
Zwei Tage in Rom: eine Route vom Kolosseum bis zur Villa Borghese
Zwei Tage in Rom können schnell zu einem endlosen Sprint zwischen Postkartenmotiven werden. Wir haben die Stadt in zwei entspannte Spazierrouten aufgeteilt und zeigen dir, was du ohne Hetze tatsächlich schaffst. Tag eins führt ins Zentrum und auf den Pincio-Hügel, Tag zwei ins antike Rom.
Wie du vom Flughafen Fiumicino in die Stadt kommst, steht weiter unten. Am Vormittag hast du Zeit einzuchecken und bist gegen Mittag auf der ersten Route unterwegs.
Anzeige: dieser Artikel enthält Affiliate-Links, bei einer Buchung über diese Links erhalten wir eine Provision, für dich entstehen keine Mehrkosten.
Was du in zwei Tagen in Rom sehen kannst: der Plan
💡 Kurz gesagt:
- Tag 1: Villa Borghese, der Aussichtspunkt auf dem Pincio-Hügel, Piazza del Popolo, die Spanische Treppe, der Trevi-Brunnen, das Pantheon, die Engelsburg und die Umberto-I.-Brücke.
- Tag 2: das Kolosseum, der Konstantinsbogen, der Titusbogen, die antiken Foren, die Kapitolinischen Museen und die Piazza Venezia.
- Buche Kolosseum-Tickets und die Kapitolinischen Museen online im Voraus: Die Vormittags-Slots sind zuerst ausgebucht.
- Preise und Öffnungszeiten: Stand: 09/2026, geprüft auf dem Ticketportal des Kolosseums und der Website von Trenitalia.
Entfernungen in Rom täuschen. Das Zentrum wirkt kompakt, aber Anstiege und Warteschlangen fressen Zeit. Wir messen die Route auf der Karte und planen für jede Sehenswürdigkeit einen realistischen Puffer ein, damit du nicht zwischen den Hügeln hin und her hetzen musst. Unten findest du zwei Tage, die sich zu Fuß verbinden lassen.
Wie du vom Flughafen ins Zentrum kommst
Der Flughafen Fiumicino liegt weit außerhalb der Stadtgrenzen. Der Leonardo Express fährt ohne Zwischenhalt zum Bahnhof Termini: 32 Minuten, Abfahrt alle 15 Minuten, Tickets ab 14 € (Stand: 09/2026, Trenitalia). Die Wagen haben Gepäckregale, und vom Bahnhof Termini erreichst du die Metro in fünf Minuten.
Ein Taxi ins Zentrum kostet mehr als der Zug, daher ist die Bahn für ein Paar oder eine Familie das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis. Wenn du nachts ankommst oder viel Gepäck dabei hast, ist ein Transfer bequemer: Das Auto bringt dich direkt zu deinem Hotel, ohne Umsteigen in der Metro. Du kannst Autos im Formular unten vergleichen.
Touren und Tickets in Rome
Geführte Touren, Tickets ohne Anstehen und Aktivitäten — die meisten Angebote sind kostenfrei stornierbar.
Angebote auf Kiwitaxi ansehenDas Widget wird nach Ihrer Zustimmung geladen.
Tag eins: das Zentrum und der Pincio-Hügel
Tag eins beginnt hoch oben, an der Villa Borghese, und führt hinunter durch die gesamte historische Altstadt. Du läufst etwa sechs Kilometer, aber mit Pausen ist es eine entspannte Strecke. Starte am Morgen, solange der Park noch ruhig ist, und am Abend erreichst du die Engelsburg und den Ponte Umberto I.
Villa Borghese

Der Park der Villa Borghese erstreckt sich über die Hänge des Pincio-Hügels und ist flächenmäßig ein kleiner Wald mitten in der Stadt. Du kannst hier von morgens bis zum Einbruch der Dunkelheit kostenlos spazieren, aber die Galerie im Inneren der Villa lässt Besucher nur zu festgelegten Zeiten hinein. Die Villa wurde Anfang des 17. Jahrhunderts für Kardinal Scipione Borghese angelegt, und diese Alleen sind seither das grüne Herz Roms geblieben.
Die Galleria Borghese beherbergt Caravaggio, Raffael, Tizian und Veronese, in den Sälen stehen Skulpturen von Bernini und Canova. Neben den Gemälden siehst du Fresken, bemalte Decken und Böden aus seltenem Marmor. Tickets gibt es ausschließlich online für ein bestimmtes Zeitfenster mit zweistündigem Einlass (Stand: 09/2026, Seite der Galleria Borghese). Die verfügbaren Zeitfenster sind Tage im Voraus ausgebucht, also buche früh.
- Anfahrt: Laufe etwa einen Kilometer von der Piazza di Spagna hinauf oder nimm die Metro bis Spagna und gehe zu Fuß weiter.
- Für wen: alle, die Bernini und Caravaggio in nur wenigen Sälen bei einem einzigen Besuch sehen möchten.
- Der Haken: Ohne vorherige Reservierung kommst du selbst in der Nebensaison nicht in die Villa hinein.
Wenn du nicht hineinkommst, füllt ein Spaziergang durch den Park trotzdem einen halben Tag: Es gibt einen Teich, Panoramaterrassen und schattige Alleen.
Aussichtspunkt Pincio-Hügel
© Krzysztof Golik · CC BY-SAFoto: Krzysztof Golik, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsOben auf dem Hügel öffnet sich ein Panorama über das gesamte Zentrum: Kuppeln, Ziegeldächer und der Platz direkt darunter. In der Nähe, in einem kleinen Turm mitten im Teich, steht eine ungewöhnliche Wasseruhr. Komm morgens hierher, solange die Sonne tief steht und nur wenige Menschen am Geländer sind.
Von der Terrasse aus siehst du, wie sich die Stadt in Schichten aufbaut: zuerst die Dächer der Piazza del Popolo, dann Kirchenkuppeln und Türme jenseits des Tibers. Es ist ein guter Ort, um deine Route zu prüfen und zu entscheiden, was du vor dem Abend noch unterbringen möchtest.
- Der Haken: Tagsüber drängen sich immer Menschen am Geländer, und es gibt fast keinen Schatten.
Piazza del Popolo
© DellaGherardesca · CC BYFoto: DellaGherardesca, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0), Wikimedia CommonsDie Piazza del Popolo diente als Haupttor der Stadt, an dem die großen Straßen begannen. Der Name bedeutet übersetzt „das Volk": Hier versammelten sich einst die Stadtbewohner zu Handel und wichtigen Entscheidungen.
In der Mitte des Platzes steht ein ägyptischer Obelisk, der aus dem Tempel des Sonnengottes Ra stammt. An den Rändern erheben sich Zwillingskirchen, die den Eingang zur Via del Corso einrahmen. Der Platz ist mit der Skulpturengruppe „Die Jahreszeiten" geschmückt, und in den Erdgeschossen der Gebäude betreiben Cafés und Geschäfte. Laut dem Tourismusamt Rom (Stand: 09/2026, Tourismusamt Rom) ist das Ensemble aus Bauten verschiedener Epochen und der alten Stadtmauer entstanden.
- Anfahrt: Metrostation Flaminio, Ausgang direkt auf den Platz.
- Für wen: ein entspannter Start in den Tag ohne Warteschlangen und Menschenmassen.
- Der Haken: Auf dem Platz selbst gibt es wenige Bänke; besser ruhst du dich im Park oberhalb aus.
Piazza di Spagna
© Fred Romero from Paris, France · CC BYFoto: Fred Romero from Paris, France, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia CommonsDie Piazza di Spagna hat ihren Namen von der spanischen Botschaft, die sich im Palazzo Monaldeschi niederließ. In der Mitte fließt die Fontana della Barcaccia in Form eines halb versunkenen Bootes aus weißem Marmor. Sie wurde zur Erinnerung an eine große Überschwemmung errichtet, und an ihren Seiten sind Bienen und die Sonne aus dem Wappen der Barberini zu sehen.
In der Nähe steht die Kirche Trinità dei Monti aus dem 16. Jahrhundert, in der noch immer Gottesdienste auf Französisch abgehalten werden. Der Legende nach wandert nachts der Geist von Cagliostros Geliebter Lorenza Feliciani über den Platz.
- Der Haken: Der Platz ist den ganzen Tag voller Touristen; ruhige Fotos gelingen nur früh am Morgen.
Spanische Treppe
© Nan Palmero from San Antonio, TX, USA · CC BYFoto: Nan Palmero from San Antonio, TX, USA, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0), Wikimedia CommonsDie Spanische Treppe führt von der Piazza di Spagna hinauf zur Kirche Trinità dei Monti. Es sind 138 Stufen aus Travertin (Stand: 09/2026, offizielles Portal Turismo Roma), und die oberen Absätze sind deutlich breiter als die unteren, wodurch die Treppe wie eine Welle wirkt. Von oben hast du einen Blick auf die Kuppel des Petersdoms.
Im Frühling wird die Treppe mit blühenden Azaleen geschmückt, und zu Weihnachten wird hier eine Krippe aufgebaut. Modedesigner haben auf den Stufen Laufstegshows veranstaltet, und Filmemacher drehten hier eine Szene aus „Ein Herz und eine Krone". An Menschen, die versuchen, die Einstellung nachzustellen, herrscht also zu jeder Jahreszeit kein Mangel.
- Anfahrt: Metrostation Spagna, Ausgang direkt am Fuß der Treppe.
- Der Haken: Auf den Stufen zu sitzen ist nicht erlaubt; die Polizei achtet darauf.
Trevi-Brunnen
© Miguel Hermoso Cuesta · CC BY-SAFoto: Miguel Hermoso Cuesta, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDer Trevi-Brunnen schmiegt sich an die Fassade des Palazzo Poli, zusammen bilden sie ein einziges Ensemble. Ocean fährt auf einer Muschel, die von Tritonen und Seepferdchen gezogen wird. Der Brunnen ist 26 Meter hoch und 49 Meter breit (Stand: 09/2026, Website des römischen Tourismusamts). Abends wird er beleuchtet, und die Wasserstrahlen wirken dann besonders eindrucksvoll.
Der Brunnen entstand Mitte des 18. Jahrhunderts, am Becken wurde eine Szene aus dem Film „La Dolce Vita" gedreht. Ringsum führen Stufen wie in einem antiken Amphitheater hinauf, und sie sind fast immer besetzt. Fast jeder versucht hier, eine Münze zu werfen und sich etwas zu wünschen.
- Anfahrt: etwa fünf Gehminuten von der U-Bahn-Station Barberini.
- Der Haken: Tagsüber kommst du nicht bis ans Becken heran, komm nach Sonnenuntergang.
Pantheon
© NikonZ7II · CC BY-SAFoto: NikonZ7II, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDas Pantheon wurde vor mehr als zweitausend Jahren als Tempel für alle Götter erbaut und später in eine christliche Kirche umgewandelt. Die Kuppel mit der runden Öffnung in der Mitte versetzt Ingenieure noch heute ins Staunen: Das Licht fällt direkt auf den Marmorboden. Die Mauern sind stellenweise bis zu sechs Meter dick, und über dem Eingang ist eine Agrippa gewidmete Inschrift erhalten geblieben.
Im Pantheon sind Raffael und die ersten Könige des vereinten Italien begraben. Ein Ticket kostet 7 €, am ersten Sonntag im Monat ist der Eintritt frei (Stand: 09/2026, Pantheon-Seite auf dem Stadtportal). Bei Regen fallen Tropfen durch die Öffnung in der Kuppel auf den Boden, und dieser Anblick ist für sich genommen sehenswert.
- Öffnungszeiten: täglich 9-19 Uhr, letzter Einlass um 18:30 Uhr (Stand: 09/2026, Tourismusportal Rom).
- Der Haken: In der Hochsaison kannst du in der Einlassschlange eine halbe Stunde verlieren.
Engelsburg
© Livioandronico2013 · CC BY-SAFoto: Livioandronico2013, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Engelsburg begann als Mausoleum von Kaiser Hadrian und wurde im Mittelalter zur päpstlichen Festung. Der Name geht auf eine Legende über den Erzengel Michael zurück, der der Überlieferung nach Ende des 6. Jahrhunderts eine Pestepidemie beendete. Von der Engelsterrasse eröffnet sich ein Panorama über die ganze Stadt.
Im Inneren siehst du den Hof des Erlösers, wo Verurteilte ihre letzten Stunden verbrachten, und die Schatzkammer mit den Gemächern. Durch den Engelhof mit dem Bad von Giovanni da Udine gelangst du in eine überdachte Galerie mit den Sälen des Perseus und der Waffenkammer. Die Fußgängerbrücke Ponte Sant’Angelo führt von der Burg Richtung Zentrum. Auf ihr stehen Statuen von Bernini: Zwei der zehn Engel schuf der Meister selbst, den Rest überließ er seinen Schülern. In den Händen der Engel befinden sich Leidenswerkzeuge Christi, auf den Sockeln sind Zeilen aus der Heiligen Schrift eingemeißelt.
- Der Haken: Der Eintritt ist kostenpflichtig, und die Öffnungszeiten wechseln je nach Saison, also prüfe sie vor deinem Besuch.
Ponte Umberto I
© Girolamus · CC BY-SAFoto: Girolamus, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Ponte Umberto I verband das Stadtzentrum mit dem Justizpalast. Sie wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut, ist rund einhundert Meter lang, und König Umberto I. nahm an der Eröffnung mit seiner Frau Margarethe von Savoyen teil. Von der Brücke hast du einen der schönsten Blicke auf den Petersdom und die alte Fußgängerbrücke Ponte Sant’Angelo.
- Der Haken: Der Verkehr ist stark, der Gehweg schmal, daher eignet sich der frühe Morgen am besten für Fotos.
Tag zwei: das Kolosseum und die antiken Foren

Tag zwei dreht sich ganz um das antike Rom. Starte mit dem Kolosseum und den Bögen, geh dann über das Forum Romanum zu den Kapitolinischen Museen und beende den Tag an der Piazza Venezia. Morgens sind die Schlangen kürzer, und im Sommer ist der Schatten der Foren leichter zu ertragen als die offene Arena.
Das Kolosseum
© Jon Gudorf Photography · CC BY-SAFoto: Jon Gudorf Photography, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0), Wikimedia CommonsDas Kolosseum war das größte Amphitheater des Reiches: Hier fanden Gladiatorenkämpfe und Tierhetzen statt. Es wurde an der Stelle eines Teichs aus Neros Palast errichtet, und seine Eröffnung wurde mit Spielen gefeiert, die fast hundert Tage dauerten. Ein reguläres Ticket kostet 18 € und beinhaltet einen Eintritt ins Kolosseum sowie ins Forum Romanum und auf den Palatin (Stand: 09/2026, offizielles Kolosseum-Ticketportal).
Die unterirdischen Kammern und ein Teil des dritten Rangs sind im Inneren erhalten, und an den antiken Mauern finden manchmal Konzerte statt. Die morgendlichen Zeitfenster sind zuerst ausgebucht, also reserviere frühzeitig und sei zur Öffnungszeit da. Die Ruinen sind seit dem 20. Jahrhundert UNESCO-Weltkulturerbe.
- Tickets mit Zeitfenster: Kolosseum-Tickets bei Tiqets
- Anfahrt: Metro B, Station Colosseo, der Ausgang führt direkt zur Arena.
- Der Haken: Im Sommer gibt es in der Sonne fast keinen Schatten, nimm Wasser und einen Hut mit.
Konstantinsbogen

Der Konstantinsbogen wurde im frühen 4. Jahrhundert errichtet, um an den Sieg des Kaisers an der Milvischen Brücke zu erinnern. Er ist etwa zwanzig Meter hoch, und für seine Ausschmückung entnahmen die Baumeister Reliefs aus älteren Bauwerken und ersetzten die Gesichter früherer Herrscher durch Bilder Konstantins. Der Bogen ist direkt vom Kolosseum aus sichtbar, ein separates Ticket ist nicht nötig.
Der Überlieferung nach sah Konstantin vor der Schlacht ein Kreuz am Himmel und hörte die Worte „In diesem Zeichen wirst du siegen." Er besiegte Maxentius und wandte sich dem Christentum zu, weshalb der Bogen als Grenze zwischen zwei Epochen gilt. Die Halbsäulen, Statuen und Reliefs wurden aus verschiedenen Monumenten Roms zusammengefügt.
- Anfahrt: zwischen dem Kolosseum und dem Titusbogen, auf dem Weg zum Forum.
- Der Haken: Morgens liegt der Bogen im Schatten, für Fotos ist der Mittag besser.
Titusbogen
© tiger rus · CC BYFoto: tiger rus, CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0), Wikimedia CommonsDer Titusbogen steht an der Via Sacra und erinnert an die Eroberung Jerusalems. Er wurde im späten 1. Jahrhundert erbaut und ist etwa fünfzehn Meter hoch. Die Reliefs im Inneren zeigen eine Prozession, die Trophäen aus dem zerstörten Tempel trägt, und über dem Durchgang ist eine Inschrift über den Krieg erhalten.
Die Ecken des Bogens sind mit Figuren geflügelter Victorien geschmückt, und die Halbsäulen bestehen aus pentelischem Marmor. Von einer Seite des Bogens siehst du das Kolosseum, von der anderen das Forum Romanum, daher ist er ein praktischer Punkt, um den Rest deiner Route zu planen. Der Bogen war einst mit einer Statue des Titus in einem von vier Pferden gezogenen Wagen bekrönt.
- Anfahrt: am oberen Ende der Via Sacra, oberhalb des Kolosseums.
- Der Haken: Der Bereich ist eng, und Reisegruppen blockieren den Durchgang.
Forum Romanum
© José Luiz · CC BY-SAFoto: José Luiz, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDas Forum Romanum war das politische und religiöse Herz des Reiches. Triumphzüge der Feldherren, Gerichtsverfahren und Handel zogen alle durch dieses Tal zwischen den Hügeln. Der Sumpf wurde bereits zur Zeit des Königs Tarquinius trockengelegt, wofür ein Abwasserkanal gegraben und eine Straße festgestampft wurde.
Nach dem Untergang des Reiches wurden die Gebäude abgetragen und verschüttet, und lange Zeit hieß das Forum „Kuhweide". Ausgrabungen begannen erst im 19. Jahrhundert. Heute liegen die Ruinen etwa zehn Meter unter der Via dei Fori Imperiali, und einige Bauwerke sind noch immer unter der Straße verborgen. Der Eintritt ist im Kolosseum-Ticket enthalten, also besorge dir das Kombiticket im Voraus.
- Anfahrt: zu Fuß vom Kolosseum entlang der Via Sacra.
- Der Haken: Alles liegt im Freien, und bei Hitze gibt es fast keinen Unterstand.
Nerva-Forum
© it:User:MM · CC BY-SAFoto: it:User:MM, CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/), Wikimedia CommonsDas Nerva-Forum war das schmalste der Kaiserforen, und sein zweiter Name war „Transitorisches Forum". Es verband das Forum Romanum mit dem Viertel Argiletum und war mit einem Tempel für die Göttin Minerva geschmückt. Das Heiligtum wurde im frühen 17. Jahrhundert auf Anordnung von Papst Paul V. abgetragen.
Zwei Säulen aus weißem Marmor und ein Teil der Fassade mit einer Darstellung der Minerva sind bis heute erhalten. Steine von hier wurden für den Acqua-Paola-Brunnen und die Borghese-Kapelle verwendet, der Rest liegt unter der Straße der Kaiserforen verborgen. Auch ein verzierter Fries aus dem antiken Forum ist erhalten geblieben.
- Anfahrt: zwischen dem Augustus- und dem Vespasiansforum, auf dem Weg zum Trajansforum.
- Der Haken: Es gibt fast nichts zu sehen, also schau nur vorbei, wenn du gerade durchkommst.
Augustusforum
© Chabe01 · CC BY-SAFoto: Chabe01, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDas Augustusforum entstand neben dem Forum Romanum nach dem Sieg Octavian Augustus' bei Philippi. Das Hauptbauwerk war der Tempel des Mars Ultor, dessen Fassaden mit Statuen der Venus und Caesars geschmückt waren. Drei Säulen, ein Teil der Mauer, eine Treppe zum Altar und Nischen sind erhalten und deuten die einstige Größe an.
Nach der Annahme des Christentums verfiel das Forum, und seine Steine wurden für den Kirchenbau abgetragen. Eine Sammlung gefundener Artefakte wird hier heute unter freiem Himmel gezeigt.
- Anfahrt: direkt nach dem Nerva-Forum, entlang der Straße.
- Der Haken: Die Ruinen sind teilweise von der Straße überdeckt, und manche sind nur von oben sichtbar.
Trajansforum
© Bgabel · CC BY-SAFoto: Bgabel, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsKaiser Trajan ließ das Trajansforum zu Ehren seines Sieges über die Daker errichten. Entworfen wurde das Projekt vom Architekten Apollodor von Damaskus, und das Forum selbst wurde in den Quirinalshügel geschnitten. In der Mitte steht die Trajanssäule, rund vierzig Meter hoch: Ihr spiralförmiges Relief erzählt die gesamte Geschichte des Feldzugs.
Die Säule ist innen hohl, eine Wendeltreppe führt nach oben, und im Sockel wurden Urnen mit der Asche des Kaisers und seiner Frau Pompeia Plotina aufbewahrt. Die Säule besteht aus großen Blöcken aus Carrara-Marmor und dient als Grabmal Trajans. Vom Boden aus lassen sich die Reliefs nur schwer betrachten, daher ist es einfacher, sie aus der Ferne anzusehen.
- Anfahrt: gegenüber dem Kapitolshügel, entlang der Via dei Fori Imperiali.
- Der Haken: Ohne Optik sind die Reliefdetails nicht zu erkennen.
Kapitolinische Museen
© Tournasol7 · CC BY-SAFoto: Tournasol7, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDie Kapitolinischen Museen gelten als das älteste öffentliche Museum der Welt, und ihre Paläste stehen auf dem Kapitolshügel neben dem Forum Romanum. Das Ensemble besteht aus drei Palästen rund um die Piazza del Campidoglio, die durch unterirdische Gänge verbunden sind. Einige der Paläste wurden nach Michelangelos Entwurf umgebaut. Der Museumseintritt beginnt bei 15 € (Stand: 09/2026, offizielle Website des Museums).
In der Mitte des Platzes steht das Reiterstandbild von Mark Aurel, die einzige antike Reiterstatue, die das Mittelalter überdauert hat. Im Inneren befinden sich die Kapitolinische Wölfin, der Sterbende Gallier und der Kapitolinische Brutus. Durch die unterirdischen Tunnel erreichst du die Lapidargalerie mit antiken Inschriften.
- Tickets mit Führung: Touren durch Roms Museen auf GetYourGuide
- Der Haken: Tickets kaufst du besser online, an der Kasse kann es eine Schlange geben.
Monument für Viktor Emanuel II.
© Alvesgaspar · CC BY-SAFoto: Alvesgaspar, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0), Wikimedia CommonsDas Vittoriano wurde zu Ehren des ersten Königs eines vereinten Italiens errichtet. Der schneeweiße Monumentalbau am Fuß des Kapitolshügels brauchte fast dreißig Jahre Bauzeit, und für ihn wurden einige alte Gebäude abgerissen, darunter der Bogen von San Marco. In der Mitte befindet sich der Altar des Vaterlandes mit einer ewigen Flamme, und am Portikus stehen Statuen, die die Regionen Italiens darstellen.
Viktor Emanuel II. nahm den Königstitel nach einer Abstimmung Mitte des 19. Jahrhunderts an. Das Monument feiert die Ära des Risorgimento, den Kampf für einen geeinten Staat. Am Monument steht eine Ehrengarde zum Gedenken an den unbekannten Soldaten.
- Anfahrt: am Ende der Via del Corso, nahe der Piazza Venezia.
- Der Haken: Der Zugang zur Aussichtsplattform ist kostenpflichtig, während der Eintritt zu einigen Sälen frei ist.
Piazza Venezia
© Zavijavah · CC BY-SAFoto: Zavijavah, CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), Wikimedia CommonsDie Piazza Venezia entstand um einen Palast, den der spätere Papst Paul II. in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts aus Steinen erbauen ließ, die unter anderem aus dem Kolosseum stammten. Hier beginnt die Via dei Fori Imperiali, die direkt zum Kolosseum führt, weshalb der Platz oft als geometrisches Zentrum der Stadt bezeichnet wird.
Im Palast befindet sich heute das Museum von Venedig, und auf dem Platz steht der Pinienzapfenbrunnen, der bei Ausgrabungen gefunden wurde. In einer Ecke versteckt sich die „sprechende" Statue Madama Lucrezia: Früher befestigten die Menschen daran Zettel mit Kritik an den Behörden, was heute jedoch verboten ist. Du kannst auch einen Blick auf die benachbarten Renaissance-Skulpturen werfen.
- Anfahrt: U-Bahn-Station Colosseo oder Straßenbahn bis zur Haltestelle Venezia.
- Der Haken: Der Platz ist verkehrsüberlastet, und ihn tagsüber zu überqueren ist nicht einfach.
Touren und Tickets in Rome
Geführte Touren, Tickets ohne Anstehen und Aktivitäten — die meisten Angebote sind kostenfrei stornierbar.
Angebote auf GetYourGuide ansehenDas Widget wird nach Ihrer Zustimmung geladen.
Tipps für Reisende
Ein paar einfache Regeln sparen dir in Rom Zeit und Geld.
- Starte früh am Tag: Die Schlangen an den Hauptsehenswürdigkeiten werden stündlich länger.
- Trink aus den Nasoni-Brunnen der Stadt: Das Wasser ist kostenlos und bedenkenlos trinkbar.
- In Kirchen sind nackte Schultern und Knie nicht erlaubt, also nimm ein leichtes Tuch mit.
- Zwischen nahe gelegenen Sehenswürdigkeiten im Zentrum bist du zu Fuß schneller unterwegs, als auf einen Bus zu warten.
- Iss nicht direkt an der Piazza Navona und am Trevi-Brunnen: Die Preise sind höher und die Portionen kleiner, je näher du dran bist.
- Kauf Lebensmittel morgens auf dem Markt am Campo de' Fiori, und der Flohmarkt Porta Portese hat sonntags geöffnet.
- Nimm etwas Bargeld mit: Kleine Cafés und Märkte akzeptieren nicht immer Karten.
- Wenn du viele Museen und Ausflüge planst, rechne den Roma Pass durch: Manchmal hat er sich ab der dritten Sehenswürdigkeit schon bezahlt gemacht.
Denk daran, dass Taxis zwei Tarife haben: innerhalb der Ringstraße und außerhalb. Frag vor Fahrtbeginn nach dem Preis, dann vermeidest du am Ende eine Diskussion. In U-Bahn und Bussen musst du dein Ticket entwerten, sonst gilt es als ungültig.
Nimm eingelaufene Schuhe mit: Das Kopfsteinpflaster in der Altstadt ist hart, und es gibt einige Anstiege. Plane im Sommer lange Spaziergänge vor dem Mittag, und geh nach dem Mittagessen in Museen mit Klimaanlage. Im Winter und Frühling sind die Tage kürzer, also nutze die hellen Stunden für die Foren und Straßen. Kaffee an der Bar ist immer günstiger als am Tisch und eine gute Möglichkeit, sich zwischen den Sehenswürdigkeiten zu erholen.
2-Tage-Rom-Route auf der Karte
Die interessantesten Orte in Rom
Orte auf der Karte
- 1Villa Borghese Park an den Hängen des Pincio, Galerie mit Werken von Caravaggio und Bernini
- 2Pincio-Terrasse Panorama über das gesamte Zentrum, Kuppeln und Ziegeldächer
- 3Piazza del Popolo Ägyptischer Obelisk und Zwillingskirchen am Eingang der Via del Corso
- 4Piazza di Spagna Barcaccia-Brunnen in Form eines halb gesunkenen Bootes
- 5Spanische Treppe 138 Travertinstufen zur Kirche Trinità dei Monti
- 6Trevi-Brunnen Neptun auf einer Muschel, 26 Meter hoch, abends beleuchtet
- 7Pantheon Tempel aller Götter, später christliche Kirche, Kuppel mit Öffnung
- 8Engelsburg Ehemaliges Mausoleum Hadrians, Papstfestung, Panorama von der Terrasse
- 9Ponte Umberto I Blick auf den Petersdom und die Engelsbrücke
- 10Kolosseum Größtes Amphitheater des Reiches, Gladiatorenkämpfe
- 11Konstantinsbogen Bogen aus dem frühen 4. Jahrhundert zu Ehren des Sieges an der Milvischen Brücke
- 12Titusbogen Erinnert an die Eroberung Jerusalems, Reliefs mit Beutestücken
- 13Forum Romanum Politisches und religiöses Herz des Reiches
- 14Nerva-Forum Das schmalste der kaiserlichen Foren, Tempel der Minerva
- 15Augustusforum Tempel des Mars Ultor, drei Säulen erhalten
- 16Trajansforum Trajanssäule, etwa vierzig Meter hoch
- 17Kapitolinische Museen Ältestes öffentliches Museum der Welt, Kapitolinische Wölfin
- 18Viktor-Emanuel-II.-Denkmal Vittoriano mit dem Altar des Vaterlandes und der ewigen Flamme
- 19Piazza Venezia Palast von Kardinal Paul II., Brunnen der Pinie
Alle Routenpunkte sind auf der Karte markiert: Villa Borghese, das Zentrum, das Kolosseum und die antiken Foren. Öffne sie auf deinem Handy, um beim Laufen die Entfernungen zu prüfen und unnötige Umwege zu vermeiden.
Wenn du dieselbe Route in einer Navigations-App nachlaufen möchtest, kopiere die Punkte in deine eigene App. So kannst du die Reihenfolge der Sehenswürdigkeiten je nach Wetter und Laune ändern.
⁉️🤔 Häufige Fragen
Wie viel kostet ein Kolosseum-Ticket?
Ein reguläres Ticket kostet 18 € und beinhaltet einen Eintritt ins Kolosseum sowie das Forum Romanum und den Palatin (Stand: 09/2026, offizielle Website des Kolosseums). Das Ticket ist 24 Stunden gültig, daher ist es sinnvoll, das Forum für denselben Tag aufzuheben.
Muss ich das Pantheon im Voraus buchen?
Ja, der Eintritt kostet 7 €, und in der Hochsaison wird die Schlange schnell länger (Stand: 09/2026, Pantheon-Seite). Tickets gibt es online und am Eingang, und am ersten Sonntag im Monat ist der Eintritt kostenlos.
Ist die ganze Route zu Fuß machbar?
Ja, beide Tage sind gut zu Fuß machbar. Du steigst von der Piazza di Spagna zur Villa Borghese hinauf, etwa einen Kilometer bergauf. Plane pro Tag fünf bis sechs Stunden ein, inklusive Kaffeepausen.
Wie viel Geld sollte ich für zwei Tage einplanen?
Rechne die Eintrittskarten zusammen: Kolosseum 18 €, Pantheon 7 €, Kapitolinische Museen ab 15 € (Stand: 09/2026, Ticketseite der Kapitolinischen Museen). Die Galleria Borghese wird separat gebucht. Plane einen Puffer für Essen und Transport ein; die Preise im Zentrum sind höher.
Was tun bei Regen?
Verlege Museen auf schlechtes Wetter: Die Kapitolinischen Museen, die Galleria Borghese und das Pantheon sind bei jedem Wetter geöffnet. Die Freiluft-Foren sind bei Regen weniger überlaufen, aber rutschig. Nimm einen kompakten Regenschirm mit.
Kurz gesagt: Was sich zu buchen lohnt
Wenn du dich für die Antike interessierst, hol dir ein Kolosseum-Ticket für den Morgen, bevor es in der Arena heiß und voll wird. Wenn du Bernini und Caravaggio sehen willst, buche die Galleria Borghese für eine feste Uhrzeit. Für Familien mit Kindern ist eine geführte Tour einfacher, damit das Kind nicht von langen Beschreibungen ermüdet.
Es ist praktisch, die Reise im Voraus zusammenzustellen: Finde Rom-Touren auf GetYourGuide und vergleiche zentrale Hotels auf Trip.com.


