die ersten Gebäude im maurischen Stil entstanden hier im 13. Jahrhundert, und die Napoleonischen Kriege gingen an Sevilla nicht vorbei: Das Kloster überstand einen Brand, und ein Teil seiner Mauern wurde vollständig zerstört. Die Wiederherstellung des Hauptgebäudes und der Klosterkirche dauerte etwa ein Vierteljahrhundert.
In das Dekor hielten klassizistische Elemente Einzug, und die Innenhöfe und Galerien wurden wieder mit Sevillaner Keramik geschmückt. Fachleute halten es für ein Wunder, dass ein gekacheltes Bild der Jungfrau Maria, das Werk geschickter Töpfer, erhalten blieb.
Werke mit religiösen Themen von lokalen Künstlern machen einen großen Teil der Sammlung aus. In den Sälen hängen Meisterwerke von Bilbao, Velázquez und Zurbarán, und an der Fassade steht ein Denkmal für Murillo, dessen Gemälde ebenfalls zur Sammlung gehören. Die Sammlung füllt vierzehn Säle und gilt als eine der besten Spaniens.
Tickets für das Museum der Schönen Künste bei Tiqets
- Für wen: für alle, die Gemälde von Velázquez und Murillo an einem Ort sehen möchten.
- Der Haken: Tickets für beliebte Uhrzeiten sind im Voraus ausverkauft, kauf also online.
32. Freizeitpark Isla Mágica
© CarlosVdeHabsburgo · CC BY-SAFoto: CarlosVdeHabsburgo, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsIsla Mágica, der Park „Magische Insel", ist seit Ende der 1990er-Jahre für Besucher geöffnet. Das Gelände ist in acht Bereiche mit Fahrgeschäften, Cafés, Restaurants, Kinos und Showbühnen unterteilt. Außerdem gibt es eine riesige Zahl von Brunnen und Teichen.
Du musst nicht nach Indien, an den Amazonas oder nach Amerika reisen, um ein Gefühl für die Kulturen verschiedener Völker zu bekommen: Die Fahrgeschäfte schaffen eine Atmosphäre des Abenteuers und machen Kinder und Erwachsene mit Wundern aus Übersee bekannt. Einen besonderen Platz nehmen die Kinderinsel und die Themenwelt El Dorado ein.
Der Park ist saisonal geöffnet, sieh dir also vor dem Besuch den Kalender und die Öffnungszeiten an. Er bietet alles, was für Kinderfeste und Gruppenausflüge nötig ist. Ein Vollpreisticket lohnt sich, wenn du den ganzen Tag hier verbringst: An einem halben Tag schaffst du nicht einmal ein Drittel der Bereiche.
- Für wen: für Familien mit Kindern, für einen ganzen Tag.
33. Hospital de los Venerables
© Jl FilpoC · CC BY-SAFoto: Jl FilpoC, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDas Hospital de los Venerables wurde im 17. Jahrhundert im Barockstil erbaut. Im Lauf seiner Geschichte diente es verschiedenen Zwecken, stand kurz vor dem Abriss und beeindruckte doch immer wieder selbst Menschen, die sich nicht für Kunst interessieren. Anfangs verbrachten hier betagte Priester ihren Lebensabend: Eine Bruderschaft gab ihnen Obdach und medizinische Versorgung.
Der Bau der Kirche San Fernando schlug ein neues Kapitel in der Chronik des Hospitals auf. Die Kirche mit ihrer üppigen Ausstattung, den Fresken und Relieffiguren ist bis heute erhalten, und der Innenhof mit seiner Galerie ist fast unverändert geblieben. Wirf einen Blick in den Hof: Er ist frei zugänglich und zeigt, wie das Gebäude vor der Restaurierung aussah.
Anfang des 19. Jahrhunderts erlebte die Einrichtung schwere Zeiten: Es gab Leute, die sich das Gebäude aneignen wollten. Der Streit gelangte bis in den Königspalast, und erst das Eingreifen der Krone brachte die Dinge in Ordnung. Heute ist es ein Kulturzentrum, in dem öffentliche Veranstaltungen stattfinden, und einer der Räume ist dem Werk von Velázquez gewidmet.
- Für wen: für alle, die einen Blick in einen restaurierten barocken Innenhof werfen möchten.
34. Kloster Santa María de las Cuevas
© The original uploader was Asterion at English Wikipedia . · CC BY-SAFoto: The original uploader was Asterion at English Wikipedia ., CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5), Wikimedia CommonsDas Kloster Santa María de las Cuevas ist sieben Jahrhunderte alt und ein anerkanntes Nationaldenkmal. In seinen Gebäuden steht der maurische Stil Seite an Seite mit der Gotik. Früher wurde an dieser Stelle Ton abgebaut, um die berühmten Sevillaner Kacheln herzustellen, und in den Höhlen wurde ein Bildnis der Jungfrau gefunden.
Auch hier haben die Napoleonischen Kriege ihre Spuren hinterlassen: Französische Soldaten machten das Gebäude zur Kaserne und suchten nach den Schätzen des Klosters. Später kaufte der englische Kaufmann Pickman das verfallende Gebäude und richtete darin eine Keramikfabrik ein.
Ende des vergangenen Jahrhunderts erreichten Denkmalschützer, dass der Staat den einzigartigen Wert der Klostergebäude anerkannte. Die Fabrik wurde an einen anderen Ort verlegt, und in den Mauern von Santa María de las Cuevas wurde ein regionales Zentrum für zeitgenössische Kunst eingerichtet. Der Eintritt in die Ausstellungsräume ist frei, und die Ausstellungen wechseln von Zeit zu Zeit, sieh dir also vor dem Besuch das aktuelle Programm an.
- Für wen: für alle, die sich für zeitgenössische Kunst in historischen Mauern interessieren.
35. Basilika La Macarena
© José Luiz · CC BY-SAFoto: José Luiz, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDie Basilika La Macarena gehört zu den bekanntesten katholischen Kirchen Spaniens. Die prunkvolle Barockkirche wurde Mitte des vergangenen Jahrhunderts im gleichnamigen Stadtteil La Macarena erbaut. Ihr wichtigstes Heiligtum und Rätsel ist das wundertätige Bildnis der Jungfrau Maria, eine Skulptur mit Tränen aus Bergkristall.
Historische Chroniken erwähnen die Herkunft der Statue nicht. Wissenschaftler vermuten, dass ein Meister des 17. Jahrhunderts sie für einen privaten Auftraggeber schuf. Die Basilika besitzt eine Schmucksammlung: Es sind Gaben von Menschen, die nach einem Gebet vor der wundertätigen Statue Hilfe erfuhren.
Hier finden Gottesdienste statt, und es gibt ein Museum. Die jährlichen Prozessionen der Karwoche ziehen Zehntausende Pilger an, für die die Teilnahme eine Form der Buße ist. Wenn deine Reise in die Karwoche fällt, komm zum Beginn der Prozession: Der Andrang ist riesig, und du sicherst dir deinen Platz am besten frühzeitig.
- Für wen: für alle, die zur Karwoche nach Sevilla kommen.
Damit endet die Liste der wichtigsten Sehenswürdigkeiten, doch die Stadt hat noch mehr zu bieten. Wenn du geführte Rundgänge im Voraus planen möchtest, wirf einen Blick auf diese Auswahl an Touren in Sevilla.
Touren und Tickets in Seville
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Oben findest du die beliebtesten Führungen durch die Altstadt.
Sevillas Sehenswürdigkeiten auf der Karte
Öffne die Karte und plane deine Route: Die meisten Orte liegen in Laufweite voneinander. Die Kathedrale, der Alcázar, das Rathaus und das Indienarchiv stehen dicht beieinander und lassen sich daher gut an einem Tag besichtigen. Triana und Isla Mágica schaust du dir besser getrennt an, an einem anderen Tag. Du kannst die Route an der Kathedrale beginnen und an der Uferpromenade bei der Torre del Oro beenden.
⁉️🤔 Häufige Fragen
Wie viele Tage braucht man in Sevilla?
Drei Tage reichen für einen entspannten Besuch. Der erste gehört dem Alcázar mit seinen Gärten und der Kathedrale mit La Giralda, der zweite dem Zentrum, der Plaza de España und dem María-Luisa-Park, der dritte Triana und der Uferpromenade. Wenn du Isla Mágica und die Museen dazunimmst, plane vier Tage ein und hetze nicht: Die Wege sind kurz, aber es gibt viel zu sehen.
Was kostet mehr, der Alcázar oder die Kathedrale?
Beide kosten Eintritt, und die genauen Preise ändern sich je nach Saison. Preislich liegen sie auf ähnlichem Niveau, kauf deine Tickets also vorab online. So kommst du zu einer Zeit hinein, die dir passt, und verlierst keine Zeit in der Schlange an der Kasse.
Was kann man in Sevilla kostenlos sehen?
Die Plaza de España, der María-Luisa-Park, die Murillo-Gärten und die Alameda de Hércules sind kostenlos. Der Alcázar bietet montags Stunden mit freiem Eintritt, die Schlangen sind dann allerdings riesig. Auch der Eintritt ins Indienarchiv, ins Kloster Santa María de las Cuevas und in eine Reihe von Kirchen ist frei.
Wie kommt man vom Flughafen ins Zentrum?
Vom Flughafen Sevilla fährt ein Bus ins Zentrum, und Züge vom Bahnhof Santa Justa verbinden die Stadt mit dem Rest Spaniens. Von der Bushaltestelle aus erreichst du die Kathedrale und den Alcázar zu Fuß. Ein Taxi oder Transfer ist mit Koffern bequemer, die Zeitersparnis ist aber gering.
Wann ist die beste Reisezeit für Sevilla?
Am angenehmsten sind Frühling und Herbst. Im Sommer macht die Hitze Besichtigungen zur Mittagszeit fast unmöglich, und Spaziergänge werden auf den frühen Morgen verlegt. Im Winter ist es in der Stadt mild, einige Aussichtspunkte haben aber verkürzte Öffnungszeiten. In der Karwoche erreichen Preise und Schlangen ihren Höhepunkt.
Im Überblick: Was sich zu buchen lohnt
Wenn du einen Tag hast: die Kathedrale mit La Giralda und der Alcázar, den Rest hebst du dir fürs nächste Mal auf.
Wenn du ein Wochenende hast: Nimm die Plaza de España, den María-Luisa-Park und einen Spaziergang durch Triana dazu.
Wenn du mit Kindern reist: Isla Mágica füllt einen ganzen Tag, und am Abend geht ihr in eine Flamenco-Show.
Unterkünfte im Zentrum sind schnell weg, vor allem zur Karwoche und im April. Hotel in Sevilla bei Trip.com finden


